Rezension: Julia K. Stein – „Vergoogelt“ (Fortsetzung zu „Liebe kann man nicht googeln“)

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Fakten:
Taschenbuch, Gmeiner-Verlag, erschienen: 05.08.2015, 373 Seiten, 12,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Julia K. Stein wurde im nordrhein-westfälischen Dinslaken im Ruhrgebiet geboren. Gleich mit 18 zog es sie nach dem Abitur in die USA, wo sie in Berkeley/Kalifornien und an der Wesleyan University ihren Bachelor in Englischer Literatur machte. Sie legte dann noch einen Magister in Philosophie in Bonn nach und promovierte. Schon während des Studiums gründete sie einen kleinen Sachbuchverlag und verlegte Ratgeber – schrieb auch später selbst Ratgeber und Sachbücher –  und gab mein Magazin für USA-Interessierte heraus. Es folgte ein Umzug nach Berlin, wo sie als Werbetexterin und Online-Redakteurin tätig war. Dann veröffentlichte und übersetzte sie Ratgeber, Sachbücher und Gedichte und lebte nochmal zwei weitere Jahre in den USA – dieses Mal an der Ostküste. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland unterrichtete sie u. a. an der Uni Bonn und der VHS München die Kurse „Kreatives Schreiben“ und „Gedichte schreiben“. Im November 2013 veröffentlichte sie als Selfpublisherin über Amazon CreateSpace ihren Jugendroman „Ich und andere uncoole Dinge in New York“. Im Februar 2014 erschien dann mit „Liebe kann man nicht googeln“ bei Gmeiner ihr erster ChickLit-Roman, zu dem sie sowohl eigene Erfahrungen als auch Gespräche mit ihren internetaffinen Freundinnen inspirierten und nun mit „Vergoogelt“ im August 2015 die Fortsetzung. Julia K. Stein ist lebt mit ihrer Familie in München.

Handlung:
Lena Heister, 34, ist nun schon fast 1 J. mit ihrem Traummann Björn, Sohn eines bekannten Medien-Unternehmers, zusammen. Längst betreibt sie nicht mehr nur so zum Spaß einen Blog, sondern verdient mit dem Bloggen über Internet-Marketing sogar ihr Geld. Nur dumm, dass ihre Gutmütigkeit mal wieder ausgenutzt wird und sie größere Geldsummen verleiht und dabei auch ungern zugibt, dass sie zwar Geld mit dem Bloggen verdient – aber eben längst nicht so viel, wie sie alle glauben lassen wollte. Neue Geldquellen müssen sich möglichst schnell auftun und das nicht nur deshalb, weil sie versprochen hatte, ein Charity-Projekt von Björn zu unterstützen. Auf der Suche nach neuen Verdienstmöglichkeiten macht Lena mit ihrer Leichtgläubigkeit ein Riesenfehler nach dem anderen. Die Möglichkeit, einen hoch dotierten Blogger-Preis zu gewinnen, weckt ihren ganz besonderen Ehrgeiz und sie ist fast nonstop online und verliert dabei irgendwie aus den Augen, was wirklich wichtig ist …

Fazit:
„Liebe kann man nicht googeln“ hat man auch hier wieder ein Cover ähnlich dem zuvor bereits bewährten gewählt, das eben wieder aussieht wie ein Tablet. Dieses Mal sind darauf zwei verliebte Vögelchen auf einer Schaukel, die an einem herzigen Baum befestigt ist, zu sehen. Die Herzen, die das Laub des Baumes darstellen, sind wieder in der gleichen Form und den gleichen rosa-roten Farbtönen gehalten wie auf dem Cover beim 1. Band.
Dieses Mal hat der Roman lediglich 373 Seiten und ein etwas größeres Schriftbild als im 1. Band, das dieses auch viel angenehmer zu lesen ist.
Die bewährte Aufteilung in Blog-Einträge anstatt Kapitel wurde beibehalten – auch hier mal kürzere und mal längere Einträge, je nach Dramaturgie, aber meist von perfekter Leselänge.
Da mir der 1. Band „Liebe kann man nicht googeln“ wahnsinnig gut gefallen hat und ich unbedingt wissen wollte, wie es in Lenas turbulentem Leben so weitergeht, konnte ich gar nicht anders, als mich lesetechnisch gleich dieser Fortsetzung zu widmen.
Beide Bücher können auch unabhängig voneinander gelesen werden, ich fand es aber auf jeden Fall bei der Lektüre dieser Fortsetzung sehr hilfreich, schon die ganze Vorgeschichte zu kennen, sonst hätten mich so einige Dinge und vor Allem Lenas Gedankengänge, die manchmal doch ziemlich crazy sind, vielleicht etwas verwirrt. Tatsache ist: Wer sich in dieser Fortsetzung wieder mit Lenas Leben beschäftigen will, braucht starke Nerven, denn bei aller Situationskomik ist Lena zuweilen eine sehr anstrengende Protagonistin 😉 – sie handelt sehr impulsiv und denkt oft erst später über irgendwelche Folgen nach, was sie auch dieses Mal von dem einen Fettnapf in den nächsten katapultiert. Dieses Mal ist sie auf der Suche nach Erfolg und zusätzlichen Einnahmequellen und macht dabei wieder so ziemlich alles falsch, was nur möglich ist.
Aber Lena ist absolut ehrlich und authentisch, nimmt kein Blatt vor den Mund und ist eigentlich ein viel zu guter und vor Allem zu gutgläubiger Mensch. Daher wird sich auch die ein oder andere Leserin auch dieses Mal in Lena wiedererkennen und mit ihr identifizieren können – ich kann es leider, was das Online-Sein und die Sorge etwas zu verpassen angeht, ganz gut – aber auch beim Thema Gutmütigkeit und sich Ausnutzen lassen kann ich mitreden 😉
Neben den bereits aus dem 1. Band bekannten Nebencharakteren, gibt es in der Fortsetzung ein paar neue Personen, die die Handlung beleben und interessanter machen – so z. B. der Yoga-Lehrer und Fitness-Blogger David oder Björns sympathische Schwester Isabel.
Es gab ein paar Handlungsstränge, die mir dann doch ein wenig zu überzogen waren, was aber auch ganz sicher daran lag, dass ich beide Bände hintereinander gelesen habe und das dann insgesamt doch etwas too much war mit Lenas Fehltritten. Aber Lena ist dermaßen menschlich, sie muss nur eben manchmal wieder etwas grob daran erinnert werden, was Priorität im Leben haben sollte.
Ich habe mich aber dennoch mit diesem Band wieder glänzend amüsiert und viel geschmunzelt – deutsche ChickLit, wie man es sich als Leserin dieses Genres wünscht.
Auch für die Fortsetzung gibt es eine 5*****-Leseempfehlung von mir – mit dem Tipp, sich den 1. Teil auch nicht entgehen zu lassen 🙂

Nochmals vielen Dank an den Gmeiner-Verlag für das Rezensionsexemplar mit der Fortsetzung zu „Liebe kann man nicht googeln“ 🙂

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2 Kommentare zu “Rezension: Julia K. Stein – „Vergoogelt“ (Fortsetzung zu „Liebe kann man nicht googeln“)

  1. Pingback: Sooo tolle Resonanz für Vergoogelt! Danke! | Julia K. Stein

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