Rezension: Gabriella Engelmann (Hrsg.) – „Wellenküsse und Sommerfunkeln – Geschichten in Sonnengelb und Meeresblau“

CoverFakten:
eBook, feelings by Droemer Knaur, erschienen: 01.04.2016, 366 Seiten, 8,99€
(das Buch soll im Frühjahr 2017 auch als Taschenbuch erscheinen)

Herausgeberin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb sie weiterhin in der Branche und war als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin tätig. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Hier sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt – auch ihr Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie selbst immer wieder in Anthologien vertreten.

In dieser Anthologie vertretene Autorinnen:
Gabriella Engelmann, Jana Voosen, Kirsten Rick, Adriana Popescu, Nina George, Nancy Salchow, Judith Kern, Silke Schütze, Iny Lorentz, Marie Matisek, Andrea Hackenberg, Sina Beerwald, Tania Krätschmar, Gisa Pauly, Sofie Cramer, Anneke Mohn, Ally Taylor, Antonia Michaelis, Jean Bagnol, Kerstin Hohlfeld, Britta Sabbag, Birgit Hasselbusch

Handlung:
22 sommerliche Kurzgeschichten ganz unterschiedlicher Genres von ganz verschiedenen deutschen Autorinnen

Fazit:
Das Cover suggeriert Strand, Urlaub, Sonne, Meer – genau dort, wo die meisten im Buch enthaltenen spielen und wo man diese Anthologie am besten liest: Im Strandkorb oder Liegestuhl, mit Blick aufs Wasser, im Urlaub 🙂
So unterschiedlich wie die 22 Autorinnen des Buches sind auch ihre hier vertretenen Geschichten: Man findet hier wirklich fast alle Genres (Unterhaltung, Liebesroman, History, Erotik, Krimi, Tiere) und viele Orte der Welt – besonders stark ist natürlich Norddeutschland vertreten.
Meiner Meinung nach eignen sich solche Anthologien sehr gut, um neue Autorinnen kennenzulernen – ich selbst bin durch solche Bände schon mehrfach auf  wirklich tolle Autorinnen (so damals auch auf Gabriella Engelmann) aufmerksam geworden und hab mir dann gleich mal ein ganzes Buch aus deren Feder gekauft.
Da die Geschichten ebenso unterschiedlich sind wie die Geschmäcker der Leserinnen, wird auch jeder seine eigenen Favoriten bei der Lektüre auswählen. Von den 22 Stories hatte ich 10 Favoriten, und zwar die Geschichten von: Gabriella Engelmann, Adriana Popescu, Nancy Salchow, Andrea Hackenberg, Tania Krätschmar, Sofie Cramer, Anneke Mohn, Kerstin Hohlfeld, Britta Sabbag und Birgit Hasselbusch – alle aus meinem Lieblingsgenres und am nächsten an meinem persönlichen Geschmack.
Ich gebe hier eine Leseempfehlung mit 4**** Sternen – ideale Urlaubslektüre für zwischendurch 🙂

 

Rezension: Christine Weiner – „Manchmal geschieht ein Wunder“

imageFakten:
eBook, dotbooks, erschienen: 28.10.2015, ca. 90 Seiten, 2,99€  (ausschließlich als eBook erhältlich – preis variiert)
Das Buch ist im Jahr 2009 bereits im Herder-Verlag als Print-Ausgabe erschienen, die nicht mehr erhältlich ist.

Autorin:
Christine Weiner, Jahrgang 1960, war zunächst Erzieherin und Heilpädagogin, bevor sie sich entschloss, ihr Abitur nachzuholen und BWL mit Schwerpunkt Personalentwicklung zu studieren. Nach dem Studium folgte ein Volontariat bei der Presse sowie Tätigkeiten als Redakteurin und Moderatorin bei Hörfunk und TV. Außerdem bildete sie sich ständig weiter und ist heute als Supervisorin, Coach und Beraterin hauptsächlich für und mit Menschen tätig, die sich in Entwicklungsprozessen – vor Allem beruflicher Natur – befinden. Sie hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht – nicht nur erfolgreiche Frauen-Romane, sondern auch sehr viele Ratgeber. Sie lebt und arbeitet in Mannheim.

Handlung:
Maya ist Buchhändlerin und betreibt gemeinsam mit ihrer Freundin Valentina einen kleinen Buchladen in einem verwinkeltem alten Haus in der Heidelberger Altstadt. Der Laden läuft – im Gegensatz zum Liebesleben der Beiden – super und bei ihren Kunden sind sie beliebt und geschätzt. Während Maya mit ihrem Dackel Max zusammenlebt, ist Valentina auf erfolgloser Partnersuche im Netz. Kurz vor Weihnachten erhalten die Beiden von ihrem Vermieter dann auch noch die Kündigung für ihren Laden. Die Beiden brauchen nun mindestens ein Wunder …

Fazit:
Das Cover ist – wie eigentlich alle Cover der dotbooks-Weihnachtsgeschichten – wieder äußerst niedlich, farblich ansprechend und nimmt- eigentlich zweifach – Bezug auf den Roman.
Der Roman, der im Jahr 2009 auch bereits im Herder-Verlag als Print-Exemplar erschienen ist, hat lt. Angabe von dotbooks 90 Seiten, die leider nicht in Kapitel unterteilt sind – ich bin ja eher so der Kapitel-Leser …
Dieses Buch hat sich in der Print-Ausgabe bereits seit langer Zeit auf meiner Wunschliste befunden, zugegriffen habe ich aber erst jetzt bei der günstigeren eBook-Ausgabe.
Das Klappentext klingt eigentlich so richtig nett, zudem fand ich Heidelberg, wo ich vor ein paar Jahren mal war, auch von der Atmosphäre her richtig süß.
Die Protagonisten sind erstmal liebenswert und sympathisch und ich fand, dass Maya mir auch recht ähnlich ist: Kein Partygirl, daher eine besondere Beziehung zu Büchern.
Die Story wird als Geschichte zum Träumen beworben, aber ich finde, dafür muss man schon wirklich einen besonderen Zugang zu dem Buch haben, der mir leider irgendwie gefehlt hat. Zunächst fand ich den Sprachstil ziemlich altmodisch, das ging irgendwie schon in Richtung Märchen (bin ja überhaupt kein Märchen-Fan). Zwischendurch hab ich dann sogar mal gedacht, dass das Basis-Modell des Buches schon vor langer Zeit geschrieben worden sein muss, nämlich an dem Punkt, wo vom Versand von Telegrammen in der Weihnachtszeit die Rede war – ich hatte selbst zuletzt 1989 mit Telegrammen zu tun (im Kontakt mit meinen Verwandten in der DDR, die kein Telefon hatten) und zweifle irgendwie, dass sowas heutzutage noch jemand nutzt. Auch die Erwähnung der Spielzeuge die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekommen (Puppen und Autos) entspricht doch so überhaupt nicht mehr der heutigen Zeit. Meiner Meinung hat man da versucht, den Bogen zwischen altmodisch und modern zu schlagen, was allerdings irgendwo im Nirwana endete. Die Geschichte wird dann irgendwie immer unrealistischer und zum Schluss hin klischeebeladen und so unheimlich gezwungen glücklich und klebrig süß mit einem Rundumschlag-HappyEnd (… es müssen einfach alle ratz-fatz glücklich werden, weil doch Heiligabend ist …), dass ich irgendwie froh war, als ich das eBook ausgelesen hatte. Ein totaler Overflow an künstlicher Glückseligkeit. Die Charaktere blieben die ganze Geschichte über irgendwie total oberflächlich. Es kamen immer wieder neue Nebencharaktere hinzu, die zwangsläufig miteinander verbunden wurden. Aber so richtig berührt hat mich weder eine der mitwirkenden Personen noch deren Geschichte. Auch Humor hat mir hier wirklich gefehlt. Von mir persönlich bekommt diese Geschichte leider nur 3*** Punkte 😦

Rezension: Gabriella Engelmann – „Dafür ist man nie zu alt“

imageFakten:
eBook, dotbooks, erschienen: 07.11.2015, ca. 60 Seiten, 2,99€  (ausschließlich als eBook erhältlich – preis variiert)

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb diesem Metier auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Im Bereich Jugendbuch sind in den letzten Jahren mehrere Adaptionen von Märchen in die heutige Zeit von ihr veröffentlicht worden. Auf dem Kinderbuch-Sektor ist ihre neue Reihe „Jolanda Ahoi“ aktuell sehr erfolgreich. Als Romane sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt, wozu auch „Eine Villa zum Verlieben“ zählt, das in Hamburg-Eimsbüttel spielt, eine Hommage an den Wohnort der Autorin. Bei dessen Fortsetzung „Apfelblütenzauber“ entführt sie einen ins „Alte Land“. Auch ihr zuletzt erschienenes Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Ein sehr großer Erfolg war auch das Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. Einige ihrer Kurzgeschichten sind bei dotbooks in elektronischer Form erschienen.

Handlung:
Pia ist fast 20 und lebt seit Beginn ihres Studiums in München. Nur zu Weihnachten hat sie sich überreden lassen, ihre Eltern und ihre kleine Schwester Feli in Hamburg zu besuchen. Leider hat ihre Mutter ihr irgendwie versäumt davon zu berichten, dass bei der Familienweihnachtsfeier auch Nic, der Sohn der besten Freundin ihrer Mutter, der ihr schon seit der Kindheit das Leben schwer gemacht hat, mitfeiern wird – für Pia eine absolute Katastrophe. Als ihre Eltern dann auch nochmal weg müssen zur Bescherung bei der ungeliebten Großtante und sie mit Nic und Feli alleine ist und ein paar abenteuerliche Stunden hinter sich bringt, muss sie sich eingestehen, dass man seine Meinung über manche Menschen auch mal revidieren kann – und daran ist nicht nur der Rotwein schuld …

Fazit:
Das Cover ist schon alleine aufgrund seiner Farbgestaltung für mich sehr ansprechend – der hellblaue, winterliche Holzzaun, die süße Weihnachtsdeko, die Schrift – einfach hübsch.
Der Roman an sich hat 9 Kapitel und die Länge ist auf der Verlagsseite mit ca. 60 Seiten angegeben. Dagegen gibt es keine Einwände – störend finde ich jedoch bei Büchern von dotbooks – was mir leider jetzt schon öfter negativ aufgefallen ist – dass das eigentliche eBook bei rund 70% endet und die übrigen ca. 30% nur aus Werbung für andere Bücher und Leseproben bestehen – das ist einfach too much, zumal ich Leseproben sowieso nicht lese.
Das Geschichte ist wirklich ganz zauberhaft. Die Mitwirkenden sind allesamt sympathisch und Menschen wie aus dem realen Leben, so dass man sie am Ende des Buches wirklich ins Herz geschlossen hat und gerne mehr Zeit mit ihnen verbracht hätte. Pia ist mit ihren fast 20 Jahren noch sehr jung, aber gerade das finde ich bei den Geschichten von Gabriella Engelmann auch immer besonders toll, dass die Stories für alle Generationen passen, weil sie einfach wunderschön zu lesen sind. Ich selbst bin auf Gabriella Engelmann auch damals durch eine Geschichte in einer Anthologie aufmerksam geworden, weil mir ihr Schreibstil auf Anhieb gefallen hat. Auch, wenn die Geschichte vorhersehbar ist, so ist sie doch herzerwärmend und zuckersüß – genau das, was man zwischendurch gebrauchen kann – vor allem eben in der Weihnachtszeit.
5*****-Leseempfehlung für diese süße, turbulente Weihnachtsgeschichte 🙂

Rezension: Gabriella Engelmann – „Apfelblütenzauber“

imageFakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen: 01.04.2015, 385 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich
(Fortsetzung zu „Eine Villa zum Verlieben“)

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb diesem Metier auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Im Bereich Jugendbuch sind in den letzten Jahren mehrere Adaptionen von Märchen in die heutige Zeit von ihr veröffentlicht worden. Auf dem Kinderbuch-Sektor ist ihre neue Reihe „Jolanda Ahoi“ aktuell sehr erfolgreich. Als Romane sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt – auch ihr zuletzt erschienenes Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Ein sehr großer Erfolg war auch das Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. „Eine Villa zum Verlieben“ ist eine Hommage an den Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, in dem Gabriella Engelmann selbst lebt. Mit „Apfelblütenzauber“ schuf sie die 5 J. später angesiedelte Fortsetzung dazu.

Handlung:
Die drei – mittlerweile Fourtysomethings – Leonie, Nina und Stella bewohnen seit mittlerweile 5 J. schon ihre „Villa zum Verlieben“ im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel und sind glücklich mit ihrem Leben dort: Leonie arbeitet immer noch als Geschäftsführerin des französischen Restaurants „La Lune“, Nina – gelernte Floristin und seit 5 J. Einrichtungsberaterin – ist mit Alexander, dem Besitzer des „La Lune“ glücklich liiert und Stella, Innenarchitektin, ist nun glückliche Mutter der kleinen Emma und Stiefmutter des 13jährigen Moritz sowie Ehefrau des Kinderarztes Robert, der gleichzeitig der Vermieter der Villa ist. Doch plötzlich stehen offenbar unaufhaltsame Veränderungen an: Leonie verliert ihre Arbeit, weil das „La Lune“ schließen und einem Neubau weichen muss, Robert will mit Stella und den Kindern in seine Heimat Husum zurückziehen und Nina soll mit Alexander, der sich künftig als Koch- und Reisebuch-Autor betätigt, zusammenleben. Leonie versucht sich abzulenken, in dem sie viel Zeit auf dem Apfelhof und in der Pension ihrer Eltern im Alten Land verbringt, deren Leben auch nicht so apfelrosig ist, wie Leonie immer dachte und die sehr dankbar für ihre Hilfe sind. Und bei allem Stress und den Veränderungen ist Leonies Herz vielleicht doch noch offen für die große Liebe und für einen neuen Lebensweg …

Fazit:
Das Cover mit Apfelblüten und Äpfeln vor einem Holzlattenzaun ist sehr gelungen und passend gewählt – auch, weil das Cover eine Rillenstruktur hat, die die Struktur des Holzlattenzauns wiedergibt und sehr echt wirkt. Es hat sowohl etwas Rustikales, Bodenständiges, wie auch etwas Romantisches an sich.
Der Roman an sich hat 385 Seiten mit 40 Kapiteln + Epilog und Danksagung. Ein besonderes Goodie ist aber der Rezept-Teil auf den letzten Seiten des Buches sowie ein Original-Altländer Apfelkuchenrezept im Innenteil des Buches, die zum Nachkochen bzw. Nachbacken einladen. Die Schriftbild-Größe ist sehr angenehm lesbar und die Seiten nicht zu eng bedruckt – genauso wie ich es mag. Die Leselänge der einzelnen Kapitel ist wieder optimal kurz – ich mag es sowieso immer lieber, wenn Bücher in Kapitel (vor Allem in nicht zu lange) eingeteilt sind.
Als weiteres Goodie finden die Leser(innen) auf Seite 393 bis 400 eine Leseprobe von Gabriellas Roman „Sommerwind“.
Zuerstmal der Hinweis: Dieses Buch kann vollkommen unabhängig gelesen werden vom 1. Band („Eine Villa zum Verlieben“). In diesem – eigentlich 2. Teil – wird, sofern es dramaturgisch oder zum besseren Verständnis der Handlung erforderlich ist, immer wieder hinreichend auf die Ereignisse des 1. Teils eingegangen, so dass man ganz einfach in die Handlung von „Apfelblütenzauber“ hineinkommt, ohne den Vorgänger-Band zu kennen.
„Apfelblütenzauber“ spielt 5 Jahre später und ich finde sehr spannend zu sehen, wie sich die Charaktere zwischenzeitlich weiterentwickelt haben.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Leonie als Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin berichtet.
Durch dieses Buch lerne ich eine neue Region in Deutschland kennen: Die Apfelanbau-Region „Altes Land“ im Hinterland von Hamburg mit den Hauptorten Stade und Jork – eine Gegend, die ich bisher gar nicht kenne und auf die mich das Buch sehr neugierig gemacht hat, so dass ich dort gern einmal hinreisen möchte.
Diese Geschichte ist – verglichen mit dem 2. Band – noch sehr viel lebhafter und unterhaltsamer und durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die direkt und manchmal auch indirekt mit Leonies Leben verknüpft sind, sehr abwechslungsreich. Die Handlungsstränge kommen mitten aus dem realen Leben und wirken nicht überzogen oder konstruiert. Die Geschichte bietet von Allem etwas und ist nicht zu schnulzig – einfach ein toller Roman, dessen Lektüre glücklich macht.
Mir hat das Buch sehr viele schöne Lesestunden beschert und ich habe mich jetzt sehr ungern von den liebenswürdigen Charakteren verabschiedet und das Ende sehr hinausgezögert. Dieses Buch hat mir sogar noch um Einiges besser gefallen als der 1. Teil.
Daher gibt es von mir mit 5***** Sternen eine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an Droemer-Knaur für die Überlassung dieses tollen Romans als Rezensionsexemplar 🙂

Rezension: Gabriella Engelmann – „Eine Villa zum Verlieben“

image9783426517109.jpg.33115474Fakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen: 01.04.2015 (Neuauflage mit neuem Cover zur Erscheinung der Fortsetzung „Apfelblütenzauber“), 368 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich – ich habe das Buch in der rechts abgebildeten Auflage von 2008 mit dem beflockten Cover gelesen 🙂

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb diesem Metier auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Im Bereich Jugendbuch sind in den letzten Jahren mehrere Adaptionen von Märchen in die heutige Zeit von ihr veröffentlicht worden. Auf dem Kinderbuch-Sektor ist ihre neue Reihe „Jolanda Ahoi“ aktuell sehr erfolgreich. Als Romane sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt – auch ihr zuletzt erschienenes Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Ein sehr großer Erfolg war auch das Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. „Eine Villa zum Verlieben“ ist eine Hommage an den Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, in dem Gabriella Engelmann selbst lebt.

Handlung:
3 Frauen zwischen Mitte 30 und Anfang 40 in Hamburg, die unabhängig voneinander ihrem Leben neue Impulse geben wollen und jeweils eine neue Wohnung suchen, bringt das Schicksal in einer Stadtvilla in Eimsbüttel zusammen, wo die 3 zu Nachbarinnen werden. Unterschiedlicher könnten die Frauen nicht sein: Stella, Anfang 40, Innenarchitektin und durch und durch Karrierefrau mit einem Hang zu Designer-Kleidung, ihrem teuren Auto und ihrem verheirateten Liebhaber; Nina, Ende 30, Floristin und nach eInter Beziehung zu einem eitlen Schauspieler überzeugte Single-Frau; sowie Leonie, mit 36 die Jüngste der Drei, Reiseverkehrskauffrau, die sehr unglücklich ist in ihrem Beruf und von einer Familie träumt, obwohl sie sich vor nicht allzu langer Zeit erst von ihrem Jugendfreund Henning im Alten Land getrennt hat und nach Hamburg gezogen ist. Trotz der großen Unterschiede werden aus den Dreien bald beste Freundinnen, die so einige Umbrüche im Leben miteinander durchstehen werden und für die das Leben noch einige Überraschungen auf Lager hat …

Fazit:
Obwohl ich das Buch mit dem alten Cover gelesen habe, muss ich sagen, dass das neue Cover passender ist und besser zum Titel passt. Man hat sich bei der Neuauflage mit dem neuen Cover an den anderen bei Knaur erschienenen Büchern von Gabriella Engelmann orientiert und ihr somit eine „Corporate Identity“ verpasst, so dass alle Romane von ihr aus diesem Verlag vom Cover ähnlich ausschauen.
Der Roman hat in der von mir gelesenen alten Version 381 Seiten mit 36 Kapiteln + Epilog. Das Schriftbild ist von der Größe her sehr angenehm zu lesen und die Seiten nicht zu eng bedruckt. Die Leselänge der einzelnen Kapitel sind optimal kurz.
Der Schreibstil von Gabriella Engelmann, der mir damals erstmals in einer Weihnachtsanthologie schon sehr positiv aufgefallen ist, ist sehr nah am Leben und man fühlt sich als Leser gleich als Teil der Geschichte.
Die Hauptcharaktere, also die 3 Mädels Leonie, Nina und Stella sind sehr echt und authentisch und sehr sympathisch angelegt – ebenso die Nebencharaktere.
Dies ist so ein zuckerwatteweicher Frauen-Roman in dem man sich von der ersten Zeile an reinfallen lassen und in einem Zug durchlesen kann – ideal für eine lange Reise, Urlaub oder ein verregnetes Wochenende auf dem Sofa. Man muss gar nicht viel dabei denken und wird einfach durch die Story getragen.
Ich könnte mir die Geschichte sogar sehr gut als Verfilmung vorstellen – ein idealer Freitag-Abend-Film für die ARD oder Sonntag-Abend-Film für das ZDF.
Das Einzige, das mich ein wenig gestört hat, ist, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist und ich ab ungefähr Seite 100 den übrigen Verlauf der Geschichte bereits vorausgeahnt habe und es dann auch genau so gekommen ist – was aber sicher auch daran liegt, dass ich schon sehr viele Romane dieser Art gelesen habe, weil ich sie einfach mag.
Ich habe mich so gut unterhalten gefühlt, dass ich jetzt direkt im Anschluss begonnen habe, den 2. Teil „Apfelblütenzauber“ zu lesen, der 5 Jahre später spielt, weil ich einfach wahnsinnig neugierig war, was in den 5 Jahren alles passiert ist.
Ich habe das Buch gemocht und gerne gelesen und gebe hierfür eine 4****-Plus-Leseempfehlung für alle hoffnungslosen Romantikerinnen und Mädels, die einfach gern solche leichten Frauen-Romane mögen 🙂

Rezension: Gabriella Engelmann / Jakob M. Leonhardt – „Im Pyjama um halb vier“

Autoren:

Gabriella Engelmann:
1966 in München geboren, wohnhaft in Hamburg. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb diesem Metier auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Im Bereich Jugendbuch hat sie in den letzten Jahren vor allem durch die Adaption von Märchen in die heutige Zeit auf sich aufmerksam gemacht. Als Romane sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen. Sie schreibt zudem auch noch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen.

Jakob M. Leonhardt:
Vollständiger Name: Jakob Musashi Leonhardt, Jahrgang 1975, sowohl in Tokyo als auch in Hamburg beheimatet. Geht neben seiner Tätigkeit als Jugendbuchautor weiteren Tätigkeiten als Musiker und Sounddesigner nach.

Handlung:
Die 16jährige Lulu aus Hamburg macht sich via facebook auf die Suche nach Ben Schumann, dem besten Freund ihres großen Schwarms Marco.
Sie findet zwar einen Ben Schumann, der aber, wie sich dann rausstellt, in München lebt und nicht der Gesuchte ist.
Dennoch entsteht zwischen den beiden Teenies ein inniger Chat-Kontakt, der keinen von beiden mehr los lässt, aber auch Geheimnisse birgt …

Fazit:
Das Buch umfasst 237 recht großzügig bedruckte Seiten, die als locker durchzulesenden Chat-Schriftwechsel verfasst sind.
Meine ersten Bücher in diesem Stil, die ich gelesen habe, waren „E-Mail für Holly“ und „Liebe per Mausklick – noch mehr E-Mails für Holly“, die ich ebenfalls klasse und sehr angenehm zu lesen fand, weil man die Geschichte in dieser Form wirklich gut mitleben kann.
Ähnlich geartete Bücher im E-Mail-Stil, wie „Gut gegen Nordwind“ / „Alle sieben Wellen“ von Daniel Glattauer, deren Zielgruppe ich alterstechnisch auf jeden Fall eher entspreche, fand ich trotz der ganzen guten Kritiken nicht so schön und berührend wie „Im Pyjama um halb vier“, bin aber froh, dass ich mittlerweile noch einige andere Leser gefunden habe, denen es damit ähnlich erging.
Bei diesem Buch hier habe ich mir bewusst viel Zeit gelassen und das Ende des Buches so lange wie möglich hinausgezögert (ist immer ein gutes Zeichen bei mir 😉 ) – ganz einfach aus dem Grunde, weil ich es so schön fand und Lulu und Ben ungern wieder loslassen wollte. Die Protagonisten Lulu und Ben wecken bestimmt bei vielen älteren Leser/innen sowas wie einen Beschützerinstinkt, so auch bei mir. Manchmal möchte die Beiden einfach mal zur Seite nehmen, trösten und beraten. Dabei kann ich mit Anfang 40 gut und gern die Mutter der Beiden sein und entspreche ja eigentlich auch nicht der Zielgruppe des Buches …
Beim Lesen der 1. Seite dachte ich noch: „So einfach war das Leben mit 16.“ – ein paar Seiten später allerdings: „Ja, so kompliziert war das damals alles mit 16.“ Das Buch spiegelt meiner Meinung nach die ganze Bandbreite des typischen Achterbahn-Gefühlslebens von Jugendlichen wieder – ich glaube daran, wird sich auch bei allen Generationen wenig verändern …
Sehr schön finde ich die Idee der Autoren, die beiden sympathischen Charaktere Lulu und Ben auf facebook weiterleben und den interessierten Leser weiterhin an deren Leben teilhaben zu lassen. Im Übrigen schreit dieses Buch, aber auch geradezu nach einer Fortsetzung 🙂
Mich hat vor Allem das Ende der Geschichte sehr nachdenklich gestimmt und sehr berührt.
Empfohlen wird dieses Jugendbuch vom Verlag ab 12 Jahren, aber so richtig erfreuen können sich auch Alle daran, die im Herzen und im Geist jung geblieben sind 🙂
5 von 5 möglichen Punkten – ich freue mich, Lulu und Ben durch facebook nicht ganz aus den Augen zu verlieren.