Veras Weekly – die 20. KW hatte einen schönen Abschluss :-)

📝 «Geplant»
… unverändert: Endlich einen Friseur-Termin und einen Fußpflege-Termin zu vereinbaren.
… ein Urlaubstag am kommenden Freitag (Brückentag nach dem Feiertag) – mal schauen, was das Wetter so bringt und was wir unternehmen werden).
… ein Konzert in der kommenden Woche, na ja eher noch übernächste Woche …

📚 «Gelesen»
… bin mehr als die Hälfte durch mit „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann – gefällt mir wieder sehr gut, weil Petra Hülsmann wirklich ganz toll schreibt. Ich denke, für mein nächstes Buch greife ich aber auch wieder weiter im SuB zurück oder lese endlich mal einen Ostsee-Roman.

😊 «Gefreut»
… die Woche hatte gestern einen ganz tollen Abschluss: Ich habe mich gestern Nachmittag hier in Berlin mit der lieben Hannelore Kühlcke vom Blog „Lesegenuss“ getroffen und wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag und haben viel gequatscht. Getroffen haben wir uns in der Friedrichstr. vor „Dussmann“ – wie sollte es anders sein, bei zwei Büchersüchtigen 😉 – dann waren wir „Unter den Linden“ zuerst leckeres italienisches Eis essen, danach im Nivea-Haus und dann noch auf einen Kaffee bei Starbucks – wir hatten wirklich Spaß zusammen und es war sicher nicht unser letztes Treffen.
… den Abend haben mein Mann und ich dann auch noch schön ausklingen lassen – waren beim Lieblingsitaliener im Kiez „Cantinetta“ und haben fürstlich gespeist, Aperol Spritz genossen und konnten schön draußen sitzen. Als wir heimkamen lief im Radio die 80er Jahre Party mit ganz viel Italo Disco Pop 😉

😳 «Überrascht»
… nun habe alle großen Verlage ihre Herbstvorschauen veröffentlicht und ich habe doch gestaunt, wie prall meine Wunschliste jetzt wieder angewachsen ist …
… ich frag mich ja immer wieder, warum sich so viele deutsche Autorinnen amerikanisch klingende Pseudonyme geben müssen und ihre Geschichten dann in den USA spielen lassen? Das ist irgendwie so eine merkwürdige Modeerscheinung auf dem Literaturmarkt. Ich lese ja irgendwie immer noch am liebsten Geschichten, die in Deutschland spielen …

😢 «Traurig»
…  Toni war dann Anfang der Woche doch mal wieder wegen Verstopfung beim Tierarzt – aber seither und seit wir auf Anraten der Ärztin die Laktulose-Dosis erhöht haben, läuft es wieder ganz gut …

😡 «Geärgert»
… dass mich 2 Tage lang heftigste Kopfschmerzen niedergestreckt haben durch diesen blöden Wetterumschwung – und der Sommer fängt erst an (ist ja eigentlich auch nicht so meine Jahreszeit, zumindest nicht, wenn es so richtig heiß wird).

🍴«Gegessen»
… ganz ehrlich – ich hab keinen Plan mehr, was es letzte Woche so gab bei uns. Auf jeden Fall waren meine gefüllten Nudeln dabei (leider hat REWE meine Lieblingssorte, Kürbis-Salbei, nicht mehr); vorgestern gab es wieder weißen Spargel mit Weißwein-Hollandaise, Frühkartöffelchen und Schinken-Variationen und als Nachttisch wieder köstliche regionale Erdbeeren mit Vanilleeis – Spargel und Erdbeeren kaufen wir hier an einem Stand – direkt von einem regionalen Erzeuger aus dem Umland; gestern waren wir beim Italiener und haben Carpaccio, Saltimbocca und Tirami Su geschlemmt, aber was es heute gibt, ist noch offen.

👂«Gehört»
… gestern Abend ganz viel 80er Jahre Musik im Radio – ach ja, und diese Woche auch im Radio „Looking for Freedom“ von David Hasselhoff – ist zwar nervig, aber irgendwie auch total kultig 😉
… am Wochenende war wieder die „LoveLetter Convention“ in Berlin (LLC), wo viele Autorinnen und Autoren von Liebesromanen Lesungen und Workshops gehalten haben, Blogger zu Gast waren, Verlage usw. – das Event findet jedes Jahr statt und ist immer mehr gewachsen. Ich bin allerdings überhaupt kein Fan von solchen Massenveranstaltungen und ich habe schon von anderen Besucherinnen der Veranstaltung gehört, dass es, wenn es in die Signierstunden und zu den Freiexemplaren geht, die Raffgier bei manchen echt voll zuschlägt. Für die fast 60 Euro, die das Wochenend-Ticket gekostet hat, kann ich mir schon wieder 6 Taschenbücher kaufen 😉

💻 «Gemailt»
… mit Kerstin H., Hannelore K., Conny, Miriam D. und noch ein paar anderen.

👀 «Gesehen»
… Toni liegt sehr gerne auf dem „toten Schaf“ im Wohnzimmer und findet das offenbar – als einzige unserer Katzen – ganz toll. Wir haben dann auch nochmal versucht, Joelle davon zu überzeugen, die dann die wieder alle vier Pfoten quergestellt hat und sich mit aller Macht gewehrt hat, das Schaffell zu berühren 😉

💖 «Geknuddelt»
… alles wie gehabt 😉

💭 «Gedacht»
… Vorfreude ❤ – denn morgen Mittag treffe ich eine liebe Freundin, die ich länger nicht gesehen habe.
… ich habe mit Schrecken gesehen, dass in dem Kölner Ortsteil, in dem ich aufgewachsen bin, Porz-Eil, die AfD teilweise auf bis zu 16% gekommen ist bei der Landtagswahl letzte Woche. Das hat mich ziemlich geschockt, dass der Anteil der Hirnlosen dort so extrem hoch ist 😦 – zum Vergleich: In der Kölner Südstadt, wo wir zuletzt gelebt haben (für uns der beste Stadtteil Kölns ever), hatte die AfD nur 3%.
… meine Einstellung zu eBooks hat sich leider doch nicht verändert – ich lese definitiv immer noch gedruckte Bücher aus Papier deutlich lieber.

🏆 «Stolz»
… mal wieder auf gar nichts.

💳 «Gekauft»
… mal wieder Kochzeitschriften (Food Box und Deli); 2 Bücher: „Das Leben fällt wohin es will“ von Petra Hülsmann und „Liebe wird aus Mut gemacht“ von Catarina Junk; ganz viel Kosmetik-Kram im Nivea-Haus Unter den Linden hier in Berlin – hatte den Vorteil, dass ich dazu gratis auch noch das Kochbuch von Tim Mäler und Jogi Löw bekommen habe; 2 Uhren-Batterien hier im Karstadt. Der Mann und ich sind immer wieder total begeistert, so zentral zu wohnen! Wir gehen hier wirklich nur um die Ecke und haben absolut alles vor der Türe.

Veras Weekly – auch die 19. KW endet mit einem Musical-Besuch …

📝 «Geplant»
… immer noch, endlich einen Friseur-Termin und einen Fußpflege-Termin zu vereinbaren.
… mal wieder so einigen Schreibkram in Bezug auf meinen Unfall zu erledigen – ich mache ja auch seit Wochen nichts Anderes 😦 …

📚 «Gelesen»
… ich fange heute an mit „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann – habe da jetzt auch mal wieder weit im SuB zurückgegriffen, denn dieser 2. Roman der Autorin wartet schon seit 2 J. darauf, von mir gelesen zu werden (diesen Monat erscheint ihr 4. Roman). Aber ihr 1. Buch, „Hummeln im Herzen“, hat mir schon besonders gut gefallen und mir schöne Lesestunden beschert :-). Obwohl ich so viele neue Bücher kaufe, werde ich nun auch immer mal wieder ein Buch lesen, das schon länger in meinen Regalen schlummert 😉

😊 «Gefreut»
… über die gelungene Premiere gestern Abend meines 2. Jg. Musical/Show an der Uni mit ihrer Interpretation „Lieber tot“ über die Geschichte von „Romeo und Julia“ im UNI.T! Wow, wie großartig – ich bin schon gespannt, was die Kids nächstes Jahr an der Neuköllner Oper aufführen werden. Es gibt noch 4 Vorstellungen und ich kann jedem, der in Berlin ist und eine etwas außergewöhnliche Inszenierung sehen möchte, sich das Stück heute (14.05.2017) bzw. zwischen dem 19. und 21.05.2017 noch anzuschauen.
… nach der Premiere waren der Mann und ich dann noch unterwegs auf dem KuDamm und waren Steak Essen und Aperol Spritz trinken. Ein schöner Abend ❤
… ich habe mal wieder ein Buch bei vorablesen.de gewonnen – nun muss es nur noch bei mir ankommen: „Kleine Lügen erhalten die Familie“ von Katia Weber – stand auch auf meiner Wunschliste.

😳 «Überrascht»
… ich bekomme eigentlich nie unaufgefordert Rezensionsexemplare zugesandt – nun ist es doch passiert und leider ein Buch (zudem noch ein 2. Teil), das so gar nicht zu meinem Lesegeschmack passt, da ich ja lieber humorvolle Geschichten mag und das hier ist wohl ziemlich dramatisch: „Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger – die Fortsetzung von „Das Sternenboot“. Ich werde mal schauen, ob ich es über meine Facebook-Seite an andere Blogger zur Rezension abgebe oder hier verlose. Sicherlich ein großartiges Buch für Liebhaber des dramatischen Genres. Wer das jetzt liest und Interesse daran hat, der melde sich bitte bei mir!
… da der Mann und ich erst zum 3. Schnelldurchlauf des ESC kurz vor der Punktwertung zu Hause waren, war der Gewinner des diesjährigen ESC sicherlich eine Riesen-Überraschung – aber, wie ich finde, eine sehr positive: Salvador Sobral aus Portugal mit seinem auf Portugiesisch gesungenem Titel „Amor pelos dois“ – ein Lied der leisen Töne mit einer Message (die ich leider immer noch nicht kenne, weil sich keiner die Mühe einer Übersetzung macht). Sicherlich kann man geteilter Meinung darüber sein, aber mich hat sehr beeindruckt, dass dieses Mal keine von der plastischen Chirurgie im Einheitslook verunstaltete Balkan-Lady gewonnen hat oder eben dieses Mainstream-Gejammer, mit dem Deutschland jedes Jahr aufs Neue an den Start geht und sich wundert, immer wieder eine Klatsche auf den letzten 5 Plätzen damit zu kassieren. Da hilft es dann auch nicht, wenn man die Produzenten von David Guetta bemüht, die sich dann selbst kopieren. Toll finde ich auch, dass mal wieder ein Titel gewonnen hat, der in der Landessprache gesungen wurde.
… Ullstein ist der einzige große Publikumsverlag, der immer noch keine Herbst-Vorschau veröffentlicht hat.

😢 «Traurig»
… natürlich immer noch besonders wegen Tonis Erkrankung und dass das Leben einfach so ungerecht ist beim Verteilen des Schicksals …

😡 «Geärgert»
… darüber, dass ich jetzt auch noch einen Anruf + Fragebogen von meiner Kfz.-Versicherung bekam, wegen des Schadens, den ich an einem Leasingfahrzeug der Mercedes Benz Leasing am 28.02,2017 verursacht habe und mich nie darum gekümmert hätte. Nun darf ich den nächsten Bericht zum gesamten Hergang schreiben. Die wollen nun auch noch Akteneinsicht in die Ermittlungsakte nehmen. Ich habe nun erfahren, dass es bei der Amtsanwaltschaft Berlin mindestens 2 Monate dauert, bis überhaupt der Eingang einer Polizei-Akte vermerkt und dort ein Aktenzeichen vergeben wird. Wie lange dann die weitere Bearbeitung dauert, kann man sich dann ausmalen …! Wahnsinn, was mich diese Sache mittlerweile an Kraft gekostet hat und wahrscheinlich auch noch kosten wird. Jede Nacht, wenn ich einschlafen möchte, geht mir diese ganze Sache stundenlang durch den Kopf 😦

🍴«Gegessen»
… Freitag gab es Spargel mit Sauce Hollandaise, Kurzgebratenem und als Dessert Erdbeeren mit Vanille-Eis; gestern waren der Mann und ich nach der Musical-Premiere bei Blockhouse am späten Abend noch Steak mit Kartoffelgratin, Salat und Knoblauchbrot essen – lecker. Dabei haben wir mit Blick auf KuDamm und Gedächtniskirche wieder festgestellt, dass wir in der tollsten Stadt der Welt leben dürfen. Tja, was es sonst noch so gab diese Woche, weiß ich leider nicht mehr.

👂«Gehört»
… was die Tickets für die Deutschland-Konzerte von „Rolling Stones“ so kosten – ziemlich verrückt! Aber es heißt ja immer, entweder ist man „Beatles“- oder „Stones“-Fan – ich bin eindeutig „Beatles“-Fan forever ❤

💻 «Gemailt»
… mit Monika Sch., Hanne K., Sandra G., Verena R., Nicole R., Natalie M., Hermien St., Miriam D., Susi K., Sue B. – richtig viel, aber ich will jetzt mal endlich wieder diejenigen mit Mails bedenken, die ich so lange vernachlässigt habe: Silke R., Miri R., Marion H., Ute K. ❤

👀 «Gesehen»
… Landtagswahl in der Ex-Heimat NRW heute – ich hoffe sehr, dass in Deutschlands größtem Bundesland die AfD zurückliegen wird und keine Maßstäbe für die Bundestagswahl setzen kann.

💖 «Geknuddelt»
… unverändert die Gleichen ❤ – noch dazu mein Kollegen-Team im anderen Dienstgebäude, die ich so lange nicht gesehen habe.

💭 «Gedacht»
… manchmal würde ich gern spontan einen Tag Urlaub nehmen und mich morgens in den Zug nach Warnemünde oder sonst wohin an die Ostsee setzen und einen Tag im Strandkorb verbringen, ohne dass jemand weiß, wo ich bin – einfach mal abschalten – oder an einen brandenburgischen See ginge auch …
… heute ist Muttertag – für mich kein besonderer Tag. Und bis vor 7 J., als ich noch Kontakt zu meiner Mutter hatte, war das immer nur ein Tag, an dem ich wieder etwas falsch machen konnte. Einer von vielen Tagen im Leben, an denen ich um Liebe und Anerkennung gekämpft habe und wieder einen Keulenschlag bekam. Wer viel macht, kann auch viel falsch machen – habe ich immer gesagt. Meine Brüder haben nichts für meine Mutter getan, aber waren dafür immer die Götter. Ich bin so froh, dass ich vor 7 J. endlich den Mut hatte, „Nein“ zu dieser Familie zu sagen und mein Wohlergehen nicht mehr von deren Kontakt und Handeln abhängt. Und meiner Mutter konnte ich damit das schöne Leben, das sie bis vor meiner Geburt mit ihren Söhnen hatte (wie sie mir an den Kopf geworfen hat), somit auch zurückgeben.

🏆 «Stolz»
… auf nichts besonderes in der abgelaufenen Woche.

💳 «Gekauft»
… 3 Kochzeitschriften: „Jamie“, „Lecker“ (hab ich ja im Abo) und „In meiner Küche“; Bücher: „Frag nicht nach Sonnenschein“ von Sophie Kinsella und „Sommer mit Lilo“ von Rieke Schermer. Ich hatte ein Paket bei Sheego bestellt mit Oberteilen – muss aber sagen, dass die Qualität mancher Sachen von KIK besser ist und dabei günstiger – davon geht also das Meiste zurück.

Rezension: Sandra Girod – „Manchmal will man eben Meer“

Fakten:
Paperback, Blanvalet, erschienen: 25.07.2016, 351 Seiten, 14,99€ (auch als eBook erhältlich) – das Buch erscheint am 19.03.2018 als Taschenbuch zum Preis von 9,99€

Autorin:
Sandra Girod, Jahrgang 1963, echte Schleswig-Holsteinerin, arbeitet – neben ihrer Autorinnen-Tätigkeit – als Journalistin und Redakteurin. Sie war sowohl für Tageszeitungen (B.Z., Kieler Nachrichten) als auch für verschiedene Frauen-Zeitschriften (u.a . „Petra“, „Für Sie“, „Laura“) tätig. Mit Mann und zwei Kindern lebt sie in Hamburg. Ihr erster Roman „Nenn mich nicht Hasi“ ist 2014 erstmals im Paperback und 2016 als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen.

Handlung:
Janelle, liebevoll Wölkchen genannt, die 4jährige Tochter der Journalistin Yola Wolkenstein, leidet unter  chronischer Bronchitis. Den Beiden wird eine Mutter-Kind-Kur an der Nordsee in Cuxhaven verordnet. Yola kann sich nur schwer von ihrem Redaktionsjob loseisen, da in ihrer Branche Kinder eher als unnötiger Luxus gelten. Nachdem Yola als erstes lernt, ihre Vorurteile gegenüber den anderen Frauen abzubauen, deren Schicksale kennenlernt und auch endlich lernt, sich ihren eigenen Problemen zu stellen, verlebt sie eine tolle Zeit, lernt neue Situationen und Personen kennen. Und sie merkt, dass das Schicksal auch mit ihr nochmal ein neues Leben mit ihr plant …

Fazit:
Dieser Roman lag zu Unrecht viel zu lange auf meinem SuB und ich bin froh, dass ich mir jetzt die Zeit für dieses tolle Buch genommen habe.
Das Cover – ganz maritim und in Pastelltönen gehalten – ist ein Eye Catcher – traumhaft schön: Blauer Himmel, Meer, Möwen, Strand, Strandkörbe und der berüchtigte Piratenbus, den man im Buch noch näher kennenlernt. Schön, dass das Cover Bezug auf die Story nimmt. Der Titel ist blau-rot nach außen geprägter Schrift auf dem Cover – etwas plastisch – und gibt dem Cover nochmal etwas Besonderes.
Das Buch ist mit seinen 351 Seiten inkl. Dankeswort in sehr großzügigem Schriftbild gedruckt und die Kapitel haben allerbeste Leselänge, so dass man immer mal kurz zwischendurch ein Kapitel lesen kann.
Das ist mein erstes Buch, das ich von Sandra Girod gelesen habe, aber ganz sicher nicht mein letztes. „Nenn mich nicht Hasi“, ihren Debüt-Roman, nehme ich mir auch noch vor, da ich ihren Schreibstil sehr angenehm finde. Sie nimmt die Leser(innen) mit in die Story hinein und lässt einen die Geschichte mit(er)leben.
Zu Beginn der Story war ich mir ein wenig unsicher mit der Protagonistin Yola, die ich da noch ein wenig arrogant und herablassend gegenüber den anderen Frauen in der Kur fand. Doch in der Entwicklung der Story entwickelt sich auch Yolas Persönlichkeit – sie öffnet sich, erkennt, dass es auch in ihrem eigenen Leben Schwachpunkte gibt und betrachtet die muntere Frauengruppe der Kurklinik nicht mehr so von außen und von oben herab, sondern wird ganz schnell ein Teil von ihr und ist die treibende Kraft für Mut und Veränderung – auch bei den anderen. Gerne habe ich Anteil am Schicksal der Mütter in der Kurklinik genommen und die Wendungen in deren Entwicklung verfolgt, die ich während des Lesens auch alle sehr ins Herz geschlossen habe. Zum Ende hin habe ich sehr langsam gelesen, weil ich mich so ungern von dieser sympathischen Truppe trennen wollte.
Ein wenig schade fand ich nur, dass der Roman ein wenig abrupt endete und so vieles offen geblieben ist, aber wenn das bedeutet, dass es da möglicherweise nochmal einen weiteren Band gibt, der die Geschichte weitererzählt, bin ich damit einverstanden – denn Yolas Geschichte und die der anderen Frauen hat gerade jetzt noch an Potenzial für eine Fortsetzung gewonnen.
Auch, wenn ich als Nicht-Mutter, die noch nie selbst eine Kur gemacht hat, nicht so ganz zur Zielgruppe gehöre, so fand ich diesen Roman wirklich großartig – ob Mutter oder nicht: hier wird sich jede Frau selbst irgendwie wiederfinden und zum Nachdenken angeregt! Prädikat: lesenswert – ich gebe hierfür sehr gerne eine 5***** Sterne-Leseempfehlung!

Veras Weekly – die 18. KW war eine Depri-Woche …

📝 «Geplant»
… in der kommenden Woche ein Musical-Besuch – dieses Mal zeigt der 2. Jg. meiner Uni, was er so kann. Ich freue mich 🙂
… endlich einen Friseur-Termin zu vereinbaren.
… ggf. muss das Gestell meiner neuen Brille nochmal ausgetauscht werden, weil ein Bügel einen Defekt hat 😦

📚 «Gelesen»
… auf den letzten 100 Seiten von „Manchmal will man eben Meer“ von Sandra Girod – gefällt mir bis jetzt sehr gut, hat das Zeug zum Wohlfühl-Roman.

😊 «Gefreut»
… dass wenigstens Joelle so gesund ist: Sie ist so unkompliziert, kein verknotetes Fell, nie krank, putzt und pflegt sich immer und ist immer besorgt um Mary und Toni ❤ – und weil sie so unkompliziert ist, geht die Süße manchmal ein wenig zwischen den beiden Pflegefällen unter.

😳 «Überrascht»
… unsere Mary-Katze lässt mit ihren 16 1/2 J. gerade mal wieder die Chef-Katze raushängen. Am Wochenende lässt sie uns nicht schlafen, weckt uns früh morgens lautstark an der Schlafzimmer-Türe scharrend und miauend (Joelle und Toni nur im Hintergrund) und fordert Futter für ihr ganzes Rudel 😉 – und wenn wir nicht reagieren, geht das ungefähr im Stundentakt weiter so. Verblüffend, was diese dünne, alte Katze noch für eine Energie haben kann. Sie weiß immer noch sehr genau, was sie will. Krallen schneiden lassen wollte sie eben nicht, aber die Mani- und Pediküre schafft die alte Lady nicht mehr alleine, das war echt fällig.

😢 «Traurig»
… dass Tonis Krankheit jetzt so erschreckend schnell fortschreitet und er leider immer größere Probleme beim Laufen hat und seiner Schwester geht es wohl genauso, wie ich hörte. Wir hatten so sehr gehofft, dass uns mehr gemeinsame Zeit bleibt. Ich will das gar nicht wahrhaben und habe große Angst vor dem Moment, wo wir eine Entscheidung treffen müssen. Zudem habe ich erfahren, dass Tonis Bruder in Stuttgart, der ebenfalls unter diesem Gendefekt litt, verstorben ist. Das tut mir so wahnsinnig leid und man fragt sich immer, warum die Welt so unfair ist.

😡 «Geärgert»
… diese ganze Geschichte mit dem Unfall und Tonis Krankheit haben dafür gesorgt, dass ich nach langen Jahren wieder mit Panik-Attacken zu kämpfen hatte in der vergangenen Woche, was dazu geführt hat, dass ich mich so richtig mies gefühlt habe. Und seit ich weiß, seit Freitag vor einer Woche, wie sich das jetzt mit dem Unfall und ggf. einer Klage, Prozess und hohen Zeitaufwand noch alles hinziehen wird, leide ich unter extremen Schlafstörungen.

🍴«Gegessen»
… Letzte Woche haben wir wenig gekocht und mehr bestellt – heute gibt es Hähnchen-Rouladen nach einem Rezept aus der aktuellen Ausgabe der „Chefkoch“.

👂«Gehört»
… dies und das.

💻 «Gemailt»
… fast ausschließlich dienstlich – hatte mega viel zu tun, weil wir diese Woche unsere 1. Zulassungsprüfung an der Uni hatten für einen Studiengang, den ich betreue. Ansonsten Danke an meine Lieben: Ivy, Andrea Sch., Bine, Anke F., Marion T., Charly.

👀 «Gesehen»
… Eishockey-WM im TV mit halbem Auge – irgendwie sind die Zeiten für mich vorbei.

💖 «Geknuddelt»
… immer die gleichen hier ❤ – die Miezen sind gerade alle drei sehr anhänglich und das gibt einem wirklich sehr viel ❤

💭 «Gedacht»
… mir einen Bluterguss am Handgelenk beim Dusche putzen holen, schaffe wohl auch nur ich.
… ich würde so gern mal wieder erholsam ausschlafen bzw. überhaupt einschlafen …

🏆 «Stolz»
… dass ich den Buchhandel diese Woche so fleißig angekurbelt habe und damit Autorinnen und Autoren unterstützt habe. Ich habe zudem in den letzten Wochen auch von anderen Blogs gelesen, die ihre Bücher selbst kaufen (u. a. auch, damit sie keinem Rezensionsdruck ausgesetzt sind) und sich nicht nur bei Autoren und Verlagen ihren Lesestoff gratis zusammenschleimen und schnorren. Es spricht nichts dagegen, dann und wann irgendwann mal ein Rezensionsexemplar anzunehmen – aber eben nicht nur. Selbst Bücher zu kaufen, finde ich immer gut und lobenswert! Wäre ja das Gleiche, wenn man arbeiten ginge und der Chef sagt, dass er einem zwar eine gute Beurteilung schreibt, aber bezahlen will er die Arbeit nicht – da würde man doch selbst auch ganz schön blöd aussehen …

💳 «Gekauft»
… bin ein wenig in der Buchhandlung eskaliert (ich teile meine Vorbestellungen ja immer auf, damit ich keine Kette benachteilige) – bei Hugendubel war es: „Besuch von oben“ von Jochen Siemens; „Apfelkuchen am Meer“ von Anne Barns und „Katzenglück und Dolce Vita“ von Hermien Stellmacher; bei Thalia war es „Neben der Spur, aber auf dem Weg“ von Mina Teichert, „Frühlingsglück und Mandelküsse“ von Emilia Schilling und „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ von Kristina Günak. Auf dem Postweg ist noch „Landliebe“ von Jana Lukas unterwegs und „Das Päckchen“ von J. Vellguth. Außerdem wollte ich noch zwei Bücher über Books on Demand als Print bestellen, die ich dann in der Buchhandlung abholen kann: „Als Lilly schlief“ von meiner Freundin Ivy Bell und „Herzvibrieren“ von Josie Kju. Diese Woche habe ich 3 Koch-Magazine gekauft: „Mutti kocht am besten“; „Chefkoch“ und die Sonderausgabe der „Chefkoch“ mit schnellen Gerichten. Beim Dänischen Bettenlager haben wir kl. Teppiche (Läufer) gekauft mit einem Stern, die wir so platziert haben, dass es für Toni leichter ist, über das Parkett zu laufen und eine Tasse mit einem Stern drauf, wie ich sie schon lange haben wollte.

Rezension: Dorothea Böhme – „Ein Dorf zum Verlieben“

Fakten:
Taschenbuch, Blanvalet, erschienen: 20.02.2017, 317 Seiten, 9,99€
(auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Dorothea Böhme wurde im Jahr 1980 im westfälischen Hamm geboren. Ihre Studienzeit verbrachte sie sowohl im schwäbischen Tübingen, als auch im Ausland. Sie lebte u.a. in Quito/Ecuador, Triest/Italien und Klagenfurt/Österreich, wo auch ihre ersten Regionalkrimis spielten. Zudem war sie als Deutschlehrerin und Lektorin in Ungarn tätig und lebt heute in Stuttgart – ebenfalls ein Handlungsort ihrer Regionalkrimis im Gmeiner-Verlag. Bei Blanvalet sind bereits vor „Ein Dorf zum Verlieben“ (2017) zwei weitere Unterhaltungsromane von ihr erschienen: „Neben der Spur ist auch ein schöner Weg“ (2014) und „Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel“ (2015).

Handlung:
Wanda ist Ende 20 und Yoga-Lehrerin in ihrem Heimatdorf Osterbüren im Münsterland, wo sie fest verwurzelt ist. Nur ihr Liebesleben liegt brach, seit ihre 1. große Liebe Richard nach dem Abitur nach München gezogen ist und sich trotz Wandas Briefe und SMS nie wieder bei ihr gemeldet hat. Doch Richard, mittlerweile Arzt, hat nach 10 J. Heimatgefühle und nimmt in Osterbüren die Urlaubsvertretung des dortigen Landarztes an. Nun versucht das ganze Dorf, angeführt von Wandas beiden, eigentlich verfeindeten, Großmüttern, zu verhindern, dass Richard und Wanda sich begegnen und er erneut Wandas Herz bricht, was nicht nur einmal zu einem Chaos führt. Und Richard ist ja eigentlich sowieso nur auf Zeit da und wird bald in die Schönheitsklinik seines zukünftigen Schwiegervaters in München einsteigen …

Fazit:
Für mich ist das der 1. Roman, den ich von Dorothea Böhme gelesen habe – irgendwie hat mich das Buch bei der Durchsicht der Verlagsvorschauen angesprochen und ist direkt auf meine Wunschliste gewandert. Ein Grund war sicherlich der ungewöhnliche Handlungsort, ein fiktives Dorf im Münsterland.
Das Cover vermittelt entsprechend dem Titel eine ländliche Atmosphäre und wirkt harmonisch in Gestaltung und Farbgebung.
Das Buch hat ein sehr großzügiges, angenehm leicht lesbares Schriftbild und die 317 Seiten sind auf 14 Kapitel + Prolog und Epilog aufgeteilt. Ich fand die Leselänge einiger Kapitel ein wenig zu lang – gerade am Anfang und am Ende.
Die Charaktere sind treffend beschrieben und genau so, wie man sich eine kauzige, westfälische Landbevölkerung vorstellen würde. Besonders witzig finde ich Wandas Großmütter, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich allergrößte Mühe um Wandas Wohlergehen geben – allerdings nicht immer zu ihrem und zum eigenen Besten. Wobei ich fast sagen muss, dass Wanda selbst als Protagonistin aus meiner Sicht in der Geschichte ein wenig zu farblos bleibt.
Ein Kritikpunkt ist für mich auch, dass für mich das Buch an manchen Stellen ein wenig zusammengekürzt wirkt und manche Handlungssprünge dadurch nicht immer logisch erscheinen. Es gab mehrere Stellen, an denen ich nochmal zurückgeblättert habe, um zu schauen, woher denn plötzlich diese Handlung entspringen soll.
Insgesamt ist das Buch unterhaltsam und lustig und man könnte sich die Handlung sicherlich auch gut als Film-Komödie vorstellen. Ich habe mir jedoch bei der Überschrift auf der Verlagsseite „Gilmore Girls im Münsterland“ noch ein klein wenig mehr davon versprochen.
Zum Ende hin gibt es aber noch mal eine überraschende Wendung.
Für ein paar kurzweilige, unterhaltsame Lesestunden gibt es von mir hierfür knapp 4**** Sterne.