Rezension: Ben Bergner – „Das Leben ist eine Windmühle – Neues von Frau Antje ihrer Familie“

IMG_1052Fakten:
Paperback, Verlag LangenMüller, erschienen 07.08.2013, 192 Seiten, 12,99€

Autor:
Ben Bergner hat an der Universität zu Köln seinen Magister in den Fächern Geschichte, Politik und Pädagogik abgelegt und sich in den Anfangswirren seines Studiums durch ein ganzes Semester Niederlandistik gequält. Zusammen mit seiner holländischen Frau lebt der dreifache Vater in München. Bergner ist Journalist und freier Autor u. a. für Süddeutsche Zeitung TV. Ende 2014 soll der Film zu Ich heirate Frau Antje ihre Familie“, am 20.01.2012 bereits als Buch erschienen, ins Kino kommen.

Handlung:

Misanthrop Gab arbeitet immer noch daran ein „echter Holländer“ zu werden, auch wenn er von der Großfamilie seiner Frau mittlerweile weitestgehend akzeptiert wird. Die Geburt des 1. Kindes steht an und die kleine Familie wohnt nun in einem typischen niederländischen Stapel-Reihenhaus ohne Gardinen, so dass Gab jetzt nicht nur Anouks „gezellige“ Groß-Familie um sich hat, sondern auch jede Menge noch „gezelligere“ und ziemlich durchgeknallte Nachbarn ertragen muss, die für neue verwicklungsreiche Geschichten sorgen.Während Anouk nun als „Frau Antje“ für die Käse-Industrie arbeitet, ist Gab erstmal Hausmann, weil seine bisherigen Karriere-Versuche nicht gerade von Erfolg gekrönt waren – ebenso, wie das Liebesleben der Beiden nach der Geburt. Ein Masterplan muss her …

Fazit:

Das Buch hat 192 Seiten und hat ein größeres angenehmes Druckbild. Wie bei allen Büchern verhältnismäßig geringer Seitenzahl und dem teureren Paperback-Umschlag (doppelter Taschenbuch-Umschlag) muss ich hier leider mal wieder das Preis-/Leistungsverhältnis des Verlages ein wenig bemängeln. Mir ist zwar mittlerweile bewusst, dass diese Paperback-Ausgaben als Einband gewertet werden und damit größere Chancen haben, auf bestimmten Bestseller-Listen zu landen, aber ich empfinde diese Ausgaben – je nach Umfang – gern auch schon mal als Preis-Betrug am Leser.
Sprachlich ist das Buch einfach gehalten und gut zu lesen – amüsant ist der niederländische Dialekt von Gab’s Frau Anouk. Die Charaktere – vor Allem die neue Nachbarschaft – sind sehr überzeichnet dargestellt und sorgen für Überraschungen. Die Story ist nicht weniger witzig als der 1. Teil und ich hatte auch hier wieder großen Spaß beim Lesen, stellenweise war mir das Buch aber auch ein wenig zu überflutet mit Gags. Das, was im 1. Band noch neu und besonders witzig war, war hier manchmal ein bisschen too much auf die geringe Seitenanzahl gerechnet, auch wenn ich an vielen Stellen wieder herzhaft lachen musste. Für Alle, die den 1. Teil schon mit Freude gelesen haben und wissen wollen, wie es mit Gab, seinem Leben in den Niederlanden und der angeheirateten Familie so weitergeht, sicherlich wieder ein gelungenes, wenn auch kurzes Buch. Von mir gibt es dieses Mal 4 Punkte – die Begeisterung war nicht ganz so groß wie beim 1. Band.
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