Veras Weekly – Musical-Besuch in der 17. KW …

📝 «Geplant»
… ich behalte weiter die noch fehlenden Verlagsvorschauen für Herbst 2017 (Bastei Lübbe, LYX, Rowohlt, Suhrkamp/Insel, Fischer-Verlag, KiWi, DuMont und noch ein paar andere) im Auge.

📚 «Gelesen»
… im Endspurt zu „Ein Dorf zum Verlieben“ von Dorothea Böhme – witzig, aber nicht ganz so wie erwartet. Als nächstes zieht es mich lesetechnisch erstmal wieder ans Meer (wahrscheinlich „Manchmal will man eben Meer“ von Sandra Girod).

😊 «Gefreut»
… letzte Woche Neuruppin und gestern Abend Neukölln, genauer gesagt „Neuköllner Oper“, wo der 3. Jg. des Studiengangs Musical/Show meiner Uni, den ich verwaltungstechnisch betreue, seit 13.04. noch bis 17.05. und dann nochmal ab Herbst mit dem modernen, witzigen und zeitkritischen Musical „Kopfkino“ ganz große Erfolge feiert! Ich bin echt stolz auf die Kids, die in spätestens 1 1/2 J. die großen Musical-Bühnen rocken werden und auch, dass ich sie ein Stück weit auf ihrem Weg dahin begleiten darf – unsere Dozenten leisten großartige Arbeit mit den Studierenden! Es war ein toller Abend!

😳 «Überrascht»
… keine Überraschungen letzte Woche.

😢 «Traurig»
… klar, immer noch wegen dem Unfall – siehe nächster Punkt.

😡 «Geärgert»
… der ganze Mist mit dem Unfall zieht mich total runter – nun geht das ganze an die Amtsanwaltschaft zur Entscheidung, weil die Unfallverursacherin sowohl bei der Versicherung als auch bei der schriftlichen Zeugenaussage bei der Polizei widersprüchliche Angaben gemacht im Vergleich zur polizeilichen Unfallaufnahme. Bevor die Amtsanwaltschaft das nicht bearbeitet hat, kann weder die gegnerische Versicherung noch mein Anwalt Akteneinsicht nehmen. Der Polizeibeamte von der Unfall-Direktion hat mich am Freitag extra noch angerufen. Da möglicherweise noch ein neues Gutachten erforderlich ist, darf ich an dem Unfallschaden nichts verändern und keine Reparatur vornehmen lassen. Da die Justiz in Berlin total überlastet ist, kann sich das ewig hinziehen. Ich werde in der neuen Woche nun mal an die Rechtsabteilung meines Leasinggebers schreiben müssen …

🍴«Gegessen»
… mehrfach Spargel diese Woche – am Freitag selbst gekochter grüner Spargel mit Lachs, Kartoffeln und Hollandaise. Heute gibt es Gulasch mit Böhmischem Knödel – lecker. Ansonsten haben wir letzte Woche noch indisches Essen bestellt und Döner gegessen – mehr fällt mir nicht mehr ein.

👂«Gehört»
… eben „Jessies Girl“ von Rick Springfield im Radio – vor 3 Wochen noch live gehört <3. Als ich irgendwann diese Woche nicht einschlafen konnte, bin ich mal so im Geiste durchgegangen, wen wir schon alles live gesehen haben – echt enorm viele und ich bin immer wieder glücklich, schon Teil so vieler toller Konzerte gewesen zu sein ❤

💻 «Gemailt»
… tatsächlich mal wieder am meisten dienstlich – und ansonsten mit meiner Sabine in Duisburg und der lieben Monika in Hagen.

👀 «Gesehen»
… 7 Must-Have-Bücher im Mai (Jochen Siemens: „Besuch von Oben“; Anne Barns: „Apfelkuchen am Meer“; Hermien Stellmacher: „Katzenglück und Dolce Vita“; Jana Lukas: „Landliebe“; Sophie Kinsella: „Frag nicht nach Sonnenschein“; Rieke Schermer: „Sommer mit Lila“ und Petra Hülsmann: „Das Leben fällt wohin es will“) – aber für drei davon habe ich noch einen Gutschein.

💖 «Geknuddelt»
… immer die gleichen hier ❤ – die Miezen sind gerade alle drei sehr anhänglich und das gibt einem wirklich sehr viel ❤

💭 «Gedacht»
… wir müssen für Toni mal Bandagen anfertigen lassen, damit er besser laufen kann, das wird nämlich leider immer schlechter, trotz Medikamente :-(. Wir müssen da nochmal mit dem Neurologen sprechen. Immerhin hatte Toni nun seit 7 Wo. keine Verstopfung mehr.
… geschafft: Endlich haben wir den Bad-Putz-Marathon hinter uns – sollte man definitiv öfter machen als wir – es gibt für uns definitiv schönere Dinge als Hausarbeit 😉

🏆 «Stolz»
… schon wieder auf gar nichts diese Woche.

💳 «Gekauft»
… 3 Sommer-Pyjamas, 2 Shirts, einen neuen Fön (meiner hat nach 3 J. den Geist aufgegeben und es hat sich als klug erwiesen, immer einen Reserve-Fön da zu haben) und einen Gürtel bei Tchibo.

Veras Weekly – Happy „Welttag des Buches“ zum Abschluss der 16. KW …

📝 «Geplant»
… nächste Woche steht ein Musical-Besuch an.
… ich behalte weiter die neuen Verlagsvorschauen für Herbst 2017 im Auge.

📚 «Gelesen»
… seit gestern lese ich „Ein Dorf zum Verlieben“ von Dorothea Böhme – ein humorvoller Liebesroman, der im Münsterland spielt (war ganz neugierig, weil das ja nun wirklich mal ein außergewöhnlicher Handlungsort ist).

😊 «Gefreut»
… wir hatten am Freitag einen wunderbaren Abend in der Kulturkirche in Neuruppin beim Konzert von Paul Carrack! Wahnsinn, was er mit 66 Jahren immer noch für eine tolle weiche Stimme hat – absolut perfekt. Ich habe jetzt ungefähr 7 J. gewartet, um ihn endlich mal wieder live zu sehen und zu hören. Er hat sein neues Album „Soul Shadows“ vorgestellt, das neben Soul und Blues auch Country- und Folk-Elemente hat – er ist also auch musikalisch noch sehr experimentierfreudig. Aber natürlich durften auch ein paar seiner eigenen Hits und die von Mike & the Mechanics (teilweise ganz neu arrangiert) nicht fehlen. Nur mein Lieblingslied von ihm aus dem Jahr 1988 „Don’t shed a tear“  habe ich leider noch nie live gehört, dabei gehört das Lied immer noch zu meinen All Time Favourites ever. Leider war das Konzert verhältnismäßig kurz – nur 1,5 Std. und es gab auch nur eine Zugabe. Die Kulturkirche in Neuruppin ist eine unglaublich tolle Location und für eine Kirche in einem außergewöhnlichen, schlichten Stil (keine grausigen Heiligenfiguren oder Engel, stattdessen viel Holz und gemalte Ornamente und eine tolle Kuppel) gehalten und liegt mitten auf dem Markplatz des märkischen Städtchens. Auch das Vorprogramm, der Schweizer Singer/Songwriter Sportelli, der auf ganz besondere Weise seine Gitarre einsetzt und wirklich gut war, sollte nicht unerwähnt bleiben. Und Neuruppin ist ein wirklich hübscher Ort mit seinem See – nur schade, dass es geregnet hat, als wir vom Essen kamen. Aber um spätestens 18 Uhr endet in vielen Orten in der Gegend meistens das öffentliche Leben und die Orte sind ausgestorben. Vielleicht ist das im Sommer anders, denn es sind eigentlich auch immer viele Touristen dort.

😳 «Überrascht»
… meine neue Brille ist schon da. Ich bekam am Freitag-Morgen die Benachrichtigungs-SMS und hab sie dann mittags, bevor wir nach Neuruppin gefahren sind, direkt abgeholt. Seit ich selbst wieder Brille trage, ist mir aufgefallen, dass auch andere, die ich kenne, die einige Jahre Kontaktlinsen getragen haben, jetzt wieder auf Brille umgestiegen sind. Früher war es ja mehr ein Makel, wenn man eine Brille tragen musste und ein wenig verpönt – heute ist für viele mehr ein modisches Accessoire. Ich kenne allerdings auch immer noch Personen, die zwar schlecht sehen, sich aber weigern, Brille oder Kontaktlinsen zu tragen – das kann ich dann absolut nicht nachvollziehen, zumal man dann irgendwann sich selbst und andere in Gefahr bringt.
… die ersten neuen Verlagsvorschauen mit dem Herbst-/Winter-Programm 2017/18 sind bereits online – allen voraus sind hier der Piper-Verlag und die Random House-Verlagsgruppe. Dennoch möchte ich allen Buch-Süchtigen raten, via Facebook, Literatur-Portal, Blogs etc. auch die Selfpublisher-Szene im Auge zu behalten, denn auch darunter gibt es großartige Autor(inn)en, die Verlagen auf den ersten Blick noch gar nicht als die Juwelen aufgefallen sind, die sie tatsächlich sind. Ich habe in den letzten Wochen zwei tolle Autorinnen entdeckt, deren Bücher in Kürze lesen werde. Zum Einen: Jacqueline Vellguth und zum anderen Janina Venn-Rosky. Und dazu auch nochmal mein Appell an Leser(innen) und Blogger(innen): Bitte lest nicht nur Bücher, die ihr umsonst bekommt, sondern kauft diese Bücher für Euer Geld! Man kann auch gekaufte Bücher rezensieren und sowohl die Autor(inn)en als auch der Buchmarkt können letztlich nur überleben, wenn Bücher GEKAUFT werden!

😢 «Traurig»
… nun geht der ganze Mist mit meinem Auto-Unfall in die nächste Runde: Nach fast 8 Wo., mind. 3 Aufforderungen ihrer Versicherung und 2 Klage-Androhungen meines Anwaltes sowie einer weiteren Anzeige meinerseits bei der Polizei, hat sich die Unfallverursacherin jetzt bei ihrer Versicherung gemeldet. Und sie hat sich jetzt doch tatsächlich überlegt, dass tatsächlich alles ganz anders war und ich ihr ja eigentlich reingefahren sei und sie ja auch gar nicht falsch abbiegen wollte, w0 sie es gar nicht durfte. Komisch, dass ihr das erst nach 8 Wo. und einfällt, wahrscheinlich musste sie sich erstmal mit ihrem Papi beraten und hat festgestellt, welche Konsequenzen ihr als Fahranfängerin drohen, zumal auch ein Strafverfahren gegen sie eröffnet wurde, weil sie ohne gültige Fahrerlaubnis und nach 8 Mon. immer noch mit der Prüfbescheinigung unterwegs war. Zum Glück habe ich unmittelbar nach dem Unfall direkt sehr aussagekräftige Fotos gemacht und die auch mit der schriftlichen Zeugenaussage der Polizei eingereicht. Ich warte weiterhin auf die Reparaturzusage und die Versicherung der Unfallverursacherin fordert jetzt erstmal die Ermittlungsakte an. Da im Mai an meinem Leasingfahrzeug die nächste Inspektion intervallmäßig fällig ist, die aber nicht durchgeführt werden kann, so lange das Fahrzeug nicht repariert ist, bekomme ich im Rahmen meiner Sorgfaltspflicht als Leasingnehmerin jetzt ziemliche Probleme.

😡 «Geärgert»
… in meiner ehem. Heimatstadt Köln war dieses Wochenende der Parteitag der AfD. Das alleine ist ja schon schlimm genug und hat in der Stadt zu einem Sicherheitschaos geführt. Aber aus den angeblichen Gegendemos dann letztlich eine mal wieder nur eine einzige große Karnevalsveranstaltung zu machen – das schafft echt nur Köln. Schon alleine das Motto „Kein Kölsch für Nazis“ hat schon so seine eigene Aussagekraft – und die ist alles andere politisch. Fragt man sich, wer davon etwas hat? Vielleicht die Karnevals-Besoffskis, die dann ihr Kölsch alleine trinken können?! Als ich dann die Bilder der gestrigen „Gegen-Demos“ gesehen habe im TV, hab ich gedacht, das kann doch echt nicht sein: Da liefen die Funken verkleidet in der „Demo“, Clowns und sonstige Personen in Karnevalskostümen und auf den Bühnen haben die ganzen kölschen Karnevalsbands Gratis-Konzerte gegeben – also keine wirkliche politische Message, Protest oder dergleichen – da sind wir hier in Berlin eine andere Demo-Kultur gewöhnt. Im Klartext: Köln hat wieder gezeigt, was es kann: Karneval feiern und sich selbst feiern, in Szene setzen und sich dabei so unglaublich toll finden. Mir wurde dann mal wieder klar, warum Köln nie meine Stadt war – ich hasse Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung ganz einfach. Wäre das jetzt ein Aufsatz oder ein Buch gewesen, dann würde ich sagen: „Thema verfehlt – aber nicht zu knapp“ …

🍴«Gegessen»
… sorry, diese Woche weiß ich es wirklich nicht mehr so genau. Auf jeden Fall haben wir an einem Tag bei unserem Lieblings-Thai bestellt. Freitag waren wir in Neuruppin in einem Lokal am See essen und gestern gab es Spargel mit neuen Kartoffeln, Sauce Hollandaise und gebratene Maispoulardenbrust. Heute sind wir total spät aufgestanden, haben erst um 14:30 Uhr gefrühstückt und werden gegen Abend Kuchen essen aus „Der Kuchenladen“.

👂«Gehört»
… dass hier heute gleich mehrfach am Tag die Kirchenglocken läuten. Heute schon gleich morgens und eben schon wieder. Wahrscheinlich ist irgendso ein heiliger Feiertag, von dem ich nichts weiß. Ich wurde zwar gezwungenermaßen katholisch getauft, als ich das noch nicht selbst entscheiden konnte und durfte, bin aber aus voller Überzeugung gleich nach meiner Ausbildung aus der Kirche ausgetreten und kann mit dem Glauben, wie er von der (katholischen) Kirche vermittelt wird, eher wenig anfangen.

💻 «Gemailt»
… mit Bine in Duisburg und Ostermontag noch Oster-SMS von Marion in Köln und Ute; ansonsten nicht viel.

👀 «Gesehen»
… auf dem Weg nach Neuruppin und auch dort wieder, wie schön unsere Heimat ist ❤ – mir quillt immer das Herz über.

💖 «Geknuddelt»
… meine kleine 2- und 4-beinige Familie: Mann, Mary, Joelle und Toni ❤

💭 «Gedacht»
… dass ich mal gerne ein Wochenende in der Uckermark verbringen würde – gern irgendwo an einem See oder in einem Landhotel oder einem alten Gutshaus oder in einem schönen, historischen Ort wie Neuruppin oder Templin.
… dass die Menschen hier so viel offener sind, als im Rheinland: Man kommt immer irgendwo mit jemandem ins Gespräch. Der Rheinländer oder der Kölner war da immer eher misstrauisch und mürrisch, wenn jemand freundlich war 🙂

🏆 «Stolz»
… auch wieder auf gar nichts in der abgelaufenen Woche.

💳 «Gekauft»
… Bücher: „Kein Tee für Mr. Darcy“ von Janina Venn-Rosky, „Das Päckchen“ (eBook) von J. Vellguth, „Oma wird erwachsen“ von Liv Jansen, „Dünenmond“ von Lena Johannson, „Sturmherz“ von Corinna Bomann und „Unser Haus am Meer“ von Nele Jacobsen – und dann noch Duschgel und Handcreme von „Those Lemonade Days“ von TreacleMoon.

Rezension: Katharina Herzog – „Immer wieder im Sommer“

Fakten:
Paperback, Rowohlt Polaris, erschienen: 22.04.2017, 382 Seiten, 12,99€ (auch als eBook und Hörbuch erhältlich)

Autorin:
Katharina Herzog ist das Pseudonym der Autorin Katrin Koppold. Sie wurde 1976 geboren und wollte nach ihrem Abitur in Rheinland-Pfalz zunächst Journalistin werden, entschied sich dann aber doch – aus einer Lehrerfamilie kommend – ebenfalls dazu, Lehrerin zu werden. Erst nach der Geburt ihres zweiten Kindes begann sie wieder mit dem Schreiben. Ihre ersten Verlagsverträge erhielt sie allerdings erst, nachdem ihre Romane im Selfpublishing Erfolg hatten. Mit Mann, zwei Kindern und zwei Katzen lebt die Pferdeliebhaberin in der Nähe von München.

Handlung:
Anna, Mitte 30, lebt mit ihren beiden Töchtern Sophie (14) und Nelly (8) in München, wo sie seit der Scheidung von ihrem Mann Max, einem Piloten, als Zimmermädchen arbeitet. Ihm und den Kindern zuliebe, hat sie damals ihren Traum, Modedesign zu studieren, aufgegeben. Max, den sie schon seit ihrer Kindheit kannte, hat sie in der Ehe massiv hintergangen. Als Anna in einer Zeitschrift ihre Jugendliebe Jan entdeckt, der auf Amrum eine soziale Kinder- und Jugendeinrichtung betreibt, beschließt sie kurzerhand, die Pfingstferien auf Amrum zu verbringen, nachdem sie ihre Kinder bei Max abgegeben hat. Auf dem Weg will sie noch einen Abstecher zu ihrer Mutter Frieda in der Nähe von Mainz machen, von der sie kurz vor ihrer Reiseplanung nach 18 J. ohne Kontakt eine sehr merkwürdige Nachricht erhalten hat. Doch alles verläuft anders und auf einmal befindet sie sich mit ihren Töchtern, ihrem Ex-Mann, ihrer dementen Mutter und deren Hund auf dem Weg an die Nordsee. Und wie es aussieht, ergeben sich Veränderungen in Annas Leben auch noch über die Ferien hinaus …

Fazit:
Dieser Roman stand schon seit Vorstellung in der Frühjahrsverlagsvorschau 2017 von Rowohlt auf meiner Wunschliste – und wie ich beim Vorablesen im Rahmen einer LovelyBooks-Leserunde feststellen durfte, vollkommen zurecht.
Das wirklich wunderschöne Cover auf rauem Papier ist im Aquarell-Stil gestaltet mit Blumen und Muscheln in Pastelltönen, die sowohl eine maritime als auch eine ländliche Seite zeigen. Der Titel ist auf einem blauen Farblecks quasi wie auflackiert und wirkt plastisch. Insgesamt ein sehr gelungenes, hübsches Cover, das zwar sommerlich ist, aber dennoch nicht viel über den Inhalt verrät und ein wenig geheimnisvoll wirkt.
Das Schriftbild ist angenehm großzügig. Jedes der 58 Kapitel + Prolog + Epilog und Dankeswort wird mit einer Muschel oder einer Blume, je nachdem ob gerade aus der Sicht von Anna, Sophie oder Frieda berichtet wird (die Erzählperspektive wechselt immer), eingeleitet. Die Leselänge ist, wie der Schreibstil, optimal und man fliegt geradezu durch die Geschichte – ich würde eher sagen, man wird von Anna auf ihre Reise mitgenommen 😉
Das Buch ist keineswegs leichte Kost und befasst sich auch gleich mit einigen nicht so einfachen Themen des Lebens, wie z. B. Friedas Demenzerkrankung, was mich emotional sehr berührt hat, weil mein Vater ebenfalls an den Folgen seiner Demenz verstorben ist und da Erinnerungen hochkamen.
Die Charaktere und deren ganz persönlicher Background sind realistisch.
Am Anfang habe ich ein wenig gezweifelt, wo das Ganze wohl hinführen mag, wenn auf einmal so viele sture, aber wahnsinnig unterschiedliche Persönlichkeiten und Generationen auf engstem Raum die Zeit miteinander verbringen. Aber der Autorin ist es hier perfekt gelungen, in ihrem Plot sachliche Verbindungen herzustellen, ohne zu dramatisch zu werden, was mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte bietet so viele Facetten. Anna fand ich als Persönlichkeit sehr impulsiv, weil sie oft Entscheidungen trifft ohne darüber nachzudenken, dass diese auch mit Konsequenzen nicht nur für sie selbst verbunden sind. Aber im Verlauf des Buches habe ich sie immer besser verstanden.
Das war für mich wieder eine Geschichte, die ich sehr ungern losgelassen habe, weil sie mir so an Herz gewachsen ist und ich würde mir tatsächlich nochmal ein Wiederlesen mit dieser Familie wünschen.
Am Ende findet sich – ohne Kitsch und Schmalz – alles so zusammen, wie man es sich wünscht und ich finde mich in der Aussage wieder, dass man nur etwas versuchen kann, aber keine Garantie hat, ob es funktioniert. Ich bin der Meinung, wenn man etwas nicht versucht, weiß man nie, ob es geklappt hätte oder ob man mit seiner Entscheidung glücklicher wäre – man sollte es eben einfach ausprobieren.
Ich kann das berührende, emotionale und dennoch unterhaltsame Buch wirklich von Herzen weiterempfehlen. Von mir gibt hierfür glatte 5***** Sterne!

Veras Weekly – ein bisschen fremdverliebt in der 15. KW …

📝 «Geplant»
… auf jeden Fall steht in der kommenden Woche ein Konzert an, auf das ich mich sehr freue, weil ich diesen grandiosen Sänger (ich liebe seine perfekte Soul-Stimme) schon seit einigen Jahren nicht mehr live gesehen habe – aber mehr dazu erst nächste Woche im Rückblick 🙂

📚 «Gelesen»
… seit Mittwoch-Abend lese ich mein Leserunden-Buch „Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog, das mir jetzt bis jetzt sehr gut gefällt und nicht umsonst auf meiner Wunschliste stand. Offizieller Erscheinungstermin ist erst am 22.04.2017. Toll finde ich auch, dass sich die Autorin selbst bei der Leserunde auf LovelyBooks beteiligt.

😊 «Gefreut»
… ich bin in Berlin, darf hier leben und muss nie mehr nach Köln zurück! Das ging mir letzte Woche durch den Kopf, als ich nach einem sehr angenehmen dienstlichen Termin bei meiner lieben Chefin und meinen beiden Kolleginnen im anderen Uni-Gebäude zurück auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz war und auf dem Weg zur U-Bahn nass bis auf die Knochen geworden bin (der Schirm hat bei den Windböen und dem Regenguss ein Eigenleben geführt). Mit Blick auf die Gedächtniskirche und Füßen, die nass wie ein Schwamm waren, war ich dennoch einfach nur glücklich über mein Leben hier in „meiner“ Stadt ❤ . Im Büro habe ich zwar gefroren und geniest in den nassen Klamotten, aber das war mir egal. Zum Glück habe ich ein paar Crocs im Büro, so dass wenigstens meine Schuhe trocknen konnten unter der Heizung und ich keine Schwimmhäute bekommen habe.
… wir hatten zwei wunderschöne Urlaubstage am Mittwoch und Donnerstag, die ich so richtig genossen habe.
… ich habe am Mittwoch eine neue Brille ausgewählt – und es ist nicht, wie geplant ein lilafarbenes Metallgestell geworden, sondern ein schwarzes Kunststoff-Gestell – nach eingehender Beratung durch den Mann und die Optikerin. Zudem fiel mir bei den Metallgestellen wieder ein, dass ich eigentlich eine Nickel-Allergie habe und eine Brille mit Kunststoffbügeln hätte nehmen müssen, von denen mir aber keine gefiel. Spätestens übernächste Woche soll die neue Brille fertig sein. Fotos folgen dann 🙂

😳 «Überrascht»
… ich bin fremdverliebt – und zwar in Potsdam :-). Mit jedem Besuch in dieser wunderschönen Stadt, schlägt mein Herz ein bisschen höher für Potsdam, die tolle Architektur dort und überhaupt. Da kommt so richtig doll die Halb-Brandenburgerin in mir durch ;-). Wenn der Arbeitsweg nicht so weit wäre, könnten wir uns sogar vorstellen, auch dort zu leben. Wir waren am Donnerstag in Potsdam im Museum Barberini – Tickets hatte ich online gekauft, um Wartezeiten zu vermeiden – das Museum ist übrigens wirklich sehenswert. Danach sind wir noch ein wenig durch die Stadt spaziert, für die wir uns beim nächsten Urlaub einmal ganz viel Zeit nehmen werden. Meine Liebe zu Potsdam ist nicht neu: 1988 war ich erstmals dort und damals schon restlos begeistert. Ich war damals in meinen Cousin aus Potsdam verknallt und habe sogar nach Möglichkeiten gesucht, dort studieren zu können, obwohl es damals die DDR noch gab. Dann musste mein Cousin aber damals zum Wehrdienst zur NVA und ich bin dann erstmal meinen ursprünglich eingeschlagenen Weg weitergegangen und dann kam ja eh alles anders, als man jemals vermutet hätte ;-). Und ich bin so froh, dass es so ist und uns diese Veränderungen um so viele wunderschöne Orte in Deutschland bereichert haben – vor Allem auch an der Ostseeküste, die wir sonst niemals so kennen und lieben gelernt hätten ❤

😢 «Traurig»
… und geschockt über den Anschlag auf den Spieler-Bus von Borussia Dortmund 😦

😡 «Geärgert»
… die Wahlprognosen in der Türkei nehmen tatsächlich den vermuteten, schlimmen Verlauf – ein Volk stimmt für sein eigenes Todes-Urteil, sowas von unverständlich …

🍴«Gegessen»
… auf jeden Fall irgendwann Pizza; Mittwoch waren wir Burger Essen bei „Grindhouse Homemade Burgers“ in der Kollwitzstr. in Prenzlauer Berg – die waren erstklassig und haben tatsächlich ein wenig an die Burger in „Die Fette Kuh“ in Köln (dem unschlagbar besten Burger-Restaurant ever) erinnert. Donnerstag-Abend waren wir in der Bleibtreustr. in Charlottenburg beim Italiener „La Cantina“ essen – erstklassige Küche und wir haben es kulinarisch so richtig krachen lassen ;-). Freitag gab es grünen Spargel (auf dem Wochenmarkt im Westend gekauft) und dazu Lachsfilet, Frühkartöffelchen und Sauce Hollandaise; gestern gab es eine Reispfanne mit Hähnchenbrust, Möhren, Zucchini, Champignons und Feta – auch wieder sehr lecker. Und heute gibt es Paprika-Hackfleischtopf mit Salzkartoffeln – das mag ich sehr gerne. Und ja, wir kochen ab und zu tatsächlich auch mit Fix-Produkten wie bei der Reispfanne und auch beim Paprika-Hackfleischtopf, auch wenn das verpönt ist 😉 …

👂«Gehört»
… Daryll Hall & John Oates im Radio – die Beiden würde ich total gerne auch mal live erleben. Immerhin war vor 1 1/2 J. zu Silvester mal ein aktuelleres Konzert aus Las Vegas von den Beiden im TV und die waren wirklich klasse.

💻 «Gemailt»
… mit Bine in Duisburg und einer lieben Autorin, deren Buch ich gerade rezensiert habe (obwohl es vorerst nicht mehr auf dem Markt ist).

👀 «Gesehen»
… den wunderschönen Kollwitz-Kiez im Prenzlauer Berg und die zweitschönste Stadt der Welt nach Berlin – nämlich Potsdam <3.

💖 «Geknuddelt»
… den Mann und die drei Katzen. Der Mann muss gerade ganz viel getrostknuddelt werden, weil er ganz üble Schmerzen in der Schulter hat und eigentlich dringend damit zum Doc müsste – Stichwort: Ärztephobie.

💭 «Gedacht»
… meine Liste mit den vorgemerkten Neuerscheinungen wird immer länger und dabei ist noch keine einzige Herbst-Verlagsvorschau meiner favorisierten Verlage erschienen. Das sind bis jetzt alles Bücher, die die Autorinnen selbst angekündigt haben …
… ich lese gerade sehr gerne Bücher, die an der Ost- und auch an der Nordsee spielen – ich hab da gerade so ein wenig Wehmut nach der See. Aber noch ist es eh zu kalt, das wird noch schlimmer, wenn es wieder wärmer ist.
… klingt verrückt, aber mittlerweile können wir die Eltern verstehen, die ihr Kind bejubeln, wenn es zum ersten mal aufs Töpfchen geht. Same here mit unserem kleinen behinderten Toni-Kater, wenn er aufs Katzenklo geht und selbstständig häufelt, was jedes Mal bedeutet, dass er keine Verstopfung hat und keine Darmreinigung beim Tierarzt notwendig ist. Auch, wenn manche jetzt den Kopf schütteln, wenn sie das lesen. Das kann man nur verstehen, wenn man weiß, was der kleine Mann und wir als Katzen-Eltern schon für Sorgen hatten …
… ich brauche einen guten Potsdam-Reiseführer für den nächsten Urlaub.

🏆 «Stolz»
… auf nichts speziell.

💳 «Gekauft»
… Bücher: „Seeluft macht glücklich“ von Janne Mommsen, „Traumtörtchen“ von Julia Simon, „Vergissmeinnicht war gestern“ von Ilke S. Prick, „Acht Zimmer, Küche, Meer“ von Anna Rosendahl, „Winterzauber wider Willen“ von Sarah Morgan (ich musste feststellen, dass ich das jetzt doppelt habe – sollte also jemand Interesse daran haben, dann bitte melden) – dann noch Duschgel und Handcreme des neuen Dufts „Lychee Sorbet“ von TreacleMoon und einen originalen, hellblauen DDR-Hühnchen-Eierbecher (sowie zwei Nachbauten) im VEB Orange in der Oderberger Str. hier in Berlin, ein kleines DDR-Alltagsmuseum mit Verkauf der dort ausgestellten Artikel, echt was ganz Besonderes.

Rezension: Marlen Gardner – „Himbeereisprinz“

Fakten:
Kindle eBook, erschienen: 20.12.2016, 194 Seiten, 2,49€ oder als Taschenbuch, Create Space Independent Publishing, 6,99€

Autorin:
Die deutsche Selfpublisherin Marlen Gardner landete, wie viele ihrer Kolleg(inn)en, zunächst in einem „zivilen Beruf“ – bei ihr ist es Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin – und arbeitete in Banken, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Sie ist sehr reisefreudig und veröffentlichte zunächst zwei Bücher ihrer Reisekrimi-Reihe, bevor sie jetzt mit „Himbeereisprinz“ ein neues Genre für sich entdeckte. Sie lebt mit Mann und Hund in der Nähe von Stuttgart.

Handlung:
Die 19jährige Vanessa aus Stuttgart ist als AuPair in Toronto bei der superreichen Familie Hampton, um deren Sohn zu betreuen, der es allen nicht ganz einfach macht. Als sich die Eltern nach einer weiteren Eskapade ihres Filius entschließen, diesen doch lieber fernab der Heimat in einem Schweizer Internat erziehen zu lassen, darf Vanessa dennoch in Toronto bleiben, erhält weiterhin ihr Geld und hat neben der Sprachschule ganz viel Zeit. Mit ihrer mexikanischen Freundin Catalina schließt sie eine Wette ab, den neuen Eishockey-Superstar bei den Toronto Ice Kings, Tony Taranti, zu erobern. Aber sie scheint da nicht die einzige Interessentin zu sein …

Fazit:
Das Cover ist sehr schön gestaltet, hat eine tolle Farbauswahl und nimmt mit der Skyline von Toronto auch direkt Bezug auf die Geschichte – ein echter Hingucker.
15 Kapitel mit normalem eBook-Schriftbild auf insgesamt 194 Seiten – die Leselänge ist nur in wenigen Kapiteln etwas lang. Entgegen sonstiger Buchgestaltungen wurde hier kein Blocksatz verwendet.
Ich muss gestehen, dass der hauptsächliche Kaufanreiz für mich war, dass das Buch in Toronto spielt (wann hat man sowas schon mal) und mit Eishockey zu tun hat. Ich war selbst schon 4x in Toronto und bin großer Fan der Toronto Maple Leafs und habe mir in Toronto auch immer Spiele der Leafs oder des kanadischen Eishockey-Nationalteams live angeschaut und die großartige Atmosphäre aufgesogen. Schon seit meinem 1. Besuch in Toronto liebe ich diese Stadt und habe viel gesehen dort und in der wunderbaren Umgebung Ontarios.
Tja, und irgendwie hatte ich gedacht, dass von dieser irrsinnig tollen Stadt und dem besonderen Flair, der Herzlichkeit der Kanadier und dieser spannenden Atmosphäre beim Eishockey in diesem Buch viel mehr rüberkommt, wo sich die Protagonistin doch in einen Eishockey-Star verliebt …
Meine Erwartungen sind allerdings weit zurückgeblieben – leider 😦
Die Basis-Geschichte um die junge, schwäbische Au-Pair Vanessa, die sich in den großen Eishockey-Superstar verliebt, klingt erstmal ganz nett. Auch mit Sprachwitz spart die Autorin nicht, was den Schreibstil angenehm macht und die Geschichte auflockert, aber insgesamt bleibt alles ein wenig oberflächlich und hätte auch in jeder anderen Stadt der Welt spielen können.
Man hätte soviel Lokalkolorit dieser wunderbaren Stadt in die Geschichte einfließen lassen können – das liegt doch nahe, wenn ein Au-Pair erstmals in so einer Stadt ist, dass man sich auch etwas mehr als Shopping-Center anschaut. Es gibt so viel in Toronto: CN-Tower, Hockey Hall of Fame, China Town, Greek Town, Little Italy, Kensington Market, Yorkville, tolle Museen, Musicals, die unterirdischen Shopping-Zonen „PATH“, die tolle Umgebung hin bis nach Niagara Falls und Niagara on the Lake, der Algonquin Provincial Park (der immerhin kurz Erwähnung findet). Besonders unverständlich fand ich, dass wirklich alles Mögliche umbenannt wurde – selbst die Eishockey-Teams oder gar Straßen. Ich hatte mich sehr auf diese Geschichte gefreut – bin aber irgendwie ziemlich enttäuscht zurückgeblieben nach der Lektüre. Auch, was die Story an sich anging, hat mir da noch irgendwas gefehlt – das wäre auf jeden Fall noch ausbaufähig gewesen, auch die Charaktere und Emotionen hatten noch Entwicklungspotenzial. Der Schreib- und Sprachstil der Autorin hat doch einen positiven Eindruck gegeben.
Vielleicht ist ja in Band 2 dieser Reihe noch mehr Pep – gern lasse ich mich überzeugen, diesen dann noch zu lesen.
Für diesen Band hier gibt es allerdings leider nur 3*** Sterne von mir.

Rezension: Kirsten Wendt – „Back to Love“

Fakten:
Kindle eBook, erschienen: 11.03.2017, 244 Seiten, derzeit leider nicht mehr erhältlich

Autorin:
Kirsten Wendt, Jahrgang 1970, ist gebürtige Nordfriesin und auf Baltrum aufgewachsen. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern arbeitete als Rechtsanwaltsgehilfin, Chefsekretärin und Vertrieblerin, bevor sie sich vor 5 Jahren mit ihrem großen Traum, dem Schreiben, selbstständig machte. Seither veröffentlichte sie (sowohl unter ihrem echten Namen als auch unter Pseudonym) diverse Ratgeber, Erfahrungsberichte, Romane und gemeinsam mit ihrem Partner, dem Krimi-Autor Marcus Hünnebeck (mit dem sie sich mitten im Umzug von Norddeutschland nach Leipzig befindet) neuerdings auch Thriller.

Handlung:
Sandra Brauer ist 46 J. alt und etwas unzufriedene Ehefrau von Robi und Mutter des 9jährigen Moritz. Eines Morgens erwacht sie im Körper ihres 19jährigen Ichs im August 1989 auf – allerdings mit den Erfahrungen und dem Wissen ihrer heutigen Persönlichkeit. Damals ist sie glücklich und frisch verliebt in Chris, der allerdings ihr Herz gebrochen hat damals. Beruflich ist sie damals sehr unglücklich in ihrer Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin mit ihrer herrschsüchtigen Chefin. Hat sie etwa die Möglichkeit, durch diese kleine Zeitreise die Vergangenheit nochmal zu durchleben und die Weichen für ihre Zukunft ganz neu zu stellen? Aber wie kommt sie wieder zurück zu ihrem Sohn, den sie so schmerzlich vermisst?

Fazit:
Das Cover ist zwar hübsch und ansprechend, hat aber meiner Meinung mit der Zeit um 1989/90 leider zu wenig zu tun.
Die für das eBook angegebenen 244 Seiten sind in großzügigem Schriftbild auf 25 Kapitel von allerbester Leselänge aufgeteilt.
Schon als die Autorin das Buch erstmals auf ihrer Facebook-Seite angekündigt, hat war ich wahnsinnig neugierig auf die Umsetzung der Story. Ich bin, wie die Autorin, selbst ein Kind der 80er Jahre (also in den 80er Jahren aufgewachsen und erwachsen geworden) und im Dialog mit der Autorin via Facebook haben wir so gar ein paar Parallelen festgestellt.
Sobald ich begonnen hatte, dieses Buch zu lesen, konnte ich gar nicht mehr damit aufhören. Die Geschichte hat mich total gefesselt und ich konnte mich voll und ganz auf diese kleine Zeitreise einlassen. Es war immer Spannung da, wie es wohl weitergeht und welche Auswirkungen die Zeitreise auf Sandras späteres Ich wohl noch so haben wird. Man wird nochmal daran erinnert, dass so viele Dinge, die für uns heute absolut selbstverständlich sind, damals schlichtweg nicht vorhanden oder unmöglich waren, so dass man damals noch fantasiereich improvisieren musste in vielen Bereich des alltäglichen Lebens – und man hat trotzdem gelebt.
Natürlich denkt man automatisch an die eigene Vergangenheit im Jahr 1989 und was man für sein eigenes Leben rückwirkend verändern könnte, wenn man die Möglichkeit hätte. Ich hätte wohl meine Heimatstadt Köln viel eher verlassen, hätte mich nicht von meiner dominanten Mutter in einen Beruf drängen lassen, den ich nie wollte und womit ich noch sehr unglücklich werden sollte und hätte Abitur und Studium durchgezogen. Außerdem hätte ich zeitgeschichtliche Ereignisse wie den Mauerfall gerne live vor Ort erlebt (genau, wie Sandra sich das im Buch gewünscht hat).
Besonders originell fand ich auch die Wendung zum Ende der Geschichte hin! Das Buch ist so toll geschrieben und ich hätte noch ewig weiterlesen können, leider war die Geschichte ziemlich abrupt zu Ende und ein zweiter Teil wurde angekündigt.
In der Vorbereitung zu meiner Rezension habe ich dann erfahren, dass die Autorin das Buch mittlerweile vom Markt genommen hat, weil es auf Verlagsinteresse gestoßen ist. Wer es also gern lesen möchte, muss jetzt stark sein und noch eine ganze Weile Geduld aufbringen, weil die Planung bei Verlagen ja meist schon ein paar Jahre im Voraus getroffen wird. Aber ich freue mich für das Buch, die Autorin und für die Fortsetzung, dass Verlage auf diese großartige Geschichte aufmerksam geworden sind – das ist absolut verdient. Ich bin so neugierig, wie Sandras Vergangenheit und ihr zukünftiges Leben weitergehen …
Ich habe mich grandios unterhalten gefühlt und hatte sehr viel Spaß bei dieser Zeitreise – daher gibt es von mir höchste Punktzahl: Eine 5*****-Leseempfehlung!

Veras Weekly – einiges los in der 14. KW …

📝 «Geplant»
… zwei Urlaubstage ab nächsten Mittwoch und somit ein langes Osterwochenende – ich hoffe, das Wetter ist dann zumindest so schön, dass wir Ausflüge machen können.
… am Mittwoch bei Fielmann eine neue Brille auszusuchen. Ich war dort bereits am vergangenen Donnerstag nach der Arbeit 1,5 Std. zur Sehstärkenmessung. Mein re. Auge hat sich in den letzten 4 J. minimal verschlechtert, aber dafür hat sich die Hornhautverkrümmung ebenso ein klein wenig verbessert. Meine Tendenz geht zu einem lilafarbenen Metallgestell. Aber letztlich sieht es dann bei der Anprobe doch wieder ganz anders aus. Wenn man eine Brille dauerhaft trägt, wählt mach auch nach anderen Kriterien aus, als wenn sie nur die Alternative zu Kontaktlinsen ist. Ich freue mich auf jeden Fall nach 4 J. auf eine neue (kratzerfreie) Brille.
… während unseres Urlaubs machen wir auch auf jeden Fall Frühjahrsputz – wird allerhöchste Zeit – wir sind leider ziemliche Haushaltsnieten (wenn man vom Kochen mal absieht) – zum Glück teilen wir uns aber die Hausarbeit, was auch gar nicht anders geht, wenn beide Vollzeit arbeiten.
… Anfang der Woche noch ein Treffen mit den Kolleginnen wegen der Rechnungs- und Haushaltssachbearbeitung.
… einen Termin im April, wo wir in die Neuköllner Oper gehen und uns das Musical „Kopfkino“ meines 3. Jg. Musical/Show anschauen, haben wir nun auch gefunden – einen Termin für „Lieber Tod(t)“ für das Stück des 2. Jg. müssen wir auch noch auswählen.

📚 «Gelesen»
… derzeit lese ich das eBook „Back to love“ von Kirsten Wendt, bei dem die 46jährige Protagonistin eines Morgens aufwacht und sich wieder als 19jährige im Jahr 1989 befindet und die Möglichkeit hat, die Weichen für ihr ganzes Leben nochmal neu zu stellen (Rezension folgt in Kürze, bin aktuell im Endspurt). Natürlich überlegt man dann auch selbst, was man in der Vergangenheit ändern würde, um heute ein besseres Leben zu haben. Aber mir fallen da keine Ex-Freunde ein, sondern eher mein Berufsleben: Ich würde ganz sicher Abitur machen, studieren und wäre auch schon ganz früh aus Köln weggezogen. Auf jeden Fall würde ich mir nicht mehr vorschreiben lassen, wie ich mein Leben zu leben habe und wäre ein wenig selbstbewusster. Und ich würde besondere Ereignisse, wie z. B. den Mauerfall, bewusster erleben wollen – und zwar vor Ort und dafür sorgen, dass Menschen, an denen ich gehangen habe und die leider schon tot sind, länger leben dürfen. Als nächstes werde ich dann hoffentlich mein Leserunden-Buch „Immer wieder Sommer“ von Katharina Herzog beginnen, das aber leider 1 Wo. nach der Gewinninformation immer noch nicht da ist, obwohl der Verlag von den Teilnehmerinnen eine Rezension noch vor offiziellem Erscheinungstermin sehen will. Wahrscheinlich werde ich diese Lesesucht dann nochmal mit einem weiteren eBook („Himbeereisprinz“ von Marlen Gardner, das spielt in Toronto) überbrücken bis dahin …

😊 «Gefreut»
… am vergangenen Montag über die Benachrichtigung, dass ich bei der Leserunde von „Immer wieder Sommer“ von Katharina Herzog über LovelyBooks dabei sein werde.
… dass Toni eine gute Woche hatte und uns – trotz seiner schweren, unheilbaren Erkrankung – sehr viel Freude gemacht hat.
… Vorfreude darauf, dass jetzt die Zeit kommt, wo man wieder öfter auf dem Markt einkaufen geht – wir haben hier in Charlottenburg echt einen tollen Wochenmarkt.

😳 «Überrascht»
… eigentlich von nichts besonders …

😢 «Traurig»
… natürlich über die Terror-Anschläge in St. Petersburg und Stockholm, über den Giftgas-Angriff in Syrien und die Gegen-Attacke des amerikanischen Militärs sowie das IS-Attentat heute in Ägypten.

😡 «Geärgert»
… dass das mit dem dämlichen Unfall, an dem mich keine Schuld trifft, möglicherweise tatsächlich auf eine Klage hinauslaufen könnte und ich weiterhin sehen kann, wann dann endlich mal eine Reparatur durchgeführt wird. Die Unfallverursacherin hat sich auch nach fast 6 Wo. (die es am kommenden Dienstag sind) nicht gerührt und Meldung bei ihrer Versicherung erstattet und daher zahlt die Versicherung bis jetzt nicht. Ich habe gestern mit meinem Anwalt telefoniert, der sagte, dass er Akteneinsicht gefordert hat bei der Polizei und man ihm sagte, dass da auch noch ein Strafverfahren anhängig sei, weil die Fahrerin zum Unfallzeitpunkt nur mit der Prüfbescheinigung und ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs gewesen ist.
… mein Bußgeldbescheid für die rote Ampel neulich ist eingetroffen: 118,50€ inkl. Verfahrenskosten – sehr unnötig. Da ärgert man sich über sich selbst, das wären viele, viele Bücher gewesen ;-). Aber im Hinblick darauf, dass ich in den 26 J., in denen ich jetzt Auto fahre, bisher nur echt sehr wenige Verwarnungen bekommen habe, ist das hinnehmbar.

🍴«Gegessen»
… Champignon-Rahmschnitzel im Thomas-Eck hier in Charlottenburg; Schweinemedaillons mit Rotweinsauce, Bratkartoffeln und Salat im Café Piter in Wilmersdorf; indisch in den Wilmersdorfer Arcaden; meine heißgeliebten gefüllten Nudeln von REWE; am Freitag den ersten frischen Spargel vom Markt mit Frühkartöffelchen, Schinken-Variationen und Sauce Hollandaise; am Samstag waren wir vor dem Konzert bei AsiaGourmet in den Potsdamer Platz Arkaden essen und heute gibt es frische Nudelvariationen mit ebenso frischem Bärlauch- und Zitronen-Parmesan-Pistazien-Pesto vom Markt.

👂«Gehört»
… und live gesehen gestern Abend einige Rock-Veteranen bei „Rock meets Classic“ im Berliner Tempodrom. Ich wollte dort eigentlich nur hin wegen Rick Springfield – Held meiner frühen Jugend von ca. 1983 bis 1985. Aber manchmal behält man Helden besser in guter Erinnerung, als dass man sie nochmal ins Jetzt adaptiert und sie damit zum tragischen Helden mutieren (zumindest stimmlich). Das ganze Konzert, dessen andere Mitwirkende (jeder Act dauerte 30 Min.) noch zwei Mitglieder der Rock-Band Magnum (die ich gar nicht kannte) waren, dann zwei Mitglieder von Uriah Heep (der Sänger kam mit einem Bier und sehr gut gelaunt auf die Bühne und hat die Zuschauer gut unterhalten und angeheizt und die Stimme hat bei 2 von 5 Liedern sogar noch gut gehalten – na ja, ich schätze ihn auf ca. 70 J.), dann Steve Lukather von Toto – eine Katastrophe, der war nämlich nur Gitarrist bei Toto und hätte das Konzert ohne den wunderbaren Background-Chor nicht überstanden, und dann noch Don Felder (Gründungsmitglied der Eagles, bis 2001 in der Band aktiv), der wirklich mit einer außergewöhnlichen Stimme und guter Performance überrascht hat. Tja, und Rick Springfield eben, dessen beste Zeit auch vorüber ist. Witzig war natürlich, wie sich die alten teilweise gegeben und gekleidet haben oder alberne, sehr junge Haarfarben zu ziemlich alten Gesichtern getragen haben. Das ganze Konzert war – wie es oft bei Künstlern ist, die in den 70er Jahren Superstars waren – sehr E-Gitarren-lastig, was in dem Ausmaß schon ein bisschen viel wurde. Fazit des Konzerts: Kann man sich ansehen, muss man aber nicht unbedingt.

💻 «Gemailt»
… am häufigsten diese Woche mit meinem Anwalt wegen dem Unfall 😦

👀 «Gesehen»
… dass auf meiner Vormerk-Liste der Buch-Neuerscheinungen ab Herbst schon wieder 6 Bücher stehen, obwohl die Verlagsvorschauen noch nichtmals erschienen sind 😉

💖 «Geknuddelt»
… immer die gleichen hier ❤

💭 «Gedacht»
… Mitte April kommt die neue Duft-Serie „Lychee Sorbet“ von TreacleMoon auf den Markt und ich scharre schon mit den Hufen, weil ich so neugierig auf den Duft bin; Duschgel und Handcreme sind quasi schon gekauft und Body-Spray wohl auch. Und gestern lese ich dann noch, dass „Those Lemonade Days“ auch gleichzeitig wieder als Sommerduft neu aufgelegt wird inkl. Handcreme – also nix wie hin zu dm Mitte April.
… wir haben jetzt etwa Gleichstand mit unseren Konzert-Besuchen bei den großen Berliner Locations: O2-World bzw. jetzt Mercedes-Benz-Arena, Waldbühne, Admiralspalast und Tempodrom – alle jeweils 4-5 Konzerte bislang.

🏆 «Stolz»
… auf nichts speziell.

💳 «Gekauft»
… Bücher: „Sommer in Villefranche“ von Birgit Hasselbusch, „An der Ostsee sagt man nicht Amore“ von Katharina Jensen, „Haus für eine Person“ von Barbara Kenneweg , dann noch die neuen Ausgaben von „Lecker“ und „Chefkoch“ und einen Sommer-Pyjama und zwei Oberteile bei KIK.

Rezension: Claudia Thesenfitz – „Meer Liebe auf Sylt“

Fakten:
Taschenbuch, Ullstein, erschienen: 10.03.2017, 266 Seiten, 9,99€ – als eBook erhältlich

Autorin:
Claudia Thesenfitz wurde 1967 in Berlin geboren. Schon während ihres Germanistik- und Anglistik-Studiums an der Universität Hamburg war sie freie Mitarbeiterin bei diversen Zeitschriften. Ihre Pressearbeit setzte sich danach fort mit Tätigkeiten als Volontärin, Redakteurin, Ressortleiterin und freie Journalistin und Autorin mit ganz unterschiedlichen Arbeiten für Frauen-, Promi- und Lifestyle-Magazine. Zudem ist sie Absolventin der Hamburger Drehbuchautoren-Schule. In Anthologien veröffentlichte Kurzgeschichten und ist Co-Autorin verschiedener Promi-Biographien (Nena, Dieter Wedel, Uwe Ochsenknecht u. a.). Mit „Sylt oder Selters“ veröffentlichte sie im Mai 2015 sehr erfolgreich ihren ersten (Glücks-)Roman im Ullstein-Verlag. „Meer Liebe auf Sylt“ ist ihr zweiter Roman.

Handlung:
Die 27jährige Alexandra hat einen Sommer-Job als Yoga-Lehrerin auf Sylt, während ihr Mann Marcus in New York Karriere als Jurist macht. Als der Verdacht aufkommt, dass Marcus Alexandra in NY betrügt, macht sich diese kurzentschlossen auf den Weg dorthin, um ihre Ehe zu retten. Die Betreuung ihrer 2jährigen Tochter Emma drückt sie kurzerhand ihrer Mutter und Schwiegermutter aufs Auge, die eigentlich nur zum Geburtstag ihrer Enkelin nach Sylt gereist sind. Die beiden Omas könnten nicht unterschiedlicher sein: Henrietta, Alexandras mondäne Mutter ist 59 J. alt, verheiratet, immer gestylt und gepflegt als erfolgreiche Chefredakteurin bei einer Frauenzeitschrift in Hamburg; ihre beiden Töchter waren mehr so nebenher in ihrem Leben vertreten. Ulla, die Schwiegermutter, ist ein paar Jahre jünger, überzeugte Veganerin, Esoterikerin, Yoga-Anhängerin und eher so ein naturbelassener Typ. Zur Unterstützung reist dann auch noch Alexandras 39jährige Schwester Jana an. Alle miteinander verbindet die Liebe zu Emma. Aber was bringt die gemeinsame Zeit auf Sylt den drei Frauen sonst noch an Veränderungen im Leben?!

Fazit:
Die Gestaltung des Covers ist maritim, sommerlich und so, das man in der Buchhandlung garantiert nach diesem Buch greift – auch, wenn das Foto ein wenig unproportional zusammengesetzt wirkt. Das Cover orientiert sich optisch am ersten Sylt-Roman von Claudia Thesenfitz „Sylt oder Selters“.
Das Schriftbild ist sehr großzügig und die 45 Kapitel (wenn ich richtig gezählt habe) sind schön kurz, so dass man sie einfach mal zwischendurch lesen kann. Meist wird aus der Perspektive einer einzelnen Protagonistin erzählt, zum Ende hin mischt sich das dann immer mehr, so dass aus der Sicht aller berichtet wird und die Kapitel allgemeiner gehalten sind.
Zuerst dachte ich: Oh, wie toll – dieser Roman führt mich mit Sylt, Mallorca und New York ja offenbar an einige der schönsten Fleckchen der Erde, aber dann konzentrierte sich die gesamte Handlung nur noch in Richtung Sylt – und zwar ausschließlich auf die Schicki-Micki-Version von Sylt mit Austern, Strand, FKK, Yoga und einer ganze Menge Klischees. Bis zur Buchmitte fand ich die Geschichte noch ganz lustig, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass irgendwie sämtliche Ressorts von Frauenzeitschriften den Protagonistinnen klischeehaft zugeschoben werden: Make-Up, Pflege, Mode, Reise, Ernährung/Veganismus, Lifestyle, SUVs, ältere Frau/jüngerer Mann, Ehebruch, das Ticken der biologischen Uhr von Frauen um die 40, Yoga, Umstyling usw., vielleicht auch, weil die Autorin ja selbst freie Journalistin für Frauen- und Lifestyle-Magzine ist.
Der Aktionsradius der Protagonistinnen wird im Verlauf der Geschichte leider immer kleiner und damit flacht auch die Story ab. Ich konnte mich auch mit keiner Person aus dem Roman irgendwie identifizieren oder die Story mitleben – dazu war mir alles ein wenig zu abwegig. Unrealistisch fand ich auch, dass Alexandra ohne ihre 2jährige Tochter nach New York abreist und gleich mehrere Wochen fortbleibt. Und auch aus dem Konflikt der beiden so unterschiedlichen Omas hätte man sicher noch einiges mehr auf witzige Weise herausarbeiten können.
Eigentlich hatte ich mich sehr auf das Erscheinen des Buches gefreut, aber so richtig als „Glücksroman“ habe ich das Buch jetzt nicht empfunden, auch wenn am Ende nicht mit Happy Ends gespart wird und das Ende mich wieder ein wenig versöhnt mit dem Rest der Story.
In meiner persönlichen Bewertungsskala sind das sehr gute 3*** Sterne (leider knapp an den 4 Sternen vorbei).
Ich werde auf jeden Fall „Sylt oder Selters“ von Claudia Thesenfitz auch unbedingt noch lesen.

Rezension: Adriana Altaras – „Das Meer und ich waren im besten Alter – Geschichten aus meinem Alltag“

Fakten:
Taschenbuch, Kiepenheuer & Witsch (KiWi), erschienen 09.03.2017, 215 Seiten, 8,99€

Autorin:
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, verbrachte Kindheit und Jugend und Italien, der Schweiz und in Deutschland. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie in Berlin und New York. Sie ist Schauspielerin, Theaterregisseurin und Autorin und hat für ihre kulturelle Arbeit bereits viele Preise erhalten. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen lebt sie in Berlin. Dieser Kurzgeschichten-Band ist nach „Titos Brille“ (2011), wo sie über die Lebensgeschichte ihrer Eltern berichtet und „Doitscha“ (2014), in dem sie das Leben ihrer eigenen deutsch-jüdischen Familie schildert, nun ihr drittes Buch.

Handlung:
In ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten – über die vier Jahreszeiten verteilt – berichtet Adriana Altaras mit ihrem ganz besonderen Humor und ihrer besonderen Beobachtungsgabe für ihre Umgebung über allerlei Geschehnisse aus ihrem Alltag und nimmt die Leser mit auf eine Reise in ihre Jugend, zu politischen Ereignissen, zu Familienfesten.

Fazit:
Der Name Adriana Altaras begleitet mich tatsächlich schon seit meiner Jugend. Sie hat zu Beginn ihrer Schauspielkarriere Mitte/Ende der 90er mitgewirkt in diversen Episoden der Kurz-Serie „Die Vier aus der Zwischenzeit“ im Berliner Jugendmagazin „45 Fieber“ vom Berliner SFB und studierte an jener Hochschule Schauspiel (bzw. lehrte dort auch später), an der ich selbst seit 2014 arbeite. Und in diversen Talkshows habe ich immer ihre lebhaften Buchvorstellungen bewundert.
„Das Meer und ich waren im besten Alter“ ist nun das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, obwohl „Doitscha“ auch noch – bisher leider ungelesen, was aber sicher nicht mehr lange so bleibt – in meinem Bücherregal vertreten ist.
Dieser Kurzgeschichten Band trägt den Untertitel „Geschichten aus meinem Alltag“ – jedoch eines ist der Alltag von Adriana Altaras ganz sicher nicht: Alltäglich 😉
Das Cover ist in Wellen in unterschiedlichem Hellblau gehalten mit einem Porträtfoto der Autorin und Fisch und Fahrrad, die in dem Buch auch ihren Platz haben.
Das 215 Seiten starke Büchlein ist auf 37 äußerst kurzweilige und sehr facettenreiche Kapitel aufgeteilt, die über Familiäres, Politisches, Historisches, Literarisches und Persönliches berichten. Die Geschichten wecken beim Lesen alle möglichen Emotionen – man kann sowohl herzhaft lachen, wird aber auch zum Nachdenken angeregt und mit deutscher Geschichte konfrontiert. Immer wieder setzt sich Adriana Altaras auch mit der deutsch-jüdischen Geschichte auseinander. Sowohl lustig und unterhaltsam sind die Geschichten über die 95jährige, demente Tante der Autorin, die in mir Erinnerungen an meinen Vater wachrufen.
Wenn es überhaupt eine deutsche Stadt mit New York aufnehmen kann, dann ist es einzig und alleine Berlin und für mich bildet Adriana Altaras mit ihren äußerst lebhaften Erzählungen aus Berlin und ihrem Umfeld in diesem Buch sowie ihrem jüdischen Background ein wunderbares Berliner Pendant zu Lily Brett mit ihren beiden Kurzgeschichten-Bänden aus und über New York (der sie auch äußerlich ein ganz klein wenig ähnelt).
Ich muss allerdings zugeben, dass das Erzähltempo für mein persönliches Empfinden an manchen Stellen doch so rasant war, dass ich nicht so ganz folgen konnte, obwohl mir der Schreibstil sehr gefallen hat. Aber wer Frau Altaras schon mal live erlebt hat, weiß, dass das eben genau sie selbst ist – diese ungebrochene Lebhaftigkeit ;-).
Von mir gibt es für dieses Buch eine wirklich sehr gute 4****-Leseempfehlung – ideal, um es einfach zwischendurch zu lesen und ein wenig Abwechslung in den eigenen Alltag zu bringen.
Vielen Dank auch an Kiepenheuer & Witsch für dieses Rezensionsexemplar 🙂

Veras Weekly – ein wunderschöner Ausflug in der 13. KW :-)

📝 «Geplant»
… auf jeden Fall ein Konzert in der kommenden Woche *freu* – ein echter Jugendtraum wird wahr ❤  – und das wird nicht das einzige Konzert im April sein 🙂
… die beiden (sehr unterschiedlichen) Vorstellungen des 2. & 3. Jahrgangs Musical/Show meiner Uni zu besuchen, die in Kürze anstehen. Mal schauen, an welchen Tagen wir hingehen werden.
… auf jeden Fall jetzt endlich mal Termine zu vereinbaren bei meiner Friseurin, bei der Pediküre und beim Optiker …
… mal wieder in der Mittagspause nach Steglitz zu fahren und dort zu bummeln.

📚 «Gelesen»
… im Endspurt zu „Meer Liebe auf Sylt“ von Claudia Thesenfitz – vielversprechend begonnen, aber leider zu einem totalen Schickimicki-Sylt-Klischee-Roman abgeflacht – schade :-(. Die Rezension zu „Das Meer und ich waren im besten Alter“ von Adriana Altaras folgt heute oder morgen. Womit ich dann weitermache, weiß ich noch nicht genau – wahrscheinlich bleibe ich lesetechnisch an der Nord- oder Ostsee 😉

😊 «Gefreut»
… wir haben am gestrigen Samstag bei Sonne und 25°C einen wunderschönen Frühlingsausflug ins Brandenburger Umland gemacht – durch Potsdam gefahren, dann nach Werder/Havel weitergefahren, wo wir Fischbrötchen gefrühstückt haben und Eis als Nachtisch hatten. In Werder haben wir dann einen ausgiebigen Spaziergang durch diesen doch wunderhübschen Ort (vorausgesetzt es ist dort nicht gerade „Baumblütenfest“ 😉 ) gemacht und die spannende Architektur dort bewundert, weiter ging es über Geltow, Ferch, Resort Schwielowsee (wo wir den traumhaften Ausblick auf den See eine ganze Weile genossen haben), nach Petzow, dann  auf den Jakobshof nach Beelitz, wo wir den ersten Spargel der Saison genossen haben und von dort aus durch die Dörfer zurück über Potsdam nach Berlin. Wir haben festgestellt, dass wir uns sogar vorstellen könnten in Potsdam zu leben. Die Stadt wollen wir dann touristisch mal wieder ausführlicher erkunden, wenn wir Urlaub haben. Es war wirklich ein irrsinnig toller Tag gestern ❤ – und wir sind dafür sogar entgegen unserer Gewohnheiten schon so richtig früh aufgestanden (9:30 Uhr). Ich bin immer wieder begeistert, wie wunderschön unsere Heimat hier ist. Das würde ich niemals gegen einen Pauschalurlaub im Süden tauschen wollen.
… über den Dienstag-Abend (wo es auch noch recht warm und sonnig war) – den haben wir nämlich am Stuttgarter Platz bei Tapas-Buffet und Aperol Spritz genossen und es uns gut gehen lassen – das hat auch sehr gut getan so zwischendurch.

😳 «Überrascht»
… von nichts.

😢 «Traurig»
… wieder mal, dass es nach 27 J. deutscher Einheit immer noch so viele heruntergekommene ehemalige Prachtbauten gibt. In Potsdam haben wir an einer vielbefahrenen Straße, mit rundherum prachtvoll sanierten Bauten, mehrere kleine Stadtpalais entdeckt, die wahrscheinlich irgendwann nicht mehr zu retten sind, so verrottet ist die Bausubstanz. Unvorstellbar, dass sich in der Lage niemand diesen Bauten annimmt :-(. Aber solchen Gebäuden begegnet man fast überall in Brandenburg – das tut einem in der Seele weh. Und mit diesen Gebäuden ließen sich bestimmt ganz tolle Ideen verwirklichen …

😡 «Geärgert»
… über die Verursacherin meines Unfalls vom 28.02., die nach nunmehr 4 1/2 Wo. noch immer „keine Zeit hatte“ (wie sie meiner Werkstatt am Telefon sagte), den Unfall ihrer Versicherung zu melden. Mein Anwalt hat ihr jetzt eine Frist gesetzt bis zum 05.04. mit Klageandrohung und hat das auch nochmal bei der Polizei angezeigt. Die Versicherung hat sie wohl seit dem Unfall 3x schriftlich mit Einschreiben mit Rückschein aufgefordert, den Unfall zu melden, was sie wohl ignoriert. Eine ziemlich verantwortungslose 19jährige Fahranfängerin. Ich fahre jetzt seit dem Unfall mit einem Auto, dass der Gutachter als „fahrbereit aber nicht verkehrssicher“ eingestuft hat. Der Anwalt hat Unfall bereits am 03.03. der Versicherung der Verursacherin gemeldet; der Versicherung lag am 07.03. das Schadengutachten über Schadensumme und Wertverlust des Leasingfahrzeugs. Rein theoretisch hätte also die Reparatur direkt in der Woche nach dem Unfall vorgenommen werden können, weil meinerseits alle Unterlagen der Versicherung vorlagen. Die Summe in Höhe von 400 € für den Wertverlust wurde wohl sogar bereits an die Leasinggesellschaft überwiesen; aber die Reparaturfreigabe für den Schaden können sie angeblich erst erteilen, wenn die Verursacherin den Schaden gemeldet hat. Sollte ich ein Bußgeld bekommen, wegen des nicht verkehrssicheren Fahrzeugs, darf das auch die Versicherung bezahlt – das macht mich einfach nur wütend *grrr*

🍴«Gegessen»
… ich habe überhaupt keinen Überblick mehr, was wir diese Woche so alles gegessen haben. Am Dienstag waren wir Tapas essen, Freitag haben wir Spaghetti Bolognese gemacht und gestern waren wir Spargel Essen auf dem Spargelhof Jakobs in Beelitz. Heute gab es kanadisches Frühstück (Hashbrowns, Scrambled Eggs, Bacon, Toast mit Salzbutter). Auf jeden Fall freue ich mich auf die bevorstehende Spargelzeit und darauf, grünen und weißen Spargel in allen möglichen Variationen zuzubereiten.

👂«Gehört»
… immer wieder Paul McCartney und die Beatles im Radio – wunderschöne musikalische Zeitgeschichte.

💻 «Gemailt»
… mit Sue in Innsbruck und Bine in Duisburg – darüber habe ich mich diese Woche besonders gefreut.

👀 «Gesehen»
… meine wunderschöne Berliner und Brandenburger Heimat – ich liebe meine Heimat hier so sehr ❤

💖 «Geknuddelt»
… wie immer den Mann und alle drei Katzen – und das ausgiebigst.

💭 «Gedacht»
… dass auch das Zusammenleben mit einem Haustier mit Behinderung einem sehr viel geben kann ❤ – wir lieben alle unsere drei Katzen gleichermaßen.
… ich habe eine Idee, die mit Büchern zu tun hat, die ich gerne an unserer Uni verwirklichen möchte – ich weiß nur noch nicht genau wie bzw. wer dafür der richtige Ansprechpartner ist.

🏆 «Stolz»
… in der abgelaufenen Woche wieder auf nichts im Speziellen.

💳 «Gekauft»
… die neuen Brandenburg-Magazine vom „Tagesspiegel“ und von „Zitty“ – die haben sich bei unserem Ausflug schon bewährt 😉 – und zwei gebrauchte Bücher auf eBay.