Vorstellung der Aktion „Blogger für Flüchtlinge“ und mein Statement zur Flüchtlingshilfe

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Wie immer, wenn irgendwo Menschen und Tieren Unrecht getan und Leid zugefügt wird, merke ich mit meiner Hochsensibilität und meinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn wieder, wie hilflos ich bin, weil ich sehr harmoniebedürftig bin und darauf bedacht, dass es Allen gut geht. Daher sind die Nachrichten über die aktuelle Situation der mittlerweile unzähligen Flüchtlinge aus Kriegsgebieten wie Syrien, Somalia, Eritrea usw., jeden Tag aufs Neue schockierend (ich schreibe bewusst nicht „Flüchtlingsproblematik“, denn eine Problematik gibt es in Wirklichkeit nur an ganz anderer Stelle). Diese Menschen haben im Krieg ihre Familienangehörigen und Freunde, ihr Dach über dem Kopf und alles an Hab und Gut verloren, haben ihr letztes Geld irgendwelchen verantwortungslosen Schleusern gegeben mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in Deutschland oder in einem anderen sicheren europäischen Land und eine kräftezehrende, lebensgefährliche Flucht zu Lande und/oder zu Wasser hinter sich und kommen mit nichts in ihrer neuen Zukunft an, in der sie auch bis zu ihrer Registrierung als Flüchtling erstmal obdachlos sind und dann in einer Massenunterkunft mit hunderten anderen Menschen ohne Privatsphäre und Würde und mit schnell ausufernden hygienischen Zuständen untergebracht werden. Es ist unglaublich, dass Personen mit dem IQ eines Knäckebrots dann noch öffentlich solche Kommentare von sich geben, dass diese Menschen (die oft einen hohen Bildungsstand mit akademischen Abschlüssen als Ingenieure, Ärzte, Pharmazeuten, Anwälte, Künstler etc. haben) lediglich deutsche Sozialleistungen einstreichen wollen und deshalb doch gern das zuvor genannte Schicksal in Kauf genommen hätten. Wenn man sich mal ein klein wenig informiert und nicht alles Unsinnige nachplappert, erfährt man nämlich, dass für im Ausland lebende Kinder hier kein Kindergeld gezahlt wird, dass Flüchtlinge keine besseren medizinischen Leistungen erhalten als deutsche Arbeitnehmer, sondern lediglich eine Grund- und Notfallversorgung, oder dass sie lediglich finanzielle Hilfsmittel zur Grundsicherung erhalten (und nicht viel mehr Geld als deutsche Hartz IV-Empfänger).

Mir ist es schleierhaft, wie man Menschen, die so Schlimmes durchgemacht haben, mit so einem blinden Hass entgegentreten kann, wie es vielerorts – leider zu einem erhöhten Anteil in den östlichen Bundesländern – aktuell immer wieder passiert! Obwohl es bereits 1990 zur deutsch-deutschen Wiedervereinigung kam, sind heutzutage die Menschen, die immer noch Hassparolen verbreiten gegen Ausländer, ganz offensichtlich immer noch nicht in Gesamtdeutschland angekommen und integriert. Denn zur Einheit mit der Bundesrepublik gehörte nicht nur die westliche Konsumwirtschaft, die Möglichkeit zum Reisen und schönere Autos, sondern ebenso schon seit der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus z. B. Ostpreußen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Integration von Gastarbeitern aus Südeuropa und der Türkei in den 50er Jahren eine bunte (friedliche) Multi-Kultur. Die Flüchtlinge nehmen weder jemanden den Arbeitsplatz weg – wie man gerade lesen konnte, gibt es nämlich alleine im Bundesland Brandenburg aktuell 59.000 unbesetzte Arbeitsstellen. Ebenso wenig nehmen sie den Deutschen die Frauen weg, denn die Männer, die das behaupten, sind allenfalls das Beuteschema von Beate Tzschäpe und sie geht ja nun gerade eine langfristige Liasion mit der deutschen Justiz ein. Hass kann man nicht auf Menschen haben, die ihre Chance auf ein besseres Leben nutzen wollen (so, wie es jeder von uns in der gleichen Lage ebenfalls täte), sondern wohl mehr auf die europäische Regierung, die sich in der Vergangenheit lieber um die Wattzahlen von Staubsaugern und die Beschaffenheit von Kaffeemaschinen gekümmert hat, als um eine einheitliche und gerechte, gesetzlich geregelte europäische Flüchtlingspolitik!

Wenn man nur ein klein wenig Empathie besitzt, gehen einem diese menschlichen Schicksale sehr nahe – vor Allem auch die der Kinder, die meist unterernährt und traumatisiert sind und kein Spielzeug und keine Kuscheltiere besitzen und oft seit Langem schon keine Schule mehr besuchen konnten. Das kann einen gar nicht kalt lassen! Und wir Alle, denen es eigentlich gut geht, sind in der Pflicht, menschliche Hilfe und Unterstützung zu leisten.

Dies kann man auf die unterschiedlichste Weise tun. Während meines Urlaubs habe ich meinen Kleiderschrank durchforstet und dann in meiner Heimatstadt Berlin vier große Säcke mit gut erhaltener Kleidung, Schuhen, Handtüchern, Taschen etc. bei der Caritas-Kleiderkammer abgegeben.
Weil mir das irgendwie noch zu wenig war, habe ich vor 2 Tagen erstmals – aber wohl nicht zum letzten Mal – bei der Aktion „Blogger für Flüchtlinge“ Geld gespendet!

Näheres über diese großartige Aktion erfahrt Ihr unter dem folgenden Link: Hilfsaktion „Blogger für Flüchtlinge“.
Mir war es vor Allem wichtig, dass mit den Geldspenden nicht nur eine einzelne Organisation unterstützt wird, sondern die Spendengelder unterschiedlichen Zwecken der Flüchtlingshilfe  zugeführt werden! Aktuell sind bereits fast 78.000 € zusammengekommen – die Organisatoren dieser fantastischen Aktion (Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing) dürfen mächtig stolz sein, so viele Menschen zur Hilfe mobilisiert zu haben und so vielen Flüchtlingen dadurch neue Hilfsangebote zukommen zu lassen 🙂 – gemeinsam kann man Großes bewegen!

Weiterhin habt Ihr auf der Internet-Seite von #BloggerFuerFluechtlinge auch die Möglichkeit, Euch zu informieren, wo Ihr selbst vor Ort in Eurer Nähe persönliche Hilfe leisten könnt in Form von ehrenamtlicher Arbeit oder Abgabe von Sachspenden – wie vor Allem dringend benötigte Drogerie-/Hygiene-Artikel, Spielzeug und so vieles mehr! Dies wird für mich auf jeden Fall einer der nächsten Schritte bei der Hilfe sein. Zudem grüble ich gerade darüber nach, wie ich bei meinem und auch anderen Arbeitgebern eine eigene Aktion in die Wege leiten kann – Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit oder ähnliches.

Also – nehmt Euch ein Herz: Ab auf die Seite von http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/ und schaut in welcher Form Ihr Hilfe leisten möchtet und könnt!!!

DANKE ❤

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2 Kommentare zu “Vorstellung der Aktion „Blogger für Flüchtlinge“ und mein Statement zur Flüchtlingshilfe

  1. Du sprichst mir so sehr aus der Seele. Am liebsten würde ich diese ganzen Nazis packen und nach Syrien,… verfrachten, denn angeblich kommen ja Flüchtlinge nur zu uns, um uns „abzuzocken“. Bei uns gibt es einige tolle Projekte, damit Flüchtlinge sich willkommen fühlen – denn das ist genauso wichtig wie Spenden.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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