Rezension: Christine Weiner – „Manchmal geschieht ein Wunder“

imageFakten:
eBook, dotbooks, erschienen: 28.10.2015, ca. 90 Seiten, 2,99€  (ausschließlich als eBook erhältlich – preis variiert)
Das Buch ist im Jahr 2009 bereits im Herder-Verlag als Print-Ausgabe erschienen, die nicht mehr erhältlich ist.

Autorin:
Christine Weiner, Jahrgang 1960, war zunächst Erzieherin und Heilpädagogin, bevor sie sich entschloss, ihr Abitur nachzuholen und BWL mit Schwerpunkt Personalentwicklung zu studieren. Nach dem Studium folgte ein Volontariat bei der Presse sowie Tätigkeiten als Redakteurin und Moderatorin bei Hörfunk und TV. Außerdem bildete sie sich ständig weiter und ist heute als Supervisorin, Coach und Beraterin hauptsächlich für und mit Menschen tätig, die sich in Entwicklungsprozessen – vor Allem beruflicher Natur – befinden. Sie hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht – nicht nur erfolgreiche Frauen-Romane, sondern auch sehr viele Ratgeber. Sie lebt und arbeitet in Mannheim.

Handlung:
Maya ist Buchhändlerin und betreibt gemeinsam mit ihrer Freundin Valentina einen kleinen Buchladen in einem verwinkeltem alten Haus in der Heidelberger Altstadt. Der Laden läuft – im Gegensatz zum Liebesleben der Beiden – super und bei ihren Kunden sind sie beliebt und geschätzt. Während Maya mit ihrem Dackel Max zusammenlebt, ist Valentina auf erfolgloser Partnersuche im Netz. Kurz vor Weihnachten erhalten die Beiden von ihrem Vermieter dann auch noch die Kündigung für ihren Laden. Die Beiden brauchen nun mindestens ein Wunder …

Fazit:
Das Cover ist – wie eigentlich alle Cover der dotbooks-Weihnachtsgeschichten – wieder äußerst niedlich, farblich ansprechend und nimmt- eigentlich zweifach – Bezug auf den Roman.
Der Roman, der im Jahr 2009 auch bereits im Herder-Verlag als Print-Exemplar erschienen ist, hat lt. Angabe von dotbooks 90 Seiten, die leider nicht in Kapitel unterteilt sind – ich bin ja eher so der Kapitel-Leser …
Dieses Buch hat sich in der Print-Ausgabe bereits seit langer Zeit auf meiner Wunschliste befunden, zugegriffen habe ich aber erst jetzt bei der günstigeren eBook-Ausgabe.
Das Klappentext klingt eigentlich so richtig nett, zudem fand ich Heidelberg, wo ich vor ein paar Jahren mal war, auch von der Atmosphäre her richtig süß.
Die Protagonisten sind erstmal liebenswert und sympathisch und ich fand, dass Maya mir auch recht ähnlich ist: Kein Partygirl, daher eine besondere Beziehung zu Büchern.
Die Story wird als Geschichte zum Träumen beworben, aber ich finde, dafür muss man schon wirklich einen besonderen Zugang zu dem Buch haben, der mir leider irgendwie gefehlt hat. Zunächst fand ich den Sprachstil ziemlich altmodisch, das ging irgendwie schon in Richtung Märchen (bin ja überhaupt kein Märchen-Fan). Zwischendurch hab ich dann sogar mal gedacht, dass das Basis-Modell des Buches schon vor langer Zeit geschrieben worden sein muss, nämlich an dem Punkt, wo vom Versand von Telegrammen in der Weihnachtszeit die Rede war – ich hatte selbst zuletzt 1989 mit Telegrammen zu tun (im Kontakt mit meinen Verwandten in der DDR, die kein Telefon hatten) und zweifle irgendwie, dass sowas heutzutage noch jemand nutzt. Auch die Erwähnung der Spielzeuge die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekommen (Puppen und Autos) entspricht doch so überhaupt nicht mehr der heutigen Zeit. Meiner Meinung hat man da versucht, den Bogen zwischen altmodisch und modern zu schlagen, was allerdings irgendwo im Nirwana endete. Die Geschichte wird dann irgendwie immer unrealistischer und zum Schluss hin klischeebeladen und so unheimlich gezwungen glücklich und klebrig süß mit einem Rundumschlag-HappyEnd (… es müssen einfach alle ratz-fatz glücklich werden, weil doch Heiligabend ist …), dass ich irgendwie froh war, als ich das eBook ausgelesen hatte. Ein totaler Overflow an künstlicher Glückseligkeit. Die Charaktere blieben die ganze Geschichte über irgendwie total oberflächlich. Es kamen immer wieder neue Nebencharaktere hinzu, die zwangsläufig miteinander verbunden wurden. Aber so richtig berührt hat mich weder eine der mitwirkenden Personen noch deren Geschichte. Auch Humor hat mir hier wirklich gefehlt. Von mir persönlich bekommt diese Geschichte leider nur 3*** Punkte 😦

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