Erholsamer Kurz-Urlaub in Binz/Rügen :-)

imageNachdem unsere letzte Reise tatsächlich schon 3 J. zurückliegt und mit Urlaub seinerzeit wenig zu tun hatte, weil wir damals unseren Umzug von Köln nach Berlin vorbereitet haben, haben wir nun erstmals wieder einen 3-tägigen Kurz-Urlaub gemacht. Es hat uns nach Binz auf Rügen geführt, wo wir zuletzt Ende der 90er bzw. ganz am Anfang der 2000er Jahre waren.

Allerwichtigste Voraussetzung für eine Reise war es für uns natürlich, eine professionelle und zuverlässige Katzenbetreuung zu haben, die unsere beiden Ladies 2x täglich zu Hause versorgt – als zusätzliches Handicap kommt ja noch die Schilddrüsenerkrankung unserer 15jährigen Maine Coon-Dame Mary hinzu, die 2x tägl. unterschiedliche Medikamente nehmen muss (deren Verabreichung alles andere als einfach ist); Joelle ist ja unkompliziert. Empfehlen können wir alle Katzenbesitzern für Berlin als Betreuung: „Mein Miezen Mobil“. Unsere Katzen wurden wirklich ganz liebevoll umsorgt, wir sind mit Fotos und Messages versorgt worden und waren immer bestens informiert, wie es den beiden geht und konnten dennoch ein paar erholsame Tage verbringen, weil wir genau wussten, dass es den beiden gut geht!

imageimageDie Anreise nach Binz (knapp über 3 Std. Fahrt von Berlin aus) war trotz des Sommerferienbeginns hier 3 Tage zuvor staufrei und zügig – die meisten Reisenden in Richtung Ostsee sind wohl direkt Freitag oder Samstag losgefahren. Am frühen Mittag erreichten wir dann Binz und unser gebuchtes Hotel – das „Hotel am Meer“ bei traumhaft schönem Wetter und Sommerhitze. Unser Zimmer hatte Meerblick (siehe links) und einen Hotel-Strandkorb hatten wir auch mitgebucht. Von Binz aus hat man Sicht bis zur Kreideküste, wie man auf dem einen Foto sieht. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, haben wir uns gleich mal auf den Weg gemacht zu einem Ortsrundgang und haben festgestellt, dass sich sich wirklich sehr viel verändert hat seit wir zuletzt dort waren, viele neue Hotels sind hinzu gekommen sind und der Ort ist dichter zusammengewachsen durch viele Neubebauungen – ein richtig schicker, quirliger Badeort. Nachdem wir den ganzen Tag noch nichts gegessen haben, haben wir erstmal bei „Gosch“ Station gemacht, wo ich meine heißgeliebten gebratenen Garnelen mit Knoblauchsauce nach vielen Jahren mal wieder essen konnte, dazu einen Aperol Spritz, Meerblick und wir haben den Beginn des Kurz-Urlaubs „gefeiert“. Unser 1. Spaziergang hat uns auch zum „Baywatch-UFO“ (Foto rechts) – wie ich es immer nenne – geführt, eine ehem. Rettungsschwimmer-Station aus DDR-Zeiten, sehr abenteuerliche Architektur und heute wohl das kleinste Standesamt der Welt – eine Außenstelle des Standesamtes Binz – echt toll! Allerdings wohl auch grausig heiß – nicht umsonst stand dort eine mobile Klima-Anlage 😉
Das Wasser der Ostsee in Binz war unglaublich sauber und klar – so rein hatte ich die Ostsee in den letzten Jahren bei keinem unserer Ausflüge gesehen – wir waren ja bisher in Warnemünde und auf Usedom.

Früher waren wir einige Male im Hotel „Vier Jahreszeiten“ in Binz, dass wir auf unserem Ortsspaziergang auch wiedergefunden haben. Das Hotel verfügt über die hübsche traditionelle Bäderarchitektur, jedoch leider nicht über Meerblick.
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imageUnd an einer sehr niedlichen Sandskulptur, einem Panda, sind wir auch noch vorbeigekommen. Dann haben wir ein wenig relaxt zwischendurch, sind abends wieder über die Promenade flaniert, haben lecker gegessen, Cocktails getrunken und Leute beobachtet und sind dann abends mit Wellenrauschen eingeschlafen – echt wundervoll ❤

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug nach Sellin gemacht – der Ort hat uns nicht so gut gefallen, sehr steil, sehr hügelig und der Strand war voller Algen – was für einen nicht so guten Geruch in der Luft gesorgt hat. Ich bin allerdings in Sellin nicht an einer ziemlich hübschen Tasche vorbei gekommen – ist aber mein einziges „Souvenir“. Von dort aus sind wir dann noch weiter ins Bücher-Outlet nach Prora – ein Bücher-Zelt mit Büchern aus Restauflagen, Überproduktionen bis zu 70% reduziert – von Ende Juli bis Ende September dort zu finden. Wir sind da aber leider nicht fündig geworden – die Bücher waren von der Luftfeuchtigkeit größtenteils schon ziemlich wellig, außerdem waren nur bestimmte Verlage dort vertreten und die Bücher, die mich angesprochen hätten, hatte ich eh schon. Empfehlenswert ist aber dagegen auf jeden Fall die sehr gut sortierte Buchhandlung in Binz „Bücherinsel“, die wirklich über sehr viele Neuerscheinungen und Beststeller verfügt und für eine kleine Buchhandlung bestens sortiert ist!

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imageNachmittags hatte ich dann ein wenig Wellness im Hotel gebucht und abends sind wir dann wieder schön essen gegangen. Anschließend haben wir den Sonnenuntergang genossen – wie auch schon am Abend zuvor und das war dann auch schon die letzte Nacht auf der Insel.

Man kann das gar nicht beschreiben, wie schön das Geräusch von Meeresrauschen ist – wenn sich die Nacht Strand und Meer zurückerobert und es vollkommen ruhig wird – kein Kindergeschrei mehr, keine flanierenden lauten Menschen, einfach nur noch Ruhe und Meer – ich habe richtig gut geschlafen dort.

imageimageAuf der Rückfahrt haben wir dann noch einen Abstecher nach Prora gemacht. In Prora wollte Adolf Hitler seinerzeit ein „Kraft durch Freude (KdF)“-Erholungszentrum für 20.000 erholungsbedürftige Menschen bauen lassen. Zu einer Fertigstellung der Anlage ist es, bis auf wenige Gebäudeteile, nie gekommen – lediglich die Rohbauten stehen seit den 1930er Jahren an der Küste auf einer Länge von ca. 4,5 km aneinandergereiht. Die wenigen fertiggestellten Gebäude waren im 2. Weltkrieg und während des DDR-Regimes unterschiedlichen Nutzungen zugeführt – mehr über Geschichte von Prora ist auf der entsprechenden Wikipedia-Seite zu finden.

Nachdem die Rohbauten jahrzehntelang vor sich hin dümpelten und selbst eine Sprengung sich als unmöglich erwies, weil die hier offenbar im Größenwahn des Nationalsozialismus für die Ewigkeit gebaut wurde, stellte man die Gebäude unter Denkmalschutz. Vor einigen Jahren haben sich dann Investoren gefunden und bauen den ehemaligen optischen Schandfleck nun zu luxuriösen Ferienwohnungen Ferienwohnungen und Apartments aus. Ein Apartment-Hotel ist bereits in Betrieb – dessen Restaurant- und Spa-Betrieb wird jedoch erst zum Herbst aufgenommen.
Bis dort aber so etwas wie Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitmöglichkeiten etc.) entsteht, wird es noch ein paar Jahre dauern – der Ort soll dann Neu-Prora heißen.

imageimageWeiter sind wir dann auf der Rückfahrt noch in Sassnitz gewesen – sind dort durch den Ort spaziert und haben ein Eis gegessen. Dort bin ich fototechnisch nochmal auf meine Kosten gekommen, weil ich doch so gerne alte, handgemalte Werbeschriftzüge fotografiere – meiner Meinung nach Relikte, die mit der Zeit leider vollkommen verschwinden werden und die man irgendwie schützen müsste.

Auch, wenn es ein paar schöne, abwechslungsreiche Tage waren – als Fazit unserer kurzen Reise kann ich sagen, dass wir höchstwahrscheinlich nicht mehr in den Sommerferien an die Ostsee fahren werden, weil diese Menschenmassen doch unbeschreiblich sind. Von 10 entgegenkommenden Fahrzeugen hat ungefähr eines das Kennzeichen der Insel Rügen. Die Orte waren überlaufen und man musste bei Sehenswürdigkeiten teilweise warten bis ein Parkplatz frei wurde.

imageimageDa wir aber seit Dezember keinen Erholungsurlaub mehr hatten – der letzte längere Urlaub ging für unseren Umzug im Februar drauf – und ich an die Semesterferien gebunden bin, waren wir besonders erholungsbedürftig und wollten natürlich nicht noch länger warten.

Aber Dank unserer wunderbaren, zuverlässigen und liebevollen Catsitterin wissen wir, dass wir in Zukunft wieder öfter unbesorgt auf Kurzurlaub gehen können.

Mal sehen, was uns dieses Jahr noch so bringen wird und wohin es uns führen wird …

 

 

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