Rezension: Kerstin Hohlfeld – „Morgen ist ein neues Leben“

imageFakten:
Taschenbuch, Ullstein Verlag, erschienen: 11.09.2015, 363 Seiten, 9,99€

Autorin:
Kerstin Hohlfeld wurde 1965 in Magdeburg geboren und absolvierte nach dem Abitur sowie einer Berufsausbildung erfolgreich ein Theologie-Studium in Naumburg und Berlin. Nach unterschiedlichen Jobs und weiteren Berufsausbildungen widmet sie sich heute ausschließlich der Leidenschaft, der sie bereits als Kind nachging und mit der sie sich – nur 50 km von der ehem. Zonen-Grenze entfernt lebend – in fremde Welten träumen konnte: Dem Schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern, einem Sohn und zwei Katern in Berlin und veranstaltet dort regelmäßig ihre schon legendären Literatur-Salons, auf denen sie anderen Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Genres die Gelegenheit gibt, ihre Bücher in harmonischer, kultivierter Atmosphäre vorzustellen und persönliche Kontakt zu ihren Lesern herzustellen. Neben der beliebten „Rosa Redlich“-Reihe im Gmeiner-Verlag, um die junge Berliner Schneiderin, mit den Romanen  “Glückskekssommer” (erschienen: 07.02.2011), “Herbsttagebuch” (09.07.2012), “Winterwünsche” (01.07.2013) und „Kirschblütenfrühling“ (erscheint am 04.03.2015) sind noch folgende Bücher von ihr erschienen: „Ein Weg zurück“ (bookshouse, 20.06.2014) und “Ich heirate einen Arsch” (03.11.2014 bei Knaur), den sie gemeinsam mit dem Co-Autor Leif Lasse Andersson geschrieben hat und „Wenn das Glück anklopft“ (05.12.2014 bei Ullstein).

Handlung:
Die 29jährige Tanja, die bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, verspürt seit sie mit 5 J. ihre Mutter verloren hat, die im Urlaub in Malaysia bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist laut Aussage der Großeltern, eine Leere in sich. Diese Leere versucht sie mit viel Essen zu füllen, jedoch ist das Einzige was sich füllt Tanjas Körperumfang, aber nicht ihre Seele. Auch beruflich steckt Tanja, die Kassiererin in einem Supermarkt ist, hinter den erfolgreichen Großeltern, die Humanmediziner sind und ihrer Mutter, die Veterinärin war, weit zurück. Eines Abends wird sie ungewollt Zeugin eines Streits zwischen ihren Großeltern, indem klar wird, dass ihre Mutter gar nicht tot ist. Briefe, die Tanja dann im Schreibtisch ihrer Großmutter findet, belegen, dass Valentina, Tanjas Mutter offenbar ein neues Leben in Malaysia begonnen hat vor mehr als 20 Jahren. Nur mit diesem kleinen Hinweis in der Tasche reist Tanja vollkommen überstürzt nach Asien ab – nichts ahnend, dass die damalige Lüge ihrer Großeltern gerade sehr dicht an der Realität ist …

Fazit:
Dieses Cover ist von seiner Farbgestaltung und  mit den verschiedenen Grün- bzw. Türkis-Tönen sowie den asiatischen Mandalas ein absoluter Hingucker und wirkt sehr harmonisch und hat etwas Beruhigendes, aber auch Geheimnisvolles an sich – Stichwort: Stille Wasser …
Die 363 Seiten sind in 23 Kapitel von perfekter Leselänge + Danksagung unterteilt und in ein sehr angenehmes Schriftbild verpackt.
Die Geschichte ist eine sehr ungewöhnlich Familiengeschichte mit Verstrickungen und Verzweigungen. Neben der Geschichte um Tanja, ihre Mutter Valentina sowie die Großeltern, hat Kerstin Hohlfeld hier einen weiteren Handlungsstrang einfließen lassen, in dem es um das Leben der Schönheitschirurgin Helena Sander geht, deren Weg sich mit Tanjas Weg in der Geschichte kreuzen wird und deren Begegnung für Tanja auch noch eine große Bedeutung haben wird.
Wie auch Tanja hat Helena eine gewisse Leere in sich verspürt und ist – bewusst oder unbewusst – ein wenig auf der Suche nach sich selbst.
Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben berichtet über das die fehlende Kommunikation in Familien auch sehr interessant über das Leben in ehem. DDR vor und nach der Wende. Ebenso bekommt man als Leserin einen tollen Einblick über die Fauna und Flora der malaysischen Insel Langkawi, die Kerstin Hohlfeld schon fast ein wenig poetisch, aber auch sehr detailliert beschreibt, so dass man sich alles sehr genau vorstellen kann. Ich habe vor einiger Zeit eine Folge der ARD-Serie „Das Traumhotel“ im TV gesehen, die ebenfalls auf Langkawi spielte und finde diese Insel in dem Buch sehr gut wiedergegeben.
Das Einzige, das mich in dem Buch ein klein wenig gestört hat ist, dass die Protagonistinnen sich so schnell und leichtfertig immer wieder neuen Flirts und Affären hingegeben haben. Ansonsten ist die sehr ungewöhnliche Geschichte äußerst fesselnd geschrieben und lässt einen nicht mehr los. Auch der Schluss bekommt nochmal interessante Wendungen ohne jedoch klischeehaft oder kitschig zu wirken.
Von mir gibt es eine 5*-Leseempfehlung für diesen gefühlvollen Roman, der dieses Mal keine Love-Story als Basis hat.

Herzlichen Dank an den Ullstein-Verlag und Kerstin Hohlfeld für die Übersendung dieses Rezensionsexemplars!

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Veras Weekly – die 4. Woche des Jahres, ganz im Zeichen des Umzugs …

📝 «Geplant»
… nee, wohl eher gewünscht, dass der restliche Umzug pannenfreier abgeht als bisher.

📚 «Gelesen»
… weiterhin wenig Zeit und große Müdigkeit – aber nun habe ich „Morgen ist ein neues Leben“ von Kerstin Hohlfeld ausgelesen – Rezension folgt noch. Gestern habe ich mit dem eBook „Naschmarkt 99 – Folge 1: Dating für Nerds“ begonnen 🙂

😊 «Gefreut»
… über einen netten E-Mail-Austauch mit meiner lieben Anke in Plauen ❤
… über ein nettes Treffen mittags beim Lieblingsitaliener mit einem lieben Ex-Kollegen aus Köln 🙂

😳 «Überrascht»
… dass wir in Charlottenburg in einer Metzgerei neben der Schauspielerin Manon Straché (ehem. Lindenstraße) in der Schlange standen; Annette Humpe haben wir ja schon in Charlottenburg bei Starbucks auf der Wilmersdorfer Str. gesehen – scheint eine Ecke zu sein, wo Promis wohnen und einkaufen 😉

😢 «Traurig»
… über den ganzen Hass in der Welt derzeit …

😡 «Geärgert»
… über einen missglückten Kühlschrank-Kauf – nun hoffen wir mal, dass wir den per Vorkasse geleisteten Betrag noch zurückerhalten, ohne große rechtliche Schritte – sehr dubios alles. Nun haben wir kurzfristig neu geordert bei einem großen, bekannten Anbieter und bekommen den Kühlschrank noch vor dem Umzug.
… über eine verschobene Wohnungsübergabe – der Termin war eigentlich am Freitag, aber dabei ist der Hausverwaltung aufgefallen, dass sie wohl für die falsche Wohnung die Grundreinigung in Auftrag gegeben haben. Nun hoffen wir auf Montag. Außerdem hat eine hellgraue Fliese im Gäste-Bad einen Rostfleck, eine Armatur und eine Handtuchhalterung müssen ausgetauscht werden, an der Wand in der Küche muss was nachgestrichen werden, mein Name auf Klingel und Briefkasten fehlt und die Rollläden in meinem Arbeitszimmer funktionieren nicht 😦

🍴«Gegessen»
… derzeit irgendwie nur Fast Food – keine Zeit und keine Lust zum Kochen momentan; das kommt dann nach dem Umzug wieder.

👂«Gehört»
… viel Radio.

💻 «Gemailt»
… mit der lieben Anke in Plauen; meiner Herzensschwester Marion in Köln, die im Karnevalsstress ist und einigen anderen lieben Menschen.

👀 «Gesehen»
… eine Dokumentation über Genesis im TV – nur sehr schade und unfair, dass man da Ray Wilson komplett ausgelassen hat, ansonsten war es sehr interessant.

💖 «Geknuddelt»
… Mary und Joelle, die gerade ganz besonders knuddelbedürftig sind, weil sie merken, dass Veränderungen anstehen.

💭 «Gedacht»
… dass das Leben in Köln so weit hinter mir liegt inzwischen, dass ich es fast schon so empfinde, als sei das gar nicht mein Leben gewesen.
… dass alle karnevalsbegeisterten Mädels, die ich kenne, dieses Jahr im Karneval hoffentlich besonders gut auf sich aufpassen …

🏆 «Stolz»
… darauf, dass wir schon so viele Kisten gepackt haben – wir liegen derzeit definitiv besser in der Zeit, als bei unserem Umzug von Köln nach Berlin, wo wir noch bis spät in die Nacht vor dem Umzug Sachen verpackt haben und am anderen Morgen, als das Umzugsunternehmen kam, auch noch.
… dass ich gestern bei fast allen Banken, Versicherungen, Online-Handel usw. meine Adresse bereits geändert habe.

💳 «Gekauft»
…  noch mehr Umzugskartons bei IKEA und es war ganz sicher nicht der letzte Einkauf bei IKEA während der Umzugszeit …

Veras Weekly – Woche Nr. 3 und der Umzugsstress beginnt so langsam …

📝 «Geplant»
… gar nichts – momentan hoffe ich nur, nämlich dass wir alle Vier sowie unsere ganzen Sachen den Umzug heil überstehen …

📚 «Gelesen»
… da ich sehr leseunlustig war (derzeit habe ich andere Prioritäten), bin ich immer noch bei „Morgen ist ein neues Leben“ von Kerstin Hohlfeld.

😊 «Gefreut»
… über eine Mitarbeiterbesprechung meiner Abteilung – sehr nett, dass ich meine Kolleg(inn)en mal wieder gesehen habe, die ihren Arbeitsplatz an einem anderen Uni-Standort haben.
… über die neuen Simons Cat-Katzenklos für Mary & Joelle, die letzte Woche geliefert wurden und echt niedlich sind.
… über die vielen alten Schätze, die man beim Packen von Umzugskartons wieder ans Tageslicht befördert: Ein Telefon aus den 80er Jahren, Papiertüten aus der DDR und meine Sammelmappe aus dem Kunstunterricht von Klasse 8 bis 10 😉

😳 «Überrascht»
… von nichts.

😢 «Traurig»
… über den viel zu frühen Tod von Glenn Frey, dem Sänger und Gitarristen der seit den 70er Jahren mega-erfolgreichen Band „The Eagles“, der auch tolle Solo-Erfolge hatte. Und gleichzeitig ärgere ich mich immer noch, dass uns vor ein paar Jahren die Eintrittskarten für die „Eagles“ zu teuer waren – nun sieht man sie nie wieder komplett 😦

😡 «Geärgert»
… über ein paar Personen, die bereit sind, unglaublich weit dafür zu gehen, andere von ihrer Fremdenfeindlichkeit zu überzeugen. Eine Autorin geht tatsächlich so weit, ganz viele Leser(innen) und Autoren-Kolleg(inn)en zu vergraulen und das, obwohl sie sich schon mehrfach beklagt hatte, dass sie nicht wüsste, wie sie ihre Buchverkäufe noch ein wenig antreiben kann. Auf jedem Fall ist sie mit dem, was sie da jetzt macht, irgendwie auf dem falschen Weg. Und dann durfte ich mich noch beschimpfen lassen, weil ich nachts um 0:30 Uhr lieber schlafen gehe um für den nächsten Arbeitstag halbwegs fit zu sein, anstatt mich auf eine extrem islamfeindliche Diskussion einzulassen und mich von dieser Person nicht zum Fremdenhass „bekehren“ lassen wollte. Als das am nächsten Morgen weiter ging, blieb mir nichts anderes übrig, als die Person, nachdem ich ihr meinen Standpunkt nochmal verdeutlicht habe, zu blockieren. Ich bin wirklich geschockt, was da momentan so abgeht und immer dankbar, wenn es auch noch Menschen gibt, mit denen man das Thema kultiviert diskutieren kann. Ein sehr netter, weiser Prof. bei uns sagte: „Menschen, die nur laut rumschreien, aber nichts zur Lösung des Problems beitragen, sind selbst das Problem!“ – ein kluger Satz!
… darüber, dass beim Mann mal wieder die Heckscheibe des Firmenwagens kaputt war – seit Mai 2015 schon zum zweiten Mal …

🍴«Gegessen»
… nichts Besonderes – gestern Paprika-Rahmschnitzel (… ja, ich habe dafür sogar ein Fix-Produkt verwendet …) und Rösti-Ecken. Da wir in den nächsten 2 Wo. ausschließlich mit dem Umzug befasst sind, werdet Ihr hier wahrscheinlich erst nach dem Umzugsstress wieder lesen, was wir so gekocht und womit wir die neue Küche eingeweiht haben – wird eh noch heiter, sich wieder an komplett neue Elektro-Geräte zu gewöhnen.

👂«Gehört»
… „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ von Nena im Radio und wieder daran gedacht, dass man Dasein als Nena-Fan damals schon (da war ich 12) den ersten Impuls in Richtung Berlin für mich gegeben hat.

💻 «Gemailt»
… ich weiß es gar nicht so genau – ich habe den Überblick verloren letzte Woche.

👀 «Gesehen»
… weiterhin Schnee und sehr niedrige Temperaturen hier in Berlin, aber nun steigen die Temperaturen langsam an.

💖 «Geknuddelt»
… Mary und Joelle ❤

💭 «Gedacht»
… dass es hier mit den ganzen Kisten derzeit sehr ungemütlich ist. Mary und Joelle wirken gerade deshalb auch recht unglücklich – vor Allem Joelle.
… wie froh ich bin, dass ich an der Uni arbeite – in einer jungen, internationalen und freundlichen Umgebung – mein letzter Job bei der Stadtverwaltung war so ätzend in der Bußgeldstelle des Umweltamtes – klar, mit der Arbeit dort (dem Verhängen von Bußgeldbescheiden) macht man den Leuten keine Freude. Das zeigt mir wieder, dass ich positive Impulse brauche – auch im Berufsalltag.

🏆 «Stolz»
… dass ich in den letzten Jahren immer wieder konsequent Menschen aus meinem Leben entlassen habe, die mir nicht gut getan haben.

💳 «Gekauft»
…  nichts in der letzten Woche – oder doch: Umzugskartons bei IKEA.

Veras Weekly – eine verschneite 2. Woche …

📝 «Geplant»
… den Umzug in all seinen Facetten und langsam macht sich Panik breit, ob wir das wirklich alles schaffen. Hab irgendwie das Gefühl, dass wir zu sorglos da herangehen, weil wir im Hinterkopf haben, dass wir den Umzug von Köln nach Berlin ja auch locker geschafft haben – aber was planen wir überhaupt, wenn der Umzug erstmal geschafft ist …?!
… dass die Katzen nach unserem Umzug erstmals ganztags Zugang zum Schlafzimmer haben sollten. Wir haben damals beschlossen, das Schlafzimmer tagsüber zuzumachen, nachdem uns Mary mal mit einer Haarwurst im Bett überrascht hat, die wir erst abends beim Bettenmachen gefunden haben. Problem sehe ich derzeit eher bei Joelle, die ja so rabiat durch die Betten tobt, dass sie dabei schon mancher Bettwäsche Schäden zugefügt hat.

📚 «Gelesen»
… im letzten Drittel von „Morgen ist ein neues Leben“ von Kerstin Hohlfeld – ziemlich fesselnd geschrieben. Bin noch total unschlüssig, was ich danach lesen werde …

😊 «Gefreut»
… darüber, dass das erste veröffentlichte eBook meiner lieben Freundin Astrid so einen guten Start hatte und sich hoffentlich weiterhin so super verkauft.
… über meine außerordentlich lieben, sehr fitten und nachts manchmal etwas zu munteren Katzen – Mary war in den letzten beiden Nächten (die bei uns ja am Wochenende auch schon mal bis in den sehr späten Vormittag andauern) sehr aktiv, was die Bemühungen anging, für frisches Futter zu sorgen und uns aus dem Bett zu holen. Während Mary Krach vor der Schlafzimmertür gemacht (durch Scharren an der Tür und lautes Miauen), hat Joelle im Sessel im Arbeitszimmer geschlummert.

😳 «Überrascht»
… dass jetzt eine Firma gefunden wurde, wo ich einen Schreibtischstuhl fürs Büro bekomme, der auf meine speziellen Bedürfnisse (im Hinblick auf meinen Rücken) zugeschnitten ist. Da muss ich nun einen Termin vereinbaren zum Vermessen und Probesitzen. Das ist ein Fortschritt, zumal ich gestern schon wieder ein wenig Rückenprobleme an der üblichen Stelle hatte.

😢 «Traurig»
… über das Terror-Attentat in Istanbul, bei dem 10 deutsche Touristen getötet wurden – das war eine Stadt, die ich auch immer mal irgendwann sehen wollte, obwohl mich die Region sonst überhaupt nicht reizt. Aber da wir gerade eh nicht großartig reisen – schon gar nicht in einem Jahr, in dem man umzieht – ist das eh erstmal aufgeschoben.
… darüber, man im Himmel, im Jenseits oder wo auch immer wohl gerade ganz viele Promis aller Branchen benötigt.

😡 «Geärgert»
… über mich selbst, weil ich die Teilnahme an einer Blogtour zugesagt hatte und jetzt absagen musste, weil ich gemerkt habe, dass mir das doch zuviel wird in der Umzugsphase. Zum Glück hatte die Autorin Verständnis und hat Ersatz gefunden, der meinen Part übernimmt, wofür ich sehr dankbar bin. Aber irgendwie hatte ich das alles ein wenig unterschätzt.
… über dpd – endlich mal wieder: Mein Rezensionsexemplar von „Das Gift der Narzisse“ wurde schon Anfang letzter Woche mit dpd innerhalb von Berlin versandt und war bis gestern (Samstag) nicht bei mir angekommen. Wahrscheinlich war der dpd-Bote mal wieder zu faul zum klingeln bzw. eine Benachrichtigung in den Briefkasten zu werfen – immer das Gleiche! Ist ja einfacher, die Sendungen an den Absender zurückzusenden – das ist mir jetzt hier schon 3x passiert …

🍴«Gegessen»
… sowas banales und gleichermaßen klassisches wie Putenschnitzel, Erbsen & Möhren in Sauce Bearnaise, Kartoffeln und Soße; gestern thailändisches Kürbis-Süßkartoffel-Curry mit Hühnchen und Chinakohl dazu Reis – wie immer besonders köstlich – außerdem gibt es ja eh fast jede Woche einmal bei uns Spaghetti Bolognese mit viel geriebenem Parmesan 😉

👂«Gehört»
… einige Nachrichten und Kommentare, die man irgendwann nicht mehr hören bzw. lesen kann, weil man sie so dermaßen über ist. Manchmal ist sehr viel unsinniges dabei: Wer sich über die derzeitige Politik aufregt, soll sich selbst engagieren und etwas besser machen! Und NEIN: Dazu gehören weder ein politischer Sturz von Frau Merkel noch die Gründung von Bürgerwehren, die unter dem scheinbaren Deckmantel von Recht und Ordnung (rechts-)radikale Lynch- bzw. Selbstjustiz ausüben – das ist nicht besser!!!

💻 «Gemailt»
… u. a. mit meiner langjährigen Freundin Sue in Innsbruck, aber da ich letzte Woche sehr viel dienstlich mailen musste, hatte ich in der privaten Freizeit weniger Lust zum Mailen.

👀 «Gesehen»
… weiterhin immer wieder Schnee in Berlin …

💖 «Geknuddelt»
… na, wen wohl 😉 ?!

💭 «Gedacht»
… wie die Kölner und all das andere wild Karneval feiernde Volk denn nicht nur Flüchtlingen, sondern auch anderen Personen (z. B. deutschen aus anderen Regionen), die das Treiben an den „tollen Tagen“ etwas verstören kann, klar machen wollen, dass bald für 6 Tage jegliches gute Benehmen und sämtliche sonst so hoch gelobte geltende Regeln und Gesetze ausgehebelt sind und man es dann einfach auf Brauchtum und Tradition schiebt, wenn z. B. schon 15jährige Kiddies rotzbesoffen mittags in Kotz-Laachen auf öffentlichen Plätzen liegen?! Wenn junge Frauen bei frostiger Kälte extrem leicht und sexy be- bzw. verkleidet sind, teilweise wie Prostituierte rumlaufen, jedoch mit Respekt und Ansehen behandelt werden wollen, selbst dann, wenn sie (manchmal unter Einfluss von Alkohol) sich jedem Kerl knutschend an den Hals werfen oder ihren Trieben gleichmal in der Öffentlichkeit nachgehen, ohne darüber nachzudenken, welches respektlose Bild – auch anderen zivilisierten Frauen gegenüber – sie selbst gerade abgeben?! Wenn die Benutzung von modernen Sanitäranlagen, auf die die West-Europäer in der Regel immer ganz stolz sind, einfach mal ausgesetzt wird und stattdessen Hauseingänge, Hauswände, Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen, Parkhäuser, usw. die Funktion von WCs übernehmen müssen – wahrscheinlich sogar von den Personen, die das ganze Jahr über darüber schimpfen, wenn z. B. Obdachlose gleichermaßen handeln?! Dass aufgrund von alkoholbedingter Ermangelung verbaler Kommunikationsfähigkeit, auch schon mal Faustschläge, Fußtritte etc. Worte ersetzen können?! Dass im alkoholischen Delirium befindliche Personen, die nachts einsam auf Bahnhöfen herumsitzen bis ihr nächster Zug nach Hause fährt, aber wirklich niemals daran gedacht haben, dass sie in dem Zustand leicht gefundenes Futter für Diebe, Räuber etc. von Handys, Geldbörsen etc. sind?! Dass der Weitwurf von Glasflaschen in öffentlichen Parks, in denen Hundebesitzer ihre Vierbeiner ausführen, die Gesundheit der Tiere sehr negativ beeinflusst? Das ließe sich jetzt noch viel weiter fortführen und bezieht sich natürlich nicht so pauschalierend auf alle Karnevalisten, wie es jetzt manche sicher gerne wieder auslegen würden, aber wenn das unter dem Überbegriff „Deutsches Brauchtum und deutsche Tradition“ stattfindet, dann bin ich in solchen Zeiten immer sehr gerne „undeutsch“ 😉 …

🏆 «Stolz»
… dass ich im Augenblick jeden Tag ca. 20 Min. als sonst im Büro bin und ich hoffe, dass ich das noch steigern kann – aber ab Mitte Februar nach dem Umzugsurlaub habe ich ja auf einen anderen Arbeitsweg.

💳 «Gekauft»
… zwei neue Katzenklos und zwei neue Napfunterlagen alles jeweils mit Simons Cat-Motiv für Mary und Joelle bei amazon bestellt. Zalando erinnert mich weiter hartnäckig daran (diese Woche habe ich den Newsletter ungelogen mindestens zweimal erhalten), dass ich doch unbedingt die pinkfarbenen Nike Performance-Sneaker haben muss, Liebeskind Berlin erinnert mich regelmäßig mit dem Newsletter daran, dass ich bestimmt auch bald wieder eine neue Liebeskind-Tasche möchte und ich selbst erinnere mich daran, dass ich es kaum noch erwarten kann, bis der neue Escada-Sommerduft „Agua del Sol“ endlich erhältlich ist, den ich dann direkt ordern würde 😉

Veras Weekly – die 1. Arbeitswoche des neuen Jahres …

📝 «Geplant»
… Verkäufe von Möbeln, die wir nicht mitnehmen – eBay-Auktion, eBay-Kleinanzeigen oder Nett-Werk Berlin auf Facebook ist die Frage?!

📚 «Gelesen»
… angefangen mit „Morgen ist ein neues Leben“ von Kerstin Hohlfeld – liest sich bis jetzt super …

😊 «Gefreut»
… über ein Treffen mit meiner Kollegin letzte Woche, wo ich mein Geburtstagsgeschenk bekommen habe – ein Gutschein von Hugendubel (hab ich ja demnächst in der Nachbarschaft und werde dort sicherlich viel Zeit verbringen – gegenüber ist direkt ein Starbucks), einen Katzen-Kalender (der jetzt meine triste Wand im Büro ziert) und eine Büro-Pflanze (von der ich sehr hoffe, dass sie bei mir überlebt).
… über eine Mail eines lieben Ex-Kollegen aus Köln, den ich am 28.01. hier in Berlin treffen werde.
… über die Nachricht einer langjährigen Freundin aus Köln, die erstmals Oma geworden ist letzte Woche – und dann gleich von Zwillingen, zwei Jungs 🙂
… über die ersten Zusagen für unsere Wohnzimmer-Lesung im März – hoffe, es werden noch mehr.

😳 «Überrascht»
… über ein Rezensionsangebot für ein Buch „Das Gift der Narzisse“ von Gabriele Nicoleta, für das ich zugesagt habe, weil es schon in Klappentext und Leseprobe so klingt, als würde mein eigenes Leben beschrieben: Das Leben mit einer narzisstischen Mutter, die tyrannisiert und demütigt und demonstrativ ihren Sohn der Tochter gegenüber immer als „Lieblingskind“ präsentiert! Immer noch ein Tabu-Thema für viele, aber das ist eine Form psychischer Gewalt innerhalb der Familie, die sicherlich ähnlich oft wie körperliche Gewalt stattfindet. Wie meine Freundin Bine schon meinte, die Lektüre wird für mich sicher sehr emotional …

😢 «Traurig»
… über die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln, Hamburg, Stuttgart und Bielefeld – vor Allem darüber, dass sowas jetzt Freundschaften entzweit. Sowohl Gewalt gegen Frauen aber auch Rassismus sind beides absolute No-Gos. Ich hatte mich diese Woche auf meiner privaten Facebook-Seite auch bereits darüber geäußert, allerdings musste ich auch feststellen, die Leute verstehen nur das, was sie wollen unter interpretieren sich irgendwas zusammen und drehen einem die geschriebenen Worte einfach um …
… über den zu frühen Tod zweier Promis: Zum Einen Achim Mentzel, der wirklich ein Kult-Star war – nicht zuletzt auch Dank Oliver Kalkofe, der einen ganz berührenden Nachruf geschrieben hat (auch, wenn ich selbst kein Fan von ihm war, aber er war nun mal Kult). Und die wirklich tolle Schauspielerin Maja Maranow, die mit nur 54 J. ganz leise diese Welt verlassen hat und nicht wollte, dass irgendjemand Außenstehendes über ihre schwere Erkrankung Bescheid wusste. Gestern war ihre letzte TV-Präsenz in ein „Ein starkes Team“ im ZDF zu sehen. Sehr traurig …

😡 «Geärgert»
… dass mich die erste Arbeitswoche so umgehauen hat, dass ich jeden Abend sehr früh auf dem Sofa eingepennt bin, dann am späteren Abend zum Duschen nochmal aufgestanden bin und im Bett dann nicht mehr schlafen konnte und ewig lange wach gelegen habe.
… über Pickel, die auch vor Ü40jährigen nicht Halt machen 😦
… über Albträume, die mich immer wieder einholen und mir den Start ins Wochenende etwas versaut haben, weil sie so lange nachwirken.

🍴«Gegessen»
… gebratenes Lachsfilet mit Kräuterbutter, Mini-Kartoffeln und thailändischem grünen Brat-Spargel (Freitag); gestern Gyros mit Metaxa-Sauce überbacken beim Griechen geholt 😉 – ach ja, und dann habe ich diese Woche super köstliche Gemüse-Chips (Pastinake, Süßkartoffel, Rote Bete) probiert und bin total begeistert. Ich würde auch total gerne mal Grünkohl-Chips, Zucchini-Chips, Wirsing-Chips oder so probieren, bin aber zu bequem, die selbst zu machen.

👂«Gehört»
… ganz viele schlechte Nachrichten in Radio und TV, die mich ein wenig runtergezogen haben.

💻 «Gemailt»
… mit so einigen Leuten – besonders aber mit meiner lieben Anke in Plauen (sorry, die versprochene Mail folgt noch) und unserer lieben Freundin Kerstin.

👀 «Gesehen»
… unheimlich viel Schnee in Berlin …

💖 «Geknuddelt»
… unsere beiden Cat-Girls – einfach das Beste, auch, wenn sie einem nachts noch das bisschen Schlaf rauben, was man dann findet.

💭 «Gedacht»
… ganz viel – zuviel, um jetzt hier niederzuschreiben …

🏆 «Stolz»
… dass ich trotz Schneeglätte sehr mutig die ganzen Tage mit dem Auto zur Arbeit gefahren bin – ja und, werden da jetzt manche denken, aber für mich ist das wirklich was Besonderes. In Köln hab ich bei der ersten Schneeflocke das Auto stehen lassen, aber jetzt habe ich ordentliche Winterreifen und ein elektronisches Stabilitätsprogramm, das mich mutig werden lässt. Hat auch gut geklappt, nur meinen Arzt-Termin in Kreuzberg am Mittwoch habe ich abgesagt, weil ich mit dem Auto dort mindestens doppelt so lange hin benötigt hätte und mit den Öffis hätte ich 3x umsteigen müssen, davon 2x in Busse, die auch nur unregelmäßig gefahren sind.
… dass ich es diese Woche gleich mehrfach geschafft habe, früher auf der Arbeit zu sein (bin früher aufgestanden und früher losgefahren) und somit auch früher nach Hause konnte – ich hoffe ja, dass ich das beibehalten kann.

💳 «Gekauft»
… einen reduzierten „Simons Cat“-Postkartenkalender. Standhaft geblieben bin ich bis jetzt, was die pinkfarbenen Nike-Performance angeht, obwohl mir Zalando jetzt seit der Zeit vor Weihnachten mindestens 1x pro Woche eine Erinnerungsmail schickt, dass ich doch genau diese Sneakers gern haben möchte ;-). Aber bei Minustemperaturen Sneakers zu kaufen, ist etwa genauso undenkbar, wie bei +15°C auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein zu trinken. Ach ja, und zwei Buchneuerscheinungen von meiner Wunschliste habe ich auch vorbestellt, die jetzt im Januar erscheinen: „Auch morgen werden Rosen blühen“ von Clara Sternberg und „Hinten sind Rezepte drin“ von Katrin Bauerfeind.

Rezension: Anke Maiberg – „Ist das Liebe oder kann der weg“

imageFakten:
Taschenbuch, Bastei Lübbe, erschienen: 10.12.2015, 431 Seiten, 8,99€ (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Anke Maiberg, wurde im Jahr 1974 in der Nähe von Hamburg geboren. Ihre Jugend und Schulzeit, die mit dem erfolgreichen Abitur endete, verbrachte sie allerdings im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach. Nach dem Abitur studierte sie Jura und lebt inzwischen mit Mann, Kater und drei Töchtern in Berlin, wo sie im richtigen Leben auch als Juristin arbeitet. Schreiben war schon immer eines ihrer Hobbies und während ihres Jura-Studiums eine Pflicht. Außerdem reist sie in ihrer Freizeit gern nach Nordfriesland, wo auch die Handlung ihres Debüt-Romans „Ist das Liebe oder kann der Weg“ spielt.

Handlung:
Inga Hering, fast 30, aus Prenzlauer Berg, Übersetzerin für Bedienungsanleitungen, hat ihren (nunmehr) Ex-Freund Stephan in flagranti beim Fremdgehen erwischt. Nicht ohne vorher noch in haariger Weise Rache an ihm zu nehmen, fährt sie zur Ablenkung zu ihrer Tante Lisbeth nach Nordfriesland. Anstatt sich zu erholen, stolpert sie gleich am 1. Tag dort über eine Leiche in einen Kriminalfall hinein. Der kriminalistische Spürsinn von Tante Lisbeth und Inga wird vor allem dadurch geweckt, weil federführend in den Ermittlungen ein sehr smarter junger Kommissar namens Carsten Pohl ist. Leider tritt Inga bei den Versuchen ihn zu erobern immer wieder in Fettnäpfchen und in die sie nicht von selbst hineintritt, manövriert Tante Lisbeth sie noch das ein oder andere Mal hinein.

Fazit:
Zum Cover gibt es nur Eines zu sagen: Zuckersüß ❤ – schon als ich das Cover gesehen habe, war ich ganz verliebt – ein absoluter Hingucker und ein Buch, nachdem man in der Buchhandlung direkt greift. Der türkisfarbene Wellensittich – auch, wenn er mit der Story so gar nichts zu tun hat – auf cremefarbenem Hintergrund und die Punkte drumherum im gleichen Farbton ist einfach perfekt gewählt.
Als das Buch bei mir ankam, war ich erstmal platt, denn es umfasst beachtliche 431 Seiten auf 30 Kapitel verteilt, was für einen Roman im ChickLit-Genre – vor allem für einen Debüt-Roman – schon eher ungewöhnlich ist. Meistens umfassen die Romane, die ich so lese – gerade in diesem Genre – so knapp über 300 Seiten.
Die Kapitel sind hier teilweise recht lang geraten, was u. a. auch damit zusammenhängt, dass hier sehr detailverliebt und sehr ausschmückend geschrieben wurde. Dies macht die Geschichte an manchen Stellen etwas langatmig und mein neigt dazu, diese Stellen dann irgendwann zu überfliegen, weil die Handlung ein wenig abdriftet. Mit einem bisschen weniger Ausführlichkeit an den richtigen Stellen hätte der Roman dann auch klassische Länge von Roundabout 300 Seiten, was ihn nicht schlechter machen würde.
Inga ist eine sehr sympathische Protagonistin, ihre Tante zwar manchmal ein wenig schrullig und sehr direkt, aber dennoch sehr modern und mischt sich gerne in so ziemlich alle Angelegenheiten ein – ich glaube, solche Tanten hat irgendwie jeder ;-). Die anderen Charaktere liegen irgendwo zwischen den Figuren der NDR-TV-Serie „Neues aus Büttenwarder“ und dem „Denver-Clan“; manchmal ein wenig überzeichnet dargestellt, aber irgendwie genau so, wie man sich norddeutsche Dorfbewohner in Romanen wünscht. Auch die Nebencharaktere sind schlüssig gezeichnet und runden die Story ab.
Der Schreibstil von Anke Maiberg ist sehr witzig und intelligent – ich mag ihren Humor sehr – und man hat Spaß beim Lesen. Schmunzeln musste ich, weil sich zwischendurch mal ein ganz klein wenig Juristen- bzw. Amtsdeutsch eingeschlichen hat – da ich ja selbst aus der Verwaltung komme, weiß ich auch, wie schwer es zu vermeiden ist, solche Verwaltungsfloskeln mit in den Alltag zu übertragen.
Am Ende sind noch ein paar kleine Fragen aus der Handlung offengeblieben, weil manche Handlungsstränge nicht bis zum Ende verfolgt wurden.
Dies war ein tolles Debüt von Anke Maiberg, ein locker-leichter ChickLit-Roman mit kleinen Krimi-Elementen, der gut recherchiert wirkte (vor Allem auch im Hinblick auf die Windrad-Geschichte), der einem vermittelt, dass das Leben trotz kleiner und größerer Unwägbarkeiten (wie Fremdgehen, Mord, eine vorwitzige Tante, Missverständnisse in der Liebe und vieles mehr) doch noch ganz einfach sein kann – zumindest im Roman.
Ich freue mich schon sehr, mehr von Anke Maiberg zu lesen und sie demnächst bei mir zu einer Wohnzimmerlesung begrüßen zu dürfen.
Eine 4****-Sterne-Leseempfehlung für dieses lustige ChickLit-Debüt, das neugierig auf weitere Buch-Ideen der Autorin macht.

Vielen Dank an Bastei-Lübbe und Anke Maiberg für die Überlassung dieses Rezensionsexemplars 🙂


Veras Weekly – die 53. Woche und der Urlaub neigt sich dem Ende zu …

📝 «Geplant»
… den nächsten Urlaub, der alles andere als erholsam wird, weil dann der Umzug ist – und die Zeit davor wird auch noch mega stressig 😦

📚 «Gelesen»
… heute Abend beginne ich mit „Morgen ist ein neues Leben“ von Kerstin Hohlfeld – die Rezension zu „Ist das Liebe oder kann der weg?“ von Anke Maiberg folgt dann in Kürze – meinen Beitrag für die Blog-Tour dieses Buches muss ich ja auch noch vorbereiten.

😊 «Gefreut»
… über viele nette Mails in der letzten Woche und darüber, die Bestellungen für den Umzug in die Wege geleitet zu haben.

😳 «Überrascht»
… leider unangenehm von ein paar Menschen …

😢 «Traurig»
… dass ein paar sogenannte Freunde offenbar zweigleisig gefahren sind und sich haben einlullen und manipulieren lassen von Personen, die offenbar nichts anderes können. Hatte schon leider auch schon länger das Gefühl, dass das so ist, aber es schmerzt schon sehr und zieht einen runter, zumal ich ja auch so ein Harmonie-Mensch bin und solche Hinterhältigkeiten absolut nicht ausstehen kann. Ich sags ja immer: Der Rheinländer (oder die, die Mentalität mit der Zeit angenommen haben) ist oft so gestrickt, dass er Dir von vorne ins Gesicht grinst und es dabei schafft, Dir hintenrum das Messer in den Rücken zu rammen. Leider schon sehr oft erlebt dort. So fühl ich mich gerade auch wieder – böse Erinnerungen an Vergangenes, was natürlich auch der Seelenstimmung nicht gut tut. Viele Rheinländer sehen ihre wahren Freunde eh oft dort, wo das Kölsch in Strömen fließt – und das tut es bei mir definitiv nicht.
… dass der Urlaub zu Ende geht – der Nachurlaubsblues beginnt.

😡 «Geärgert»
… darüber, dass ich so ein Schaf bin und offenbar mal wieder den falschen Menschen vertraut habe.

🍴«Gegessen»
… da wir Urlaub hatten, haben wir viel gekocht: Paprika-Schmortopf mit Hackfleisch und Kartoffeln, Lasagne, zu Silvester Raclette, traditionell am folgenden Tag eine Frittata mit den Resten vom Raclette, gestern Zürcher Geschnetzeltes mit Spätzle.

👂«Gehört»
… ziemlich oft das neue Lied von Coldplay im Radio – gefällt mir richtig gut.

💻 «Gemailt»
… mit diversen Personen, die mir am Herzen liegen – endlich mal ein paar Mails beantwortet, die schon länger fällig waren.

👀 «Gesehen»
… IKEA – gleich mehrfach von innen …
… ganz viel „Traumhotel“ in der ARD und „Traumschiff“ im ZDF – dumpfige Glückseligkeit in Überdosis – davon hab ich jetzt aber auch genug.
… letzte Woche Sonntag den absolut genialen, humorvollen und anspruchsvollen Tatort mit Ulrich Tukur – ja, ich gehöre zu den wenigen Leuten, die die Folge echt super fanden 🙂

💖 «Geknuddelt»
… Quality-Time mit meinen süßen Katzen-Mädels – mit den beiden zu Knuddeln ist echt Wellness für die Seele.

💭 «Gedacht»
… dass es ganz schön kalt geworden ist (hier sind nachts aktuell bis zu -10°C) und ich leider ziemlich verschnupft ins neue Jahr starte.

🏆 «Stolz»
… auf nichts …

💳 «Gekauft»
… die große Möbel-Bestellung bei IKEA in Auftrag gegeben – fehlen noch Bestellung von Kühlschrank und Waschmaschine, das reicht erstmal an Einkäufen.

2015 – da kann man nicht meckern (… wie man hier so sagt ;-) )

Ich habe in den letzten Tagen ganz viele Jahresrückblicke gelesen und festgestellt, dass es offenbar viele Menschen gibt, für die 2015 kein so glückliches Jahr war, was mir wirklich leid tut, denn ich weiß wie das ist, auch, wenn mein Horror-Jahr 2013 war (allerdings waren die Jahre zwischen 2009 und 2013 auch alles andere als toll).

Was 2015 angeht muss ich aber sagen, dass ich mich wirklich nicht beklagen kann und wirklich eine positive Bilanz ziehen kann:

  • unsere Katzen waren beide das ganze Jahr über gesund und munter und haben uns viel Freude gemacht – vor Allem Mary hat mit ihren 15 J. nochmal so richtig angefangen das Leben neu zu entdecken – und sie sind beide so knuddelig;
  • was die Arbeit angeht, bin ich zufrieden;
  • wir werden Anfang 2016 den Kiez wechseln;
  • 2015 war das erste Jahr, in dem mich meine Stalkerin das ganze Jahr über in Frieden gelassen hat (wobei ich natürlich nicht weiß, unter welchen Fake-Profilen sie mich möglicherweise weiter ausspioniert – wie sie es von 2011 bis 2014 gemacht hat – oder, ob ihr bösartiges Erbsenhirn tatsächlich endlich verstanden hat, dass sie Spuren hinterlässt und kriminell handelt);
  • auch, wenn wir keine Urlaubsreise gemacht haben, so haben wir einige schöne Ausflüge gemacht hier in der Umgebung – ein besonders schöner Tag war der mit Kerstin & Thomi in Rheinsberg und Umgebung auf dem Schiff und bei der folgenden, sehr lustigen Landpartie – aber wir waren auch in Warnemünde und Umgebung und auf Usedom – wir merken, dass wir beide keine weiten Reisen brauchen, weil es hier so schön ist;
  • wir waren wieder in vielen tollen Konzerten: Queen & Adam Lambert, Max Raabe & das Palastorchester, Spandau Ballet, David Garrett, Roger Hodgson (Supertramp) und bei Ray Wilson (und auch die ersten beiden Konzerte für 2016 sind fix);
  • haben ein paar wenige Lesungen besucht, wovon mir die von Abini Zöllner und ihrem Kolumnen-Band „Hellwach“ in der Karl-Marx-Buchhandlung am besten in Erinnerung geblieben ist;
  • meine beiden Kölner Herzensmenschen, meine Herzensschwester Marion und meine Ersatz-Mama Gudrun haben uns im Dezember in Berlin besucht – es war kurz, aber sehr schön – und ich wünsche mir noch viele Besuche (auch weiterer Herzensmenschen) hier in Berlin;
  • bis auf solche blöden Dinge wie Rücken oder meine Thrombose war keiner von uns schwer oder bösartig erkrankt – das ist immer sehr viel wert – dafür begleitet mich jetzt eine Erkältung ins neue Jahr;
  • ich kann auf meine (zum großen Teil schon sehr langjährigen) Freundschaften zählen und habe sogar noch ein paar neue Freundschaften hinzugewonnen, wo ich in diesem Jahr besonders die liebe Anke F. in Plauen erwähnen möchte – aber dazu gleich noch mehr – und ich freue mich, dass ich mit Jette jetzt wieder Kontakt habe; meine Freundin Silke in Köln vermisse ich auch sehr – und mir tut es auch sehr leid, dass ein paar andere Freundinnen nicht mal eben um die Ecke leben, wie z. B. Ute in Hessen, meine Ex-Kolleginnen Astrid und Miri und noch so einige, mit denen mich viel verbindet;
  • ich bin sehr zufrieden mit meinem derzeitigen Smartie, der sich um Weiten von den vorherigen Modellreihen unterscheidet;
  • eine bezaubernde Ex-Kollegin hat nach ein paar Enttäuschungen den richtigen Frosch geküsst und hat somit Ende des Jahres ihren Traumprinzen geheiratet – ich freue mich riesig für die Beiden;
  • aus einer negativen Buchkritik heraus ist eine wunderbare Zusammenarbeit und ein total lieber, freundschaftlicher Kontakt mit einer Autorin entstanden ist, die ich nicht mehr missen möchte und deren 2. Roman mich sehr begeistern konnte.

Bis auf meine Thrombose, die mir damals wirklich große Angst eingejagt hat – und unterschwellig auch noch Angst einjagt hinsichtlich Embolie oder sowas – ist mir wirklich nichts gravierend Negatives in Erinnerung geblieben. Ach doch, dass man hier um die Ecke nachts versucht hat, aus meinem alten Smart, das fest installierte Navi zu klauen – 2 Wo. vor dem Rückgabe-Termin in Köln; zum Glück ist der Diebstahl misslungen, aber geschockt hat mich das trotzdem.

Mensch des Jahres habe ich ja auch immer einen bzw. für 2015 sogar zwei: Anke F. aus Plauen und ihre Tochter Kelly! Kelly, die sich gerade im Studium befindet, ist ein Blutgefäß geplatzt mit Einblutungen ins Rückenmark und nach einer schweren neurologischen OP lag sie zunächst auf der Intensiv-Station im Koma, der Zustand war lebensbedrohlich und danach kam die niederschmetternde Diagnose Querschnittslähmung. Anke und ihre Familie (Mann und zwei weitere (fast) erwachsene Kinder haben einen wunderbaren Familienzusammenhalt bewiesen: Anke hat wie eine Löwenmutter gekämpft, ihr eigenes Leben zurückgestellt und dafür gesorgt, dass Kelly ihr Studium unterbrechen kann und ist mit ihrer Tochter in eine Spezialklinik für Querschnittslähmung gezogen. Obwohl die Ärzte der Meinung waren, dass Kelly für den Rest ihres Lebens einen Rollstuhl benötigt, kann sie heute schon wieder mit Krücken laufen (wenn auch keine großen Strecken). Ich bin überzeugt davon, dass es ohne diese tolle Familie, vor allem diese wundervolle Mutter, die sie so sehr motiviert hat, evtl. nicht der Fall wäre, dass sie heute wieder so weit genesen ist. Anke hat uns teilhaben lassen an den Schritten von Kellys Genesung, so dass man sich immer wieder über Fortschritte mitfreuen konnte. Ich drücke weiterhin die Daumen für Kellys vollständige Genesung und bin beeindruckt, was sie bis jetzt schon erreicht hat – entgegen medizinischer Prognosen 🙂

Sehr bewegt hat mich auch der Zuzug der Flüchtlinge aus Kriegsgebieten und die Hilflosigkeit, die man fühlt, weil man diesen Menschen allen so gern helfen würde! Daher habe ich mich mit meinem Blog auch an der Aktion „Blogger für Flüchtlinge“ beteiligt und gespendet und in der Caritas-Kleiderkammer solche Sachen wie Kleidung, Schuhe, Taschen, Bettwäsche, Handtücher etc. abgegeben, was wir jetzt vor dem Umzug nochmal wiederholen werden. Das ist das, was ich im Kleinen so tun konnte und ich habe großen Respekt vor den Menschen, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben oder einen großen Anteil ihrer Freizeit für ehrenamtliche Arbeit geopfert haben.
Hier hat mich sehr meine Facebook-Freundin Heidi B. beeindruckt, die sich mit Herz um syrische Flüchtlinge kümmert und einen davon schon zu ihrer Familie zählt, aber auch die Autorin Lucie Marshall (als Schauspielerin bekannt als Tanya Neufeldt), die selbst in ihrer Familie mehrere Flüchtlinge aufgenommen hat, sämtliche Freunde und Nachbarn mobilisiert hat zu helfen und mittlerweile die Vormundschaft für einen minderjährigen Flüchtling beantragt hat!
Besonders schlimm finde ich allerdings solche Vergleiche, dass Flüchtlinge alles geschenkt bekommen und undankbar seien, während für deutsche Obdachlose angeblich nichts getan wird! Zum Einen kennen Obdachlose in Deutschland sehr wohl Anlaufstellen, wo sie Zuwendungen, Kleidung, Essen und Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten erhalten. Oft ist es aber so, dass Obdachlose diese Hilfen gar nicht wollen, weil sie dadurch wieder eine Mitwirkungspflicht haben. Ich habe es gerade in meiner Zeit, als ich im Bürgeramt gearbeitet habe, mehrfach erlebt, dass ambitionierte Sozialarbeiter Obdachlosen zum Start in ein neues Leben behilflich sein wollten, diese dann aber offenbar Angst vor Konventionen hatten und dann lieber weiter auf Platte gelebt haben.
Bei Flüchtlingen, die mit nichts hier ankommen und nach traumatischen Erlebnissen (Krieg, Verlust der Familie und der Existenz) mit kleinen Kindern eine monatelange Flucht in einer Nussschale auf dem Mittelmeer und durch mehrere Länder zu Fuß hinter sich haben, ist die Ausgangslage doch ganz anders. Die Familien haben diese Gefahren sicher nicht auf sich genommen, um hier auf der Straße und später in Turnhallen zu leben, sondern um ihren Kindern ein Leben in Frieden zu bieten.
Gelernt habe ich in jedem Falle, dass es nichts bringt, mit irgendwelchen Menschen zu diskutieren, die sich nur als „patriotisch“ bezeichnen, aber eigentlich alle Flüchtlinge aus arabischen Ländern als verkappte Islamisten sehen. Der Horizont, aber auch Herz und Hirn dieser Menschen ist einfach nicht groß genug. Oft sind das dann auch noch Menschen, die Mitte/Ende der 1940er Jahre in ein kriegszerstörtes Deutschland hineingeboren wurden und die eigentlich besser wissen sollten, was solche Ansichten anrichten …

Sehr tough fand ich 2015 auch meine Nachbarin, die morgens noch ihre 5jährige Tochter mit dem Fahrrad in die KiTa fährt, in der folgenden Nacht per Hausgeburt ihre 2. Tochter zur Welt bringt und dann mit Mann und den beiden Kindern (die Kleine ist 4 Mon.) für fast 2 Mon. durch Neuseeland reiste, bevor sie dann im Sommer 2016 wieder arbeitet, die Kleine in die KiTa geht und die Große eingeschult wird. Ich finde es immer toll, wenn Mütter nicht nur Mütter sind, sondern auch einen Beruf haben, dem sie nachgehen und sich kein schlechtes Gewissen einreden, wenn die Kinder schön früh die KiTa besuchen. Für die Kinder ist es sicherlich schöner, tagsüber mit Gleichaltrigen zusammen zu sein.

Ich hatte 2015 wieder die Gelegenheit einige ganz tolle Bücher kennenzulernen – mir fällt es jetzt schwer, ein Lieblingsbuch zu erwähnen, weil es schon fast ein bisschen unfair wäre, irgendeines besonders hervorzuheben. Ich habe jedoch auf jeden Fall gemerkt, dass ChickLit weiterhin mein Lieblingsgenre bleibt, weil mir Humor beim Lesen unheimlich wichtig ist, dennoch sollte die Geschichte nachvollziehbar und die Charaktere realistisch sein! Schnulzig, schmalzige Liebesromane konnten mich dagegen überhaupt nicht begeistern in 2015!
Einen Fehler möchte ich 2016 auf jeden Fall vermeiden: Zu viele Rezensionsexemplare anzunehmen, wo ich dann mit dem Lesen dann doch irgendwie nicht hinterherkomme (mein größter Fehler 2015 – leider!). Es gibt so unendlich tolle Bücher auf dem Markt und es werden immer mehr und mir tut es in der Seele weh, dass ich da nicht allen Autoren gerecht werden kann, deren Bücher zu lesen! Entschuldigung! Ich lese ja leider nicht gerade im Turbo-Gang, aber werde die Rezensionsexemplare auf jeden Fall noch nach und nach abarbeiten. Meine Buch-Wunschliste für 2016 ist auch schon wieder sehr voll! Sehr schön, dass ich demnächst gleich drei Buchhandlungen in fußläufiger Nähe habe 🙂
Dank LovelyBooks konnte ich an einigen Leserunden teilnehmen und bei einigen Buchverlosungen habe ich auch gewonnen im abgelaufenen Jahr.
Und obwohl ich eigentlich nicht so gerne elektronisch lese, habe ich mir zum Geburtstag einen Kindle Paperwhite schenken lassen, weil ich wissen wollte, ob das Lesegefühl auf einem richtigen Reader anders ist, als auf dem iPad – wie mir meine liebe Ivy und die liebe Claudia immer gesagt haben – und sie haben recht! Der Paperwhite ist für mich jetzt eine Alternative und das Lesegefühl ist tatsächlich anders 🙂

Für meinen Blog war ein großer Meilenstein, dass ich alleine via Facebook nun fast 540 Abonnenten habe zuzüglich die sonstigen Abonnenten über Newsletter, E-Mail, WordPress – das hat mich riesig gefreut und das hätte ich mir niemals träumen lassen! Wow! Auch, wenn ich meinen Leserinnen und Lesern gerne noch mehr Blogposts bieten würde, was sich aber nicht immer mit einem Vollzeitjob vereinbaren lässt! Sehr verwundert, aber auch besonders gefreut hat mich auch, dass mein Wochenrückblick so gut ankommt – DANKE ❤

Ich habe für mich erkannt, wie wichtig es war, den Schritt hier nach Berlin zu gehen und einen Neuanfang zu wagen! Hätte ich mein altes Leben in Köln so weitergeführt wie bisher, hätte mich das über kurz oder lang total niedergestreckt! Es bringt nichts, an Personen, Dingen, Jobs, Abläufen, etc. festzuhalten, die einem in Wirklichkeit nur das Leben versauen! Das habe ich erstmals – viel zu spät – leider erst vor 6 J. so wirklich erkannt! Selbst, wenn man sich Auszeiten wie Urlaube, Reha etc. nimmt zwischendurch, so ändert man nur temporär für einen kurzen Zeitraum etwas, bevor man dann wieder auf dem gleichen Stand ist, weil sich die gesamten äußeren Umstände und Einflüsse ja nicht verändern und man die selbst auch alle gar nicht verändern kann. Eine Veränderung kann man nur erreichen, wenn man damit bei sich selbst beginnt und oft hilft nur noch eine radikale Änderung im Leben wie ein Ortswechsel oder ein Kontaktabbruch und manchmal braucht es dann schon ein sehr schmerzhaftes Ereignis, bevor man dazu bereit ist, was aber im Ergebnis nicht unbedingt schlecht ist.

Nun sehe ich dem Jahr 2016 erstmal positiv entgegen, in dem einige Highlights wie Umzug (wohl eher purer Stress 😉 ), Wohnzimmerlesung, Konzerte (evtl. sogar eines in London), die Erscheinungstermine einiger toller Bücher usw. ja schon feststehen!

Einen ganz großen Wunsch habe ich weiterhin: das Schreiben! Egal, ob Kolumnen für irgendeine Zeitung oder Zeitschrift – gerne auch ein Online-Magazin oder mal ein Buch oder eine Kurzgeschichte zu schaffen – das bleibt mein großer Traum …

Ich wünsche meinen Blog-Leserinnen und -Lesern ein traumhaftes Jahr 2016 – vor Allem ganz viel seelische und körperliche Gesundheit sowie Glück, Zufriedenheit und Wohlergehen! Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr meinem Blog treu bleibt 🙂