Rezension: Gabriella Engelmann – „Eine Villa zum Verlieben“

image9783426517109.jpg.33115474Fakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen: 01.04.2015 (Neuauflage mit neuem Cover zur Erscheinung der Fortsetzung „Apfelblütenzauber“), 368 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich – ich habe das Buch in der rechts abgebildeten Auflage von 2008 mit dem beflockten Cover gelesen 🙂

Autorin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb diesem Metier auch auf ihrem weiteren Berufsweg als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin treu. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Im Bereich Jugendbuch sind in den letzten Jahren mehrere Adaptionen von Märchen in die heutige Zeit von ihr veröffentlicht worden. Auf dem Kinderbuch-Sektor ist ihre neue Reihe „Jolanda Ahoi“ aktuell sehr erfolgreich. Als Romane sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt – auch ihr zuletzt erschienenes Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Ein sehr großer Erfolg war auch das Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie immer wieder in Anthologien vertreten. „Eine Villa zum Verlieben“ ist eine Hommage an den Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, in dem Gabriella Engelmann selbst lebt.

Handlung:
3 Frauen zwischen Mitte 30 und Anfang 40 in Hamburg, die unabhängig voneinander ihrem Leben neue Impulse geben wollen und jeweils eine neue Wohnung suchen, bringt das Schicksal in einer Stadtvilla in Eimsbüttel zusammen, wo die 3 zu Nachbarinnen werden. Unterschiedlicher könnten die Frauen nicht sein: Stella, Anfang 40, Innenarchitektin und durch und durch Karrierefrau mit einem Hang zu Designer-Kleidung, ihrem teuren Auto und ihrem verheirateten Liebhaber; Nina, Ende 30, Floristin und nach eInter Beziehung zu einem eitlen Schauspieler überzeugte Single-Frau; sowie Leonie, mit 36 die Jüngste der Drei, Reiseverkehrskauffrau, die sehr unglücklich ist in ihrem Beruf und von einer Familie träumt, obwohl sie sich vor nicht allzu langer Zeit erst von ihrem Jugendfreund Henning im Alten Land getrennt hat und nach Hamburg gezogen ist. Trotz der großen Unterschiede werden aus den Dreien bald beste Freundinnen, die so einige Umbrüche im Leben miteinander durchstehen werden und für die das Leben noch einige Überraschungen auf Lager hat …

Fazit:
Obwohl ich das Buch mit dem alten Cover gelesen habe, muss ich sagen, dass das neue Cover passender ist und besser zum Titel passt. Man hat sich bei der Neuauflage mit dem neuen Cover an den anderen bei Knaur erschienenen Büchern von Gabriella Engelmann orientiert und ihr somit eine „Corporate Identity“ verpasst, so dass alle Romane von ihr aus diesem Verlag vom Cover ähnlich ausschauen.
Der Roman hat in der von mir gelesenen alten Version 381 Seiten mit 36 Kapiteln + Epilog. Das Schriftbild ist von der Größe her sehr angenehm zu lesen und die Seiten nicht zu eng bedruckt. Die Leselänge der einzelnen Kapitel sind optimal kurz.
Der Schreibstil von Gabriella Engelmann, der mir damals erstmals in einer Weihnachtsanthologie schon sehr positiv aufgefallen ist, ist sehr nah am Leben und man fühlt sich als Leser gleich als Teil der Geschichte.
Die Hauptcharaktere, also die 3 Mädels Leonie, Nina und Stella sind sehr echt und authentisch und sehr sympathisch angelegt – ebenso die Nebencharaktere.
Dies ist so ein zuckerwatteweicher Frauen-Roman in dem man sich von der ersten Zeile an reinfallen lassen und in einem Zug durchlesen kann – ideal für eine lange Reise, Urlaub oder ein verregnetes Wochenende auf dem Sofa. Man muss gar nicht viel dabei denken und wird einfach durch die Story getragen.
Ich könnte mir die Geschichte sogar sehr gut als Verfilmung vorstellen – ein idealer Freitag-Abend-Film für die ARD oder Sonntag-Abend-Film für das ZDF.
Das Einzige, das mich ein wenig gestört hat, ist, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist und ich ab ungefähr Seite 100 den übrigen Verlauf der Geschichte bereits vorausgeahnt habe und es dann auch genau so gekommen ist – was aber sicher auch daran liegt, dass ich schon sehr viele Romane dieser Art gelesen habe, weil ich sie einfach mag.
Ich habe mich so gut unterhalten gefühlt, dass ich jetzt direkt im Anschluss begonnen habe, den 2. Teil „Apfelblütenzauber“ zu lesen, der 5 Jahre später spielt, weil ich einfach wahnsinnig neugierig war, was in den 5 Jahren alles passiert ist.
Ich habe das Buch gemocht und gerne gelesen und gebe hierfür eine 4****-Plus-Leseempfehlung für alle hoffnungslosen Romantikerinnen und Mädels, die einfach gern solche leichten Frauen-Romane mögen 🙂

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