Rezension: Tanja Janz – „Friesenherzen und Winterzauber“

img_3716Fakten:
Taschenbuch, Mira Taschenbuch (mtb), erschienen: 07.11.2016, 299 Seiten, 9,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jg. 1974, lebt mit 2 Katzen und Familie in Gelsenkirchen und ist Schalke-Fan. Über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Ltg. eines Nachhilfeinstitutes und VHS-Dozentin kam sie endgültig zum Schreiben. Über ihre lustigen und auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und den Mängeln des deutschen Bildungssystems hat sie 2013 „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. die „Pferdeinternat“-Reihe. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie  unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die 3-bändige Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“ und als ABBA-Fans unter dem gemeinsamen Pseudonym „Jana Fuchs“ mit „Dancing Queens“ einen Roman. „Strandperlen“ war 2015 der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz, 2016 folgten „Krabbe mit Rettungsring“, das Mini-eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“ und danach „Friesenherzen und Winterzauber“. Der nächste Sommer-Roman dieser Reihe „Mit Dir auf Düne Sieben“ ist für Juni 2017 angekündigt.

Handlung:
Die 35jährige Hamburger Krimi-Autorin Ellen flüchtet aus Liebeskummer, nachdem ihr Freund Laurits den Traum vom gemeinsamen Haus nicht teilte, ins winterliche St. Peter-Ording, wo ihre Mutter und deren Freundin gerade einen Kur-Urlaub machen. Im Gepäck hat sie den Auftrag ihres Verlages, ein Exposé für einen Liebesroman zu entwickeln – gar nicht so einfach in ihrer persönlichen Lage. Eigentlich will sie nur ein paar Tage bleiben, aber trifft auf so viele nette Menschen, wie die Teeladen-Besitzerin Martina, die ihr freundlicherweise ein Gästezimmer vermietet und mit der sie sich auf Anhieb anfreundet, oder den gut aussehenden Buchhändler Ayk, der ihr sofort sehr sympathisch ist. Und dann ertappt sich Ellen dabei, wie sie immer wieder auf neue Antworten hofft, als sie an einem stillgelegten Briefkasten am alten Leuchtturm Briefe hinterlegt, in denen sie sich ihren Kummer von der Seele schreibt. Tatsächlich antwortet ihr immer wieder jemand der mit „Der Leuchtturmwärter“ unterschreibt. Ellen versucht dem Geheimnis des Briefeschreibers auf die Spur zu kommen.

Fazit:
Dass die St. Peter-Ording-Romane von Tanja Janz mittlerweile eine meiner liebsten Roman-Reihen sind, hatte ich schon mehrfach erwähnt.
In diesem Buch gibt es – neben dem Kennenlernen der Krimi-Autorin Ellen – auch ein Wiedersehen (bzw. Wiederlesen) 2 Jahre später mit Martina und ihrem Mann Björn aus „Friesenknöllchen mit Meerblick“, deren Leben sich seither auch ziemlich verändert hat. Allein die Weiterentwicklung bereits bekannter Charaktere aus den vorherigen Romanen macht neugierig.
Das winterliche Cover mit Kerzenschein, Tee und den Ausblick auf die verschneiten Dünen vor dem Leuchtturm passt wieder perfekt zu den anderen Covern aus dieser Reihe und vermittelt, auch von der farblichen Gestaltung her, etwas Wärme im Winter – genau, wie auch diese wundervolle Geschichte.
Die insgesamt 299 Seiten sind aufgeteilt auf 16 Kapitel, Dankwort und das Rezept zu Martinas Neujahrskuchen mit Vanille-Sahne als besonderes Leckerli ;-).
Das Schriftbild ist sehr großzügig, die Kapitellänge war für meinen Bedarf manchmal ein wenig lang.
Tanja Janz gelingt es mit ihren St. Peter-Ording-Romanen immer wieder aufs Neue, den Leser quasi abzuholen und auf eine schöne Reise ins norddeutsche Seebad zu schicken, wo man sich einfach nur in eine tolle Geschichte hineinfallen lassen kann. Im Gegensatz zu den bisherigen drei Romanen aus dieser Reihe ist hier ein wenig mehr Romantik eingeflossen, jedoch ohne dass die Story dadurch irgendwie kitschig wird.
Trotz der Vielzahl der mitwirkenden Charaktere, die allesamt nett und liebenswert gezeichnet wurden, verliert man nie den Überblick.
Durch die plastische Beschreibung von Landschaft, Örtlichkeiten bzw. Räumen und Düften, aber auch der Personen kann man sich perfekt in die Geschichte hineindenken.
Ein Roman zum Genießen und Wohlfühlen, der wieder Lust auf eine Reise nach St. Peter-Ording macht und vor Allem auch Vorfreude auf das nächste Buch dieser Reihe, das im Juli 2017 erscheinen wird.
Ich habe mich in dieser Story, mit Protagonisten, die ich viel zu schnell gehen lassen musste, wieder total gut aufgehoben gefühlt und hatte wirklich schöne Lesestunden mit diesem wunderbaren Winter-Roman – daher gibt es von mir hierfür 5***** Sterne 🙂

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3 Kommentare zu “Rezension: Tanja Janz – „Friesenherzen und Winterzauber“

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