11. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autorin: Beate Rösler

Nach rund 1 Jahr Abstinenz war es endlich mal wieder so weit: Am Montag, 06.03.2017, fand bei Kerstin Hohlfeld und ihrem Mann Thomy in Berlin-Lichterfelde wieder ein Literatur-Salon statt.

Obwohl der frühe Montag-Abend für Vollzeit-Berufstätige ein eher ungünstiger Termin ist, war die Lesung quasi ausverkauft. Es war schön, nach so langer Zeit viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

Die in Vietnam lebende Autorin Beate Rösler, die bereits im November 2014 (der Link zum damaligen Lesungsbericht ist hinterlegt) schon mal bei Kerstin gelesen hat, stellte ihren neuen Roman „Die Töchter des Roten Flusses“ vor.

Eingeleitet wurde die Lesung durch die musikalische Blockflöten-Einlage von Kerstins Tochter Mia, die mittlerweile 13 J. alt ist und darum bat, nicht mehr fotografiert zu werden und ihre Fotos dann im Internet wiederzufinden.

Der Roman spielt in Beates aktuellem Wohn- und Arbeitsland Vietnam, aber auch in Frankfurt am Main.

Die in Frankfurt lebende junge, ehrgeizige Anwältin Tuyet, die vietnamesische Wurzeln hat, findet nach dem Tod der Stiefmutter unter deren Bett versteckte, ungeöffnete Briefe, die ihre leibliche Mutter aus Vietnam an den Vater geschickt hatte. Tuyet wird neugierig auf ihre Wurzeln und was es mit diesen ominösen Briefen auf sich hat und begibt sich gemeinsam mit ihrem Freund auf die Suche nach ihrer Mutter in Vietnam.

Dieser Roman berichtet nicht nur mit viel Einfühlungsvermögen über die verwobene Geschichte von Tuyet und ihrer Familie, sondern auch über den Vietnam-Krieg und das heutige Leben in Vietnam. Für diesen Roman hat Beate Rösler, wie sie berichtete, sehr umfangreich recherchiert und viele Interviews mit Vietnamesen geführt. Einige ihrer Interview-Partner hatten quasi eine deutsche Vergangenheit und waren Vertragsarbeiter in der ehemaligen DDR, die offenbar vielen Vietnamesen als Paradies – im Vergleich zur eigenen Heimat – in Erinnerung geblieben ist.

Beate Rösler las immer wieder Abschnitte aus dem Buch vor, baute Spannung auf und ließ das jeweilige Ende zum selbst Nachlesen offen.
Zwischen den jeweiligen Abschnitten berichtete sie vom Leben in Vietnam, eigenen Erfahrungen dort, was in Zukunft bei ihr geplant ist und wohin ihre Lesereise in Deutschland sie noch führt, bevor sie in der kommenden Woche wieder zurück nach Vietnam reist.

Im Anschluss an die Lesung gab es noch Gelegenheit zum Kauf des (signierten) Buches und zum persönlichen Gespräch mit der liebenswürdigen Autorin.
Danach trafen sich die Gäste bei köstlichem, vegetarischen Fingerfood und Getränken in der gemütlichen Küche von Kerstin und Thomi zu netten Gesprächen. Es war ein schöner Abend mit liebgewonnenen Freunden, aber auch mit sehr netten neuen Bekanntschaften. Wir haben die nette Atmosphäre der Literatur-Salons wirklich sehr vermisst und hoffe, dass diese künftig wieder öfter stattfinden.

Ein großes Dankeschön an die Autorin für die spannende und interessante Lesung und an die beiden wunderbaren Gastgeber 🙂

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