BUCHTAUSCH-ANGEBOT: „Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger (neu + ungelesen!)

Liebe Follower,

ich biete hier zum TAUSCH:

 „Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger
(verlagsneu – also ungelesen & noch in Folie eingeschweißt!)
https://www.randomhouse.de/Buch/Piniensommer/Stefanie-Gerstenberger/Diana/e456294.rhd

Das Buch ist die Fortsetzung von „Das Sternenboot“
(https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Sternenboot/Stefanie-Gerstenberger/Diana/e456292.rhd).

Als Tausch hätte ich gern dafür eines der folgenden Bücher (gern Rezensionsexemplare):

„Frühstück mit Meerblick“ von Debbie Johnson;
„Der Brief“ von Carolin Hagebölling;
„Darf ich Dir das Sie anbieten?“ von Luisa Binder;
„Sand in Sicht“ von Katrin Einhorn oder
„Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ von Jenny Colgan

oder einen Amazon-Gutschein für ein Taschenbuch.

Ich würde mich riesig freuen, wenn sich jemand findet, der tauschen möchte!

Liebe Grüße,
VERA

Rezension: Sandra Girod – „Manchmal will man eben Meer“

Fakten:
Paperback, Blanvalet, erschienen: 25.07.2016, 351 Seiten, 14,99€ (auch als eBook erhältlich) – das Buch erscheint am 19.03.2018 als Taschenbuch zum Preis von 9,99€

Autorin:
Sandra Girod, Jahrgang 1963, echte Schleswig-Holsteinerin, arbeitet – neben ihrer Autorinnen-Tätigkeit – als Journalistin und Redakteurin. Sie war sowohl für Tageszeitungen (B.Z., Kieler Nachrichten) als auch für verschiedene Frauen-Zeitschriften (u.a . „Petra“, „Für Sie“, „Laura“) tätig. Mit Mann und zwei Kindern lebt sie in Hamburg. Ihr erster Roman „Nenn mich nicht Hasi“ ist 2014 erstmals im Paperback und 2016 als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen.

Handlung:
Janelle, liebevoll Wölkchen genannt, die 4jährige Tochter der Journalistin Yola Wolkenstein, leidet unter  chronischer Bronchitis. Den Beiden wird eine Mutter-Kind-Kur an der Nordsee in Cuxhaven verordnet. Yola kann sich nur schwer von ihrem Redaktionsjob loseisen, da in ihrer Branche Kinder eher als unnötiger Luxus gelten. Nachdem Yola als erstes lernt, ihre Vorurteile gegenüber den anderen Frauen abzubauen, deren Schicksale kennenlernt und auch endlich lernt, sich ihren eigenen Problemen zu stellen, verlebt sie eine tolle Zeit, lernt neue Situationen und Personen kennen. Und sie merkt, dass das Schicksal auch mit ihr nochmal ein neues Leben mit ihr plant …

Fazit:
Dieser Roman lag zu Unrecht viel zu lange auf meinem SuB und ich bin froh, dass ich mir jetzt die Zeit für dieses tolle Buch genommen habe.
Das Cover – ganz maritim und in Pastelltönen gehalten – ist ein Eye Catcher – traumhaft schön: Blauer Himmel, Meer, Möwen, Strand, Strandkörbe und der berüchtigte Piratenbus, den man im Buch noch näher kennenlernt. Schön, dass das Cover Bezug auf die Story nimmt. Der Titel ist blau-rot nach außen geprägter Schrift auf dem Cover – etwas plastisch – und gibt dem Cover nochmal etwas Besonderes.
Das Buch ist mit seinen 351 Seiten inkl. Dankeswort in sehr großzügigem Schriftbild gedruckt und die Kapitel haben allerbeste Leselänge, so dass man immer mal kurz zwischendurch ein Kapitel lesen kann.
Das ist mein erstes Buch, das ich von Sandra Girod gelesen habe, aber ganz sicher nicht mein letztes. „Nenn mich nicht Hasi“, ihren Debüt-Roman, nehme ich mir auch noch vor, da ich ihren Schreibstil sehr angenehm finde. Sie nimmt die Leser(innen) mit in die Story hinein und lässt einen die Geschichte mit(er)leben.
Zu Beginn der Story war ich mir ein wenig unsicher mit der Protagonistin Yola, die ich da noch ein wenig arrogant und herablassend gegenüber den anderen Frauen in der Kur fand. Doch in der Entwicklung der Story entwickelt sich auch Yolas Persönlichkeit – sie öffnet sich, erkennt, dass es auch in ihrem eigenen Leben Schwachpunkte gibt und betrachtet die muntere Frauengruppe der Kurklinik nicht mehr so von außen und von oben herab, sondern wird ganz schnell ein Teil von ihr und ist die treibende Kraft für Mut und Veränderung – auch bei den anderen. Gerne habe ich Anteil am Schicksal der Mütter in der Kurklinik genommen und die Wendungen in deren Entwicklung verfolgt, die ich während des Lesens auch alle sehr ins Herz geschlossen habe. Zum Ende hin habe ich sehr langsam gelesen, weil ich mich so ungern von dieser sympathischen Truppe trennen wollte.
Ein wenig schade fand ich nur, dass der Roman ein wenig abrupt endete und so vieles offen geblieben ist, aber wenn das bedeutet, dass es da möglicherweise nochmal einen weiteren Band gibt, der die Geschichte weitererzählt, bin ich damit einverstanden – denn Yolas Geschichte und die der anderen Frauen hat gerade jetzt noch an Potenzial für eine Fortsetzung gewonnen.
Auch, wenn ich als Nicht-Mutter, die noch nie selbst eine Kur gemacht hat, nicht so ganz zur Zielgruppe gehöre, so fand ich diesen Roman wirklich großartig – ob Mutter oder nicht: hier wird sich jede Frau selbst irgendwie wiederfinden und zum Nachdenken angeregt! Prädikat: lesenswert – ich gebe hierfür sehr gerne eine 5***** Sterne-Leseempfehlung!

Rezension: Dorothea Böhme – „Ein Dorf zum Verlieben“

Fakten:
Taschenbuch, Blanvalet, erschienen: 20.02.2017, 317 Seiten, 9,99€
(auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Dorothea Böhme wurde im Jahr 1980 im westfälischen Hamm geboren. Ihre Studienzeit verbrachte sie sowohl im schwäbischen Tübingen, als auch im Ausland. Sie lebte u.a. in Quito/Ecuador, Triest/Italien und Klagenfurt/Österreich, wo auch ihre ersten Regionalkrimis spielten. Zudem war sie als Deutschlehrerin und Lektorin in Ungarn tätig und lebt heute in Stuttgart – ebenfalls ein Handlungsort ihrer Regionalkrimis im Gmeiner-Verlag. Bei Blanvalet sind bereits vor „Ein Dorf zum Verlieben“ (2017) zwei weitere Unterhaltungsromane von ihr erschienen: „Neben der Spur ist auch ein schöner Weg“ (2014) und „Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel“ (2015).

Handlung:
Wanda ist Ende 20 und Yoga-Lehrerin in ihrem Heimatdorf Osterbüren im Münsterland, wo sie fest verwurzelt ist. Nur ihr Liebesleben liegt brach, seit ihre 1. große Liebe Richard nach dem Abitur nach München gezogen ist und sich trotz Wandas Briefe und SMS nie wieder bei ihr gemeldet hat. Doch Richard, mittlerweile Arzt, hat nach 10 J. Heimatgefühle und nimmt in Osterbüren die Urlaubsvertretung des dortigen Landarztes an. Nun versucht das ganze Dorf, angeführt von Wandas beiden, eigentlich verfeindeten, Großmüttern, zu verhindern, dass Richard und Wanda sich begegnen und er erneut Wandas Herz bricht, was nicht nur einmal zu einem Chaos führt. Und Richard ist ja eigentlich sowieso nur auf Zeit da und wird bald in die Schönheitsklinik seines zukünftigen Schwiegervaters in München einsteigen …

Fazit:
Für mich ist das der 1. Roman, den ich von Dorothea Böhme gelesen habe – irgendwie hat mich das Buch bei der Durchsicht der Verlagsvorschauen angesprochen und ist direkt auf meine Wunschliste gewandert. Ein Grund war sicherlich der ungewöhnliche Handlungsort, ein fiktives Dorf im Münsterland.
Das Cover vermittelt entsprechend dem Titel eine ländliche Atmosphäre und wirkt harmonisch in Gestaltung und Farbgebung.
Das Buch hat ein sehr großzügiges, angenehm leicht lesbares Schriftbild und die 317 Seiten sind auf 14 Kapitel + Prolog und Epilog aufgeteilt. Ich fand die Leselänge einiger Kapitel ein wenig zu lang – gerade am Anfang und am Ende.
Die Charaktere sind treffend beschrieben und genau so, wie man sich eine kauzige, westfälische Landbevölkerung vorstellen würde. Besonders witzig finde ich Wandas Großmütter, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich allergrößte Mühe um Wandas Wohlergehen geben – allerdings nicht immer zu ihrem und zum eigenen Besten. Wobei ich fast sagen muss, dass Wanda selbst als Protagonistin aus meiner Sicht in der Geschichte ein wenig zu farblos bleibt.
Ein Kritikpunkt ist für mich auch, dass für mich das Buch an manchen Stellen ein wenig zusammengekürzt wirkt und manche Handlungssprünge dadurch nicht immer logisch erscheinen. Es gab mehrere Stellen, an denen ich nochmal zurückgeblättert habe, um zu schauen, woher denn plötzlich diese Handlung entspringen soll.
Insgesamt ist das Buch unterhaltsam und lustig und man könnte sich die Handlung sicherlich auch gut als Film-Komödie vorstellen. Ich habe mir jedoch bei der Überschrift auf der Verlagsseite „Gilmore Girls im Münsterland“ noch ein klein wenig mehr davon versprochen.
Zum Ende hin gibt es aber noch mal eine überraschende Wendung.
Für ein paar kurzweilige, unterhaltsame Lesestunden gibt es von mir hierfür knapp 4**** Sterne.

Rezension: Katharina Herzog – „Immer wieder im Sommer“

Fakten:
Paperback, Rowohlt Polaris, erschienen: 22.04.2017, 382 Seiten, 12,99€ (auch als eBook und Hörbuch erhältlich)

Autorin:
Katharina Herzog ist das Pseudonym der Autorin Katrin Koppold. Sie wurde 1976 geboren und wollte nach ihrem Abitur in Rheinland-Pfalz zunächst Journalistin werden, entschied sich dann aber doch – aus einer Lehrerfamilie kommend – ebenfalls dazu, Lehrerin zu werden. Erst nach der Geburt ihres zweiten Kindes begann sie wieder mit dem Schreiben. Ihre ersten Verlagsverträge erhielt sie allerdings erst, nachdem ihre Romane im Selfpublishing Erfolg hatten. Mit Mann, zwei Kindern und zwei Katzen lebt die Pferdeliebhaberin in der Nähe von München.

Handlung:
Anna, Mitte 30, lebt mit ihren beiden Töchtern Sophie (14) und Nelly (8) in München, wo sie seit der Scheidung von ihrem Mann Max, einem Piloten, als Zimmermädchen arbeitet. Ihm und den Kindern zuliebe, hat sie damals ihren Traum, Modedesign zu studieren, aufgegeben. Max, den sie schon seit ihrer Kindheit kannte, hat sie in der Ehe massiv hintergangen. Als Anna in einer Zeitschrift ihre Jugendliebe Jan entdeckt, der auf Amrum eine soziale Kinder- und Jugendeinrichtung betreibt, beschließt sie kurzerhand, die Pfingstferien auf Amrum zu verbringen, nachdem sie ihre Kinder bei Max abgegeben hat. Auf dem Weg will sie noch einen Abstecher zu ihrer Mutter Frieda in der Nähe von Mainz machen, von der sie kurz vor ihrer Reiseplanung nach 18 J. ohne Kontakt eine sehr merkwürdige Nachricht erhalten hat. Doch alles verläuft anders und auf einmal befindet sie sich mit ihren Töchtern, ihrem Ex-Mann, ihrer dementen Mutter und deren Hund auf dem Weg an die Nordsee. Und wie es aussieht, ergeben sich Veränderungen in Annas Leben auch noch über die Ferien hinaus …

Fazit:
Dieser Roman stand schon seit Vorstellung in der Frühjahrsverlagsvorschau 2017 von Rowohlt auf meiner Wunschliste – und wie ich beim Vorablesen im Rahmen einer LovelyBooks-Leserunde feststellen durfte, vollkommen zurecht.
Das wirklich wunderschöne Cover auf rauem Papier ist im Aquarell-Stil gestaltet mit Blumen und Muscheln in Pastelltönen, die sowohl eine maritime als auch eine ländliche Seite zeigen. Der Titel ist auf einem blauen Farblecks quasi wie auflackiert und wirkt plastisch. Insgesamt ein sehr gelungenes, hübsches Cover, das zwar sommerlich ist, aber dennoch nicht viel über den Inhalt verrät und ein wenig geheimnisvoll wirkt.
Das Schriftbild ist angenehm großzügig. Jedes der 58 Kapitel + Prolog + Epilog und Dankeswort wird mit einer Muschel oder einer Blume, je nachdem ob gerade aus der Sicht von Anna, Sophie oder Frieda berichtet wird (die Erzählperspektive wechselt immer), eingeleitet. Die Leselänge ist, wie der Schreibstil, optimal und man fliegt geradezu durch die Geschichte – ich würde eher sagen, man wird von Anna auf ihre Reise mitgenommen 😉
Das Buch ist keineswegs leichte Kost und befasst sich auch gleich mit einigen nicht so einfachen Themen des Lebens, wie z. B. Friedas Demenzerkrankung, was mich emotional sehr berührt hat, weil mein Vater ebenfalls an den Folgen seiner Demenz verstorben ist und da Erinnerungen hochkamen.
Die Charaktere und deren ganz persönlicher Background sind realistisch.
Am Anfang habe ich ein wenig gezweifelt, wo das Ganze wohl hinführen mag, wenn auf einmal so viele sture, aber wahnsinnig unterschiedliche Persönlichkeiten und Generationen auf engstem Raum die Zeit miteinander verbringen. Aber der Autorin ist es hier perfekt gelungen, in ihrem Plot sachliche Verbindungen herzustellen, ohne zu dramatisch zu werden, was mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte bietet so viele Facetten. Anna fand ich als Persönlichkeit sehr impulsiv, weil sie oft Entscheidungen trifft ohne darüber nachzudenken, dass diese auch mit Konsequenzen nicht nur für sie selbst verbunden sind. Aber im Verlauf des Buches habe ich sie immer besser verstanden.
Das war für mich wieder eine Geschichte, die ich sehr ungern losgelassen habe, weil sie mir so an Herz gewachsen ist und ich würde mir tatsächlich nochmal ein Wiederlesen mit dieser Familie wünschen.
Am Ende findet sich – ohne Kitsch und Schmalz – alles so zusammen, wie man es sich wünscht und ich finde mich in der Aussage wieder, dass man nur etwas versuchen kann, aber keine Garantie hat, ob es funktioniert. Ich bin der Meinung, wenn man etwas nicht versucht, weiß man nie, ob es geklappt hätte oder ob man mit seiner Entscheidung glücklicher wäre – man sollte es eben einfach ausprobieren.
Ich kann das berührende, emotionale und dennoch unterhaltsame Buch wirklich von Herzen weiterempfehlen. Von mir gibt hierfür glatte 5***** Sterne!

Rezension: Julia Bähr – „Liebe mich, wer kann!“

Fakten:
Taschenbuch, Blanvalet, erschienen: 19.12.2016, 319 Seiten, 8,99€ (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Julia Bähr, geboren 1982 in Heidelberg, studierte an der Deutschen Journalistenschule in München und machte parallel ihr Diplom in Journalistik an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität. Nach dem Studium schrieb sie u. a. für die Ressorts Literatur, Musik, Film und Reise bei der FAZ, Focus Online und Zeit online. Seit 2015 ist sie Feuilleton-Redakteurin im Online-Format der FAZ. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Frankfurt am Main. Bei Blanvalet sind neben dem aktuellen Roman „Liebe mich, wer kann!“ bereits zwei weitere von ihr erschienen „Wer ins kalte Wasser springt“ (2013 gemeinsam mit Christian Böhm) und „Sei mein Frosch“ (2015).

Handlung:
Greta hat sich nur 1 1/2 Jahre nach der Hochzeit von ihrem Ehemann Erik, einem hessischen Landtagsabgeordneten getrennt, für den sie sogar extra von Frankfurt ins beschauliche Bad Vilbel gezogen war. Ihre beste Freundin Katka, deren WG in Frankfurt sich gerade auflöste, nimmt Greta bei sich auf und kümmert sich liebevoll um sie. Auch als Greta offenbar im nächtlichen Rotwein-Rausch Blackouts hat und böse E-Mails an ihren Ex-Mann schreibt und deshalb sogar einen Therapeuten aufsucht, fängt Katka sie auf und versucht sie mit einer Anmeldung beim Lach-Yoga aufzuheitern. Auch in ihrem Job in einer Werbeagentur bekommt Greta mehr Vertrauen und anspruchsvollere Aufträge. Zum Trost fehlt jetzt nur noch ein Mann, mit dem Greta alles Vergangene vergessen kann – wird Katka den auch noch für Greta aus dem Hut zaubern …?!

Fazit:
Das pinkfarbene Cover mit den niedlichen Pinguinen ist ein Blickfang und gibt direkt den Hinweis, dass es sich hier um einen ChickLit-Roman handelt. Typische Mädchen-Lektüre eben – und die Pinguine spielen auch in dem Buch eine kleine Nebenrolle.
Die 21 Kapitel (perfekte Leselänge) bei großzügigem Schriftbild auf 319 Seiten (inkl. Quellenverzeichnis für die im Buch veröffentlichten Adventskalender-Sprüche) sind eine ideale Aufteilung für diesen Roman.
Der Schreibstil von Julia Bähr ist locker leicht und humorvoll, die Dialoge witzig und Charaktere (bis auf Gretas Ex Erik) allesamt sympathisch – ein Freundes- und Kollegenkreis in dem man sich auch als Leserin wohlfühlt und daher die Geschichte um Greta auch gern mit(er-)lebt.
Die Geschichte beschreibt einen typischen Lebensabschnitt, wie er sicher im Leben so einiger Thirtysomethings stattfindet – realistisch und irgendwie mitten aus dem Leben.
Das ist so ein typischer Roman, den man an einem regnerischen Wochenende auf dem Sofa oder im Urlaub auf der Pool-Liege wunderbar lesen kann.
Obwohl ich das Buch mochte, hat mir dennoch irgendwas gefehlt, was ich noch nichtmals genau benennen kann und die Handlung konnte mich nicht vollkommen packen. An manchen Stellen plätscherte die Story ein klein wenig langatmig dahin. Das ist aber der einzige Kritikpunkt.
Ich hatte ein paar wirklich angenehme Lesestunden mit diesem netten, unterhaltsamen Roman mit der sympathischen Greta und ihren Freunden – daher gibt es von mir eine 4**** Sterne-Leseempfehlung 🙂

11. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autorin: Beate Rösler

Nach rund 1 Jahr Abstinenz war es endlich mal wieder so weit: Am Montag, 06.03.2017, fand bei Kerstin Hohlfeld und ihrem Mann Thomy in Berlin-Lichterfelde wieder ein Literatur-Salon statt.

Obwohl der frühe Montag-Abend für Vollzeit-Berufstätige ein eher ungünstiger Termin ist, war die Lesung quasi ausverkauft. Es war schön, nach so langer Zeit viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

Die in Vietnam lebende Autorin Beate Rösler, die bereits im November 2014 (der Link zum damaligen Lesungsbericht ist hinterlegt) schon mal bei Kerstin gelesen hat, stellte ihren neuen Roman „Die Töchter des Roten Flusses“ vor.

Eingeleitet wurde die Lesung durch die musikalische Blockflöten-Einlage von Kerstins Tochter Mia, die mittlerweile 13 J. alt ist und darum bat, nicht mehr fotografiert zu werden und ihre Fotos dann im Internet wiederzufinden.

Der Roman spielt in Beates aktuellem Wohn- und Arbeitsland Vietnam, aber auch in Frankfurt am Main.

Die in Frankfurt lebende junge, ehrgeizige Anwältin Tuyet, die vietnamesische Wurzeln hat, findet nach dem Tod der Stiefmutter unter deren Bett versteckte, ungeöffnete Briefe, die ihre leibliche Mutter aus Vietnam an den Vater geschickt hatte. Tuyet wird neugierig auf ihre Wurzeln und was es mit diesen ominösen Briefen auf sich hat und begibt sich gemeinsam mit ihrem Freund auf die Suche nach ihrer Mutter in Vietnam.

Dieser Roman berichtet nicht nur mit viel Einfühlungsvermögen über die verwobene Geschichte von Tuyet und ihrer Familie, sondern auch über den Vietnam-Krieg und das heutige Leben in Vietnam. Für diesen Roman hat Beate Rösler, wie sie berichtete, sehr umfangreich recherchiert und viele Interviews mit Vietnamesen geführt. Einige ihrer Interview-Partner hatten quasi eine deutsche Vergangenheit und waren Vertragsarbeiter in der ehemaligen DDR, die offenbar vielen Vietnamesen als Paradies – im Vergleich zur eigenen Heimat – in Erinnerung geblieben ist.

Beate Rösler las immer wieder Abschnitte aus dem Buch vor, baute Spannung auf und ließ das jeweilige Ende zum selbst Nachlesen offen.
Zwischen den jeweiligen Abschnitten berichtete sie vom Leben in Vietnam, eigenen Erfahrungen dort, was in Zukunft bei ihr geplant ist und wohin ihre Lesereise in Deutschland sie noch führt, bevor sie in der kommenden Woche wieder zurück nach Vietnam reist.

Im Anschluss an die Lesung gab es noch Gelegenheit zum Kauf des (signierten) Buches und zum persönlichen Gespräch mit der liebenswürdigen Autorin.
Danach trafen sich die Gäste bei köstlichem, vegetarischen Fingerfood und Getränken in der gemütlichen Küche von Kerstin und Thomi zu netten Gesprächen. Es war ein schöner Abend mit liebgewonnenen Freunden, aber auch mit sehr netten neuen Bekanntschaften. Wir haben die nette Atmosphäre der Literatur-Salons wirklich sehr vermisst und hoffe, dass diese künftig wieder öfter stattfinden.

Ein großes Dankeschön an die Autorin für die spannende und interessante Lesung und an die beiden wunderbaren Gastgeber 🙂

Ein kurzer Bericht der letzten beiden Wochen (7. & 8. KW)

Liebe Blog-Leser(innen),

da mich letztes Wochenende der Norovirus voll im Griff hatte, gab es am vergangenen Sonntag keinen Wochenrückblick. Ich war noch die ganze vergangene Woche krank, weil ich so schwächlich war und mich nur schwer wieder ans Essen gewöhnen konnte – was bei mir tatsächlich etwas heißt.

Überhaupt ist dieses 2017 bislang ein Jahr, das noch nicht viel Gutes mit sich gebracht hat für uns.

Wir haben Anfang des Jahres nach einigen umfangreichen und sehr kostspieligen neurologischen Untersuchungen, verbunden mit einem operativen Eingriff und weiteren Tests, leider erfahren, dass unser kleiner Kater Toni unter einem Gendefekt leidet, der sich degenerativ auf Nerven und Muskeln (ähnlich wie MS) auswirkt. Bei ihm sind bereits Stimme, Lunge, Darm und Bewegungsapparat irreparabel davon betroffen. Auch seine in Bremen lebende Schwester leidet darunter (lt. Neurologe betrifft so etwas immer ca. 25% eines Wurfs).  Da dieser Gendefekt bei diesen beiden Katzen überhaupt erstmalig in dieser Form aufgetreten ist, gibt es auch keinerlei Erfahrungswerte in Bezug auf eine Behandlung oder auch auf die Lebenserwartung. Man kann wohl den Prozess durch die Gabe bestimmter Medikamente verzögern, was wir derzeit versuchen. Toni leidet ja seit seinem 3. Lebensmonat immer wieder unter Verstopfung (hatte schon mehrere Darmspülungen deswegen – und wahrscheinlich morgen nochmals eine), hat keine Stimme, kann nicht schnurren, hustet schon mal und hat eine Ataxie, von der er sich aber nicht großartig behindern lässt, weil er es nicht anders kennt. Schmerzen verursacht die Erkrankung nicht. Wir waren natürlich sehr geschockt, weil Toni für Joelle ein Spielgefährte sein sollte, mit dem sie alt werden kann. Unsere Mary ist ja auch schon 16 J. alt und sehr mager und schilddrüsenkrank und muss Tabletten nehmen. Nun haben wir quasi zwei Pflegefälle, die auf regelmäßige Tabletteneinnahme angewiesen sind – und leider auch die große Sorge, möglicherweise gleich zwei Katzen in einem Jahr zu verlieren …! Aber wir haben uns damals für Toni entschieden und bleiben dabei: Wenn man sich für ein Tier entscheidet, dann für ein ganzes Tierleben lang mit allem, was dazu gehört. Unsere Katzen sind wie unsere Kinder.

Dann habe ich ja seit einigen Wochen so einen Schmerz auf der re. Halsseite, der seit 2 Wo. bis in die Schläfe, in den Nacken, in den Kiefer und ins Gesicht zieht und wovon ich ausging, dass es sich dabei um einen Abszess irgendwo im Hals handelt. Ich nehme jetzt seit zwei vollen Wochen Antibiotika und Schmerzmittel. Das erste Antibiotikum, das sehr hoch dosiert war, hatte gar keine Wirkung. Dann war ich in einer HNO-Ambulanz in der Klinik, wo ich insgesamt 6 Std. (inkl. Behandlung und Diagnose) warten musste, weil nur ein Facharzt sowohl die Station als auch die betr. Ambulanz betreut. Dort habe ich dann nach Blutabnahme und Ultraschall die Diagnose erhalten, dass es wohl kein Abszess sei und bin mit neuen Medikamenten ausgestattet worden (deren Einnahme letzte Woche natürlich auch dem Norovirus zum Opfer fiel). Am Donnerstag hatte ich erstmalig den Eindruck, dass die Schmerzen geringer werden. Die Einnahme des Antibiotikums endet heute. Morgen will ich endlich wieder ins Büro, weil mir langsam die Decke auf den Kopf fällt. Meine HNO-Ärztin ist zum Glück nicht allzu weit von meiner Arbeit entfernt, so dass ich mir dort ggf. doch noch eine Überweisung zum CT bzw. MRT holen kann. Ich habe immer noch große Angst, dass da irgendwas in meinem Hals die Schmerzen verursacht, das möglicherweise doch übersehen wurde und gefährlich ist.

Derzeit lese ich ein Leserunden-Buch, das ich bei Lovelybooks gewonnen habe, das aber auch auf meiner Wunschliste stand: „Madame Cléo und das große kleine Glück“ von Tanja Wekwerth (erscheint offiziell erst am 01.03.2017). Mal etwas ganz Anderes und ich bin nach nunmehr 70 Seiten sehr gespannt, was da noch alles kommt. Der März wird ein sehr intensiver Buch-Kauf-Monat, weil da einige Must-Reads (mindestens sechs Bücher) erscheinen. Zwischendurch greife ich aber derzeit auch immer wieder nach weiter hinten in meinen SuB und befreie ein paar tolle Bücher davon, noch ungelesen zu sein, die es eigentlich besser verdient haben ;-). Auch ein paar Buch-Schnäppchen bei eBay habe ich in den letzten Wochen gemacht. Im April sind es nur zwei Must-Reads, im Mai dafür wieder mindestens fünf. Ich bin jetzt beim 5. Buch für 2017 – das ist für meine Leseverhältnisse schon recht viel.

Der Mann und ich sind immer wieder sehr froh, dass wir nicht mehr im Rheinland leben, wo aktuell der Karneval tobt. Wir hassen ja schon diese grausige Mundart-Schunkel-Musik, die man nur betrunken ertragen kann. Das war früher beim Eishockey schon immer die Hölle ;-). Und Karneval ist an sich eh schon ein unerträglicher Zustand – zumal man dem in Köln auch so gut wie gar nicht entgehen kann. Es ist nahezu unmöglich an diesen Tagen dort irgendwas zu unternehmen, ohne mit Karneval konfrontiert zu werden.

So, nun gehe ich noch ein wenig aufs Sofa zum Lesen, bevor ich es dann morgen mit dem Arbeitsalltag wieder versuche und hoffe, dass endlich besser wird mit den Schmerzen.

Nächste Woche wird es dann wieder einen Wochenrückblick geben, wie Ihr in sonst gewöhnt seid.
Aber wenn man krank zu Hause rumlungert, gibt es auch nicht wirklich viel zu berichten.

Liebe Grüße aus der Hauptstadt und Euch eine angenehme Woche,
VERA

Rezension: Lea Streisand – „Im Sommer wieder Fahrrad“

img_3722Fakten:
Hardcover (Einband mit Schutzumschlag), Ullstein, erschienen: 18.11.2016, 20€ (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Lea Streisand, Jahrgang 1979, ist Ur-Berlinerin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Skandinavistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Bereits seit 2003 ist sie nicht nur auf den Berliner Lesebühnen zu Hause, sondern auch gern gesehener Gast auf Lesebühnen und Poetry Slams in Österreich und der Schweiz. Ihre heiteren Stories über Menschen und Berlin im Speziellen hat sie bereits auf mehreren Hörbüchern vertont. In Textform sind diese Erzählungen in den Büchern „Berlin ist eine Dorfkneipe“ (2012) und „War schön jewesen“ (2016) erschienen. Sie hat eine monatliche Kolumne in der Tageszeitung „taz“ sowie eine wöchentliche Hörfunk-Kolumne auf Radio Eins des RBB. „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ihr erster, zudem autobiographischer Roman.

Handlung:
Lea, gerade mal 30, steht mitten im Leben, ist Queen der Berliner Erzählbühnen und befindet sich kurz vor Abschluss ihres Magisters, als die lebensbedrohliche Diagnose Lymphdrüsenkrebs sie plötzlich ausbremst. Während für ihre Freunde das Leben mit neuen Jobs, Familiengründung und Wohneigentum weiter geht, dreht sich Leas Leben ein Jahr lang um Chemotherapie und Todesangst. Um sich davon abzulenken, beschließt sie, endlich das Versprechen einzulösen, dass sie einst der hochbetagten Großmutter – der Schauspielerin Ellis Heiden – gab und deren Lebensgeschichte niederzuschreiben. Sie widmet sich dem alten Koffer, den sie einst aus dem Abstellraum ihrer Oma geerbt hat und der prall gefüllt ist mit Erinnerungen und überraschenden Geschichten aus deren Leben.

Fazit:
Als ich davon hörte, dass Lea Streisand Ende 2016 bei Ullstein neben dem Kurzgeschichten-Band „War schön jewesen“ auch diesen autobiographischen Roman veröffentlicht, war für mich von vornherein klar, dass ich den natürlich auch lesen muss, auch wenn mir Lea bisher natürlich in erster Linie durch ihre lustigen Kolumnen und Erzählungen ein Begriff war.
Das Cover hat einen ansprechenden türkisen Farbton, Textil-Optik mit Stickerei (wie Notizbücher früher mal) und ein Porträt-Foto von Leas Oma festgehalten mit einem der im Buch oft erwähnten „Schnipsgummis“. Die Umschlaggestaltung ist sehr ansprechend und ein wenig an die Zeit, in der Leas Oma lebte, angepasst.
Das Schriftbild ist angenehm großzügig. Die 270 Seiten umfassen Prolog, 24 Kapitel von sehr angenehmer Leselänge, Epilog und Quellennachweis.
Dies war ein Buch, das mich vom 1. Kapitel an gefesselt hat, obwohl ich zunächst ein wenig skeptisch war, ob es nicht vielleicht für meinen Bedarf zu viele tragische Elemente, wie Leas Krebserkrankung und das Leben ihrer Oma mit Weltkriegen und deutscher Teilung enthalten könnte. Trotz dieser tragischen Fakten, ist es Lea Streisand bestens gelungen, die Leser für die Dauer des Buches herzlich mit in ihre Familie, in ihr Leben aufzunehmen und daran teilhaben zu lassen. Sie beweist, dass man trotz Todesangst auch Ironie und Galgenhumor nicht verlieren sollte und macht damit sicher auch anderen, selbst von Krebs Betroffenen Mut.
Parallel zu ihrem eigenen Schicksal nimmt sie ihre Leser mit auf Zeitreise in das Leben ihrer mutigen und unkonventionellen Oma, der Schauspielerin Ellis Heiden, Jahrgang 1912, in den 30er und 40er Jahren als Schauspielerin tätig. Man erfährt viel über das Leben in Berlin damals und die Theaterszene in dieser Zeit, über den 2. Weltkrieg, die deutsche Teilung und die Rolle der Frau und Alleinerziehenden in diesen Zeiten.
Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches einige Rezensionen gelesen, in denen bemäkelt wurde, dass dem Buch der klassische Plot mit Protagonist und Antagonist, Spannungsbogen und das Heldenprinzip fehlt. Ehrlich gesagt, kann ich diese Kritikpunkte und die Erwartungshaltung dieser Rezensenten nicht so ganz nachvollziehen, da es sieht bei diesem Buch weder um einen Unterhaltungs- noch einem Kriminalroman handelt, sondern ganz klar, wie auch der Klappentext vermuten lassen muss, um einen autobiographischen Roman zweier Lebensgeschichten innerhalb einer Familie. Und Heldinnen hat dieser Roman ja nun wirklich gleich zwei: Die sympathische Lea, die ihre Krebserkrankung überwunden hat und ihre mutige, unkonventionelle Oma, die in ihrem langen Leben so viele „Eisberge umschifft“ hat.
Für mein Empfinden war dies ein ganz großartiges Buch, das ich trotz der traurigen Momente darin für meine Verhältnisse wirklich aufgesogen habe. Von mir gibt hierfür glatte 5***** Sterne!

Wochenrückblick fällt heute aus …

Ihr Lieben,

seid mir bitte nicht böse, wenn aus persönlichen Gründen der Wochenrückblick heute mal ausfällt.

Ich fasse nächste Woche dann die 3. & 4. Kalenderwoche zusammen.

Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Euch!

Bleibt gesund und solltet Ihr krank sein, dann gute Besserung!

Ganz liebe Grüße von VERA

Rezension: Tanja Janz – „Friesenherzen und Winterzauber“

img_3716Fakten:
Taschenbuch, Mira Taschenbuch (mtb), erschienen: 07.11.2016, 299 Seiten, 9,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jg. 1974, lebt mit 2 Katzen und Familie in Gelsenkirchen und ist Schalke-Fan. Über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Ltg. eines Nachhilfeinstitutes und VHS-Dozentin kam sie endgültig zum Schreiben. Über ihre lustigen und auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und den Mängeln des deutschen Bildungssystems hat sie 2013 „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. die „Pferdeinternat“-Reihe. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie  unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die 3-bändige Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“ und als ABBA-Fans unter dem gemeinsamen Pseudonym „Jana Fuchs“ mit „Dancing Queens“ einen Roman. „Strandperlen“ war 2015 der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz, 2016 folgten „Krabbe mit Rettungsring“, das Mini-eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“ und danach „Friesenherzen und Winterzauber“. Der nächste Sommer-Roman dieser Reihe „Mit Dir auf Düne Sieben“ ist für Juni 2017 angekündigt.

Handlung:
Die 35jährige Hamburger Krimi-Autorin Ellen flüchtet aus Liebeskummer, nachdem ihr Freund Laurits den Traum vom gemeinsamen Haus nicht teilte, ins winterliche St. Peter-Ording, wo ihre Mutter und deren Freundin gerade einen Kur-Urlaub machen. Im Gepäck hat sie den Auftrag ihres Verlages, ein Exposé für einen Liebesroman zu entwickeln – gar nicht so einfach in ihrer persönlichen Lage. Eigentlich will sie nur ein paar Tage bleiben, aber trifft auf so viele nette Menschen, wie die Teeladen-Besitzerin Martina, die ihr freundlicherweise ein Gästezimmer vermietet und mit der sie sich auf Anhieb anfreundet, oder den gut aussehenden Buchhändler Ayk, der ihr sofort sehr sympathisch ist. Und dann ertappt sich Ellen dabei, wie sie immer wieder auf neue Antworten hofft, als sie an einem stillgelegten Briefkasten am alten Leuchtturm Briefe hinterlegt, in denen sie sich ihren Kummer von der Seele schreibt. Tatsächlich antwortet ihr immer wieder jemand der mit „Der Leuchtturmwärter“ unterschreibt. Ellen versucht dem Geheimnis des Briefeschreibers auf die Spur zu kommen.

Fazit:
Dass die St. Peter-Ording-Romane von Tanja Janz mittlerweile eine meiner liebsten Roman-Reihen sind, hatte ich schon mehrfach erwähnt.
In diesem Buch gibt es – neben dem Kennenlernen der Krimi-Autorin Ellen – auch ein Wiedersehen (bzw. Wiederlesen) 2 Jahre später mit Martina und ihrem Mann Björn aus „Friesenknöllchen mit Meerblick“, deren Leben sich seither auch ziemlich verändert hat. Allein die Weiterentwicklung bereits bekannter Charaktere aus den vorherigen Romanen macht neugierig.
Das winterliche Cover mit Kerzenschein, Tee und den Ausblick auf die verschneiten Dünen vor dem Leuchtturm passt wieder perfekt zu den anderen Covern aus dieser Reihe und vermittelt, auch von der farblichen Gestaltung her, etwas Wärme im Winter – genau, wie auch diese wundervolle Geschichte.
Die insgesamt 299 Seiten sind aufgeteilt auf 16 Kapitel, Dankwort und das Rezept zu Martinas Neujahrskuchen mit Vanille-Sahne als besonderes Leckerli ;-).
Das Schriftbild ist sehr großzügig, die Kapitellänge war für meinen Bedarf manchmal ein wenig lang.
Tanja Janz gelingt es mit ihren St. Peter-Ording-Romanen immer wieder aufs Neue, den Leser quasi abzuholen und auf eine schöne Reise ins norddeutsche Seebad zu schicken, wo man sich einfach nur in eine tolle Geschichte hineinfallen lassen kann. Im Gegensatz zu den bisherigen drei Romanen aus dieser Reihe ist hier ein wenig mehr Romantik eingeflossen, jedoch ohne dass die Story dadurch irgendwie kitschig wird.
Trotz der Vielzahl der mitwirkenden Charaktere, die allesamt nett und liebenswert gezeichnet wurden, verliert man nie den Überblick.
Durch die plastische Beschreibung von Landschaft, Örtlichkeiten bzw. Räumen und Düften, aber auch der Personen kann man sich perfekt in die Geschichte hineindenken.
Ein Roman zum Genießen und Wohlfühlen, der wieder Lust auf eine Reise nach St. Peter-Ording macht und vor Allem auch Vorfreude auf das nächste Buch dieser Reihe, das im Juli 2017 erscheinen wird.
Ich habe mich in dieser Story, mit Protagonisten, die ich viel zu schnell gehen lassen musste, wieder total gut aufgehoben gefühlt und hatte wirklich schöne Lesestunden mit diesem wunderbaren Winter-Roman – daher gibt es von mir hierfür 5***** Sterne 🙂