Kurz-Bericht zur Lesung von Florian Beckerhoff mit „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ am 19.10.2017 in Berlin

Am vergangenen Donnerstag, 19.10.2017, waren wir nach längerer Zeit mal wieder auf einer Lesung.

Facebook hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass eines meiner Wunschlisten-Bücher „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ durch den Autor Florian Beckerhoff persönlich in der Buchhandlung Thaer in der Bundesallee in Berlin-Friedenau vorgestellt wird.

Florian Beckerhoff ist der Autor des – mittlerweile auch verfilmten und bereits im TV ausgestrahlten – Bestsellers „Frau Ella“, den ich 2011 bereits gelesen hatte.

Kurzentschlossen reservierte ich telefonisch zwei Plätze und nach einem kurzen Gastspiel zu Hause machten wir uns dann auf dem Weg Richtung Friedenau – zuvor machten wir einen Abstecher nach Wilmersdorf, wo wir im „Alcatraz“ mexikanisch gegessen haben, gleich am Bundesplatz in einer netten Altbau-Gegend gelegen. Toll fand ich, dass dort ein wandernder Handwerksgeselle auf der Walz, die ja insgesamt 3 Jahre unterwegs sind, ohne sich ihrer Heimat nähern zu dürfen, seinen Spruch aufsagte und Geld für die Weiterreise und etwas zu Essen sammelte – da haben wir sehr gern gespendet, denn vor solchen Leuten habe ich großen Respekt. Seit einer ZDF-Vorabendserie in den 80ern fand ich das Thema sehr interessant. Dieser Handwerker kam vom Bodensee, war bereits 1,5 Jahre unterwegs und hatte als Ziel an der Ostsee Reetdachhäuser zu decken.

Weiter ging es dann nach Friedenau in die Buchhandlung Thaer. Ein netter, kleiner, etwas älterer Buchladen mit einem beeindruckenden Angebot an Romanen unterschiedlichster Genres, Kinderbüchern, Fachbüchern, Kalendern usw., der 2016 sogar den Deutschen Buchhandelspreis gewann. Der Autor, der selbst in Friedenau lebt, kam etwa zeitgleich mit uns an. Für die Lesungsbesuch standen Prosecco, Saft und Wasser bereit. Kurz nach 20 Uhr, nachdem die letzten Besucher eingetrudelt waren, begann dann die Lesung.

Der Autor erzählte ein wenig über die Entstehung des Buches, welcher Laden ihn inspirierte zu der Geschichte, wer der echte der Herr Haiduk ist und las dann knapp über 1 Std. aus seinem aktuellen Roman „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ vor, der am 09.10.2017 ganz frisch bei Harper Collins erschien und bisher nur auf der Frankfurter Buchmesse im Rahmen einer Lesung vorgestellt wurde.

Der Roman hat sowohl etwas Zauberhaftes als auch Skurriles: Ein ganzer Kiez macht sich auf die Suche nach einem Lotto-Gewinner, der seine Zahlen in Herrn Haiduks Laden getippt und dann den Tippschein vor dem Laden verloren hat. Ausgerechnet eine bis dahin sehr schüchterne Kundin, die Studentin Alma, traut sich, bei Interviews herauszufinden, wer der rechtmäßige Gewinner sein könnte und wer überhaupt so viel Glück verträgt. Man lernt eine Menge Nachbarn kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Nach der Lesung plauderte der Autor noch über sein parallel erschienenes erstes Kinderbuch und über seinen Wechsel zum Verlag Harper Collins und die Entstehung des wirklich wunderschönen Covers, das gar nicht besser zum Roman passen könnte und an dessen Entwicklung er sogar mitgewirkt hat und er beantwortete Fragen der Lesungsbesucher.

Es war mal wieder ein toller und interessanter Lesungsabend und wir halten jetzt mal wieder die Augen offen nach weiteren Lesungen, die für uns in Frage kommen.

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Review zur Lesung von Kerstin Hohlfeld – „Morgen ist ein neues Leben“ am 14.11.2015 in Berlin

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imageGestern, Samstag, 14.11.2015, fand in der niedlichen, kleinen Buchhandlung „Die Buchfinken“ in Berlin-Steglitz – abseits der Steglitzer Shopping-Meile – die Lesung zu Kerstin Hohlfelds neuem Roman „Morgen ist ein neues Leben“ statt.

Für die Premierenlesung hatte Kerstin seinerzeit, am 08.10.2015, die „Buchhandlung Walther Specht“ in Rathenow gewählt, so dass das Buch nun erstmals offiziell in Berlin – einem der beiden zentralen Orte der Handlung – einem kleinen Publikum vorgestellt wurde – fast in heimeliger Wohnzimmer-Atmosphäre. Die beiden netten Buchhändlerinnen begrüßten die Besucher freundliche und reichten vor der Lesung Säfte und Wasser.

Um 15 Uhr begann die ausverkaufte Lesung und Kerstin startete damit, erstmal über die Entstehung des Buches und vor Allem auch über den 2. Hauptort der Roman-Handlung, der malaysischen Insel Langkawi, ein wenig zu berichten. Sie war selbst erst vor Kurzem bereits zum 2. Mal auf dieser Insel und man merkt in ihren Erzählungen die besondere Liebe zu diesem Land und vor Allem auch der exotischen Tierwelt dort, von der sie auch während der Lesung immer wieder Fotos herumreichte und Anekdoten ihrer eigenen Reisen auf diese Insel anbrachte.

imageDie Handlung des Romanes beginnt in Berlin und handelt von Tanja, die kurz vor ihrem 30. Geburtstag (der ja ein Wendepunkt im Leben vieler Menschen – und vor Allem Frauen ist) merkt, dass sie mit ihrem Leben eigentlich nicht so zufrieden ist und irgendwo darin eine ganz große Lücke spürt: Sie ist Kassiererin in einem Supermarkt, leidet unter Übergewicht, lebt in einer Souterrain-Wohnung bei ihren Großeltern (die Oma ist eine erfolgreiche Ärztin) und vermisst ihre Mutter, die gestorben ist, als Tanja noch ein Kind war. Oder etwa nicht? Sie bekommt ungewollt ein Streitgespräch zwischen ihren Großeltern mit, in dem der Großvater seine Frau beschuldigt, Tanja die Mutter „unterschlagen“ zu haben. Tanja ist vollkommen vor den Kopf gestoßen von solchen Neuigkeiten und macht sich im Hause ihrer Großeltern auf die Suche nach Beweisen und wird schnell fündig in Form von Briefen ihrer Mutter, Absender-Adresse auf der malaysischen Insel Langkawi, an die Familie in Berlin. Tanja hält nichts mehr zu Hause und sie begibt sich auf eine große Reise auf die Suche nach ihrer Mutter – und vielleicht auch zu sich selbst.
Kerstin Hohlfeld betonte, dass es sich bei diesem Roman nicht um eine Love-Story handelte – der Auszug aus dem Buch verriet aber, dass es sich dennoch um eine sehr gefühlvolle Geschichte handelt.

Ich freue mich schon sehr darauf das Buch zu lesen, das ich fest in die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen eingeplant habe, wenn die Zeit der Weihnachtsromane vorüber ist.

Neben diesem Roman stellte Kerstin Hohlfeld kurz das Buch „Berliner Geheimnisse“ vor – eine Art Reiseführer zu unbekannten Orten Berlins – der von der Berliner Morgenpost herausgegeben wurde und zu dem Kerstin selbst auch einen besonderen Ort beigesteuert hat.

Es war ein schöner, entspannter Lesungsnachmittag, an dem wir auch bereits bekannte Gesichter wieder getroffen haben.

Und „Morgen ist ein neues Leben“ kann ich nach dem, was ich bis jetzt daraus gehört habe, auf jeden Fall schon mal weiterempfehlen!

 

Review zur Lesung von Abini Zöllner – „Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten“ am 28.10.2015 in Berlin

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imageimageNachdem wir jetzt längere Zeit nicht mehr auf Lesungen waren, gibt es nun heute endlich mal wieder einen Lesungsbericht von mir.

Am gestrigen Mittwoch, 28.10.2015, fand um 19:30 Uhr in der legendären Karl-Marx-Buchhandlung in Berlin-Mitte – deren Exterieur manchen zumindest aus dem Film „Goodbye Lenin“ bekannt sein dürfte – eine Lesung von Abini Zöllner statt.

Ich hatte ja gerade erst vor ein paar Wochen ihre Biographie „Schokoladenkind“ gelesen und rezensiert und war da schon vollkommen begeistert von ihrem mitreißenden Schreibstil und ihrer Sprache und hatte direkt ihr neues Buch auf meine Wunschliste gesetzt: „Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten“ – ein Kurzgeschichten-Band, der sich auf humorvolle Weise mit den Schlafproblemen der Autorin, die im täglichen Leben Redakteurin und Kolumnistin bei der „Berliner Zeitung“ ist, beschäftigt. Aus diesem Buch wurde auch bei der Lesung vorgetragen.

Vorher wollten wir eigentlich noch ins fast benachbarte „Café Sibylle“ – gleichnamig mit DER Frauenzeitschrift der ehem. DDR), das auch ein kleines DDR-Museum beherbergt und absolut retro ist. Doch leider schloss das Café natürlich ausgerechnet an jenem Abend wegen einer Grundreinigung die Türen bereits um 19 Uhr, so dass wir leider nur einen ganz kleinen Einblick in diese sicherlich interessante Location bekamen.

Bis zum Einlass sind wir dann noch ein wenig die architektonisch sehr beeindruckende Karl-Marx-Allee hoch und runter gewandert, die gesäumt ist von Bauten im „Zuckerbäcker-Stil“ – irgendwo zwischen Bauhaus, Stalinismus und Art Déco – eine spannende Gegend, die allerdings – zu unserer Enttäuschung – wirklich eine gastronomische Einöde ist 😉 – aber gern würde ich in diese Ecke Berlins mal eine Zeitreise machen in die Zeit vor der Wende.

Die dunklen Holz-Bücherregale in der ehem. Buchhandlung, die heute nur noch als Literatur-Salon bzw. für Veranstaltungen und Filmaufnahmen dient, gehen in die Wandvertäfelung über und sind bestückt mit unzähligen Gebraucht-Büchern, die wohl als Deko dienen. In den Räumlichkeiten gibt es eine kleine Bar, an der es vor der Lesung Wasser und auch Wein gab.

imageimageKurz nach 19:30 Uhr begann dann die Lesung, die Abini Zöllner mit einer kurzen Vorstellung des Buches und darüber, wie dieses Buch entstanden ist, sowie einem kleinen, sehr schön zusammengeschnittenen Einspielfilm über die Nächte in Berlin einleitete. Dann folgten die ersten Kapitel aus dem Buch, die Abini Zöllner mit ihrer angenehmen Stimme vortrug und das Publikum der sehr gut besuchten Lesung mitriss und immer wieder zum Lachen brachte mit ihrer humorvollen Art.

Aber auch traurige Kapitel, wie die nächtliche Todesnachricht von Abinis über alles geliebter Mutter – liebevoll Mamel genannt – werden erwähnt. Hierzu hat Abini Zöllner einen wundervollen, mit viel Herz und Seele gestalteten Einspielfilm als Hommage an ihre Mutter gezeigt, der mich zu Tränen gerührt hat. Man merkt der Autorin an, welch große Lücke sie in ihrem Herzen hinterlassen hat. Schon als ich „Schokoladenkind“ gelesen habe, habe ich gedacht, wie stolz Abini Zöllner sein kann auf ihre so liebevolle Mamel – denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sowas leider nicht immer selbstverständlich ist. Natürlich werden auch Abinis Mann Tommy und ihre Kinder Rubini und Raoul in dem Buch ebenfalls immer wieder herzlich erwähnt.

Mit einer großen Portion Humor, aber auch mit viel Stolz geht Abini Zöllner – zu Recht – mit ihrer Hautfarbe um, einem Geschenk aus den Genen ihres Vaters, die aber, wie sie in einem Kapitel mit Augenzwinkern verrät, schon oft zu Verwechslungen geführt hat und womit sie in Deutschland für eine Ausländerin – oder im Ausland für eine Einheimische – aber auch Kellnerin, Verkäuferin usw. gehalten wurde.

Die Gäste der Lesung bekamen an diesem Abend sehr viele abwechslungsreiche Geschichten aus einem tollen, sehr schön aufgemachten Buch geboten – von den über 60 kleinen Kapiteln des Buches (die sich durchaus eignen, um sie selbst in schlaflosen Nächten zwischendurch zu lesen 😉 ) wurden 18 vorgetragen und es gab sogar noch Zugaben. Man hätte ewig zuhören können.

Abini Zöllner ist genau so, wie ich sie nach der Lektüre von „Schokoladenkind“ eingeschätzt habe: Eine sehr offene, ehrliche und herzliche Person mit einem ansteckenden Lachen und einem großen Herzen, die man einfach auf Anhieb gern hat :-). Sie steht mit beiden Beiden fest im Leben, ist sehr natürlich und nicht abgehoben und eine hellwache Persönlichkeit ;-). Ich habe mich sehr gefreut, dass ich sie an diesem Abend persönlich kennenlernen durfte und sie auch noch Zeit für ein kurzes Gespräch hatte und meine beiden Bücher von ihr mit einer so netten Widmung signiert hat.

Und um eines beneide ich sie ein klein wenig – und zwar um ihren Job, der auch immer mein Traumjob war und den ich mir durchs Bloggen wenigstens noch zu einem kleinen Teil erfüllen kann …

Danke für diesen wirklich tollen Lesungsabend – ich hoffe sehr, dass es ganz bald Nachschub gibt mit lesens- und hörenswerten Geschichten in dieser Art 🙂

10. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autor: Martin Krist

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Am gestrigen Freitag-Abend, 20.03.2015, war es endlich soweit: Im Rahmen des 1. Literatur-Salons 2015 und damit insgesamt dem 10. stellte der Thriller-Autor Martin Krist bei Kerstin Hohlfeld seinen neuen Roman „Engelsgleich“ vor!
Beim 9. Literatur-Salon am 05.12.2014 konnte ich selbst leider krankheitsbedingt nicht dabei sein und verpasste damit die Lesung von Carolin Birk (alias Katharina Wieker), die damals aus dem gemeinsamen Roman mit Fanny Wagner (aka Hermien Stellmacher, die ebenfalls krankheitsbedingt absagen musste) „Überwiegend fabelhaft“ vortrug.

Die Lesung von Martin Krist war eigentlich bereits für den 27.02.2015 vorgesehen gewesen, musste jedoch leider damals aufgrund Krankheit und mangelnder Stimme des Autors verlegt werden.

imageimageWie immer begrüßten Kerstin und ihr Mann Thomas die Gäste wieder herzlich und man hatte bei einem Begrüßungsgläschen Wein Gelegenheit, die anderen bereits bekannten Gäste und den Autor himself zu begrüßen (der heute übrigens weibliche Verstärkung in Form seiner netten Freundin Antje dabei hatte) und neue Gesichter, die bei den letzten Lesungen noch nicht dabei waren, kennenzulernen. Im Anschluss ging es in den „Salon“, wo zuerst Kerstin die Gäste nochmals offiziell begrüßte und nach ein paar Fragen an den Autor dann auch die eigentliche Lesung startete. Kerstin erinnerte nochmal daran, dass Martin Krist ja im Januar 2014 bei ihr bereits „Drecksspiel“ im Rahmen des Literatur-Salons präsentiert hatte.

Kerstin’s jüngste Tochter Mia, die die Lesungen sonst mit einem kleinen Blockflöten-Konzert einleitet, hatte für diesen Abend andere Pläne und war dieses Mal nicht dabei.

Martin Krist plauderte  zunächst ein wenig über seinen Tagesablauf als Autor, dem Zustandekommen seiner Ideen und seines Pseudonyms sowie weiterer Pseudonyme in anderen Genres und begann dann, aus seinem Buch vorzutragen. Dieses Mal hatte er sich ein besonderes Goodie einfallen lassen: Bei der Premiere seines Buches wurde er seinerzeit begleitet von einer Schauspielerin, die den weiblichen Teil der Geschichten gelesen hat. Diesen Part übernahm gestern Abend nun Kerstin’s älteste Tochter Nina, die selbst Schauspielschülerin ist. Dieses Wechselspiel beim Vortragen der Szenen aus dem Buch war wirklich nochmal ein besonderes Highlight und absolut noch eine Bereicherung für die Lesung. Nina hat die weiblichen Rollen sehr überzeugend vorgetragen und sie wäre die Idealbesetzung für das Einlesen des Hörbuches zu „Engelsgleich“.

Der Thriller „Engelsgleich“, der am 05.12.2014 im Ullstein-Verlag erschienen ist, ist die Fortsetzung zu „Drecksspiel“, erschienen im Oktober 2013. Die Besonderheit an dieser Fortsetzung ist allerdings, dass sie in der Vergangenheit spielt und über die Vorgeschichte des „Problemlösers für alle Fälle“, David Gross, berichtet, der in „Drecksspiel“ einer der Hauptprotagonisten ist. Auch mit Kommissar Paul Kalkbrenner, der in den Romanen „Wut“, „Trieb“ und „Gier“ von Martin Krist bereits ermittelte, gibt es in „Engelsgleich“ ein Wiederlesen ;-).

Die Szenen waren bestens ausgewählt, um Spannung zu erzeugen und neugierig zu machen, wie es weitergeht – auch, wenn es teilweise recht grausam zuging.

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Mehr über die Romane und die schriftstellerische und journalistische Arbeit von Martin Krist sowie Interviews kann man auch auf seiner wirklich tollen und informativen Homepage finden: http://www.martin-krist.de/startseite.html.

Nach der Lesung gab es zunächst noch Gelegenheit die beiden Bücher „Drecksspiel“ und „Engelsgleich“ zu erwerben und signieren zu lassen.
Danach stürzten alle zum abermals perfekt gelungenen vegetarischen Buffet, das  laut Kerstin dieses Mal eine kleine kulinarische Weltreise darstellte und neben Indien und Mexiko auch ans Mittelmeer führte.
Zudem versorgte Thomi die Gäste mit köstlichen Hemingway Sour  – dem Lieblingscocktail von Martin Krist.

Der Abend klang dann so langsam bei tollen, kultivierten Gesprächen mit lieben Gästen und den ersten Planungen für Lesungen auf unserer Gemeinschaftsdachterrasse  aus, das macht Vorfreude auf den Sommer 🙂

Die Gäste, die es noch ein wenig länger ausgehalten hatten, wurden zum Abschluss noch belohnt mit einer sarkastischen Kurzgeschichte aus dem voraussichtlich im Dezember 2015 erscheinenden Kurzgeschichten-Band um Kommissar Kalkbrenner.

Wir waren noch total geflasht und aufgekratzt als wir nach Mitternacht nach Hause kamen von diesem tollen Abend!

Danke an Martin Krist für die spannende Lesung und Nina Hohlfeld für ihren Beitrag zu diesem tollen Abend; Kerstin und Thomi für ihre ganz besondere Gastfreundschaft – bei Euch muss man sich einfach wohlfühlen, es war wieder perfekt :-); an die anderen Gäste (hier especially meine liebe Ivy, Claudia, Horst, Ricarda, Renate, Monika …) für die netten Gespräche. Ich freue mich immer wieder auf’s neue auf diese Lesungsabende 🙂

Die professionellsten und tollsten Fotos zu diesem Abend überhaupt findet Ihr auf der Facebook-Seite von Horst Osinski – der beste Fotograf ever: https://www.facebook.com/horstpm.osinski/posts/436080659881517.

Ein weiterer Bericht zur Lesung gibt es bei den Stutzkes vom Blog „Lesendes Katzenpersonal“ unter dem Link: http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2015/03/lesung-martin-krist-las-aus-engelsgleich.html.

Die Vorfreude auf den nächsten Literatur-Salon, der hoffentlich nur allzu lange auf sich warten lässt, ist bereits da …

 

8. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autorin: Beate Rösler

 

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Am gestrigen Freitag-Abend, 07.11.2014, fand der 8. Literatur-Salon bei der lieben Kerstin Hohlfeld in Berlin statt.
Nachdem wir ja vergangenen Dienstag schon im grandiosen und unvergleichlichen Konzert von „Foreigner“ im Admiralspalast waren, gleich noch eine weitere schöne Veranstaltung diese Woche 🙂

Der Abend stand diesmal unter dem Thema „Indien“, weil die vorlesende Gast-Autorin, Beate Rösler, die Gäste an jenem Abend mit ihrem Debüt-Roman „Die Reise des Elefantengottes“ literarisch dorthin entführte 😉
Und auch die liebe Kerstin hatte sich für diesen Abend kulinarisch auf das Thema eingestellt, wie man schon an den tollen Gewürz-Düften beim Hereinkommen bemerken konnte – hmm …

Nach einem leckeren Begrüßungsglas Rosé-Wein, wobei man in großer Runde rund um den Küchentisch die anderen anwesenden Gäste begrüßen konnte, ging es dann ins Wohnzimmer – dem räumlichen Literatur-Salon sozusagen 😉

imageimageDieses Mal spielte Kerstin’s Tochter Mia zur Einleitung der Lesung wieder ein paar Stücke auf ihrer Block-Flöte und erntete großen Applaus.
Kerstin begrüßte Beate Rösler herzlich und verlor mit ihr zunächst noch ein paar Worte über ihren Roman und ihre Motivation für dieses Buch.
Im Leben von Beate Rösler gibt es auch einige kleine Parallelen zum Roman, auch, wenn es sich hier nicht um einen autobiographischen Roman handelt: Wie die Protagonistin Asha Ende der 60er Jahre in Berlin lebte, so studierte Beate Rösler selbst in den 80er Jahren in Berlin und lernte hier ebenfalls das WG-Leben kennen – wenn jedoch natürlich nicht, wie ihre Roman-Figur Asha – eben das typische 68er Kommunen-Leben 😉
Auch Beate Rösler hat einige Jahre in Neu Delhi gelebt, wo sie am dortigen Goethe-Institut indischen Sprachschülern die deutsche Sprache gelehrt hat – aktuell lebt sie nun jedoch in Hanoi/Vietnam und ist dort ebenfalls für das Goethe-Institut als Lehrerin im Auftrag der deutschen Sprache im Einsatz.

imageDer Roman von Beate Rösler ist sehr emotional und schafft es, mit viel Gefühl nicht nur eine geheimnisvolle Familiengeschichte, sondern auch politische, sozialkritische und religiöse Themen zwischen den Buchseiten zu vereinen. Asha’s Tochter Priyanka, die ihrer depressiven Mutter niemals Information über deren Herkunft und deren Familie entlocken konnte, versucht 2009 auf eigene Faust in Neu Delhi, mit einem Ticket, das ihr Mann ihr zum Geburtstag geschenkt hat, den Geheimnissen um Asha’s Familie auf die Spur zu kommen.
Beim Vortragen einiger Passagen aus dem Roman, merkte man der sympathischen Autorin Beate Rösler die Liebe zum Land Indien und ihre besonderen Kenntnisse über dieses Land, wie sie nur jemand haben kann, der sich längere Zeit dort aufgehalten hat, an – selbst, wenn sie von einigen Unwägbarkeiten, wie verunreinigtes Leitungswasser, die unglaubliche Bevölkerungsdichte usw. berichtete.
Mehr über dieses Buch und die Autorin ist auf der Internet-Seite des Aufbau-Verlages zu finden: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/die-reise-des-elefantengottes.html.

Kerstin und Thomi hatten sich für ihre Gäste wieder besonders große Mühe gemacht und ein wunderbares vegetarisches Buffet gezaubert, zu dem auch zwei köstliche warme Curry-Gerichte aus Indien (Kichererbsen-Curry sowie ein Curry mit roten Bohnen und dazu ein Nuss-Reis) sowie viele Fingerfood-Spezialitäten anderer Nationalitäten gehörten. Danke wie immer für Eure Mühe – Ihr seid einfach tolle Gastgeber ❤

Wir haben den Abend wieder bei tollen Gesprächen mit lieben Menschen, von denen wir manche erst bei der letzten Lesung kennengelernt haben und so richtig doll ins Herz geschlossen haben, ausklingen lassen.

Sehr gefreut habe ich mich, dass ich bei meiner lieben Kollegin und deren Freundin das Interesse für Lesungen geweckt habe und die Beiden sicherlich nicht zum letzten Mal mit von der Partie waren.

Ich freue mich, dass ich jetzt mit der besseren Kamera meines neuen IPhone 6 in der Lage bin, auch mal etwas bessere Fotos auf den Lesungen zu machen.

Einen weiteren Bericht zur Lesung könnt Ihr auch hier lesen: http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2014/11/lesung-beate-rosler-liest-in-kerstins.html.

Es war ganz einfach wieder ein toller Abend, auf dem wir viel Spaß und tolle Gespräche hatten und viele nette Menschen getroffen haben.

Mit ganz viel Vorfreude sehe ich dem nächsten Literatur-Salon am 05.12.2014 entgegen.

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Review zur Lesung zu „Sehnsucht ist ein Notfall“ von Sabine Heinrich am 14.10.2014 in Berlin

IMG_2012Endlich stand am letzten Dienstag – nach einmonatiger Lesungsabstinenz – mal wieder eine Lesung an – wir waren tatsächlich schon ein wenig auf „Lesungsentzug“, da wir, seit wir seit fast 1 J. in Berlin beheimatet sind, wirklich exorbitant viele Lesungen besucht haben – das Lesungsangebot ist hier im Vergleich zu Köln wirklich phantastisch 🙂
Noch dazu war dies jetzt eine Lesung, die ich schon länger anvisiert hatte und wo jetzt endlich alles passte:

IMG_2020IMG_2010Sabine Heinrich, Kult-Moderatorin im WDR-Radiosender 1Live und TV-Moderatorin, las am vergangenen Dienstag, 14.10.2014, hier in Berlin im „Heimathafen Neukölln“ aus ihrem ersten Roman „Sehnsucht ist ein Notfall“.
Ich hatte großes Glück, dass ich dieses „Wunschlisten-Buch“ von mir zu meiner größten Freude beim „Welttag des Buches“ gewonnen habe – muss aber gestehen, dass ich es vor lauter Rezensionsexemplaren leider selbst noch nicht lesen konnte bis jetzt und ich besonders happy war, jetzt etwas von der Autorin persönlich aus diesem Roman vorgetragen zu bekommen.

Wer sich den „Heimathafen Neukölln“ als irgendetwas Nautisches oder Maritimes vorstellt, der ist sozusagen „auf dem falschen Dampfer“. Der „Heimathafen Neukölln“ ist ein faszinierender, historischer Saalbau – in einem Hinterhof gelegen – der über zwei mit Stuck, Vertäfelungen und Deckenmalereien verzierten Veranstaltungssälen verfügt. Wer mehr über diese interessante Location, seine Historie und seine aktuellen Veranstaltungen erfahren möchte, informiert sich am besten auf der Homepage: http://www.heimathafen-neukoelln.de.

Kurz nach 20 Uhr ging es los – Sabine Heinrich, die wir kurz vorher auch schon draußen gesehen hatte, begrüßte ihre Lesungsgäste professionell und freundlich – woran man gleich, dass sie eine geübte und perfekte Moderatorin ist. Sabine Heinrich ist in Nordrhein-Westfalen, wo wir ja bis letztes Jahr – ebenso wie Sabine jetzt – noch in Köln gelebt haben, eine absolute Institution mit Kult-Status.
Leider waren aufgrund des Fußball-Länderspieles Deutschland gegen Irland nicht so viele Besucher da, wie es dieser tollen Lesung gebührt hätte (oh je, ich weiß ja, dass eine sehr altmodische Ausdrucksweise ist 😉 …).

Sabine Heinrich begann dann, nach einer kurzen Einleitung zur Story, die übrigens zum Teil sogar autobiographisch ist, aus ihrem Buch vorzutragen.
Wie auch in diesem Buch die Oma von Eva, hat Sabine’s Oma an einem Silvester-Tag im Alter von 79 Jahren entschieden, den Opa zu verlassen und nochmal neu durchzustarten mit eigener Wohnung und eigenem Leben. Dies ist aber auch schon alles Autobiographische in diesem Buch und Sabine’s Oma fand es wohl sehr schade (O-Ton), dass sie ansonsten, wie ihre Enkelin ihr vorab berichtete, nichts mit der Oma im Buch zu tun hatte.
Oma und Eva im Buch – wovon sich Eva ebenfalls im Gefühlschaos (allerdings zwischen zwei Männern) befindet – entscheiden sich spontan zu einem Roadtrip ans Meer, der sie Anfang Januar nach Elba führt.
Der Schreibstil von Sabine Heinrich ist locker und authentisch, aber auch mitreißend – kein bisschen gestelzt – und sie hat eine tolle Art, ihre Leser mit in die Geschichte einzubeziehen und auf diesen Roadtrip mitzunehmen. Wenn sie in ihrem ehrlichen Ruhrpott-Dialekt vorträgt ist, ist das so, als erzählt eine gute Freundin die aktuellen Geschehnisse in ihrem Leben weiter an andere gute Freunde und man käme keine Sekunde lang auf die Idee, dass es nicht in Wirklichkeit genauso passiert ist.
Man hätte ihr noch ewig zuhören können – die Mischung aus Passagen aus dem Buch und Erzählungen von der Entstehung des Buches und der Recherche-Reise nach Elba war einfach perfekt.

IMG_2021IMG_2022In der Lesungspause ging Sabine Heinrich durch den Saal, begrüßte Ihre Lesungsgäste persönlich, fragte wie es ihnen gefällt und plauderte ein wenig mit den Gästen.
Sie hat wirklich eine ganz bezaubernde Art und auch nach der Lesung – die wirklich ganz toll war – hatte man noch Gelegenheit, ein wenig mit Sabine Heinrich zu plaudern und sich das Buch signieren zu lassen.
Dabei verriet sie, dass sie aktuell an ihrem zweiten Roman arbeitet und auch, dass es Oma und Opa in ihrem neuen Leben beiden sehr gut geht.
Ich freue mich schon auf weitere Romane und vor Allem weitere Lesungen von und mit Sabine Heinrich!!!
Es war wirklich ein toller, unvergesslicher Abend – Danke dafür, liebe Sabine 🙂

Wer noch mehr über das Buch und seine Autorin erfahren möchte, kann das auf der Seite des Verlages: http://www.kiwi-verlag.de/buch/sehnsucht-ist-ein-notfall/978-3-462-04621-2/.

Weitere Lesungstermine von Sabine – die Ihr Euch wirklich nicht entgehen lassen solltet – findet Ihr unter diesem Link: http://tomprodukt.de/tourplan/aktuell/sabine-heinrich#sabine-heinrich.

 

 

 

Review zur Lesung zu „Coole Eltern leben länger“ von Wladimir Kaminer am 14.09.2014 in Berlin

imageAls ich erfuhr, dass es wieder ein neues Buch von Wladimir Kaminer geben wird, war für mich klar, dass wir auch endlich mal wieder eine seine Lesungen besuchen werden.

imageimageIch muss dazu sagen, dass wir sind Fans von Wladimir Kaminer der 1. Stunde sind und schon 2002 seine Lesungen besucht haben, als er gerade mal zwei Bücher veröffentlicht hatte und noch eher schüchtern seine Geschichten vorgetragen hat.

Am vergangenen Sonntag, 14.09.2014, war es dann um 20 Uhr soweit: Im BKA-Theater auf dem Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg (gleich zwischen „Mustafa’s Gemüse-Kebab“ und „Curry 36“) fand die Lesung zu seinem neuesten Werk „Coole Eltern leben länger“, in dem er augenzwinkernd über die Pubertät seiner beiden Kinder Sebastian und Nicole (die übrigens einen Tag später, wie er den Gästen verriet, ihren 18. Geburtstag feierte) schreibt. Ganz spannend, wie ich finde, denn schließlich hat Wladimir Kaminer seine Leser auch immer am Leben seiner Kinder teilhaben lassen: Von lustigen Erkenntnissen seiner Tochter im Kleinkindalter in den Schönhauser Allee-Arkaden (Einkaufszentrum), über die Einschulung, den Wechsel der Kinder auf’s Gymnasium, Schulausflüge, Übernachtungsbesuche anderer Kinder, gemeinsame Familien-Urlaube usw.

Das BKA-Theater liegt in der 5. Etage eines gewerblichen Gebäudes, verfügt über Bestuhlung mit Tischen, Bar sowie Getränke-Bedienung (es gab sogar Cocktails) am Platz und ist normalerweise Heimat von lokalen Kabarett-Veranstaltungen. Zudem ist es Partner des Gutscheinbuches, so dass wir zwei Tickets zum Preis von einem bekommen haben. Mehr über das Theater findet Ihr auf deren Web-Site: http://bka-theater.de/. Falls sich jemand wundert, dass es hier keine Fotos von der Lesung selbst gibt: Es herrschte absolutes Fotografier- und Film-Verbot, woran sich auch leider alle gehalten haben. Hängt wohl mit den Veröffentlichungs- und Urheberrechten des Theaters zusammen – schade  😦 …

Kurz nach 20 Uhr – nachdem alle Besucher auf ihren Plätzen und mit Getränken versorgt waren – begann die Lesung.
Was ich bei Wladimir Kaminer schon immer ganz toll finde, ist, dass er nicht nur aus seinem aktuellen Buch vorliest (was zum Zeitpunkt der Lesung eh schon die meisten Besucher kennen), sondern auch immer neue Geschichten am potenziellen Leser „ausprobiert“, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. So las er im 1. Teil der Lesung im Wechsel Geschichten aus „Coole Eltern leben länger“ und über seine 83jährige Mutter, über die er aktuell gerade ein Buch schreibt.

Wladimir Kaminer ist einfach göttlich und es ist ein Riesenspaß, ihm zuzuhören, wie er mit seinem äußerst charmanten russischen Akzent seine Sicht über alltägliche (oder auch nicht ganz alltägliche) Begebenheiten in Worte fasst. Wer nichts mit seinen Geschichten anfangen kann, sollte unbedingt mal eine seiner Lesungen besucht haben, denn man muss ihn einfach gehört und gesehen haben!
Wir haben so wahnsinnig viel gelacht an dem Abend – es war wirklich toll!!!
Nach der Pause hat er dann nur noch unveröffentlichte Geschichten vorgetragen, weil er sogar das Lese-Exemplar seines neuesten Buches in der Pause verkauft hatte 😉

Es macht immer wieder Spaß seine Lesungen zu besuchen und ich freue mich schon auf weitere Lesungen von ihm!
Besucht doch bis dahin mal seine wirklich tolle Internet-Seite – auf der gibt es u. a. Audio-Dateien mit seinen Geschichten, die man einfach nur anklicken muss: http://www.wladimirkaminer.de/.

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7. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autorin: Gabriella Engelmann

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Juchu – am vergangenen Freitag, 29.08.2014, war es mal wieder soweit: Der 7. Literatur-Salon von Kerstin Hohlfeld, mit der vor Allem durch ihre Nordsee-Insel-Romane beliebten Autorin Gabriella Engelmann aus Hamburg, fand statt.

An einem lauen Spätsommer-Abend machten wir uns gut gelaunt auf den Weg.

Schon vor der Lesung hatte man Gelegenheit bei einem köstlichen Glas Wein das Wochenende einzuläuten und nette Gespräche zu führen, alt bekannte Gesichter wieder zu begrüßen und neue Leute kennenzulernen.
Auch weitere Autorinnen (Katharina Wieker, Micaela Jary, Sabine Bürger und Tania Krätschmar – letztere habe ich nun auch endlich mal persönlich kennenlernen dürfen) bereicherten die gemischte Runde an dem Abend.

Ich hatte das große Glück, Gabriella Engelmann bereits 2013 kurz auf der Leipziger Buchmesse persönlich kennenzulernen und somit war es beiderseits ein freudiges Wiedersehen. Gabriella ist eine sehr aktive Autorin, die Kontakte zu Leser(inne)n auch intensiv über soziale Netzwerke wie Facebook pflegt. Auch Gabriella’s ständige Begleiterin, das niedliche Plüsch-Schaf Emmi, war am Freitag mit von der Partie ❤

IMG_1940IMG_1938Vor Beginn der eigentlichen Lesung begrüßte Kerstin Hohlfeld ihre dieses Mal besonders zahlreich erschienenen Gäste und verriet, dass dies sozusagen ihr „Jubiläums-Lesesalon“ sei, da sie fast genau vor 1 Jahr ihren ersten Lesesalon (damals mit Tanja Wekwerth als Gast-Autorin) abhielt und sich ihre private Literatur-Veranstaltung seither zu einem richtigen „Bestseller“ entwickelt hat. Das sonst übliche Blockflöten-Konzert von Kerstin’s jüngster Tochter fiel dieses Mal aus, weil sie wohlverdient – so kurz nach Schulbeginn – nochmal das angenehme Wetter im Schwimmbad genießen wollte 😉

Gabriella Engelmann stellte sich und ihre Insel-Romane kurz vor und begann mit ihrer ca. 45-minütigen Lesung, in der sie uns Kapitelausschnitt um Kapitelausschnitt mit der Protagonistin, deren Vorgeschichte und einigen Besonderheiten auf der Insel Föhr, wie z. B. den spukenden kleinen Inselgeistern, mit denen man es sich nicht verscherzen sollte ;-), bekannt machte und uns in ihren Roman eintauchen ließ. Mit ihrem lebhaften Erzählstil und detaillierten Beschreibungen riss sie uns alle mit und machte Lust auf einen Kurz-Urlaub auf Föhr 🙂
Mehr über Gabriella Engelmann, die außerdem auch ganz tolle Jugendbücher veröffentlicht hat, und ihre Romane findet man auf ihrer Homepage: http://www.gabriella-engelmann.de/willkommen.html.

Im Anschluss stellte sie uns dann noch ein Kapitel aus ihrem im Frühjahr 2015 erscheinenden Roman vor, in dem man alte Bekannte wiedertreffen kann …

Nach der Lesung signierte Gabriella bereitwillig alle mitgebrachten Bücher von ihr. Da ich noch 10 unsignierte Bücher von ihr hatte und ich nicht alle mitschleppen wollte (Gabriella sollte ja auch noch was anderes vom Abend haben), habe ich nur die beiden neuesten zum Signieren mitgebracht und freue mich über zwei sehr nette persönliche Widmungen 🙂

IMG_1946IMG_1944Danach wurde dann das wie immer, sehr leckere und ideenreiche vegetarische Buffett geplündert, wo einige noch unbekannte Köstlichkeiten auf uns warteten. Mein ganz persönlicher kulinarischer Favorit war an diesem Abend die köstliche Kürbis-Walnuss-Quiche. Auch von der selbst gemachten Tomatenpaste kann man nie genug bekommen …
Kerstin und ihr Mann Thomas sind so tolle, liebenswerte Gastgeber, die sich immer so viel Mühe machen – Danke an dieser Stelle für die immer wieder bezaubernden Abende bei Euch ❤

Rund ums Buffett entstanden die nettesten und interessantesten Gespräche und ich habe mich ganz riesig gefreut, da ich ja noch nicht so ultra-lange in Berlin lebe, wieder neue, unglaublich nette Kontakte geknüpft zu haben und natürlich auch bekannte Kontakte pflegen zu können.

Einen weiteren Bericht zur Lesung – mit vielen tollen, professionellen Fotos (ich bin ja immer nur mit der IPhone-Kamera unterwegs) könnt Ihr auch hier lesen: http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2014/08/lesung-gabriella-engelmann-liest-in.html.

Es war wieder ein rundum gelungener und toller Abend, von dem ich bis zum nächsten Lesesalon zehren werde.
Eine Veranstaltung, auf die ich mich immer wieder freue 🙂

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Review zur Buch-Vorstellung „Silicon Wahnsinn“ von Katja Kessler am 28.08.2014 in Berlin

IMG_1936IMG_1929Manchmal beschert einem die Aufmerksamkeit im Leben dann einfach mal ganz spontan einen schönen und amüsanten Lesungsabend – so geschehen am letzten Donnerstag 🙂

Mittags entdeckte ich zufällig auf Facebook, dass Katja Kessler am gleichen Abend im Kulturkaufhaus Dussmann auf der Friedrichstraße in Berlin-Mitte ihr aktuelles Buch „Silicon Wahnsinn – Wie ich mal mit Schatzi nach Kalifornien“ auswanderte“ vorstellte. Da ich das Buch aktuell gerade lese (bin im Endspurt), war es naheliegend, die Veranstaltung zu besuchen 🙂

Wer das Kulturkaufhaus Dussmann nicht kennt, hat sozusagen Berlin verpennt – zumindest, wenn man zu den Kulturliebhabern – especially im Bereich Literatur und Musik (Klassik, Jazz etc.) und auch Film – gehört.
Eine absolute Institution in zentraler Filetstück-Lage auf der Berliner Friedrichstraße, eine Mega-Produkt-Auswahl – trotz des Riesen-Angebotes nicht unübersichtlich (übrigens auch eine sehr schöne Papeterie) und absolut sensationelle Öffnungszeiten (Mo. bis Fr. 9-24 Uhr, Sa. 9-23.30 Uhr) – siehe auch die Website: http://www.kulturkaufhaus.de/de/.

Die Buchvorstellung, in Zusammenarbeit mit dem Ullstein-Verlag, zudem auch der Marion von Schröder-Verlag gehört, in dem das Buch veröffentlich wurde, fand statt im Basement auf der Kulturbühne bei Dussmann – gleich neben dem tollen Café, das ich bisher auch noch nicht kannte, weil mich zuvor noch nichts ins Basement verschlagen hatte 😉

IMG_1931IMG_1935Nach einer Ankündigung der zuständigen Verlagslektorin des Ullstein-Verlages begann auch Katja Kessler gleich damit, aus ihrem Buch vorzutragen und die Lesungsgäste mit kurzen Einblicken über die Kurzzeit-Auswanderung der Familie (Katja, Schatzi und 4 Kinder zwischen 4 und 10 J.) an sich und vielen damit verbundenen Anekdoten amüsant zu unterhalten. Da ich das Buch gerade selbst lese und auch noch eine Rezension schreiben werde, folgt an dieser Stelle daher auch noch kein ausführlicher Bericht zum Buch von mir ;-), aber wie die beiden anderen Bücher über Katja Kessler’s Leben mit Schatzi, so kann ich auch dieses unterhaltsame Buch auf jeden Fall empfehlen – und lest die anderen vorher auch noch, wenn Ihr sie noch nicht kennt.

Nach der Lesung hatten die Besucher noch die Gelegenheit, der Autorin ihre Fragen zu stellen. Diese Fragerunde wurde durch ein paar humorige Fragen von „Schatzi Kessler“ himself, der der Allgemeinheit besser bekannt ist unter dem Namen Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD, aufgeheitert wurde.

Außerdem konnte man Katja Kessler’s Bücher erwerben und von ihr signieren lassen. Ich hab die Chance gerne für das aktuelle Buch und sowie das erste Schatzi-Buch („Frag mich Schatz, ich weiß es besser – Bekenntnisse einer Ehefrau“) genutzt. 2011 war ich im BILD-Leserbeirat, hatte damals schon kurz die Gelegenheit, Katja Kessler persönlich kennenzulernen und sie hat uns Leserbeirätinnen damals mit ihrem frisch erschienen und von ihr signierten 2. Schatzi-Buch („Der Tag, an dem ich beschloss meinen Mann zu dressieren“) versorgt, woran sie sich auch noch gut erinnern konnte.

Mehr Infos zu Katja Kessler und ihrem Buch findet Ihr auf Ihrer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/siliconwahnsinn?fref=ts.

Es war ein witziger Lesungsabend und ich hoffe, dass mir jetzt öfter spontan solche guten Lesungen über den Weg laufen 😉

Review zur Buch-Vorstellung von Poetry-Slammerin Julia Engelmann – „Eines Tages, Baby“ am 03.07.2014 in Berlin

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IMG_1849IMG_1835Am gestrigen Donnerstag, 03.07.2014, fand im Kino „Babylon“ (http://www.babylonberlin.de) in der Rosa-Luxemburg-Straße, in Berlin um 20 Uhr – in Zusammenarbeit zwischen Thalia und dem Goldmann-Verlag die Buchvorstellung der Poetry-Slammerin Julia Engelmann statt.

Ich hatte ganz großes Glück und habe zwei Eintrittskarten im Package mit dem Buch gewonnen bei Christina Mettge’s „Lesungsblog“ (http://lesungsblog.wordpress.com) und durfte mir beides an der Abendkasse abholen. Vielen lieben Dank hierfür nochmals – ich habe mich wirklich ganz, ganz riesig darüber gefreut 🙂

Obwohl es wirklich sehr voll war und wirklich Lesungsbesucher fast aller Altersklassen (im Schnitt zwischen 16 und 60) zu sehen waren, konnten wir noch recht gute Plätze in der 3. Reihe ergattern.

Julia Engelmann, die inzwischen 22jährige Psychologie-Studentin der Universität Bremen, ist quasi über Nacht bekannt geworden durch ihren legendären und mittlerweile via youtube millionenfach angeklickten Auftritt beim 5. Bielefelder Hörsaal-Slam im Sommer 2013 (https://www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8). Dort trug sie – in Anlehnung an den Song „One day, Baby“ des israelitischen Sängers Asaf Avidan – ihren Poetry-Slam „Eines Tages, Baby“ und begeisterte danach durch Auftritte in TV-Talk-Shows mit ihrer erfrischenden Art.

Sie spielt seit ihrer Kindheit bereits Theater und war von 2006 bis 2010 am Theater Bremen in unterschiedlichen Rollen auf der Bühne, anschließend spielte sie 2 Jahre lang – bis 2012 – in der RTL Daily-Soap „Alles was zählt“. Dennoch sagt sie von sich selbst, dass sie vor jedem Bühnen-Auftritt wahnsinnig aufgeregt sei.

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Nach einer kurzen Anmoderation begann Julia sehr gestenreich und sympathisch einige ihrer Text aus dem Büchlein vorzutragen, es folgte zwischendurch ein Interview mit einem Stellvertreter der Thalia-Buchhandlungskette und danach dann selbstverständlich auch noch „Eines Tages, Baby“. Julia hat eine unglaublich mitreißende Art und schafft es, durch ihren grandiosen Umgang mit Worten und die Verpackung dieser in moderne Lyrik mitten aus dem Leben, ihre Zuhörer jeden Alters zu flashen, zu berühren und zum Nachdenken anzuregen. Man selbst kann keine Worte finden für dieses einzigartige poetische Phänomen und ist nach dem Zuhören genauso atemlos wie Julia nach dem Vortragen der Texte. Mehr von und über Julia Engelmann selbst, findet Ihr auch auf ihrer Facebook-Seite (https://www.facebook.com/juliaengelmannofficial?fref=ts).

Leider konnte ich mein Exemplar von „Eines Tages, Baby“ nicht mehr signieren lassen, weil in der Schlange vor mir ca. 150 Wartende waren und wir an jenem tollen Abend noch mehr Kultur tanken wollten – als Zaungäste des „Berlin Classic Open Air“ am Gendarmenmarkt, wo ebenfalls eine atemberaubende Atmosphäre in der Luft lag. Wir sind pünktlich nach der Pause eingetroffen und waren zunächst vollkommen beeindruckt von den tausenden Menschen, die Klappstühlen, Decken, Tupper-Dosen und sonstigem Picknick-Equipment am Straßenrand campten. Ich behaupte mal, dass rund um den Gendarmenmarkt nochmal ebenso viele Zuhörer versammelt waren, wie zahlende Gäste auf dem Konzert Gelände. Wir hatten wirklich großes Glück und haben einen Platz in einer Außengastronomie gefunden und konnten bei Cocktails dem Auftritt von „Silly“, einer unserer Lieblingsbands, die vier ihrer Hits vortrugen, noch lauschen und das Abschlussfeuerwerk bewundern über dem Gendarmenmarkt. Für uns war es ein toller und rundum gelungener Kultur-Abend und mal wieder der beste Beweis, dass Berlin „unsere“ Stadt ist ❤

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