Veras Weekly – Rückblick auf die kräfteraubende 3. & 4. KW

📝 «Geplant»
… viel Dienstliches in der kommenden Woche: Eine Sitzung, bei der ich Protokoll führen muss; das nachgeholte Neujahrsessen mit meinem Kollegen-Team (das Anfang Januar wegen Krankheit zweier Kolleginnen ausgefallen war), weitere Arbeit mit der Stundenplanung (mein semesterliches Haare-Raufen-Programm) und Teambesprechung.
… Besuch einer Comedy-Lesung – mehr dazu nächste Woche im Rückblick.
… Treffen mit Kerstin H. auf einen Kaffee in Steglitz in der Mittagspause.

📚 «Gelesen»
… gestern angefangen mit „Shopaholic & Family“ von Sophie Kinsella – was natürlich krass unrealistisch ist, wenn man vorher „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand gelesen hat – wo es um die Krebserkrankung der Autorin und die Lebensgeschichte ihrer 1912 geborenen Oma, einer Schauspielerin – also von zwei starken Frauen – ging.

😊 «Gefreut»
… über Verständnis, Trost und Zuspruch, zu wissen, dass man mit seiner Sorge um ein kleines Wesen nicht alleine ist – das ist gerade sehr wichtig. Es beruhigt, wenn so viele Menschen an einen denken und die Daumen drücken.

😳 «Überrascht»
… unangenehm, dass ich immer noch auf eine Nachlieferung warte von Arvelle, obwohl das Buch („Daringham Hall – Die Entscheidung“ von Kathryn Taylor) bei Bestellung noch lieferbar war – jetzt steht es auf „lieferbar innerhalb von 3-4 Tagen, aber selbst die sind mittlerweile mindestens einmal rum.

😢 «Traurig»
… wir haben zwei sehr nervenaufreibende Wochen hinter uns und die Sorge ist wahrscheinlich noch nicht zu Ende, weil wir über die Untersuchungsergebnisse aus dem medizinischen Eingriff der vergangenen Woche und den weiteren Verlauf erst kommende Woche Aufschluss bekommen. Eigentlich hält die Sorge schon seit der Weihnachtszeit an und ich merke, dass das alles mein Immunsystem ziemlich angegriffen hat. Wenn die Semesterferien anfangen Mitte Februar, muss ich wohl auch mal wieder einen Termin bei meiner Ärztin vereinbaren und mich durchchecken lassen. Schmerzen im re. Knie hab ich auch seit letzter Woche ziemliche schlimme …

😡 «Geärgert»
… über politische Dinge – insbesondere Donald Trump betreffend. Wenn ich im Radio oder TV „US-Präsident Trump“ höre, denke ich immer, ich habe gerade eine sehr schlechte Comedy eingeschaltet und wenn ich ihn sehe und seine rechtspopulistischen Ansichten und Entscheidungen höre, schwanke ich zwischen würgen und heulen. Sehr, sehr traurig, was er innerhalb einer Woche für einen Schaden, nicht nur für die USA, angerichtet hat. Ich hoffe nur, dass seine Amtszeit sehr kurz wird und irgendetwas dafür sorgt, dass sie schon sehr bald wieder beendet ist. Traurig, wenn man solche Gedanken hat, für die ich mich auch ein klein wenig schäme, aber es ist unglaublich, dass ein unzurechnungsfähiger Despot, der den IQ eines Kleinkindes hat, der Kopf einer Weltmacht werden kann. Da kann man schon dankbar sein, dass gestern eine Bundesrichterin geistesgegenwärtig entschieden hat, dass Trumps Dekret mit dem Einreiseverbot für Personen aus Ländern mit muslimischer Glaubensrichtung gekippt wird. Und dann lobt so ein Schwachkopf wie Horst Seehofer auch noch die Schnelligkeit und Konsequenz mit der Donald Trump seine Wahlversprechen einlöst – da fällt einem wirklich nichts zu ein. Ich hoffe nur, dass die ganzen AfD-Sympathisanten hier in Deutschland jetzt mal langsam aufwachen und mal darüber nachdenken, wen oder was sie da wählen wollen.

🍴«Gegessen»
… die letzten zwei Wochen bekomme ich nicht mehr komplett zusammen. Ich weiß, dass darunter asiatische Hackbällchen in Honig-Soja-Glasur mit Süßkartoffelpürree, Avocadocreme und Tomaten-Salsa waren; dann gab es mal ganz klassisch: grobe Bratwurst, Salzkartoffeln und Rahmporree; Putenschnitzel mit Salzkartoffeln, Sauce und Erbsen und Möhren in Sauce Bearnaise war auch mal dabei; Tagliatelle in Tomaten-Sahne-Sauce mit Lachs und braunen Champignons, Ruccola und viel Parmesan; Lasagne; Pizza; Vietnamesisch – hm, das war es, was ich noch so zusammenbekomme. Und heute gibt es Kartoffel-Zitronen-Suppe mit Frühlingszwiebeln, griechischem Joghurt und frisch gerösteten Weißbrot-Croutons – ein Rezept aus einer unserer neuen Kochzeitschriften (ich glaube aus der Deli).

👂«Gehört»
… dass man in meiner Ex-Heimat Köln offenbar keine größeren Probleme hat, als das irgendein Karnevalist von der Bühne abtritt – das ist sogar eine Breaking News wert – und das während das politische Weltgeschehen Kopf steht. Das ist wieder so typisch Köln: Da hat der Karneval einen höheren Interessenrang als weltpolitische Entscheidungen! Wie ich schon mal sagte: Der kölsche Weitblick reicht maximal bis zum Kölner Dom 😦
… unsere Nachbarn, eine israelische Familie, die 2 Monate vor uns eingezogen sind, ziehen Mitte Februar aus in eine kleinere Altbauwohnung. Sie hatten die 5 Zi.-Whg. hier auf der Etage, die ihnen mit 4 Kindern und einem Gehalt jetzt doch zu teuer wurde. Schade, die waren sehr nett. Aber ich kann es auch irgendwie verstehen, denn wir hatten auch immer zwei volle Gehälter, aber eben keine Kinder. Sonst hätten wir viele Dinge im Leben auch gar nicht machen können.
… das „Dschungel-Camp“ ist wohl endlich vorbei – was heißt: ich erfahre jetzt auch keine Dinge mehr darüber, die ich gar nicht wissen möchte. Ich bin wirklich stolz darauf, noch keine Staffel davon angesehen zu haben.

💻 «Gemailt»
… in den letzten beiden Wochen mit wirklich sehr vielen lieben Menschen – aber ich bekomme es nicht mehr so ganz zusammen. Aber ich bedanke mich bei allen, die sich noch die Zeit nehmen, mal persönlich eine längere Mail zu schreiben

👀 «Gesehen»
… dass die Tage endlich wieder länger werden: Morgens wird es früher hell und abends bleibt es länger hell.

💖 «Geknuddelt»
… den Mann – wir haben uns gegenseitig sehr viel Halt gegeben in den letzten beiden schlimmen Wochen – und besonders auch unser kleines Sorgenkind.

💭 «Gedacht»
… dass ich wirklich keine typische Frau bin – war  im Schuhladen und habe gemerkt, dass ich Schuhe lieber bestelle, als im Laden anzuprobieren. Nach ein paar Minuten war ich genervt wieder draußen – in der Buchhandlung war ich dann aber ziemlich lange 😉

🏆 «Stolz»
… dass ich letzte Woche endlich bei der Krankenkasse den Heil- und Kostenplan für meine Kronen abgegeben habe – das hat mich schon ziemlich große Überwindung gekostet …

💳 «Gekauft»
… ein paar Kochzeitschriften, endlich den neuen Escada-Sommerduft „Fiesta Carioca“ – der riecht wahnsinnig lecker und erinnert an einen der Sommerdüfte aus den vergangenen Jahren (ich musste zuschlagen, denn ich hatte einen 15%-Gutschein von Douglas und hab dann auch noch gleich meine Haarpflege und die Gesichtspflege für den Mann mitbestellt); ein paar Bücher bei Thalia auf dem Taschenbuch-Wühltisch: „Heute ist für immer“ von Mirjam Müntefering, „Servus heißt vergiss mich nicht“ von Angelika Schwarzhuber, „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs; „Die Sturmrose“ von Corina Bomann und „Sowas hat ein Mann im Gefühl“ von Mia Morgowski.

Rezension: Lea Streisand – „Im Sommer wieder Fahrrad“

img_3722Fakten:
Hardcover (Einband mit Schutzumschlag), Ullstein, erschienen: 18.11.2016, 20€ (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Lea Streisand, Jahrgang 1979, ist Ur-Berlinerin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Skandinavistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Bereits seit 2003 ist sie nicht nur auf den Berliner Lesebühnen zu Hause, sondern auch gern gesehener Gast auf Lesebühnen und Poetry Slams in Österreich und der Schweiz. Ihre heiteren Stories über Menschen und Berlin im Speziellen hat sie bereits auf mehreren Hörbüchern vertont. In Textform sind diese Erzählungen in den Büchern „Berlin ist eine Dorfkneipe“ (2012) und „War schön jewesen“ (2016) erschienen. Sie hat eine monatliche Kolumne in der Tageszeitung „taz“ sowie eine wöchentliche Hörfunk-Kolumne auf Radio Eins des RBB. „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ihr erster, zudem autobiographischer Roman.

Handlung:
Lea, gerade mal 30, steht mitten im Leben, ist Queen der Berliner Erzählbühnen und befindet sich kurz vor Abschluss ihres Magisters, als die lebensbedrohliche Diagnose Lymphdrüsenkrebs sie plötzlich ausbremst. Während für ihre Freunde das Leben mit neuen Jobs, Familiengründung und Wohneigentum weiter geht, dreht sich Leas Leben ein Jahr lang um Chemotherapie und Todesangst. Um sich davon abzulenken, beschließt sie, endlich das Versprechen einzulösen, dass sie einst der hochbetagten Großmutter – der Schauspielerin Ellis Heiden – gab und deren Lebensgeschichte niederzuschreiben. Sie widmet sich dem alten Koffer, den sie einst aus dem Abstellraum ihrer Oma geerbt hat und der prall gefüllt ist mit Erinnerungen und überraschenden Geschichten aus deren Leben.

Fazit:
Als ich davon hörte, dass Lea Streisand Ende 2016 bei Ullstein neben dem Kurzgeschichten-Band „War schön jewesen“ auch diesen autobiographischen Roman veröffentlicht, war für mich von vornherein klar, dass ich den natürlich auch lesen muss, auch wenn mir Lea bisher natürlich in erster Linie durch ihre lustigen Kolumnen und Erzählungen ein Begriff war.
Das Cover hat einen ansprechenden türkisen Farbton, Textil-Optik mit Stickerei (wie Notizbücher früher mal) und ein Porträt-Foto von Leas Oma festgehalten mit einem der im Buch oft erwähnten „Schnipsgummis“. Die Umschlaggestaltung ist sehr ansprechend und ein wenig an die Zeit, in der Leas Oma lebte, angepasst.
Das Schriftbild ist angenehm großzügig. Die 270 Seiten umfassen Prolog, 24 Kapitel von sehr angenehmer Leselänge, Epilog und Quellennachweis.
Dies war ein Buch, das mich vom 1. Kapitel an gefesselt hat, obwohl ich zunächst ein wenig skeptisch war, ob es nicht vielleicht für meinen Bedarf zu viele tragische Elemente, wie Leas Krebserkrankung und das Leben ihrer Oma mit Weltkriegen und deutscher Teilung enthalten könnte. Trotz dieser tragischen Fakten, ist es Lea Streisand bestens gelungen, die Leser für die Dauer des Buches herzlich mit in ihre Familie, in ihr Leben aufzunehmen und daran teilhaben zu lassen. Sie beweist, dass man trotz Todesangst auch Ironie und Galgenhumor nicht verlieren sollte und macht damit sicher auch anderen, selbst von Krebs Betroffenen Mut.
Parallel zu ihrem eigenen Schicksal nimmt sie ihre Leser mit auf Zeitreise in das Leben ihrer mutigen und unkonventionellen Oma, der Schauspielerin Ellis Heiden, Jahrgang 1912, in den 30er und 40er Jahren als Schauspielerin tätig. Man erfährt viel über das Leben in Berlin damals und die Theaterszene in dieser Zeit, über den 2. Weltkrieg, die deutsche Teilung und die Rolle der Frau und Alleinerziehenden in diesen Zeiten.
Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches einige Rezensionen gelesen, in denen bemäkelt wurde, dass dem Buch der klassische Plot mit Protagonist und Antagonist, Spannungsbogen und das Heldenprinzip fehlt. Ehrlich gesagt, kann ich diese Kritikpunkte und die Erwartungshaltung dieser Rezensenten nicht so ganz nachvollziehen, da es sieht bei diesem Buch weder um einen Unterhaltungs- noch einem Kriminalroman handelt, sondern ganz klar, wie auch der Klappentext vermuten lassen muss, um einen autobiographischen Roman zweier Lebensgeschichten innerhalb einer Familie. Und Heldinnen hat dieser Roman ja nun wirklich gleich zwei: Die sympathische Lea, die ihre Krebserkrankung überwunden hat und ihre mutige, unkonventionelle Oma, die in ihrem langen Leben so viele „Eisberge umschifft“ hat.
Für mein Empfinden war dies ein ganz großartiges Buch, das ich trotz der traurigen Momente darin für meine Verhältnisse wirklich aufgesogen habe. Von mir gibt hierfür glatte 5***** Sterne!

Wochenrückblick fällt heute aus …

Ihr Lieben,

seid mir bitte nicht böse, wenn aus persönlichen Gründen der Wochenrückblick heute mal ausfällt.

Ich fasse nächste Woche dann die 3. & 4. Kalenderwoche zusammen.

Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Euch!

Bleibt gesund und solltet Ihr krank sein, dann gute Besserung!

Ganz liebe Grüße von VERA

Rezension: Tanja Janz – „Friesenherzen und Winterzauber“

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Taschenbuch, Mira Taschenbuch (mtb), erschienen: 07.11.2016, 299 Seiten, 9,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jg. 1974, lebt mit 2 Katzen und Familie in Gelsenkirchen und ist Schalke-Fan. Über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Ltg. eines Nachhilfeinstitutes und VHS-Dozentin kam sie endgültig zum Schreiben. Über ihre lustigen und auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und den Mängeln des deutschen Bildungssystems hat sie 2013 „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. die „Pferdeinternat“-Reihe. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie  unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die 3-bändige Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“ und als ABBA-Fans unter dem gemeinsamen Pseudonym „Jana Fuchs“ mit „Dancing Queens“ einen Roman. „Strandperlen“ war 2015 der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz, 2016 folgten „Krabbe mit Rettungsring“, das Mini-eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“ und danach „Friesenherzen und Winterzauber“. Der nächste Sommer-Roman dieser Reihe „Mit Dir auf Düne Sieben“ ist für Juni 2017 angekündigt.

Handlung:
Die 35jährige Hamburger Krimi-Autorin Ellen flüchtet aus Liebeskummer, nachdem ihr Freund Laurits den Traum vom gemeinsamen Haus nicht teilte, ins winterliche St. Peter-Ording, wo ihre Mutter und deren Freundin gerade einen Kur-Urlaub machen. Im Gepäck hat sie den Auftrag ihres Verlages, ein Exposé für einen Liebesroman zu entwickeln – gar nicht so einfach in ihrer persönlichen Lage. Eigentlich will sie nur ein paar Tage bleiben, aber trifft auf so viele nette Menschen, wie die Teeladen-Besitzerin Martina, die ihr freundlicherweise ein Gästezimmer vermietet und mit der sie sich auf Anhieb anfreundet, oder den gut aussehenden Buchhändler Ayk, der ihr sofort sehr sympathisch ist. Und dann ertappt sich Ellen dabei, wie sie immer wieder auf neue Antworten hofft, als sie an einem stillgelegten Briefkasten am alten Leuchtturm Briefe hinterlegt, in denen sie sich ihren Kummer von der Seele schreibt. Tatsächlich antwortet ihr immer wieder jemand der mit „Der Leuchtturmwärter“ unterschreibt. Ellen versucht dem Geheimnis des Briefeschreibers auf die Spur zu kommen.

Fazit:
Dass die St. Peter-Ording-Romane von Tanja Janz mittlerweile eine meiner liebsten Roman-Reihen sind, hatte ich schon mehrfach erwähnt.
In diesem Buch gibt es – neben dem Kennenlernen der Krimi-Autorin Ellen – auch ein Wiedersehen (bzw. Wiederlesen) 2 Jahre später mit Martina und ihrem Mann Björn aus „Friesenknöllchen mit Meerblick“, deren Leben sich seither auch ziemlich verändert hat. Allein die Weiterentwicklung bereits bekannter Charaktere aus den vorherigen Romanen macht neugierig.
Das winterliche Cover mit Kerzenschein, Tee und den Ausblick auf die verschneiten Dünen vor dem Leuchtturm passt wieder perfekt zu den anderen Covern aus dieser Reihe und vermittelt, auch von der farblichen Gestaltung her, etwas Wärme im Winter – genau, wie auch diese wundervolle Geschichte.
Die insgesamt 299 Seiten sind aufgeteilt auf 16 Kapitel, Dankwort und das Rezept zu Martinas Neujahrskuchen mit Vanille-Sahne als besonderes Leckerli ;-).
Das Schriftbild ist sehr großzügig, die Kapitellänge war für meinen Bedarf manchmal ein wenig lang.
Tanja Janz gelingt es mit ihren St. Peter-Ording-Romanen immer wieder aufs Neue, den Leser quasi abzuholen und auf eine schöne Reise ins norddeutsche Seebad zu schicken, wo man sich einfach nur in eine tolle Geschichte hineinfallen lassen kann. Im Gegensatz zu den bisherigen drei Romanen aus dieser Reihe ist hier ein wenig mehr Romantik eingeflossen, jedoch ohne dass die Story dadurch irgendwie kitschig wird.
Trotz der Vielzahl der mitwirkenden Charaktere, die allesamt nett und liebenswert gezeichnet wurden, verliert man nie den Überblick.
Durch die plastische Beschreibung von Landschaft, Örtlichkeiten bzw. Räumen und Düften, aber auch der Personen kann man sich perfekt in die Geschichte hineindenken.
Ein Roman zum Genießen und Wohlfühlen, der wieder Lust auf eine Reise nach St. Peter-Ording macht und vor Allem auch Vorfreude auf das nächste Buch dieser Reihe, das im Juli 2017 erscheinen wird.
Ich habe mich in dieser Story, mit Protagonisten, die ich viel zu schnell gehen lassen musste, wieder total gut aufgehoben gefühlt und hatte wirklich schöne Lesestunden mit diesem wunderbaren Winter-Roman – daher gibt es von mir hierfür 5***** Sterne 🙂

Veras Weekly – 2. KW und der Infekt hält sich weiterhin …

📝 «Geplant»
… langweilig – aber immer noch das Gleiche: Den Infekt langsam mal loszuwerden. Ich war diese Woche beim HNO-Arzt, war 3 Tage krankgeschrieben und habe andere Hustenmedikamente bekommen und huste tatsächlich etwas weniger – aber weg ist der Infekt immer noch nicht.
… Neujahrsessen – als Ersatz für das ausgefallene Weihnachtsessen – mit meinem Kollegen-Team in der neuen Woche. Wir sicher wieder nett.
… nochmal zum Taschenbuch-Schnäppchenverkauf zu Hugendubel zu gehen morgen – ich habe dort ein Buch gesehen („Die Entscheidung“ aus der „Daringham Hall“-Trilogie von Kathryn Taylor) und war mir nicht sicher, ob ich es schon habe (natürlich hatte ich nur die beiden anderen Bände). Stattdessen habe ich – tadaaa – ein anderes Buch gekauft, das ich schon habe („Aussicht auf Sternschnuppen“ von Katrin Koppold).

📚 «Gelesen»
… heute beende ich „Friesenherzen und Winterzauber“ von Tanja Janz – das Buch hat mir wieder sehr gefallen; Rezension folgt dann nächste Woche. Weiter geht es dann bei mir mit „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand (mein Buchgewinn bei vorablesen Ende 2016).

😊 «Gefreut»
… dass Joelle und Toni so intensiv miteinander spielen und jagen – trotz Tonis kleiner Handicaps – und dass Mary auch gerade recht munter und neugierig ist. Sie fand den Schneefall total spannend – die Ragdolls haben das verpennt.
… dass ich auf der Arbeit dieses Jahr so gut in der Zeit bin, was die Stundenplanung angeht, auch Dank der produktiven Zusammenarbeit mit einem Kollegen.

😳 «Überrascht»
… vom heftigen Schneefall mit Sturmböen am vergangenen Mittwoch hier in Berlin. Das angekündigte Wetterdrama durch Sturmtief Egon ist aber dann glücklicherweise ausgeblieben – ich hatte am Donnerstag Angst, die Rollläden hochzufahren, dabei war selbst der Schnee vom Vortag geschmolzen und es war ziemlich mild draußen.
… gestern mal wieder ein Einbruch in der Schmuckabteilung im KaDeWe noch vor Ladenöffnung. Die Diebe, die offensichtlich Insider-Wissen hatten und wussten, dass um 7 Uhr die Alarm-Anlagen für das Reinigungspersonal abgeschaltet werden, haben fette Beute in 6-stelliger Höhe gemacht. Ein Radio-Moderator meinte gestern, dass sich das KaDeWe zum Hotspot für ungewöhnlich Einbrüche entwickelt – der letzte war Ende 2014.

😢 «Traurig»
… die Selfpublisher-Queen und Bestseller-Autorin Poppy J. Anderson hatte am Mittwoch einen grandiosen und beeindruckenden Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz. Trotzdem gab es wohl offensichtlich irgendwelche hirnlosen Typen, die sie gleich danach anonym und online anfeindeten wegen ihres Gewichts. Wirklich unglaublich! Jede Wette, dass das selbst irgendwelche schäbigen Typen waren – und zwar nicht nur mental schäbig, sicherlich auch äußerlich – die selbst im Leben nichts auf die Reihe bekommen, wahrscheinlich noch bei Mutti wohnen und vor Neid platzen, wenn eine Frau, die nicht ihren eigenen Idealvorstellungen entspricht (wahrscheinlich kennen diese Typen Frauen am ehesten aus schmutzigen Download-Filmchen), aber dennoch hübsch, unglaublich intelligent, sehr gefragt, erfolgreich und beliebt ist und damit Geld verdienen kann und Dinge erreicht, die diese Typen nie im Leben erreichen werden. Leider gibt es solche dämlichen Typen auch in meiner biologischen Familie …

😡 «Geärgert»
… als ich am Freitag hier mindestens 5x um den Block gefahren bin – ca. 20 Min. lang – auf der Suche nach einem Parkplatz. Das ist eben der Preis, wenn man so zentral wohnt und ein Einkaufs-Center gleich nebenan hat. Als ich dann einen Parkplatz gefunden hatte war mir nach Fanfaren, Feuerwerk, Jubel, Konfetti – bin ja nicht gerade der geduldigste Mensch 😉 …
… als ich gestern in der Zeitung gelesen habe, dass sich wohl auch die Schauspielerin Caroline Peters (die ebenfalls 45 ist, wie ich selbst auch) immer wieder rechtfertigen muss, ob für eine Frau ein Leben ohne Kinder überhaupt lebenswert ist! Manche Menschen können einfach nicht verstehen, dass es nicht im Naturell jeder Frau liegt, Babys zu wollen und dass diese Frauen aber trotzdem keine herzlosen Egoistinnen sind oder es sich dabei grundsätzlich nur um Karriere-Frauen handelt. Ich persönlich hatte auch nie den Wunsch nach eigenen Kindern. Schon als Kind habe ich deutlich lieber mit Plüschtieren gespielt als mit Puppen und am liebsten meinen Plüsch-Bernhardiner im Puppenwagen spazierengefahren. Das hat sich bei mir auch später in einer sehr großen Tierliebe ausgeprägt. Ob man sich ein Leben mit Kindern vorstellen kann und wünscht, ist sehr individuell. Mein Mann und ich haben auch bis heute nicht das Gefühl, dass uns ohne Kinder irgendwas im Leben fehlt. Hätte ich selbst Kinder haben wollen, hätte ich diese sicherlich bekommen, als ich noch jünger war (bis max. 33 J.), aber so haben wir viele andere Dinge – wie auch die Reisen nach Kanada und USA machen können – die  wir ganz sicher nicht hätten machen können, wenn wir Kinder hätten. Uns geht es gut mit unserer Entscheidung! Vor einigen Jahren waren wir damit noch die Exoten im Bekanntenkreis und mittlerweile kenne ich sehr viele andere, die ebenso denken, wie wir. Sicherlich hat es bei meinem Mann und mir auch damit zu tun, dass wir beide nicht so die besonders glückliche Kindheit hatten.

🍴«Gegessen»
… mal schauen, ob ich es noch so zusammen bekomme: Pizza, Thai-Food, Matjesfilets in Quark-Soße mit Kartoffeln und Salat, Spaghetti Bolognese und gestern Zwiebel-Sahne-Hähnchen und Kroketten. Heute gibt es Flammkuchen mit Speck, Lauchzwiebeln und Käse.

👂«Gehört»
… Unwetterwarnungen, die aber zum Glück für Berlin nicht eingetreten sind 🙂

💻 «Gemailt»
… mit meiner lieben Ivy, Marion T., meiner Kollegin Bettina und unserer bezaubernden Catsitterin Andrea.

👀 «Gesehen»
… als ich krank zu Hause war mittags ein paar tolle, ältere deutsche Filme in HR3 – richtig gut!

💖 «Geknuddelt»
… den Mann und alle drei Katzen ❤

💭 «Gedacht»
… dass ich wirklich keine typische Frau bin – war gestern im Schuhladen und habe gemerkt, dass ich Schuhe lieber bestelle, als im Laden anzuprobieren. Nach ein paar Minuten war ich genervt wieder draußen – in der Buchhandlung war ich dann aber ziemlich lange 😉
… ist zwar böse, aber irgendwie hoffe ich immer noch, dass irgendwas passiert, das verhindert, dass Donald Trump am 20.01. als nächster US-Präsident vereidigt wird …

🏆 «Stolz»
… aktuell auf nichts.

💳 «Gekauft»
… von der „Treaclemoon“-Duftserie „Wild Cherry Magic“ das Duschgel und die Handcreme. Bücher – vom Wühltisch: „Ein wunderbares Jahr“ von Laura Dave, „Aussicht auf Sternschnuppen“ von Katrin Koppold (das ich jetzt doppelt habe), „Ziemlich mitgenommen“ von Mia Sassen – und ganz neu „Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson, Hustenmedikamente und Flohsamenschalen als Nahrungsergänzung für Toni.

Veras Weekly – eine erkältete 1. Arbeitswoche in der 1. KW

📝 «Geplant»
… irgendwie meine dumme Erkältung loszuwerden, die mich jetzt schon in der 4. Woche plagt – immer noch Husten, Schnupfen und eine angeschlagene Stimme 😦

📚 «Gelesen»
… „Friesenherzen und Winterzauber“ von Tanja Janz – mein 1. Buch für 2017 – wieder ein toller St. Peter-Ording-Roman.

😊 «Gefreut»
… dass es Toni derzeit gut geht und wir keine Sorgen mit ihm hatten in den letzten Wochen 🙂 – unsere gesündeste Katze, die wir jemals hatten, ist sowieso Joelle. Sie hat in den 5 J. noch rein gar nichts gehabt und ich hoffe, das bleibt auch so. Und seit Toni da ist, macht sie nachts auch keinen Terror mehr vor der Schlafzimmertüre.

😳 «Überrascht»
… wie leer es auf einmal ohne Weihnachtsdeko ist.
… ich bin auf Facebook gerade in so einer Plus-Size-Gruppe und finde es immer wieder klasse, wie toll sich manche Plus-Size-Mädels kleiden. Da wünsche ich mir manchmal auch ein wenig mehr Mut.

😢 «Traurig»
… nur, weil der Urlaub vorbei war.

😡 «Geärgert»
… irgendeine Ragdoll hat einen Bettbezug zerfetzt – natürlich nicht irgendeinen Bettbezug, sondern gleich mal den schönen neuen mit den Sternchen – die Bettwäsche hatte ich erst im Dezember neu gekauft. Glücklicherweise gab es die gleiche noch und ich hab sie nochmal neu bestellt; nur eben nicht mehr zum Sonderpreis 😦
… dass es manche Leute gibt, die denken, die Welt dreht sich ausschließlich um sie selbst und sich gar nicht vorstellen, dass es ein Leben außerhalb ihrer Welt gibt. Und oft verteilen genau diese Menschen Kritik zwar quasi von oben herab großzügig mit der Gießkanne, sind aber selbst gar nicht kritikfähig.

🍴«Gegessen»
… Einen Tag gab es auf jeden Fall gefüllte Nudeln (mit Kürbis-Salbei- und Trüffel-Mozzarella-Füllung) mit viel Tomaten-Basilikum-Sauce und Parmesan; an einem anderen Tag gab es Döner und an einem weiteren etwas vom Vietnamesen. Freitag haben wir nach einem Rezept aus dem neuen Chefkoch-Sonderheft „Leicht & Lecker“ Lachs mit Senfkruste aus dem Ofen, dazu Kartoffelgratin und Brokkoli gekocht; gestern gab Curry-Rahm-Hühnchen (mit Maggi-Fix für Curry-Geschnetzeltes) mit Huhn, Champignons, Kokosmilch, Ananas, Banane und Cashews. Was es heute gibt, wissen wir noch nicht.

👂«Gehört»
… endlich keine Weihnachtslieder mehr 🙂

💻 «Gemailt»
… mit Ivy, Monika Sch., meiner lieben Silke in Lohmar, Conny, Ottil, meiner Kollegin Sabrina, mit Bine in Duisburg.

👀 «Gesehen»
… gestern die ersten Folgen der 6. Staffel „Gilmore Girls“ – *schnief*, nur noch die 6. & 7. Staffel und die 4 neuen, langen Folgen auf Netflix, dann ist es vorbei. Aber ich habe mich ja in der letzten Zeit auch ganz gut mit DVDs eingedeckt.

💖 «Geknuddelt»
… alle 2- und 4-Beiner im Haushalt 😉

💭 «Gedacht»
… demnächst mal eine neue Serie hier zu starten, in der ich andere Blogs vorstelle, die ich gerne lese.
… wie gut, dass es bei Facebook die Möglichkeit gibt, auszuschalten, wenn man von manchen Personen, die einen schon lange kolossal nerven, keine Postings mehr lesen möchte – das habe ich vor einiger Zeit schon gemacht und es tut gut – und man soll ja meiden, was einem nicht gut tut.
… dass ich immer noch nicht beim Optiker war wegen einer neuen Brille – wird jetzt wirklich mal langsam Zeit. Seit ich wieder ausschließlich Brille trage, haben sich meine Augen auch wieder ein klein wenig verschlechtert.

🏆 «Stolz»
… trotz diesem so lange dauernden Infekt, der einige Kraft kostet, die ganze Arbeitswoche tapfer durchgehalten zu haben.

💳 «Gekauft»
… die neue Ausgabe des Chefkoch-Magazins und das Sonderheft „Leicht & Lecker“, ein Ersatz-Set neue Bettwäsche (Dank irgendeiner Ragdoll 😉 …), ein paar Oberteile für mich und eine Katzen-Liegematte – die war eigentlich für Toni gedacht, aber Toni musste erstmal schauen, dass ihn die Mädels auch mal darauf liegen lassen 😉
Außerdem wird bei mir gerade sehnsüchtig erwartet, dass endlich der neue Escada Sommerduft „Fiesta Carioca“ erhältlich ist – und „Treaclemoon hat für Mitte Januar auch eine neue Duftserie angekündigt „Wild Cherry Magic“ (davon hole ich mir ganz sicher Duschgel und Handcreme).
Zudem hadere ich gerade mit mir, mir ein paar auberginefarbene Stiefeletten kaufen soll – aber irgendwie sind mir 90€ gerade noch zu teuer.

Rezension: Ines Thorn – „Ein Stern über Sylt“

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Hardcover (Einband), Rütten & Löning im Aufbau-Verlag Berlin, Erscheinungsdatum: 19.09.2016, 144 Seiten, 12,00 €  (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Die 1964 in Leipzig geborene Autorin Ines Thorn machte im Anschluss an ihre Kindheit in Leipzig zunächst eine Ausbildung zur Volksbuchhändlerin bevor sie heiratete und in eine Familienphase startete. Nach dem Ende ihrer 1. Ehe begann sie in Frankfurt/Main mit einem Studium in Germanistik und Slawistik, das sie jedoch ohne Abschluss beendete und dann als Werbetexterin, Bibliothekarin und Korrektorin arbeitete. 2000 veröffentlichte sie ihren ersten historischen Roman im Heyne-Verlag, auf den noch sehr viele weitere folgten, ebenso wie ein Studium der Kulturwissenschaften und der Schritt in die Selbstständigkeit. Seit 2003 widmet sich die Autorin gänzlich dem Schreiben historischer Romane und Krimis.

Handlung:
Thiemo, Student aus Bremen, entscheidet sich, die Weihnachtsfeiertage mit seinen reichen Freunden von der Uni im Ferienhaus von deren Eltern in Kampen auf Sylt zu verbringen. Er schlägt damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum Einen ist sein Schwarm, die verwöhnte Victoria, ebenfalls mit dabei; zum Anderen kann er in seiner ehemaligen Heimat Sylt gleich ein wenig Forschung für sein Geowissenschaft-Studium betreiben. Schnell bekommt er Zweifel an seinen wohlhabenden, sorglosen Freunden, aber dennoch stiehlt er in einem unbeobachteten Moment einer alten Dame Geld, um Victoria mit einem teuren Geschenk für sich gewinnen zu können. Als er seinen Diebstahl der alten Dame beichten und gut machen will, behandelt diese ihn wie ein lang erwartetes Familienmitglied und Thiemos Leben geht auf einmal ganz andere Wege.

Fazit:
Eine eingeschneite Laterne auf einem Dünenweg zum Meer hin als Wegweiser auf dem Cover, kann man im übertragenen Sinne auf Thiemos Geschichte beziehen. Das Cover wirkt ruhig und romantisch.
Ruhig war ich leider nicht mehr, als ich gemerkt habe, was der Verlag bei diesem verhältnismäßig hohen Preis von 12 € für ein mit 144 Seiten angegebenes Buch, dem Leser tatsächlich für eine Mogelpackung untergejubelt hat! Normalerweise bin ich nicht so kleinlich, aber hier wurde ein Buch, das normalerweise wahrscheinlich als Kurzgeschichte mit 50 bis 70 Seiten auskommt, künstlich in die Länge gezogen durch ein sehr großzügiges Schriftbild; 4 Seiten Vorlauf mit Impressum, Titel, Autorenporträt; 9 Seiten auf die ausschließlich die jeweilige Kapitel-Nr. gedruckt war; 15 gänzlich unbedruckte Seiten zwischen den Kapiteln und dann noch eine 8seitige Leseprobe eines anderen Romans – also 36 von 144 Seiten sinnlos verschwendet; außerdem beginnt jedes Kapitel im erst mittleren Drittel einer Seite! Das ist wirklich ein ziemlich mieses Preis-/Leistungsverhältnis – nur weil es ein Hardcover ist, kostet dieses Büchlein (mehr ist es echt nicht) 12 €! Eine ziemlich üble Preispolitik des Verlages!
Die Grundidee der Story ist wirklich nett gedacht und auch angenehm und schön geschrieben, aber einige Seiten mehr hätten diesem Roman wirklich sehr gut getan! Es ist wirklich schade, denn hier wäre so viel mehr möglich gewesen. Stattdessen fliegt man im Eiltempo durch eine wirklich schöne Geschichte, die aber an einigen Stellen – obwohl schon so kurz – auch nochmal extra gekürzt und stückweise fast unlogisch wirkt. Mit ein paar erklärenden Ausschmückungen mehr, ein paar Rückblicken – z. B. auf Thiemos Kindheit oder seine Familie, oder auch die seiner Freunde, würden viele Gedanken und Handlungen der Protagonisten vielleicht viel schlüssiger. Auch die Dialoge haben irgendwie was Gestelztes. Die Geschichte wirkt auf mich eher wie ein Exposé und hat für mich etwas Unvollständiges. Das Ende wird dann im Eiltempo, ohne nochmal groß Zeit mit Text zu verlieren, geradezu herbeigaloppiert und ist total irrwegig konstruiert nach dem Motto „Hauptsache Happy End“.
Die 3*** gibt es von mir für die nette Basis, aus der aber leider viel, viel zu wenig herausgeholt wurde.

Rezension: Ira Severin – „Lebkuchenküsse“

img_3692Fakten:
Hardcover (Einband in Schutzumschlag), Lübbe, Erscheinungsdatum: 10.09.2015,
253 Seiten, 10,00 €  (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Ira Severin ist eine deutsche Autorin, die nach ihrem Studium in Anglistik und Germanistik zunächst in „normalen“ Berufen arbeitete, bevor sie sich letztlich ganz dem Schreiben – ihrer größten Leidenschaft – hingab. Sie lebt zusammen mit Mann und Hund in einer niedersächsischen Kleinstadt. Ebenfalls bei Lübbe erschien im Dezember 2016 ihr Katzen-Krimi „Jamie und die Schlange im Paradies“.

Handlung:
Seit die 30jährige Laura vor ein paar Jahren zu Weihnachten ihren langjährigen Freund Sven in flagranti mit ihrer bis dahin noch besten Freundin erwischte, hasst sie verständlicherweise Weihnachten wie die Pest. Daher erklärt sie sich auch bereit, sich in der Vorweihnachtszeit um das Lokal ihrer Mutter auf der Schwäbischen Alb zu kümmern, damit ihre Mutter zu ihrem neuen Freund in die Schweiz reisen kann. Wie es im Dorf so ist, wissen fast alle Bewohner, was Laura damals widerfuhr. Und zu allem Überfluss begegnet ihr bei jeder Gelegenheit Niklas, ehemaliger Mitschüler und der Hotelierssohn des Ortes, mit dem sie schon seit der Kindheit eine stille Feindschaft verbindet. Und trotzdem überkommt Laura bei jeder Begegnung mit ihm plötzlich ein wohliges Gefühl. Sollte er sich wirklich so sehr geändert haben?

Fazit:
Auf dem Cover ist ein niedliches Lebkuchenfiguren-Pärchen zu sehen, drumherum Schnörkel und Mistelzweige – das Ganze auf braunem, pack- oder auch backpapierähnlichem Hintergrund – hübsch und weihnachtlich.
Der Roman umfasst 17 Kapitel, Prolog, Nachwort mit Danksagung und als besonderes Goodie fünf weihnachtliche Rezepte, die zum Nachkochen, Nachbacken und Trinken einladen und die auch in dem Buch vorkommen. Jeder Kapitel-Beginn wird am oberen Rand von dem süßen Lebkuchen-Pärchen begleitet.
Eigentlich ist dies eine Story, bei der man ziemlich schnell weiß, in welche Richtung das Ganze gehen wird.
Die mitwirkenden Charaktere sind durchweg sympathisch und realistisch gezeichnet und man fühlt sich gleich wohl im fiktiven schwäbischen Örtchen Trillingen. Auch die Story ist nicht abwegig, wenn auch typisch weihnachtlich süß mit viel watteweichem Schnee.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und das Buch lässt sich dadurch auch schnell weglesen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob die Autorin nach ihrem gerade erschienenen Katzen-Krimi, auch mal wieder in diesem Genre hier etwas schreibt. Ich würde es gern lesen.
Eine Lese-Empfehlung mit 5***** weihnachtlichen Sternen für diesen netten Weihnachtsroman.

Welcome 2017 – Tschüss 2016: Mein persönlicher Jahresrückblick

Das Jahr 2016 hat sich vor ein paar Tagen endgültig in Schall und Rauch aufgelöst – Zeit, um es nochmal Revue passieren zu lassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen, für die 2016 mit schlechten Erinnerungen verbunden ist – sei es, weil sie einen lieben Menschen verloren haben oder sie selbst oder jemand aus ihrem Umfeld von Krankheit oder Verlust betroffen waren, egal in welcher Form – kann ich über das Jahr 2016 nichts Schlimmes sagen. Für mich hat es da schon bedeutend schlimmere Jahre gegeben in nicht allzu ferner Vergangenheit.

Zu Jahresbeginn, am 08.02.2016, sind wir nach 2 J. in Tiergarten umgezogen in unseren neuen Charlottenburger Kiez, wo wir uns sehr wohl fühlen – so zentral haben wir noch nie gewohnt, zudem sind 3 Buchhandlungen in Gehweite nicht zu verachten und unendlich viel unterschiedliche Gastronomie. Dass wir umziehen werden, stand schon über 1/2 J. zuvor fest, aber erstmal musste der Neubau fertig werden – was zu unserem Einzug nur so semi-gut geklappt hat – sieht man mal von der vergessenen Grundreinigung, der 3x geplatzten Kühlschrank-Lieferung (wir hätten zum Einzug fast ohne Kühlschrank da gestanden) und ein paar anderen Unwägbarkeiten ab …! Aber letztlich hat dann doch alles irgendwie noch funktioniert. Auch Mary und Joelle haben die neue Wohnung direkt akzeptiert und wir mochten diesen Kiez schon vorher sehr. Und der Mann hat jetzt eigentlich ein eigenes Zimmer für seine Modelleisenbahn 😉

Kurze Zeit nach dem Umzug haben der Mann und ich beide die Grippe bekommen – ein normaler Infekt hätte auch gereicht, aber es musste gleich die Virus-Grippe sein, die uns zwei Wochen außer Gefecht gesetzt hat. Eigentlich hatten wir an dem Wochenende eine Lesung im neuen Domizil geplant. Die beiden ursprünglich eingeladenen Autorinnen hatten kurzfristig abgesagt und wir hatten trotzdem ein ganz tolles Austauschprogramm auf die Beine gestellt, was wir selbst dann wiederum am Tag vorher absagen mussten, weil wir sonst alle Gäste verseucht hätten. Aber wir werden wohl irgendwann mal wieder eine Lesung veranstalten.

Die nächste Zeit plätscherte dann so vor sich hin: Ich habe mir die „Gilmore Girls“-DVD-Box gegönnt, weil ich seit Jahren endlich mal die ganze Serie schauen wollte (weil ja für November 2016 eine Fortsetzung auf Netflix angekündigt war) – und ich bin der Serie, wie so viele andere auch, verfallen; bei unserer Mary-Katze (die nunmehr 16 J. alt ist) wurde im Mai eine Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert – seither nimmt sie Tabletten und ihre Blutwerte haben sich verbessert – nur ihr Gewichtsverlust ist nicht mehr aufzuholen und macht uns weiterhin Sorgen.

Dann waren wir im Mai in einem Konzert von BAP mit Wolfgang Niedecken im Tempodrom – hätte mir mal jemand gesagt, dass ich den mal live sehe, zudem auch noch in Berlin, hätte ich das wohl eher für unmöglich gehalten; „Sing meinen Song“ hat es dann geschafft. Wir haben Wolfgang Niedecken zwar früher in der Kölner Südstadt manchmal gesehen – aber eben nicht singend 😉
Außerdem haben wir 2016 Konzerte von Rod Stewart (Mercedes-Benz-Arena) und Sting (Waldbühne) besucht.
Das absolute Mega-Highlight war jedoch – vor Allem für mich als Fan-Girl – das Konzert von Paul McCartney im Juni auf der Berliner Waldbühne! Das zählt definitiv zu den besten Konzerten, die ich je erlebt habe – Wahnsinn, dass Paul mit seinen 74 Jahren noch über 3 Std. Nonstop spielt. Gäbe es eine Zeitmaschine, so würde ich mich ganz sicher zu einem der legendären Beatles-Konzerte in den 60er Jahren in Hamburg beamen lassen. Ich freue mich auch riesig über jeden Song von Paul McCartney oder den Beatles, der im Radio gespielt wird.

Ein Highlight für mich als Leserin war ganz sicher die Einladung zur Buchvorstellung von Sophie Kinsellas letztem „Schnäppchenjägerin“-Roman in der Britischen Botschaft hier in Berlin („Shopaholic & Family“) – ein Event zu dem ich meine Berliner Freundin Ivy (die im übrigen 2016 selbst gleich 2x mit ihren eigenen veröffentlichten eBooks zeigen konnte, dass auch sie eine tolle Autorin ist) mitgenommen habe! Wir hatten viel Spaß und zudem die Gelegenheit bei einem kurzen Smalltalk mit Sophie Kinsella unsere Bücher von ihr signieren zu lassen. Sophie Kinsella ist wirklich ganz bezaubernd und es war ein sehr amüsanter Abend – und es hatte schon etwas surreales, dieser großartigen, weltberühmten Autorin gegenüber zu stehen. Einfach toll – von der Veranstaltung selbst habe ich auch auf meinem Blog berichtet.

Außerdem habe ich mit Ivy gemeinsam die Premiere (inkl. Meet & Greet mit Karoline Herfurth und Enissa Amani) der Verfilmung von „SMS für Dich“ (nach dem wunderbaren Roman von Sofie Cramer, den ich schon vor einigen Jahren gelesen habe) besucht, wozu ich ganz spontan Karten gewonnen hatte. Die Vorstellung war im Kino in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg und auch das war wirklich ein toller Abend, an den wir gerne zurückdenken – auch darüber habe ich hier im Blog ausführlich berichtet damals.

Dann waren der Mann und ich dieses Jahr – nach langer Abstinenz – erstmals wieder im (Kurz-)Urlaub. Wir haben hier in Berlin eine ganz tolle Catsitterin gefunden, die unsere Miezen perfekt versorgt hat. Unser 1. Kurz-Urlaub ging nach Binz/Rügen Ende Juni, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben und die paar Tage dort sehr genossen haben. Da Mary ja ihre Medikamente bekommt und sie mit der Catsitterin eher ein positives Erlebnis verbinden sollte, sind wir nur 3 Tage weggeblieben und Mary hat nur 1x ihre Tablette nicht bekommen. Wir waren schon etliche Jahre nicht mehr auf Rügen und haben gestaunt, wie sich dort alles verändert hat. Nur während der Schulferien würden wir nicht mehr verreisen wollen. Aber wir lieben die Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern sehr und nach Rügen fahren wir ganz sicher nochmal.

Etwas ruhiger war es dann bei unserem 2. Kurz-Urlaub Ende September in Warnemünde im Hotel Neptun (dort waren wir echt seit 11 J. nicht mehr). Einfach wieder total schön und erholsam und dort werden wir sicher wieder öfter hinreisen. Ist ja nur knapp über 2 Std. von Berlin entfernt und wenn man so tolle Orte in kurzer Entfernung hat, muss man nicht in die Ferne reisen. Dort haben wir es uns auch 3 Tage lang so richtig gut gehen lassen.

Auch mit Kerstin und Thomi haben wir wieder einen schönen Ausflug gemacht im Brandenburger Land – den Ziegeleipark Mildenberg besichtigt und anschließend noch in Papas Heimatort Templin gewesen. Wenn wir in Brandenburg unterwegs sind, erinnert mich die Landschaft immer ein wenig an Kanada. Ich hoffe, dass wir diese Ausflüge jährlich wiederholen.

Im Oktober war tatsächlich schon der 3. Jahrestag unseres neuen Lebens in Berlin. Mein altes Leben in Köln erscheint mir im Rückblick oft so, als hätte ich es selbst gar nicht gelebt, sondern als wäre es das Leben einer anderen Person gewesen – was auch irgendwie stimmt, denn ich habe mich ganz anders entwickelt, als ich es vielleicht in Köln getan hätte (dort wäre ich wohl eher weiter auf der Stelle getreten). Ich bin so froh, dass wir den Schritt hierhin gewagt haben und ich auch im Arbeitsalltag sogar nochmal positive Erfahrungen machen konnte. Auch nach fast 3 J. mache ich meinen Job in der Uni immer noch gern und fühle mich in Berlin mehr zu Hause, als ich es jemals in Köln getan habe.

Tja, am 25.11. haben wir dann nochmal Familienzuwachs bekommen – einen kleinen Ragdoll-Kater namens Toni. Da unsere Mary ja schon 16 J. alt und ja leider auch nicht mehr gesund ist und immer dünner wird, wollten wir nicht, dass Joelle irgendwann mal von einem Tag auf den anderen alleine da steht, da sie eigentlich immer jemanden (egal, ob Mensch oder andere Katze) um sich herum haben möchte, haben wir die Entscheidung getroffen. Toni ist nicht nur optisch ein Traumkaterchen, sondern auch von seinem Charakter her (er kommt allerdings gerade in eine Flegelphase und wir üben fleißig die Bedeutung der Worte „Nein“ und „nicht“ – sehr erfolgreich waren wir damit ja schon bei Joelle nicht). Toni ist aber auch unser kleines Sorgenkind: Er hatte schon zwei medizinische Eingriffe wegen Verstopfung und bei dem ersten, noch bevor er zu uns kam, wurde durch die Intubation seine Stimmbänder verletzt, so dass er leider nicht miauen oder schnurren kann – aber gerade deshalb ist besonders schutzbedürftig. Am Tag vor Heiligabend mussten wir ihn wegen Verstopfung wieder für einige Stunden in der Tierklinik lassen, aber seit wir auf Anraten der Tierärztin einige Dinge in seiner Ernährung geändert haben, geht es gut. Es ist immer wieder toll, ihm beim Spielen zuzuschauen – manchmal denkt der kleine Mann, er ist Stuntman 😉 – auch Joelle rennt mittlerweile mit ihm tobend durch die Gegend. Kann dann auch schon mal passieren, dass dabei Bettwäsche drauf geht 😦 …

Was das Lesevergnügen angeht, so war ich 2016 auf jeden Fall zurückhaltender, was die Anforderung von Rezensionsexemplaren anging, weil ich gemerkt habe, dass ich unter dem Druck, ein bestimmtes Buch zu einer bestimmten Zeit lesen zu müssen, keine rechte Freude daran aufbringen kann.
Ich habe in 2016 deutlich mehr Bücher gekauft, was damit zusammenhängt, dass ich mir fest vorgenommen habe – auch 2017 – Autorinnen und Autoren und auch den Buchhandel mehr zu unterstützen, die schließlich davon leben. Im Übrigen bin ich sehr gerne in Buchhandlungen und kaufe dort auch gerne was. Ich habe allerdings auch – gerade vor Weihnachten – ziemlich viele Weihnachts-eBooks von Amazon auf meinen Kindle geladen, die u. a. auch von den Selfpublishing-Autorinnen selbst bei Facebook beworben wurden. Drei Weihnachtsromane habe ich gelesen – der Rest kommt auf den Weihnachts-SuB für kommendes Weihnachten – solche Bücher kann ich leider immer nur in der Weihnachtszeit lesen. Zum Geburtstag habe ich Geschenkgutscheine von Hugendubel bekommen und freue mich schon darauf, diese jetzt im neuen mit Büchern von meiner langen Wunschliste einzulösen.

Lese-Highlights hatte ich 2016 natürlich auch – und zwar insgesamt zwei: Da bei den Verlagen leider immer wieder – sowohl bei den Covern als auch vom Inhalt her – irgendwelchen Trends hinterher gejagt wird, was auf dem Literaturmarkt in manchen Genres zu einem langweiligen Einerlei führt, ist unter meinen Highlights  ein Roman einer Selfpublisherin. Und zwar handelt es sich hierbei um „Tieffliegende Liebe“ von Charly von Feyerabend. Das Buch spielt in Berlin, hat eine leicht chaotische und manchmal etwas verpeilte Protagonistin, die Brüche im Leben hat und immer wieder in Fettnäpfchen tritt. Zudem hat sich Charly von Feyerabend getraut, den Roman mit einem weiteren Bruch und nicht mit dem bei Verlagen so gerne genommenen Friede-Freude-Eierkuchen-HappyEnd „Juchu – die Protagonistin ist schwanger und alles ist toll“ zu beenden – ein Ende, das mir ziemlich verhasst ist in Romanen, so als könnten Frauen nichts anderes und nur glücklich sein, wenn sie schwanger werden – zum Glück ist es hier ja nicht so. Ich fand das Ende hier zwar zuerst ein wenig krass, aber bei aller Heiterkeit über die dramatisch-komische Heldin hat die Autorin das Schicksal zuschlagen lassen, wie es auch im wirklichen Leben sein könnte! Chapeau – ich ziehe vor soviel Mut den Hut (ups, das reimt sich unbeabsichtigt sogar)! Das Buch ist sehr facettenreich – wie das Leben – und wurde von mir hier im Blog auch rezensiert! Wirklich lesenswert!

Ein weiteres Lese-Highlight war für mich „Ziemlich unverhofft“ von Frauke Scheunemann (die Fortsetzung der Familienkomödie „Ziemlich unverbesserlich“ – aus dem Leben der Anwältin Nikola Petersen). Frauke Scheunemann bringt in den Romanen kompetent ihr eigenes juristisches Fachwissen unter, ohne dass es abgehoben wirkt. Aber besonders gut gefällt mir immer wieder, ist, dass sie beweist, dass Frauenromane nicht immer weltfremd und lieblich sein müssen: Hier gibt es – wie im echten Leben – den italienischen Nachbarn; die türkische Anwaltsgehilfin; eine Scheidung und einen Ehemann und Vater, der sich mit allen Mitteln seiner Unterhaltspflicht entziehen will; die liebenswerte Oma, die sich immer um alles kümmert, aber dann trotzdem mal Recht auf ein Stück eigenes Leben geltend macht; eine „scheinbare“ Scheinehe zum Schutz einer jungen Muslimin; geplatzte Dates und so vieles mehr aus dem realen Leben, was man in anderen Büchern oft vermisst – und dennoch sind die Geschichten immer wieder mit Humor gekrönt! Für die Nikola Petersen-Reihe habe ich auch eine fette Leseempfehlung!

Natürlich gab es u. a. durch Terror, Unglücke, Flüchtlingselend, Kriege, den Tod vieler Prominenter auch wieder viel Kummer und Leid auf der Welt – worauf ich aber jetzt nicht im Detail eingehen möchte. Da ich jedoch weltoffen und auch politisch interessiert bin und immer aufmerksam die Nachrichten verfolge, gehen solche Themen nicht spur- und kommentarlos an mir vorüber, sondern werden auch mal in meinem Wochenrückblick hier erwähnt.

Persönlich berührt hat mich der Tod unseres Eishockey-Freundes Sigi, der mit nur wenige Jahre vor dem Eintritt in den Ruhestand, den er sicher zu einem großen Teil in seiner 2. Heimat Kanada verbracht hätte, im Juli plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben ist. Wir teilen mit ihm viele tolle Eishockey-Erinnerungen bei den Kölner Haien, den Toronto Maple Leafs, aber auch bei Eishockey-Weltmeisterschaften und vor Allem 2004 beim World Cup of Hockey in Toronto, wo wir gemeinsam eine tolle Zeit verbracht haben. Es ist für mich immer noch unvorstellbar, dass Sigi nicht mehr da ist – ich habe immer noch seine Stimme im Ohr. Er gehört für mich nicht unter die Erde, sondern auf seinen KEC-Dauerkarten-Platz in der Lanxess-Arena oder auf seine Pendelstrecke zwischen seinem Wohnort Worms und Köln. Wir denken oft an ihn …

Vorsätze für 2017 habe ich keine gefasst – das mache ich eigentlich nie, denn Zeit für gute Vorsätze ist das ganze Jahr über und nicht nur Neujahr 😉

Ich habe allerdings immer noch einen ganz großen Wunsch – und zwar ein wenig Ahnenforschung betreiben, vor Allem über meine Oma, die Mutter meines Vaters, die leider 1979 gestorben ist, als ich gerade mal 7 J. alt war. Die Familie meines Vaters kam ja hier aus der Umgebung und meiner Oma (geb. am 01.01.1899) fühle ich mich irgendwie besonders verbunden: Ich weiß, dass sie auch gerne und viel gelesen hat, sie hatte studiert, mochte meine Mutter ebenfalls nicht gerade und hat das Berlin der 20er Jahre (auch eine Zeitreise-Station für mich) selbst live erlebt. Aber ich glaube, das wird sehr schwierig mit der Forschung, weil zwei Weltkriege, eine Flucht und die DDR dazwischen lagen. Aber es gibt auch so viele Dinge, die ich gerne wissen würde …

Sowohl das Bloggen als auch das Lesen sind für mich weiterhin nette Hobbies, die mir dann und wann mal ein wenig Abwechslung bringen, aber nicht mein ganzes Leben bestimmen! Bei manchen Blogs bekommt man den Eindruck, dass Lesen und Bloggen ein Wettkampfsport ist: Immer die erste Rezension über ein Buch oder den ersten Bericht über eine Lesung veröffentlichen; immer die meisten Beiträge am Tag posten, immer beifallheischend zu zeigen: so viel lese ich, so schnell lese ich, so viele Bücher habe ich, so viele Bücher bekomme ich von Verlagen und Autoren geschenkt, so viele Bücher von einem Verlag habe ich schon gelesen usw. – da steht doch dann irgendwie die Profilierungssucht und ein „sich Anbiedern“ des Blog-Betreibers weit im Vordergrund und weniger der Autor und sein Buch 😦
Wenn man Lesen wie Fließbandarbeit betreibt, kann man da überhaupt noch einzelne Geschichten genießen und schätzen?!
Ich habe auch einen Mann (und meine Katzen), tolle Freunde und nette Kollegen, mit denen ich gern mal was unternehme – da spielt sich mein Leben auch außerhalb von Büchern ab. Auf diesem Blog wird es also weiterhin so sein, dass niemand mit Beiträgen oder Statistiken erschlagen wird 😉 – und ich werde weiterhin zeigen, dass hinter diesem Blog ein Mensch mit Emotionen steht und keine zweibeinige Statistik.

2017 hält wieder einige grandiose Konzerte für mich bereit (bislang 5), auf die ich mich sehr freue – und ich bin mir fast sicher, dass das noch nicht alle sind! Und ich möchte auch die Queen der Berliner Erzählbühnen, Lea Streisand, endlich mal live erleben, außerdem würde ich mal wieder total gern ins Theater (Theater/Komödie am Kurfürstendamm oder Schlosspark-Theater). Und was an Lesungen geboten wird 2017, muss man dann mal sehen.

Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig, als das Jahr erstmal willkommen zu heißen und zu hoffen, dass es nichts allzu Schlechtes für einen bereit hält, man selbst und seine Lieben von ernsten Krankheiten verschont bleibt, keine Verluste erleidet und ein paar schöne Stunden hat!

Und genau das wünsche ich meinen Blog-Leser(inne)n ebenfalls: Alles Gute für 2017 – ich hoffe, Ihr bleibt mir weiterhin erhalten 🙂

Happy new year – Ausfall des Wochenrückblicks …

Liebe Blog-Leser(innen),

zuerst mal wünsche ich Euch Allen ein gutes neues Jahr 2017!

Ich laboriere nun schon in der 3. Woche an einem Atemwegsinfekt und da deswegen in der letzten Woche wirklich so gar nichts Spannendes bei mir passiert ist, obwohl ich Urlaub hatte, werde ich über die letzte Woche des Jahres auch keinen Wochenrückblick erstellen.

Morgen muss ich nun wieder arbeiten – absolut nicht erholt und immer noch nicht gesund, daher werde ich den heutigen restlichen Sonntag noch zum Erholen nutzen.

Ich hatte mir eigentlich so viel vorgenommen für die 1,5 Wochen Urlaub, aber durch den blöden Infekt kaum was davon anpacken können.

Die Rezension der beiden Weihnachtsromane „Lebkuchenküsse“ von Ira Severin und „Ein Stern über Sylt“ von Ines Thorn folgt in Kürze.

Ebenso werde ich wieder einen Jahresrückblick schreiben, womit ich aber warten wollte, bis das Jahr 2016 auch wirklich beendet ist!

Bis dahin erstmal alles Liebe und bleibt gesund,
VERA