Rezension: Gabriella Engelmann – „Apfelblütenzauber“

imageFakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen: 01.04.2015, 385 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich
(Fortsetzung zu „Eine Villa zum Verlieben“)

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb diesem Metier auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Im Bereich Jugendbuch sind in den letzten Jahren mehrere Adaptionen von Märchen in die heutige Zeit von ihr veröffentlicht worden. Auf dem Kinderbuch-Sektor ist ihre neue Reihe „Jolanda Ahoi“ aktuell sehr erfolgreich. Als Romane sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt – auch ihr zuletzt erschienenes Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Ein sehr großer Erfolg war auch das Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. „Eine Villa zum Verlieben“ ist eine Hommage an den Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, in dem Gabriella Engelmann selbst lebt. Mit „Apfelblütenzauber“ schuf sie die 5 J. später angesiedelte Fortsetzung dazu.

Handlung:
Die drei – mittlerweile Fourtysomethings – Leonie, Nina und Stella bewohnen seit mittlerweile 5 J. schon ihre „Villa zum Verlieben“ im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel und sind glücklich mit ihrem Leben dort: Leonie arbeitet immer noch als Geschäftsführerin des französischen Restaurants „La Lune“, Nina – gelernte Floristin und seit 5 J. Einrichtungsberaterin – ist mit Alexander, dem Besitzer des „La Lune“ glücklich liiert und Stella, Innenarchitektin, ist nun glückliche Mutter der kleinen Emma und Stiefmutter des 13jährigen Moritz sowie Ehefrau des Kinderarztes Robert, der gleichzeitig der Vermieter der Villa ist. Doch plötzlich stehen offenbar unaufhaltsame Veränderungen an: Leonie verliert ihre Arbeit, weil das „La Lune“ schließen und einem Neubau weichen muss, Robert will mit Stella und den Kindern in seine Heimat Husum zurückziehen und Nina soll mit Alexander, der sich künftig als Koch- und Reisebuch-Autor betätigt, zusammenleben. Leonie versucht sich abzulenken, in dem sie viel Zeit auf dem Apfelhof und in der Pension ihrer Eltern im Alten Land verbringt, deren Leben auch nicht so apfelrosig ist, wie Leonie immer dachte und die sehr dankbar für ihre Hilfe sind. Und bei allem Stress und den Veränderungen ist Leonies Herz vielleicht doch noch offen für die große Liebe und für einen neuen Lebensweg …

Fazit:
Das Cover mit Apfelblüten und Äpfeln vor einem Holzlattenzaun ist sehr gelungen und passend gewählt – auch, weil das Cover eine Rillenstruktur hat, die die Struktur des Holzlattenzauns wiedergibt und sehr echt wirkt. Es hat sowohl etwas Rustikales, Bodenständiges, wie auch etwas Romantisches an sich.
Der Roman an sich hat 385 Seiten mit 40 Kapiteln + Epilog und Danksagung. Ein besonderes Goodie ist aber der Rezept-Teil auf den letzten Seiten des Buches sowie ein Original-Altländer Apfelkuchenrezept im Innenteil des Buches, die zum Nachkochen bzw. Nachbacken einladen. Die Schriftbild-Größe ist sehr angenehm lesbar und die Seiten nicht zu eng bedruckt – genauso wie ich es mag. Die Leselänge der einzelnen Kapitel ist wieder optimal kurz – ich mag es sowieso immer lieber, wenn Bücher in Kapitel (vor Allem in nicht zu lange) eingeteilt sind.
Als weiteres Goodie finden die Leser(innen) auf Seite 393 bis 400 eine Leseprobe von Gabriellas Roman „Sommerwind“.
Zuerstmal der Hinweis: Dieses Buch kann vollkommen unabhängig gelesen werden vom 1. Band („Eine Villa zum Verlieben“). In diesem – eigentlich 2. Teil – wird, sofern es dramaturgisch oder zum besseren Verständnis der Handlung erforderlich ist, immer wieder hinreichend auf die Ereignisse des 1. Teils eingegangen, so dass man ganz einfach in die Handlung von „Apfelblütenzauber“ hineinkommt, ohne den Vorgänger-Band zu kennen.
„Apfelblütenzauber“ spielt 5 Jahre später und ich finde sehr spannend zu sehen, wie sich die Charaktere zwischenzeitlich weiterentwickelt haben.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Leonie als Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin berichtet.
Durch dieses Buch lerne ich eine neue Region in Deutschland kennen: Die Apfelanbau-Region „Altes Land“ im Hinterland von Hamburg mit den Hauptorten Stade und Jork – eine Gegend, die ich bisher gar nicht kenne und auf die mich das Buch sehr neugierig gemacht hat, so dass ich dort gern einmal hinreisen möchte.
Diese Geschichte ist – verglichen mit dem 2. Band – noch sehr viel lebhafter und unterhaltsamer und durch die unterschiedlichen Handlungsstränge, die direkt und manchmal auch indirekt mit Leonies Leben verknüpft sind, sehr abwechslungsreich. Die Handlungsstränge kommen mitten aus dem realen Leben und wirken nicht überzogen oder konstruiert. Die Geschichte bietet von Allem etwas und ist nicht zu schnulzig – einfach ein toller Roman, dessen Lektüre glücklich macht.
Mir hat das Buch sehr viele schöne Lesestunden beschert und ich habe mich jetzt sehr ungern von den liebenswürdigen Charakteren verabschiedet und das Ende sehr hinausgezögert. Dieses Buch hat mir sogar noch um Einiges besser gefallen als der 1. Teil.
Daher gibt es von mir mit 5***** Sternen eine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an Droemer-Knaur für die Überlassung dieses tollen Romans als Rezensionsexemplar 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s