Rezension: Dorothea Böhme – „Ein Dorf zum Verlieben“

Fakten:
Taschenbuch, Blanvalet, erschienen: 20.02.2017, 317 Seiten, 9,99€
(auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Dorothea Böhme wurde im Jahr 1980 im westfälischen Hamm geboren. Ihre Studienzeit verbrachte sie sowohl im schwäbischen Tübingen, als auch im Ausland. Sie lebte u.a. in Quito/Ecuador, Triest/Italien und Klagenfurt/Österreich, wo auch ihre ersten Regionalkrimis spielten. Zudem war sie als Deutschlehrerin und Lektorin in Ungarn tätig und lebt heute in Stuttgart – ebenfalls ein Handlungsort ihrer Regionalkrimis im Gmeiner-Verlag. Bei Blanvalet sind bereits vor „Ein Dorf zum Verlieben“ (2017) zwei weitere Unterhaltungsromane von ihr erschienen: „Neben der Spur ist auch ein schöner Weg“ (2014) und „Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel“ (2015).

Handlung:
Wanda ist Ende 20 und Yoga-Lehrerin in ihrem Heimatdorf Osterbüren im Münsterland, wo sie fest verwurzelt ist. Nur ihr Liebesleben liegt brach, seit ihre 1. große Liebe Richard nach dem Abitur nach München gezogen ist und sich trotz Wandas Briefe und SMS nie wieder bei ihr gemeldet hat. Doch Richard, mittlerweile Arzt, hat nach 10 J. Heimatgefühle und nimmt in Osterbüren die Urlaubsvertretung des dortigen Landarztes an. Nun versucht das ganze Dorf, angeführt von Wandas beiden, eigentlich verfeindeten, Großmüttern, zu verhindern, dass Richard und Wanda sich begegnen und er erneut Wandas Herz bricht, was nicht nur einmal zu einem Chaos führt. Und Richard ist ja eigentlich sowieso nur auf Zeit da und wird bald in die Schönheitsklinik seines zukünftigen Schwiegervaters in München einsteigen …

Fazit:
Für mich ist das der 1. Roman, den ich von Dorothea Böhme gelesen habe – irgendwie hat mich das Buch bei der Durchsicht der Verlagsvorschauen angesprochen und ist direkt auf meine Wunschliste gewandert. Ein Grund war sicherlich der ungewöhnliche Handlungsort, ein fiktives Dorf im Münsterland.
Das Cover vermittelt entsprechend dem Titel eine ländliche Atmosphäre und wirkt harmonisch in Gestaltung und Farbgebung.
Das Buch hat ein sehr großzügiges, angenehm leicht lesbares Schriftbild und die 317 Seiten sind auf 14 Kapitel + Prolog und Epilog aufgeteilt. Ich fand die Leselänge einiger Kapitel ein wenig zu lang – gerade am Anfang und am Ende.
Die Charaktere sind treffend beschrieben und genau so, wie man sich eine kauzige, westfälische Landbevölkerung vorstellen würde. Besonders witzig finde ich Wandas Großmütter, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich allergrößte Mühe um Wandas Wohlergehen geben – allerdings nicht immer zu ihrem und zum eigenen Besten. Wobei ich fast sagen muss, dass Wanda selbst als Protagonistin aus meiner Sicht in der Geschichte ein wenig zu farblos bleibt.
Ein Kritikpunkt ist für mich auch, dass für mich das Buch an manchen Stellen ein wenig zusammengekürzt wirkt und manche Handlungssprünge dadurch nicht immer logisch erscheinen. Es gab mehrere Stellen, an denen ich nochmal zurückgeblättert habe, um zu schauen, woher denn plötzlich diese Handlung entspringen soll.
Insgesamt ist das Buch unterhaltsam und lustig und man könnte sich die Handlung sicherlich auch gut als Film-Komödie vorstellen. Ich habe mir jedoch bei der Überschrift auf der Verlagsseite „Gilmore Girls im Münsterland“ noch ein klein wenig mehr davon versprochen.
Zum Ende hin gibt es aber noch mal eine überraschende Wendung.
Für ein paar kurzweilige, unterhaltsame Lesestunden gibt es von mir hierfür knapp 4**** Sterne.

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