Rezension: Judith Pinnow – „Läuft da was?“

Fakten:
Paperback (doppelter Taschenbuch-Einband, broschiert), Krüger (Fischer-Verlag), erschienen: 23.04.2015, 364 Seiten, 14,99€ – auch als eBook & Hörbuch erhältlich

Autorin:
Judith Pinnow wurde am 11.03.1973 in Tübingen als Judith Halverscheid geboren. Sie ist eigentlich gelernte Schauspielerin und lernte ihr Handwerk an der Schauspielschule Ulm und am Lee Strasberg Institute in New York. Von 1994 bis 1997 moderierte sie zunächst den „Disney Club“ und im Anschluss die Nachfolge-Show „Tigerenten-Club“, wo sie ein Moderationsduo mit ihrem heutigen Ehemann Stefan Pinnow bildete. Mit ihm, den drei gemeinsamen Kindern und dem Hund lebt sie idyllisch in der ländlichen Nähe zu Köln. Neben einigen Moderationsjobs und Mitwirkung in  (TV-)Filmen, veröffentlicht sie bereits seit 1997 Publikationen – zunächst Kinderbücher, später auch Kurzgeschichten/Ratgeber. „Läuft da was?“ ist ihr Debüt im Frauenroman-Genre. 2016 erschien von ihr ebenfalls bei Fischer/Krüger der 2. Roman „Versprich mir, dass es großartig wird“ und im August 2017 folgt „Die Phantasie der Schildkröte“.

Handlung:
Die Moderatorin Annabel Förster, 39, hat eigentlich so ziemlich alles im Leben bekommen, was sie sich immer gewünscht hat: Sie ist mit ihrem Traummann, dem Schauspieler Tom, verheiratet, hat drei Wunschkinder und lebt sogar in ihrem Haus mit den blauen Fensterläden, das sie sich immer gewünscht hat. Nur eines bekommt sie nach einem Casting leider nicht: Den heiß ersehnten Moderationsjob einer Samstag-Abend-Show im TV, wo sie doch schon so lange im Nachtprogramm eines eher unbekannten Senders rumkrebst. Und das alles, weil sie nach jahrelanger Familien-Auszeit nun zu alt sein soll für die Prime Time?! Sie beginnt ihr ganzes Leben in Frage zu stellen: Angefangen bei ihrem Aussehen, ihrem Job, der Familie und überhaupt. Und dann taucht auch noch ein jüngerer Mann in ihrem Leben auf, in den sie sich verliebt. Wer oder was kann Annabel wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, bevor sie noch vollends die Bodenhaftung verliert?

Fazit:
Wenn es dem Cover nach gegangen wäre, hätte ich das Buch wahrscheinlich eher nicht gewählt, weil mich diese Frau auf sandigem Hintergrund, die sich in künstliche Deko-Wellen aus Papier stürzt eher weniger anspricht, auch, wenn man beim Lesen feststellt, dass es durchaus Bezug zur Story hat.
Die 364 Seiten verteilen sich auf 20 (manchmal recht lange) Kapitel mit einem etwas kleineren Schriftbild.
Ich muss sagen, dass ich das Buch erstmal auf mich wirken lassen musste und ein wenig mit mir gehadert habe, was die Rezension anging, weil mich die ganze Geschichte geschmacklich ein wenig hin- und hergerissen hat.
Den Schreibstil von Judith Pinnow mochte ich von Anfang sehr, absolut angenehm, fesselnd und man kommt leicht in die Geschichte rein – bei mir war es so, dass ich ständig weiterlesen wollte, was noch so alles passiert.
Annabel als Protagonistin mochte ich aber irgendwie nicht so sehr: Ich fand sie mit dem Fortschreiten der Story immer noch ein Stück nerviger, oberflächlicher und egoistischer als zu Beginn des Buches – also kurzum: ziemlich anstrengend. Manchmal hätte man sie gern mal durchgeschüttelt und in die Realität zurückbefördert. Eigentlich genau der Typ Frau, den ich nicht so mag: Nur aufs Aussehen fixiert, das natürlich an allem Schuld ist, was in ihrem Leben anders läuft als gewünscht.
Sehr interessant fand ich die kleinen, interessanten, wenn auch wahrscheinlich leicht überzogenen Einblicke in die (scheinbar) glamouröse TV- und Medienwelt. Man merkt beim Lesen, dass sich die Autorin in dieser Welt bestens auskennt und fragt sich sowieso ziemlich oft, wieviel von Judith Pinnow selbst in diesem Buch stecken mag …
Für einen ChickLit-Roman hatte der Roman für meinen Geschmack ein paar Sex-Szenen zuviel, denn ein wirklich guter ChickLit-Roman braucht das gar nicht und lebt vom Weniger an Mehr 😉
Auch, wenn ich zeitweilig sehr genervt von der Protagonistin war und zum Ende hin fand, dass die Geschichte immer unrealistischer und an den Haaren herbeigezogen war, hatte ich allerdings doch auch so meinen Lesespaß bei dieser Lektüre.
Daher gibt es von mir – zwar recht knappe – aber immerhin doch 4**** Sterne.

Veras Weekly – hach, es ist einfach toll, Urlaub zu haben (31. KW)

📝 «Geplant»
… auf jeden Fall noch einen Ausflug an die Ostsee und noch mehr von Berlin kennenzulernen während unseres Urlaubs – und aufs Land nach Brandenburg geht es auch nochmal.

📚 «Gelesen»
… bin im Endspurt mit „Läuft da was?“ von Judith Pinnow, was mir ganz gut gefallen hat. Was ich danach lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht.

😊 «Gefreut»
… dass wir so eine tolle erste Urlaubswoche hatten: Letze Woche Montag waren wir zuerst bei strahlendem Sommerwetter auf der Dach-Lounge des RBB mit einer traumhaften Aussicht; danach haben wir die hübsche kleine Schwester Berlins – Potsdam – besucht. Dort haben wir am Stadthafen am Wasser gesessen – direkt neben der „Seerose“ (ein Lokal in dem ich 1988 mal mit meinem Potsdamer Cousin feiern war); von dort aus sind wir weiter in die City und durch die Innenstadt spaziert, dann durch die Villenkolonien gefahren und abends waren wir auf den Wannsee-Terrassen essen und haben dort noch einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen. Dienstag haben wir uns hier zu Hause erholt; Mittwoch waren wir in Tegelort an der Havel, haben dort fein gegessen in der „Eagle Lodge“ und waren dann in den Lagerverkäufen von Bahlsen und Storck. Vor Allem für den Mann, der Schokolade liebt, ein Paradies. Da es bei Bahlsen aber auch herzhafte Sachen von Lorenz gab, bin ich dort auch fündig geworden – ich bin ja nicht so Schoko-Fan. Abends wollten wir eigentlich ins OpenAir-Kino, in „Monsieur Pierre geht online“ aber dann fing es an zu regnen. Nachdem wir storniert hatten, hörte es wieder auf und wir sind dann hier im Kiez Vietnamesisch Essen Cocktails trinken gewesen. Donnerstag waren wir bei IKEA und haben so einiges gekauft und sind auf dem Parkplatz in Tempelhof in einen herrlichen, sommerlichen Platzregen gekommen. Freitag waren wir zuerst auf dem Waldfriedhof Heerstraße, wo wir so einige Promigräber (Bubi Scholz, Klausjürgen Wussow, Wolfgang Spier, Loriot) gesehen haben und dann noch auf dem Glockenturm am Olympiastadion – auch eine traumhafte Aussicht, danach haben wir fürs Wochenende Käse gekauft bei „Blomeyer’s Käse“ – ein toller, kleiner Laden hier im Kiez – der Besitzer ist als Käse-Sommelier bekannt und auch immer mal wieder im RBB TV zu Gast. Abends hatten wir dann BBQ im „Wilson’s Prime Rib“ gebucht. Gestern waren wir zu Hause und heute auch.
… über Toni, der in den letzten Tagen immer wieder total süß und wild gespielt hat.

😳 «Überrascht»
… unser Toni hat morgen seinen 1. Geburtstag – nach der schlimmen Diagnose im Januar ist es überraschend, dass er trotz seiner ganzen, immer schlimmer werdenden Behinderungen diesen Tag erleben darf und wir mit ihm. Er ist trotz allem ein Steh-Auf-Männchen, das sich immer wieder den neuen Begebenheiten, vor die ihn sein Körper gestellt hat, angenommen und sich diesen angepasst hat. Wir lieben ihn so sehr und ich würde alles dafür geben, wenn es eine Heilung oder Genesung für ihn geben würde …

😢 «Traurig»
… bei unserem Ausflug auf den Waldfriedhof bin ich offenbar Landeplatz für Kriebelmücken gewesen. Ich habe mich erst noch gefreut, dass trotz der ganzen Mücken dort kaum Stiche habe. Was ich aber nicht wusste ist, dass diese Mücken nicht stechen, sondern beißen und diesen Biss mit einem Enzym so betäuben, dass man ihn erst viel später bemerkt. In der Nacht von Freitag zu Samstag fingen diese Stiche dann an, gerade zu explodieren – manche (u. a. an beiden Ellbogen und an der re. Hand) wachsen immer noch, sind handtellergroß, geschwollen und extrem heiß – mein rechter Ellbogen sieht aus wieder Oberarm von Hulk in rot ;-). Ich habe drei Stiche, die so richtig allergisch angegangen sind und kühle nun fleißig, nehme Antihistaminika und Cortison-Salbe.

😡 «Geärgert»
… über nichts.

🍴«Gegessen»
… immer nur auswärts – allerdings gab es gestern wieder unsere alleeköstlichsten, selbstgerechten Schmorgurken mit Salzkartoffeln.

👂«Gehört»
… Mücken-Summen *grrr*

💻 «Gemailt»
… mit Marion T. in Bremen, Marion H. in Köln, Sue in Innsbruck, Ivy im Urlaub, Astrid, Heidi.

👀 «Gesehen»
… wie toll unsere Stadt ist und wie praktisch es ist, so zentral zu wohnen ❤

💖 «Geknuddelt»
… Mann und Katzen – wie immer.

💭 «Gedacht»
… wir leben in der schönsten Stadt der Welt – aber Potsdam ist mindestens ebenso so schön ❤
… schade, dass jetzt während unseres Urlaubs keine Konzerte sind. Im letzten Jahr waren wir ja zu der Zeit bei Sting auf der Waldbühne.
… wie toll es ist, mal mehr Zeit zum Lesen zu haben.

🏆 «Stolz»
… mal wieder auf gar nichts.

💳 «Gekauft»
… die neue Ausgabe der „Chefkoch“ (die „Lecker“ habe ich ja im Abo), eine Flamingo-Tasse bei Starbucks, Großeinkauf bei dm.