Rezension: Janina Venn-Rosky – „Liebe in Teedosen“

Fakten:
Taschenbuch, Independently Publishing (Amazon), erschienen 22.11.2016, 296 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Janina Venn-Rosky wurde in Kiel geboren. Dort und in Hamburg studierte sie nach dem Abitur Literatur, Anglistik, Design und Kunstgeschichte. Nicht nur in ihren Büchern, sondern auch privat hat sie eine Schwäche für Teestunden und England, ebenso für das Meer und Earl Grey-Martinis. Gemeinsam mit ihrem Mann veröffentlichte sie bereits mehrere Fachbücher über Farbtrends, Wohnen und Design. 2015 folgte ihr 1. Roman im Selfpublishing „Die Fee im Absinth“, 2016 dann „Der perfekte Kuss“. Für  „Liebe in Teedosen“ (2016) und die Fortsetzung „Kein Tee für Mr. Darcy“ (2017) wurde sie 2017 für die Longlist des Deutschen Selfpublishing-Preises nominiert. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie heute in Berlin.

Handlung:
Olivia ist die Besitzerin des Teeladens „Tea Time“ in Berlin-Mitte, wo eines Tages die Möbel-Restauratorin Anastasia aufschlägt, die ganz in der Nähe ihre Werkstatt hat, in der sie in hübschen Pastellfarben alten Möbeln neues Leben einhaucht. Die Beiden freunden sich an und kurze Zeit später stößt die neu nach Berlin gezogene Jane Austen-Bloggerin Jane dazu. Als Olivia nach der endgültigen Trennung von ihrem Ex-Mann ihre Existenz neu erfinden muss, stehen ihr die Freundinnen gemeinsam mit Anastasias 80jähriger, sehr patenter Großmutter zur Seite und sie erweitern gemeinsam das „Tea Time“ um einen Tee-Salon. Obwohl die Frauen eigentlich dem Thema Männer erstmal den Rücken gekehrt haben, können sie sich den Avancen des ein oder anderen männlichen Tee-Freundes nicht so ganz entziehen. Wer wird da wohl zuerst schwach …?

Fazit:
Das Cover, das von der Autorin selbst gestaltet wurde, ist wunderschön und ein echter Blickfang: Würde das Buch im Buchhandel liegen, wäre das auf jeden Fall ein Cover mit hoher Anziehungskraft, nach dem direkt greift. Man sieht, dass die Autorin selbst sehr viel von Farben und Design versteht. Sowohl die Farben (blassblauer Hintergrund und ansonsten überwiegend Pink und Rosa) als auch die sonstige Gestaltung harmonieren perfekt miteinander, zudem nimmt die Cover-Gestaltung Bezug zur Geschichte – die drei Protagonistinnen sind in Scherenschnitt-Optik auf dem Cover zu erkennen, aber auch das Tea-Time und die Blüten Anastasias Großmutter sind in harmonischer, symmetrischer Anordnung vertreten.
Die Geschichte ist aufgeteilt auf 27 Kapitel von sehr angenehmer Leselänge bei normalem Schriftbild. Als besonderen „Leckerbissen“ – im wahrsten Sinn des Wortes – gibt es am Ende noch drei süße Gebäck-Rezepte zu Backwaren, die im Roman oft erwähnt werden.
Das Buch trägt den Untertitel „ein Liebesroman“, wobei die Love-Story nicht aufdringlich im Vordergrund steht, sondern sich eher nebenbei bzw. zum Ende hin erst entwickelt. In dem Buch geht es vielmehr um Freundschaften, Generationen, Neuanfänge und natürlich um Tee. Die Protagonistinnen sind – ebenso wie die meisten Nebencharaktere – allesamt liebenswürdig und extrem nett. Das ist leider auch mein einziger Kritikpunkt: Das Ganze ist fast schon zu nett, übertrieben freundlich und perfekt. Die Geschichte ist wirklich eine absolut entspannende Lektüre und kommt – ebenso wie die Figuren – leider irgendwie auch ohne jegliche Ecken und Kanten und ohne ein wenig Spannung aus und plätschert manchmal einfach so vor sich hin. Mir hat da ein wenig humorvolles Chaos und zumindest ein kleiner Spannungsbogen gefehlt, auch wenn ich die Geschichte nicht ungern gelesen habe. Da hat irgendwie der zündende Funke gefehlt. Schade fand ich auch, dass die Örtlichkeiten in Berlin nur so schwammig (nur Hauptstraße und Berlin-Mitte wurden genannt) erwähnt wurden und es keine richtigen örtlichen Beschreibungen  gab, weil ich es auch immer interessant finde, welche Lokalitäten Vorbild waren und zu einer Geschichte inspirierten – gerade, wenn man selbst auch aus Berlin kommt.
Ich werde in jedem Fall auch noch den 2. Band „Kein Tee für Mr. Darcy“ lesen, der bereits auf meinem SuB liegt, zumal ich auch unbedingt wissen will, wie es bei den drei Mädels und Oma Katharina weiter gehen wird.
Auch, wenn ich Kritikpunkte hatte, so war das Buch sehr angenehm zu lesen und bekommt von mir knappe 4**** Sterne.

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Veras Weekly – vom eigenen Zahn ausgeknockt – Rückblick auf die 36. und 37. KW

Sorry, dass der Wochenrückblick letzten Sonntag ausfallen musste, aber weil ein kaputter Zahn (derjenige welche, der längst verkront sein sollte, woran meine Angst vor einer langen Zahnbehandlung mich bisher gehindert hatte), letzte Woche mein Schmerzempfinden aufs Höchste (Schmerzen in der ganzen rechten Kopfhälfte – auf einem Level von 1-10 ungefähr 12-15) belastet hat, musste ich mich letzten Sonntag um diese Zeit einer spontanen Wurzelkanalbehandlung unterziehen. Ich kann froh sein, dass ich nicht in eine Notfallpraxis musste, sondern meine Zahnarztpraxis KU64 auch am Wochenende geöffnet hat. So richtig weg waren die Schmerzen allerdings erst am Mittwoch – da konnte ich auch erstmals wieder Knäckebrot essen. Netterweise hatte mir die Ärztin für die Nachwirkungen noch ein paar Ibuprofen 600 mitgegeben – die Ibuprofen 400 hatten leider gar keine Wirkung mehr. Momentan geht es ganz gut, auch, wenn ich jetzt leider weiß, dass das nur eine Überbrückungslösung ist und mir an der Stelle ein Zahnimplantat droht …

📝 «Geplant»
… tapfer anzugehen, dass der kaputte Zahn (Info siehe oben) trotz provisorischer Versiegelung demnächst operativ entfernt werden muss – Vorbesprechung mit dem Chirurgen am 26.09 😦 – wird wahrscheinlich wegen meiner Blutverdünner-Einnahme innerhalb der nächsten 2 Monate eh noch herausgeschoben werden müssen. Ich habe ziemliche Angst – eine Zahn-OP hatte ich noch nie; meine Weisheitszähne konnten damals gezogen werden. Überhaupt hatte ich bisher das Glück, nur 1x im Leben ins Krankenhaus zu müssen (Mandel-OP). Ich schiebe ja alles, was mit Krankheit oder Gesundheit zu tun hat, meist so lange vor mir her, bis es irgendwann überhaupt nicht mehr geht.
… nur noch 2 volle Wochen arbeiten und dann wieder 1 Woche Urlaub – ich freue mich so riesig 🙂
… Ende Oktober Milly in Bremen abzuholen 🙂

📚 «Gelesen»
… gestern beendet „Liebe in Teedosen“ von der Selfpublisherin Janina Venn-Rosky – ein sehr netter Roman, für mich allerdings stückweise etwas zu nett und zu aalglatt (Rezension folgt). Da ich dieses Jahr leider nicht auf Rügen war, musste jetzt doch noch ein Rügen-Roman her – „Wellenglitzern“ von Marie Merburg (Pseudonym der Fantasy-Autorin Janine Wilk).

😊 «Gefreut»
… immer wieder an unserem Gute Laune-Paket Toni, der trotz seiner schlimmer werdenden Gehbehinderung noch immer das Beste aus seinem kleinen Katzenleben macht und tobt und spielt, Joelle ärgert und uns trotz Allem ganz oft zum Lachen bringen kann – zudem überschüttet er einen immer wieder mit seiner Liebe im Rahmen seiner Möglichkeiten; das ist so schön ❤
… über immer wieder neue Fotos und Videos von der kleinen Milly, die voraussichtlich Ende Oktober bei uns einzieht.

😳 «Überrascht»
… und ein wenig enttäuscht vom neuen Duschgel „White Chocolate Fantasy“ von Treaclemoon. Glücklicherweise habe ich es dieses Mal nicht blindlings gekauft, sondern vorher dran geschnuppert, um dann leider festzustellen, dass es ziemlich eklig riecht. Und ich hatte mich wirklich darauf gefreut. Nun hoffe ich mal, dass der andere neue Duft „Spiced Plum Custard“ mir besser gefällt – diejenigen, die ihn bereits gekauft haben (leider gab es ihn hier noch nicht), loben ihn auf jeden Fall sehr 🙂

😢 «Traurig»
… dass unsere heutige Generation nochmal Angst haben muss, dass eine Nazi-Partei wie die AfD bei der nächsten Wahl zuviel Macht erlangt – genauso geht es mir gerade! Ich hatte sogar überlegt, einen ganzen Blog-Artikel darüber zu schreiben, aber eigentlich mag ich nicht zu politisch werden auf meinem Blog. Wir waren damals so froh, dass Parteien wie die NPD und „Die Republikaner“ verboten wurden oder von selbst von der Bildfläche verschwunden sind; dann kamen (in meiner Ex-Heimat) solche rechten Gruppierungen wie ProKöln oder ProNRW, die aber glücklicherweise zu schwach waren, um großen politischen Schaden anzurichten. Die AfD macht mir allerdings Angst und ich betrachte diese politische Entwicklung mit großer Sorge. Mir ist es immer noch schleierhaft, dass sich bei den Menschen hier in Deutschland plötzlich ein solcher Ausländerhass breit macht, dass man alles andere aus dem Wahlprogramm dieser Nazi-Partei auf einmal ausblendet. Da sollen Menschen, für die die Demokratie jahrzehntelang gekämpft hat, um Gleichstellung, Inklusion und Integration, plötzlich wieder an den Rand der Gesellschaft geschoben werden und Reiche werden übervorteilt und soziale Gerechtigkeit findet nicht mehr statt. Ich habe mich in den letzten Tagen immer mal wieder mit den Wahlprogrammen der großen Parteien beschäftigt und für mich bleiben ehrlich gesagt nur zwei wählbare Parteien übrig: „Die Linke“ (ich muss zugeben, dass ich Gregor Gysi seit Jahren schon großartig finde und er für mich ein idealer Kanzler-Kandidat wäre, ebenso Sahra Wagenknecht) und „Die Grünen“ (Cem Özdemir finde ich auch klasse). Ich habe mich bisher immer mit den Wahlprogrammen auseinandergesetzt und mich nie auf eine Partei festgelegt – aber ich weiß genau, was ich nicht wähle und niemals wählen werde. Ich bin jemand, der heute noch vor jedem Stolperstein innehält und in Tränen ausgebrochen ist, bei der Besichtigung des KZ in Dachau oder im Technik-Museum in Berlin, wo ein Transport-Waggon ausgestellt ist, mit dem die Juden seinerzeit deportiert wurden. Mir setzt die Gewalt und Ungerechtigkeit, die damals herrschte, heute immer noch sehr zu – was sicher auch mit meiner Hochsensibilität zusammenhängt. Ich kann auch keine Bücher lesen, die in der Nazi-Zeit gespielt haben. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich so etwas wiederholt! Deshalb: Am 24.09.2017 wählen gehen – und bitte nicht die AfD!

😡 «Geärgert»
… über gar nichts – zumindest nichts, was hängengeblieben ist. Ist doch super 🙂

🍴«Gegessen»
… alles aus den letzten beiden Wochen bekomme ich nicht mehr so zusammen. Letztes Wochenende gab es Spaghetti Bolognese und Kartoffelauflauf (mit Béchamelsauce, Brokkoli, Champignons, Mettwürstchen und Mais – den hatten wir gleich für 2 Tage vorbereitet, was in Anbetracht meines kranken Zahns überaus praktisch war). Vorgestern gab es ganz klassisch Putenschnitzel in Parmesan-Ei-Panade, Erbsen & Möhren in Sauce Bearnaise und Salzkartoffeln mit Schnitzelsauce; gestern haben wir überbackene Hähnchenbrust mit Kürbis in Tomaten-Sahne-Sauce und Knoblauch-Kartoffelpürree gemacht – in Anlehnung an das hier verlinkte Rezept hier aus der „Lecker“ (statt Thymian haben wir hier Estragon genommen). Die Website lecker.de kann ich übrigens sehr empfehlen – die haben wirklich tolle Rezepte. Ansonsten gab es zum Frühstück jetzt auch mal Schmalzstulle – da merkt man halt meine Wurzeln 😉

👂«Gehört»
… dass es bei Starbucks wieder den Pumpkin Spice Latte und einen Caramelised Pecan Latte gibt – eigentlich müsste ich mal wieder zu Starbucks  …
… Mary niest momentan immer mal wieder – wundert mich jetzt nicht, weil ich morgens auch immer erstmal mit Halsschmerzen aufwache. Müssen wir mal beobachten bei ihr – das Immunsystem der alten Lady ist wahrscheinlich auch nicht mehr das tollste …

💻 «Gemailt»
… mit der lieben Monika Sch. aus Hagen, meiner lieben Conny und ganz viel mit Marion T., die mich so lieb mit Fotos von unserer Milly versorgt.

👀 «Gesehen»
… endlich mal wieder einige Folgen „Gilmore Girls“ – leider neigt sich die Serie dem Ende zu (habe jetzt das erste Drittel der 7 und letzten Staffel geschafft – danach bleiben mir nur noch die paar Folgen auf Netflix), deshalb zögere ich – wie bei einem guten Buch – das Ende noch eine Weile heraus …
… die Schauspielerin Gudrun Gundelach (bekannt als Oma aus dem Telekom-Werbespot), die wohl auch hier in Charlottenburg wohnt – allerdings nicht letzte Woche, sondern schon ein paar Wochen zuvor – hatte ich nur vergessen zu erwähnen. Und Kolja Kleeberg – der Sterne-Koch – wohnt wohl auch hier im Kiez.

💖 «Geknuddelt»
… Mann und alle drei Katzen ❤

💭 «Gedacht»
… voll peinlich, aber ich habe schon wieder Geburtstage vergessen – trotz Erinnerungen auf Facebook. Ich denke immer, das mache ich später und später ist dann total vergessen 😉 …
… nächste Woche Sonntag ist Bundestagswahl – das Wahllokal ist hier um die Ecke, so dass wir hingehen und keine Briefwahl machen.
… mir fehlen gerade Konzert-Besuche total – aber irgendwie ist nichts, wo wir gerade hingehen wollen – das kommt davon, wenn man immer nur Rock-Legenden sehen mag 😉 – nun schaue ich mir gerade auf youtube einige Live-Auftritte von Rock-Legenden an.

🏆 «Stolz»
… fleißig gewesen in den letzten Wochen auf der Arbeit – das neue Semester naht 😉 – aber ich finde es immer wieder toll an einer Uni in einem jungen, internationalen Umfeld arbeiten zu dürfen.
… ich habe endlich mal meine Wunschlisten bei amazon deutlich verkleinert – bald kommen ja schon wieder die neuen Verlagsvorschauen …

💳 «Gekauft»
… die neuesten Ausgaben meiner Lieblingskochzeitschriften, das „Hackbällchen-Kochbuch“ von Henriette Bulette (Henriette Wulff), „Vorwärts küssen, rückwärts lieben“ von Sybille Hein – und dann haben der Mann und ich noch ein paar günstige Mängelexemplare bei arvelle.de bestellt.

Rezension: Anne Töpfer – „Das Brombeerzimmer“

Fakten:
Taschenbuch, List (Ullstein Buchverlage), erschienen: 10.03.2017, 412 Seiten, 9,99€ – auch als eBook und Hörbuch erhältlich

Autorin:
Anne Töpfer ist – neben Anne Barns, Anna Rosendahl, Juliane Albrecht und Claire Bonamy – ein weiteres Pseudonym der Autorin Andrea Russo, die 1968 in Hanau geboren wurde. Trotz ihrer großen Leidenschaft fürs Backen, Kochen und Genießen – vor Allem von süßen Sachen, ist die ehemalige Förderschullehrerin sehr sportlich und läuft regelmäßig. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Labrador in Oberhausen. Seit 2014 ist sie hauptberuflich Autorin.

Handlung:
Die Ernährungswissenschaftlerin Nora ist noch keine 30 und bereits Witwe, nachdem ihr geliebter Ehemann Julian, mit dem sie bereits fast ihr halbes Leben verbracht hat, beim Joggen an Herzversagen stirbt. Auch ein Jahr nach seinem Tod versinkt sie in Trauer und hat in Hund Watson, ihrer besten Freundin Katharina und ihrer Familie große Unterstützung – ebenso hilft ihr weiterhin das Kochen von neuen Marmeladen, die Julian so geliebt hat und die Nora nun zu hunderten Gläsern hortet. Durch Zufall erfährt sie, dass Julian kurz vor seinem Tod Kontakt zu einer bis dahin von der Familie totgeschwiegenen Großtante Klara in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen hat, die ebenso gern Marmeladen kocht und wollte Nora mit deren Rezepten zu überraschen. Nora ist Feuer und Flamme, mehr über diesen Teil der Familie zu erfahren und macht sich auf den Weg nach Vorpommern. Sie findet nicht nur Klara, eine neue Freundin und eine wunderschöne Landschaft, sondern auch langsam wieder sich selbst und stößt zudem auf lange gehütete Geheimnisse …

Fazit:
Die Gestaltung dieses Covers ist herrlich gelungen und ein echter Eye-Catcher: Das weiße Holz auf dem matten Natur-Papier als Hintergrund, dann die glänzenden Brombeeren und Blaubeeren sowie die rosafarbenen Macarons (die im Übrigen nichts mit der Geschichte zu tun haben) sind optisch einfach eine hübsche Mischung. Auch der Innenumschlag ist bedruckt mit einem Marmeladenrezept aus dem Buch und einem Autorenporträt.
Die Geschichte selbst umfasst 27. Kapitel, aber auf den 412 Seiten befinden sich auch einige ganz tolle sowohl süße als auch hochprozentige Rezepte aus der Geschichte und natürlich ein Dankeswort der Autorin. Das Schriftbild ist normal gehalten und angenehm lesbar.
Bisher hatte ich leider noch keine Bücher der Autorin gelesen, was sich nach dieser Lektüre ganz sicher ändern wird. Vom ersten Moment an an habe ich den sehr plastischen und detailverliebten Schreibstil der Autorin gemocht und konnte direkt in die Geschichte eintauchen und mit Nora mitfühlen. Für die Story wurden wirklich wunderbare und sympathische Charaktere entwickelt und jeweils passend impliziert. Sehr interessant fand ich auch die eher ungewöhnlichen Handlungsorte Oberhausen und die mecklenburgische Boddenlandschaft. Obwohl sehr viele Personen die Geschichte bereichern, bin ich erst am Ende bei der Auflösung der verwandtschaftlichen Zweige ein wenig gedanklich ins Schleudern geraten. Und minimal verwirrend fand ich noch, dass sehr oft im Anschluss an die wörtliche Rede, unausgesprochene Gedanken standen (meist bei Nora), die aber auf den ersten Blick wirkten, als gehörten sie zur wörtlichen Rede und wobei nicht gleich klar war, ob das gesagt oder nur gedacht war.
Das hat aber keinen Einfluss darauf, dass ich hier eine wirklich liebevoll und einfühlsam erzählte Geschichte mit vielen kleinen Details, tollen Figuren, interessanten Örtlichkeiten lesen durfte, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen mochte, weil sie auch noch fesselnd geschrieben war. Ich fand vor Allem Noras, aber auch Klaras Geschichte sehr berührend – zwei wirklich starke Frauen – und Geschichten mit Ost-West-Background interessieren mich persönlich – auch durch die eigene Familiengeschichte – immer besonders. Ich habe jedoch irgendwie das Gefühl, dass die Geschichte hier noch lange nicht auserzählt ist und das eher plötzliche Ende auf jeden Fall noch nach einer Fortsetzung verlangt, die ich natürlich auch gerne lesen würde.
Ein toller Roman über Trauerarbeit, Loslassen, Freundschaft, Neuanfang, Generationen, Familien und ihre Geheimnisse, der mir selbst auf jeden Fall eine 5*****-Sterne Leseempfehlung wert ist, wenn er evtl. auch nicht jeden Geschmack so gut trifft wie meinen eigenen.

Veras Weekly – 35. KW – die erste volle Arbeitswoche …

📝 «Geplant»
… aktuell nichts Bestimmtes …

📚 «Gelesen»
… bin auf den letzten Seiten von „Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer (= Andrea Russo, Anne Barns, Anne Rosendahl) – ein wirklich tolles Buch, das mich sehr gepackt hat (Rezension folgt in den nächsten Tagen). Mal sehen, was ich dann heute Abend als nächstes aus dem SuB-Regal fische – ich habe wirklich sooo viele tolle Bücher, die Auswahl fällt immer wieder schwer …

😊 «Gefreut»
… über das Rezensionsexemplar von Mariana Lekys Bestseller „Was man von hier aus sehen kann“ vom DuMont-Verlag.
… besser gesagt: erfreut – und zwar immer noch über meine süßen Pyjamas, die ich mir bei PRIMARK während unseres Urlaubs gekauft habe – ich weiß gar nicht, welchen ich davon niedlicher finden soll (den mit der Einhorn-Katze, mit dem Faultier oder mit Miffy, dem Hasen).

😳 «Überrascht»
… hab ich doch glatt vergessen, dass diese Woche schon einige Kochzeitschriften mit ihren neuen Ausgaben auf dem Markt sind. Na ja, dann werde ich morgen mal in den Zeitschriftenladen gehen.

😢 «Traurig»
… ich würde alles dafür geben, wenn man diese schlimme Erkrankung bei Toni und seiner Schwester Paolina irgendwie heilen könnte. Beide Katzen laufen immer schlechter, dabei sind es solche munteren Gute-Laune-Pakete – so tapfer und passen sich immer wieder den neuerlichen Verschlechterungen an. Ich wünschte, man könnte der drohenden Lähmung irgendwie entgegenwirken …

😡 «Geärgert»
… gestern Nacht, als wir schlafen gingen, hatten mich auf dem Sofa schon insgesamt 7 Mückenstiche erreicht 😦 – bin ich froh, wenn das vorbei ist.

🍴«Gegessen»
… juchu – wir können jetzt endlich wieder normal essen. Diese Woche war ich einmal mittags im „Alpenstückle“ zu Rösti, hausgebeiztem Lachs und Salat und dann habe ich mir mittags, als ich mit dem Auto in der Waschstraße war, Sushi bei „Ishin“ geholt (allerdings zum Mitnehmen – ich oute mich und gebe zu, dass ich Sushi leider nur mit Messer und Gabel essen kann 😉 …) – es war allerköstlichst. Freitag haben der Mann und ich nach langer Zeit mal wieder spanisches Iberico-Schweinesteak und dazu Feldsalat mit Pinienkernen, Bacon-Bits und meinem hausgemachten Joghurt-Honig-Senf-Orangen-Dressing gemacht – das war ein Genuss. Am gestrigen Samstag gab es ein Thailändisches Massaman-Curry mit Rinderfilet, Kürbis, Mini-Maiskölbchen, Zimtstangen, Kokosmilch und frischem Koriander. Heute werde ich ein wenig improvisieren: ich habe noch tiefgefrorene Knoblauchgarnelen, einen Rest Kürbis und frische Bandnudeln, Parmesan – daraus müsste sich irgendwas zaubern lassen.

👂«Gehört»
… dass mein Wecker nicht mehr klingelt *heul* 😦 – mein bezaubernder Mops-Wecker, den ich mir vor mindestens 11 Jahren hier in Berlin in einem Comic-Laden auf der Schönhauser Allee (den es leider schon lange nicht mehr gibt) gekauft habe, ist kaputt – er klingelt (oder eher: piepst) nicht mehr; also für einen Wecker eher kontraproduktiv. Nun muss ich einen neuen haben – und zwar will ich partout keinen Digital-Wecker, aber auch keinen mit so einem rasselnden Klingeln wie früher, sondern eben wieder einen mit Batteriebetrieb und Pieps-Weckton – nur eben hübsch oder niedlich soll er sein. Gar nicht so einfach, denn einen Wecker von „Simon’s Cat“ oder den „Beatles“ gibt es leider nicht und einen von „Hello Kitty“ will ich nicht, und selbst Mops-Wecker scheint es keine mehr zu geben. Derzeit liebäugle ich mit einem Wecker mit der Comic-Katze „Pusheen“.

💻 «Gemailt»
… mit meiner lieben Ivy, der lieben Monika Sch. in Hagen und meiner lieben Freundin Kerstin 🙂

👀 «Gesehen»
… dass heute Abend im TV auf so ziemlich allen Kanälen das Kanzler-Duell – also der verbale Schlagabtausch zwischen Angela Merkel und Martin Schulz kommt. Ich frag mich immer, ob solche Sendungen die Entscheidungen der Wähler beeinflussen? Ich kenne Leute, die ohne zu überlegen bei jeder Wahl das Kreuzchen für die gleiche Partei abgeben und eigentlich gar nicht wissen, was die Partei für die jeweilige Wahl in ihrem Programm hat. Ich versuche schon, mich vor jeder Wahl so gut wie möglich über die Parteiprogramme der wichtigsten Parteien zu informieren und danach zu entscheiden, wobei da natürlich auch immer der Sympathie-Faktor für den jeweiligen Kandidaten eine Rolle spielt. Und Parteien wie die AfD sind bei mir von Vornherein ausgeschlossen – die gehören meiner Meinung nach verboten; mich erschreckt es immer wieder, dass es tatsächlich so dumme und primitive Kreaturen gibt, die so etwas wählen.

💖 «Geknuddelt»
… die üblichen Verdächtigen hier im Haushalt 😉

💭 «Gedacht»
… es herbstelt schon ein wenig (grundsätzlich sind aber der Herbst und zuvor der Altweibersommer meine liebste Jahreszeit).

🏆 «Stolz»
… ich war endlich mal mit meinem von den Lindenblättern total verklebten Auto in der Waschstraße – jede Wette, dass das jetzt nach dem Wochenende wieder genauso klebrig ausschaut.

💳 «Gekauft»
… diese Woche war ich brav und habe mir mal überhaupt nichts gekauft. Ich hadere noch etwas mit mir: Von Treaclemoon gibt es einen neuen Duft „White Chocolate Fantasy“ – ich weiß noch nicht wie der duftet, aber eigentlich bin ich mehr ein Fan von Frucht-Düften.