Veras Weekly – eine 43. KW mit ganz viel Inhalt …

📝 «Geplant»
… für die neue Woche erstmal gar nichts Festes

📚 «Gelesen»
… immer noch:  „Hinten sind Rezepte drin: Geschichten die Männern nie passieren würden“ von Katrin Bauerfeind und „Familie der geflügelten Tiger“ von Paula Fürstenberg.

😊 «Gefreut»
… über unsere Entscheidung, nochmal Eltern zu werden – nämlich: Katzen-Eltern :-). Ab Ende November/Anfang Dezember wird der kleine, wunderhübsche Ragdoll-Kater Toni aus Bremen unsere Familie bereichern und komplett machen. Wir hatten uns auf den Fotos der Cattery schon in ihn verliebt. Da man ja nicht weiß, wie alt Mary mit ihrer Schilddrüsenerkrankung (sie wird ja am 02.11. schon 16 J. alt und wir hoffen, sie wird noch sehr viel älter) wird und Joelle auch nicht von einem Tag auf den anderen ganz alleine sein soll – das wäre für eine gesellige Ragdoll wie sie die Hölle, denn sie braucht immer Mensch oder Tier um sich herum – haben wir uns dafür entschieden. Sicher unterstützt Toni auch Joelles ausgeprägten Spieltrieb (den sie auch mit fast 5 J. – am 31.10. wird unser Halloween-Poltergeist tatsächlich schon 5) und tobt gerne mit ihr herum (hoffentlich beschäftigt er sie auch nachts). Es wird also eine Herausforderung, demnächst mit drei unterschiedlichen Katzengenerationen zusammenzuleben. Da Ragdolls ein tolles Sozialverhalten haben und unsere beiden Mädels bei allen Veränderungen, wie den Umzügen, immer neugierig und aufgeschlossen waren, sind wir zuversichtlich. Mut gemacht haben mir auch die Katzenvergesellschaftungen bei Nancy Salchow, Sabine Bürger und Heike Baier-Lück.
… über einen tollen Kollegen-Abend am Mittwoch im Restaurant Giraffe im Hansaviertel mit meinem tollen Kollegen-Team. Das war wirklich richtig soll und spaßig und ich bin froh, in so netter und liebenswürdiger Runde gelandet zu sein. Am Freitag haben wir uns dann schon wieder getroffen zur monatlichen Team-Besprechung.
… über mein neues iPhone 7 mit verbesserter Kamera und ganz viel Speicherkapazität, das mein Mann eigentlich beruflich als Prämie bekommen hat. Da er aber den ganzen Schnick-Schnack nicht braucht, hat er es mir abgetreten. War gestern sehr aufregend, als wir es neu konfiguriert haben.

😳 «Überrascht»
… der Mann hat diese Woche gleich für zwei Mega-Lacher bei mir gesorgt (ich muss dazu sagen, ich kann nicht nur über die Missgeschicke anderer, sondern auch über meine eigenen äußerst ausgiebig lachen): Am Mittwoch-Abend hat er versehentlich Marys Schilddrüsentablette genommen, weil er dachte er hätte seine Allergietablette in der Hand – ich hab gelacht, bis ich keine Luft mehr bekommen hat, als er mir so sagte: „Du ich glaube, ich habe gerade Marys Tablette genommen …!“ – Das nächste Mal dann gestern: Wir haben ein Kürbisgericht nach einem älteren Rezept aus der Zeitschrift „Lecker“ gekocht, wo in dem Kürbis-Gemüse auch Cherry-Tomaten mit hineinkamen. Der Mann hatte mir erzählt, die würden in dem Rezept die Cherry-Tomaten vierteln und entkernen. Hm, kam mir ja irgendwie komisch vor. Gestern hab ich dann das Rezept nochmal überflogen und einen Riesen-Lachanfall bekommen: Geviertelt und entkernt wurde nämlich tatsächlich etwas in dem Rezept – nämlich *tadaaa*: Der Kürbis 😉 …
… hab mich doch glatt gewundert, weil so viele Rheinländer, die ich kenne, ihr Halloween-Outfit posten und wo sie feiern gehen, weil Halloween ja in die Arbeitswoche fällt. Bis mir wieder eingefallen ist, dass ja am 01.11. in Nordrhein-Westfalen Feiertag ist und wahrscheinlich am morgigen Montag auch viele frei haben werden und somit ein ultra-langes Wochenende haben. Wir haben hier in Berlin aufs Jahr gerechnet eine ziemlich geringe Feiertagsdichte und der 01.11. gehört leider nicht dazu. Ich bin ja der Meinung, dass die Feiertage deutschlandweit gleich sein sollten – es kann irgendwie nicht sein, dass man in manchen Bundesländern (bei teilweise schlechter gestellten Tarifverträgen) bis zu 5 Tagen pro Jahr mehr arbeiten muss als in anderen, nur weil das andere Bundesland mehr christlich orientiert ist …

😢 «Traurig»
… auf jeden Fall über den unerwarteten Tod des Schauspielers Manfred Krug. Wieder einer der ganz großen deutschen Schauspieler, die die Bühne des Lebens für immer verlassen haben. Ich habe Mitte der 90er Jahre seine Biographie „Abgehauen“ verschlungen und war äußerst schockiert, wie die DDR mit ihren Künstlern umgegangen ist und welche Zwänge denen auferlegt wurden. Und ich bin überzeugt, dass mich die TV-Serie „Liebling Kreuzberg“, die ab 1986 im TV lief, damals auch wieder ein Stück in Richtung Berlin geprägt hat ❤ .
So gerne hätte ich Manfred Krug noch bei einem seiner Auftritt als Jazz-Sänger mal live gesehen. Man sollte nie zu lange warten.

😡 «Geärgert»
… ein ganz klein wenig über unsere süße Joelle: Sie hat uns seit Ende letzter Woche nächtlich mindestens 1 Std. lang auf ihre ganz spezielle Weise genervt und uns am Einschlafen gehindert, was einen wirklich richtig fertig macht und wir dabei total hilflos waren. Nun habe ich Kontakt zu einer Katzenpsychologin aufgenommen und einen Termin vereinbart mit ihr und wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir plüschigen Familienzuwachs bekommen. Tja, und was macht Fräulein Jölle – als würde sie das verstehen: Die Nächte von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag hat sie uns ohne weiteren Ärger einschlafen lassen; in der Nacht von Freitag auf Samstag erst morgens genervt, als die Näpfe leer waren und jetzt in der Nacht von Samstag auf Sonntag nur in der Ferne (und nicht direkt vor der Schlafzimmertüre) ein wenig gemeutert und uns auch erst wieder dann geweckt, als die Näpfe leer waren. Jede Wette, wenn ich den Termin mit der Katzenpsychologin absage, verfällt sie wieder in alte Verhaltensmuster. Ich bin echt überfragt …

🍴«Gegessen»
… Montag-Abend Brote (wie fast jeden Montag); Dienstag asiatisch; Mittwoch war das Essen vom Büro im Restaurant Giraffe; Donnerstag gefüllte Nudeln (mit Kürbis-Salbei- & Steinpilzcreme) mit viel Tomatensoße und Parmesan; Freitag griechisch; gestern haben wir gekocht: Im Ofen gegarte Hähnchnbrustfilets mit Haut dazu Kürbis-Cherrytomaten-Gemüse mit Tomatenrahmsauce und Parmesan überbacken und dazu selbst gemachtes Kartoffelpüree. Heute gibt es Pizza.

👂«Gehört»
… endlich mal den neuen Song von Ray Wilson – echt toll – rockig, wie ich es mag 🙂
… Ermutigung einer lieben Freundin, doch wirklich endlich mal ein Buch zu schreiben, damit sie mehr von mir lesen kann. Das hat mich so gefreut, aber ich traue mir das einfach nicht zu, weil ich denke, mir gehen mittendrin die Ideen für den weiteren Verlauf der Geschichte aus. Ich habe wirklich ganz viel Respekt vor der Arbeit der Autorinnen und Autoren.

💻 «Gemailt»
… eine lange Mail von meiner lieben Miri in Köln bekommen, die sich trotz Baby-Stress die Zeit genommen hat – DANKE , ich hab mich riesig darüber gefreut 🙂 – außerdem ganz viel mit unserer Katzenzüchterin Marion in Bremen und der Katzenpsychologin.

👀 «Gesehen»
… den ersten langen Trailer zu den vier neuen „Gilmore Girls“-Folgen – so toll und macht so viel Vorfreude. Da ich aber erst in der 4. Staffel bin, werde ich die neuen Folgen auf NetFlix auch nicht zum Sendestart am 25.11. sehen können und hoffe, dass sie dort noch lange abrufbar sind bzw. auch auf DVD erscheinen.

💖 «Geknuddelt»
… meine lieben Kolleginnen und Kollegen, die ich so lange nicht gesehen hatte – und meine kleine 2- und 4-beinige Familie hier.

💭 «Gedacht»
… dass ich eine tolle Woche hatte, an der viele liebe Menschen ihren Anteil hatten. Ich bin gerade wirklich sehr dankbar und mir geht es so gut, wie niemals zuvor in Köln. Und die Liebe zu „meiner“ Stadt Berlin ist weiterhin ungebremst.
… ob ich zu meinem Geburtstag, der dieses Jahr auf einen Samstag fällt, einen kleinen Geburtstagskaffee mache mit ein paar lieben Freunden.

🏆 «Stolz»
… auf einen unserer Musical-Studenten, der im Sommer sein Diplom gemacht hat und jetzt in New York studiert und dort bereits erste Auftritte hatte. Fantastisch für ihn, dass er diesen wunderbaren Traum leben kann!!!

💳 «Gekauft»
… Bettwäsche (hellgrau mit weißen Sternen) und eine neue Tagesdecke (beige mit weißen Sternen) bei Weltbild – natürlich war der Newsletter schuld (ja, wirklich). Ich habe ein Faible für Bettwäsche, auch einer der Gründe, warum es so gefährlich ist, mit mir zu IKEA zu fahren. Bettwäsche bringe ich wirklich fast jedes Mal von dort mit. Aber das war es für diese Woche auch schon. Und mein Weihnachtsgeld hat dieses Jahr ja bereits einen Namen: Toni ❤

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Veras Weekly – 42. KW und heute sind wir 3 J. in Berlin …

📝 «Geplant»
… erstmal, dass die Ischias-Schmerzen, die ich seit heute Morgen habe, ganz schnell wieder weg sind. Habe mich im Bett kurz vor dem Aufstehen ungeschickt um beide Katzen herum drapiert und beim Aufstehen hat es höllisch weh getan. Habe schon Voltaren-Kapseln genommen und gleich kommt mein Sheepworld-Heizkissen zum Einsatz.
… diese Woche steht ein Essen mit meinem Kollegen-Team aus dem anderen Gebäude an (drei Geburtstage werden nachgefeiert) und außerdem unsere monatliche Team-Sitzung und im Anschluss Einarbeitung in ein neues Aufgabengebiet, mit dem ich bisher eher sporadisch zu tun hatte.

📚 «Gelesen»
… jetzt wieder:  „Hinten sind Rezepte drin: Geschichten die Männern nie passieren würden“ von Katrin Bauerfeind und außerdem habe ich Freitag angefangen mit „Familie der geflügelten Tiger“ von Paula Fürstenberg – sehr spannend und fesselnd und für mich mal etwas ganz Anderes.

😊 «Gefreut»
… über das Angebot eines großen Reiseführer- und Bildband-Verlages, weil sie wohl durch gut strukturierten Aufbau meiner Rezensionen auf mich aufmerksam geworden sind und daher gerne hätten, dass ich zum Kreis ihrer Rezensenten zähle. Für mich klingt das sehr interessant, weil das mal Neuland ist für mich im Rezensionsbereich.
… dass alle so viel Spaß auf der Frankfurter Buchmesse hatten. Ich muss aber echt sagen, dass ich diesem großen Gedränge und Geschiebe nichts abgewinnen kann. Sollte ich nochmal auf eine Buchmesse (egal, ob Leipzig oder Frankfurt/Main) fahren, dann nur noch an einem Wochentag, aber da meine Rest-Urlaubstage für 2016 schon alle verplant sind, kam das dieses Mal auch nicht in Frage und ich hätte ja auch erstmal einen günstigen Flug dorthin bekommen müssen. Ich freue mich schon, wenn die neuen Verlagsprogramme erscheinen und ich online in Ruhe meine Wunschlisten-Favoriten für die nächste Lesesaison auswählen kann. Zudem muss ich nicht überall präsent sein und anderen beim Anbiedern zuschauen und Autoren-GiveAways und Bücher raffen. Mir passiert nichts, wenn ich nicht überall dabei bin und ich muss nicht überall die erste, schnellste, beste oder die mit dem meisten, größten, höchsten von irgendwas sein … 😉 . Ich betrachte Lesen und Bloggen nicht als Wettbewerb, sondern nur als Hobby und habe auch noch ein Leben außerhalb von Büchern. Ich bin nur eine Leserin, die ein bisschen was übers Lesen und über Bücher schreibt.
… dass ich ganz spontan Tickets für eine Lesung im November gekauft habe – für die Vorstellung eines Buches, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Mehr dann, wenn es soweit ist. Ich war nur auf drei Lesungen bis jetzt in diesem Jahr.
… dass das Semester wieder angefangen hat und wieder Leben in unsere Uni kommt. Außerdem hatte ich letzte Woche Gelegenheit mal Studierende aus einem berufsbegleitenden Studiengang für Lehrer (die sonst immer nur freitags für ein paar Std. in der Uni sind, aber letzte Woche die ganze Woche über bei uns Ferienkurse hatten) näher kennenzulernen und es war richtig nett.

😳 «Überrascht»
… dass im gegenüberliegenden Haus mal eben drei Wohnungen frei geworden sind am letzten Wochenende. Ich muss allerdings sagen, dass aufgrund der Tatsache, dass hier viele Diplomaten-Familien aller Länder einquartiert sind, eine hohe Fluktuation herrscht und in Berlin wird ja eh häufig umgezogen.
… dass es offenbar Leute gibt, die das Wort „angenehm“ als Abwertung einstufen mit einem nicht ausgesprochenen „nur“ und es als negativ empfinden. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Muss ich jetzt aufpassen, wenn ich jemandem einen „angenehmen Tag“ wünsche, dass er nicht denkt, ich hätte ihm einen miesen Tag gewünscht 😉 …?! Sachen gibt’s  …

😢 «Traurig»
… dass in Schmölln offenbar ein somalischer Asylbewerber in seiner Verzweiflung, sich vom Dach eines Plattenbaus zu stürzen bei seinem Selbstmord von Rechtsradikalen angefeuert wurde. Da fragt man sich schon, in was für einer Welt man heutzutage lebt. So schlimm und traurig 😦 …

😡 «Geärgert»
… dass es offenbar genauso schwierig ist, kurzfristig einen guten Klavierstimmer zu buchen, wie einen Termin beim Facharzt. Ich habe beruflich kurzfristig einen Klavierstimmer gesucht (na ja, ist ja quasi DER Facharzt für Tasteninstrumente) und es hat mich echt mehr als einen halben Arbeitstag gekostet, einen zu finden, der kurzfristig buchbar ist.

🍴«Gegessen»
… natürlich weiß wieder nicht mehr alles, was wir diese Woche so gegessen haben. Einmal haben wir indisch bestellt, bei einem Restaurant, das wir bisher noch nicht kannten, und waren sehr zufrieden. An einem Tag gab es Suppe. Freitag dann Putenschnitzel mit Soße, Salzkartoffeln und Erbsen und Möhren in Sauce Bearnaise. Gestern haben wir klassische Rinderrouladen mit ganz viel leckerer Soße, Semmelknödeln und Apfelrotkohl gemacht – auch wieder sehr lecker. Und heute gibt es Kuchen aus unserem Lieblingscafé „Der Kuchenladen“.

👂«Gehört»
… das Phil Collins nochmal auf Tour geht. Wir haben ein bisschen mit uns gehadert, ob wir Tickets bestellen sollen. In Köln war dann der Andrang so groß und die Tickets so teuer, dass das kein Thema mehr für uns war. Dann haben wir noch überlegt wegen London, weil dort die Tickets halbwegs erschwinglich sind. Aber wir haben Phil Collins – 1997 oder 1998 auf der Höhe seiner Karriere – damals live in Dortmund gesehen, ein Konzert, an das wir noch gern zurückdenken und wir haben noch so viele andere Stars, die wir gerne mal live sehen würden. Aber wir haben festgestellt, dass Konzerte in London nicht so teuer sind, wie in Deutschland – vielleicht gehen wir dort nächstes Jahr ins Konzert von Rick Astley – ich wollte schon immer mal ein Konzert in der Royal Albert Hall erleben, seit ich 1987 erstmal vor dieser beeindruckenden Konzerthalle stand 🙂

💻 «Gemailt»
… privat diese Woche kaum, weil ich dienstlich so viel um die Ohren hatte und ich nach der Arbeit etwas anderes brauchte.

👀 «Gesehen»
… nichts Außergewöhnliches …

💖 «Geknuddelt»
… immer die gleichen 😉

💭 «Gedacht»
… ich hätte gerne ein Baby! Nein, nein – definitiv kein Menschen-Baby, falls sich jetzt einige hier erschrocken haben – so gut solltet Ihr mich echt kennen 😉 …! Außerdem wäre ich dafür sowieso viel zu alt. Einen Ragdoll-Baby-Kater ❤ hätte ich gern! Ich bin da ein wenig verliebt und denke, Joelle würde so ein kleines Katerchen zum Rumtoben an ihrer Seite auch ganz gut tun. Wenn der Mann nicht solche Sorge hätte, dass das unserer alten Mary-Katze irgendwie psychisch schadet, weil sie überfordert sein könnte, hätte ich längst alles in die Wege geleitet. Vielleicht bekomme ich den Mann ja doch noch weich geklopft 😉

🏆 «Stolz»
… heute Jubiläum: Wir sind heute seit 3 J. in Berlin – und ich möchte hier nie wieder weg! Wenn ich auf mein altes Leben in Köln zurückblicke, dann es ist manchmal so, als wäre das gar nicht mein Leben gewesen, sondern das einer anderen Person. Das stimmt ja indirekt auch: Mein Leben hier hat sich ganz anders entwickelt und ich habe mich als Mensch weiterentwickelt, was auch gut so ist.

💳 «Gekauft»
… das „Marsh Mallow Heaven“-Duschgel von Treaclemoon – endlich! Der Mann hat es mir mitgebracht ❤

Rezension: Tanja Janz – „Friesenknöllchen mit Meerblick“

978-3-95576-625-2Fakten:
Mini-eBook, Mira-Taschenbuch (mtb), erschienen: 15.09.2016, ca. 70 Seiten, 0,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jg. 1974, lebt mit Katzen und ihrer Familie in Gelsenkirchen und ist Schalke-Fan. Über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Ltg. eines Nachhilfeinstitutes und VHS-Dozentin kam sie endgültig zum Schreiben. Über ihre lustigen und auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und den Mängeln des deutschen Bildungssystems hat sie 2013 „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. die „Pferdeinternat“-Reihe. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie  unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die 3-bändige Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“ und als ABBA-Fans unter dem gemeinsamen Pseudonym „Jana Fuchs“ mit „Dancing Queens“ einen Roman mit Bezug zu ihrer Lieblingsband. „Strandperlen“ war der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz, 2016 folgte nun „Krabbe mit Rettungsring“ und aktuell nun dieses kleine eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“. Dieses soll Appetit auf den im November 2016 erscheinenden St. Peter-Ording-Winterroman „Friesenherzen und Winterzauber“ machen. Und auch der nächste Sommer-Roman dieser Reihe „Mit Dir auf Düne Sieben“ ist für Juni 2017 bereits angekündigt.

Handlung:
Martina und Björn, sind nicht nur Eltern der Zwillinge Lisa und Kim, sondern auch die Betreiber des gut laufenden Restaurants „Deichfürst“, das am Böhler Strand von St. Peter-Ording in einem der typischen Pfahlbauten gehobene Küche anbietet. Alles ist super, bis die Betreiber des benachbarten „Café Sandkuchen“ aus Altersgründen aufgeben und sich im dortigen Pfahlbau eine bekannte Systemgastronomie-Kette einmietet, die preisgünstige italienische XXL-Gerichte anbietet. Martina und Björn sind mit ihrem „Deichfürsten“ gezwungen neue Wege zu gehen, aber sie lernen, wie wichtig es ist, dabei auch ganz große Träume nie aus den Augen zu verlieren …

Fazit:
Ich liebe die St. Peter-Ording-Romane von Tanja Janz ganz einfach, daher stand es außer Frage, dass ich auch diesen Kurz-Roman lesen werde, obwohl er ja nur als eBook erhältlich ist und ich eigentlich nicht so der große eBook-Fan bin.
Dieses Mini-eBook soll eigentlich nur ein Appetit-Anreger sein für den im November erscheinenden Winter-Roman dieser Reihe, in dem Martina und Björn als Betreiber des „Deichfürst“ ebenfalls wieder eine Rolle spielen werden.
Das Cover mit der Möwe ist wunderschön und nimmt Bezug auf die Geschichte, die hier erzählt wird. Es reiht sich perfekt in die Reihe der anderen St. Peter-Ording-Romane von Tanja Janz ein.
Die rund 70 Seiten sind verteilt auf 7 Kapitel + Epilog und Nachwort – die Kapitel haben für mich die optimale Leselänge. Außerdem als besonderes Goodie die Rezepte zu den berühmten Friesenknöllchen und Martinas Inselkäse. Das Preis-/Leistungsverhältnis für diese kleine Geschichte ist absolut in Ordnung.
Auch in diesem Buch ist es Tanja Janz wieder gelungen, liebenswerte und authentische Charaktere auf den Buchseiten zum Leben zu erwecken und in dem Roman mal ein ganz anderes Thema anzupacken: Die kleinen und ganz großen Sorgen von Gastronomie-Betrieben – egal ob als Einzelbetrieb oder Systemgastronomie-Kette. Ein sehr interessantes Thema, auch, wenn es sich vielleicht nicht auf Anhieb nicht so anhört und manche Leser vielleicht andere Erwartungen haben.
Das Thema wirkt gut recherchiert und die Geschichte sehr lebensecht. Man lernt, dass man auch ganz große Ziele bei Rückschlägen niemals aus den Augen verlieren sollte. Ich finde es super, dass hier eine echte Geschichte aus dem Leben und keine HappyEnde-Lovestory der Inhalt des Romans ist.
Ich freue mich auf ein Wiederlesen mit Martina und Björn und der Crew vom „Deichfürst“ im nächsten Roman und gebe für diese kurze, aber wirklich lesenswerte eBook wieder 5***** Sterne 🙂

Rezension: Stefan Bonner & Anne Weiss – „Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger“

imageFakten:
Paperback, Knaur, erschienen: 04.10.2016, 272 Seiten, 16,99€

Autoren-Team:
Stefan Bonner (Jahrgang 1975, lebt heute mit seiner Familie in Bergisch Gladbach) und Anne Weiss (Jahrgang 1974, wohnhaft in Köln) sind selbst beide in den 80er Jahren aufgewachsen und haben in diesem Buch ihre wichtigsten persönlichen Erinnerungen an diese tolle Zeit festgehalten, aber auch bedeutende Ereignisse, die die Generation der Kassettenkinder sehr geprägt haben. Während Stefan Bonner nach seinem Geschichtsstudium als Journalist und Lektor arbeitete, arbeitet Anne Weiss nach ihrer Lektoratstätigkeit (nach ihrem Studium) heute als freie Autorin und Übersetzerin. Gemeinsam haben sie schon mehrere humorvolle Sachbücher bei Bastei Lübbe veröffentlicht, von denen das bekannteste „Generation Doof“ ist.

Handlung:
Die 80er Jahre waren – nicht nur modisch, sondern auch musikalisch – ein kunterbuntes Jahrzehnt. Jedoch waren sie vor Allem eines: Die Kindheit und Jugend der in den 70er Jahre geborenen Kids mit all ihren Begleiterscheinungen: Musikaufnahmen vom Radio auf Kassetten-Recorder (damals noch eine große technische Errungenschaft), Hörspiele, Samstag-Abend-Unterhaltungsshows, Vorabend-TV-Serien, Umweltverschmutzung, kalter Krieg, Telespielen, AIDS, Aerobic, den ersten Heimcomputern, Tschernobyl, Familienurlauben und so vielem mehr. Und irgendwo zwischen all diesen Ereignissen wurden die 70er Jahre Kids in den 80ern erwachsen. Jeder hat diese Zeit auf unterschiedliche Weise gelebt und empfunden – hier erfahren wir, wie diese Zeit in der Rückschau von Stefan Bonner und Anne Weiss gesehen wird.

Fazit:
Das Cover ist so neon-bunt (fehlt nur noch neongrün) wie die Klamotten und der Nagellack in den 80ern war und zeigt einen Ausschnitt einer gezeichneten Kassette – also: Cover passend zum Titel des Buches.
Die 272 Seiten des Buches sind unterteilt in Einleitung sowie am Schluss das Nachwort und mittendrin in 4 große Kapitelbereiche, die sich folgenden Themenbereichen befassen: Schule und Freizeit; Ferien, Familie, Urlaub, Filme, TV; Tschernobyl, Umweltverschmutzung, Ernährung, politische Ereignisse, Mauerfall; Technik. Aufgelockert ist das Ganze zwischendurch mit Zeichnungen von Gegenständen, die uns durch das damalige Jahrzehnt begleitet haben und gleich mal nostalgische Erinnerungen wachrufen.
Jeder der Leser hat die 80er Jahre sicherlich anders er- und gelebt und andere Interessenschwerpunkte gehabt, von daher ist es schwierig, allen Lesern in Art und Umfang der Erinnerungen irgendwie gerecht zu werden.
Ich habe mich bei so vielen Dingen wiedergefunden und gerade im Hinblick auf die Schulzeit gestaunt, wie erschreckend ähnlich diese jeweils verlaufen ist – egal wo man diese Jahre, in denen man angeblich fürs Leben lernt, denn verbracht hat ;-). Der einzige Kapitelbereich, der für meinen Bedarf ein wenig kürzer hätte sein können, war das Kapitel über Technik (gerade Computer-Spiele), womit ich in den 80er Jahren noch nicht wirklich was anfangen konnte.
Gefreut habe ich mich sehr über die Erinnerung an bestimmte Radio-Sendungen (mit SWF3-Radiogott Elmar Hörig oder dem WDR2-Texaner Mal Sandock), TV-Serien, Filme (wobei ich meine heißgeliebten amerikanischen HighSchool-Komödien ein wenig vermisst habe), Roller Skates, die wundervollen Gesellschaftsspiele wie „Spiel des Lebens“ oder „Mankomania“ von MB, modische Entgleisungen, bestimmte Werbespots, vom Markt verschwundene Chips-Sorten (Trüller-Kartoffelchips – hm, die waren so lecker, schade, dass es die nicht mehr gibt – und die ersten LightChips „Ferechi“ von Bahlsen), Quench- und Ce-Frisch Getränkepulver, Sony-Walkman (den ich nie hatte) und Schneider-Stereoanlagen, Jugendzeitschriften wie Popcorn und Pop-Rocky, die es schon lange nicht mehr gibt (weil sie eigentlich nur ein Abklatsch von BRAVO waren) und vieles andere.
Es waren bestimmt einige Dinge damals weder gesund oder pädagogisch wertvoll (worauf ja heute mehr geachtet wird), aber wir haben dieses Jahrzehnt überlebt (ja, sogar das Fahren ohne Fahrradhelm und haben uns verabreden können, ohne vorher 20 What’sApp-Nachrichten deswegen zu versenden) und hatten meist noch mächtig Spaß dabei.
Natürlich hat man auch nicht an alles von damals so verklärte, harmonische Erinnerungen wie in dem Buch beschrieben: Familienurlaube mit den Eltern und Weihnachten (ja, tatsächlich Weihnachten) waren für mich immer nur die Hölle, wenn man immer nur die Billig-Imitationen der Dinge bekam, die man sich gewünscht hatte oder gleich irgendeinen Ramsch, den man nie wollte. Und der Urlaub ist gerade in der Pubertät grundsätzlich ist Streit ausgeartet.
Ich habe zwei Kritikpunkte an das Buch: Zum Einen sind mir einige Schreibfehler – wie z. B. Kojac (Kojak) oder Colt Sievers (Seavers) oder „LÜK – Lerne, übe, korrigiere“ (anstatt richtig: kontrolliere) und noch ein paar andere aufgefallen. Und das Zitat von Norbert Blüm über die Renten der Deutschen hieß doch eigentlich: „Die Rente ist sicher.“ Das hat mich als bekannte Rechtschreibpolizei doch ein wenig gestört 😉
Und den Preis von 16,99 € für ein Taschenbuch mit weniger als 300 großzügig bedruckten Seiten finde ich eigentlich recht teuer. Aber ich weiß ja, dass das Buch eigentlich als Einband (wegen des doppelten Taschenbuch-Umschlags) gewertet wird, was Verlage ja gerne schon mal machen, um sich damit auch auf der Spiegel-Bestsellerliste zu platzieren.
Dennoch hatte ich eine wunderbare Zeitreise – back in the 80ies – die mich an längst vergessene Dinge und Ereignisse (positiv wie negativ) erinnert hat.
Danke den beiden Autoren für ihre Erinnerungen an unsere Jugend.
Das war wirklich eine tolle, unterhaltsame Lektüre – bestens für hoffnungslose Nostalgiker geeignet und gebe hierfür eine 4****-Sterne-Leseempfehlung.
Eine Pflicht-Lektüre für alle Kinder der Achtziger 🙂

DANKE an Lovelybooks für dieses Buch und, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte 🙂

Veras Weekly – Temperatursturz in Berlin in der 41. KW …

📝 «Geplant»
… die kommende, ziemlich stressig werdende Arbeitswoche gut rumzubringen: Montag ist Semesterbeginn. Start ist Montag-Mittag mit einer längeren Sitzung, Protokollführung und Erstellung der Besprechungsniederschrift; Mittwoch kommt meine Chefin mittags vorbei – sich mein umgestaltetes Büro ansehen und mit mir eine Umverteilung in den Aufgabenbereichen zu besprechen, weil ich noch zusätzliche Aufgaben übernehmen soll.

📚 «Gelesen»
… gestern habe ich das Kurz-eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“ von Tanja Janz begonnen, außerdem lese ich jetzt wieder parallel „Hinten sind Rezepte drin: Geschichten die Männern nie passieren würden“ von Katrin Bauerfeind – das hatte ich ja auf Seite gelegt. Die Rezension zu „Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ von Anne Weiss und Stefan Bonner folgt diese Woche irgendwann; ebenso dann wahrscheinlich zu dem Kurz-eBook, das nur ca. 70 Seiten hat. Bin gerade irgendwie ein wenig rezensionsmüde, was u. a. auch damit zusammenhängt, dass ich auf Arbeit gerade ziemlich viel zu tun habe und dort so viel schreiben muss. Mal schauen, welches Buch ich dann noch diese Woche beginnen werde.

😊 «Gefreut»
… über die besonders vielen Knuddel-Einheiten mit unserer alten Mary-Katze diese Woche.

😳 «Überrascht»
… über den Temperatur-Sturz hier in Berlin: Als ich Freitag-Morgen zur Arbeit fuhr waren es nur +4°C. Kaum vorstellbar, dass wir 2,5 Wo. zuvor noch Eis essend auf der Promenade in Warnemünde bei +26°C gesessen haben und ein paar Tage später sogar bei gleicher Temperatur hier in Berlin noch eine Schifftstour auf Spree und Landwehrkanal gemacht haben. Meine neue gekaufte „Übergangsjacke“ ist tatsächlich schon fast zu dünn, aber immerhin wasserdicht, was letzte Woche in Berlin, wo es gleich ein paar Tage lang geregnet hat (das ist hier wirklich ziemlich selten), nicht gerade unwichtig war. So richtigen Herbst scheint es nicht zu geben – das geht hier eher nahtlos von Sommer in Winter über 😦

😢 «Traurig»
… dass die Rettung der „Kaisers“ und „Tengelmann“ offenbar nun wirklich gescheitert ist. Dabei hat es erst, im Sommer durch das Übernahmeangebot von EDEKA, so gut ausgesehen. Dies wurde aber aufgrund von „Verfahrensfehlern“ durch Minister Gabriel vom Bundeskartellamt nicht genehmigt. Nun sieht es so aus, als würde die Supermarkt-Kette zerschlagen und mal wieder viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Einfach nur traurig und absolut unverständlich! Ist das dem Bundeskartellamt wirklich lieber?! Hier in Berlin gibt es total viele Kaisers-Filialen und ich schätze die Vielfalt der Supermarkt-Ketten, die hier in Berlin vertreten wirklich sehr, weil Köln ja damals von REWE regiert wurde.

😡 «Geärgert»
… dass meine Erkältung nicht so recht weg geht, über Donald Trump, über die Schlampigkeit der Leipziger Polizei im Fall des Selbstmordes des mutmaßlichen syrischen ISIS-Anhängers in Chemnitz, über die miese Parkplatz-Situation hier in der Gegend gerade, weil man gleich mehrere Straßen-Baustellen gleichzeitig aufgemacht hat und mal eben so 20 – 30 Parkplätze für die Dauer wegfallen.

🍴«Gegessen»
… puh, natürlich habe ich nicht mehr alles so präsent. Nudeln vom Italiener, einmal was vom Vietnamesen, am Freitag selbst gemachte Spaghetti Bolognese und gestern gebratene Seezungenfilets, gebackene Kartoffelhälften, Cassis-Senf-Sauce und Knoblauch-Rahmblattspinat. Heute gibt es gebackenen Fleischkäse und Ofen-Pommes. In der Uni-Caféteria habe ich diese Woche zum allerersten Mal im Leben Eier in Senfsauce mit Salzkartoffeln probiert – war gar nicht so schlecht.

👂«Gehört»
… auch diese Woche nichts, was mir besonders in Erinnerung geblieben ist.

💻 «Gemailt»
… Anke F., Kerstin H., Ivy, Miri – bestimmt habe ich noch irgendjemanden vergessen …

👀 «Gesehen»
… nichts besonderes – außer natürlich wie immer die „Gilmore Girls“ auf DVD.

💖 «Geknuddelt»
… same Procedure …

💭 «Gedacht»
… ob wir wegen Joelles nächtlichen Störungen vielleicht doch mal eine Katzenpsychologin hinzuziehen und uns beraten lassen, was wir alles falsch machen?! Die Nächte in der letzten Woche waren wirklich verdammt kurz – wir gehen ja schon ziemlich spät schlafen und wenn die Katze einem dann noch mind. 1 Std. Schlaf stiehlt, ist das schon sehr hart. Joelle ist ja an Halloween geboren und hat dieses „Trick or Treat“ schon irgendwie angeboren – vor Allem eben nachts 😉

🏆 «Stolz»
… dass ich es diese Woche geschafft habe, immer 1/2 Std. früher im Büro zu sein. Ich hoffe, dass ich es auf insgesamt 1 Std. früher schaffe in den nächsten Wochen.

💳 «Gekauft»
… die „Marsh Mallow Heaven“-Bodylotion von Treaclemoon – eigentlich wollte ich ja das Duschgel haben, aber das gab es noch nicht.

Rezension: Ivy Bell – „Als Lilly schlief“

14462874_1164828483591169_7634489801684205076_nFakten:
eBook, Selfpublishing, erschienen 29.09.2016, 204 Seiten, 2,99€
(Dieses eBook ist bei allen gängigen Online-Buchhändlern in verschiedenen eBook-Formaten erhältlich!)

Autorin:
Ivy Bell wurde in Berlin geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist schon seit ihrer Kindheit begeisterte Leserin und betrachtet die Erfindung von eBooks als Segen, weil der sie bei ihren Urlaubsreisen immer vor Übergepäck bewahrt. Bereits während des Studiums und in einem Volontariat entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben, nicht nur beruflich, sondern auch für unterhaltsame kleinere Geschichten bis hin zu diesem Debüt-Roman. Ein weiterer Roman befindet sich derzeit in Arbeit.

Handlung:
Die knapp über 30jährige Lilly, von Beruf Innenarchitektin, wird nach einem schweren Unfall im Koma von ihrem Unterbewusstsein immer wieder in Stationen ihres bisherigen Lebens katapultiert und damit konfrontiert, wie ihr Leben hätte noch verlaufen können. Als sie wieder erwacht und sich auf dem Weg der Besserung befindet, ändert sie einige Dinge im Leben, um sich klar zu werden, was sie von ihrer Zukunft erwartet. Dabei behilflich ist ihr – eher unbewusst – auch die Mutter des kleinen Jungen, dem Lilly durch ihren schweren Unfall das Leben gerettet hat und die sich gerade ähnliche Fragen stellt und in einer Umbruchphase befindet. Welche Überraschungen hält das Leben wohl für Lillys Neuanfang noch so bereit …?!

Fazit:
Dieses Buch gibt es erstmal nur als eBook. Ich bin mir allerdings sicher, dass es auch als Print-Version großes Interesse finden würde.
Das Cover ist einfach zauberhaft und wurde von der Autorin selbst gestaltet, die damit beweist, dass sie nicht nur was das Schreiben anbelangt großes Talent hat, sondern ebenso beim Zeichnen und Gestalten. Sehr schön finde ich hier, dass auf dem Cover viele Dinge aus dem Roman aufgegriffen werden und man als Leser(in) so noch eine bessere Vorstellung bekommt vom Inhalt.
Das Buch hat 42 Kapitel + Prolog und Epilog. Die Kapitel haben sehr unterschiedliche Leselängen, manche fand ich ein wenig lang, was aber möglicherweise bei einer gedruckten Version schon wieder ganz anders wirkt (ich bin ja eigentlich eher nicht so die eBook-Leserin).  Jedes der Kapitel ist im Wechsel zu Beginn  appetitlich garniert mit einer Tasse Kaffee oder einem Cupcake – eine süße Idee.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, man kommt leicht in die Geschichte hinein und es wirkt authentisch und echt und nicht so gestelzt wie man manchmal anderweitig liest. Sehr schön finde ich auch, dass die Autorin mit dem Epilog die Leser(innen) direkt anspricht und man sich somit gleich als Teil der Geschichte fühlen kann und mit in diese Geschichte hineingenommen wird. Diese persönliche Ansprache setzt sich innerhalb des Buches fort als freundschaftlicher Dialog zwischen Protagonistin und Leser(in).
Die Mitwirkenden dieser Geschichte sind allesamt angenehm. Im Rahmen der Geschichte finden drei Frauen freundschaftlich zusammen, die sich ohne den folgenschweren Unfall niemals gefunden hätten und deren Leben ohne dieses Unglück vielleicht niemals andere, letztlich doch positive Wege für sie genommen und sogar zur Verwirklichung von Träumen verholfen hätte.
Die Geschichte ist fesselnd geschrieben und man möchte jederzeit gern wissen wie es weitergeht.
Ich fand es nur ein ganz klein wenig schade, dass bei der Vielzahl von Happy Ends dann auch noch das Happy End-Klischee Nr. 1 in Frauen-Romanen dazugehören musste.
Das Buch ist gerade sehr zeitgemäß und angesagt (im Mittelpunkt steht u. a. auch ein Café) und absolut verlagstauglich – daher gibt es eine 5****-Leseempfehlung. Der Roman hat jetzt schon Vorfreude auf das nächste Buch von Ivy Bell gemacht ❤

Veras Weekly – Halsentzündung in der 40. KW :-( …

📝 «Geplant»
… in der neuen Woche wieder ganz gesund zu werden – diese Woche hat mich nämlich leider eine üble Halsentzündung niedergestreckt, ich habe dem Mann auch ein paar Bazillen mit abgegeben 😦

📚 «Gelesen»
… immer noch mein Lovelybooks-Leserundenbuch „Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger“.  „Hinten sind Rezepte drin: Geschichten die Männern nie passieren würden“ von Katrin Bauerfeind, habe ich jetzt erstmal auf Seite gelegt, bis die Leserunde vorüber ist. Habe aber auch nicht viel gelesen, weil ich krank war und mir der Kopf nicht nach Lesen stand. Als nächsten Roman werde ich wahrscheinlich das eBook von Tanja Janz „Friesenknöllchen und Meerblick“ lesen, weil ja im November dann der Winterroman aus Tanjas St. Peter-Ording-Reihe erscheint („Friesenherzen und Winterzauber“), den ich schon vorbestellt habe.

😊 «Gefreut»
… Dienstag und Mittwoch (Montag war ja Feiertag) war ich ja im Büro und nach dem Urlaub hatte sich einiges angesammelt. Am meisten gefreut habe ich mich aber, weil wir für unsere Erstsemester-Studentin mit körperlicher Einschränkung in einem Termin mit der Gebäudeverwaltung einige kurzfristige Veränderungen und Erleichterungen erreichen konnten. Damit setzen wir ein Zeichen und legen Maßstäbe für die Zukunft.
… meinen Handy-Vertrag um weitere 2 J. verlängert und zahle jetzt 5 Euro weniger im Monat bei besserer Leistung. Und das iPhone 7 bekomme ich wahrscheinlich trotzdem noch.

😳 «Überrascht»
… über die Streiks in Form von Krankschreibenden des TUIfly-Bordpersonals, die den ganzen Luftverkehr lahm gelegt haben. Besonders übel: In einigen Bundesländern, die davon betroffen waren, war am Freitag-Mittag Herbstferien-Beginn. Zunächst sah es ja so aus, als wäre AirBerlin in Schwierigkeiten, die ihre Flüge dann an die TUIfly abgetreten haben. Aber am Ende sah es dann so aus, als wäre TUIfly in viel größeren Turbulenzen – nur gut, dass wir in nächster Zeit keine Flugreisen geplant haben, obwohl mich wie immer vor Weihnachten so eine gewissen Sehnsucht in Richtung New York überkommt 😉 …

😢 «Traurig»
… dass mich diese blöde Halsentzündung erwischt hat. Ich bin Dienstag und Mittwoch schon mit Halsschmerzen im Büro gewesen und habe mich abends, als ich heimkam, direkt hingelegt. Donnerstag Morgen hab ich noch angefangen mich für die Arbeit fertig zu machen und war total matt und fiebrig und hab mich dann krank gemeldet. Beim Arzt war ich nicht: Da geht dann ein halber Tag, den man schon zum Auskurieren nutzen kann, für Fahrt, Parkplatz-Suche und Arztbesuch drauf (meine Hausärztin ist in Kreuzberg, ich wohne in Charlottenburg – ich glaube, ich muss hier in der Nähe mal eine Praxis finden) – und man bekommt verschreibungsfreie Medikamente empfohlen, die man eh schon zu Hause hat. Freitag hatte ich dann verschiedene HNO-Ärzte hier in Charlottenburg abtelefoniert, weil mein Hals innen etwas besorgniserregend aussah, aber keiner hat noch Akut-Patienten angenommen. Das ist immer „toll“: Die Notaufnahmen in den Kliniken beschweren sich, dass Patienten mit Bagatell-Erkrankungen in der Notaufnahme aufschlagen und die Ärzte, die keine Patienten annehmen wollen, sagen, man solle in die Notaufnahme, wenn man es nicht mehr aushält 😦
… dass ich diese Woche nicht in New York sein konnte – denn am Di., 04.10. hat Nena dort ein Konzert gegeben und am Do., 06.10.2016 Rick Astley *schnief* – da wäre ich bei beiden so gerne dabei gewesen ❤

😡 «Geärgert»
… natürlich über Donald Trump und seine frauenfeindliche Äußerungen und sowieso über alle Entgleisungen, die er sich als Präsidentschaftskandidat der USA bisher so erlaubt hat. Es muss doch irgendwie möglich sein, dafür zu sorgen, dass er disqualifiziert wird! Ein frauen-, ausländer- und homosexuellenfeindlicher überheblicher Rechtspopulist darf niemals an die Spitze einer Weltmacht gelangen! Dieser Mann ist äußerst gefährlich und hat bis heute nicht begriffen, dass Weltpolitik kein Spiel ist! Man kann vielleicht auch über Hillary Clinton nicht nur Positives sagen, aber sie hat wenigstens Ahnung von Innen-, Außen- und Wirtschaftspolitik und hat gute Umgangsformen, während der Primitivling Trump nach dem Pippi Langstrumpf-Prinzip „Mach ich mir die Welt, wie sie mir gefällt“ agiert. Einfach nur traurig und das macht mir wirklich Angst. Da war es gestern eine Wohltat, als das Video von Robert De Niro (den ich schon immer mochte) die Runde machte, in dem er sich so richtig wild über Trump ausgelassen hat.

🍴«Gegessen»
… am Feiertag am Montag, wie angekündigt, Schweinefilet-Medaillons in Miso-Sauce mit Lauch-Kartoffelpürree; an einem anderen Tag letzte Woche Champignonrahm-Schnitzel vom Thomas-Eck; an einem weiteren Tag Pizza; dann gab es noch gefüllte Nudeln (mit Kürbis & Salbei sowie Steinpilzcreme) und Tomatensauce; Freitags gab es Reibekuchen und gestern – leider zum letzten Mal in diesem Jahr, weil laut dem Verkäufer auf dem Markt die Saison jetzt definitiv vorbei ist – unsere superleckeren Schmorgurken. Aber Spargel und Schmorgurken aus der Region sind dann wieder saisonale Gerichte, auf die man sich das Jahr über freuen kann.

👂«Gehört»
… nichts, was mir besonders in Erinnerung geblieben ist diese Woche.

💻 «Gemailt»
… nur sporadisch über die Kommentarfunktion diese Woche, weil mir absolut nicht nach Mailen zumute war.

👀 «Gesehen»
… da ich krank zu Hause war: 10 Folgen „Gilmore Girls“ auf DVD – und gleich schaue ich nochmal zwei weitere. Noch eine DVD mit 4 Folgen und dann bin ich mit der 3. Staffel durch. Aber ehrlich gesagt mag ich gar nicht daran denken, wenn ich alle Folgen geschaut habe – ein Leben ohne „Gilmore Girls“ ist undenkbar …

💖 «Geknuddelt»
… meine kleine 2- und 4-beinige Familie bestehend aus Mann und unseren beiden Plüschgirls.

💭 «Gedacht»
… es ist so schön, dass man, wenn man krank ist, nie alleine ist – Mary und Joelle sind zwei tolle Krankenpflege-Katzen – ich möchte nie ohne Katzen sein ❤

🏆 «Stolz»
… dass wir in der Uni nun Grundsteine legen, damit auch Bewerber mit anderen Handicap bei uns studieren können.

💳 «Gekauft»
… die neue Ausgabe der „Chefkoch“ und Husten- und Bronchialtee von dm – Ihr seht, es war auch kauftechnisch (zumindest, was erfreuliche Käufe angeht) eine unglaublich „schöne“ Woche 😉 …

Veras Weekly – ein schöner Kurzurlaub in Warnemünde in der 39. KW :-)

📝 «Geplant»
… den Erholungswert der letzten Woche von unserem schönen Kurzurlaub in Warnemünde sowie den des langen Feiertagswochenendes und der 4-Tage-Arbeitswoche noch ein wenig zu halten bevor der Semesterstress jetzt wieder losgeht an der Uni 🙂

📚 «Gelesen»
… habe gestern mein Lovelybooks-Leserundenbuch „Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger“ angefangen. Dies ist ebenso mehr oder weniger ein humorvolles Sachbuch wie „Hinten sind Rezepte drin: Geschichten die Männern nie passieren würden“ von Katrin Bauerfeind, das ich derzeit noch parallel lese bzw. erstmal liegen lasse, bis die Leserunde durch ist, weil ich eigentlich Sachbücher nur parallel mit Romanen lese, weil ich bei ähnlichen Genres sonst durcheinander gerate 😉 …

😊 «Gefreut»
… dass mein Mann und ich ein paar wunderschöne Tage in Warnemünde und Umgebung verbracht haben – nochmal ein bisschen Erholung zwischendurch im Hotel Neptun, einfach nur schön – den Reisebericht dazu habe ich ja schon hier auf dem Blog veröffentlicht. Sowas wollen wir auf jeden Fall öfter machen in Zukunft.
… dass das mit der Katzenversorgung während unseres Kurzurlaubs, Dank unserer wunderbaren Catsitterin Andrea von „Mein Miezen Mobil“, wieder so perfekt funktioniert hat und wir jetzt wieder ab und zu sorglos ein paar Tage verreisen können und die Katzen bestens versorgt wissen ❤
… ganz riesig für meine Freundin und liebste Ex-Kollegin Miri in Köln: Obwohl ihr Söhnchen Julius eigentlich erst Mitte Oktober das Licht der Welt erblicken sollte, hatte der kleine Mann es wohl plötzlich doch ganz eilig und hat seinen Eltern einfach mal gezeigt, wie Mutterschutz gleich am 1. Tag funktioniert 😉 – ich freue mich mich riesig für Miri und ihre Familie über den Nachwuchs. Der kleine Julius hat liebevolle und intelligente Eltern, die schon viel von der Welt gesehen haben und wunderbar ausgeglichen sind und ihrem Kind neben viel Liebe alles Wichtige mit auf den Lebensweg geben können.
… außerdem ebenso riesig für meine Freundin Ivy Bell, die zwar kein Baby, aber immerhin einem eBook-Baby auf die Welt geholfen hat – nämlich ihrem eigenen „Als Lilly schlief“, das bei den meisten gängigen eBook-Händlern bereits erhältlich ist und es bei allen anderen in Kürze sein wird! Ich war im Juni bereits Testleserin für dieses tolle Buch und gebe hierfür natürlich eine Kaufempfehlung! Eine Rezension von mir folgt auch noch in Kürze. Auch das wunderschöne Cover hat Ivy selbst entworfen 🙂

😳 «Überrascht»
… dass wir am Donnerstag, nach unserem tollen Schiffsausflug (3 Std. Brückenfahrt mit der Reederei Riedel auf Spree und Landwehrkanal unter 64 Berliner Brücken hindurch) bei wundervollstem Sonnenschein, es sogar endlich mal geschafft haben, zum „Streetfood-Thursday“ in die „Markthalle Neun“ im Kreuzberger Wrangel-Kiez. Muss man mal erlebt haben – es empfiehlt sich allerdings unbedingt, vor 19 Uhr da zu sein, weil es dann wirklich mega voll wird dort! Es ist einfach toll, wie viele Nationen dort an Besuchern aus Berlin selbst, Standbetreibern, Touristen usw. zusammenkommen – das ist genau das Multi-Kulti, das wir an Berlin so sehr lieben und nicht missen möchten.

😢 «Traurig»
… derzeit über gar nichts, weil es mir gerade einfach gut geht.

😡 «Geärgert»
… auch mal über nichts – dazu war die Woche zu schön.

🍴«Gegessen»
… da wir ja im Urlaub waren, haben wir an der Ostsee natürlich sehr häufig Fisch gegessen in diversen Variationen, am Donnerstag waren wir hier auf dem Streetfood-Market in der Markthalle Neun; Freitag gab es Nudelauflauf mit Hähnchenbrust, Brokkoli, Champignons und Tomatenrahmsoße; gestern gab es luftgetrocknete amerikanische Rumpsteaks (auf den Punkt gebraten, sonst sind wir da nämlich nicht so geschickt gewesen) mit Steinpilz-Rahmsauce, gebackenen Kürbisspalten und Parmesan-Kartoffeln. Heute gibt es nur irgendeine Kleinigkeit, weil wir am morgigen Feiertag nochmal ausgiebig nach Rezept kochen (Schweinefilet-Medaillons in Miso-Sauce mit Lauch-Kartoffelpürree).

👂«Gehört»
… an der Ostsee mal wieder ein paar andere Radio-Sender als sonst 😉
… dass Treaclemoon jetzt mit dem Duft „Marsh Mallow Heaven“ Mitte Oktober die ganze Pflegeserie auf den Markt bringt (neben der Handcreme auch noch Duschgel und Bodylotion) – ich freue mich so!

💻 «Gemailt»
… mit Ivy, Miri, Anke und Kerstin H.

👀 «Gesehen»
… gleich wieder die „Gilmore Girls“ auf DVD 🙂

💖 «Geknuddelt»
… Mann und Katzen (die hatten Nachholbedarf – Mary hat unser abendliches Sofa-Knuddel-Ritual gefehlt 😉 ) …

💭 «Gedacht»
… was ich tun kann, damit mich die Albträume aus meiner Vergangenheit nachts nicht mehr einholen, obwohl es mir eigentlich total gut geht gerade …?!

🏆 «Stolz»
… dass es mir in Bezug auf Depressionen jetzt wirklich schon ziemlich lange gut geht und ich keine seelischen Abstürze mehr hatte, aber ich habe sehr viele Personen, Lebensumstände und Dinge, die mein Befinden negativ beeinflusst haben, in den letzten Jahren bewusst gemieden.

💳 «Gekauft»
… 3 Kochzeitschriften und an der Ostsee einen blauen Schlauchschal mit Sternchen und eine dünne Beanie-Mütze aus Shirtstoff – und immer noch keine neue Brille ausgewählt 😦 …

Und nochmal ein Kurz-Urlaub – wieder Ostsee – dieses Mal Warnemünde :-)

 

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Da wir ja zu Beginn meiner Semesterferien nur 2 Wo. Urlaub gemacht haben, der mit unserer Reise nach Binz/Rügen zwar total schön war, aber dennoch weiteren Erholungsbedarf hinterlassen hat, stand für uns fest, im September nochmals eine Woche Urlaub zu nehmen. Vom 26. bis 28.09. haben wir uns daher nochmal – nach 11 J. Abstinenz – aufgemacht nach Warnemünde ins Hotel Neptun.
Das Neptun war bereits zu DDR-Zeiten das luxuriöseste, aussergewöhnlichste Hotel der Republik und wer etwas über die ungewöhnliche Geschichte des 1972 eröffneten Luxus-Hotels erfahren möchte, kann das hier bei Wikipedia.

Vor 2 J. hatten wir zwar mal einen Tagesausflug nach Warnemünde gemacht, aber richtigen Urlaub dort, wie wir bei der Buchung erfuhren, wirklich schon seit 11 J. nicht mehr.

Warnemünde ist ein wunderschönes, historisches Seebad an der Küste vor Rostock, wo man wirklich alles findet, was zu einem tollen Urlaub dazugehört: Meer, Strand, ein hübscher Ort, Wellness-Angebote, gute gastronomische Angebote. Mehrfach pro Woche legen dort während der Saison große Kreuzfahrtschiffe an und ab, die man in seltenen Fällen sogar mal besichtigen darf. Zudem ist es ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung: Fahrt mit der historischen Dampfeisenbahn „Molli“ nach Bad Doberan oder in den Nobel-Badeort Heiligendamm, zum Bernsteinmuseum nach Ribnitz-Damgarten, in die wunderschöne Hansestadt Rostock, dort in den Zoo „Darwineum„, auf Hafenrundfahrt oder nach Kühlungsborn, Wismar oder in andere Seebäder in der Umgebung, wie wir es auch gemacht haben.

Am Ankunftstag war strahlend schönes Wetter und wir haben uns aufgemacht zu einem Ortsspaziergang durch Warnemünde, haben uns ein Fischbrötchen gegönnt und als Nachtisch eine Waffel und ich dann ein bisschen Wellness im Hotel-Spa und der Mann einen Strandspaziergang währenddessen. Abends waren wir im Restaurant „Zum Stromer“, ein echter kulinarischer Geheimtipp – sensationell gute Küche und aufmerksamer Service. Wir sind damals durch einen Bericht bei „rbb um 6“ darauf aufmerksam geworden. Eine Tisch-Reservierung ist unbedingt zu empfehlen!

Am nächsten Morgen hatte es leicht geregnet, aber der Himmel begann sich langsam aufzuklaren. Wir sind in den Tag mit einem köstlichen à la Carte-Frühstück in Panorama-Bar in der 19. Etage des Hotels Neptun in den Tag gestartet – kostete zwar einen kleinen Aufpreis, dafür gab es das bis 12 Uhr (also ideal für Spätaufsteher wie uns) und die Aussicht war traumhaft. Das Frühstücksbuffet, das inklusive war, gab es nur bis 10:30 Uhr und wir sind beide keine Fans von Hotel-Buffetts – so ein All-Inclusive-Urlaub in solchen Massenunterkünften in der Türkei oder Spanien wären die Hölle für uns 😉 …

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imageimageDa das Wetter so toll wurde, haben wir uns entschlossen, eine Tour Richtung Darß zu machen und uns mal ein paar andere Seebäder anzuschauen – und zwar die, wo wir bisher noch nie waren. So führte uns die Fahrt über Hohe Düne (Yachthaven-Residenz) nach Graal-Müritz, Ahrenshoop (eine Künstler-Kolonie) und Zingst. Wir hatten einen wunderschönen Tag bei viel Sonnenschein und haben uns sogar nochmal einen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Gerade bei Graal-Müritz, einem Kurort, war die Ostsee wieder so unglaublich klar und sauber – das hat mich schon in Binz/Rügen so fasziniert.

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Mir hat es ein wenig leid getan, dass wir nur so kurz in Warnemünde waren und somit den tollen Pool mit Ostsee-Blick im Hotel Neptun gar nicht nutzen konnten – das Wellness-Angebot ist wirklich erstklassig dort, ebenso wie Spa und Kosmetik. Aber man muss sich ja auch für die nächsten Male noch etwas aufheben, die ganz sicher kommen – die Entfernung ist für uns Berliner ebenfalls perfekt nur knappe 2 Std. von zu Hause entfernt.

Abends waren wir im Restaurant Teepott in Warnemünde essen, das die guten Empfehlungen im Internet auch vollkommen zurecht hat.

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Am nächsten Tag stand nach einem weiteren wunderbaren Frühstück bei Traum-Aussicht leider schon die Rückreise an, die uns zuerst über Wismar führte.
Wir wussten leider nicht, dass der malaysische Ministerpräsident an jenem Tag als Staatsgast in Wismar war und damit einige – teilweise etwas absurde – Straßensperrungen verbunden waren. Zudem hat es in der ganzen Stadt nach Gülle gerochen (als wäre ein Gülle-Laster irgendwo umgekippt) – ich frage mich ja, was der malaysische Ministerpräsident wohl diesbezüglich in der Heimat über Deutschland zu berichten hat ;-). Dennoch haben wir irgendwann die Stadt erreicht, die sich im Gegensatz zu unserem letzten Besuch dort (der auf jeden Fall noch länger als 11 J. zurückliegt) sehr positiv verändert hat und größtenteils wunderhübsch saniert wurde. Sehr sehenswert ist der Mix der Baustile in der Wismarer Innenstadt, wo neben Fachwerk, Hansebauten, Ziegelbau auch Gotik und Klassizismus zu finden sind. Da ich ja historische Schriftzüge, die an alte Ladenkulturen oder altes Handwerk erinnern immer so toll finde, hier eine kleine Auswahl meiner Wismar-Fotos (ich wollte übrigens nicht die Dinge fotografieren, die jeder fotografiert – schön kann ja jeder 😉 …) :

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Der letzte Abschnitt der Rückreise führte uns dann noch nach Boltenhagen, wo es sehr stürmisch war. Am Pier wehte die Holstentor-Flagge und ein Gedenkstein erinnerte an die DDR-Flüchtlinge, die zwischen 1961 und 1989 über die Ostsee geflohen sind.

Hier noch die Impressionen von Boltenhagen:

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Uns haben die 3 Tage sehr gut getan und wenn es sich mal jemand so richtig gut gehen lassen will, dem kann ich Warnemünde und das Hotel Neptun ohne Bedenken dafür empfehlen. Wir haben uns geschworen, das jetzt wieder öfter zu machen 🙂

Wir hatten außerdem ziemlich großes Glück, dass noch nirgendwo Ferien waren und das jetzt überwiegend eine Reisezeit für ältere Menschen war, die ebenso wie wir einen ruhigen Urlaub zu schätzen wissen.

Nicht zuletzt möglich gemacht hat das aber auch wieder unsere hervorragende Katzenbetreuung, Andrea Schauer von Mein Miezen Mobil, die unsere beiden hübschen Plüschgirls wieder glänzend betreut hat – vielen Dank, dass es Dich gibt und Du uns solche Reisen überhaupt wieder möglich machst, weil wir Mary & Joelle so toll versorgt wissen und Du Deinen Job so absolut professionell und vertrauensvoll machst – DANKE ❤

Ich hoffe, Euch hat mein kleiner Reisebericht ein wenig gefallen und inspiriert 🙂

 

 

Rezension: Marie Adams – „Das Café der guten Wünsche“

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Taschenbuch, blanvalet, erschienen: 19.09.2016, 335 Seiten, 8,99€

Autorin:
Marie Adams ist ein Pseudonym der deutschen Autorin Daniela Nagel. Sie wurde 1977 in Köln geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern samt Haustieren lebt. Sie hat an der Fernuniversität Hagen Neuere Deutsche Literatur und Philosophie studiert und schrieb bereits während des Studiums Drehbücher für die ZDF-Serie „Streit um Drei“ sowie ein erstes Spielfilmdrehbuch. Während der Familiengründungsphase schloss sie ihr Studium mit ihrer Magisterarbeit, die ebenfalls das Thema „Drehbücher“ behandelte, erfolgreich ab. Sie schrieb u. a. Filmkritiken für das Online-Portal „Cinezone“ und Werbetexte für „Kino & Co.“. Neben dem Sachbuch „Fünf Kinder? Sie Ärmste! Ein Survival-Guide für gelassene Mehrfachmütter“ hat sie unter ihrem realen Namen die beiden humorvollen Familienalltagsromane „Das Leben ist kein Kindergeburtstag“ und dessen Fortsetzung „Irgendwas ist doch immer!“ veröffentlicht. Sie gibt gemeinsam mit der Autorin Britta Sabbag Schreibseminare.

Handlung:
Die junge Julia hat von ihrer Oma das „Café Juliette“ geerbt, das sie gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen Laura und Bernadette und ganz viel Herzblut weiterführt. Ihr Geheimnis ist es, fest an die Macht der Wünsche zu glauben und jedem Gast im Stillen einen besonders guten Wunsch mit auf dem Weg zu geben, um den Gast glücklicher zu machen. Als Bernadette ein Studienauslandsjahr in Frankreich verbringt, genau dort, wo Julia einst ihre Ferienliebe Jean kennenlernte und der seither den festen Platz in ihrem Herzen innehat, obwohl sie sich danach nie wiedergesehen haben, schöpft Julia neue Hoffnung aus ihrem seither größten Wunsch. Aber erstmal muss sie nicht nur Ersatz für Bernadette als WG-Partnerin, sondern auch für deren Job im Café finden. Interessiert an beiden Positionen ist ausgerechnet Robert, ein Freund von Julias geschäftsbewusstem Bruder Nick, ein pessimistischer Zyniker – also eigentlich das exakte Gegenteil von Julia, die noch andere Interessen bei ihm weckt …

Fazit:
Die Cover- und Umschlaggestaltung ist mit den vielen bunten Tassen an den Haken an einer weißen Holzwand sehr hübsch und ansprechend ausgewählt und bietet somit einen Bezug zur Basis dieses Romans – dem Café. Der Umschlag ist aus mattem, leicht rauem Papier, wie es gerade irgendwie ziemlich in Mode gekommen ist bei den Verlage. Und Bücher, in denen Cafés eine Rolle spielen, sind ja auch gerade total angesagt auf dem Buchmarkt 😉
Ich bin ja eigentlich mehr so die Leserin, die gerne in Kapiteln liest. Bei diesem Buch hier sind die 335 Seiten (inkl. Epilog und Dank) allerdings in nicht zu lange, gut auseinanderzuhaltende Abschnitte aufgeteilt, was ich auch ganz in Ordnung fand.
Ich mag den Schreib- bzw. Sprachstil der Autorin, der sich leicht und angenehm lesen lässt und gut zu dieser romantischen Geschichte passt, sehr gern – man kommt leicht in die Geschichte hinein und das Buch lässt sich locker weglesen.
Wie so oft in französischen oder französisch anmutenden Geschichten, lag auch auf dieser Geschichte irgendwie die ganze Zeit eine leichte Schwermut, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte an fast allen Mitwirkenden vorbei zieht, weil immer irgendwelche Probleme oder Sorgen im Raum standen. Zum Ende hin ploppten mir da ein paar Handlungsstränge und Personen zu viel auf, die alle mit dem entsprechenden Happy End versorgt werden wollten.
Das Buch ist nicht schlecht, aber mir hat hier ein wenig die heitere Lebendigkeit gefehlt, wie ich sie im letzten Buch von Daniela Nagel so sehr mochte.
Die Geschichte ist nett zu lesen, bietet unaufdringliche Romantik und ein paar überraschende Wendungen und eben die Moral, auch mal optimistisch zu denken – nicht nur in Bezug auf sich selbst – und Wünsche nicht unausgesprochen zu lassen und den Glauben an deren Erfüllung niemals aufzugeben – und auch, wenn es anders kommt als gedacht, kann daraus immer noch etwas Gutes werden …
Der ganz große Funke ist bei mir dieses Mal leider nicht übergesprungen, aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und war eine schöne Abwechslung zwischendurch und bekommt dafür knappe 4**** Sterne von mir.

Ein ganz großes Dankeschön an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe, die mir dieses Rezensionsexemplar netterweise zur Verfügung gestellt haben!