Review zur Lesung von Abini Zöllner – „Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten“ am 28.10.2015 in Berlin

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imageimageNachdem wir jetzt längere Zeit nicht mehr auf Lesungen waren, gibt es nun heute endlich mal wieder einen Lesungsbericht von mir.

Am gestrigen Mittwoch, 28.10.2015, fand um 19:30 Uhr in der legendären Karl-Marx-Buchhandlung in Berlin-Mitte – deren Exterieur manchen zumindest aus dem Film „Goodbye Lenin“ bekannt sein dürfte – eine Lesung von Abini Zöllner statt.

Ich hatte ja gerade erst vor ein paar Wochen ihre Biographie „Schokoladenkind“ gelesen und rezensiert und war da schon vollkommen begeistert von ihrem mitreißenden Schreibstil und ihrer Sprache und hatte direkt ihr neues Buch auf meine Wunschliste gesetzt: „Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten“ – ein Kurzgeschichten-Band, der sich auf humorvolle Weise mit den Schlafproblemen der Autorin, die im täglichen Leben Redakteurin und Kolumnistin bei der „Berliner Zeitung“ ist, beschäftigt. Aus diesem Buch wurde auch bei der Lesung vorgetragen.

Vorher wollten wir eigentlich noch ins fast benachbarte „Café Sibylle“ – gleichnamig mit DER Frauenzeitschrift der ehem. DDR), das auch ein kleines DDR-Museum beherbergt und absolut retro ist. Doch leider schloss das Café natürlich ausgerechnet an jenem Abend wegen einer Grundreinigung die Türen bereits um 19 Uhr, so dass wir leider nur einen ganz kleinen Einblick in diese sicherlich interessante Location bekamen.

Bis zum Einlass sind wir dann noch ein wenig die architektonisch sehr beeindruckende Karl-Marx-Allee hoch und runter gewandert, die gesäumt ist von Bauten im „Zuckerbäcker-Stil“ – irgendwo zwischen Bauhaus, Stalinismus und Art Déco – eine spannende Gegend, die allerdings – zu unserer Enttäuschung – wirklich eine gastronomische Einöde ist 😉 – aber gern würde ich in diese Ecke Berlins mal eine Zeitreise machen in die Zeit vor der Wende.

Die dunklen Holz-Bücherregale in der ehem. Buchhandlung, die heute nur noch als Literatur-Salon bzw. für Veranstaltungen und Filmaufnahmen dient, gehen in die Wandvertäfelung über und sind bestückt mit unzähligen Gebraucht-Büchern, die wohl als Deko dienen. In den Räumlichkeiten gibt es eine kleine Bar, an der es vor der Lesung Wasser und auch Wein gab.

imageimageKurz nach 19:30 Uhr begann dann die Lesung, die Abini Zöllner mit einer kurzen Vorstellung des Buches und darüber, wie dieses Buch entstanden ist, sowie einem kleinen, sehr schön zusammengeschnittenen Einspielfilm über die Nächte in Berlin einleitete. Dann folgten die ersten Kapitel aus dem Buch, die Abini Zöllner mit ihrer angenehmen Stimme vortrug und das Publikum der sehr gut besuchten Lesung mitriss und immer wieder zum Lachen brachte mit ihrer humorvollen Art.

Aber auch traurige Kapitel, wie die nächtliche Todesnachricht von Abinis über alles geliebter Mutter – liebevoll Mamel genannt – werden erwähnt. Hierzu hat Abini Zöllner einen wundervollen, mit viel Herz und Seele gestalteten Einspielfilm als Hommage an ihre Mutter gezeigt, der mich zu Tränen gerührt hat. Man merkt der Autorin an, welch große Lücke sie in ihrem Herzen hinterlassen hat. Schon als ich „Schokoladenkind“ gelesen habe, habe ich gedacht, wie stolz Abini Zöllner sein kann auf ihre so liebevolle Mamel – denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sowas leider nicht immer selbstverständlich ist. Natürlich werden auch Abinis Mann Tommy und ihre Kinder Rubini und Raoul in dem Buch ebenfalls immer wieder herzlich erwähnt.

Mit einer großen Portion Humor, aber auch mit viel Stolz geht Abini Zöllner – zu Recht – mit ihrer Hautfarbe um, einem Geschenk aus den Genen ihres Vaters, die aber, wie sie in einem Kapitel mit Augenzwinkern verrät, schon oft zu Verwechslungen geführt hat und womit sie in Deutschland für eine Ausländerin – oder im Ausland für eine Einheimische – aber auch Kellnerin, Verkäuferin usw. gehalten wurde.

Die Gäste der Lesung bekamen an diesem Abend sehr viele abwechslungsreiche Geschichten aus einem tollen, sehr schön aufgemachten Buch geboten – von den über 60 kleinen Kapiteln des Buches (die sich durchaus eignen, um sie selbst in schlaflosen Nächten zwischendurch zu lesen 😉 ) wurden 18 vorgetragen und es gab sogar noch Zugaben. Man hätte ewig zuhören können.

Abini Zöllner ist genau so, wie ich sie nach der Lektüre von „Schokoladenkind“ eingeschätzt habe: Eine sehr offene, ehrliche und herzliche Person mit einem ansteckenden Lachen und einem großen Herzen, die man einfach auf Anhieb gern hat :-). Sie steht mit beiden Beiden fest im Leben, ist sehr natürlich und nicht abgehoben und eine hellwache Persönlichkeit ;-). Ich habe mich sehr gefreut, dass ich sie an diesem Abend persönlich kennenlernen durfte und sie auch noch Zeit für ein kurzes Gespräch hatte und meine beiden Bücher von ihr mit einer so netten Widmung signiert hat.

Und um eines beneide ich sie ein klein wenig – und zwar um ihren Job, der auch immer mein Traumjob war und den ich mir durchs Bloggen wenigstens noch zu einem kleinen Teil erfüllen kann …

Danke für diesen wirklich tollen Lesungsabend – ich hoffe sehr, dass es ganz bald Nachschub gibt mit lesens- und hörenswerten Geschichten in dieser Art 🙂

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Veras Weekly – eine buchreiche 43. KW (… und das ganz ohne Buchmesse) ;-)

📝«Geplant»
… Lesungsbesuche 🙂
… und ich hatte so einen schönen Traum letzte Nacht: von einem großen Geldgewinn, einem Mops und mich nur noch dem Lesen und Schreiben widmen zu können – aber es war nur ein Traum, leider …

📚«Gelesen»
… „Herzfischen“ von Britta Sabbag und Maite Kelly angefangen – gefällt mir bis jetzt super, auch, weil es in meiner Ex-Heimat, dem Kölner Rheinauhafen, spielt 😉

😊 «Gefreut»
… über mein fettes Gücksschwein bei Buchverlosungen: Ich habe in den letzten 2 Wo. tatsächlich 4 Bücher gewonnen von meiner Wunschliste („Verrückt nach New York – Willkommen in der Chaos-WG“ von Katrin Lankers; „Wie ein fernes Lied“ von Micaela Jary; „Sturmgeflüster“ von Gabriella Engelmann und „Die erstaunliche Wirkung von Glück“ von Susann Rehlein) und freue mich riesig darüber – nun muss die Post mir diese nur noch irgendwann zustellen …
… darüber, dass 2 Lesungen anstehen in den nächsten 3 Wo. – darüber berichte ich dann aber erst im Nachgang 🙂
… dass es schon Interessenten für unsere Wohnung gibt, aber die wollten ungern bis März warten.

😳 «Überrascht»
… – nein, besser gesagt: vollkommen geschockt davon, dass Personen, die selbst als Nachkriegskinder in die Zerstörungen des 2. Weltkrieges hineingeboren wurden, nun danach schreien, dass die deutsche Bundesregierung zurücktreten oder gestürzt werden sollte, damit eine patriotische Regierung – zum Schutz vor der Islamisierung Deutschlands – die Macht übernimmt. Dabei wissen wir doch alle eigentlich ganz genau, wie Deutschland zuletzt aussah, als eine solche „patriotische Regierung“ an der Macht war … :-(. Darüber und auch über solche Ansichten, dass in Deutschland in 2 bis 3 Jahren sowieso alle Frauen ein Kopftuch tragen müssten und Sex-Sklavinnen für moslemische Männer wären, fehlen einem echt nur noch die Worte. Das hat mich wirklich schockiert und da steht außer Frage, wessen Ansichten bzw. eigentlich sind es nur bloße Vorstellungen, da wirklich radikal sind. Mir machen da viel weniger die Zuwanderer Angst, als die Menschen, die solche Meinungen öffentlich vertreten – ich könnte k….n …

🍴«Gegessen»
… besser gesagt gekocht: Spaghetti Carbonara mit Chorizo – ansonsten in der abgelaufenen Woche nix Besonderes.

😡 «Geärgert»
… dass in der nächsten Zeit so wenige Konzerte sind, zu denen ich gern gehen würde – so viele Künstler, die ich mal gerne live sehen würde, die aber gerade nicht in Deutschland auftreten …
… darüber, dass ich ständig (fast täglich) rechtsradikale Hass-Postings, Personen oder ebenso geartete Seiten, die Fremdenfeindlichkeit propagieren, bei Facebook melde und wirklich immer nur die traurige Info bekomme, dass die gemeldeten Seiten oder Personen nicht gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards verstoßen – was muss denn bitte passieren, damit eine Seite gegen die Gemeinschaftsstandards verstößt???

👂«Gehört»
… immer mal wieder Spotify (u. a. ein paar Lieder aus der neuen CD von Duran Duran) und meinen Berliner Radio-Sender 94,3 rs2.

💻 «Gemailt»
… mit meiner lieben Ivy, Ute, Astrid, Gabriella, Sandra G., Anke M. und noch paar mehr.

👀«Gesehen»
… dass die „Gilmore Girls“ mit einem 4-Teiler fortgesetzt werden sollen (allerdings nur über NetFlix)- nur schade, dass Melissa McCarthy nicht mehr dabei sein will. Aber ich freue mich dennoch riesig!!! Ebenso würde ich mich natürlich freuen, wenn es vielleicht nochmal ein Special von „Eine himmlische Familie“ gäbe ❤

💖 «Geknuddelt»
… same procedure as every week 😉

🏆 «Stolz»
… darauf, dass ich jetzt schon 2 Jahre in Berlin bin und wie gut mir der Umzug hierher getan hat! Hier lebe ich das Leben, das ich selbst für mich gewählt habe (auch, wenn ich auf sehr schmerzhafte Weise in dieses neue Leben geschubst wurde). Ich habe jetzt nicht mehr das Leben, das andere für mich bestimmt haben und in dem ich so lange unglücklich war! In den letzten 6 Jahren habe ich immer wieder narzisstische, egoistische und egomanische, manipulative und manipulierte Personen aus meinem Leben entlassen und das war kein Verlust, sondern hat mein Leben um einiges reicher gemacht.

💳«Gekauft»
… ein paar Second-Hand-Buchschnäppchen bei ebay – u. a. „Doitscha“ von Adriana Altaras und „Heartbeat Berlin“ von Antonia Rothe Liermann.

Rezension: Petra Hülsmann – „Hummeln im Herzen“

imageFakten:
Taschenbuch, Bastei Lübbe, erschienen: 16.09.2014, 397 Seiten, 9,99€ (auch als E-Book und Hörbuch erhältlich)

Autorin:
Petra Hülsmann, wurde am 13.04.1976 im niedersächsischen Lohne geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach dem Abitur begann sie ein Studium in Germanistik und Kulturwissenschaften in Bremen, das sie dann aber abbrach. Stattdessen absolvierte sie dann erfolgreich eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin. Sie arbeitete 10 Jahre lang als Sekretärin in einer Patent- und Rechtsanwaltskanzlei in Hamburg, wo sie auch heute noch gemeinsam mit ihrem Mann lebt, mit dem sie 2013 gemeinsam eine Reise durch Südostasien machte. „Hummeln im Herzen“ ist ihr Debüt-Roman. Am 18.06.2015 ist ebenfalls bei Bastei Lübbe ihr 2. Roman „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ erschienen.

Handlung:
Für Lena Klein bricht die Welt zusammen: 1 Woche vor der geplanten Hochzeit fällt ihrem langjährigen Freund Simon nichts Besseres ein, als dass er nun doch lieber mit Cordula aus seiner Anwaltskanzlei zusammen ist. Somit verliert Lena nicht nur den Boden unter den Füßen, sondern auch ihr Zuhause. Zum Glück kommt sie in der turbulenten WG ihrer besten Freundin Juli, die diese mit Lenas Bruder Michel als dessen Freundin, und Michels bestem Freund Ben, einem Unfallarzt und Lady-Killer, den Lena auch schon seit ihrer Kindheit kennt, teilt. Durch eine Mordsschusseligkeit in dem Trubel verliert Lena dann auch noch ihren Job als Anwaltssekretärin. Ein 3-Punkte-Plan soll aus Lena eine toughe, sexy Karriere-Frau machen und ihr an der Seite eines treuen Traummannes zu einem neuen Leben verhelfen. Aber weder mit der Karriere noch mit dem Traummann will es irgendwie so richtig klappen – und wieso geht ihr eigentlich ausgerechnet Ben, der sie ständig aufzieht, nicht mehr aus dem Kopf …?!

Fazit:
Zuerst mal: Das Buch ist ein echtes Mädchen-Buch ❤  (also eher für große Mädchen 😉 ) und hätte höchstwahrscheinlich eigentlich eher ein pink-farbenes Cover haben müssen. Aber für diesen Debüt-Roman von Petra Hülsmann hat man sich wirklich was besonders Knuffiges einfallen lassen: Ein orange-farbener Hintergrund, der an eine Retro-Tapete aus den 60er oder 70er Jahren erinnert und hinter einer Ausstanzung (die den Umschlag des Taschenbuches leider recht empfindlich macht hinsichtlich Einrisse oder Knicke) eine gehäkelte Hummel die beflockt ist. Ein Buch, bei dem die Cover-Gestaltung schon neugierig auf die Story macht – mal davon abgesehen, dass die fluffige Hummel echt zum Verlieben ist und man gleich danach greifen will.
Die 397 Seiten sind in 22 Kapitel + Epilog und Danksagung zusammengefasst. Jedes Kapitel hat zu Beginn links der Kapitel-Nr. die süße Hummel und rechts einen kurzen, humorvollen Hinweis, was einen in dem jeweiligen Kapitel erwartet – eine super Idee. Schriftbild und Kapitellänge sind auch in Ordnung.
 Mit Lena hat die Autorin einer sehr liebenswerten Protagonistin Leben eingehaucht, die man gleich zu Beginn als tragisch-komische Heldin kennenlernt, was sie aber auch gleich besonders sympathisch macht und einen Beschützerinstinkt wachruft. Auch die Nebencharaktere sind authentisch und angenehm und durchaus im realen Leben vorstellbar. Man kommt leicht in die Geschichte rein und lebt und leidet vom ersten Moment an mit Lena. Der Schreibstil der Autorin ist sehr humorvoll und das Buch voller witziger Dialoge. Besonders mochte ich auch Knut, den Taxi-Fahrer, mit seinen Tresen-Weisheiten 😉
Sicherlich bedient auch dieses Buch, wie eben die meisten Frauen-Romane, so einige Klischees, aber wenn Klischees mit so viel Sprachwitz und Humor und so charmant an die Leser/innen gebracht werden, nimmt man die doch gerne hin 🙂 …
Ich habe dieses Buch heiß und innig geliebt und hab den Schluss lange hinausgezögert, weil ich einfach nicht wollte, dass diese schöne Geschichte zu Ende ist.
Zum Ende hin war ich dann auch ziemlich gerührt und habe ein paar Tränchen verdrückt, was ich eigentlich ziemlich selten habe bei Büchern, aber die ganzen Charaktere im Buch sind mir eben ziemlich ans Herz gewachsen.
Die Geschichte ist so rund und vollkommen wie die kleine Hummel auf dem Cover – ein absolutes Wohlfühl-Buch 🙂
Petra Hülsmann hat einen tollen Debüt-Roman vorgelegt und ich freue mich schon sehr, noch mehr von ihr zu lesen.
Absolute Leseempfehlung – vor Allem für begeisterte ChickLit-Leserinnen – mit 5***** Sternen!


Veras Weekly – eine unglaublich nasse 42. KW ;-)

📝«Geplant»
… ehrlich gesagt: Gar nix 😉

📚«Gelesen»
… im Endspurt „Hummeln im Herzen“ von Petra Hülsmann – ein so tolles Buch, bei dem ich mich ungern von den Protagonisten trennen mag! Und bin mal wieder ratlos, was ich als nächstes von meinen hunderten ungelesenen Büchern lesen soll.

😊 «Gefreut»
… darüber, dass ich via Facebook so viele tolle Fotos von der Frankfurter Buchmesse zu sehen bekommen habe, was mir erspart, selbst dort zu sein. Ich liebe Bücher, allerdings nicht die Menschenmassen, die sich auf Buchmessen rund um diese und derer Autoren scharen. Da sehe ich jetzt der Veröffentlichung der Frühjahrs-Verlagsvorschauen entgegen, die ich zu Hause gemütlich am PC durchblättere und meine Wunschliste mit Neuerscheinungen befülle 😉
… darüber, dass das Semester wieder angefangen hat und endlich wieder Leben in der Uni ist und dass ich so nette Erstsemester in den Studiengängen habe, die ich betreue.

😳 «Überrascht»
… und zwar ziemlich unangenehm, dass es auch in Berlin mal mehrere Tage am Stück durchregnen kann. Das kannte ich bisher nur aus Köln – in Berlin hatten wir das in den 2 J., wo wir hier leben, noch nicht.

🍴«Gegessen»
… Freitag: Maispoulardenbrust mit Orangensauce und thailändischem, grünen Brat-Spargel; gestern: Nudelauflauf mit Rahm-Bolognese, Champignons, Erbsen, Kochschinken und mit viel Käse überbacken.

😡 «Geärgert»
… nicht nur geärgert, sondern auch unglaublich traurig darüber, dass in meiner ehem. Heimat Köln die Oberbürgermeister-Kandidatin, Henriette Reker, von einem Rechtsradikalen niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde, weil sie sich für Flüchtlinge einsetzt! Da fragt man sich wieder, in was für einem Land man eigentlich lebt, in dem Menschen sich über radikale Ansichten des Islam aufregen und als „saubere“ Deutsche mit noch viel radikaleren Handlungen darauf aufmerksam machen? Das Einzige, was ich mittlerweile ganz sicher weiß, ist, dass es keinen Sinn macht, mit solchen Menschen, die derart radikale Ansichten gegenüber Flüchtlingen, Ausländern und denjenigen, die Empathie besitzen, vertreten, in irgendeiner Form zu diskutieren! Hat man wirklich nichts  aus dem Nationalsozialismus gelernt? Nur, weil man Deutscher ist, eine hellere Hautfarbe oder eine andere Religion hat (wobei der katholische Glaube oft nicht nicht weniger extrem als der Islam ist) ist man nicht automatisch ein besserer Mensch und man kann auch nicht alle Menschen, die anderer Herkunft sind, in einen Topf werfen und unterstellen, dass sie Deutschland vereinnahmen und islamisieren werden. Macht man unseren Vorfahren etwa auch den Vorwurf, nicht in ihrer zertrümmerten und von gegnerischen Streitkräften vereinnahmten Heimat in z. B. Ostpreußen geblieben zu sein und dort um ihr Land gekämpft und etwas neues aufgebaut zu haben? Das ist so ein endloses Thema …

👂«Gehört»
… gerade jetzt beim Schreiben wieder Spotify und so tolle Lieder wie „It’s in the way that you use it“ von Eric Clapton, „Dreamtime“ von Daryll Hall, „The City“ von Patrick Wolf, „Pumped up kicks“ von Foster the People, „Waiting for a star to fall“ von Boy meets girl, „Spy in the house of love“ von Steve Winwood, „Change“ von Ray Wilson und sooo irre viele andere tolle Lieder ❤

💻 «Gemailt»
… mit gar nicht mal so vielen Personen diese Woche privat, weil ich auf der Arbeit ziemlich eingespannt war durch den Semester-Beginn.

👀«Gesehen»
… dass es am Mittwoch, 21.10.2015 eine „Zurück in die Zukunft“-Nacht in den CineMaxx-Kinos gibt, die aber leider schon ausverkauft ist hier 😦 – schaue ich mir die Filme halt wieder im TV an.

💖 «Geknuddelt»
… muss ich jetzt nicht wieder separat drauf eingehen – vielleicht sollte ich den Punkt mal hier raus nehmen 😉

🏆 «Stolz»
… dass ich jetzt, nachdem ich offenbar wirklich keine Kontaktlinsen mehr vertrage, konsequent meine Brille trage und bisher eigentlich nur positives Feedback bekommen habe.

💳«Gekauft»
… Großeinkauf bei dm – und wie immer konnte ich nicht an zwei neuen Balea-Duschgels vorbeigehen. Und anschließend waren wir noch bei XENOS, einer meiner Lieblingsläden aus Holland, der auch hier in Berlin stark vertreten ist – yeah, dort gab es meine heißgeliebten asiatischen Reis-Cracker und KitKat-Chunky Peanut-Butter.

Veras Weekly – eine staureiche 41. KW in der Hauptstadt

📝«Geplant»
… wie ich meinen Katzen klarmachen kann, dass eine Recamière in meinem neuen Lese- und Arbeitszimmer nur für mich ist und der olle Poäng-Sessel mit Hocker weiterhin Katzen-Terrain bleibt – bin aber immer noch zu keinem Ergebnis gekommen. Wahrscheinlich füge ich mich am Ende mal wieder der Meinung meiner Katzen ;-). Gern hätte ich auch noch einen Heimtrainer in „meinem“ Zimmer – den würden die Katzen nämlich definitiv nicht benutzen.

📚«Gelesen»
… „Hummeln im Herzen“ von Petra Hülsmann – ein tolles Buch, das mir beim Lesen viel Freude macht, bin jetzt zur Hälfte durch 🙂

😊 «Gefreut»
… darüber, dass ich wenigstens keine der Erbkrankheiten habe, die zu einer Thrombose führen (negativ: muss jetzt doch mind. 1/2 J. lang Blutverdünner nehmen und Kompressionsstrümpfe tragen).
… über das Belegexemplar eines tollen Romans, für den ich im Frühjahr Testleserin war – das war mal eine schöne Überraschung in meinem Postfach ❤
… über so nette E-Mails diese Woche.
… darüber, dass unsere alte Mary-Katze (erstmal heimlich, aber doch ziemlich laut) mit dem Baldrian-Mäuschen gespielt hat, dass ihr die liebe Conny mitgebracht hat. Das war so witzig, wie die fast 15 J. alte Katze Hechtsprünge gemacht hat und beim Spielen lustige Geräusche von sich gegeben hat ❤

😳 «Überrascht»
… in dieser Woche eigentlich von gar nichts.

🍴«Gegessen»
… gestern Schweinefiletmedaillons mit Steinpilz-Sherry-Soße, Parmesan-Kartoffeln und gebackenem Kürbis – unglaublich lecker (war übrigens auch ein abgewandeltes Rezept aus gleichnamiger Kochzeitschrift) …

😡 «Geärgert»
… über den Super-Mega-Stau am Donnerstag-Nachmittag in Berlin – es waren so ziemlich alle Straßen dicht, es hat geregnet und für eine Strecke, für die ich morgens weniger als 10 Min. gebraucht habe, ging es auf der Heimfahrt nicht unter 55 Min. – absolute Geduldsprobe. Irgendwie musste ich die ganze Zeit an „Falling Down – ein ganz normaler Tag“ mit Michael Douglas denken 😉 …
… darüber, dass ich zuviel über diese blöde Thrombose nachgrübele und doch irgendwie Angst habe, dass da mehr passieren könnte.
… über die entgangene Nachtruhe: Unsere Katzen haben sich diese Woche an 2 Tagen wieder selbst übertroffen und uns im Schichtdienst wachgehalten *grrr*
… dass es bei dm schon wieder neue balea-Duschgels gibt mit Winterdüften – irgendwie wird mein Schrank nicht leerer, sondern immer voller.

👂«Gehört»
… Unmengen von Staumeldungen im Radio 😉

💻 «Gemailt»
… mit Conny, Astrid, Kerstin H., Kerstin Ste., Ute K., Ivy, Silvia K., Anke M. (deren Mails mich auch immer wieder zum Schmunzeln bringen und mir damit hoffentlich einen Vorgeschmack auf ihren Roman geben).

👀«Gesehen»
… Freitag Nacht (09.10.2015) zwei interessante und tolle TV-Dokus im WDR aus der Literatur-Welt, die man aktuell noch in WDR-Mediathek anschauen kann:
„Der Bestseller-Code“ und „Story-Seller – wie Amazon den Buchmarkt aufmischt“ – ich kann jedem Buchinteressierten nur empfehlen, sich auch diese Hintergrundstories mal anzuschauen.

💖 «Geknuddelt»
… ganz besonders wieder mal meine mega anhängliche Mary-Katze, die diese Knuddeleinheiten auch immer wieder einfordert.

🏆 «Stolz»
… nichts Spezielles dieses Mal.

💳«Gekauft»
… „Herzfischen“ – der neue Roman von Britta Sabbag und Maite Kelly (hatte ich vorbestellt und er ist jetzt geliefert worden).

Rezension: Silvia Konnerth – „Mit Schirm, Charme und Kaktus“

imageFakten:
Taschenbuch, CreateSpace Independent Publishing Platform, erschienen: 31.08.2015, 281 Seiten, 9,99€ (auch als E-Book erhältlich, Preisgestaltung des E-Books variiert)

Autorin:
Die deutsche Selfpublisherin Silvia Konnerth, Jahrgang 1980, wurde in Frechen in der Nähe von Köln geboren und wuchs in Bedburg/Erft auf. Schon als Kind und Jugendliche entdeckte sie das Schreiben als ihre große Leidenschaft: Sie pflegte Brieffreundschaften auf der ganzen Welt und war Mitglied der Redaktion einer Schülerzeitung. Das Schreiben zum Beruf machte sie jedoch zunächst nicht, sondern absolvierte eine Ausbildung zur Speditionskauffrau. Der Liebe wegen verschlug es sie nach Norddeutschland, wo sie heute auch noch mit Mann und Tochter lebt. Nach der Elternzeit konzentrierte sie sich wieder auf das Schreiben und erlernte dieses Handwerk nun per Fernstudium. Mit „Knutschflecke gibt’s später“ veröffentlichte sie im Sommer 2014 im Selbstverlag ihren Debütroman.

Handlung:
Nachdem ihre Freundin Anna mittlerweile mit ihrem Verlobten Felix in München lebt und eine kleine Tochter hat, ist auch Kerstin Rother nun glücklich mit Enrico, einem italienischen Kellner. Doch der hat leider seine familiären Verpflichtungen und bricht zu einem längeren Aufenthalt nach Italien auf, um seinen Eltern bei der Rettung des familieneigenen Weingutes zur Seite zu stehen. Kerstin fühlt sich einsam und hat Sehnsucht und macht sich zu einem Überraschungsbesuch zu Enrico und seiner Familie nach Amilia auf und macht schon auf der Reise dorthin eine sehr interessante, folgenreiche Bekanntschaft. In Amilia sind nicht alle erfreut über Kerstins plötzliches Auftauchen – vor Allem Enricos Mutter, die ihren Sohn ganz für sich vereinnahmt, bringt Kerstin pure Abneigung entgegen. Während Kerstin ihr eigenes Familiengeheimnis immer gut behütet und nie wirklich aufgearbeitet hat, stößt sie in Italien auf ganz andere familiäre Abgründe …

Fazit:
Die Cover-Gestaltung ist irgendwo zwischen niedlich und ansprechend anzusiedeln und gibt eigentlich alle wichtigen Eckpfeiler des Titels auf besonders hübsche Weise wieder.
Die 281 Seiten sind in 14 Kapitel gegliedert + Prolog + Epilog sowie einem persönlichen Dank . Die Kapitel selbst haben eine sehr angenehme Leselänge und wie ihrem Debüt-Roman hat Silvia Konnerth hier erneut aufgegriffen, jedes neue Kapitel mit dem Spruch einer berühmten Persönlichkeit einzuleiten, was mir damals auch schon sehr gut gefallen hat.
Ich muss zugeben, dass ich den Debüt-Roman von Silvia Konnerth, „Knutschflecke gibt’s später“ seinerzeit sehr kritisiert habe, weil ich ihn damals als seitenlanges Beziehungsgeplänkel empfunden habe, der wenig Abwechslung bot und auf jedes Klischee aufgesprungen ist. Dennoch fragte mich die Autorin daraufhin, was mich sehr überrascht und auch sehr geehrt hat, ob ich Testleserin für ihren neuen Roman – eben dieses Buch hier – sein möchte und ich habe sehr erfreut zugesagt. Und ich muss zugeben, dass ich dieses Mal wirklich sehr angenehm überrascht wurde.
Schon der Klappentext und auch der Prolog ließen vermuten, dass hier um eine tiefergründige Geschichte geht. Die Charaktere dieses Buches sind facettenreich erarbeitet und spannende Persönlichkeiten. Anstatt nur eines Handlungsstrangs, wie in ihrem 1. Roman damals, hat die Autorin verschiedene Handlungsstränge ausgearbeitet, die sich zu dieser wirklich interessanten, humorvollen und dennoch emotionalen Geschichte bestens zu einem Ganzen zusammenfügen. Den Schreibstil der Autorin und ihre pfiffigen Dialoge mochte ich ja im Debüt-Roman schon sehr. Sehr aufgelockert wurde die Geschichte noch durch den bezaubernden Esel Alberto.
Mit ihrem 2. Roman hat Silvia Konnerth bewiesen, dass sie sehr gut mit Kritik umgehen und diese auch umsetzen kann. Sie hat sich als Autorin enorm weiterentwickelt und dieses Buch strahlt viel mehr – auch emotionale – Reife aus, als der 1. Roman von ihr, so dass ich sehr neugierig bin auf weitere Werke von ihr! Natürlich kamen auch bei mir persönliche Emotionen hoch, denn wie Kerstin ihre Oma Margi hatte, die sie immer wieder mit der italienischen Nonna verglichen hat, hatte ich meine Ersatz-Oma (Tante Billa), an die ich sehr häufig beim Lesen denken musste und die leider schon Anfang 90er Jahre verstorben ist – Gerüche, Ereignisse, Erzählungen waren auch einmal wieder sehr präsent und sie hat sich vor ein paar Tagen noch in einen Traum von mir geschlichen.
Dieser Roman ist für Herz und Seele und zeigt, wie wichtig es ist, eine eigene unglückliche Familiengeschichte hinter sich zu lassen, um selbst doch glücklich zu werden und Glück auch zuzulassen!
Von mir gibt es dieses Mal eine 5***** Sterne-Leseempfehlung für ein wirklich tolles Buch ❤

Ein ganz großes Dankeschön an Silvia Konnerth, die mir trotz meiner Kritik ihres Debüt-Romanes so viel Vertrauen entgegengebracht und mich zur Testleserin ihres neuen Buches gemacht hat – die Zusammenarbeit hat viel Freude gemacht! Ich wünsche Ihr ganz viel Erfolg für ihre kommenden Veröffentlichungen 🙂

Rezension: Abini Zöllner – „Schokoladenkind“

imageFakten:
Taschenbuch, rororo, erschienen: 03.05.2004, 255 Seiten, 7,90€ – die Print-Ausgabe ist leider vergriffen und nur noch gebraucht oder antiquarisch erhältlich, allerdings wurde das Buch am 01.07.2013 nochmal als eBook neu aufgelegt zum Preis von 7,49€

Autorin:
Abini Zöllner wurde 1967 in Berlin-Lichtenberg als Tochter eines nigerianischen Vaters, einem Journalisten, und einer deutsch-jüdischen Mutter geboren. Nach der polytechnischen Oberschule in der DDR absolvierte sie eine Ausbildung zur Friseurin, wurde Revue-Tänzerin im Friedrichstadtpalast, Model, Nebendarstellerin in Filmen und Videos und landete über einen Abendkurs an der Volkshochschule für „massenwirksames Schreiben“ als Journalistin zunächst bei der „Jungen Welt“. Seit 1991 ist sie Feuilleton-Redakteurin der Berliner Zeitung. Sie war mit dem Musiker Dirk Zöllner verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Handlung:
In ihrer Biographie „Schokoladenkind“ berichtet Abini Zöllner über ihre behütete Kindheit mit ihrer sehr liebevollen und besorgten Mutter zwischen Jungpionieren und FDJ, dem Anderssein im sozialistischen Staat, über ihren sehr ungewöhnlichen und umfangreichen beruflichen Werdegang, ihre aufreibende Ehe zu dem Musiker Dirk Zöllner, ihren bezaubernden Kindern und die vielen Wendepunkte in ihrem Leben, die nicht nur der deutschen Wiedervereinigung geschuldet sind.

Fazit:
Auf dem Cover ist – wie fast immer bei Biographien – ein Foto der Autorin – hier symbolisch umrahmt von einer Mauer.
Das Buch hat 255 Seiten mit 10 Kapiteln + Danksagung. Da jedes Kapitel immer rechtsseitig beginnt, sind manche Seiten links Seite unbedruckt. Der Schrifttyp ist angenehm gewählt und augenfreundlich lesbar.
Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit von einer lieben Freundin erhalten, die wusste, dass ich ab und zu sehr gerne Biographien mit Schwerpunkt 80er Jahre und DDR lese und meinte, dass das Buch genau das Richtige für mich sei. Und nun hatte ich mal wieder richtig Lust eine Biographie zu lesen wurde absolut nicht enttäuscht.
Abini Zöllner ist lediglich 4 Jahre älter als ich und hatte mit Mitte 20 schon viel mehr erlebt, als andere Menschen im ganzen Leben. Dies zeigt mir wieder, dass junge Leute in der ehem. DDR – wie ich es auch selbst im verwandtschaftlichen Umfeld und bei deren Freunden damals erlebt habe – viel reifer und früher erwachsen waren als im Westen. Viele junge Leute in der DDR waren mit 20 bereits verheiratet und hatten Kinder, was seinerzeit auch sehr vorteilhaft für die Vermittlung einer Wohnung war. Abini Zöller hatte, was sehr ungewöhnlich für eine DDR-Biographie ist, mit Anfang 20 schon in fünf unterschiedlichen Berufen gearbeitet. Sehr interessiert hat mich auch das damalige Leben in der DDR-Hauptstadt, da meine Verwandten eher in kleineren Städten lebten.
Abini Zöllner lässt die Leser teilhaben an ihrer linientreuen Kindheit und Jugend in der damaligen DDR, der unerschütterlichen und wunderbar harmonischen Familienbeziehung zu ihrer Mutter, die selbst in China aufgewachsen ist und berichtet ein wenig über deren Vergangenheit, aber auch zum eher gespaltenen Verhältnis zu ihrem Vater. Sie beschönigt nichts, sondern geht auch mit unschönen Situationen, Brüchen und Niederlagen in ihrem Leben sehr offen um. Einen großen Anteil der Biographie nimmt natürlich die Ehe mit dem Musiker Dirk Zöllner ein, die sehr turbulent verlief vom Anfang bis zum Ende. Sie berichtet, wie sie ihre kleine Familie auch danach noch zusammenhält und im Leben mit ihren beiden Kindern ein ganz neues Glück findet. Ich bin mir sicher, dass ich auch die Biographie von Dirk Zöllner „Die fernen Inseln des Glücks“ – sozusagen als „other side of the story“ – noch lesen werde.
Auch die Freundschaft zu Silly-Frontfrau zu Tamara Danz bis zu deren tragischen Krebstod hat nicht nur einen besonderen Platz in Abini Zöllners Herzen, sondern auch in diesem Buch, in dem auch deutlich wird, mit welchem Unwägbarkeiten Künstler während und vor Allem dann auch nach der Wendezeit zu kämpfen hatten.
Abini Zöllner beherrscht einen wunderbaren Schreibstil, der süchtig macht, mehr davon zu lesen – ihr aktuelles Buch „Hellwach – gute Nachtgeschichten und andere Schlaflosigkeiten“ habe ich gleich mal auf meine Wunschliste gesetzt. Ich hätte noch länger den Geschichten aus ihrem Leben lauschen können (bzw. diese lesen können). Sehr erfreut war ich, als ich vor einiger Zeit durch meine berufliche Tätigkeit Rubini Zöllner, Abini und Dirk Zöllners wunderbare Tochter, kennenlernen durfte, die großes Talent und Star-Potenzial von ihren Eltern geerbt hat.
Obwohl diese Biographie schon 2004 geschrieben wurde, hat sie meiner Meinung nicht an Wirkung verloren, setzt aber doch ein gewisses Interesse am Leben in der damaligen DDR voraus. Eine junge, abwechslungsreiche Biographie einer starken Persönlichkeit, die ich wahnsinnig spannend fand.
Von mir gibt es daher 5***** von 5 Sternen – für mich einfach ein tolles Buch 🙂

 

Veras Weekly – eine wunderschöne, sonnige Herbstwoche (40. KW)

📝«Geplant»
… wie ich mein Lese- und Arbeitszimmer in der neuen Whg. einrichte, nachdem wir letzte Woche nochmal auf der Baustelle waren.

📚«Gelesen»
… gerade im Endspurt: „Schokoladenkind“ von Abini Zöllner – eine tolle, spannende Biographie (Rezension folgt) – danach werde ich wahrscheinlich „Hummeln im Herzen“ von Petra Hülsmann anfangen. Brauche jetzt mal wieder eine Dosis lustige ChickLit, muss aber auch sagen, dass ich jetzt wieder sehr auf den Geschmack gekommen bin, Biographien zu lesen.

😊 «Gefreut»
… über eine wahnsinnig, liebe E-Mail von der lieben Ivy, die mich aufgebaut hat, als es mir nicht gut ging! Ich bin unendlich dankbar, dass ich hier so eine wunderbare Freundschaft geschlossen habe – aber bei so tollen Eltern (die ich ebenso ins Herz geschlossen habe) kann auch nur eine wundervolle Tochter entstehen ❤
… über die Rezi-Anfrage einer lieben Autorin, die an mich gedacht – leider nur das falsche Genre und das falsche Format (Thriller, eBook) – aber dafür kommt jetzt erstmal ein Roman der gleichen Autorin, den ich schon mit Freuden erwarte.
… über unseren Ausflug nach Steglitz zum Sonntags-Shopping – der Mann brauchte neue Jeans. Und ich war heute erstmals nach langer Zeit mal wieder mit Tageskontaktlinsen unterwegs.
… darüber, dass meine liebe Freundin Astrid so eine schöne, liebevolle und glückliche Zeit in den USA verbracht hat – ich drücke ihr von Herzen die Daumen, dass dieses Glück von Dauer ist – sie hat es so sehr verdient ❤
… über das golden-sonnige Herbstwetter – ich mag den Herbst sowieso schon so (viel lieber als die Sommerhitze) und hab mich am bunten Herbstlaub und den ganzen Kastanien, die man jetzt so findet, erfreut.

😳 «Überrascht»
… dass es immer noch Menschen gibt, bei denen man mehr Reife vermutet hätte und die bei Konflikten nicht die Chuzpe haben, ein persönliches Gespräch zu suchen und Freundschaften und Kontakte an Bedingungen knüpfen *kopfschüttel*. Aber solche oberflächlichen Leute, die nur ihnen nützliche Kontakte brauchen, will ich selbst dann auch nicht unter meinen Freunden haben – auch nicht virtuell …

🍴«Gegessen»
… Freitag die besten Burger in Berlin von ZsaZsa-Burger in der Motzstr., Samstag Saltimbocca alla Romana in Marsala-Sauce mit Rosmarin-Kartoffeln – und heute beim Sonntags-Shopping in Steglitz wahrscheinlich den letzten Erdbeereisbecher der Saison 😉

😡 «Geärgert»
… habe ich mich auch – u. a., weil eine Menge Arbeit ansteht, die ich alleine nicht schaffe. Priorität hat jetzt erstmal die neue dienstliche Internet-Seite und ein Sonderprojekt eines meiner Studiengänge, das 2016 ansteht und vorbereitet werden muss.
… dass das Leben manchmal so ungerecht ist: Wir haben letzte Woche erfahren, dass ein toller, sehr aktiver Historiker, Journalist und Autor, Claus-Dieter Steyer, den wir letztes Jahr noch bei der Vorstellung seines Buches „Geheime Orte in Berlin“ persönlich kennengelernt haben, bereits Ende August während eines Fahradurlaubs in den Dolomiten einen tödlichen Unfall hatte mit nur 59 Jahren – unser Mitgefühl gilt vor Allem seiner Familie! Er hatte so viele tolle Pläne, die er damals noch vorgestellt hat 😦
… über die angespannte Verkehrssituation in Berlin – zumindest mit dem Auto ist das manchmal echt übel.

👂«Gehört»
… einen Haufen tolle Lieder auf Spotify, das ich gerade erst für mich entdeckt habe und wo ich meine ganzen All-Time-Favourites finde ❤ – sogar die „Best of Channel 5“-CD kann ich dort hören – ich bin ich echt hin und weg (nun muss mir nur noch jemand erklären, wie ich eine persönliche Playlist zusammenstelle 😉 )

💻 «Gemailt»
… mit so einigen – mal in Kurzform, mal in Mails ausgetauscht, aber die Mail von Ivy war einfach die Herzensmail dieser Woche.

👀«Gesehen»
… wie immer nach der Arbeit die letzten 45 Min. von „daheim & unterwegs“ im WDR – immer noch meine liebste Nachmittagssendung in den 3. Programmen – aber auch wieder ganz tolle Dokus über Berlin und Brandenburg in meinem jetzigen Heimatsender RBB ❤

💖 «Geknuddelt»
… meinen Mann, meine Katzen – eigentlich wie gehabt 😉

🏆 «Stolz»
… darauf, dass ich nicht immer alles machen muss wie andere – ich hasse Anbiedern und A…kriechen und bleibe mir lieber selbst treu – auf meine Weise und in meinem eigenen Tempo. Bin froh, dass es jetzt gerade alles so ist, wie es ist 🙂

💳«Gekauft»
… eine Gratulationskarte zu einer Hochzeit, die mich mehr als eine Mittagspause gekostet hat, weil ich mich so schwer für irgendeine entscheiden konnte 😉 – hoffe, dass das Brautpaar die Karte ebenso niedlich findet, wie ich.