Rezension: Alexandra Maxeiner – „Unentschieden“

imageFakten:
Taschenbuch, dtv, erschienen: 01.01.2014, 192 Seiten, 8,95€

Autorin:
Alexandra Maxeiner, wurde 1971 geboren und verbrachte ihre eigene Jugend in den 80er Jahren. Die 90er Jahre nutzte sie dann, um in Mainz und Paris Ethnologie, Theaterwissenschaft und Filmwissenschaft zu studieren. Sie war als Texterin in diversen Agenturen und als Redakteurin beim Hessischen Rundfunk tätig. Seit 2002 ist sie freiberufliche Autorin in der Frankfurter Ateliergemeinschaft „Labor“. Bisher wurde sie vor Allem durch die Veröffentlichung zahlreicher Kinderbücher bekannt. Zudem ist sie Drehbuchautorin und schreibt Theaterstücke. Ihr Sachbilderbuch „Alles Familie“ wurde 2011 mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. „Unentschieden“ ist ihr 1. Roman für Erwachsene. 

Handlung:
Iris – genannt Issy – hat sich ihrer kleinen Tochter Lara zur Liebe einer Bürgerinitiative zur Rettung von Fröschen in einem geplanten Bebauungsgebiet für ein Spaßbad angeschlossen. Als die Sprecherin der Initiative aus Krankheitsgründen ein Radio-Interview absagen muss und Iris für sie einspringt, steht sie auf einmal Ben Schäfer gegenüber und damit auch dem Ich aus ihrer Jugend. Die beiden haben sich seit dem Abi nicht mehr gesehen. Ben vertritt in dem Radio-Interview als PR-Fachmann die Seite des Bauherrn. Seit ihrer Kindheit findet sie Ben nervig – vielleicht auch, weil er ihr in kleinen Duellen seither irgendwie immer eine Nasenlänge voraus ist. In der Wartezeit bis zum Interview begibt sich Iris auf eine gedankliche Zeitreise in ihre Jugend in den 80er Jahren und stolpert dabei immer wieder über Ben. Ob er sich wohl geändert hat …?!

Fazit:
Was das Cover angeht, muss ich sagen, dass ich kein Fan der Farbe Gelb bin, die das Cover hier leider ganz eindeutig dominiert. Der Untergrund ist eine quietschgelbe, gewebte Polyester-Tischdecke (früher offenbar auch noch in anderen Haushalten als in dem meiner Jugend vertreten ;-)), auf der eine Musik-Kassette, ein roter Plastik-Ohrring (genau so einer, wie Nena ihn damals bei ihrem legendären allerersten TV-Auftritt im „Musikladen“ trug) und der obligatorische „Willst Du mit mir gehen“-Ankreuzzettel drapiert sind. Nicht schön, aber typisch für die 80er Jahre.
Das Buch hat bescheidene 191 Seiten, die angenehm zu lesen sind, da der Druck großzügig auf den Seiten verteilt ist. Die 6 Kapitel finde ich allerdings teilweise etwas zu lang.
Die Autorin ist genau mein Jahrgang und hat somit in diesem Buch sehr ähnliche Jugenderinnerungen, wie ich sie auch habe, in dem Buch verarbeitet.
Angefangen in einer Kindheit mit Playmobil (das mir meine geizige Mutter leider damals verwehrt hat 😦 ), auf dem Weg in die Welt der Pubertät begleitet von Nena – ich war selbst riesiger Nena-Fan damals und habe mich da direkt selbst gesehen und solche unvermeidlichen Dinge, wie der 1. Liebeskummer, Ausgehen, Feten, usw. – der Soundtrack dieser Zeit taucht dann leider nur in Schriftform auf, aber bringt ebenso viele Erinnerungen mit sich.
Das Buch ist nicht sehr tiefgängig und die beiden Protagonisten, Iris und Ben, bleiben – zumindest was das „Jetzt“ angeht – ein wenig gesichtslos. Der Großteil des Buches spielt in der Vergangenheit. Mich hat das Buch auf besondere Weise doch irgendwie berührt, denn wann hat schon mal die Gelegenheit zu einer realistischen Zeitreise in die eigene Jugend?
Insgesamt ein wirklich gelungener, wenn auch recht kurzer Roman, an dem Nostalgiker, die zwischen 1970 und 1975 geboren sind, bestimmt ihre größte Freude haben werden – wie auch ich selbst.
Und alle Jüngeren, die sich z. B. dafür interessieren, wie die Jugend ihrer Eltern ohne Internet, Smartphone und Daddeln aussah, können hier interessante Entdeckungen machen 😉
Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung mit 4 von 5 möglichen Sternen.

Veras Weekly – eine wirklich schöne 48. KW :-)

📝 «Geplant»
… Möbelanschaffungen und Möbel, die wir hier noch verkaufen können – und zu „Habitat“, die jetzt endlich auch in Berlin einen Laden haben, müssen wir auch mal 🙂

📚 «Gelesen»
… aktuell noch „Unentschieden“ von Alexandra Maxeiner – fast fertig damit, bevor es dann mit Weihnachtslektüre weiter geht.

😊 «Gefreut»
… über das Weihnachtsgeld auf meinem Konto – vor Allem im Hinblick auf den bevorstehenden Umzug sehr wichtig und total verplant.
… am Freitag frei gehabt zu haben und einen echt schönen Tag gehabt zu haben: Vormittags mit der echt tollen und witzigen Autorin Anke Maiberg – eine der beiden Autorinnen, die im März bei uns in der Wohnzimmerlesung ihr Buch vorstellt – Kaffee getrunken und toll gequatscht in der „Mall of Berlin“ und mittags meine liebe Freundin Kerstin Hohlfeld getroffen, einen kleinen Lunch-Imbiss gehabt und wieder so schön geplaudert, noch ein wenig rund um den Gendarmenmarkt, Unter den Linden und Friedrichstr. über Weihnachtsmarkt und durch die Läden gebummelt und zum Abschluss noch bei Starbucks Halt gemacht und uns einen Toffee Nut-Latte gegönnt – das war ein so schöner Tag und ich war total k.o. danach 🙂
… dass es nur noch weniger als eine Woche dauert, bis meinem beiden Herzensmenschen aus Köln – meine Herzenschwester und meine Ersatz-Mama – uns in Berlin besuchen – ich freue mich so sehr auf die beiden ❤
… dass die Weihnachtsdeko jetzt endlich steht und die ersten Weihnachtslieder im Radio laufen – ja, ich gehöre zu den Leuten, die „Last Christmas“ heiß und innig lieben und die Vinyl-Single davon aus dem Jahr 1984 genauso wie einen Schatz hüten, wie auch die Vinyl-Single von „Do they know it’s christmas time“ von Band Aid aus dem gleichen Jahr – es gibt so viele tolle Pop-Weihnachtssongs ❤
… mein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, einen Kindle-Paperwhite, schon bekommen zu haben. Ich habe so viele Weihnachts-eBooks und hoffe einfach, dass ich – wie mir auch meine liebe Ivy immer sagt – auf dem Reader ein anderes Lesegefühl habe, als auf dem iPad mini, wo ich mich von allem möglichen Kram ablenken lasse. Bin mal gespannt, auch wenn ich ganz sicher bin, dass ich weiterhin elektronisch nur in eher seltenen Fällen lesen werde und die guten alten Bücher aus Papier bevorzuge.

😳 «Überrascht»
… was sich über die Jahre alles an Weihnachtsdeko angesammelt hat – auch da muss ich mal Kahlschlag machen, weil da garantiert so Einiges dabei ist, was ich nie wieder aufstellen werde.

😢 «Traurig»
… darüber, dass eine liebe facebook-Freundin leider ihre schwer kranke Katze einschläfern lassen musste. Ich bin froh, dass Mary noch gesund und fit ist, aber mir wird immer wieder bewusst, dass sie mit 15 Jahren eigentlich schon ziemlich alt ist …

😡 «Geärgert»
… über nichts, was so schlimm war, dass ich mich jetzt noch daran erinnern kann 😉

🍴«Gegessen»
… nichts selbst Gemachtes diese Woche – keine Zeit – dafür bei unserem Lieblings-Inder in Charlottenburg Essen geholt.

👂«Gehört»
… und gesehen: Ray Wilson und das Genesis Classic-Quintett live in der Passionskirche in Berlin-Kreuzberg am gestrigen Samstag! Es war echt ein toller Abend – vorher waren wir noch Lemon-Cheesecake bei „Barcomi’s“ auf der Bergmannstr. schlemmen. Das Konzert war wieder so toll, auch, wenn mir ein paar Lieder gefehlt haben – ich war noch nie in einem Konzert von Ray, in dem „Inside“ nicht gespielt wurde, aber auch „Biko“, „I can’t dance“, „Shipwrecked“, „Not about us“ und „The Airport Song“ hätte ich ja noch gern gehört.

💻 «Gemailt»
… mit Kerstin H., Anke M., Marion, Sue B. – das war diese Woche ziemlich überschaubar 🙂

👀 «Gesehen»
… dass der neue, fruchtige Escada-Sommerduft 2016 „Agua del Sol“ heißen wird – ich kann es jetzt schon wieder kaum erwarten, bis ich den Duft in den Händen halte – die sind eigentlich immer toll, schlimmstenfalls nur so semi-toll – aber so richtig schlecht war noch keiner davon.

💖 «Geknuddelt»
… auch, wenn sie es bei den nächtlichen Störungen nicht immer verdient haben – natürlich die Katzen ❤ – genau wie Eltern von kleinen Kindern immer wieder sagen: „Wenn es Dich lieb anschaut, ist alles vergessen.“ – so ist das mit den Katzen auch …

💭 «Gedacht»
… dass ich irgendwie ein klein wenig erkältet bin gerade 😦

🏆 «Stolz»
… auf nichts Besonderes in der abgelaufenen Woche.

💳 «Gekauft»
… die neue Ausgabe der Kochzeitschrift „deli“, Kerzen für den Adventskranz, Cremes gegen die von Mary und Joelle allnächtlich produzierten Augenringe und -falten im Nivea-Haus ;-p, ein weihnachtliches Gebrauchtbuch bei eBay, eine Weihnachtstasse mit Sternchen in beige und eine Klamotten-Bestellung bei H&M aufgegeben, die schon unterwegs ist. Am Black Friday habe ich mich dagegen zurück gehalten, obwohl einige Angebote echt verlockend waren 🙂

Veras Weekly – eine vorweihnachtliche 47. KW …

📝 «Geplant»
… den Umbau unseres PAX-Kleiderschranks für die neue Whg.

📚 «Gelesen»
… „Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voß habe ich heute beendet – so grandios witzig. Weiter geht es mit „Unentschieden“ von Alexandra Maxeiner – ein Griff weit in den SuB hinein, danach sind erstmal Weihnachtsromane an der Reihe.

😊 «Gefreut»
… über einen schönen Abend mit meinen lieben Kolleginnen und Kollegen bei der vorgezogenen Weihnachtsfeier in einem vietnamesischen Restaurant, wo es vietnamesische Tapas gab – perfekt – das Restaurant liegt nämlich bald ganz in der Nähe meines neuen Wohnortes.
… darüber, dass ich nun endlich das Paket, das dpd verschlampt hatte, via DHL erhalten habe – und das ging auch nicht ohne Unwägbarkeiten: Die Packstation war defekt und das Paket war an mich adressiert und nicht an meinen Mann, auf den die Packstation angemeldet ist. Es wurde bei der Post hinterlegt und am Donnerstag wollte ein Beamter meinem Mann das Paket nicht aushändigen und an den Absender zurückgehen lassen; die Kollegin am Freitag war aber dann zum Glück netter und hat uns das Paket ausgehändigt. Wäre das Paket in die Packstation gelegt worden, hätte es ja auch keine Probleme gegeben *grrr*

😳 «Überrascht»
… dass ich jetzt wohl doch Kindle-Besitzerin werde. Das Lesen auf dem iPad lenkt einfach zu sehr ab, weil man dann doch alles Mögliche macht (Spielen, im Internet surfen), aber sich nicht auf das Buch konzentriert.
… über den ersten Schnee in Berlin heute.

😢 «Traurig»
… dass der Terror offenbar nun auch Deutschland erreicht hat, wovon ja dann das Fußballspiel Deutschland:Niederlande in Hannover betroffen war. Hier in Berlin ist man sehr sensibel und mehrfach täglich wird irgendwo etwas abgesperrt, wegen herrenloser Koffer oder Taschen. Ich frage mich, mit welchem Gefühl ich mich auf Weihnachtsmärkten oder in der U-Bahn bewegen werde – vor Allem, wenn wir übernächste Woche Besuch haben werden.

😡 «Geärgert»
… über die ARD: Erst großartig verkünden, dass Xavier Naidoo Deutschland beim ESC 2016 vertritt und 3 Tage später die Entscheidung einfach so zurückziehen! Ich bin wirklich kein Fan von Xavier Naidoo, aber ich bin noch weniger Fan, wenn jemand unüberlegt irgendwelche angeblichen Entscheidungen verkündet und dann wieder zurückzieht! Ich hasse Sprunghaftigkeit und Unverlässlichkeit! Einfach nur äußerst unprofessionell …

🍴«Gegessen»
… gestern selbst gemachtes, unglaublich leckeres und zartes Boeuf Bourgignon dazu Kartoffel-Pastinaken-Stampf.

👂«Gehört»
… nichts, was so positiv in Erinnerung geblieben ist, dass ich es erwähnenswert finde.

💻 «Gemailt»
… mit Jette, Kerstin, Nuli, Annettchen und noch ein paar anderen.

👀 «Gesehen»
… einige Verlagsvorschauen – auch, wenn die Verlage, die meine Wunschliste am meisten füllen werden (u. a. Random House-Gruppe) derzeit noch fehlen, habe ich davon schon einige Titel bei amazon gefunden, auf die ich mich freue.

💖 «Geknuddelt»
… nichts Neues in dieser Rubrik 😉

💭 «Gedacht»
… ja, habe ich diese Woche auch – z. B., dass ich noch gar nicht in Weihnachtsstimmung bin und daher auch bis jetzt keinen Weihnachtsroman angefangen habe zu lesen – vielleicht kommt die Stimmung ja mit der Weihnachtsdeko nächste Woche …
… warum muss der Mann den Katzen ein stinkendes Baldrian-Kissen mitbringen – und zwar ein recht großes??? Ich war froh, dass wir am WE keinen Besuch hatten, so wie dieses Ding und die Katzen gestunken haben – und die sind dann auch noch besonders anhänglich, wenn sie so unangenehm duften 😉 …
… dass ich wahrscheinlich diese Woche nochmal einen freien Tag habe und den mit einer Freundin verbringen werde.

🏆 «Stolz»
… diese Woche im Büro wieder einige wichtige Dinge geschafft zu haben.

💳 «Gekauft»
… nichts – auch mal gut 🙂

Rezension: Tina Voß – „Kein Mops ist auch keine Lösung“

imageFakten:
Taschenbuch, Dryas Verlag, erschienen: 29.09.2015, 261 Seiten, 10,50€

Autorin:
Tina Voß, am 27.11.1969 im Harz geboren, ist studierte Betriebswirtin mit einem eigenen, erfolgreichen Personalleasing-Unternehmen in Hannover und dort auch stellvertretende IHK-Präsidentin. Mit „Ex und Mops“ publizierte sie ihren Debüt-Roman im ChickLit-Genre, wovon „Kein Mops ist auch keine Lösung“ nun die Fortsetzung ist. Außerdem erschien am 05.10.2015 im eBook-Verlag „edel & electric“ mit dem Titel „Weggeworfen“ der 1. eBook-Thriller von Tina Voß.

Handlung:
Kay ist nun schon seit fast 1 Jahr – zumeist glücklich – mit ihrem Freund, dem Hunde-Trainer Sascha, zusammen. Mit ihrem Leih-Mops Bernd bewohnt sie weiterhin die Wohnung ihrer Freundin Klara, die immer noch in Afrika weilt. Und beruflich hat sie mit ihrer besten Freundin Juli ein kleines Unternehmen gegründet, das außergewöhnliche Textilien schneidert und via Internet verkauft. Doch irgendwie gerät Kays heiles Leben gerade ein wenig aus den Fugen: Juli hat sich in eine Designerin aus Stockholm verliebt und verbringt auf einmal offenbar ihre Freizeit in einer Spielhalle, und auch Sascha scheint mehr Geheimnisse vor ihr, als Zeit für sie zu haben – und auch der Zeitpunkt, wo Klara aus Afrika kommt und Mops Bernd und ihre Wohnung wieder brauchen wird, rückt näher. Um sich ein wenig Ablenkung zu verschaffen, mieten sich Kay und Juli mit Mops Bernd ein Wohnmobil und machen Camping-Urlaub in Schweden, der ihnen nicht nur viele neue Freundschaften und tolle Urlaubserlebnisse bringt, sondern auch eine Menge Erkenntnisse über die Zukunft …

Fazit:
Das Cover dieser Fortsetzung wurde in Anlehnung an den 1. Band gestaltet: Wieder der Mops in Großaufnahme, dahinter ein gezeichnetes Wohnmobil und dieses mal anstatt türkis nun lila (eine weitere Lieblingsfarbe von mir) als Hintergrundfarbe mit Knochen als Schattierung – im Schnitt des Buches ist wieder rundherum ein Comic-Mops gestempelt – dieses Mal in lila, der sich auch in der Innengestaltung des Buches, jeweils zu Kapitel-Beginn, befindet.
Die 26 Kapitel auf 261 Seiten (inkl. Dank) sind wie auch bereits in Band 1 angenehm zu lesen und optimal aufgeteilt.
Ich war ja schon restlos begeistert von Band 1 „Ex und Mops“ und konnte das Erscheinen der Fortsetzung kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht.
Zunächst war es – wie bei Fortsetzungen so oft – wie ein nettes Wiedersehen mit alten Bekannten, bei denen man mal vorbei schaut und hört, was es so alles an Neuigkeiten gibt dort. Kay, Juli und Mops Bernd waren mir ja von Anfang an sehr sympathisch.
Der Schreibstil von Tina Voß ist einfach nur göttlich – ich habe wahnsinnig viel und laut gelacht bei der Lektüre und kann gar nicht sagen, ob mir nur Band 1 oder 2 besser gefallen hat. Tina Voß überrascht auch hier wieder die Leser(innen) mit ganz vielen ausgefallenen Wort- und Spruchkreationen – wie z. B. „Essbehinderte“ (Veganer, Basenfastende) oder „der Mopskringel rotiert wie ein Knethaken auf Speed“, aber auch wahnsinnig lustigen Assoziationen und unglaublich viel Situationskomik.
Die Nebencharaktere, die – nach Beginn des Wohnmobil-Urlaubs in Schweden – noch in die Geschichte einfließen, machen die Geschichte noch runder und noch witziger. Schade fand ich nur, dass das Buch leider etwas dünner als sein Vorgänger ist, denn ich hätte in dieser witzigen Story ohne Ende weiterlesen wollen und ich habe das Ende wirklich sehr hinausgezögert, weil ich mich von der Geschichte und den Protagonisten nicht trennen mochte.
Ich kann nur hoffen, dass Tina Voß nach ihrem Ausflug ins Thriller-Genre auch weiterhin der ChickLit treu bleibt – denn das kann sie so richtig, richtig gut!
Für beide Bücher kann ich hier nochmal eine absolut uneingeschränkte 5*****-Sterne-Leseempfehlung geben!
Wer witzige Bücher mag und gerne lacht, sollte sich das nicht entgehen lassen ❤

Ganz herzlichen Dank an den Dryas Verlag dafür, dass ich auch die Fortsetzung zu dem tollen Roman-Debüt von Tina Voß lesen und rezensieren durfte – wirklich absolut tolle Bücher 🙂

Review zur Lesung von Kerstin Hohlfeld – „Morgen ist ein neues Leben“ am 14.11.2015 in Berlin

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imageGestern, Samstag, 14.11.2015, fand in der niedlichen, kleinen Buchhandlung „Die Buchfinken“ in Berlin-Steglitz – abseits der Steglitzer Shopping-Meile – die Lesung zu Kerstin Hohlfelds neuem Roman „Morgen ist ein neues Leben“ statt.

Für die Premierenlesung hatte Kerstin seinerzeit, am 08.10.2015, die „Buchhandlung Walther Specht“ in Rathenow gewählt, so dass das Buch nun erstmals offiziell in Berlin – einem der beiden zentralen Orte der Handlung – einem kleinen Publikum vorgestellt wurde – fast in heimeliger Wohnzimmer-Atmosphäre. Die beiden netten Buchhändlerinnen begrüßten die Besucher freundliche und reichten vor der Lesung Säfte und Wasser.

Um 15 Uhr begann die ausverkaufte Lesung und Kerstin startete damit, erstmal über die Entstehung des Buches und vor Allem auch über den 2. Hauptort der Roman-Handlung, der malaysischen Insel Langkawi, ein wenig zu berichten. Sie war selbst erst vor Kurzem bereits zum 2. Mal auf dieser Insel und man merkt in ihren Erzählungen die besondere Liebe zu diesem Land und vor Allem auch der exotischen Tierwelt dort, von der sie auch während der Lesung immer wieder Fotos herumreichte und Anekdoten ihrer eigenen Reisen auf diese Insel anbrachte.

imageDie Handlung des Romanes beginnt in Berlin und handelt von Tanja, die kurz vor ihrem 30. Geburtstag (der ja ein Wendepunkt im Leben vieler Menschen – und vor Allem Frauen ist) merkt, dass sie mit ihrem Leben eigentlich nicht so zufrieden ist und irgendwo darin eine ganz große Lücke spürt: Sie ist Kassiererin in einem Supermarkt, leidet unter Übergewicht, lebt in einer Souterrain-Wohnung bei ihren Großeltern (die Oma ist eine erfolgreiche Ärztin) und vermisst ihre Mutter, die gestorben ist, als Tanja noch ein Kind war. Oder etwa nicht? Sie bekommt ungewollt ein Streitgespräch zwischen ihren Großeltern mit, in dem der Großvater seine Frau beschuldigt, Tanja die Mutter „unterschlagen“ zu haben. Tanja ist vollkommen vor den Kopf gestoßen von solchen Neuigkeiten und macht sich im Hause ihrer Großeltern auf die Suche nach Beweisen und wird schnell fündig in Form von Briefen ihrer Mutter, Absender-Adresse auf der malaysischen Insel Langkawi, an die Familie in Berlin. Tanja hält nichts mehr zu Hause und sie begibt sich auf eine große Reise auf die Suche nach ihrer Mutter – und vielleicht auch zu sich selbst.
Kerstin Hohlfeld betonte, dass es sich bei diesem Roman nicht um eine Love-Story handelte – der Auszug aus dem Buch verriet aber, dass es sich dennoch um eine sehr gefühlvolle Geschichte handelt.

Ich freue mich schon sehr darauf das Buch zu lesen, das ich fest in die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen eingeplant habe, wenn die Zeit der Weihnachtsromane vorüber ist.

Neben diesem Roman stellte Kerstin Hohlfeld kurz das Buch „Berliner Geheimnisse“ vor – eine Art Reiseführer zu unbekannten Orten Berlins – der von der Berliner Morgenpost herausgegeben wurde und zu dem Kerstin selbst auch einen besonderen Ort beigesteuert hat.

Es war ein schöner, entspannter Lesungsnachmittag, an dem wir auch bereits bekannte Gesichter wieder getroffen haben.

Und „Morgen ist ein neues Leben“ kann ich nach dem, was ich bis jetzt daraus gehört habe, auf jeden Fall schon mal weiterempfehlen!

 

Veras Weekly – 46. KW mit einem traurigen Abschluss …

📝 «Geplant»
… eigentlich nix …

📚 «Gelesen»
… da ich mir diese Woche kaum Lesezeit genommen habe, immer noch „Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voß – das ich aber auch ungern beende, weil ich es so mag.

😊 «Gefreut»
… über eine liebe Mail einer Freundin in Leipzig, zu der vor 1 J. nach kleinen Differenzen der Kontakt abgerissen war – schön, wieder in Kontakt zu sein – und ich war so glücklich zu hören, dass es ihr und ihren Katzen gut geht (y)
… über das Buch „Männermacken“ von Hanna Dietz, das ich ja bei der Autorin selbst gewonnen hatte – der Mann hat auch schon interessiert darin geblättert.
… darüber, dass eine tolle Kollegin am Freitag zur Frauenbeauftragten unserer Fakultät gewählt wurde 🙂
… über den Besuch der Lesung meiner Freundin Kerstin Hohlfeld, die ihr neues Buch „Morgen ist ein neues Leben“ in einer niedlichen, kleinen Buchhandlung in Steglitz den Lesern vorgestellt hat (Bericht folgt). Es war so schön, Kerstin und ihren Mann mal wieder zu treffen und wir planen mal einen Mädels-Tag in den nächsten Wochen.

😳 «Überrascht»
… im Dezember an einem Sonntag einen Zahnarzt-Termin zu haben.
… wie schnell sich meine Wunschliste nach den ersten 4 Veröffentlichungen von Verlagsvorschauen wieder gefüllt hat.

😢 «Traurig»
und unglaublich geschockt über die Terror-Anschläge von Paris, die einem begreifbar machen, wovor die Menschen in Syrien fliehen. Wir waren gestern Abend am Brandenburger Tor, das ganz in die französischen Nationalfarben getaucht war. Ergreifend waren die niedergelegten Blumen, Gestecke und Karten vor der französischen Botschaft – viele Menschen standen dort und haben geweint.
… das es das „LoveLetter-Magazin“, eine wirklich tolle Bücherzeitschrift, leider nicht mehr geben wird.

😡 «Geärgert»
… darüber, dass ich für die Neuzustellung des Paketes, das dpd verschlampt hatte, nochmal einen Versandkostenanteil zahlen musste, damit es jetzt erneut mit DHL verschickt wird.

🍴«Gegessen»
… am Freitag gebratenes Lachsfilet mit Kräuterbutter, spanischen Runzelkartoffeln mit Aioli und Brat-Spargel. Gestern im Restaurant „Mark Brandenburg“ am Gendarmenmarkt: Gänsebrust und -keule mit Rot- und Grünkohl, Kartoffelklößen und Soße – sehr lecker – dazu einen schönen Wein. Und vorher habe ich bei Starbucks meinen ersten Toffee-Nut-Latte der Saison getrunken.

👂«Gehört»
und gesehen: Ganz viel beunruhigende Berichterstattungen in der Nacht zum Samstag nach den Terror-Anschlägen von Paris. Da ich sehr emphatisch und zudem hochsensibel bin, hat mich die Berichterstattung sehr mitgenommen. Immer, wenn ich in der Nacht wieder aufgewacht bin, habe ich als zuerst Paris im Kopf gehabt und mich so verdammt hilflos gefühlt, wie immer, wenn solche Dinge in der Welt passieren und einem aufzeigen, wie nahe so was ist – so etwas kann jeder Zeit überall passieren. Ich war bisher nur einmal in Paris – 1995 – und auch damals waren Terror-Anschläge dort ein großes Thema. Ich weiß noch, dass die Eingänge zu den Metro-Stationen damals von Militär bewacht wurden und Taschenkontrollen durchgeführt wurden. Wir konnten Paris damals nicht so richtig genießen und waren froh, als wir wieder in wieder in unserem Domizil in der heilen Welt von Disneyland waren.

💻 «Gemailt»
… mit Hanna D., Christel V., Jette, Annette und meiner liebsten Ivy 🙂

👀 «Gesehen»
… ganz viel hübsche Weihnachtsdeko – aber ich darf dieses Jahr nichts kaufen, weil das alles mit umziehen muss.

💖 «Geknuddelt»
… sehr viel unsere Mary, die diese Knuddeleinheiten so richtig einfordert und einen belohnt mit vollbesabberten Armen. Sehr süß ist ja auch, wenn sie merkt, dass man traurig ist, dass sie einen dann trösten will, in dem sie tretelt. Das hat sie bei mir in der Nacht vom Freitag zum Samstag dauernd gemacht ❤
Und gerade knuddle ich immer wieder mit Joelle, die hier auf meinem Schreibtisch liegt – nun zeigt sie mir gerade, dass ich für heute genug gebloggt habe, wie immer sonntags 😉

💭 «Gedacht»
… an meine liebste Ex-Kollegin Miri und ihren Mann Erik, die am Samstag ihren großen Tag hatten mit der kirchlichen Trauung 🙂
… daran, dass wir diese Woche mit unserer Abteilung vom Büro schon Weihnachtsessen haben werden – wieder asiatisch (vietnamesisch dieses Mal).

🏆 «Stolz»
… diese Woche im Büro einige wichtige Dinge geschafft zu haben.

💳 «Gekauft»
… Früchte-Tees (Rabauken-Mischung und Gebrannte Mandel) im Teehandelskontor Bremen gestern in Steglitz – von denen ich mir gleich mal einen Tee zubereiten werde 🙂

Veras Weekly – eine rundumum zufriedene 45. KW

📝 «Geplant»
… nach einem Besuch bei IKEA am Freitag – wir hatten Urlaub – welche Möbel wir noch benötigen für die neue Wohnung.

📚 «Gelesen»
… derzeit noch „Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voß – bin wieder total begeistert von dem Sprachwitz der Autorin 🙂

😊 «Gefreut»
… über einen genehmigten Urlaubstag am Freitag – der war sowas von nötig …
… darüber, dass mein Buch-Gewinn „Wie ein fernes Lied“ von Micaela Jary, das ich bei „Lesendes Katzenpersonal“ gewonnen hatte, nach 3 Wo. doch noch bei mir angekommen ist. Der Verlag hat das Buch mit dpd versandt und es ist offenbar wieder zurück gesandt worden, ohne dass ich benachrichtigt wurde! Genau, wie bei dem anderen Paket 😦 – solange ich es vermeiden kann, werde ich selbst niemals etwas mit dpd versenden!
… darüber, dass ich „Männermacken“ von Hanna Dietz bei der Autorin herself gewonnen habe ❤
… dass es nur noch einen Monat dauert, bis meine Herzensschwester und meine Ersatzmama in Berlin sein werden ❤

😳 «Überrascht»
… dass es leider noch keine weiteren Verlage gibt, die ihre Frühjahrsvorschauen online gestellt haben – meine Liste liegt hier schon bereit, auf welchen Seiten ich überall schauen möchte und meine Wunschliste mit den neuen Büchern befülle – hab ja auch keine 🙂
… über die Fortschritte auf „unserer“ Baustelle 🙂

😢 «Traurig»
… als ich auf der Rückfahrt vom Arzt in Kreuzberg von weitem das Haus gesehen habe, in dem meine Cousine Birgit bis zu ihrem Krebstod 2007 gelebt hat – mir war, als quetscht jemand mein Herz zusammen und Tränen konnte ich mir nicht verkneifen. Es wäre so schön, wenn sie noch da wäre ❤

😡 «Geärgert»
… dass mein Arzt-Termin letzte Woche zum Ultraschall ausgefallen ist, weil die Ärztin krank war – hab das leider erst telefonisch erfahren, als ich gerade vor der Praxis-Tür einen Parkplatz gefunden hatte und hätte mir sonst die Fahrt nach Kreuzberg sparen können. Dabei habe ich dieses Mal drauf geachtet, dass Schlüpper und BH die gleiche Farbe haben, und dass ich nicht wieder Käpt’n Blaubär-Socken trage 😉 – wenigstens ein Rezept konnte ich noch abholen, somit war ich nicht ganz umsonst dort.
… dass ich offenbar der einzige Mensch bin, der im November noch von Mücken zerstochen wird! In der Nacht von Fr. auf Sa. hatten wir eine Mücke im Schlafzimmer. Der Mann sagte nur: „Ja, ich hab die auch mal kurz summen gehört.“ – das Leben ist so ungerecht: Ich hab sie nämlich die ganz Nacht summen gehört, sie hat mich eingekreist und 5x gestochen (re. Hand + Unterarm, Nase, li. Oberarm, Hals) *grummel*

🍴«Gegessen»
… Reispfanne mit Hähnchenbrust, Zucchini, Champignons, Paprika und Feta – sehr lecker :-). Und heute nach langer Zeit nochmal meine Lieblingssuppe: Rote Bete-Cremesuppe mit Garnelen, Dillrahm und gerösteten Mandelstiften *yummie*

👂«Gehört»
… wieder tolle alte Musik auf Spotify 🙂

💻 «Gemailt»
… mit Angie, Marion, meiner Ersatz-Mama, Miri, Sue, Hanna D., Daniel K. – und habe eine liebe Karte von Frauke erhalten 🙂

👀 «Gesehen»
… den Aufbau der beleuchteten Weihnachtsfiguren auf der Tauentzienstraße 🙂

💖 «Geknuddelt»
… Ihr kennt das eh schon 😉 …

💭 «Gedacht»
… wie unglaublich dumm manche Menschen sind, ihre populistischen Ansichten zum Flüchtlingsthema immer weiter zu verbreiten und dabei nicht merken, dass es nicht die Flüchtlinge sind, die die Probleme machen, sondern sie selbst – ich könnt mich da jetzt seitenweise drüber auslassen, aber das bringt offenbar eh nichts.

🏆 «Stolz»
… darauf, dass es mir aktuell so gut geht wie lange nicht mehr – aber ich hab auch echt keine Menschen mehr um mich, die mich versuchen runterzuziehen.
… darauf, dass ich Flüchtlingen ohne Vorurteile gegenübertreten kann und mich von diesen unsinnigen Gerüchten, die manche verbreiten und meinen, andere damit ihre Hass-Meinung aufdrücken zu können, gesund distanzieren kann.

💳 «Gekauft»
… zwei Weihnachtsbücher: „Unter dem Mistelzweig“ von Manuela Inusa und „Lebkuchenküsse“ von Ira Severin sowie „Wir können alles sein, Baby“ von Julia Engelmann. Und gleich werde ich Tee bestellen 🙂

Rezension: Britta Sabbag & Maite Kelly – „Herzfischen“

imageFakten:
Taschenbuch, Bastei Lübbe, erschienen 08.10.2015, 285 Seiten, 12,99€ (auch als eBook erhältlich)

Autorinnen:
Britta Sabbag,
wurde am 30.10.1978 in Osnabrück geboren. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Uni Bonn, arbeitete sie als Personalerin für verschiedene Firmen. Nachdem sie in einer Wirtschaftskrise ihren Job verlor, widmete sie sich dem, was sie schon immer tun wollte: Dem Schreiben. Ihr Debüt-Roman „Pinguinwetter“, mit der liebenswürdig chaotischen Protagonistin Charlotte, war auf Anhieb ein Mega-Erfolg und wurde sogar als Theaterstück aufgeführt. Die Fortsetzung um Charlottes Geschichte ist im Folgeband „Pandablues“ nachzulesen, der ebenso erfolgreich war. Im April 2014 folgte der Bestseller mit „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ – wieder ein humorvoller Frauen-Roman. Zudem veröffentlichte Britta Sabbag mit „Stolperherz“ und der Fortsetzung „Herzriss“ zwei Jugend-Romane. Die erste erfolgreiche Zusammenarbeit mit Maite Kelly in Buchform gibt es seit Februar 2015 mit dem Kinderbuch „Die kleine Hummel Bommel: Du bist Du“. Britta Sabbag lebt in Bonn.
Maite Kelly, geboren am 04.12.1979 in Berlin, als zweitjüngstes von zwölf Kindern der berühmten Kelly-Family. Nach dem Ende gemeinschaftlichen Gesangskarriere der Geschwister absolvierte sie in den USA ihren Highschool-Abschluss. Sie ist unendlich vielseitig und nahm neben Solo-CDs auch den Soundtrack zu einem Disney-Film auf, spielte gemeinsam mit Uwe Ochsenknecht im Musical „Hairspray“, arbeitete als Moderatorin und war häufiger Gast in Shows (Talkshows, Quiz-Shows und Teilnehmerin sowie auch Jury bei „Let’s Dance“). Zudem engagiert sie sich sozial mit einem eigenen Hilfsprojekt in Togo und bei der Deutschen Krebshilfe. Nach dem Kinderbuch über die kleine Hummel Bommel, ist „Herzfischen“ das zweite gemeinsame Buch-Projekt mit Britta Sabbag und auch das nächste „Hummel Bommel“-Buch befindet sich bereits in Arbeit. Gemeinsam mit ihrem Mann Florent Raimond, mit dem sie seit 2005 verheiratet ist, und den drei gemeinsamen Töchtern lebt sie in Köln.

Handlung:
Josy Bach war in ihrer Kindheit und Jugend einmal Star der Vorabend-TV-Serie „Jojo“. Obwohl ihr TV-Gesicht längst gegen das einer neuen Generation ersetzt wurde, wird Josy in der Öffentlichkeit von ihren Fans immer noch auf ihre Rolle der Jojo reduziert. Nur mit ihren Flirt-Bekanntschaften im Internet kann sie unerkannt chatten und in andere Rollen schlüpfen, die sie gern ausnutzt und sich unter falschem Namen von den großzügigen Herren, teure Designer-Schuhe, -Kleider und -Taschen schenken lässt. Als das Café ihres Patenonkels Hugo, in dem Josy jobbt, kurz vor dem Aus steht, geht sie einen Schritt weiter und fordert auch Geld von ihren Chat-Flirts, von denen einer allerdings nach ihr forschen lässt. Bei aller Sorge um den Verlust des Cafés muss sich Josy dann auch noch mit dem unsympathischen Simon, einen arroganten Weiberheld, rumärgern, der seine Internet-Security-Agentur gleich in der Nachbarschaft hat. Aber ist jemand, der seine Hilfe bei der Rettung des Cafés anbietet wirklich so unsympathisch – und warum taucht er eigentlich immer überall auf, wo auch Josy ist …?!

Fazit:
Auch bei diesem Roman wurde auf dem Cover wieder die tierische Kult-„Corporate Identity“, wie bei allen Romanen von Britta Sabbag beibehalten. Dieses Mal ziert ein putziger Otter mit einer Angel mit einem Herzen dran das Cover – der Hintergrund ist rot. Auch das aus den anderen Büchern bereits bekannte,  zauberhafte Daumenkino – hier mit dem tauchenden Otter – ist im Inneren des Buches wieder vertreten. Ein wenig irritiert hat mich allerdings dieses Mal das Material des Umschlags, der komplett aus Kunststoff besteht und damit gleich mal den Taschenbuch-Preis von 8,99 auf 12,99 € hochschnellen lässt. Schon beim Auspacken des Buches ist mir aufgefallen, dass dieses Material nicht so 100%ig farbecht ist, weil bei meinem Exemplar am Buchrücken etwas von der roten Farbe abgeblättert ist. Mich würde nun echt mal interessieren, warum sich der Verlag gerade für dieses Material entschieden hat?! Soll damit die Assoziation zu Otter = Wasser = nass = Umschlag spritzgeschützt hergestellt werden?! Na ja, wenigstens gibt es keine Leserillen und das Buch kann nicht schiefgelesen werden …
Das Buch hat 27 Kapitel in angenehmer Leselänge (+ Prolog + Epilog + Danksagungen) auf 285 im üblichen Schriftbild bedruckten Seiten.
Seit der 1. Vorankündigung Ende 2014 stand dieses Buch schon auf meiner Wunschliste und ich konnte den Erscheinungstermin kaum abwarten und hab dieses Buch gleich mal vorgezogen beim Lesen.
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive von Josy und von Simon erzählt im Ich-Erzähler-Modus – der Wechsel der Perspektiven verwirrt jedoch nicht – man kommt problemlos in die locker zu lesende Story rein.
Der Plot ist ein wenig ungewöhnlich, gefällt mir aber sehr gut. Ich muss zugeben, dass ich mir vorher noch nie Gedanken gemacht habe, dass Love Scamming andererseits auch durch Frauen genutzt wird. Bisher kann man ja nur die Stories von Frauen, die finanziell ausgenommen wurden, weil ihre vermeintlich gut situierte Internet-Liebe aus den USA mit den heißen Versprechungen, sie bald zu besuchen, wenn sie für die Finanzierung des Besuches ein paar tausend Euro locker macht und diese anonym per MoneyGram oder Western Union losschickt, in Wirklichkeit eine organisierte Bande in Nigeria ist. In dieser Geschichte wurde der Spieß quasi umgedreht.
Sehr gefallen hat mir die Geschichte auch, weil sie in meiner Ex-Heimat, dem Kölner Rheinauhafen, gespielt hat, wo ich 5 J. lang gewohnt habe und somit hatte ich die Handlungsorte deutlich vor Augen.
Britta Sabbag und Maite Kelly ist mit ihrem Gemeinschaftsprojekt wirklich ein tolles Buch gelungen – ein echt unterhaltsamer Wohlfühlroman für uns Mädels.
Maite Kelly konnte hier sicherlich eigene Erfahrungen in Bezug auf das Dasein eines Ex-Kinderstars beisteuern.
Die beiden Protagonisten Josy und auch Simon waren mir allerdings nicht unbedingt so richtig sympathisch, muss ich leider zugeben, was aber in der Geschichte durch liebenswürdige Nebencharaktere wie Josys Onkel Hugo und Simons Freund Walli humorvoll ausgeglichen wird.
Ich hatte – wie bisher bei allen Romanen, bei denen Britta Sabbag Autorin bzw. wie hier Mit-Autorin ist – sehr unterhaltsame Lesestunden, die manchmal auch wenig nachdenklich waren und unterstrichen waren von ein wenig Poesie in den Chat-Dialogen zwischen Josy und Simon.
Von mir gibt es hierfür 5***** – wieder ein Highlight für ChickLit-Leserinnen 🙂

 

Veras Weekly – eine emotionenreiche 44. KW

📝 «Geplant»
… wir brauchen ein neues Bett zum Umzug und können uns nicht so recht entscheiden, welches das sein soll – ich hätte lieber eines mit höherer Liegefläche.
… den Besuch meiner lieben Marion und ihrer Mama – meiner liebsten Ersatz-Mama – bald bei uns in Berlin ❤
… mal wieder öfter etwas zu unternehmen abends, wie Lesungen, Theater usw.
… jetzt im Winter mal wieder mehr Tee zu trinken (habe ich schon lange nicht mehr gemacht) – werde mal eine Bestellung bei „Teehandelskontor Bremen“ aufgeben mit meinen Lieblingsfrüchtetees (Sylter Rodde Grütt und Gebrannte Mandel) und im Teeladen am Chlodwigplatz in Köln mit meinem Lieblingskräutertee (Thulsi-Ingwer-Orange), den es früher auch immer im Yoga-Studio gab 🙂

📚 «Gelesen»
… heute beginne ich mit „Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voß 🙂

😊 «Gefreut»
… über das Eintreffen von zumindest drei meiner Buchgewinne. Nun fehlt mir leider immer noch eines „Wie ein fernes Lied“ von Micaela Jary, das ich beim „Lesenden Katzenpersonal“ gewonnen habe und das über eine Agentur verschickt werden sollte 😦
… über einen total netten Nachmittag am Freitag mit meinen Kolleginnen und Kollegen – es wurden 3 Geburtstage und ein Einstand nachgefeiert und es war echt schön! Am 17.11. sehen wir uns schon wieder, dann haben wir eine verfrühte Weihnachtsfeier in einem vietnamesischen Restaurant 🙂
… über einen ganz tollen Abend bei der Lesung von Abini Zöllner in der Karl-Marx-Buchhandlung – den Lesungsbericht gab es ja schon hier auf dem Blog 🙂
… über Lob zu meinen Rezensionen und meine Art zu schreiben ❤

😳 «Überrascht»
… dass Egmont Lyx der 1. Verlag ist, der seine Frühjahrsvorschau veröffentlicht. Nun bin ich natürlich total ungeduldig, bis die anderen endlich erscheinen und ich meine Wunschliste mit neuen Büchern befüllen kann 😉

😢 «Traurig»
… darüber, weil heute schon der 6. Todestag von meinem Papa ist. Er kann echt froh sein, dass er so einige Entwicklungen innerhalb seiner Familie zum Glück nicht mehr miterleben musste. Wie gerne würde ich ihm meine neue Heimat in Berlin zeigen und dazu, wie vorteilhaft sich seine alte Heimat Templin verändert hat. Ich denke immer an ihn und hoffe, er merkt das, dort wo er jetzt ist.

😡 «Geärgert»
… über den dpd, weil ein Päckchen an mich verschollen ist. Laut Sendungshistorie wurde es wunschgemäß zugestellt. Mein 1. Wunsch war, es bei einem Nachbarn im gleichen Haus abzugeben, der gerade zu Hause ist (was mit meinem DHL-Paket am gleichen Tag problemlos gelungen ist) und der 2. Wunsch war, es hier auf der Etage auf unsere Fußmatte abzustellen. Eine Benachrichtigung war nicht im Briefkasten und das Paket ist auch nirgendwo. Beschwerde wurde aufgegeben bei dpd und die Bearbeitung kann wohl bis Mitte kommender Woche dauern 😦 . Na ja, wer auch immer das Päckchen jetzt hat, der darf sich über 3 Flaschen eines antibakteriellen Gesichtswaschgels freuen 😉 …

🍴«Gegessen»
… bzw. gekocht (das einzig besondere in der letzten Woche) – und zwar gestern: Steirischer Kartoffel-Gurken-Salat mit Speck, gerösteten Kürbiskernen und Kresse und dazu Wiener Schnitzel und Preiselbeeren.

👂«Gehört»
… schockierende Nachrichten im Radio.

💻 «Gemailt»
… mit Sue in Innsbruck, Anke M. und mit noch ein paar anderen Leuten aber nur jeweils kurz ausgetauscht, da ich gerade ziemlich viel zu tun habe.

👀 «Gesehen»
… nichts, was so toll war, das es mir jetzt wichtig erscheint.

💖 «Geknuddelt»
… in den letzten Tagen mit beiden Katzen ganz doll – vor allem eben noch mit dem Geburtstagskind Joelle, was ja eher selten ist, weil Joelle immer ein wenig hektisch ist, aber eben hat sich sie bestimmt eine halbe Stunde von uns beknuddeln lassen und nun liegt sie hier bei mir auf dem Schreibtisch und will, dass ich mit meinem Blogbeitrag endlich fertig bin ❤

💭 «Gedacht»
… dass wieder so ein vollkommen gestörter Typ, der noch bei Mutti wohnt mit über 30, mindestens 2 kleine Jungs auf dem Gewissen hat. Das schockiert mich besonders, weil ich Männer kenne, die in noch höherem Alter quasi mit ihrer Mutter zusammen wohnen und bei denen man auch nicht weiß, wie die in Wirklichkeit so ticken, weil da nie mit offenen Karten gespielt wird, aber stattdessen redet man immer gerne über andere Menschen schlecht  …

🏆 «Stolz»
… darauf, dass mein Blog heute schon 3 Jahre alt wird! Ich feiere den Blog-Geburtstag nie so richtig, weil er auf den Todestag meines Vaters fällt. Ich habe mit dem Blog damals angefangen, um mich ein wenig von meinem dunklen Gedanken an diesem Tag wegzubringen.
… auf meine Katzen: Joelle ist gestern 4 J. alt geworden und morgen wird Mary bereits stolze 15 J. alt ❤

💳 «Gekauft»
… das Buch „Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten“ von Abini Zöllner auf deren wunderbaren Lesung letzten Mittwoch.
Außerdem verspüre ich gerade den starken Drang mir ein paar Weihnachtsbücher von meiner Wunschliste zu bestellen (obwohl ich natürlich auch schon einen Weihnachtsbuch-SuB habe) 😉