Veras Weekly – und nochmal krank in der 34. KW :-(

📝 «Geplant»
… immer noch: Erstmal wieder richtig gesund zu werden. Nachdem ich am Montag bis Nachmittags meinen 1. Arbeitstag durchgezogen habe und mein li. Bein immer mehr schmerzte und ich kaum laufen oder angewinkelt sitzen konnte, bin ich gleich von der Arbeit aus zum Krankenhaus gefahren. Ich war wieder in der Notaufnahme der gleichen Klinik, wo ich im Frühjahr wegen der HNO-Probleme war – zum Einen liegt die Klinik keine 10 Min. mit dem Auto von meiner Arbeit entfernt und zum Anderen hat sie eine eigene Abteilung für Gefäßerkrankungen und dort war ich auch gut aufgehoben. Es hat sich dann herausgestellt, dass sich durch das Herumliegen in der Woche davor mit dem Magen-Darm-Infekt tatsächlich wieder eine Thrombose gebildet hat (vor 2 J. war es das re. Bein, jetzt das li.). Da die Kliniken weder krankschreiben noch Rezepte ausstellen dürfen, musste ich dann am Dienstag direkt zu meiner Ärztin nach Kreuzberg. 2 Blutverdünner-Tabletten hatte ich zur Überbrückung mitbekommen. Ich war dann nochmal bis einschl. Donnerstag krankgeschrieben, musste gezielt Laufeinheiten einlegen und Kompressionsstrumpf tragen. Zudem habe ich erfahren, dass ich durch einen erblich bedingten erhöhten Eiweiß-Proteinwert im Blut, der zu Ablagerungen in den Gefäßen führt (das habe ich wohl meinem Vater zu verdanken), ohnehin sehr gefährdet bin für Gefäßerkrankungen, was mir ziemliche Angst macht. Das Schlimme ist wohl, dass man dem nicht entgegenwirken kann, weil der – da erblich veranlagt – einfach da ist. Damit musste ich erstmal mental klarkommen. Außerdem haben die Tabletten ziemliche Nebenwirkungen, die mir gerade ein wenig zu schaffen machen – das war beim letzten Mal auch schon so. Für 3 Monate muss ich diese jetzt nehmen.

📚 «Gelesen»
… gestern angefangen und aktuell auf Seite 75 bei „Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer (Andrea Russo) 🙂 – und jedes Mal, wenn ich wieder ein Buch beendet habe stehe ich wieder vor dem Berg ungelesener Bücher und kann mich aufgrund der großen Auswahl nicht entscheiden, was ich als nächstes lesen soll.

😊 «Gefreut»
… heute über eine ausführliche Mail von meiner lieben Kölner Ex-Kollegin Miri mit einem tollen Foto-Link – das hat mich wirklich riesig gefreut 🙂
… auch diese Woche wieder über die ganzen süßen Katzenbaby-Fotos und -Videos von Marion T. und unserer Milly 🙂
… über die vielen Genesungswünsche 🙂
… sogar mein süßer Toni-Teddy hat gemerkt, dass es mir nicht gut ging und mich im Rahmen seiner Möglichkeiten mit seiner Liebe überschüttet und selbst vor Glück gesabbert dabei 😉
… dass ich Freitag wieder arbeiten konnte und wie lieb und besorgt Chefin und Kolleginnen waren. Wir haben nämlich am Freitag den Geburtstag meiner Chefin gefeiert. Da wollte ich unbedingt dabei sein, weil es der letzte Geburtstag meiner lieben Chefin in unserer Runde ist, weil sie im Frühjahr 2018 in den Ruhestand geht. Eine weitere Kollegin geht ja jetzt bereits im Oktober. Das ist so schade, denn wir sind so ein tolles Büro-Team und ich bin unendlich glücklich, dass ich nach all den Erfahrungen in Köln hier so glücklich und zufrieden mit meinen Kollegen und meiner Arbeit bin.
… ich bekomme in Kürze ein Rezensionsexemplar von Mariana Lekys Bestseller „Was man von hier aus sehen kann“.

😳 «Überrascht»
… am Freitag wieder einen neuen Kiez in Charlottenburg rund um die Danckelmannstr. kennengelernt, sehr schön, aber auch sehr laut und kinderreich. Ich mag ja die ganzen Kieze in den einzelnen Bezirken sehr, weil jeder sehr individuell ist – auch von Läden und Gastronomie her.

😢 «Traurig»
… der Mann hat direkt im Anschluss an den Magen-Darm-Infekt wieder seine Divertikulitis bekommen – ihm geht es dadurch auch mental ziemlich schlecht und er ist unleidlich. Wir haben derzeit beide genug von Krankheiten.

😡 «Geärgert»
… über die klebrigen Linden, die gerade mit ihren Absonderungen die Autos versauen. Unsere ganze Straße ist voll mit diesen Bäumen und wenn man in die Waschstraße fährt und man wieder unter einem Baum parken muss, sieht das Auto am nächsten Tag wieder genauso schlimm aus.
… dass ich immer so extrem von Mücken zerstochen werde – von Freitag-Nachmittag bis -Abend hatte ich rekordverdächtige 12 Stiche!!!

🍴«Gegessen»
… nur wenig und eingeschränkt in der letzten Woche. Heute versuchen wir es mal mit Rouladen, Knödeln und Rotkohl – wollten wir eigentlich schon gestern essen (hatten wir schon vorbereitet), aber dann leider keinen Hunger mehr (der Mann wegen seiner Darmerkrankung und ich durch die Nebenwirkung der Tabletten).

👂«Gehört»
… Hubschrauber-Kreisen und ganz viele Blaulicht-Fahrten in der Nacht – manchmal fragt man sich schon, was hier so los ist – steht ja nicht alles in der Zeitung …

💻 «Gemailt»
… am Montag und am Freitag ganz viel dienstlich.

👀 «Gesehen»
… als ich morgens zum Arzt gefahren bin: Siegessäule, Tiergarten, Brandenburger Tor, im Hintergrund Fernsehturm und Rotes Rathaus, Potsdamer Platz – das ist schon aufregend – ich liebe meine Stadt ❤

💖 «Geknuddelt»
… Mann, Katzen, Kollegen-Team.

💭 «Gedacht»
… ich will endlich mal tätig werden in Sachen Ahnenforschung, was meine Oma und meinen Opa hier aus der Region betrifft. Ich weiß so wenig über die Familie väterlicherseits und fühle mich ihr so verbunden. Meine Oma hat die 20er Jahre in Berlin miterlebt und mich interessiert, ob es noch weitere Verwandte gibt.

🏆 «Stolz»
… auf nichts.

💳 «Gekauft»
… Sport-Tubes bei Tchibo – die werde ich als Schutz meiner T-Shirts (die immer im Gürtelbereich kleine Löcher bekommen) über die Jeans tragen; 3 Bücher: „Die Phantasie der Schildkröte“ von Judith Pinnow, „Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl“ von Lauren Graham und „Vorübergehend verschossen“ von Anke Maiberg; ein neues Brillenetui mit Flamingos drauf; Blumen für den Geburtstag meiner Chefin – ich glaube, das war es.

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Rezension: Tanja Janz – „Mit dir auf Düne sieben“

Fakten:
Taschenbuch, Mira Taschenbuch (mtb), erschienen: 12.06.2017, 295 Seiten, 9,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jg. 1974, lebt mit 2 Katzen und Familie in Gelsenkirchen und ist Schalke-Fan. Über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Ltg. eines Nachhilfeinstitutes und VHS-Dozentin kam sie endgültig zum Schreiben. Über ihre lustigen und auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und den Mängeln des deutschen Bildungssystems hat sie 2013 „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. die „Pferdeinternat“-Reihe. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie  unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die 3-bändige Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“ und als ABBA-Fans unter dem gemeinsamen Pseudonym „Jana Fuchs“ mit „Dancing Queens“ einen Roman. „Strandperlen“ war 2015 der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz, 2016 folgten „Krabbe mit Rettungsring“, das Mini-eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“ und danach „Friesenherzen und Winterzauber“ und im Juni 2017 „Mit dir auf Düne sieben“. Der nächste Band der Reihe ist schon in Arbeit.

Handlung:
Jette steht mit ihren 36 Jahren mit beiden Beinen und Herz und Seele in ihrem Business als erfolgreiche Hochzeitsplanerin in St. Peter-Ording. Und nun hat sie auch noch den Mega-Auftrag an Land gezogen, die Hochzeit für einen Hamburger Fußballstar und ein Model auszurichten. Lange genug hat es gedauert, bis ihr beruflicher Erfolg sie etwas darüber hinwegtrösten konnte, dass sie selbst 2 Jahre zuvor von ihrem Verlobten Klaas vor dem Standesamt stehen gelassen wurde. Und nun taucht Klaas plötzlich wieder in seiner alten Heimat auf – nicht alleine: unwissend über die Vergangenheit beauftragt seine jetzige Verlobte ausgerechnet Jette mit der Planung ihrer kirchlichen Hochzeit. Eigentlich müsste Jette das ja Bauchschmerzen machen, wenn der Bauch denn nicht gerade voller Schmetterlinge für den neu engagierten Hochzeitssänger Marten wäre …

Fazit:
Das Cover verspricht wieder einen sommerlichen Roman und reiht sich optisch nahtlos in die „Ahnengalerie“ seiner Vorgänger aus dieser tollen Reihe ein. Dieses Cover greift ein wenig das Thema Liebe und Hochzeit auf.
Die 295 Seiten sind auf Prolog, 11 Kapitel, Epilog und Dankeswort verteilt. Ich muss allerdings leider sagen – und das ist mein einziger Kritikpunkt – dass das Buch künstlich verlängert wirkt: Es wurde ein eher ungewöhnlich großzügiges Schriftbild verwendet (1,5-zeiliger Druck) und zudem beginnt jedes neue Kapitel auf der rechten Seite, so dass insgesamt 6 linke Seiten unbedruckt sind. Dadurch ist die Geschichte leider eigentlich deutlich kürzer, als sie vielleicht auf den ersten Blick wirkt – das finde ich ein wenig schade.
Inhaltlich gibt es nichts zu bemängeln: Tanja Janz hat sich hier um die Hochzeitsplanerin Jette eine richtig schöne, sommerliche Geschichte mit viel Herz, Liebe, friesischem Lokalkolorit und einer frischen Meeresbrise einfallen lassen, die so angenehm ist, dass sie sich rasant weglesen lässt, auch als ideale Urlaubslektüre im Strandkorb geeignet. Auch hier gibt es ein Wiederlesen mit Protagonisten aus den anderen Büchern der Reihe – dieses Mal mit Britta, der Betreiberin des „Backhuus“ und zudem Jettes beste Freundin, die man hier auch etwas besser kennen lernt. Die anderen Charaktere lockern die Geschichte auf und bereichern sie – allen voran Jettes etwas skurrile Tante Gertrud.
Wie alle Bücher dieser wunderbaren Reihe habe ich auch diesen Roman wieder von Anfang bis Ende genossen und freue mich jetzt bereits auf die nächste Geschichte aus St. Peter-Ording. Diese wundervollen Geschichten gehören immer zum festen Bestandteil meines Lesejahres und werden immer schon sehr ungeduldig erwartet.
Trotz des kleinen Kritikpunktes kann ich nicht anders, als auch hier wieder eine 5***** Sterne-Leseempfehlung auszusprechen.

Veras Weekly – krankheitsbedingt verspäteter Rückblick auf die 32. + 33. KW

Ihr Lieben,
bitte entschuldigt, dass ich krankheitsbedingt erst heute wieder einen Rückblick bieten kann. Aber unsere letzten beiden Urlaubstage vergangenes Wochenende sind so ganz anders gewesen als wir uns vorgestellt hatten. Wir waren beide seit Freitag (11.08.) und die ganze letzte Woche krank: massive Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel, Übelkeit, total matt und kraftlos und dann auch noch Magen-Darm. Das war ziemlich krass und ich habe mich unglaublich mies gefühlt – bin auch jetzt noch nicht wieder 10o%ig fit, kein Appetit und vom Herumliegen Schmerzen im li. Bein, so dass ich Angst vor einer neuerlichen Thrombose habe. Mal sehen, denn eigentlich möchte ich gern morgen wieder arbeiten gehen. Daher richtet sich mein Rückblick auch eher auf die vorletzte Woche, weil es vom heimischen Sofa nicht so viel zu berichten gilt.

📝 «Geplant»
… erstmal wieder richtig gesund zu werden.

📚 «Gelesen»
… zur Hälfte durch mit „Mit dir auf Düne sieben“ von Tanja Janz – wie immer ein sehr schöner St. Peter-Ording-Roman (ich glaube ja, diese Romane können mich gar nicht enttäuschen).

😊 «Gefreut»
… dass zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo wir krank wurden, der Urlaub noch ganz schön war: Ausflug in den Berliner Zoo (… und wir haben endlich die Pandas gesehen), Shopping in Steglitz, Ausflug in die Uckermark mit Bootsfahrt in Lychen, Einkäufe in ländlichen Hofläden usw.
… über die süßen Katzenbaby-Fotos und -Videos von Marion T. 🙂
… über Tonis Anhänglichkeit – aber die Katzen sind einfach alle goldig.

😳 «Überrascht»
… dass einen so ein blöder Infekt derartig runterraffen kann.

😢 «Traurig»
… ganz besonders über die Terror-Anschläge in Spanien; den Tod der Bloggerin „Pinke Pusteblume“, die den Kampf gegen Krebs gestern ebenso verloren hat, wie eine nette, ehemalige Kollegin in Köln vor ein paar Tagen.

😡 «Geärgert»
… natürlich enorm darüber, krank geworden zu sein. Das macht einem den Erholungswert des Urlaubs nämlich gleich wieder total kaputt. Eigentlich hatten wir noch das ein oder andere vor und wären auch gestern z. B. total gern zur langen Nacht der Museen gegangen, aber das schaffen wir kräftemäßig aktuell noch gar nicht.

🍴«Gegessen»
… Bananen, Laugenbrezeln, Salzgebäck, Obst – das Highlight war in der letzten Woche Möhren-Kartoffel-Stampftopf, Spaghetti mit Butter und Salz, Hühnerfrikassee, Salat aus klein gewürfelten Mango, Avocado, Cherry-Tomaten und Mozzarella.

👂«Gehört»
… Mücken-Summen in der Nacht – einmal hatte ich 6 Mückenstiche 😦

💻 «Gemailt»
… eigentlich gar nicht in der letzten Woche, weil ich mir dazu die Kraft gefehlt hat.

👀 «Gesehen»
… vorletzte Woche noch ziemlich viel, letzte Woche nichts außer Arztpraxis, das heimische Sofa und mal einen Supermarkt (ich wusste nicht, dass Einkaufen so anstrengend und schweißtreibend ist).

💖 «Geknuddelt»
… alles 2- und 4-beinige hier im Bazillen-Radius unserer Wohnung.

💭 «Gedacht»
… dass ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich noch immer einige der versprochenen Mails nicht geschrieben habe.

🏆 «Stolz»
… ich war in der 2. Urlaubswoche endlich bei der medizinischen Fußpflege und habe jetzt wieder ordentliche Füße 😉

💳 «Gekauft»
… so einiges in den letzten zwei Wochen: Pyjamas bei Primark (einen mit einem Faultier, einen mit Miffy – dem holländischen Hasen, einen neutralen und einen mit einer Katze als Einhorn) – neben Bettwäsche, die ich in der 1. Urlaubswoche bei IKEA gekauft habe, sind Pyjamas meine weitere Leidenschaft; einige weitere Kleidungsstücke bei Primark, H&M, BonPrix und Sheego; „Luisa und die Stunde der Kraniche“ von Tania Krätschmar; 2 niedliche Bilder eines Berliner Künstlers mit einem Mops und Katzen auf dem Markt am Breitscheidplatz;  Lebensmittel in der Uckermark (alles in der letzten Urlaubswoche bevor wir krank wurden).

Rezension: Maria Linke – „Mitten rein ins Leben“

Fakten:
Taschenbuch, Ullstein, erschienen: 08.04.2015, 326 Seiten, 8,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Maria Linke ist ein Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Übersetzerin und Redakteurin. Die stolze Mutter und Großmutter lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. Weiterhin hat sie unter dem Pseudonym Charlotte Baumann ebenfalls schon mehrere Romane veröffentlicht. Im Januar 2018 erscheint der neue Roman von Maria Linke auch wieder im Ullstein-Verlag „Weiberwirtschaft“.

Handlung:
Hildegard, 49, hat trotz Abitur nie eine Ausbildung gemacht und seit etlichen Jahren als ungelernte Bürokraft in der Firma ihres Ex-Schwiegervaters gearbeitet. Als dieser stirbt und ihr Ex-Mann das Unternehmen übernimmt, ist sein 1. Schritt, Hilde vor die Türe zu setzen. Die schlechten beruflichen Voraussetzungen in der Eifel sorgen dafür, dass Hilde nach Köln zieht und sich als Reinigungskraft selbstständig macht. Hier lernt sie neben der ein oder anderen Person, für die sie doch nur Personal ist, auch ein paar ganz besondere Persönlichkeiten kennen mit ihren speziellen Sorgen und Nöten: Die 90jährige, alleinstehende Gertrud Schmitz und Antonia Lengsdorf, 39 J. alt, an MS erkrankt und dadurch meist wenig mobil. Antonia würde gern wieder am öffentlichen Leben teilhaben und bei Hilde, die sich schnell mit Antonia anfreundet, schlägt das Helfer-Syndrom mit einer großartigen Idee zu. Sie gründen einen Supper-Club und holen regelmäßig interessante Gäste in Antonias großes Haus. Und das Leben warte noch mit ganz anderen Überraschungen auf …

Fazit:
Das Cover mit dem rosafarbenen Fahrrad mit dem Korb voller Blumen und dem grünen Hintergrund sieht ansprechend aus, kein bisschen kitschig und stellt Bezug zur Story her.
Die eigentliche Geschichte verteilt sich auf 317 Seiten mit 17 teilweise etwas zu langen Kapiteln mit einem eher klein gehaltenen Schriftbild.
Am Ende des Buches befinden sich ein paar typische rheinische Rezepte, die auch in dem Buch erwähnt werden – sowas als Goodie zum Abschluss finde ich immer gut.
Der Schreibstil der Autorin – von der ich bisher noch nichts gelesen hatte – ist toll, sprachlich auch überhaupt nicht gestelzt, sondern sehr lebensnah. Man kommt leicht in die Story hinein und sie vermag es, den Leser so zu fesseln, dass man ohne Pause weiterlesen kann. Ich habe das Buch für meine Begriffe ziemlich schnell ausgelesen.
Die Mitwirkenden sind sehr realistisch gezeichnet und der Plot ist sehr authentisch und facettenreich. Hildegard habe ich mich sehr nahe gefühlt, weil ich ihr menschlich ähnlich bin und eher um die Probleme anderer als um meine eigenen besorgt bin. Der Roman befasst sich sehr eingehend mit den Problemen des Älterwerdens: Arbeitslosigkeit mit fast 50; alt sein in der anonymen Großstadt ohne Familienangehörige; der Wunsch auch trotz Krankheit nicht vom öffentlichen Leben abgeschnitten zu sein; alt werden auf dem Land ohne große Infrastruktur; aber auch mit dem Wunsch den Partner fürs Leben vor dem 50 Lebensjahr zu finden und die verzweifelte Suche danach im Internet; Stalking; ungünstige Familienstrukturen usw.
Der Titel lautet zwar „Mitten rein ins Leben“, aber die Geschichte ist auch mitten aus dem Leben. Sie hat sowohl lustige als auch traurige, aber auch spannende Abschnitte und regt an manchen Stellen zum Nachdenken an.
Mich hat das Buch sehr begeistert und ich habe es sehr gern gelesen – nicht zuletzt auch, weil es an meinem ehemaligen Wohnort in der Kölner Südstadt spielte und ich wirklich vieles wiedererkannt habe.
Insgesamt eine wirklich tolle Story, für die ich gerne 5***** Sterne als Leseempfehlung gebe – ich muss allerdings sagen, dass das Buch eher für die Generation 40+ passt. In jedem Falle eine schöne Geschichte, die sich ein wenig abhebt vom Rest und Vorfreude macht, auf den neuen Roman von Maria Linke „Weiberwirtschaft“, der am 12.01.2018 erscheint.

Rezension: Judith Pinnow – „Läuft da was?“

Fakten:
Paperback (doppelter Taschenbuch-Einband, broschiert), Krüger (Fischer-Verlag), erschienen: 23.04.2015, 364 Seiten, 14,99€ – auch als eBook & Hörbuch erhältlich

Autorin:
Judith Pinnow wurde am 11.03.1973 in Tübingen als Judith Halverscheid geboren. Sie ist eigentlich gelernte Schauspielerin und lernte ihr Handwerk an der Schauspielschule Ulm und am Lee Strasberg Institute in New York. Von 1994 bis 1997 moderierte sie zunächst den „Disney Club“ und im Anschluss die Nachfolge-Show „Tigerenten-Club“, wo sie ein Moderationsduo mit ihrem heutigen Ehemann Stefan Pinnow bildete. Mit ihm, den drei gemeinsamen Kindern und dem Hund lebt sie idyllisch in der ländlichen Nähe zu Köln. Neben einigen Moderationsjobs und Mitwirkung in  (TV-)Filmen, veröffentlicht sie bereits seit 1997 Publikationen – zunächst Kinderbücher, später auch Kurzgeschichten/Ratgeber. „Läuft da was?“ ist ihr Debüt im Frauenroman-Genre. 2016 erschien von ihr ebenfalls bei Fischer/Krüger der 2. Roman „Versprich mir, dass es großartig wird“ und im August 2017 folgt „Die Phantasie der Schildkröte“.

Handlung:
Die Moderatorin Annabel Förster, 39, hat eigentlich so ziemlich alles im Leben bekommen, was sie sich immer gewünscht hat: Sie ist mit ihrem Traummann, dem Schauspieler Tom, verheiratet, hat drei Wunschkinder und lebt sogar in ihrem Haus mit den blauen Fensterläden, das sie sich immer gewünscht hat. Nur eines bekommt sie nach einem Casting leider nicht: Den heiß ersehnten Moderationsjob einer Samstag-Abend-Show im TV, wo sie doch schon so lange im Nachtprogramm eines eher unbekannten Senders rumkrebst. Und das alles, weil sie nach jahrelanger Familien-Auszeit nun zu alt sein soll für die Prime Time?! Sie beginnt ihr ganzes Leben in Frage zu stellen: Angefangen bei ihrem Aussehen, ihrem Job, der Familie und überhaupt. Und dann taucht auch noch ein jüngerer Mann in ihrem Leben auf, in den sie sich verliebt. Wer oder was kann Annabel wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, bevor sie noch vollends die Bodenhaftung verliert?

Fazit:
Wenn es dem Cover nach gegangen wäre, hätte ich das Buch wahrscheinlich eher nicht gewählt, weil mich diese Frau auf sandigem Hintergrund, die sich in künstliche Deko-Wellen aus Papier stürzt eher weniger anspricht, auch, wenn man beim Lesen feststellt, dass es durchaus Bezug zur Story hat.
Die 364 Seiten verteilen sich auf 20 (manchmal recht lange) Kapitel mit einem etwas kleineren Schriftbild.
Ich muss sagen, dass ich das Buch erstmal auf mich wirken lassen musste und ein wenig mit mir gehadert habe, was die Rezension anging, weil mich die ganze Geschichte geschmacklich ein wenig hin- und hergerissen hat.
Den Schreibstil von Judith Pinnow mochte ich von Anfang sehr, absolut angenehm, fesselnd und man kommt leicht in die Geschichte rein – bei mir war es so, dass ich ständig weiterlesen wollte, was noch so alles passiert.
Annabel als Protagonistin mochte ich aber irgendwie nicht so sehr: Ich fand sie mit dem Fortschreiten der Story immer noch ein Stück nerviger, oberflächlicher und egoistischer als zu Beginn des Buches – also kurzum: ziemlich anstrengend. Manchmal hätte man sie gern mal durchgeschüttelt und in die Realität zurückbefördert. Eigentlich genau der Typ Frau, den ich nicht so mag: Nur aufs Aussehen fixiert, das natürlich an allem Schuld ist, was in ihrem Leben anders läuft als gewünscht.
Sehr interessant fand ich die kleinen, interessanten, wenn auch wahrscheinlich leicht überzogenen Einblicke in die (scheinbar) glamouröse TV- und Medienwelt. Man merkt beim Lesen, dass sich die Autorin in dieser Welt bestens auskennt und fragt sich sowieso ziemlich oft, wieviel von Judith Pinnow selbst in diesem Buch stecken mag …
Für einen ChickLit-Roman hatte der Roman für meinen Geschmack ein paar Sex-Szenen zuviel, denn ein wirklich guter ChickLit-Roman braucht das gar nicht und lebt vom Weniger an Mehr 😉
Auch, wenn ich zeitweilig sehr genervt von der Protagonistin war und zum Ende hin fand, dass die Geschichte immer unrealistischer und an den Haaren herbeigezogen war, hatte ich allerdings doch auch so meinen Lesespaß bei dieser Lektüre.
Daher gibt es von mir – zwar recht knappe – aber immerhin doch 4**** Sterne.

Veras Weekly – hach, es ist einfach toll, Urlaub zu haben (31. KW)

📝 «Geplant»
… auf jeden Fall noch einen Ausflug an die Ostsee und noch mehr von Berlin kennenzulernen während unseres Urlaubs – und aufs Land nach Brandenburg geht es auch nochmal.

📚 «Gelesen»
… bin im Endspurt mit „Läuft da was?“ von Judith Pinnow, was mir ganz gut gefallen hat. Was ich danach lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht.

😊 «Gefreut»
… dass wir so eine tolle erste Urlaubswoche hatten: Letze Woche Montag waren wir zuerst bei strahlendem Sommerwetter auf der Dach-Lounge des RBB mit einer traumhaften Aussicht; danach haben wir die hübsche kleine Schwester Berlins – Potsdam – besucht. Dort haben wir am Stadthafen am Wasser gesessen – direkt neben der „Seerose“ (ein Lokal in dem ich 1988 mal mit meinem Potsdamer Cousin feiern war); von dort aus sind wir weiter in die City und durch die Innenstadt spaziert, dann durch die Villenkolonien gefahren und abends waren wir auf den Wannsee-Terrassen essen und haben dort noch einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen. Dienstag haben wir uns hier zu Hause erholt; Mittwoch waren wir in Tegelort an der Havel, haben dort fein gegessen in der „Eagle Lodge“ und waren dann in den Lagerverkäufen von Bahlsen und Storck. Vor Allem für den Mann, der Schokolade liebt, ein Paradies. Da es bei Bahlsen aber auch herzhafte Sachen von Lorenz gab, bin ich dort auch fündig geworden – ich bin ja nicht so Schoko-Fan. Abends wollten wir eigentlich ins OpenAir-Kino, in „Monsieur Pierre geht online“ aber dann fing es an zu regnen. Nachdem wir storniert hatten, hörte es wieder auf und wir sind dann hier im Kiez Vietnamesisch Essen Cocktails trinken gewesen. Donnerstag waren wir bei IKEA und haben so einiges gekauft und sind auf dem Parkplatz in Tempelhof in einen herrlichen, sommerlichen Platzregen gekommen. Freitag waren wir zuerst auf dem Waldfriedhof Heerstraße, wo wir so einige Promigräber (Bubi Scholz, Klausjürgen Wussow, Wolfgang Spier, Loriot) gesehen haben und dann noch auf dem Glockenturm am Olympiastadion – auch eine traumhafte Aussicht, danach haben wir fürs Wochenende Käse gekauft bei „Blomeyer’s Käse“ – ein toller, kleiner Laden hier im Kiez – der Besitzer ist als Käse-Sommelier bekannt und auch immer mal wieder im RBB TV zu Gast. Abends hatten wir dann BBQ im „Wilson’s Prime Rib“ gebucht. Gestern waren wir zu Hause und heute auch.
… über Toni, der in den letzten Tagen immer wieder total süß und wild gespielt hat.

😳 «Überrascht»
… unser Toni hat morgen seinen 1. Geburtstag – nach der schlimmen Diagnose im Januar ist es überraschend, dass er trotz seiner ganzen, immer schlimmer werdenden Behinderungen diesen Tag erleben darf und wir mit ihm. Er ist trotz allem ein Steh-Auf-Männchen, das sich immer wieder den neuen Begebenheiten, vor die ihn sein Körper gestellt hat, angenommen und sich diesen angepasst hat. Wir lieben ihn so sehr und ich würde alles dafür geben, wenn es eine Heilung oder Genesung für ihn geben würde …

😢 «Traurig»
… bei unserem Ausflug auf den Waldfriedhof bin ich offenbar Landeplatz für Kriebelmücken gewesen. Ich habe mich erst noch gefreut, dass trotz der ganzen Mücken dort kaum Stiche habe. Was ich aber nicht wusste ist, dass diese Mücken nicht stechen, sondern beißen und diesen Biss mit einem Enzym so betäuben, dass man ihn erst viel später bemerkt. In der Nacht von Freitag zu Samstag fingen diese Stiche dann an, gerade zu explodieren – manche (u. a. an beiden Ellbogen und an der re. Hand) wachsen immer noch, sind handtellergroß, geschwollen und extrem heiß – mein rechter Ellbogen sieht aus wieder Oberarm von Hulk in rot ;-). Ich habe drei Stiche, die so richtig allergisch angegangen sind und kühle nun fleißig, nehme Antihistaminika und Cortison-Salbe.

😡 «Geärgert»
… über nichts.

🍴«Gegessen»
… immer nur auswärts – allerdings gab es gestern wieder unsere alleeköstlichsten, selbstgerechten Schmorgurken mit Salzkartoffeln.

👂«Gehört»
… Mücken-Summen *grrr*

💻 «Gemailt»
… mit Marion T. in Bremen, Marion H. in Köln, Sue in Innsbruck, Ivy im Urlaub, Astrid, Heidi.

👀 «Gesehen»
… wie toll unsere Stadt ist und wie praktisch es ist, so zentral zu wohnen ❤

💖 «Geknuddelt»
… Mann und Katzen – wie immer.

💭 «Gedacht»
… wir leben in der schönsten Stadt der Welt – aber Potsdam ist mindestens ebenso so schön ❤
… schade, dass jetzt während unseres Urlaubs keine Konzerte sind. Im letzten Jahr waren wir ja zu der Zeit bei Sting auf der Waldbühne.
… wie toll es ist, mal mehr Zeit zum Lesen zu haben.

🏆 «Stolz»
… mal wieder auf gar nichts.

💳 «Gekauft»
… die neue Ausgabe der „Chefkoch“ (die „Lecker“ habe ich ja im Abo), eine Flamingo-Tasse bei Starbucks, Großeinkauf bei dm.

Veras Weekly – die stressige letzte Arbeitswoche vor dem Urlaub (30. KW)

📝 «Geplant»
… was wir so alles während unsere Urlaubs unternehmen. Da wir wegen unserer beiden 4-beinigen Pflegefälle nur Tagesausflüge machen können und dabei auch ein wenig vom Wetter abhängig sind, will das gut geplant sein. Ich werde dann aber mal berichten, was wir so alles unternommen haben schließlich wohnen wir im tollsten Bundesland Deutschlands, das mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei weitere schöne Bundesländer in der Nähe hat 🙂

📚 «Gelesen»
… seit gestern Abend lese ich „Läuft da was?“ von Judith Pinnow – dafür habe ich mal wieder konsequent zwei Jahre in meinem SuB zurückgegriffen.

😊 «Gefreut»
… dass ich die letzte Arbeitswoche, die noch sehr stressig war, gut hinter mich gebracht habe. Ich hatte zwei wichtige Termin-Sachen, die noch erledigt werden mussten und habe die eine tatsächlich erst 15 Min. vor Dienstende am Freitag erledigt gehabt und noch weitergesendet an den eigentlichen Empfänger.

😳 «Überrascht»
… dass DPD das mir vom Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag zugesagte Rezensionsexemplar von „Ich bin eine Frau voller Widersprüche … – Nee, doch nicht“ von Judy Horney tatsächlich in den Briefkasten zugestellt hat (wenn es auch sehr gewagt daraus hervorgeschaut hat). Normalerweise macht der DPD nicht den weiten Weg bei uns in den Hinterhof-Eingang – wahrscheinlich hatte er ausnahmsweise noch mehr Pakete; sonst gehen meine DPD-Sendungen nämlich immer zurück und eine Benachrichtigung erhalte ich auch nie (ist ja der gleiche Weg, wie bei der Zustellung des Paketes) …

😢 «Traurig»
… zu sehen, dass Tonis rechtes Hinterbein jetzt leider auch immer mehr nachlässt :-(.

😡 «Geärgert»
… über nichts.

🍴«Gegessen»
… an einem Abend auf jeden Fall chinesisch; an einem anderen Abend Pizza; dann gab es Fischstäbchen und Fischfrikadellen mit selbst gemachten Kartoffelpüree; Freitag haben wir den Urlaub in einem sehr guten italienischen Restaurant hier im Kiez eingeläutet; gestern gab es selbst gemachte Lasagne und was es heute gibt, wissen wir noch nicht.

👂«Gehört»
… wie immer ganz viel Paul McCartney und die Beatles im Radio – I love his voice ❤

💻 «Gemailt»
… ich habe auf jeden Fall eine Mail von der lieben Ivy bekommen und es vor dem Urlaub leider nicht mehr geschafft, ausführlich zu antworten, weil die Büro-Tage so stressig waren; ebenso bin ich meiner Freundin Sue in Innsbruck noch eine Mail schuldig – wenigstens habe ich es nach Ewigkeiten geschafft, meiner lieben Miri mal eine Mail zu schreiben. Und mit Marion in Bremen habe ich – aus Gründen – auch gemailt.

👀 «Gesehen»
… ganz viele Magazine mit Ausflugszielen in Brandenburg und Umgebung und Bootsverleihen.

💖 «Geknuddelt»
… zum Abschied vor dem Urlaub nochmal meine Lieblingspförtnerin und meine Kollegin, die zwei Büros weiter sitzt – die sind jetzt nämlich auch in den Urlaub. Und wen ich hier zu Hause knuddele, ist ja klar …

💭 «Gedacht»
… ich sollte öfter morgens auf dem Weg zur Arbeit über den KuDamm fahren – da geht einem das Herz auf, wenn man Richtung Gedächtniskirche fährt. Ich liebe diese Stadt und bin immer wieder happy ein Teil davon zu sein. Der Mann sagt auch, dass wir diesen Schritt nach Berlin schon viel, viel früher hätten machen sollen und dass uns das sehr viel an schlechten Erfahrungen und Kummer erspart hätte.

🏆 «Stolz»
… auf nichts in dieser Woche.

💳 «Gekauft»
… mal wieder drei Bücher: „Zwei fast perfekte Schwestern“ von Michaela Grünig; „Das Café unter den Linden“ von Joan Weng und einen Potsdam-Reiseführer.

Rezension: Gabriella Engelmann – „Inselsommer“

Fakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen: 02.05.2013, 428 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren und lebt heute in Hamburg. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb der Literatur-Branche auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt ebenso Kinder- und Jugendbücher wie vor Allem auch Romane für Erwachsene und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Ein Pseudonym von ihr ist „Rebecca Fischer“. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. Fast alle ihrer Romane spielen im hohen Norden Deutschlands – so, wie auch diese Reihe um das „Büchernest“ in Keitum auf Sylt. „Inselzauber“ ist der 1. Teil dieser Reihe; die 2013 erschienene Fortsetzung nennt sich „Inselsommer“ und 2016 erschien der Weihnachtsroman aus dieser Reihe mit dem Titel „Wintersonnenglanz“ – Band 4 ist derzeit in Arbeit.

Handlung:
Eine Midlife-Crisis scheint die Ursache zu sein, dass sich die Hamburger Galeristin Paula nicht mehr wohl in ihrem Leben fühlt: Obwohl sie mit ihrem Mann Patrick, trotz ungewollter Kinderlosigkeit, immer glücklich war, fühlt sie sich auf einmal zu ihrem deutlich jüngeren Galerie-Kollegin Vincent und dessen kleiner Tochter hingezogen, vielleicht auch, weil sie damit ihren Wunsch nach einer eigenen Familie kompensieren könnte. Um wieder klare Gedanken fassen zu können, nimmt sie die Einladung von Bea und Larissa, die sie auf der Vernissage von Nele Sievers kennengelernt hat, auf die Insel Sylt wahr. Obwohl sie nur eine kurze Auszeit nehmen wollte, entdeckt sie ganz neue Seiten an sich und steht auf einmal vor der Möglichkeit, ihrem Leben noch einmal ganz neue Impulse zu geben und auf Sylt heimisch zu werden …

Fazit:
Das Cover dieser Fortsetzung zu „Inselzauber“ hat ein Corporate Design und lässt „Inselsommer“ sofort als Teil der Reihe erkennen mit seinem friesischen Motiv, das besonders wieder von Reetdach-Haus und Leuchtturm geprägt ist.
Die 428 Seiten des Romans sind perfekt verteilt auf 65 herrlich kurze Kapitel (so mag ich das sehr) mit einem normalen gängigen Schriftbild. Als besonderes Goodie befinden sich am Ende des Buches noch zwei nachahmenswerte Rezepte: Eines für „Kartoffel-Zucchini-Tomaten-Gratin“ und das andere für „Tee auf friesische Art“. Beendet wird das Buch von einem reizenden Dank der Autorin, die auch in diesem Roman wieder mit ihrem überaus angenehmen Schreibstil glänzt.
Nachdem mir der 1. Teil „Inselzauber“ so super gefallen hat, habe ich direkt im Anschluss daran diesen 2. Teil „Inselsommer“ gelesen und habe es nicht bereut, wieder lesetechnisch – zusammen mit Paula – zu Gast in Keitum zu sein 😉
Dieser 2. Teil spielt nun bereits 7 Jahre später und in der Zwischenzeit ist natürlich einiges passiert. Es gibt sowohl ein Wiederlesen mit vielen im 1. Band bereits lieb gewonnenen Charakteren, aber man lernt auch viele neue Persönlichkeiten kennen, die diese Geschichte angenehm bereichern. Während Nele und Leon (Larissas Mann) hier nur kurz erwähnt werden dieses Mal, schafft es die Autorin allen neuen Gesichtern in dem Buch jeweils eine nicht unwichtige Rolle zukommen und interessante Nebenhandlungen entstehen zu lassen. Ich möchte da jetzt nicht zu viel vorweg nehmen und verraten – lesen sollen andere das Buch schließlich selbst. Sehr geschmunzelt habe ich allerdings bei den Namen der beiden Gast-Autorinnen im Büchernest: Swantje Zillert und Corinna Hartmann – hm, die kenne ich doch irgendwie …
Wirklich super finde ich, dass hier auch ein – nicht nur für Sylt, sondern auch für andere Urlaubsregionen an Nord- und Ostsee – immer wieder aktuelles Thema aufgegriffen wird – nämlich, dass immer mehr echte Insel-Bewohner zugunsten von Tourismus vertrieben werden, weil sie sich das Leben in den beliebten Urlaubsregionen im deutschen Norden schon lange nicht mehr leisten können. Ich finde es sehr wichtig, dass darauf aufmerksam gemacht wird.
Bis ich jetzt den 3. Band aus der „Büchernest“-Reihe lese, muss ich leider noch warten, das ist nämlich ein Weihnachtsroman und der passt jetzt im Sommer nicht so. Aber ich bin schon wieder sehr gespannt, wie es weiter geht.
Dies ist eine moderne, watteweiche Sommerlektüre – hineinfallen lassen und sich wohlfühlen: Das ist mir wieder eine 5*****-Sterne Leseempfehlung wert.

Veras Weekly – eine sehr angenehme 29. KW mit Vorfreude auf den Urlaub :-)

📝 «Geplant»
… ab sofort nur noch eine volle Arbeitswoche und dann haben wir 2 Wo. Urlaub – juchu :-). Der Mann und ich haben gestern eine ziemlich lange Liste zusammengestellt mit Ausflügen, die wir in der Zeit machen wollen (… da bräuchten wir allerdings ungefähr 6 Wo. Urlaub und nur schönes Wetter 😉 …) – aber ich freue mich echt schon riesig auf die schöne Zeit, die da vor uns liegt und auch darauf, dass ich viel Zeit zum Lesen habe. Wegen unserer beiden 4-beinigen Pflegefälle ist ja dieses Jahr keine Reise möglich.
… bis zum Urlaubsbeginn will ich den schmerzenden Rücken besiegt haben – Montag und Dienstag ging es wirklich schon deutlich besser und seit dem Wochenende wieder deutlich schlechter. Ich glaube auch, wir brauchen ziemlich dringend neue Matratzen …

📚 «Gelesen»
… bin jetzt zu 75% durch mit „Inselsommer“ von Gabriella Engelmann – auch wieder eine sehr schöne Geschichte, ich muss allerdings auch zugeben, dass mir der 1. Teil („Inselzauber“) noch besser gefallen hat. Ich mag ja diese Thematik in Büchern nicht so: „Alles, was eine Frau braucht um glücklich zu sein, ist ein Kind.“ – das Thema dominiert die Story doch sehr an manchen Stellen. Ich finde es immer schade, auch in Büchern, wenn man so tut, als könnte eine Frau, die keine Kinder hat, auch nicht glücklich sein. Ich bin aktuell noch unschlüssig, was ich als nächstes lesen werde, weil ich so eine mega große Auswahl habe.

😊 «Gefreut»
… habe ich mich sehr, am Freitag meine Kolleginnen nochmal gesehen zu haben vor den Semesterferien. Wir hatten unsere letzte Team-Besprechung für dieses Semester und es war mal wieder total angenehm, was aber auch an unserer tollen Chefin liegt. Ich bin immer wieder froh, dass ich in in so einem netten Kollegenkreis arbeiten darf – auch die Besprechung war angenehm und informativ. Wenn ich denke, was mein letzter Chef Köln sich immer zu totgelabert und seinen Mitarbeitern wertvolle Arbeitszeit gestohlen hat, weil er sich so gern reden hörte mit teilweise ziemlich unsinnigem Zeug und sich dann auch noch über erkrankte Kolleginnen und Kollegen in der Dienstbesprechung ausgelassen hat – absolutes No Go. Darin unterscheidet sich die hinterlistige, kölsche Mentalität sehr von der offenen Berliner Mentalität. Schön, dass ich nach so vielen horrormäßigen Arbeitsjahren in Köln, doch nochmal eine positive Arbeitserfahrung machen darf ❤

😳 «Überrascht»
… über die Gewitter mit den unglaublichen Regenmassen, die sich gestern wieder hier über Berlin ausgelassen haben. Gestern hat es dann drei andere U-Bahn-Stationen als beim letzten Unwetter vor 2 Wochen getroffen. Dieses Mal ist aber zum Glück unser Keller verschont geblieben – nur der Fahrradkeller auf der anderen Seite ist vollgelaufen. Unseren Keller werden wir wohl während des Urlaubs auch endlich mal aufräumen und die durchgeweichten Kisten aussortieren. Mal schauen, dass wir bei IKEA ein paar Plastik-Kisten kaufen – zumindest für die untere Lage (Danke, liebe Marion H. für den Tipp :-* ). Gestern haben mir die Teilnehmer der CSD-Parade unheimlich leid getan, weil ausgerechnet zu dem Zeitpunkt die allerschlimmsten Regengüsse runterkamen. So richtig sommerlich ist es noch nicht – da haben wir noch viel Luft nach Oben 😉

😢 «Traurig»
… ach, eigentlich nur, dass die Rückenschmerzen wieder stärker geworden sind.

😡 «Geärgert»
… über die politischen Entwicklungen in der Türkei und in Polen – einfach nur traurig und erschreckend 😦 …

🍴«Gegessen»
… Anfang der Woche waren mal thailändisch essen hier im Kiez – war aber nicht so der Renner, nur die Cocktails waren köstlich. Dann gab es diese Woche noch meine üblichen gefüllten Nudeln mit Tomatensoße und viel Parmesan; Freitag waren wir Tapas Essen im angeblich zweitbesten Tapas-Restaurant Berlins – das „Mar y sol“ am Savignyplatz – fanden wir allerdings beide ziemlich enttäuschend: Sehr teuer, die Tapas-Schälchen sehr lückenhaft gefüllt, das Aioli war nur eine mit Kurkuma gefärbte gewöhnliche Mayonnaise und die Preise ziemlich hoch – also nicht zu empfehlen, eine echte Touristenfalle. Gestern haben wir gebackene Ofenkartoffeln mit Kräuter-Créme Fraîche und Aioli gemacht und dazu marinierte Schweinesteaks und in Olivenöl gebratene Pimientos mit Meersalz. Heute gibt es gebratene Schupfnudeln mit Bacon-Bits, Sauerkraut und Schmand vermischt – lecker.

👂«Gehört»
… ganz viel Regenprasseln und Gewitter-Donner 😉

💻 «Gemailt»
… da diese Woche vor Semesterabschluss noch so mega viel zu tun war, eigentlich ausschließlich dienstlich und dann habe ich abends keine Lust mehr, private Mails zu schreiben.

👀 «Gesehen»
… aber leider nicht live, da ich zum normal arbeitenden Volk gehöre: William und Kate, die britischen Thronfolger, waren mit ihren Kids in Berlin. Charles und Diana habe ich damals (1987) in Köln vor dem Rathaus live gesehen – war aber eigentlich nur ein Zufall, weil ich dort an dem Tag meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben habe.

💖 «Geknuddelt»
… das liebste, beste Kollegen-Team und natürlich alle hier bei uns im Haushalt 😉

💭 «Gedacht»
… warum ich immer wieder von solchen bescheuerten Alpträumen geplagt werde – dieses Mal ging es darum, dass ich die Benachrichtigung mit der Einladung zu einer Prüfung nicht erhalten habe und somit eine wichtige Abschlussprüfung versäumt habe. Die letzte Prüfung hatte ich übrigens 2003.

🏆 «Stolz»
… ich hab mich in der letzten Zeit oft gefragt, ob meine Oma wohl stolz auf mich gewesen wäre, weil ich die einzige Person in der Familie bin, die ihre Wurzeln zu schätzen weiß und heute wieder im Großraum Berlin-Brandenburg lebt?! Ich glaube schon 🙂

💳 «Gekauft»
… wirklich nichts diese Woche 🙂

Rezension: Gabriella Engelmann – „Inselzauber“

Fakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen: 02.05.2013 (Neuauflage mit neuem Cover zur Erscheinung der Fortsetzung „Inselsommer“), 384 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich – ich habe das Buch in der rechts abgebildeten Auflage von 2009 gelesen; die Erstauflage erschien bereits 2007 wiederum mit einem anderen Cover)

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren und lebt heute in Hamburg. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb der Literatur-Branche auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt ebenso Kinder- und Jugendbücher wie vor Allem auch Romane für Erwachsene und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Ein Pseudonym von ihr ist „Rebecca Fischer“. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. Fast alle ihrer Romane spielen im hohen Norden Deutschlands – so, wie auch diese Reihe um das „Büchernest“ in Keitum auf Sylt. „Inselzauber“ ist der 1. Teil dieser Reihe; die 2013 erschienene Fortsetzung nennt sich „Inselsommer“ und 2016 erschien der Weihnachtsroman aus dieser Reihe mit dem Titel „Wintersonnenglanz“ – Band 4 ist derzeit in Arbeit.

Handlung:
Die junge Larissa Wagner, genannt Lissy, ist enttäuscht vom Leben: Ihr langjähriger Freund, der Kardiologe Stefan, hat sich entschieden, sein Leben anstatt mit ihr, doch lieber mit seiner jungen Arzthelferin und dem gemeinsamen Kind zu gestalten und auch ihre Arbeit in einem Hamburger Hotel füllt Lissy schon länger nicht mehr aus. Da kommt es gerade gelegen, dass sie ihrer geliebten Tante Bea auf Sylt versprochen hatte, sie während ihrer mehrmonatigen Weltreise in deren Keitumer Buchhandlung zu vertreten und wieder ein wenig gesunde Heimatluft zu schnuppern, um den Kopf freizubekommen. Neben dem sympathischen Jung-Journalisten Leon und dem Inselschreiber Marco lernt sie auf der Insel auch die zickige Nele kennen, die das Café neben Tante Beas Buchhandlung führt. Kann sich Lissy nochmal auf Sylt einleben und heimatlich niederlassen oder erwartet sie doch noch etwas Anderes vom Leben?!

Fazit:
Ich habe den Roman in der 2. Ausgabe von 2009 mit dem alten Cover mit blauem Farn und einem Insekt drauf gelesen, finde aber das neue Cover mit dem Friesenhaus und dem Leuchtturm, das anlässlich des Erscheinens der Fortsetzung „Inselsommer“ angepasst wurde, viel hübscher und besser zum Roman passend.
Der Roman hat in der von mir gelesenen alten Version 378 Seiten mit 19 zum Teil doch recht langen Kapiteln. Das Schriftbild ist von der Größe her etwas kleiner gewählt, aber noch erträglich für die Sehschwächeren wie mich.
Über den Schreibstil von Gabriella Engelmann, der mir damals erstmals in einer Weihnachtsanthologie sehr positiv aufgefallen ist, muss man eigentlich gar keine großen Worte mehr verlieren, außer vielleicht „wunderbar“.
Obwohl das Buch schon 10 Jahre alt ist, liest es sich immer noch ganz großartig und ist wirklich zeitlos. Die Hauptcharaktere sind allesamt freundlich und liebenswürdig gezeichnet, so dass man sich in dieser Story so richtig zu Hause und geborgen fühlt und gerne selbst mal wieder nach Sylt reisen möchte. Der Plot ist schlüssig und realistisch und der Schluss wie erwartet schön. Ein Buch mit absoluter Wohlfühlgarantie, das ich wahnsinnig gerne gelesen habe – es alles dabei, was die Geschichte rund macht.
Und dieses Mal musste ich auch keinen Abschiedsschmerz haben, als ich die liebgewonnenen Menschen in dieser Geschichte am Ende verlassen musste, denn es warten aktuell noch zwei bereits publizierte „Büchernest“-Fortsetzungen auf mich und eine weitere ist in Arbeit. Und, weil ich so wahnsinnig neugierig bin, wie es mit den Protagonisten so weitergeht und den 1. Teil schon so toll fand, habe ich direkt im Anschluss begonnen, die 7 Jahre später spielende Fortsetzung „Inselsommer“ zu lesen 🙂
Von mir gibt für diese warmherzige, liebevolle Geschichte, glatte 5***** Sterne und eine absolute Leseempfehlung, für diejenigen, die – wie ich – dieses Genre so besonders mögen.