Welcome 2017 – Tschüss 2016: Mein persönlicher Jahresrückblick

Das Jahr 2016 hat sich vor ein paar Tagen endgültig in Schall und Rauch aufgelöst – Zeit, um es nochmal Revue passieren zu lassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen, für die 2016 mit schlechten Erinnerungen verbunden ist – sei es, weil sie einen lieben Menschen verloren haben oder sie selbst oder jemand aus ihrem Umfeld von Krankheit oder Verlust betroffen waren, egal in welcher Form – kann ich über das Jahr 2016 nichts Schlimmes sagen. Für mich hat es da schon bedeutend schlimmere Jahre gegeben in nicht allzu ferner Vergangenheit.

Zu Jahresbeginn, am 08.02.2016, sind wir nach 2 J. in Tiergarten umgezogen in unseren neuen Charlottenburger Kiez, wo wir uns sehr wohl fühlen – so zentral haben wir noch nie gewohnt, zudem sind 3 Buchhandlungen in Gehweite nicht zu verachten und unendlich viel unterschiedliche Gastronomie. Dass wir umziehen werden, stand schon über 1/2 J. zuvor fest, aber erstmal musste der Neubau fertig werden – was zu unserem Einzug nur so semi-gut geklappt hat – sieht man mal von der vergessenen Grundreinigung, der 3x geplatzten Kühlschrank-Lieferung (wir hätten zum Einzug fast ohne Kühlschrank da gestanden) und ein paar anderen Unwägbarkeiten ab …! Aber letztlich hat dann doch alles irgendwie noch funktioniert. Auch Mary und Joelle haben die neue Wohnung direkt akzeptiert und wir mochten diesen Kiez schon vorher sehr. Und der Mann hat jetzt eigentlich ein eigenes Zimmer für seine Modelleisenbahn 😉

Kurze Zeit nach dem Umzug haben der Mann und ich beide die Grippe bekommen – ein normaler Infekt hätte auch gereicht, aber es musste gleich die Virus-Grippe sein, die uns zwei Wochen außer Gefecht gesetzt hat. Eigentlich hatten wir an dem Wochenende eine Lesung im neuen Domizil geplant. Die beiden ursprünglich eingeladenen Autorinnen hatten kurzfristig abgesagt und wir hatten trotzdem ein ganz tolles Austauschprogramm auf die Beine gestellt, was wir selbst dann wiederum am Tag vorher absagen mussten, weil wir sonst alle Gäste verseucht hätten. Aber wir werden wohl irgendwann mal wieder eine Lesung veranstalten.

Die nächste Zeit plätscherte dann so vor sich hin: Ich habe mir die „Gilmore Girls“-DVD-Box gegönnt, weil ich seit Jahren endlich mal die ganze Serie schauen wollte (weil ja für November 2016 eine Fortsetzung auf Netflix angekündigt war) – und ich bin der Serie, wie so viele andere auch, verfallen; bei unserer Mary-Katze (die nunmehr 16 J. alt ist) wurde im Mai eine Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert – seither nimmt sie Tabletten und ihre Blutwerte haben sich verbessert – nur ihr Gewichtsverlust ist nicht mehr aufzuholen und macht uns weiterhin Sorgen.

Dann waren wir im Mai in einem Konzert von BAP mit Wolfgang Niedecken im Tempodrom – hätte mir mal jemand gesagt, dass ich den mal live sehe, zudem auch noch in Berlin, hätte ich das wohl eher für unmöglich gehalten; „Sing meinen Song“ hat es dann geschafft. Wir haben Wolfgang Niedecken zwar früher in der Kölner Südstadt manchmal gesehen – aber eben nicht singend 😉
Außerdem haben wir 2016 Konzerte von Rod Stewart (Mercedes-Benz-Arena) und Sting (Waldbühne) besucht.
Das absolute Mega-Highlight war jedoch – vor Allem für mich als Fan-Girl – das Konzert von Paul McCartney im Juni auf der Berliner Waldbühne! Das zählt definitiv zu den besten Konzerten, die ich je erlebt habe – Wahnsinn, dass Paul mit seinen 74 Jahren noch über 3 Std. Nonstop spielt. Gäbe es eine Zeitmaschine, so würde ich mich ganz sicher zu einem der legendären Beatles-Konzerte in den 60er Jahren in Hamburg beamen lassen. Ich freue mich auch riesig über jeden Song von Paul McCartney oder den Beatles, der im Radio gespielt wird.

Ein Highlight für mich als Leserin war ganz sicher die Einladung zur Buchvorstellung von Sophie Kinsellas letztem „Schnäppchenjägerin“-Roman in der Britischen Botschaft hier in Berlin („Shopaholic & Family“) – ein Event zu dem ich meine Berliner Freundin Ivy (die im übrigen 2016 selbst gleich 2x mit ihren eigenen veröffentlichten eBooks zeigen konnte, dass auch sie eine tolle Autorin ist) mitgenommen habe! Wir hatten viel Spaß und zudem die Gelegenheit bei einem kurzen Smalltalk mit Sophie Kinsella unsere Bücher von ihr signieren zu lassen. Sophie Kinsella ist wirklich ganz bezaubernd und es war ein sehr amüsanter Abend – und es hatte schon etwas surreales, dieser großartigen, weltberühmten Autorin gegenüber zu stehen. Einfach toll – von der Veranstaltung selbst habe ich auch auf meinem Blog berichtet.

Außerdem habe ich mit Ivy gemeinsam die Premiere (inkl. Meet & Greet mit Karoline Herfurth und Enissa Amani) der Verfilmung von „SMS für Dich“ (nach dem wunderbaren Roman von Sofie Cramer, den ich schon vor einigen Jahren gelesen habe) besucht, wozu ich ganz spontan Karten gewonnen hatte. Die Vorstellung war im Kino in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg und auch das war wirklich ein toller Abend, an den wir gerne zurückdenken – auch darüber habe ich hier im Blog ausführlich berichtet damals.

Dann waren der Mann und ich dieses Jahr – nach langer Abstinenz – erstmals wieder im (Kurz-)Urlaub. Wir haben hier in Berlin eine ganz tolle Catsitterin gefunden, die unsere Miezen perfekt versorgt hat. Unser 1. Kurz-Urlaub ging nach Binz/Rügen Ende Juni, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben und die paar Tage dort sehr genossen haben. Da Mary ja ihre Medikamente bekommt und sie mit der Catsitterin eher ein positives Erlebnis verbinden sollte, sind wir nur 3 Tage weggeblieben und Mary hat nur 1x ihre Tablette nicht bekommen. Wir waren schon etliche Jahre nicht mehr auf Rügen und haben gestaunt, wie sich dort alles verändert hat. Nur während der Schulferien würden wir nicht mehr verreisen wollen. Aber wir lieben die Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern sehr und nach Rügen fahren wir ganz sicher nochmal.

Etwas ruhiger war es dann bei unserem 2. Kurz-Urlaub Ende September in Warnemünde im Hotel Neptun (dort waren wir echt seit 11 J. nicht mehr). Einfach wieder total schön und erholsam und dort werden wir sicher wieder öfter hinreisen. Ist ja nur knapp über 2 Std. von Berlin entfernt und wenn man so tolle Orte in kurzer Entfernung hat, muss man nicht in die Ferne reisen. Dort haben wir es uns auch 3 Tage lang so richtig gut gehen lassen.

Auch mit Kerstin und Thomi haben wir wieder einen schönen Ausflug gemacht im Brandenburger Land – den Ziegeleipark Mildenberg besichtigt und anschließend noch in Papas Heimatort Templin gewesen. Wenn wir in Brandenburg unterwegs sind, erinnert mich die Landschaft immer ein wenig an Kanada. Ich hoffe, dass wir diese Ausflüge jährlich wiederholen.

Im Oktober war tatsächlich schon der 3. Jahrestag unseres neuen Lebens in Berlin. Mein altes Leben in Köln erscheint mir im Rückblick oft so, als hätte ich es selbst gar nicht gelebt, sondern als wäre es das Leben einer anderen Person gewesen – was auch irgendwie stimmt, denn ich habe mich ganz anders entwickelt, als ich es vielleicht in Köln getan hätte (dort wäre ich wohl eher weiter auf der Stelle getreten). Ich bin so froh, dass wir den Schritt hierhin gewagt haben und ich auch im Arbeitsalltag sogar nochmal positive Erfahrungen machen konnte. Auch nach fast 3 J. mache ich meinen Job in der Uni immer noch gern und fühle mich in Berlin mehr zu Hause, als ich es jemals in Köln getan habe.

Tja, am 25.11. haben wir dann nochmal Familienzuwachs bekommen – einen kleinen Ragdoll-Kater namens Toni. Da unsere Mary ja schon 16 J. alt und ja leider auch nicht mehr gesund ist und immer dünner wird, wollten wir nicht, dass Joelle irgendwann mal von einem Tag auf den anderen alleine da steht, da sie eigentlich immer jemanden (egal, ob Mensch oder andere Katze) um sich herum haben möchte, haben wir die Entscheidung getroffen. Toni ist nicht nur optisch ein Traumkaterchen, sondern auch von seinem Charakter her (er kommt allerdings gerade in eine Flegelphase und wir üben fleißig die Bedeutung der Worte „Nein“ und „nicht“ – sehr erfolgreich waren wir damit ja schon bei Joelle nicht). Toni ist aber auch unser kleines Sorgenkind: Er hatte schon zwei medizinische Eingriffe wegen Verstopfung und bei dem ersten, noch bevor er zu uns kam, wurde durch die Intubation seine Stimmbänder verletzt, so dass er leider nicht miauen oder schnurren kann – aber gerade deshalb ist besonders schutzbedürftig. Am Tag vor Heiligabend mussten wir ihn wegen Verstopfung wieder für einige Stunden in der Tierklinik lassen, aber seit wir auf Anraten der Tierärztin einige Dinge in seiner Ernährung geändert haben, geht es gut. Es ist immer wieder toll, ihm beim Spielen zuzuschauen – manchmal denkt der kleine Mann, er ist Stuntman 😉 – auch Joelle rennt mittlerweile mit ihm tobend durch die Gegend. Kann dann auch schon mal passieren, dass dabei Bettwäsche drauf geht 😦 …

Was das Lesevergnügen angeht, so war ich 2016 auf jeden Fall zurückhaltender, was die Anforderung von Rezensionsexemplaren anging, weil ich gemerkt habe, dass ich unter dem Druck, ein bestimmtes Buch zu einer bestimmten Zeit lesen zu müssen, keine rechte Freude daran aufbringen kann.
Ich habe in 2016 deutlich mehr Bücher gekauft, was damit zusammenhängt, dass ich mir fest vorgenommen habe – auch 2017 – Autorinnen und Autoren und auch den Buchhandel mehr zu unterstützen, die schließlich davon leben. Im Übrigen bin ich sehr gerne in Buchhandlungen und kaufe dort auch gerne was. Ich habe allerdings auch – gerade vor Weihnachten – ziemlich viele Weihnachts-eBooks von Amazon auf meinen Kindle geladen, die u. a. auch von den Selfpublishing-Autorinnen selbst bei Facebook beworben wurden. Drei Weihnachtsromane habe ich gelesen – der Rest kommt auf den Weihnachts-SuB für kommendes Weihnachten – solche Bücher kann ich leider immer nur in der Weihnachtszeit lesen. Zum Geburtstag habe ich Geschenkgutscheine von Hugendubel bekommen und freue mich schon darauf, diese jetzt im neuen mit Büchern von meiner langen Wunschliste einzulösen.

Lese-Highlights hatte ich 2016 natürlich auch – und zwar insgesamt zwei: Da bei den Verlagen leider immer wieder – sowohl bei den Covern als auch vom Inhalt her – irgendwelchen Trends hinterher gejagt wird, was auf dem Literaturmarkt in manchen Genres zu einem langweiligen Einerlei führt, ist unter meinen Highlights  ein Roman einer Selfpublisherin. Und zwar handelt es sich hierbei um „Tieffliegende Liebe“ von Charly von Feyerabend. Das Buch spielt in Berlin, hat eine leicht chaotische und manchmal etwas verpeilte Protagonistin, die Brüche im Leben hat und immer wieder in Fettnäpfchen tritt. Zudem hat sich Charly von Feyerabend getraut, den Roman mit einem weiteren Bruch und nicht mit dem bei Verlagen so gerne genommenen Friede-Freude-Eierkuchen-HappyEnd „Juchu – die Protagonistin ist schwanger und alles ist toll“ zu beenden – ein Ende, das mir ziemlich verhasst ist in Romanen, so als könnten Frauen nichts anderes und nur glücklich sein, wenn sie schwanger werden – zum Glück ist es hier ja nicht so. Ich fand das Ende hier zwar zuerst ein wenig krass, aber bei aller Heiterkeit über die dramatisch-komische Heldin hat die Autorin das Schicksal zuschlagen lassen, wie es auch im wirklichen Leben sein könnte! Chapeau – ich ziehe vor soviel Mut den Hut (ups, das reimt sich unbeabsichtigt sogar)! Das Buch ist sehr facettenreich – wie das Leben – und wurde von mir hier im Blog auch rezensiert! Wirklich lesenswert!

Ein weiteres Lese-Highlight war für mich „Ziemlich unverhofft“ von Frauke Scheunemann (die Fortsetzung der Familienkomödie „Ziemlich unverbesserlich“ – aus dem Leben der Anwältin Nikola Petersen). Frauke Scheunemann bringt in den Romanen kompetent ihr eigenes juristisches Fachwissen unter, ohne dass es abgehoben wirkt. Aber besonders gut gefällt mir immer wieder, ist, dass sie beweist, dass Frauenromane nicht immer weltfremd und lieblich sein müssen: Hier gibt es – wie im echten Leben – den italienischen Nachbarn; die türkische Anwaltsgehilfin; eine Scheidung und einen Ehemann und Vater, der sich mit allen Mitteln seiner Unterhaltspflicht entziehen will; die liebenswerte Oma, die sich immer um alles kümmert, aber dann trotzdem mal Recht auf ein Stück eigenes Leben geltend macht; eine „scheinbare“ Scheinehe zum Schutz einer jungen Muslimin; geplatzte Dates und so vieles mehr aus dem realen Leben, was man in anderen Büchern oft vermisst – und dennoch sind die Geschichten immer wieder mit Humor gekrönt! Für die Nikola Petersen-Reihe habe ich auch eine fette Leseempfehlung!

Natürlich gab es u. a. durch Terror, Unglücke, Flüchtlingselend, Kriege, den Tod vieler Prominenter auch wieder viel Kummer und Leid auf der Welt – worauf ich aber jetzt nicht im Detail eingehen möchte. Da ich jedoch weltoffen und auch politisch interessiert bin und immer aufmerksam die Nachrichten verfolge, gehen solche Themen nicht spur- und kommentarlos an mir vorüber, sondern werden auch mal in meinem Wochenrückblick hier erwähnt.

Persönlich berührt hat mich der Tod unseres Eishockey-Freundes Sigi, der mit nur wenige Jahre vor dem Eintritt in den Ruhestand, den er sicher zu einem großen Teil in seiner 2. Heimat Kanada verbracht hätte, im Juli plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben ist. Wir teilen mit ihm viele tolle Eishockey-Erinnerungen bei den Kölner Haien, den Toronto Maple Leafs, aber auch bei Eishockey-Weltmeisterschaften und vor Allem 2004 beim World Cup of Hockey in Toronto, wo wir gemeinsam eine tolle Zeit verbracht haben. Es ist für mich immer noch unvorstellbar, dass Sigi nicht mehr da ist – ich habe immer noch seine Stimme im Ohr. Er gehört für mich nicht unter die Erde, sondern auf seinen KEC-Dauerkarten-Platz in der Lanxess-Arena oder auf seine Pendelstrecke zwischen seinem Wohnort Worms und Köln. Wir denken oft an ihn …

Vorsätze für 2017 habe ich keine gefasst – das mache ich eigentlich nie, denn Zeit für gute Vorsätze ist das ganze Jahr über und nicht nur Neujahr 😉

Ich habe allerdings immer noch einen ganz großen Wunsch – und zwar ein wenig Ahnenforschung betreiben, vor Allem über meine Oma, die Mutter meines Vaters, die leider 1979 gestorben ist, als ich gerade mal 7 J. alt war. Die Familie meines Vaters kam ja hier aus der Umgebung und meiner Oma (geb. am 01.01.1899) fühle ich mich irgendwie besonders verbunden: Ich weiß, dass sie auch gerne und viel gelesen hat, sie hatte studiert, mochte meine Mutter ebenfalls nicht gerade und hat das Berlin der 20er Jahre (auch eine Zeitreise-Station für mich) selbst live erlebt. Aber ich glaube, das wird sehr schwierig mit der Forschung, weil zwei Weltkriege, eine Flucht und die DDR dazwischen lagen. Aber es gibt auch so viele Dinge, die ich gerne wissen würde …

Sowohl das Bloggen als auch das Lesen sind für mich weiterhin nette Hobbies, die mir dann und wann mal ein wenig Abwechslung bringen, aber nicht mein ganzes Leben bestimmen! Bei manchen Blogs bekommt man den Eindruck, dass Lesen und Bloggen ein Wettkampfsport ist: Immer die erste Rezension über ein Buch oder den ersten Bericht über eine Lesung veröffentlichen; immer die meisten Beiträge am Tag posten, immer beifallheischend zu zeigen: so viel lese ich, so schnell lese ich, so viele Bücher habe ich, so viele Bücher bekomme ich von Verlagen und Autoren geschenkt, so viele Bücher von einem Verlag habe ich schon gelesen usw. – da steht doch dann irgendwie die Profilierungssucht und ein „sich Anbiedern“ des Blog-Betreibers weit im Vordergrund und weniger der Autor und sein Buch 😦
Wenn man Lesen wie Fließbandarbeit betreibt, kann man da überhaupt noch einzelne Geschichten genießen und schätzen?!
Ich habe auch einen Mann (und meine Katzen), tolle Freunde und nette Kollegen, mit denen ich gern mal was unternehme – da spielt sich mein Leben auch außerhalb von Büchern ab. Auf diesem Blog wird es also weiterhin so sein, dass niemand mit Beiträgen oder Statistiken erschlagen wird 😉 – und ich werde weiterhin zeigen, dass hinter diesem Blog ein Mensch mit Emotionen steht und keine zweibeinige Statistik.

2017 hält wieder einige grandiose Konzerte für mich bereit (bislang 5), auf die ich mich sehr freue – und ich bin mir fast sicher, dass das noch nicht alle sind! Und ich möchte auch die Queen der Berliner Erzählbühnen, Lea Streisand, endlich mal live erleben, außerdem würde ich mal wieder total gern ins Theater (Theater/Komödie am Kurfürstendamm oder Schlosspark-Theater). Und was an Lesungen geboten wird 2017, muss man dann mal sehen.

Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig, als das Jahr erstmal willkommen zu heißen und zu hoffen, dass es nichts allzu Schlechtes für einen bereit hält, man selbst und seine Lieben von ernsten Krankheiten verschont bleibt, keine Verluste erleidet und ein paar schöne Stunden hat!

Und genau das wünsche ich meinen Blog-Leser(inne)n ebenfalls: Alles Gute für 2017 – ich hoffe, Ihr bleibt mir weiterhin erhalten 🙂

Advertisements

Und nochmal ein Kurz-Urlaub – wieder Ostsee – dieses Mal Warnemünde :-)

 

imageimage

image

Da wir ja zu Beginn meiner Semesterferien nur 2 Wo. Urlaub gemacht haben, der mit unserer Reise nach Binz/Rügen zwar total schön war, aber dennoch weiteren Erholungsbedarf hinterlassen hat, stand für uns fest, im September nochmals eine Woche Urlaub zu nehmen. Vom 26. bis 28.09. haben wir uns daher nochmal – nach 11 J. Abstinenz – aufgemacht nach Warnemünde ins Hotel Neptun.
Das Neptun war bereits zu DDR-Zeiten das luxuriöseste, aussergewöhnlichste Hotel der Republik und wer etwas über die ungewöhnliche Geschichte des 1972 eröffneten Luxus-Hotels erfahren möchte, kann das hier bei Wikipedia.

Vor 2 J. hatten wir zwar mal einen Tagesausflug nach Warnemünde gemacht, aber richtigen Urlaub dort, wie wir bei der Buchung erfuhren, wirklich schon seit 11 J. nicht mehr.

Warnemünde ist ein wunderschönes, historisches Seebad an der Küste vor Rostock, wo man wirklich alles findet, was zu einem tollen Urlaub dazugehört: Meer, Strand, ein hübscher Ort, Wellness-Angebote, gute gastronomische Angebote. Mehrfach pro Woche legen dort während der Saison große Kreuzfahrtschiffe an und ab, die man in seltenen Fällen sogar mal besichtigen darf. Zudem ist es ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung: Fahrt mit der historischen Dampfeisenbahn „Molli“ nach Bad Doberan oder in den Nobel-Badeort Heiligendamm, zum Bernsteinmuseum nach Ribnitz-Damgarten, in die wunderschöne Hansestadt Rostock, dort in den Zoo „Darwineum„, auf Hafenrundfahrt oder nach Kühlungsborn, Wismar oder in andere Seebäder in der Umgebung, wie wir es auch gemacht haben.

Am Ankunftstag war strahlend schönes Wetter und wir haben uns aufgemacht zu einem Ortsspaziergang durch Warnemünde, haben uns ein Fischbrötchen gegönnt und als Nachtisch eine Waffel und ich dann ein bisschen Wellness im Hotel-Spa und der Mann einen Strandspaziergang währenddessen. Abends waren wir im Restaurant „Zum Stromer“, ein echter kulinarischer Geheimtipp – sensationell gute Küche und aufmerksamer Service. Wir sind damals durch einen Bericht bei „rbb um 6“ darauf aufmerksam geworden. Eine Tisch-Reservierung ist unbedingt zu empfehlen!

Am nächsten Morgen hatte es leicht geregnet, aber der Himmel begann sich langsam aufzuklaren. Wir sind in den Tag mit einem köstlichen à la Carte-Frühstück in Panorama-Bar in der 19. Etage des Hotels Neptun in den Tag gestartet – kostete zwar einen kleinen Aufpreis, dafür gab es das bis 12 Uhr (also ideal für Spätaufsteher wie uns) und die Aussicht war traumhaft. Das Frühstücksbuffet, das inklusive war, gab es nur bis 10:30 Uhr und wir sind beide keine Fans von Hotel-Buffetts – so ein All-Inclusive-Urlaub in solchen Massenunterkünften in der Türkei oder Spanien wären die Hölle für uns 😉 …

image

imageimageDa das Wetter so toll wurde, haben wir uns entschlossen, eine Tour Richtung Darß zu machen und uns mal ein paar andere Seebäder anzuschauen – und zwar die, wo wir bisher noch nie waren. So führte uns die Fahrt über Hohe Düne (Yachthaven-Residenz) nach Graal-Müritz, Ahrenshoop (eine Künstler-Kolonie) und Zingst. Wir hatten einen wunderschönen Tag bei viel Sonnenschein und haben uns sogar nochmal einen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Gerade bei Graal-Müritz, einem Kurort, war die Ostsee wieder so unglaublich klar und sauber – das hat mich schon in Binz/Rügen so fasziniert.

image

Mir hat es ein wenig leid getan, dass wir nur so kurz in Warnemünde waren und somit den tollen Pool mit Ostsee-Blick im Hotel Neptun gar nicht nutzen konnten – das Wellness-Angebot ist wirklich erstklassig dort, ebenso wie Spa und Kosmetik. Aber man muss sich ja auch für die nächsten Male noch etwas aufheben, die ganz sicher kommen – die Entfernung ist für uns Berliner ebenfalls perfekt nur knappe 2 Std. von zu Hause entfernt.

Abends waren wir im Restaurant Teepott in Warnemünde essen, das die guten Empfehlungen im Internet auch vollkommen zurecht hat.

image

Am nächsten Tag stand nach einem weiteren wunderbaren Frühstück bei Traum-Aussicht leider schon die Rückreise an, die uns zuerst über Wismar führte.
Wir wussten leider nicht, dass der malaysische Ministerpräsident an jenem Tag als Staatsgast in Wismar war und damit einige – teilweise etwas absurde – Straßensperrungen verbunden waren. Zudem hat es in der ganzen Stadt nach Gülle gerochen (als wäre ein Gülle-Laster irgendwo umgekippt) – ich frage mich ja, was der malaysische Ministerpräsident wohl diesbezüglich in der Heimat über Deutschland zu berichten hat ;-). Dennoch haben wir irgendwann die Stadt erreicht, die sich im Gegensatz zu unserem letzten Besuch dort (der auf jeden Fall noch länger als 11 J. zurückliegt) sehr positiv verändert hat und größtenteils wunderhübsch saniert wurde. Sehr sehenswert ist der Mix der Baustile in der Wismarer Innenstadt, wo neben Fachwerk, Hansebauten, Ziegelbau auch Gotik und Klassizismus zu finden sind. Da ich ja historische Schriftzüge, die an alte Ladenkulturen oder altes Handwerk erinnern immer so toll finde, hier eine kleine Auswahl meiner Wismar-Fotos (ich wollte übrigens nicht die Dinge fotografieren, die jeder fotografiert – schön kann ja jeder 😉 …) :

image

 

 

imageimageimage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der letzte Abschnitt der Rückreise führte uns dann noch nach Boltenhagen, wo es sehr stürmisch war. Am Pier wehte die Holstentor-Flagge und ein Gedenkstein erinnerte an die DDR-Flüchtlinge, die zwischen 1961 und 1989 über die Ostsee geflohen sind.

Hier noch die Impressionen von Boltenhagen:

imageimage

 

 

 

 

 

 

 

Uns haben die 3 Tage sehr gut getan und wenn es sich mal jemand so richtig gut gehen lassen will, dem kann ich Warnemünde und das Hotel Neptun ohne Bedenken dafür empfehlen. Wir haben uns geschworen, das jetzt wieder öfter zu machen 🙂

Wir hatten außerdem ziemlich großes Glück, dass noch nirgendwo Ferien waren und das jetzt überwiegend eine Reisezeit für ältere Menschen war, die ebenso wie wir einen ruhigen Urlaub zu schätzen wissen.

Nicht zuletzt möglich gemacht hat das aber auch wieder unsere hervorragende Katzenbetreuung, Andrea Schauer von Mein Miezen Mobil, die unsere beiden hübschen Plüschgirls wieder glänzend betreut hat – vielen Dank, dass es Dich gibt und Du uns solche Reisen überhaupt wieder möglich machst, weil wir Mary & Joelle so toll versorgt wissen und Du Deinen Job so absolut professionell und vertrauensvoll machst – DANKE ❤

Ich hoffe, Euch hat mein kleiner Reisebericht ein wenig gefallen und inspiriert 🙂

 

 

2015 – da kann man nicht meckern (… wie man hier so sagt ;-) )

Ich habe in den letzten Tagen ganz viele Jahresrückblicke gelesen und festgestellt, dass es offenbar viele Menschen gibt, für die 2015 kein so glückliches Jahr war, was mir wirklich leid tut, denn ich weiß wie das ist, auch, wenn mein Horror-Jahr 2013 war (allerdings waren die Jahre zwischen 2009 und 2013 auch alles andere als toll).

Was 2015 angeht muss ich aber sagen, dass ich mich wirklich nicht beklagen kann und wirklich eine positive Bilanz ziehen kann:

  • unsere Katzen waren beide das ganze Jahr über gesund und munter und haben uns viel Freude gemacht – vor Allem Mary hat mit ihren 15 J. nochmal so richtig angefangen das Leben neu zu entdecken – und sie sind beide so knuddelig;
  • was die Arbeit angeht, bin ich zufrieden;
  • wir werden Anfang 2016 den Kiez wechseln;
  • 2015 war das erste Jahr, in dem mich meine Stalkerin das ganze Jahr über in Frieden gelassen hat (wobei ich natürlich nicht weiß, unter welchen Fake-Profilen sie mich möglicherweise weiter ausspioniert – wie sie es von 2011 bis 2014 gemacht hat – oder, ob ihr bösartiges Erbsenhirn tatsächlich endlich verstanden hat, dass sie Spuren hinterlässt und kriminell handelt);
  • auch, wenn wir keine Urlaubsreise gemacht haben, so haben wir einige schöne Ausflüge gemacht hier in der Umgebung – ein besonders schöner Tag war der mit Kerstin & Thomi in Rheinsberg und Umgebung auf dem Schiff und bei der folgenden, sehr lustigen Landpartie – aber wir waren auch in Warnemünde und Umgebung und auf Usedom – wir merken, dass wir beide keine weiten Reisen brauchen, weil es hier so schön ist;
  • wir waren wieder in vielen tollen Konzerten: Queen & Adam Lambert, Max Raabe & das Palastorchester, Spandau Ballet, David Garrett, Roger Hodgson (Supertramp) und bei Ray Wilson (und auch die ersten beiden Konzerte für 2016 sind fix);
  • haben ein paar wenige Lesungen besucht, wovon mir die von Abini Zöllner und ihrem Kolumnen-Band „Hellwach“ in der Karl-Marx-Buchhandlung am besten in Erinnerung geblieben ist;
  • meine beiden Kölner Herzensmenschen, meine Herzensschwester Marion und meine Ersatz-Mama Gudrun haben uns im Dezember in Berlin besucht – es war kurz, aber sehr schön – und ich wünsche mir noch viele Besuche (auch weiterer Herzensmenschen) hier in Berlin;
  • bis auf solche blöden Dinge wie Rücken oder meine Thrombose war keiner von uns schwer oder bösartig erkrankt – das ist immer sehr viel wert – dafür begleitet mich jetzt eine Erkältung ins neue Jahr;
  • ich kann auf meine (zum großen Teil schon sehr langjährigen) Freundschaften zählen und habe sogar noch ein paar neue Freundschaften hinzugewonnen, wo ich in diesem Jahr besonders die liebe Anke F. in Plauen erwähnen möchte – aber dazu gleich noch mehr – und ich freue mich, dass ich mit Jette jetzt wieder Kontakt habe; meine Freundin Silke in Köln vermisse ich auch sehr – und mir tut es auch sehr leid, dass ein paar andere Freundinnen nicht mal eben um die Ecke leben, wie z. B. Ute in Hessen, meine Ex-Kolleginnen Astrid und Miri und noch so einige, mit denen mich viel verbindet;
  • ich bin sehr zufrieden mit meinem derzeitigen Smartie, der sich um Weiten von den vorherigen Modellreihen unterscheidet;
  • eine bezaubernde Ex-Kollegin hat nach ein paar Enttäuschungen den richtigen Frosch geküsst und hat somit Ende des Jahres ihren Traumprinzen geheiratet – ich freue mich riesig für die Beiden;
  • aus einer negativen Buchkritik heraus ist eine wunderbare Zusammenarbeit und ein total lieber, freundschaftlicher Kontakt mit einer Autorin entstanden ist, die ich nicht mehr missen möchte und deren 2. Roman mich sehr begeistern konnte.

Bis auf meine Thrombose, die mir damals wirklich große Angst eingejagt hat – und unterschwellig auch noch Angst einjagt hinsichtlich Embolie oder sowas – ist mir wirklich nichts gravierend Negatives in Erinnerung geblieben. Ach doch, dass man hier um die Ecke nachts versucht hat, aus meinem alten Smart, das fest installierte Navi zu klauen – 2 Wo. vor dem Rückgabe-Termin in Köln; zum Glück ist der Diebstahl misslungen, aber geschockt hat mich das trotzdem.

Mensch des Jahres habe ich ja auch immer einen bzw. für 2015 sogar zwei: Anke F. aus Plauen und ihre Tochter Kelly! Kelly, die sich gerade im Studium befindet, ist ein Blutgefäß geplatzt mit Einblutungen ins Rückenmark und nach einer schweren neurologischen OP lag sie zunächst auf der Intensiv-Station im Koma, der Zustand war lebensbedrohlich und danach kam die niederschmetternde Diagnose Querschnittslähmung. Anke und ihre Familie (Mann und zwei weitere (fast) erwachsene Kinder haben einen wunderbaren Familienzusammenhalt bewiesen: Anke hat wie eine Löwenmutter gekämpft, ihr eigenes Leben zurückgestellt und dafür gesorgt, dass Kelly ihr Studium unterbrechen kann und ist mit ihrer Tochter in eine Spezialklinik für Querschnittslähmung gezogen. Obwohl die Ärzte der Meinung waren, dass Kelly für den Rest ihres Lebens einen Rollstuhl benötigt, kann sie heute schon wieder mit Krücken laufen (wenn auch keine großen Strecken). Ich bin überzeugt davon, dass es ohne diese tolle Familie, vor allem diese wundervolle Mutter, die sie so sehr motiviert hat, evtl. nicht der Fall wäre, dass sie heute wieder so weit genesen ist. Anke hat uns teilhaben lassen an den Schritten von Kellys Genesung, so dass man sich immer wieder über Fortschritte mitfreuen konnte. Ich drücke weiterhin die Daumen für Kellys vollständige Genesung und bin beeindruckt, was sie bis jetzt schon erreicht hat – entgegen medizinischer Prognosen 🙂

Sehr bewegt hat mich auch der Zuzug der Flüchtlinge aus Kriegsgebieten und die Hilflosigkeit, die man fühlt, weil man diesen Menschen allen so gern helfen würde! Daher habe ich mich mit meinem Blog auch an der Aktion „Blogger für Flüchtlinge“ beteiligt und gespendet und in der Caritas-Kleiderkammer solche Sachen wie Kleidung, Schuhe, Taschen, Bettwäsche, Handtücher etc. abgegeben, was wir jetzt vor dem Umzug nochmal wiederholen werden. Das ist das, was ich im Kleinen so tun konnte und ich habe großen Respekt vor den Menschen, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben oder einen großen Anteil ihrer Freizeit für ehrenamtliche Arbeit geopfert haben.
Hier hat mich sehr meine Facebook-Freundin Heidi B. beeindruckt, die sich mit Herz um syrische Flüchtlinge kümmert und einen davon schon zu ihrer Familie zählt, aber auch die Autorin Lucie Marshall (als Schauspielerin bekannt als Tanya Neufeldt), die selbst in ihrer Familie mehrere Flüchtlinge aufgenommen hat, sämtliche Freunde und Nachbarn mobilisiert hat zu helfen und mittlerweile die Vormundschaft für einen minderjährigen Flüchtling beantragt hat!
Besonders schlimm finde ich allerdings solche Vergleiche, dass Flüchtlinge alles geschenkt bekommen und undankbar seien, während für deutsche Obdachlose angeblich nichts getan wird! Zum Einen kennen Obdachlose in Deutschland sehr wohl Anlaufstellen, wo sie Zuwendungen, Kleidung, Essen und Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten erhalten. Oft ist es aber so, dass Obdachlose diese Hilfen gar nicht wollen, weil sie dadurch wieder eine Mitwirkungspflicht haben. Ich habe es gerade in meiner Zeit, als ich im Bürgeramt gearbeitet habe, mehrfach erlebt, dass ambitionierte Sozialarbeiter Obdachlosen zum Start in ein neues Leben behilflich sein wollten, diese dann aber offenbar Angst vor Konventionen hatten und dann lieber weiter auf Platte gelebt haben.
Bei Flüchtlingen, die mit nichts hier ankommen und nach traumatischen Erlebnissen (Krieg, Verlust der Familie und der Existenz) mit kleinen Kindern eine monatelange Flucht in einer Nussschale auf dem Mittelmeer und durch mehrere Länder zu Fuß hinter sich haben, ist die Ausgangslage doch ganz anders. Die Familien haben diese Gefahren sicher nicht auf sich genommen, um hier auf der Straße und später in Turnhallen zu leben, sondern um ihren Kindern ein Leben in Frieden zu bieten.
Gelernt habe ich in jedem Falle, dass es nichts bringt, mit irgendwelchen Menschen zu diskutieren, die sich nur als „patriotisch“ bezeichnen, aber eigentlich alle Flüchtlinge aus arabischen Ländern als verkappte Islamisten sehen. Der Horizont, aber auch Herz und Hirn dieser Menschen ist einfach nicht groß genug. Oft sind das dann auch noch Menschen, die Mitte/Ende der 1940er Jahre in ein kriegszerstörtes Deutschland hineingeboren wurden und die eigentlich besser wissen sollten, was solche Ansichten anrichten …

Sehr tough fand ich 2015 auch meine Nachbarin, die morgens noch ihre 5jährige Tochter mit dem Fahrrad in die KiTa fährt, in der folgenden Nacht per Hausgeburt ihre 2. Tochter zur Welt bringt und dann mit Mann und den beiden Kindern (die Kleine ist 4 Mon.) für fast 2 Mon. durch Neuseeland reiste, bevor sie dann im Sommer 2016 wieder arbeitet, die Kleine in die KiTa geht und die Große eingeschult wird. Ich finde es immer toll, wenn Mütter nicht nur Mütter sind, sondern auch einen Beruf haben, dem sie nachgehen und sich kein schlechtes Gewissen einreden, wenn die Kinder schön früh die KiTa besuchen. Für die Kinder ist es sicherlich schöner, tagsüber mit Gleichaltrigen zusammen zu sein.

Ich hatte 2015 wieder die Gelegenheit einige ganz tolle Bücher kennenzulernen – mir fällt es jetzt schwer, ein Lieblingsbuch zu erwähnen, weil es schon fast ein bisschen unfair wäre, irgendeines besonders hervorzuheben. Ich habe jedoch auf jeden Fall gemerkt, dass ChickLit weiterhin mein Lieblingsgenre bleibt, weil mir Humor beim Lesen unheimlich wichtig ist, dennoch sollte die Geschichte nachvollziehbar und die Charaktere realistisch sein! Schnulzig, schmalzige Liebesromane konnten mich dagegen überhaupt nicht begeistern in 2015!
Einen Fehler möchte ich 2016 auf jeden Fall vermeiden: Zu viele Rezensionsexemplare anzunehmen, wo ich dann mit dem Lesen dann doch irgendwie nicht hinterherkomme (mein größter Fehler 2015 – leider!). Es gibt so unendlich tolle Bücher auf dem Markt und es werden immer mehr und mir tut es in der Seele weh, dass ich da nicht allen Autoren gerecht werden kann, deren Bücher zu lesen! Entschuldigung! Ich lese ja leider nicht gerade im Turbo-Gang, aber werde die Rezensionsexemplare auf jeden Fall noch nach und nach abarbeiten. Meine Buch-Wunschliste für 2016 ist auch schon wieder sehr voll! Sehr schön, dass ich demnächst gleich drei Buchhandlungen in fußläufiger Nähe habe 🙂
Dank LovelyBooks konnte ich an einigen Leserunden teilnehmen und bei einigen Buchverlosungen habe ich auch gewonnen im abgelaufenen Jahr.
Und obwohl ich eigentlich nicht so gerne elektronisch lese, habe ich mir zum Geburtstag einen Kindle Paperwhite schenken lassen, weil ich wissen wollte, ob das Lesegefühl auf einem richtigen Reader anders ist, als auf dem iPad – wie mir meine liebe Ivy und die liebe Claudia immer gesagt haben – und sie haben recht! Der Paperwhite ist für mich jetzt eine Alternative und das Lesegefühl ist tatsächlich anders 🙂

Für meinen Blog war ein großer Meilenstein, dass ich alleine via Facebook nun fast 540 Abonnenten habe zuzüglich die sonstigen Abonnenten über Newsletter, E-Mail, WordPress – das hat mich riesig gefreut und das hätte ich mir niemals träumen lassen! Wow! Auch, wenn ich meinen Leserinnen und Lesern gerne noch mehr Blogposts bieten würde, was sich aber nicht immer mit einem Vollzeitjob vereinbaren lässt! Sehr verwundert, aber auch besonders gefreut hat mich auch, dass mein Wochenrückblick so gut ankommt – DANKE ❤

Ich habe für mich erkannt, wie wichtig es war, den Schritt hier nach Berlin zu gehen und einen Neuanfang zu wagen! Hätte ich mein altes Leben in Köln so weitergeführt wie bisher, hätte mich das über kurz oder lang total niedergestreckt! Es bringt nichts, an Personen, Dingen, Jobs, Abläufen, etc. festzuhalten, die einem in Wirklichkeit nur das Leben versauen! Das habe ich erstmals – viel zu spät – leider erst vor 6 J. so wirklich erkannt! Selbst, wenn man sich Auszeiten wie Urlaube, Reha etc. nimmt zwischendurch, so ändert man nur temporär für einen kurzen Zeitraum etwas, bevor man dann wieder auf dem gleichen Stand ist, weil sich die gesamten äußeren Umstände und Einflüsse ja nicht verändern und man die selbst auch alle gar nicht verändern kann. Eine Veränderung kann man nur erreichen, wenn man damit bei sich selbst beginnt und oft hilft nur noch eine radikale Änderung im Leben wie ein Ortswechsel oder ein Kontaktabbruch und manchmal braucht es dann schon ein sehr schmerzhaftes Ereignis, bevor man dazu bereit ist, was aber im Ergebnis nicht unbedingt schlecht ist.

Nun sehe ich dem Jahr 2016 erstmal positiv entgegen, in dem einige Highlights wie Umzug (wohl eher purer Stress 😉 ), Wohnzimmerlesung, Konzerte (evtl. sogar eines in London), die Erscheinungstermine einiger toller Bücher usw. ja schon feststehen!

Einen ganz großen Wunsch habe ich weiterhin: das Schreiben! Egal, ob Kolumnen für irgendeine Zeitung oder Zeitschrift – gerne auch ein Online-Magazin oder mal ein Buch oder eine Kurzgeschichte zu schaffen – das bleibt mein großer Traum …

Ich wünsche meinen Blog-Leserinnen und -Lesern ein traumhaftes Jahr 2016 – vor Allem ganz viel seelische und körperliche Gesundheit sowie Glück, Zufriedenheit und Wohlergehen! Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr meinem Blog treu bleibt 🙂

 

Von Ängsten, Mängelexemplaren, alter Heimat und wunderbaren Freunden …

Nun ist es schon wieder ziemlich genau drei Wochen her, dass ich in meine alte Heimat Köln musste …
Ich schreibe hier bewusst „musste“, weil ich Köln ja im Oktober 2013 – ein Jahr, das für mich, wie auch „Köln“ mit einer Menge schlechten Erinnerungen behaftet ist und wo mein Leben wirklich in Trümmern lag – in Richtung Berlin verlassen habe, um hier einen kompletten Neuanfang zu wagen, der mir auch wirklich so richtig gut getan hat und eigentlich schon viel länger fällig gewesen wäre und mir sicher Einiges erspart hätte …

Am 07.05. ging es hier morgens um 6:30 Uhr los, der Wecker klingelte bereits um 5 Uhr – selbst für unseren 4-beinigen Plüsch-Wecker Mary noch zu früh 😉
Mein Smart sollte mittags pünktlich als Leasingrückläufer beim Smart-Händler im Rheinland sein.

Schon Tage vorher hatte ich Panik-Attacken – allerdings weniger wegen der Fahrzeug-Rückgabe als mehr wegen der Rückkehr in die Stadt, mit der ich immer noch so viel Schlimmes verbinde.
Zum Glück hatte ich aber gar nicht viel Zeit darüber nachzudenken, weil wir nach der Fahrzeugrückgabe permanent von lieben Menschen umgeben waren, die meine Geschichte kennen und mir die Rückkehr wirklich leicht gemacht haben.
Beim Autohändler sind wir von lieben Freunden abgeholt worden und haben dort noch einen Kaffee getrunken und sind von da aus dann in die Kölner Innenstadt gefahren – vorbei an meinem ehem. Dienstgebäude, wie mir erst später bewusst wurde. Daran erkenne ich für mich, dass ich mit manchen Dingen wirklich abgeschlossen habe – das hätte jede x-beliebige Stadt und jedes x-beliebige Gebäude sein können 😉

In der Innenstadt war unsere allererste Station das Burger-Restaurant „Die fette Kuh“ in der Südstadt, wo wir zu Kölner Zeiten Stammgäste waren – dort gibt es nicht nur die besten Burger der Stadt, sondern garantiert die besten der Welt 🙂 – die haben wir in Berlin wirklich total vermisst – alleine deshalb ist Köln dann doch noch mal eine Reise wert ;-). Auch unsere Freunde, die „Die fette Kuh“ noch nicht kannten und denen wir immer davon vorgeschwärmt haben, waren begeistert. Ich kann das jedem nur empfehlen, der mal in Köln sein sollte, denn dort ist wirklich alles hausgemacht: das Wolfen des Rindfleischs für die Burger, Pommes, Dips, Entwicklung der teilweise ausgefallenen Kreationen und ein hauseigenes Craft-Beer gibt es mittlerweile auch dort.

Von da aus haben wir dann einen Spaziergang durch die Südstadt, hier speziell durch die Severinstraße, gemacht bei tollstem Sonnenschein. Ich war einmal mehr erstaunt über das Sterben von Läden und Gastronomie in der Ecke, aber irgendwie scheint das zum heutigen Geschäftsleben einfach dazu zu gehören.

Das nächste Treffen war dann am späteren Nachmittag mit meiner liebsten und ältesten (also vom Dauer der Freundschaft her) Freundin Marion – wir kennen uns quasi seit sie auf der Welt ist. Wir hatten uns über 1 J. lang nicht gesehen und hatten entsprechend viel nachzuholen – mit Marion bin ich schon früher immer am liebsten auf der Schildergasse shoppen gegangen. Nachdem wir an ein paar Klamotten- und Schuhläden nicht vorbeigehen konnten, sind wir dann in meinem Element angekommen: Die Mayersche Buchhandlung am Kölner Neumarkt – immer noch meine allerliebste Lieblingsbuchhandlung 🙂 – und die hatte glücklicherweise ihre 2x jährlich stattfindenden (Mai und September) „Taschenbuchtage“, an denen Mängelexemplare und Überproduktionen verramscht werden. Da ich die meisten Bücher, die mich interessierten, schon hatte, konnte ich aber meine „Begleitpersonen“ anstecken, noch ein paar günstige Taschenbücher zu kaufen 😉

Ich war allerdings ein wenig betrübt: Zum Einen hatte die Mayersche Buchhandlung ihre Preispolitik für die Taschenbuchtage offenbar neu strukturiert und den Startpreis bei 4,99 € pro Buch festgelegt (früher waren es 3,99 €, davor irgendwann sogar mal 2,99 € – und zum Ende der Taschenbuchtage wurde der Preis dann gesenkt) – was jetzt aber nicht so schlimm war, denn mit der Kult-Karte der Mayersche (in deren Besitz ich glücklicherweise noch immer bin) gibt es auf alle Artikel ohne Buchpreisbindung, wozu auch Mängelexemplare gehören, nochmal 20% Rabatt! Echt lohnenswert!  Zum Anderen war ich etwas schockiert, welche Buchtitel sich schon alles in den Wühltisch-Kisten wiederfanden: Bücher, die zum Teil vor noch nichtmals  1 Jahr erschienen waren und die ich vor Kurzem entweder zum Normalpreis gekauft oder mit Rezensionsverpflichtung von Verlagen angenommen habe. Man konnte bei diesen Büchern ganz klar erkennen, dass diese bewusst zu einem Mängelexemplar gemacht wurden, da alle an der gleichen Stelle eingeritzt waren. Ich finde das für die Autorinnen und Autoren auch ziemlich traurig – das ist mir noch lange nachgegangen und hat mich beschäftigt. Vielleicht ist der Grund für die neue Preispolitik auch, dass sich zunehmend Buch-Titel neueren Erscheinungsdatums auf den Wühltischen befinden. Ich war auf jeden Fall voll in meinem Element in dieser tollen Buchhandlung *seufz*

Danach ging es dann weiter zu Primark, wo Marion und ich ebenfalls in unserem Element waren – die Kölner Filiale kannte ich ja noch gar nicht, weil die erst nach meinem Wegzug eröffnet wurde.

Eigentlich wären wir dann gerne zu Starbucks am Neumarkt oder in der Breite Str. gegangen, aber weder die eine noch die andere Starbucks-Filiale gab es noch (sehr verwunderlich irgendwie) und wir mussten noch ein ganzes Stück laufen bis zum nächsten Starbucks.

Bevor es dann zum Flughafen ging, haben wir noch einen kurzen Halt bei der liebsten Ersatz-Mama der Welt eingelegt – das war so schön, Marion’s Eltern wieder zu sehen und in den Arm zu nehmen und so viel Herzlichkeit entgegengebracht zu bekommen ❤
Um 20:45 Uhr ging dann der Heimflug nach Berlin – auch irgendwie komisch, da heim ja früher immer die entgegengesetzte Richtung war 😉
Ich freue mich schon ganz doll darauf, wenn mich Marion dann im Sommer im Berlin besucht und ich mit ihr meine neue, wundervolle Heimat unsicher machen kann ❤

Mir hat es sehr leid getan, dass ich nicht mehr von den lieben Menschen treffen konnte, mit denen ich in Köln (auch z. B. auch in Duisburg und anderenorts in NRW) noch immer so guten Kontakt habe! Mein Plan ist es, im September vielleicht nochmal für 1 Tag nach Köln zu fliegen – bevorzugt dann, wenn die Mayersche Buchhandlung die nächsten Taschenbuchtage hat 😛 und dann ab mittags alle Menschen zu treffen, die mir wichtig sind, darunter auch einige Ex-Kolleginnen 🙂

Als Fazit kann ich sagen, dass mir der gezwungene Tagestrip nach Köln richtig gut getan hat und ich gemerkt habe, dass mir einige Menschen hier doch ziemlich fehlen.
Mit der jetzigen räumlichen und mentalen Distanz betrachtet, ist ein Besuch in Köln immer mal drin, aber ohne jegliche Emotionen für diese Stadt, die auf der einen Seite von den örtlichen Begebenheiten noch sehr vertraut ist, andererseits aber auch irgendwie ziemlich weit weg ist mental, nur meine dortigen Herzensmenschen sind mir noch sehr nahe ❤

Trotz Allem, was mir so widerfahren ist und mich temporär seinerzeit zu einem Wrack demontiert hat, so bin ich – was ich mir niemals hätte vorstellen können – doch gestärkt aus Allem herausgegangen!
Ich lebe in meiner Traumstadt Berlin nun ein Leben, das trotz geringerem Verdienst, viel schöner und lebenswerter ist, als mein Leben in Köln jemals war und mir geht es wunderbar hier! Manchmal ist ein Re-Start im Leben einfach mal nötig, auch, wenn ich auf die Umstände, wie es dazu kam, sehr gerne verzichtet hätte! Mein Leben hier hat mir ganz neue Horizonte und Möglichkeiten eröffnet und mich wieder glücklich werden lassen, wofür ich einfach dankbar bin 🙂

Reise-Bericht von der Leipziger Buchmesse 2013

Mein Buchmesse-Ausweis

Mein Buchmesse-Ausweis

Willkommen in Leipzig

Willkommen in Leipzig

Am vergangenen Freitag haben mein Mann und ich uns aufgemacht zu einem Kurz-Trip nach Leipzig, wo wir am Samstag dann die Buchmesse besucht haben.
Nach einer gemütlichen Autofahrt bei traumhaften Wetter haben wir dann am Nachmittag Leipzig erreicht, in unserem Zimmer im Marriott-Hotel Leipzig eingecheckt und uns dann auf den Weg gemacht, die Innenstadt zu erkunden. Wir waren noch nicht lange in der City unterwegs, als Jorge Gonzalez mit seinem Tross unseren Weg kreuzte – und er trug keine High-Heels 😉 …
Seit unserem letzten Besuch in Leipzig hat sich wirklich einiges getan bzw. ist noch in der Weiterentwicklung, was im Klartext heißt: Auch hier gibt es Baustellen ohne Ende, die zur Stadtverschönerung beitragen sollen – wenn denn alles mal fertig ist 😉 … Aber Leipzig ist wirklich eine ganz tolle Stadt, die mir damals auch schon sehr gefallen hat. Da ich auch großer Architektur-Fan bin, finde ich die Mischung aus sanierten Renaissance-Bauten, futuristischer Architektur und unsanierter Bauten sowie sozialistischer Architektur sehr spannend. Leipzig gehört durchaus zu den deutschen Städten, in denen ich mir vorstellen kann, zu leben.
Den Abend haben wir dann gemütlich nach einem leckeren Essen in der Hotel-Lounge ausklingen lassen.

Durch den Hinweis anderer Blogger hatte ich von der Möglichkeit erfahren, ein Presse-Ticket als Blogger zu ergattern, was auch perfekt funktioniert hat. Mein Mann hat zudem als Begleitung ebenfalls eine kostenlose Tageskarte erhalten. Da wir eigentlich den 1. großen Besucher-Ansturm am Samstag abwarten wollten, haben wir uns erst nach 10.30 Uhr auf den Weg Richtung Leipziger Messe gemacht, mussten aber feststellen, dass es an einem Samstag offenbar keinen 1. Ansturm gibt, sondern der ganze Samstag ein einziger Ansturm ist ;-). Der Shuttle-Bus zur Messe war voller kostümierter Cosplayer, deren Interesse hauptsächlich den Ausstellern im Bereich Manga/Anime galt – aber vor Allem natürlich dem Sehen und Gesehen werden. Manche haben sich wirklich irre viel Mühe mit ihren Kostümen gegeben – wirklich sehr beeindruckend – während bei manchen aber die sogenannte „Verkleidung“ eher etwas lieblos war. Nachdem wir im Presse-Bereich eingecheckt haben, Garderobe abgegeben und mit Messe-Katalog und Lesungsverzeichnis ausgestattet waren, sind wir losgestiefelt ;-).

Claudia Toman alias Anna Koschka

Claudia Toman alias Anna Koschka

Gabriella Engelmann (Lulu Rakete) & Jakob M. Leonhardt (Ben Schumann)

Gabriella Engelmann (Lulu Rakete) & Jakob M. Leonhardt (Ben Schumann)

Die Menschenmassen waren absolut unbeschreiblich, ebenso wie die Größe der Messehallen. Wir sind deutlich langsamer voran gekommen als geplant, an den Ständen hatte man wegen der Menschenmassen eher wenig Gelegenheit mal richtig zu schauen und Lesungen haben wir dann doch eher zufällig mitbekommen im Vorbeigehen, haben aber unser Interesse an politischen Lesungen festgestellt, u. a. nachdem die ehem. Piraten-Politikerin, Astrid Geisler, Auszüge aus ihrem Erlebnisbericht aus ihrer Partei-Zeit vorgetragen hat.
Es war unglaublich voll und die Lauferei war ziemlich erschöpfend. Im Fazit dazu muss ich dazu sagen, dass ich meine nächste Buchmesse – oder Messen überhaupt (nach den Erfahrungen der IAA in Frankfurt) – auf jeden Fall nicht mehr samstags, sondern nur noch an einem Wochentag besuchen werde, weil man da wahrscheinlich einfach mehr davon hat …
Schon seit längerer Zeit habe ich via facebook Kontakt zu den wunderbaren Autorinnen Gabriella Engelmann und Claudia Toman, mit denen ich mich auf der Buchmesse verabredet hatte zwecks persönlichem Kennenlernen. Gerne hätte ich auch Emma Bieling getroffen, die sich aber – klugerweise – zu Gunsten ihres kleinen Sohnes für einen Besuch am weniger frequentierten Freitag entschieden hatte. Zuerst trudelte ich nachmittags ein am Stand des arena-Verlages ein, wo ich eine glänzend gelaunte und echt liebe Gabriella Engelmann und ihren super-netten Co-Autor von dem wunderbaren Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“, Jakob M. Leonhardt, also quasi die Stimmen von „Lulu Rakete“ und „Ben Schumann“ treffen, ein bisschen quatschen und mein Buch signieren lassen konnte. Ich habe mich auch sehr gefreut, eine andere Bloggerin, Daniela Brose, von „Brösels Bücherregal“ dort persönlich kennenlernen zu dürfen.
Dann durfte ich auch endlich noch die bezaubernde Claudia Toman, vielen eher bekannt als „Anna Koschka“, Autorin des tollen Buches „Naschmarkt“ persönlich kennenlernen und möchte ihr und ihrem Freund Philipp Bobrowski auch nochmal ganz herzlich danken, dass das möglich war – und auch für die süße Widmung in meinem „Naschmarkt“.
Diese persönlichen Treffen haben den Tag sehr bereichert – DANKE 🙂

Da wir auch zum Lager-Verkauf von MOMOX bzw. MediMops wollten – ganz in der Nähe der Messe-Hallen, sind wir dann leider nicht mehr zur Lesung von „Im Pyjama um halb vier“ geblieben. Der Lager-Verkauf war der absolute Hammer: Gebraucht-Bücher unterschiedlichster Qualität und unterschiedlichsten Alters so ziemlich aller Genres sowie CDs, DVDs, PC-Spiele etc. wurden jeweils zum Preis von 1 € pro Stück verkauft, weil die Lagerkapazitäten von MOMOX nicht mehr ausreichen. Auf der Buchmesse gab es dann sogar nochmal Gutscheine, womit jeder Besucher ein Buch gratis bekam. Der Verkauf fand in den ehemaligen Hallen des Quelle -Versandhauses statt und war unbeschreiblich. Wir waren ca. 1 Std. dort und haben nicht annähernd die Hälfte der Halle geschafft (da wir von der Messe so erschöpft waren, sind wir wie in Trance da durch gewandelt) – haben aber auch „nur“ ca. 20 Bücher gefunden (für mich waren da einige Jugend-Erinnerungen darunter, da ich ja leider damals fast meine ganzen Schneider-Bücher leichtsinnig vertickt habe), mein Mann hat sich mit Krimis eingedeckt und Geschenke für Freundinnen habe ich auch noch gefunden. Manche Leute sind mit ca. 10 Kisten vom Gelände runter – unglaublich …
Im Hotel angekommen, haben wir dann erstmal lecker in der Lounge gegessen, unseren schmerzenden Füße eine Pause gegönnt und Cocktails getrunken.

MDR-Hochhaus

MDR-Hochhaus

Wohnen am Wasser in Leipzig-Plagwitz

Wohnen am Wasser in Leipzig-Plagwitz

Am Sonntag haben wir uns nach dem Frühstück nochmal auf den Weg gemacht und sind noch ein wenig durch Leipzig gebummelt und im Einkaufszentrum im wunderbaren alten Hauptbahnhof gewesen. Die Architektur des Leipziger Hauptbahnhofs hat ein wenig Ähnlichkeit mit der Grand Central Station in New York und ist wirklich sehenswert.
Danach haben wir uns dann auf die Rückfahrt gemacht und dann zuerst noch in Leipzig-Plagwitz gestoppt, wo „Wohnen am Wasser“ vorbildlich umgesetzt wurde – was uns natürlich besonders interessiert hat. Zudem hat der Stadtteil – wie Leipzig überhaupt – auch wieder wunderschöne, im Ganzen erhaltene historische Straßenzüge. Man kann sich gar nicht sattsehen daran, auch wenn es zwischendurch immer wieder noch unsanierte Häuser gibt, aber auch dieser Sanierungskontrast ist sehr sehenswert.

Von Leipzig aus haben wir dann noch einen Abstecher in die Goethe-Stadt Weimar gemacht, wo wir auch noch nie waren und die nicht minder sehenswert ist – klein aber fein – und nicht umsonst zum Weltkulturerbe zählt. Dort haben wir dann noch gemütlich Kaffee getrunken in einem antiken Hotel, wo uns der Schauspieler Günter Lamprecht am Tisch gegenüber saß.

Danach ging es dann nonstop Richtung Heimat, wo wir von unseren beiden süßen Katzen erwartet wurden, die von der lieben Angie von http://www.cats-cologne.de/ liebevoll, perfekt und professionell versorgt wurden – DANKE nochmals dafür.

Marktplatz in Weimar

Marktplatz in Weimar

Goethe-Denkmal inmitten einer Baustelle

Goethe-Denkmal inmitten einer Baustelle

Das gedruckte – und illustrierte ;-) – Wort

20130117-182010.jpgIch bin mir ganz sicher, dass fast alle Leser von Büchern nicht nur Bücher lieben, sondern – wie ich jedenfalls – das gedruckte Wort im Allgemeinen 🙂
Und ganz toll ist es natürlich, wenn die Worte nicht nur gedruckt sind, sondern begleitet von Fotos oder Illustrationen – wie es eben bei Zeitschriften der Fall ist.
Meine Leidenschaft für’s Lesen lag eigentlich von jeher nicht nur beim Lesen von Büchern, sondern ebenso – seit frühester Kindheit – beim Lesen von Zeitschriften.
Zielgruppe, Anspruch und Inhalt der Zeitschriften haben sich jedoch im Laufe des Lebens natürlich (traurig, wenn es nicht so wäre 😉 …)  immer wieder verändert.

In der frühen Kindheit waren es noch Comic-Zeitschriften wie „Bussi Bär“, „Yps“, „Micky Maus“ bzw. „Disney’s Lustige Taschenbücher“,“Sport Billy“, „Pif-Pocket“ (ein Ableger von „Yps“), Rätsel-Hefte wie „Rate Mal“ oder Wissens-Magazine für Kinder wie „Stafette“ oder die Kinder-Fernsehzeitung „Siehste“ (ein Ableger der Hörzu).

In der frühen Jugend kamen dann Mädchen-Comics wie z. B. „Biggi“ aus dem Bastei-Verlag hinzu. Wenn ich mir heute die Cover dieser Hefte anschaue, dann würde man es wahrscheinlich heute fast in die Kategorie „Manga“ schieben. Beispiele gefällig: http://www.google.de/search?q=Biggi+Comic&hl=de&tbo=u&tbm=isch&source=univ&sa=X&ei=Drv6UKjTPNGR0QWaw4DgDA&ved=0CEAQsAQ&biw=1678&bih=827.
Genau diesem Magazin, in dem neben der Comic-Story auch immer Tipps hinsichtlich Styling, Kosmetik, Kreativität usw. für Mädels waren, habe ich seit Ende 1985 – als sich mein Dasein als Nena-Fan damals langsam dem Ende zuneigte und ich meine ganze Sammlung loswerden wollte, was ich dort inserierte – eine ganz bezaubernde Freundschaft in Österreich zu verdanken, die bis heute anhält; zunächst ganz lange als Brieffreundschaft, dann als Mail-Freundschaft (was uns die Möglichkeit gegeben hat, immer gegenseitig auf dem aktuellsten Stand unserer beider Leben zu sein) und natürlich haben wir uns auch persönlich kennengelernt. Auf diese langjährige Freundschaft sind wir Beide wirklich sehr stolz – Danke Sue :-).
Zum gleichen Zeitpunkt haben da natürlich auch Zeitschriften wie „Bravo“, „Pop Rocky“, „Popcorn“, „Musik-Express Sounds“ usw. eine große Rolle in meinem Lese-Leben gespielt, da uns Jugendlichen vor Allem solche Magazine auch ermöglicht haben, eine Popstar-Fankultur zu entwickeln. Ab und zu, wenn es um besondere Filme ging, wurde auch schon mal die „Cinema“ gekauft.
Zeitschriften wie „Bravo Girl“ und „Mädchen“ waren damals auch enorm wichtig für mich.
Wenn ich Gelegenheit hatte, an Zeitschriften aus Großbritannien zu kommen, habe ich mich immer sehr über „Just Seventeen“ und „Smash Hits“ gefreut.
Dann gab es natürlich auch noch sowas wie die „Teen Vogue“ oder „Young Miss“.

Später, als Eishockey mein Hobby wurde, wurden jede Menge Eishockey-Zeitschriften gekauft – angefangen hat damals alles mit dem „Sport-Kurier“.
Als wir unseren Kater bekamen, kamen dann unterschiedliche Katzen-Magazine wie „Geliebte Katze“, „Our Cats“ usw. dazu.
Auch Koch-Magazine fand ich schon immer interessant und die werden auch heute noch ab und zu von mir gekauft.
Früher habe ich auch immer mal wieder die „Freundin“, „Für Sie“, „Journal für die Frau“ (gibt es leider nicht mehr) oder die „Brigitte“ gekauft.

Irgendwann – ich weiß gar nicht mehr wann – brauchte ich dann meine regelmäßige Dosis Glamour.
Zeitschriften wie „Bunte“ oder „Gala“, die ich mir früher irgendwann in Ermangelung günstigerer Publikationen mit ähnlichem Inhalt, auch schon mal gegönnt habe, werden jetzt vornehmlich beim Arzt oder Friseur gelesen – für die Mode, Kosmetik, Reisen usw. darin, bin ich leider nicht so ganz die passende Zielgruppe :-(. Die legendäre „Birkin Bag“ von Hermès, die neu soviel kostet wie ein Kleinwagen, und in solchen Zeitschriften gerne mal beworben wird, wird ganz sicher immer ein Traum für mich bleiben müssen 😦 …
Seit einigen Jahren gibt es glücklicherweise Verlage, die solche ähnlichen Magazine – zwar nicht ganz glamourös wie die vorgenannten – für Menschen aus dem normalen Leben herausgeben: „In“, „OK“, „Closer“, „InTouch“ – aus diesen Zeitschriften habe ich schon gute Tipps hinsichtlich Klamotten, Bücher, Kochen, Kosmetik mitgenommen. Die „Life & Style“ wurde leider wieder eingestellt – die fand ich eigentlich noch besser.
Gerne habe ich auch solche Stadtmagazine wie „Prinz Köln“ gelesen, weil dort immer ganz tolle Restaurant-Tipps drin standen, aber auch die wurde leider zum Jahresende 2012 als Print-Ausgabe eingestellt. Gerade von den Stadtmagazinen erscheinen 1x jährlich Sonderausgaben mit Ausgehtipps (Restaurants, Bars, etc.), die auch zu den Veröffentlichungen gehören, die jährlich den Weg in unseren Haushalt finden.

Folgende Frauenzeitschriften lese ich derzeit regelmäßig: „Myself“, „Maxi“, „Petra“ – und zwar daher besonders gerne, weil es diese Hefte immer in einer Pocket-Ausgabe gibt und mir natürlich der Inhalt weitestgehend zusagt 🙂
Bei der „Für Sie“ finde ich es schade, dass die leider nur in den Sommermonaten (also während der Hauptreisezeit) als Pocket-Exemplar erscheint, sonst würde ich die sicher auch öfter mal kaufen.
Die „Myself“ ist irgendwie meine Lieblingszeitschrift geworden, weil ich die Berichte und die Aufmachung sehr mag – die habe ich vor einigen Jahren zufällig am Flughafen entdeckt und war von Anfang an begeistert.  Außerdem mag ich sehr das REWE-Magazin „Laviva“.
Kochzeitschriften kaufe ich keine regelmäßig – in den letzten 2 Monaten lediglich die „Jamie“ (Jamie Oliver’s Kochmagazin).
Da ich nach wie vor Kreuzworträtsel liebe (das habe ich von meinem Vater geerbt), kaufe ich mir auch alle paar Monate zum Zeitvertreib für die Mittagspause oder wenn ich krank bin oder für den Urlaub eine Rätsel-Zeitschrift. Da ich sozusagen „Zahlen-Legastheniker“ bin (also heutzutage würde man sagen, ich hätte „Dyskalkulie) gehören „Sudoku“ nicht dazu 😉 …

Insgesamt muss ich sagen, dass ich zu den Zeitschriften-Lesern gehöre, die bei den Händlern wahrscheinlich eher nicht so gern gesehen sind: Bevor ich Zeitschriften kaufe, nehme ich vorher oft einen Blick ins Inhaltsverzeichnis (z. B. bei der „Glamour“, „Joy“, „Jolie“, „Freundin“, „Brigitte“, „Für Sie“ – hier bevorzugt auf Bücher-Tipps, Kolumnen (die für mich zu einer guten Zeitschrift absolut dazu gehören – ich bin großer Fan von Kolumnen unterschiedlichster Art), Kochrezepte, Reisetipps) und wenn mir etwas aus dem Inhalt zusagt, kaufe ich die Zeitschrift auch sehr gerne ;-).
Erfreulich finde ich aber auch Gratis-Zeitschriften wie das dm-Magazin „Alverde“ oder Apotheken-Zeitschriften 😉

Wichtig sind mir aber auch Tageszeitungen. Den „Kölner Stadt-Anzeiger“ haben wir im täglichen Abo und auch die „Welt am Sonntag“ gehört fest zur Wochenend-Lektüre – alles andere wird online gelesen. Aber ich finde die Lektüre von Tageszeitungen gerade für die Allgemeinbildung sehr wichtig.

So, das war mein Lese-Outing der anderen Art und hoffe mal, niemanden geschockt zu haben, was ich so alles gerne lese 😉

Reise-Bericht: Christmas-Shopping in New York Mitte Dezember 2012 – Teil 3

Plaza Hotel vom Apple Store aus gesehen

Plaza Hotel vom Apple Store aus gesehen

Lebensgroßes Nilpferd bei FAO Schwartz

Lebensgroßes Nilpferd bei FAO Schwartz

Dann kam mein Geburtstag, der in Deutschland ja schon 6 Std. vorher begann und ich also nach New Yorker Ortszeit ab 18 Uhr meine ersten Glückwünsche bekam, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich muss aber dazu sagen, dass ich niemand bin, der gerne feiert und für den solche Tage eigentlich keine große Bedeutung haben. Als ich nach New Yorker Ortszeit morgens um 9 Uhr (in Deutschland waren es da bereits 15 Uhr) dann wieder in meine Mails schaute, war ich echt überwältigt: Bis dahin hatten sich – auch Dank facebook – schon an die 100 Glückwünsche (und es sollten noch viel mehr werden) aller Art angesammelt – sehr schön :-). An dieser Stelle auch nochmal einen ganz lieben Dank an alle Gratulanten 🙂 – Ihr habt den Tag durch Eure Glückwünsche wirklich bereichert.
Wir haben uns dann erstmal auf den Weg gemacht und einen Laden von Kiehl’s (http://www.kiehls.com/) gesucht (an der Columbus Avenue sind wir fündig geworden), weil durch das stark gechlorte Leitungswasser (ich vermute, das ist auch eine Folge der Verschmutzungen durch den Hurrikan Sandy) und durch den Wind unsere Haut sehr gelitten hat und wir neben einer guten Handcreme auch eine angemessene Lippenpflege benötigten – die von Kiehl’s ist wirklich unschlagbar (in den USA auch unschlagbar günstig im Vergleich zu Deutschland) und es gab sie sogar in meiner Lieblingsgeschmacksrichtung „Cranberry“, die in Deutschland gar nicht erhältlich ist und mit der ich jetzt für die nächste Zeit eingedeckt bin ;-).
Ansonsten habe ich natürlich auch wieder Kosmetik, Augentropfen etc. aus meinem Lieblingsdrogeriemarkt „Duane Reade“ (http://www.duanereade.com/), den es nur nur in New York gibt, mitgebracht. Diese Kette findet sich in New York an jeder Ecke und es gibt dort neben Kosmetik, Apotheken-Artikeln, usw. auch Snacks, Getränke, Deko, Spielzeug usw. – einfach klasse – und die Läden haben 24 Std. geöffnet :-). Witzig ist auch, dass in Manhattan die Duane Street und die Reade Street direkt hintereinander liegen 😉 …
Auf dem Holiday Market am Columbus Circle (Central Park Süd) haben wir uns bei German Delights tatsächlich eine deutsche Bratwurst mit Sauerkraut gegönnt – den traditionellen New Yorker Hot Dog haben wir aber auch nicht ausgelassen während unserer Reise.
Weiter ging es dann zu Tiffany’s (http://www.tiffany.com) – allerdings nur zum Schauen – das nicht nur ein Schmuck-Laden, sondern eher ein Schmuck-Kaufhaus ist.
Zum Geburtstag habe ich mir ein Apple iPad mini gewünscht, das in den USA natürlich auch deutlich günstiger ist – bzw. gewesen wäre :-(, da ich mich jetzt doch mal langsam mit dem Lesen von eBooks vertraut machen will. Das iPad mini bietet da ein wenig mehr als ein reiner eBook-Reader. Wir haben absolut nicht damit gerechnet, dass das iPad mini in der kleinsten Speicher-Variante in sämtlichen Apple-Stores in New York (http://www.apple.com/retail/fifthavenue/) ausverkauft ist – und nicht nur dort, wie wir nach unserer Rückkehr nach Deutschland feststellen mussten. Ich hoffe aber, dass mein Geburtstagsgeschenk jetzt in den nä. Tagen endlich geliefert wird 😉 …
An diesem Tag konnten wir dann auch endlich zu FAO Schwartz (http://www.fao.com/home/index.jsp), einem riesigen Spielzeugkaufhaus, wo man an den Tagen zuvor in langen Schlangen auf den Einlass warten musste und wo ich meine Plüsch-Mops-Sammlung noch ergänzt habe. Ja, ich muss gestehen: Da ich leider bisher immer noch keinen echten Mops haben darf, sammle ich seit einigen Jahren Plüsch-Möpse und meine Sammlung umfasst mittlerweile über 30 Stück. Vom letzten New York-Trip habe ich seinerzeit 9 mitgebracht; dieses Jahr nur 4. Ich bin jetzt allerdings auch noch stolze Besitzerin eines kleinen Plüsch-Tapirs (meine Lieblingszootiere), den ich der Tatsache zu verdanken hatte, dass ich als Scherz zu meinem Mann gesagt habe, dass ich anstatt eines Mops auch einen Plüsch-Tapir nehmen würde (weil ich überzeugt war, dass es den nicht gibt) und auf einmal stand einer auf Augenhöhe mit mir ;-). Bei FAO Schwartz läuft man auch als Erwachsener mit großen Augen durch die Gegend und der Laden ist wirklich für jeden New York-Besucher sehenswert 🙂
Von dort aus ging es weiter in den Store von UGG Australia (http://www.uggaustralia.com/flagship-stores/flagshipStores,default,pg.html), den man auch endlich ohne Warteschlange am Eingang betreten konnte. Ein paar neue UGG Boots, die auch um ein Vielfaches günstiger waren als in Deutschland, mussten auch sein 😉
Abends waren wir dann erneut im „Applebee’s“ essen und haben nach einer köstlichen Vorspeise (http://www.applebees.com/menu/appetizers/appetizers/chicken-quesadilla-grande) beide ein Bourbon-Steak probiert (http://www.applebees.com/menu/sizzling-entrees/bourbon-street-steak), das wirklich außergewöhnlich lecker war.
Den Abend haben wir dann in der Hotel-Bar ausklingen lassen, wo ich zum ersten Mal im Leben einen „Cosmopolitan“ probiert habe (… der hat mir allerdings zu viele „Umdrehungen“ 😉 …

9/11-Memorial

9/11-Memorial

Freedom Tower

Freedom Tower

Nachdem wir am Tag unserer Abreise, mit Mühe und Not unsere ganzen Einkäufe in unseren Koffern verstaut hatten – es war ein echter Schock, die Menge unsere Einkäufe  unseren Koffern gegenübergestellt zu sehen, aber wir haben es irgendwie geschafft – und die Koffer in der Gepäckaufbewahrung des Hotels abgegeben hatten, haben wir diesen Tag dann zum Sightseeing genutzt.
Zuerst ging es – nach Zwischenstopp bei „Macy’s“ – zum 9/11-Memorial (http://www.911memorial.org/). Der Eintritt ist frei, aber es ist aufgrund des sehr großen Besucher-Andrangs und der umfangreichen Sicherheitskontrollen beim Einlass unbedingt zu empfehlen, vorab Eintrittskarten (ggf. beim Hotel-Concierge) für eine bestimmte Uhrzeit zu buchen und ausdrucken zu lassen, denn sonst würde man an der Kartenausgabe, dem Einlass, den Sicherheitskontrollen und dem weiteren Zugang wirklich stundenlang warten.
Auf den Fundamenten der beiden Türme des World Trade Centers wurden jeweils ganzflächig Kaskaden errichtet in deren Umrandungen jeweils die Namen sämtlicher Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 eingraviert sind. Weiterhin befindet sich auf dem Gelände der „Survivor Tree“ – ein Baum, der die Anschläge seinerzeit wie durch ein Wunder stark beschädigt überlebt hat, in einer Baumschule renaturiert und dann wieder auf dem Gelände des Memorial Plaza eingepflanzt wurde. Weiterhin soll auf dem Gelände ein Museum entstehen, dass sich aktuell jedoch noch im Bau befindet. Zudem hat man einen tollen Blick auf die Baustelle des „Freedom Tower“ (http://de.wikipedia.org/wiki/One_World_Trade_Center), der bei seiner Fertigstellung Ende 2013 insgesamt 541,3 m hoch sein soll und jetzt schon weit in den New Yorker Himmel ragt und beim Landeanflug auf JFK schon sehr gut zu sehen war. Weitere Information zum 9/11-Memorial gibt es in den an den Ausgang angrenzenden Visitors Center mit dazugehörigem Merchandise-Shop. Selbst, wenn die Erlöse des Merchandising-Verkaufs der Museumsstiftung zu Gute kommen, so würde mir doch der Kaffee aus einer Tasse, die an 9/11 erinnert, ganz und gar nicht schmecken. Das ist dann etwas, das mir total wiederstrebt …
Danach haben wir uns dann erstmal ein „Starbucks“ (http://www.starbucks.com/) gesucht, der in den USA auch über ein etwas anderes Angebot verfügt. Vermisst habe ich dieses Mal zur Weihnachtszeit allerdings den Eggnogg-Latte ;-). Dafür gab es aber den in Deutschland auch nicht erhältlichen Peppermint Mocha. Der „Starbucks-Bearista“ (Weihnachtsteddy-Edition „Nutcracker“) war leider in diesem Jahr absolut nicht gut gelungen und wurde daher von einer Reise nach Deutschland verschont ;-).

9/11 bei Madame Tussaud's

9/11 bei Madame Tussaud’s

Die Obamas bei Madame Tussaud's

Die Obamas bei Madame Tussaud’s

Da ich ein totaler Fan von „Madame Tussaud’s“ bin, musste ich in New York (sehr zum Leidwesen meines Mannes) natürlich auch dorthin – trotz des extrem hohen Eintrittspreises von 36 $ pro Person (http://www.madametussauds.com/NewYork/Default.aspx). Natürlich sind dort viele Celebrities zu sehen, die es z. B. bei „Madame Tussaud’s“ in Berlin (http://www.madametussauds.com/Berlin/default.aspx) nicht zu sehen gibt (und umgekehrt) – das Angebot der ausgestellten Wachsfiguren ist immer an das betr. Land – angepasst. Die Qualität der Wachsfiguren ist sehr unterschiedlich: Manche sehen wirklich so aus, als würden sie sich gleich bewegen, aber andere sind nicht gut gelungen und man erkennt sie nicht wirklich gut in ihrem Abbild. Gegenüber von „Madame Tussaud’s“ befindet sich übrigens – für die Mädels unter uns – ein riesengroßer Sanrio-Store (http://www.sanrio.com/) mit so ziemlich allen „Hello Kitty“-Artikeln, die es so gibt ;-).
Unser letzter Weg – bevor wir dann ein Taxi zum Flughafen genommen haben – führte uns dann zu „McDonalds“ (http://www.mcdonalds.com/us/en/home.html), wo in den USA sowohl die hervorragende Qualität als auch das viel umfangreichere Produktangebot im Vergleich zu Deutschland sehr positiv auffallen.
Dann hieß es: Gepäck aus der Aufbewahrung holen und mit dem Taxi – dieses Mal in einer weniger abenteuerlichen, aber deutlich längeren Fahrt in der New Yorker Rush Hour – zum Flughafen JFK, wo wir nach dem Duty Free-Shopping (yippieh – ich habe dort tatsächlich schon den Sommerduft 2013 von Escada „Cherry in the Air“ kaufen können, der in Deutschland meist erst ab März erhältlich ist 🙂 …) noch ein wenig in der Lufthansa-Lounge relaxt haben, bevor es dann auf einen ruhigen Flug nach Frankfurt ging. Auf dem Hinflug habe ich mir bereits „Ted“ (http://movies.universal-pictures-international-germany.de/ted/) angeschaut und war total begeistert von diesem niedlichen Krawall-Teddy ;-), zumal ich auch ein großer Fan von „Family Guy“ (http://www.fox.com/familyguy/) und „American Dad“ (http://www.fox.com/americandad/) bin – ebenfalls Produktionen von Seth McFarlane, von denen wir in New York sogar noch neue Folgen sehen konnten (das Glück hatten wir bis jetzt bei jedem USA-Aufenthalt). Da ich im Flugzeug sowieso gar nicht bis sehr schlecht schlafen kann, habe ich dann dieses Mal den Musical-Film „Rock of Ages“ (http://rockofagesmovie.warnerbros.com/dvd/) angeschaut, der zwar mit Tom Cruise, Russell Brand, Alec Baldwin, Mary J. Blige, Catherine Zeta-Jones, Malin Akerman etc. sehr gut besetzt war, mir aber nicht so gut gefallen hat.
Am folgenden Tag gegen 15 Uhr waren wir dann endlich – ziemlich erschöpft – wieder zu Hause bei unseren beiden sehr relaxten, da absolut top-versorgten Katzen und haben den Kampf gegen den JetLag aufgenommen 🙂

New York ist – wie auch Berlin – immer eine Reise wert :-). Da es für uns bereits der 4. Aufenthalt dort war (davon 3x zum Weihnachtsshopping), haben wir auf das übliche Touristenprogramm dieses Mal auch verzichtet. Leider mussten wir dieses Mal auch darauf verzichten, ein NHL-Eishockey-Spiel der New York Rangers live zu sehen (was wir bisher immer konnten), da die nordamerikanische Eishockey-Liga sich während dieser Saison aktuell noch im Streik befindet.

Grundsätzlich sollte man aber als Tourist, gerade, wenn man noch nie in New York war, nicht verpassen, einmal mit der Staten Island Ferry an der Freiheitsstatue vorbeizufahren, um ein paar tolle Fotos zu schießen. Ebenso sollte man unbedingt mal von Brooklyn aus über die Brooklyn Bridge Richtung Manhattan gelaufen sein, auf dem Empire State Building oder besser dem Observation Desk des Rockefeller Center (http://www.topoftherocknyc.com/), weil man von dort aus auch das Empire State Building als Hintergrund auf den Fotos hat, gewesen sein; eines der zahlreichen Museen (die wirklich für alle Geschmäcker vorhanden sind: Kunst, Naturgeschichte, Immigration usw.) besucht haben; im Central Park gewesen sein; vielleicht mal ein Musical oder Theater-Stück am Broadway angeschaut haben (verbilligte Restkarten für den gleichen Tag bekommt man für die meisten Veranstaltungen beim Ticket-Service TKTS am Times Square: http://www.tdf.org/TDF_ServicePage.aspx?id=56 – man muss sich jedoch rechtzeitig anstellen); China-Town angeschaut haben;  im Grand Central Terminal (http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Central_Terminal) gewesen sein und so vieles mehr …

Als Reiseführer kann ich absolut uneingeschränkt „Top 10-Reiseführer New York“ von Dorling Kindersley empfehlen: http://www.amazon.de/Top-Reiseführer-York-Architektonische-Top-Restaurants/dp/3831012229/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1356904627&sr=8-1, der günstig in der Anschaffung ist, zudem handlich (passt in jede Handtasche), einen Stadt- und U-Bahn-Plan enthält und nach Stadtteilen aufgeteilt wirklich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Tipps beinhaltet. Bei Reiseführern empfiehlt es sich jedoch, immer darauf zu achten, die aktuellste Version zu kaufen, denn nichts ist so schnell nicht mehr aktuell wie ein Reiseführer 😉

Sehr geschätzt haben wir bei unserem Aufenthalt auch dieses Mal wieder den absolut unproblematischen Einsatz der Kreditkarte, selbst für kleine Beträge im Drogeriemarkt. Man braucht eigentlich nur sehr selten Bargeld. Aber besonders ist uns – aus der Service-Wüste Deutschland – wieder die unglaubliche amerikanische Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aufgefallen. Ich habe selbst einige Zeit im Kunden-Service gearbeitet und für mich dabei die goldene Regel festgelegt, den Kunden immer so zu behandeln, wie ich auch selbst als Kunde behandelt werden möchte. Dies lässt sich zwar aufgrund des Naturells mancher Kunden leider nicht immer so ermöglichen, jedoch zu mindestens 90% und ich bin ganz sicher, dass viele Dienstleister selbst nicht so behandelt werden möchten, wie sie oft ihre Kunden behandeln. Die Dienstleistungsbereitschaft in Nordamerika (USA und Kanada) ist wirklich ganz anders geartet und man wird selbst um 23 Uhr in einem Bekleidungsgeschäft noch von einer fröhlich singenden Verkäuferin begrüßt. Viele bemängeln diese amerikanische Freundlichkeit als aufgesetzt. Ich muss hier aber ganz klar aus der Sicht des Kunden sagen – wie sich auch eine liebe Freundin ausgedrückt hat: Lieber werde ich mit aufgesetzter amerikanischer Freundlichkeit respektvoll behandelt als Kunde, als mit ehrlicher deutscher Unfreundlichkeit …

So, nun beende ich meinen 3-teiligen Reisebericht und hoffe, dass Euch beim Lesen meiner ausschweifenden Bericht-Erstattung nicht langweilig geworden ist und Ihr vielleicht auch mal Lust bekommen habt, Euch New York irgendwann mal anzuschauen 🙂

Na, wer findet uns hier?!

Na, wer findet uns hier?!

Reise-Bericht: Christmas-Shopping in New York Mitte Dezember 2012 – Teil 2

Holiday Market Bryant Park

Holiday Market Bryant Park

Sonntag haben wir – man staune 😉 … – auch mal wieder ausgeschlafen und uns dann – nach einem kurzen Sandwich-Frühstück (Christmas Turkey-Sandwich – lecker) in meiner liebsten Sandwich-Ladenkette „Prêt à manger“ (wo auch in London nie ein Weg für mich dran vorbei geht): http://www.pret.com/us/, wieder ins Shopping-Getümmel gestürzt, was aber deutlich entspannter war als am Tag zuvor.
Unser 1. Weg hat uns zum „Strand Bookstore“ (http://www.strandbooks.com/) geführt – ein riesengroßer Buchladen, vollgestopft in engen Gängen bis unter’s Dach (… wir haben mal gemutmaßt, dass das in Deutschland wahrscheinlich keine Bau- oder Sicherheitsbehörde so genehmigen würde). Dort kann sich der Kunde selbst entscheiden, ob er ein Buch lieber neu oder gebraucht kauft – leider ein Geschäftskonzept, das in Deutschland aufgrund der Buchpreisbindung unmöglich wäre :-(. Natürlich waren wir aber zusätzlich während unseres New York-Aufenthalts in einer Filiale des Buchhandels „Barnes & Noble“ (http://www.barnesandnoble.com/). Weiter ging es zu einer 799 Gallery am Broadway (http://www.yelp.com/biz/799-art-gallery-and-custom-framing-new-york), die Werke eines unserer Lieblingskünstler Ed Heck führt (http://www.edheck.com/homepage.html). Zu Fuß sind wir dann weiter Richtung SoHo, wo viele kleinere Läden zu finden sind und ich mir als Taschen-Fan den Store von „Liebeskind Berlin“ (http://www.yelp.de/biz/liebeskind-berlin-new-york) natürlich nicht entgehen lassen wollte. Zufällig entdeckten wir dort auch eine Filiale von „Pylones“ – eine Design-Shop-Kette, die wir schon aus London kennen (http://www.pylones.com/de/) und die wirklich lustige Accessoires für Haushalt, Wohnung usw. haben. Von da aus sind wir weiter – in leider strömendem Regen – zum MoMa-Design-Store (http://www.momastore.org/museum/moma/StoreCatalogDisplay_-1_10001_10451_) und dann den Broadway runter Richtung Süden. mit ausgiebigen Shopping-Stops in folgenden Läden, wo es teilweise 40% auf den gesamten Einkauf gab, wie z. B. „Superdry“ (http://www.superdry.de/), „American Eagle Outfitters“ (http://www.ae.com/web/international/index.jsp), „Forever21“ (http://www.forever21.com/EU/Product/Main.aspx?BR=F21), „Old Navy“ (http://oldnavy.gap.com/), „LOFT“ (http://www.loft.com/) – da fragt man sich, warum es solche Aktionen in Deutschland bei manchen Bekleidungsketten nicht auch einfach mal gibt …?! Auch die britische Mode-Kette „TopShop“ ist mittlerweile auf dem amerikanischen Markt angekommen: http://de.topshop.com/webapp/wcs/stores/servlet/StaticPageDisplay?catalogId=32051&storeId=13052&brdcrmb_trail=&identifier=tsus1+new+york&siteID=je6NUbpObpQ-2y8CEfPw8mbdsUoJFlG5kw&cmpid=ukls_deeplink&_$ja=tsid:19906%7Cprd:je6NUbpObpQ&geoip=home und hat eine Filiale auf dem Broadway. Ebenfalls auf dem Broadway Richtung Süden befindet sich ein asiatisches Kaufhaus, „Pearl River Market“ (http://www.pearlriver.com/v2/index.html), das über Kleidung, Lebensmittel, Wohn-Accessoires, Haushaltswaren usw. gut sortiert so ziemlich alles aus Asien anbietet – es duftet dort nach Jasmin und ich fand das Warenangebot vor Jahren schon total beeindruckend – das MUSS man mal gesehen haben, wenn man in New York war. Ein unbedingtes Muss für alle Shopping-Wütigen in New York ist in jedem Falle auch das Designer-Kaufhaus mit Outlet-Preisen „Century 21“, das sich in unmittelbarer Nähe des 9/11-Memorials befindet und vor einigen Jahren noch eher ein Geheimtipp war: http://www.c21stores.com/ – dort hat mein Mann, der bis dahin eigentlich recht wenig gekauft hatte, den Bestand an Hilfiger- und Ben Sherman-Herrenkleidung in seiner Größe weitestgehend aufgekauft ;-). „Century21“ wird mittlerweile in fast jedem Reiseführer erwähnt und dementsprechend trifft man dort auch wirklich Shopper aus aller Welt. Auch die beliebten Städtenamen-Taschen von „Robin Ruth“ – natürlich mit New York-Aufdruck – gibt es dort in vielen Varianten und um ein Vielfaches günstiger als in den Souvenir-Shops, daran konnte ich ebenfalls nicht vorbei gehen. Aber auch bei „Macy’s“ kann man tolle Schnäppchen machen: http://www.macys.com/ und kann nochmals zusätzlich 10% Rabatt bekommen, wenn man sich einen Shopping-Pass dort besorgt. Bei Macy’s ist auch die alte Architektur und die teilweise noch hölzernen Rolltreppen sehenswert; ich fand bisher immer speziell immer die Abteilung mit Weihnachtsdeko ganz toll – auch mit Preisen um 50% reduziert kurz vor Weihnachten.
Wenn uns zwischendurch die Lauferei zuviel wurde, sind wir mit unserer MetroCard (http://www.mta.info/metrocard/) mit der New Yorker U-Bahn gefahren – dort ist es genauso wie in London, dass der Fahrschein quasi bereits an den unterirdischen Eingängen zur Haltestelle elektronisch kontrolliert und der Fahrpreis pro Fahrt abgezogen wird; meiner Meinung nach ein tolles System, das Schwarzfahren unmöglich macht. Man kann die MetroCard am Automaten oder am Schalter immer wieder neu aufladen mit Beträgen ab 10$. Ich habe die New Yorker Subway – entgegen vieler Kritiker – bisher bei allen New York-Reisen als sehr sicher empfunden. Das einzig Störende sind die veralteten Anlagen – Menschen mit Handicap haben hier keine Chance, U-Bahn zu fahren. Die Stationen liegen teilweise 3 bis 4 Etagen unterirdisch und sind immer nur über Treppen (keine Rolltreppen) und lange Tunnel zu erreichen :-(.
Auch in New York gibt es einige Weihnachtsmärkte, die sich hier aber „Holiday Markets“ nennen. Auf meinem Foto oben sieht man den Holiday Market am Bryant Park, der sogar über eine eigene große Eisbahn und ein Theater verfügt. Weitere Weihnachtsmärkte befinden sich u. a. am Union Square, in der Grand Central Station (Bahnhof) und am Südzipfel des Central Parks (Columbus Circle). Es werden dort viele sehr schöne kunstgewerbliche Sachen verkauft. Ich war nur etwas betrübt, dass „Our Name is mud“ auf keinem der Weihnachtsmärkte mehr vertreten war, wie vor 5 J. – „Our Name is mud“ stellt u. a. witzige themenbezogene Keramik-Accessoires her – u. a. für Katzenbesitzer: http://ournameismud.com/theme/cat.html; davon hätte ich mir und meinen ebenfalls katzenbesitzenden Freundinnen gerne wieder etwas mitgebracht 😦 – schade. Auf fast jedem Weihnachtsmarkt waren Stände von „German Delights“ (http://www.germandelights.com/) vertreten – an manchen gab es sogar echte deutsche Bratwurst. Wer jedoch denkt, dass man sich auf amerikanischen Weihnachtsmärkten „gepflegt“ mit Glühwein betrinken kann, der irrt: Das „Nationalgetränk“ auf den Holiday Markets ist warmer Apple Cidre; selbst bei German Delights wird anstatt Glühwein lediglich „Kinder-Punsch“ angeboten, da Alkohol-Ausschank an Personen über 21 J. auch nur mit einer staatl. Lizenz erlaubt ist. Im Übrigen ist in den USA der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit verpönt und in manchen US-Bundesstaaten sogar strafbar. In New York sieht man daher sehr häufig Menschen, die ihre Bierdose – natürlich gaaanz unauffällig – in einer kleinen braunen Papiertüte umhüllt mitführen …

Times Square bei Nacht

Times Square bei Nacht

Abends waren wir noch thailändisch essen und Cocktails trinken im Pongsri Thai Restaurant (http://www.pongsri.net/home.html), das wir ebenfalls bei unserem letzten New York-Trip vor fast 5 J. schon entdeckt hatten, aber feststellen mussten, dass die Thai-Restaurants, die es mittlerweile in Köln gibt, auf keinen Fall schlechter sind.

Am folgenden Tag hatte ich ja Geburtstag, aber davon berichte ich dann im 3. und letzten Teil meines Reiseberichtes, in dem es dann auch wieder deutlich mehr Fotos geben wird.

(Fortsetzung folgt im 3. und letzten Teil …)

Reise-Bericht: Christmas-Shopping in New York Mitte Dezember 2012 – Teil 1

Christmas at Macy's

Christmas at Macy’s

Mitte Dezember (traditionell über meinen Geburtstag, den ich selten zu Hause verbringe) sind wir erstmals nach 5 Jahren Abstinenz wieder zum Weihnachtsshopping nach New York geflogen. Unser Lufthansa-Meilenkonto war so voll, dass wir die Flüge sogar noch gratis upgraden und einen besonders exzellenten Service genießen konnten.
Nach einem ruhigen NonStop-Flug ab Frankfurt, sind wir Freitag-Nachmittag in New York JFK gelandet. Da vor uns leider schon ein JumboJet aus China gelandet war, waren in der Schlange und an den nicht so gut besetzten Einreise-Schaltern so ca. 300 Leute vor uns – und wenn man in Nordamerika etwas gut kann, dann ist es: In „lanes“ anstehen und warten, was nicht das letzte Mal für die nächsten Tage für uns sein sollte 😉
Leider wurde uns die Wartezeit nicht gerade versüßt, weil auf den Monitoren CNN mit der Berichterstattung des Schul-Amoklaufs von Newtown flimmerte, der wenige Stunden zuvor passiert war und in den folgenden Tagen auch keine Stunde im TV verging, wo nicht an dieses traurige Ereignis erinnert wurde 😦 …
Nach 1,5 Std. hatten wir dann endlich unsere Einreisegenehmigung, konnten zu unserem Gepäck und uns dann endlich ein Taxi nach Manhattan suchen. Der Taxi-Fahrer (ein älterer Latino) hatte Schichtwechsel danach und hat uns in einer sehr abenteuerlichen Fahrt in rekordverdächtigen 40 Min. vom JFK-Airport zum Times Square chauffiert, als wären Gangster hinter ihm her (nur zur Info: der Taxi-Fahrer zurück hat ungefähr doppelt so lange benötigt bei ähnlicher Stau-Lage) 😉 …

Aussicht vom Hotelzimmer 45. Etage

Aussicht vom Hotelzimmer 45. Etage

Nachdem wir im Hotel Marriott Marquis (http://www.marriott.de/hotels/travel/nycmq-new-york-marriott-marquis/ – wo wir zum 2. Mal zu Gast waren und ebenfalls Prämienpunkte abwohnen konnten) eingecheckt und unser Zimmer in der 45. Etage unseres Hotels bezogen haben, haben wir uns nach kurzer Verschnaufpause dann erstmal auf die Beine gemacht und sind den Broadway Richtung Süden zu Fuß runter gelaufen bis zu Macy’s und haben schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen, was uns auf den Straßen wohl am Samstag, wenn die New Yorker frei haben und die Leute aus dem Umland zum Shopping nach New York kommen, noch so erwarten könnte – puh 😉 – und ja, ich muss zugeben: Die ersten Dollar haben wir natürlich auch schon umgesetzt 😉 …
Da wir nicht sämtliche Energie am 1. Abend verpulvern wollten, haben wir uns irgendwann wieder aufgemacht Richtung Times Square, unsere Koffer ausgepackt und wie es für uns auch oft schon Tradition hat in Hotels – ein Club-Sandwich über den Room-Service bestellt und dabei dann den Muppets-Film (den ich wirklich total süß fand) angeschaut, bevor uns dann (in Deutschland war es da bereits 4 Uhr morgens) irgendwann die Augen zugefallen sind.

Christmas Tree Rockefeller Center nachmittags

Christmas Tree Rockefeller Center nachmittags

Am nächsten Morgen haben wir erstmal ausgeschlafen und dann in einer lausigen Touristenfalle am Times Square exorbitant teuer und grottenschlecht gefrühstückt (Roxy’s Delicatessen: https://plus.google.com/115906653407618526455/about?gl=de&hl=de – der Name ist also vollkommen überbewertet 😉 …).
Wir haben dann erfahren, dass der nackte, singende Cowboy vom Times Square keine Legende ist – den gibt es also wirklich – und damit die Herren augenscheinlich nicht leer ausgehen, hat er nun sogar ab und zu auch sein Cowgirl dabei: http://en.wikipedia.org/wiki/Naked_Cowboy  ;-).
Und dann ging es los in den Shopping-Marathon. Zunächst einmal haben die Menschenmassen in Manhattan unsere Erwartungen weit übertroffen (New Yorker, Shopping-Wütige aus dem Umland, Touristen usw.). Es gab nicht nur „lanes“ an den Kassen, sondern bei den meisten stark frequentierten Läden wie Abercrombie & Fitch, Hollister, Apple, FAO Schwartz, Tiffany’s, UGG Australia usw. bereits vor den Läden und man musste dort warten, um gruppenweise in den Laden eingelassen zu werden 😦 …
Wir haben uns dann von den Massen treiben lassen, zum Rockefeller Center, zum NBC-Experience-Store (http://www.nbcuniversalstore.com/), zum Store des Metropolitan Museum of Art (http://store.metmuseum.org/?utm_expid=2248992-3), auf die 5th Avenue, zum Plaza Hotel – mal hier und da in Läden geschaut, wo der Andrang nicht so groß war und wir natürlich nicht ohne Tüten hinausgekommen sind, bei Starbucks Kaffee getrunken und es uns gut gehen lassen. Abends haben wir im „Applebee’s“ (http://www.applebees.com/), das wir bei einem unserer letzten New York-Trips entdeckt haben, nach einigen Unwägbarkeiten dann doch noch unser bestelltes, sehr leckeres Steak bekommen. Ganz riesig gefreut habe ich mich dort allerdings, als aus den Lautsprecher-Boxen das Lied „On the dark side“ von John Cafferty & the Beaver Brown Band (http://www.youtube.com/watch?v=rg9QUK7bigQ) ertönte, welches ich ewig nicht gehört habe und Soundtrack (ich habe die CD selbst noch irgendwo) eines meiner All Time-Favourite-Filme „Eddie & the Cruisers“ (1983) ist – ein echtes Highlight. Das hat mich dazu angefixt, mich mal im WWW auf die Suche zu begeben, wo ich „Eddie & the Cruisers“ und die Fortsetzung „Eddie lebt“ von 1989 vielleicht irgendwo in deutscher Sprache mal auf DVD zu bekommen.
Da unser Hotel im Theatre District lag, haben wir nicht schlecht gestaunt, welche Stars aktuell bzw. in der nä. Zeit in all den Theatern live zu sehen sind (Ricky Martin in „Evita“, Tom Hanks, Billy Ray Cyrus, Katie Holmes …).
Am Abend habe ich dann auch damit begonnen, Weihnachtsgrüße zu schreiben, die meine Lieben in Deutschland, Schweiz, Österreich und Holland dieses Mal aus New York erhalten sollten 🙂

(Teil 2 folgt in Kürze)