Veröffentlichung marktgerechter Literatur bei Verlagen – muss das wirklich sein?!

Schon sehr lange schwirrte mir dieses Thema für meinen Blog im Kopf rum, aber mittlerweile verärgert es mich sogar so, dass ich dazu jetzt einfach mal selbst etwas sagen möchte. Anstoß war hier für mich ein ganz wunderbarer Blog-Bericht der Autorin Zoë Beck, den ich hier verlinkt habe und der eigentlich schon fast alles beinhaltet, was mir schon seit Langem auf dem Herzen liegt.

Ich bin ja nun schon seit meinem 7. Lebensjahr eine begeisterte und aufmerksame Leserin und beobachte, vor Allem seit ich mit dem Bloggen begonnen habe, den Buchmarkt – besonders natürlich im Bereich meiner Lieblingsgenres ChickLit, Frauenromane, Unterhaltungsliteratur für Frauen, Liebesromane – sehr aktiv. Meine Beobachtungen fokussieren sich hier natürlich besonders auf deutsche Verlage und Autorinnen und Autoren, in Deutschland spielende Geschichten und lassen jetzt mal den Einkauf der Rechte im Ausland bereits erfolgreich veröffentlichter Romane außen vor.
Seit geraumer Zeit fällt mir auf, dass sich die Geschichten, die vor Allem bei den Publikumsverlagen veröffentlicht werden, immer mehr ähneln. Wenn ich z. B. in die Verlagsvorschauen blicke, finde ich – manchmal sogar beim gleichen Verlag – gleich mehrere Geschichten, die sich von der Kurzbeschreibung her verdammt ähnlich anhören und dann noch im gleichen Halbjahr erscheinen. Es ist wohl ein offenes Geheimnis, dass es offenbar bestimmte Basics gibt, die ein Roman bzw. die Protagonisten darin erfüllen müssen, um überhaupt auf das kostbare Verlagspapier zu dürfen, was leider irgendwie zu einem ziemlichen Einerlei in der Unterhaltungsliteratur führt, das irgendwie immer „schlimmer“ wird. Ich habe mich in der letzten Zeit sogar oft gefragt, ob ich mein Leseverhalten ändern sollte, weil sich in meinem bisherigen Lieblingsgenre so dermaßen viel wiederholt (und damit meine ich keine Trend-Themen auf dem Buchmarkt – das ist wiederum etwas, wo ich in einem weiteren separaten Blog-Bericht nochmal drauf eingehen möchte). Hier geht es schlichtweg um Eigenschaften und Handlungsschienen, die keine Diversität und wenig Lebensnähe geschweige denn eine Identifikationsfigur für die Leserin hergeben. In der Unterhaltungsliteratur für Frauen (bis hin zu Liebesromanen) gibt es immer wieder bestimmte Frauenbilder: unglücklicher Single, betrogene Frau, glückliche Mutter – dazwischen ist meist gar nichts. Die Handlung spielt wahlweise in Großstädten (bei Singles) – hier bevorzugt Hamburg, Berlin, München; gerne werden aber auch Inseln in der Nord- oder Ostsee genommen oder bei Romanen, die auf dem Land spielen, werden immer wieder gern bestimmte Regionen von Norddeutschland oder Bayern erwähnt oder neuerdings auch gern der Spreewald oder sonstiges Brandenburg. Beruflich sind die Protagonistinnen, wenn sie nicht bereits Mutter sind, sehr oft Ehefrauen von Männern in sehr gut situierten und angesehenen Berufszweigen (natürlich immer über die berufliche Position der Frau gestellt); oder aber die Single-Frauen werden gern in Agenturen aller Art (Werbung, Finanzen, Immobilien, Literatur) oder Redaktionen (Hochglanz-Magazine, Tagespresse) oder eben Buchverlagen angesiedelt. Die liebsten Freizeitbeschäftigungen sind natürlich natürlich Schuhe Shoppen, Fitness, mit Freundinnen telefonieren, Wellness und Beauty oder vielleicht noch Kuchen backen. Sind diese Frauenbilder noch keine glücklichen Mütter, so haben sie gefälligst im Verlauf der Story ihren Märchenprinzen zu finden und schwanger zu werden und eine glückliche Mutter zu sein, um das klassische Happy End damit herbeizuführen. Meiner Meinung nach übrigens die unkreativste und allerlangweiligste Art ever, einen Roman zu beenden – sowas bringt mich immer maßlos auf die Palme und selbst, wenn mir ein Buch bis dahin gut gefallen hat, mindert das bei mir dann die Lesefreude und sorgt bei einer Rezension für Punktabzug 😦
Ich habe jetzt öfter im Zusammenhang mit Büchern und der Autorenwelt den Begriff „Marktgerechtes Schreiben“ gehört oder gelesen. Aber, liebe Verlage, woher nehmt Ihr das Wissen, dass genau dieser Einheitsbrei das ist, was die Leserinnen (und Leser) wirklich lesen wollen – und zwar über Jahre und Jahrzehnte – immer wieder?! Glaubt Ihr wirklich die Leser(innen) sind so einfach gestrickt, dass sie nichts anderes brauchen …? Wo bleibt in Euren Veröffentlichungen denn bitte schön das echte Leben und die Realität – woraus man auch tolle Geschichten erschaffen kann?
Eine Frau darf in einem Roman nur übergewichtig sein (marktgerecht heißt das dann maximal Kleidergröße 40/42), damit sie unglücklich ist und während der Handlung mindestens 20 kg abnimmt und (natürlich erst nach der Gewichtsabnahme) doch noch zu einem „schönen Schwan“ mutiert – ich vermisse die glücklichen Mädels mit Gr. 48, die leidenschaftlich kochen und backen, kreativ ihre eigene Mode entwerfen, herzensgute Eigenschaften haben und vielleicht gerade deshalb geliebt werden (und nicht der unbeliebte, dicke Außenseiter sind).
Beruflich ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Unterschicht und die Mittelschicht in Romanen meist überhaupt nicht vertreten – auch hier gibt es sicherlich ganz tolle Geschichten, von Personen, die ihren (für die Verlagswelt vielleicht eher minderwertigen) Beruf gern ausüben oder, die sich daraus hochgearbeitet (natürlich ganz ohne mit dem Chef zu schlafen – auch gern ein Thema in Romanen), fortgebildet und weiterentwickelt haben. Berufe im öffentlichen Dienst kommen fast nie vor, dabei können Personen die im Kundenkontakt (Verwaltungsmitarbeiter im Bürgerservice, Bankangestellte, Mitarbeiter beim TÜV, Warentester, Mitarbeiter der Deutschen Bahn, der Post, von Fluggesellschaften) arbeiten oft außerordentlich witzige Geschichten, aber auch traurige Schicksale aus ihrem beruflichen Alltag berichten und sogar ganze Bücher damit füllen. Und Polizisten sollten auch nicht nur in Krimis vorkommen …
In der Gastronomie arbeiten Roman-Figuren natürlich nur als Spitzenköche, Macaron- oder Hochzeitstorten-Konditor oder Eigentümer eines Caterings, aber nie als Kellner(in) oder so.
Single-Frauen sind übrigens nicht immer todunglücklich, genauso wenig, wie eine Frau nur ihre wahre Bestimmung und Erfüllung darin findet, Mutter zu sein. Es gibt sogar Frauen, die bewusst keine Kinder haben, keine Karriere-Frauen sind, aber dennoch ein zufriedenes Leben führen. Kaum vorstellbar, hm 😉 …?!
Und auch Eltern oder Großeltern sind nicht immer nur nett und hilfsbereit – manchmal sogar garstig und bösartig, genauso wenig wie große Brüder immer die Beschützer sind und Schwestern immer gute Freundinnen …
Haustiere dürfen in Romanen auch nur seltenst mitspielen, es sei denn, das Haustier ist der Hauptprotagonist und es handelt sich um einen Hunde- oder Katzen-Roman.
Warum darf eine Romanheldin eigentlich einen schwulen Friseur oder Stylisten haben, aber irgendwie nie eine beste Freundin, die lesbisch ist?
Und warum dürfen eigentlich in Romanen fast nie Personen anderer Staatsangehörigkeiten (es sei denn, sie sind Franzosen, Italiener, Amerikaner oder Briten) geschweige denn nur eine Nebenrolle spielen? Mir fallen da aus meinem Lieblingsgenre gerade mal zwei Autorinnen ein, die sich getraut haben Personen türkischer Nationalität in ihren Romanen zu platzieren: Katarina Fischer einen türkischen Gemüsehändler in „Liebe geht anders“ und Frauke Scheunemann in „Ziemlich unverbesserlich“ eine türkische Anwaltsgehilfin. Aber mehr Nationalitäten soll es – außer vielleicht in Krimis, um bestimmte Klischees zu bedienen – offenbar nicht geben?! Wenn ich in meiner Heimatstadt Berlin durch die Straßen gehe, sieht es definitiv anders aus in der Realität. Wo sind diese Personen in der Roman-Welt nur alle? Mutig fand ich auch 2011 schon als Nina Schmidt in ihrem Roman „Gegessen wird woanders“ darüber berichtet, wie es ausschaut, wenn der kubanische männliche Urlaubsflirt plötzlich in den deutschen Alltag platzt 😉
Personen mit Behinderungen – wie auch Zoë Beck in ihrem Beitrag aufführt – dürfen natürlich auch keine (Haupt-)Rolle spielen in Romanen – allenfalls dann, wenn sie einen schlimmen Unfall erlitten haben, der für die Romanhandlung wichtige Züge trägt, aber sie dürfen natürlich keine Power-Menschen sein, die versuchen das Beste aus ihrem Leben mit Handicap zu machen.
Ganz besonders rege ich mich auch auf, wenn in Romanen berichtet wird über betrogene (Ehe-)Frauen, Freundinnen etc., die ihren fremdgehenden Partner am besten noch flagranti ertappt haben und deren Verhalten oder Rache danach – da frag ich mich immer, ob weder die Autorin noch das Lektorat jemals einen solchen Vorfall im eigenen Leben erlebt haben, dass sie darüber so munter flockig und witzig schreiben können?! Das ist nämlich dann wiederum eigentlich alles andere als lustig …
Zum Glück gibt es da noch Self-Publisher, die sich auch mal trauen dürfen, Dinge zu thematisieren, die der Verlag vielleicht nicht gestattet und veröffentlicht hätte, wie z. B. der Tod einer jungen Frau (Nebencharakter), die sich mit Krankenhauskeimen infiziert hat.
Ich glaube, ich könnte diese Aufzählung, was ich so alles in Frauenromanen (liebe Karla Paul von Edel:eBooks, ich weiß, dass Du den Begriff „Frauenromane“ unsäglich findest 😉 …) vermisse, wahrscheinlich noch vervielfachen, aber mein eigentliches Ziel ist es, vielleicht mal eine Diskussionen unter Leserinnen, Autor(inn)en, Bloggern, Verlagen, Buchhandel, aber auch Self-Publishern anzuregen und ein Feedback zu bekommen, ob es nur mir so geht und ich möglicherweise von meinem Lieblingsgenre übersättigt bin? Oder, ob es in der Verlagswelt tatsächlich sowas wie geheime Absprachen gibt, die Realität und bestimmte Personengruppen konsequent auszuklammern – wenn ja, warum? Und bitte nicht die Ausrede, weil die Leserinnen das so wollen!
Liebe Leserinnen meines Lieblingsgenres (aber natürlich auch weiterer Genres): Was wollt Ihr gerne mal in Romanen lesen? Was vermisst Ihr? Welche Berufe und Nationalitäten sollten eine Rolle spielen, welche Handlungen? Könnt Ihr Euch mit den Figuren in den von Euch gelesenen Romanen identifizieren oder wünscht Ihr Euch auch mehr „echtes Leben“? Oder liebt Ihr vielleicht tatsächlich das Genre genauso, wie es derzeit publiziert wird – gern auch fernab der Realität?
Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinungen – bin aber auch schon seelisch auf einen Shitstorm vorbereitet!

Also haut in die Tasten und kommentiert hier oder auf Facebook fleißig Eure Meinung dazu! Ich danke Euch vorab dafür!

Advertisements

3 Kommentare zu “Veröffentlichung marktgerechter Literatur bei Verlagen – muss das wirklich sein?!

  1. Ein sehr interessanter Beitrag, den ich so unterschreiben kann.
    Es ist wirklich so, dass sich vieles ähnelt, verwundern tut mich das allerdings nicht. Im TV läuft es ja genauso: Quote zieht, und wenn sich ein Sendeformat etabliert hat, so gibt es ruckzuck Nachfolgemodelle, die nach dem selben Schema vorgehen. Warum sollte das bei Büchern nicht auch funktionieren? (retorische Frage 😉 )
    Mich persönlich stört dieses „Schema F“ nicht so sehr, weil ich zwar gerne Frauen…, ach Entschuldigung, Liebesromane lese, aber auch immer wieder zu Jugendbüchern, Fantasy, Krimis etc. greife. Daher ist Abwechslung ohnehin vorprogrammiert.
    Was ich mir wünschen würde ist schwer zu sagen. Wie definiert man „echtes Leben“, ohne dass andere direkt wieder „Klischeekiste“ schreien?
    Das letzte Buch was mich wirklich überascht hat war „Dem Horizont so nah“. So etwas lese ich gerne. Außerdem freue ich mich auf den Film „Ein ganzes halbes Jahr“, denn ob gehyped oder nicht, ich fand das Buch toll 🙂

    Eine Hilfe war ich jetzt wohl nicht, was eine Umorientierung des Genres anbelangt. Aber wie gesagt, es stört mich nur bedingt…
    Liebe Grüße
    Tanja

  2. Tja, da ist was dran. Aber es ist zumindest nach meinem Empfinden nicht unbedingt eine frauenfeindliche Absicht dahinter. Mir scheint es eine Selektion der Agenten und der Verlage zu sein, die sich dem angeblichen Markt unterwerfen. Läuft Fifty Shades of Grey werden plötzlich gefühlte tausende Bücher veröffentlicht, in denen aus meiner Sicht völlig unverständlich junge, reiche und hochpotente Tykoone, naive Jungfrauen, mit Kleidergröße 34 und gering ausgeprägtem Selbstbewusstsein, in so eine Art Softpornovariante locken. Aber (!) am Schluss wird dann brav und geläutert geheiratet. Immer bestimmt er was läuft, was allerdings durch die Auswahl der Protagonstin schon nicht anders denkbar ist. So ist es mit vielen Geschichten, die schlicht ein Erfolgsmodell wiederholen. Damit denken Agenten und Verlage auf der sicheren Erfolgsspur zu sein. Der Markt wird schon selbst deutlich machen, wann er übersättigt ist.
    Bei der Auswahl neuer Geschichten scheint es dagegen so schwierig zu werden, dass Agenten und Verlage den – vermeintlichen?- Volksgeschmack antizipieren. Neue Frauenbilder haben da nur eine Chance, wenn sie sehr extrem anders sind und irgendjemand in einer Agentur seinen provokanten Tag hat. Nach meinen eigenen Erfahrungen scheint die Doppelselektion durch Agenturen und dann Verlage im Sinne einer Auswahlpyramide das Ganze noch zuzuspitzen. Nur der weichgespülte Einheitsbrei und die vorgefertigten Frauenklischees überleben da. Alle abweichenden Geschichten stehen auf der untersten Stufe der literarischen Nahrungskette. Folge? Auch die Autorinnen und Autoren beginnen die offenkundigen Denkmuster zu übernehmen, sodass sich das Phänomen mit jeder gedanklichen Schleife zum Thema „was der Markt will“ weiter verstärkt. Wie kann man das ändern? In dem die Agenten und Verlage auch gezielt Autoren und Autorinnen veröffentlichen, die mit ihren Geschichten gegen diesen Strom schwimmen und andere Frauenbilder transportieren. Oder, dass man als Autorin, wie ich es getan habe, den Self-Publisher-Weg geht. Der ist jedoch hart und steinig. Und ohne finanzielle und professionelle Unterstützung kann man hier an vielen Kleinigkeiten scheitern.
    Was die Klischees in unseren Köpfen betrifft? Da liegt noch ein langer und steiniger Weg vor uns: Auch wenn wir eine Kanzlerin haben und doch immerhin rund 4% weibliche Vorstandvorsitzende bei DAX-Unternehmen, wählen Frauen immer noch zu 3/4 die üblichen, schlecht bezahlten Ausbildungen und Studiengänge, weil man da doch so viel für Menschen tun kann. Mädels traut euch, wählt auch mal gut bezahlte Berufe. Schreibt Geschichten über handfeste Frauen, die mit Kleidergröße 42 und einer Abneigung gegen Kochen und Shoppen auf Männer treffen, die sich mit Ihnen unterhalten und Dinge erleben wollen. Schreibt auch über Männer, die sich in einer Partnerschaft nur wohl fühlen, wenn sie auf gleicher Augenhöhe stattfindet. Traut euch doch einfach mal alle! Dann ist es nicht mehr schlimm, wenn es auch Frauen mit Kleidergröße 34 gibt, auch Frauen, die einen Schuhfimmel haben oder auch Frauen, die sich gern kümmern.
    Ach und kauft mein Ebook. Ihr unterstützt eine bahnbrechende Autorin 😘.

  3. Du hast sooo recht! Ich lese jetzt keine Chick-Lit oder sogenannte „Frauenbücher“ (das klingt so unsagbar dumm…). Und ulkiger Weise tu ich das nicht, weil ich nicht ab und zu gerne mal schmunzel oder gänzlich abgeneigt gegen Romantik o.ä. wäre, sondern aus den Gründen, die Du hier so nett beisammen geschrieben hast! Das fängt aber noch viel eher an. Bevor ich überhaupt auch nur einen Satz der Kurzbeschreibung gelesen habe, kommts mir sauer hoch, wenn ich die Cover sehe. Es gibt ein Schema F, das immer und immer wieder durchgekaut wird. Die Regale mit den entsprechenden Büchern in den Buchhandlungen sehen eigentlich eher aus, wie eine Wand in der Schule, an der Bilder von etlichen Klassen zum gleichen Thema hängen… immer und immer wieder. Und dann gehts weiter mit den Titeln. Auch alle Schema F. Ob es in die erotischere Schiene geht, ob es was lustigeres ist, was dramatischeres, historisch angehaucht…man erkennt es sofort am Cover, aber eben nach einem immer gleichen Schema. Langweilig. Das reizt mich dann noch nicht mal, zu gucken, was sich jetzt tatsächlich dahinter verbirgt, geschweige denn, welche Autorin/welcher Autor (selten genug!).
    Das gleiche beobachte ich aber auch in den Genres, die ich lese! Thriller, Krimis, Fantasy. Und da gehts mir mittlerweile ähnlich. Es gibt Autoren, die kaufe und lese ich ja grundsätzlich. Aber wenn von den Verlagen neuere oder unbekanntere Autoren mit Covern und Titeln versehen werden, die anderen fast bis aufs Haar gleichen, ist meine Lust, da einzusteigen, gen 0… Aufgewärmte Suppe schmeckt mir irgendwann auch nicht mehr!
    Und auch die Tatsache, dass Figuren in Büchern immer wieder ähnliche Charaktere, ähnliche Rollen spielen, das fällt auf! Da werden wir, unsere Gedanken in bestimmte Richtungen gelenkt. Auch langweilig 😉
    Vor ein paar Jahren war es geradezu revolutionär, wenn eine Hauptfigur, oder der Held *haha* getrunken hat, geschieden ist, spielsüchtig ist, seine Aggressionen nicht unter Kontrolle hat usw. Uuuuh *schmunzel* Mittlerweile gehört das zum guten Ton 😉
    Und wenn es um andersstaatliche Figuren geht, werden da massiv Klischees bedient. Ich hoffe auch, dass es irgendwann so ist, dass auch ein Iraner oder eine Iranerin einfach nur Mensch sein darf und das auch in der Literatur!
    Das doofe ist, dass wir buchsüchtigen ja mit Schuld tragen. Wir kaufen die Bücher, wir verbreiten sie. Leider auch die, die Du beschreibst, die ich nicht lesen will, weil…siehe oben!

    Danke, dass Du so ein Thema mal anpackst 🙂

    Liebe Grüße
    Bine

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s