Rezension: Sophie Kinsella – „Shopaholic in Hollywood“

imageFakten:
Taschenbuch (Paperback = Doppelumschlag), Goldmann, erschienen 19.01.2015, 508 Seiten, 9,99€ – auch als eBook und Hörbuch erhältlich.

Autorin:
Die britische Autorin Sophie Kinsella, geb. am 12.12.1969 in London, schrieb ihre ersten Werke bereits im Alter von 24 J. unter ihrem realen Namen Madeleine Wickham. Sie arbeitete zunächst als Wirtschaftsjournalistin und schrieb in dieser Zeit unter dem Pseudonym “Sophie Kinsella” ihren ersten großen Beststeller “Die Schnäppchenjägerin” (Original: “Shopaholic”) aus der mit diesem Band nunmehr 7 Fortsetzungen umfassenden Buch-Reihe um die romantische, leicht anstrengende und chronisch shopping-süchtige Chaotin Becky Bloomwood (verheiratete Brandon), wovon der 1. und 2. Teil sogar in einem Film sehr erfolgreich auf die internationalen Kino-Leinwände gebracht wurde, mit der Schauspielerin Isla Fisher in der Hauptrolle – siehe auch dieses Cover. Band 8 erscheint in englischer Sprache im November 2015 und die deutsche Fortsetzung wird sicherlich wieder nicht lange auf sich warten lassen. Viele weitere romantische Frauen-Komödien summieren sich mittlerweile dazu und Leserinnen in der ganzen Welt können es kaum bis zur nächsten Neuerscheinung der beliebten Autorin erwarten. Mit „Schau mir in die Augen, Audrey“ veröffentlichte sie im Juli 2015 bei cbj ihren allerersten Jugendroman in Deutschland, inspiriert haben sie dazu ihren eigenen Kinder. Ihre Schwester, Gemma Townley, hat vor einer Weile ebenfalls einige beliebte Frauen-Romane veröffentlicht. Sophie Kinsella lebt mit Mann und vier Kindern in London.

Handlung:
Becky Brandon goes Hollywood: Nachdem ihr Ehemann Luke das Angebot, als Berater der Hollywood-Schauspielerin Sage Seymour zu arbeiten, angenommen hat, zieht es die kleine Familie mit Tochter Minnie in die Oscar-Metropole. Wie Becky schnell feststellen muss, ist sie nicht die einzige, die es dorthin gezogen hat: Ihre Londoner Erzfeindin Alicia hat sich ebenfalls ein neues Leben in Kalifornien aufgebaut, womit Becky in Minnies Kindergarten überraschend konfrontiert wird. In Becky wächst der Ehrgeiz, sich durch Lukes Kontakte zu DER Stylistin der Filmstars zu machen und in Ruhm zu baden. Durch ihre naive und chaotische Art merkt sie erstmal gar nicht, dass in Hollywood lange nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und sie gerät in ihrem Zwang, berühmt sein zu wollen, zwischen die Fronten – und das nicht nur in der Filmbranche, sondern auch innerhalb der Familie, ihrer Ehe und der Freundschaft zu Suze, die eigentlich als Unterstützung für Becky mit ihrem Mann Tarkie und den 3 Kindern nach LA gekommen ist. Wird Becky noch zum richtigen Zeitpunkt begreifen, was wirklich wichtig ist im Leben …?!

Fazit:
Wie auch schon beim letzten Buch von Sophie Kinsella hier wieder großes Lob an den Goldmann-Verlag für das stimmige Preis-/Leistungsverhältnis: Taschenbuch im Paperback (doppelter Umschlag beim Taschenbuch) mit knapp über 500 Seiten für 9,99€ ist qualitativ wirklich hochwertig, da solche Paperback-Ausgaben ansonsten meist für 14,95€ verkauft werden.
Auf dem Cover des Buches ist die Schauspielerin Isla Fisher, die auch in dem „Shopaholic“-Film Becky Brandon bzw. Bloomwood spielte, zu sehen mit zahlreichen Shopping-Bags und Päckchen auf einem Stern auf dem Hollywood-Boulevard steht. Der Hintergrund ist – in Abstimmung zu den anderen Pastellfarben – in hübschem Mintgrün gehalten, das Cover somit passend und ansprechend.
Die 508 Seiten verteilen sich auf insgesamt 23 Kapitel in angenehmen Schriftbild mit einem originell gestalten Dank – zwischendurch gespickt mit merkwürdigen Briefen und E-Mails von Becky und ihrem Freund, dem verrückten Designer Danny Kovitz. Leider sind die Kapitel meist sehr lang, was mir negativ auffiel, da ich eher kürzere Kapitel bevorzuge.
Ich muss sagen, dass mich bisher noch keiner der Becky Bloomwood-Romane so hin- und hergerissen hat, wie dieser – und das meine ich leider nicht immer positiv.
Mir hat sich beim Lesen öfter als einmal die Frage gestellt, ob Becky schon immer (ich bin Leserin der 1. Stunde der „Shopaholic“-Reihe) so eine selbstsüchtige Nervensäge war, die wie ein kleines Kind – ohne Rücksicht auf die Gefühle und Interessen anderer – immer ihren Willen durchgedrückt hat? Oder hab ich das bisher beim Lesen nur sehr gut ausblenden können?! Nach diesem Buch muss ich sagen, dass Becky sicherlich im wahren Leben keine Freundin von mir wäre, da ich mit ihrer Oberflächlichkeit – vor Allem dahingehend, Menschen nur nach Aussehen und dem was sie haben zu beurteilen – überhaupt nicht zurecht käme. Zwischendurch hätte ich Becky gern mal durchgeschüttelt und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, weil sie einfach nur total abgehoben ist. Wenn jemand eigentlich Wirtschaftsjournalistin ist, wie Becky ist zu Beginn der Reihe war, setzt man doch eigentlich eine gewisse Intelligenz voraus, aber die scheint sich irgendwie total verloren zu haben. War diese Naivität und das Chaos, das Becky anrichtet, zu Beginn der Reihe noch charmant, so ist es mittlerweile zuweilen doch manchmal recht anstrengend, weil schon lange nicht mehr alles so richtig witzig ist, was sich Sophie Kinsella für Beckys Leben so ausdenkt. Manchmal war da wirklich Fremdschämen angesagt.
Dennoch muss ich zugeben, dass mich dieses Buch wieder gefesselt und trotz Beckys nerviger Art gut unterhalten hat und sich locker-leicht hat lesen lassen. Die Protagonisten sind ja alle schon bekannt und geschätzt.
Es ist nicht das ganz große Highlight in der „Shopaholic“-Serie, aber hat mich sehr neugierig gemacht auf den nächsten Band, dessen Handlung sich offenbar unmittelbar an die dieses Buches anschließen wird und das ich – selbstverständlich – auch wieder lesen werde!
Irgendwie bin ich ja auch total neugierig, wie es weiter geht in Beckys Leben.
Dennoch habe ich das Gefühl, dass so viel zwanghaft eingeflochtene Komik, die manchmal eher zweifelhaft komisch ist, diese Reihe auf Dauer kaputt macht und die Story um Becky irgendwann in nicht allzu ferner Zeit vielleicht auserzählt sein wird, wenn man Becky noch mehr aberwitzige, unrealistische und schon unglaublich naive Begebenheiten widerfahren lässt. Das würde dann einfach nicht mehr passen.
Trotz allen zuvor genannten Kritikpunkten, erhält dieses Buch noch eine ganz knappe 4****-Sterne-Leseempfehlung von mir.
Aber ich würde mich freuen, wenn Becky irgendwann „Back to the roots“ findet und nicht mehr so abgehoben ist.

 

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Veras Weekly – Rückblick auf die 1. Urlaubswoche (30. KW)

📝«Geplant»           wenig – manchmal einfach so in den Tag hineingelebt – das ist fein 🙂

📚«Gelesen»          „Shopaholic in Hollywood“ von Sophie Kinsella – bin schon im Endspurt

😊 «Gefreut»          na darüber, dass wir Urlaub haben & ich den richtig genießen kann

        & über das von Ivy selbst gezeichnete, tolle Mops-Bild im Rahmen 🙂

😳 «Überrascht»    ein Rezi-Exemplar von Droemer Knaur von meiner Wunschliste – sehr schön (y)

🍴 «Gegessen»      leckeres Wiener Schnitzel auf den Wannsee-Terrassen bei Traum-Blick auf den See

        & nach langer Zeit mal wieder Waldmeister-Eis – lecker  & an der Ostsee natürlich Fisch

😡 «Geärgert»         traurig darüber, dass offenbar gerade so viele Freigänger-Katzen verschwinden

👂«Gehört»            auf der langen Fahrt nach Usedom Antenne MV & Ostseewelle

💻 «Gemailt»         mit meiner Freundin Sue in Innsbruck, die jetzt auf Mallorca weilt 🙂

👀«Gesehen»        Usedom, wo wir 1 Tag verbracht haben & noch einiges anderes Neues in Berlin

💖 «Geknuddelt»   die Ivy, die ich so lange nicht gesehen & jetzt in ihrem Kiez getroffen habe

🏆 «Stolz»              meine Amazon-Wunschliste ein wenig „entschärft“ zu haben – ich kann halt nicht alles lesen

💳«Gekauft»         ein paar schwarze, sportl. Ballerinas & ein Buch (pssst: und wieder Frucht-Duschgels bei dm, mein Untergang!

  Ich kann einfach nicht an diesen ganzen Frucht-Duschgels, -Deos, -Handcremes usw. vorbeigehen 😉 …)

Veras Weekly – und wieder ist ’ne Woche rum (Rückblick 29. KW)

📝«Geplant»           was wir während unseres 2wöchigen Urlaubs so unternehmen könnten

📚«Gelesen»          „Shopaholic in Hollywood“ von Sophie Kinsella angefangen

😊 «Gefreut»          darüber, dass wir jetzt 2 Wo. lang frei haben – juchu

😳 «Überrascht»    von einem unverhofften Rezensionsexemplar

🍴 «Gegessen»      leckeres gegrilltes Fleisch & Würstchen von der Fleischerei Bünger in Halensee

😡 «Geärgert»        über Kommentare auf facebook zum Thema „Flüchtlinge“ von Personen,

           die leider immer noch nicht begriffen haben, worum es da wirklich geht 😦

👂«Gehört»            viel Lärm vom Balkon aus & nachts vom Schlafzimmer aus – lauter Kiez hier :-

💻 «Gemailt»         mit meiner lieben Ivy & ein Treffen während meines Urlaubs vereinbart *freu* 🙂

👀«Gesehen»       dass es bei dem Friseur, wo ich dieses Mal hinwollte, schwer wird mit einem Termin

💖 «Geknuddelt»   gerade eben noch ausgiebig mit Mary – Freude, dass die Katze mit 14 J. so glücklich ist

🏆 «Stolz»              noch Einiges auf der Arbeit erledigt zu haben vor dem Urlaub

💳«Gekauft»         soweit ich mich erinnere diese Woche gar nichts …

Rezension: Claudia Brendler – „Fette Fee“

imageFakten:
Taschenbuch, dtv, erschienen: 01.01.2015, 299 Seiten, 9,95€

Autorin:
Claudia Brendler ist ein künstlerisches Multi-Talent: Sie studierte eigentlich Philosophie, Germanistik und Englisch in Frankfurt, wechselte dann aber ins musikalische Fach und studierte klassische Gitarre in Darmstadt. Dieses Studium schloss sie als staatl. geprüfte Instrumentalpädagogin ab. Sie spielte in diversen Bands unterschiedlicher musikalischer Richtungen von Punk bis Free Jazz und arbeitete als Dozentin für Gitarre an verschiedenen Musikschulen. Weiterhin ist sie eine Hälfte des nicht unbekannten Comedy-Duos „Queens of Spleens“, mit dem sie diverse Bühnenprogramme, TV- und Radio-Auftritte hatte und CDs veröffentlichte. Hinzu kommt ihre Begabung fürs Schreiben, die sie zunächst durch die Veröffentlichung von Kurzprosa, Mitarbeit an einem Bühnen-Drama sowie als Co-Autorin anderer Comedians auslebte. Seit 2012 sind verschiedene Romane (freche Frauen-Literatur) von ihr erschienen: „Eiertanz“ bei Droemer Knaur, die Fortsetzung davon „Paarungszeit“ im Frühjahr 2013, dann „Dösende Möwen“ bei Knaur im März 2014 und Anfang 2015 nun „Fette Fee“ bei dtv. Claudia Brendler lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Handlung:
Jill G. hat eigentlich alles im Leben, was man nicht gebrauchen kann: Einen unliebsamen Vornamen, der eigentlich „Gundula“ lautet; das Alter befindet sich bereits jenseits der 40; eine gescheiterte Karriere als weiblicher Comedian; eine Wohnung in Berlin-Neukölln, die sie sich aufgrund chronischen Geldmangels schon lange nicht mehr leisten kann und eine ausgeprägte Leidenschaft für Rotwein. Was sie nicht hat, ist ein konkreter Plan B. Daher lässt sie Hals über Kopf in Berlin die wenige Habe zurück, sucht spontan einen Nachmieter für ihre Wohnung und macht sich auf den Weg nach Köln. Dort will sie sich dem bekannten Comedy-Regisseur Tom Schimmerlein anbieten und quartiert sich bei ihrem Ex-Freund Armin ein. Der lebt aber nicht mehr alleine, sondern gemeinsam mit seiner 15jährigen unehelichen Tochter Felicia, ein pubertierender, übergewichtiger in sich gekehrter Teenie. Mit ihrer humorvollen neugierigen Art lockt Jill Felicia aus der Reserve und zwischen den Beiden entsteht so etwas wie Freundschaft. Was Felicia nicht ahnt, ist, dass Jill schon viel zu neugierig war und Felicias großes Geheimnis, die Flucht in eine Fantasy-Welt, in der sie eine schlanke Elfe ist, in Form von schriftlichen Aufzeichnungen entdeckt hat, womit Felicia ungewollt und ungeahnt zum Bestandteil von Jills neuesten Comedy-Programm wird, was natürlich nicht ohne Folgen bleibt …

Fazit:
Bei der Durchsicht der Verlagsvorschauen für Herbst/Winter 2014/15 ist dieses Buch u. a. wg. des ungewöhnlichen Titels  (als Cover war zum damaligen Zeitpunkt noch ein anderes, eher unauffälligeres vorgesehen) und vor allem auch wegen der sehr ungewöhnlich klingenden Story auf meine Wunschliste gewandert. Der Klappentext hat mich gleich angesprochen und neugierig auf die Story gemacht, bei der es sich mal nicht um klassische ChickLit oder eine Love-Story handelt.. Zudem fand ich es spannend, dass die Story in meiner Ex-Heimat Köln spielt .
Das Cover ist sehr gut gelungen und hat abstrakten Bezug zum Buch.
Die 299 Seiten der Geschichte auf insgesamt 30 Kapitel verteilt sind ideal – für mich sind 300 Seiten immer die optimale Länge einer Story. Die Kapitel sind von perfekter Leselänge und das Schriftbild ist angenehm.
Die Story fängt eigentlich schon sehr ungewöhnlich an und man bekommt direkt einen Vorgeschmack wie unstrukturiert und spontan Jills Leben aussieht, was sie aber erstmal nicht unbedingt sympathisch macht und sich auch noch eine Weile im Buch fortsetzt, bis man dann feststellt, dass Jill auch schon einiges im Leben hinter sich hat, angefangen bei ihrer lieblosen Kindheit und Jugend und ihrer eigenen Familie, zu der sie so gut wie gar keinen Kontakt mehr hat, bis hin zu prägenden Erlebnissen innerhalb von Beziehungen. Und als ich etwas mehr über Jills bisheriges Leben wusste, habe ich sie auch besser verstanden, zumal ich ein Parallelen zu meinem Leben feststellen konnte. Dadurch kommen auch emotionale Momente in dem Buch nicht zu kurz.
Felicia ist auch – von ihrem Übergewicht mal abgesehen – kein untypischer Teenie: Unverstanden und unzufrieden mit sich und der Welt und umgeben von Menschen, die sie nicht verstehen – vor Allem einem besorgten Vater (Armin), der vorher nie großartig Kontakt zu seiner Tochter hatte und versucht alles aufzuholen und gutzumachen, was er in den Jahren zuvor versäumt hat. Hinzu kommt noch ihr Fantasy-Spleen, der auch einen großen Anteil an der an sich runden Geschichte hat. Da ich selbst nicht gerne Fantasy lese und damit nicht viel anfangen kann, war mir dieses Abdriften in Felicias Traumwelt manchmal ein wenig zu viel. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt.
Auch die Nebencharaktere sind realistisch entworfen und ergänzen die Geschichte bestens.
Man merkt beim Lesen auch, dass Claudia Brendler Ahnung von den Themen hat, die sie im Buch verwertet hat: die deutsche Comedy-Szene, Gitarre (Felicia spielt ja auch Gitarre), Schulen usw.
Insgesamt ein tolles Buch mit einem wahnsinnig interessanten und gut durchdachtem, sich entwickelnden Plot abseits des Mainstream.
Hierfür eine 4****-Leseempfehlung von mir.

DANKE an dtv für die Überlassung dieses Rezensionsexemplars!!!

Veras Weekly – ich blicke zurück auf die vergangene Woche (28. KW)

📝«Geplant»           die Küche in der Wohnung, die wir vielleicht beziehen werden

📚«Gelesen»          „Fette Fee“ von Claudia Brendler, womit ich jetzt fast fertig bin

😊 «Gefreut»          darüber, dass die 1-tägige Bootstour mit Freunden nun feststeht im Urlaub

😳 «Überrascht»    von lieber Buchpost „Cottage mit Kater“ – Danke Hermien für diese Freude ❤

🍴 «Gegessen»      leckeren, selbst gemachten Kartoffelauflauf

😡 «Geärgert»        verdörrte Weihnachtsgestecke auf Papas Grab & die Verwandten hauen auf den Putz

👂«Gehört»            gestern Abend noch im TV Amy Grant, seit „Lead me on“ eine meiner Lieblingssängerinnen

💻 «Gemailt»         mit Marion, Gaby, Kerstin H., Anja, Frauke P., Silvia u. a.

👀«Gesehen»        dass es für Nena im November in Berlin leider keine guten Plätze mehr gibt 😦

💖 «Geknuddelt»   Gruppenknuddeln: 2 Personen (Mann & ich) + 2 Plüsch-Persönlichkeiten 😉

🏆 «Stolz»              vor mehr als 5 J. meine Konsequenzen gezogen zu haben, damit es mir besser geht

💳«Gekauft»          2 grüne Duschvorleger, damit die Sets endlich komplett ist 🙂

Veras Weekly – persönlicher Short-Cut-Wochenrückblick (27. KW)

📝«Geplant»           wie die Entscheidung zu einem Umzug nun ausfallen könnte oder nicht

📚«Gelesen»          angefangen mit „Fette Fee“ von Claudia Brendler

😊 «Gefreut»          weil ich jetzt nur 2 Wo. bis zum Urlaub arbeiten muss

😳 «Überrascht»    von einer Postkarte aus Mexiko von meiner liebsten Ex-Kollegin Miri mit tollen News

🍴«Gegessen»       lecker Gegrilltes von unserem Weber-Elektro-Grill

😡 «Geärgert»        mal wieder über die biologische Ex-Familie: bei der Nichtanschaffung eines Grabsteins

          hat damals schon deren Geiz ist geil-Mentalität gesiegt & dann höre ich, dass sich auf dem

          pflegefreien Urnengrab noch vertrocknete Weihnachtsgestecke befinden – traurig …

👂«Gehört»           die Stimme meiner liebsten Ersatz-Mama, der ich zum Geburtstag gratuliert habe

💻 «Gemailt»         mit meiner Freundin Sue in Innsbruck – Freundschaft seit 1985 & mit Annettchen :-*

👀«Gesehen»        nochmals den Rohbau der anvisierten Whg.

💖 «Geknuddelt»    ganz viel Mary, die auch bei der Hitze ihre Knuddeleinheiten einklagt 😉

🏆 «Stolz»               trotz Hitze und sehr viel Arbeit die Woche überstanden zu haben

💳«Gekauft»          Crocs im Online-Shop nach einem Gespräch über Crocs mit einer netten Kollegin, die mir am

          nä. Tag berichtete, ebenfalls nach unserem Gespräch dort bestellt zu haben *lol*

Rezension: Corina Bomann – „Ein zauberhafter Sommer“

imageFakten:
Einband (Hardcover), Verlag Marion von Schröder (Ullstein-Gruppe), erschienen am 08.06.2015, 379 Seiten, 14,00€

Autorin:
Corina Bomann wurde am 07.03.1974 in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und lebt heute in Berlin. Sie dachte sich schon in der Kindheit gern Geschichten aus, die sie dann auch niederschrieb und von denen sich einige heute abgedruckt in Büchern wiederfinden. Unter ihrem eigenen bekannten Namen schreibt sie hauptsächlich Erwachsenen-Romane – hier u. a. Historien-Romane;  Bücher, die in fernen Ländern am anderen Ende der Welt spielen; Geschichten, deren Handlungsort in ihrer mecklenburgischen Heimat liegt; aber auch Jugendbücher. Für das Schreiben in weiteren Genres verwendet sie Pseudonyme. Weitere Infos zur Autorin und ihren Werken sind auf ihrer Homepage zu finden: http://www.corina-bomann-online.de/Corina_Bomann_-_Schriftstellerin/Corina_Bomann_-_Schriftstellerin.html

Handlung:
Die junge Biologie-Studentin Wiebke aus Berlin flüchtet nach einer missratenen Prüfung, der Beendigung ihrer Beziehung und der nervigen Schwärmerei ihrer Freundin für deren neuen Freund den Sommer über an die Müritz zu ihrer Tante Larissa. Die Beiden hatten längere Zeit keinen Kontakt mehr und die Einzelgängerin Larissa wird in ihrer andauernden schwierigen Lebenssituation von Wiebkes Besuch überrumpelt und vor neue Herausforderungen gestellt. Kann sie sich ihrer Vergangenheit endlich stellen und Wiebke aufklären, was damals das schwesterliche Verhältnis zu Wiebkes Mutter zerstört hat?! Wird dieser Sommer mit seinen überraschenden Begegnungen das Leben nochmal drehen für Larissa?! Und auch Wiebke muss sich über so Einiges klar werden, was ihre Zukunft angeht …

Fazit:
Das Cover mit der herzigen Schale gefüllt mit Brombeeren und Himbeeren wirkt sehr romantisch – drumherum filigrane Zeichnungen von Blüten und Erdbeeren – so etwa stellt man sich die Malerei auf den Hochzeitsschuhen vor, die Larissa bemalt – diese Zeichnungen setzen sich im Innenumschlag fort. Sehr gelungen finde ich den Schnitt mit den abgerundeten Ecken, wodurch das Buch optisch zu einem Hingucker wird. Aber für einen Einband wirkt es insgesamt eher günstig produziert, weil es keinen richtigen Außenumschlag gibt.
Die Story umfasst 379 Seiten, verteilt auf 41 Kapitel + Prolog und Epilog – in angenehmster Lese-Länge und in gutem Schriftbild. Der Schreibstil ist flüssig. Lediglich Namensverwechslungen sind mir ein paar Mal aufgefallen.
Von Corina Bomann hatte ich bisher nur den Weihnachtsroman „Eine wundersame Weihnachtsreise“ gelesen, der mir wirklich sehr gut gefallen und mich total begeistert hat. Da ich am liebsten Bücher lese, die in Deutschland spielen und da auch gerne an den nicht üblichen Handlungsorten (also die Großstädte), hat mich dieser Roman von Corina Bomann beim Studieren der Verlagsvorschauen gleich angesprochen und ist auf meine Wunschliste gewandert. Bei Vorablesen hatte ich dann Glück und konnte ein Exemplar noch vor dem eigentlichen Erscheinungstermin gewinnen, was mich sehr gefreut hat.
Doch beim Lesen ist bei mir irgendwie nicht so die rechte Freude aufgekommen: Gleich zu Beginn bin ich schon irgendwie nicht so richtig in die Geschichte eingestiegen – ich habe es darauf geschoben, dass ich zuvor zwei wahnsinnig lustige Bücher gelesen habe, die ich ganz toll fand und dieses hier eben vom Stil her ein ganz anderes Buch ist.
Aber irgendwie plätscherte die Geschichte dann ohne großartige Highlights vor sich hin und für die Protagonistinnen habe ich auch nicht so recht Sympathien aufbringen können.
Der Geschichte hat irgendwie Pep und Humor gefehlt und alles blieb, trotz der schönen mecklenburgischen Landschaft, die leider auch nur sehr oberflächlich und eingeschränkt beschrieben wird, ein wenig farblos und vorhersehbar.
Am Ende wird dann ein Feuerwerk an HappyEnd-Klischees aufgeboten – blitzschnell, alles auf einmal und alle sind glücklich und zufrieden – da hat nur noch die obligatorische Schwangerschaft, die sonst so gerne als HappyEnd in Liebesromanen verwendet wird, gefehlt – aber Babies gab es ja zuvor auch schon bei den tierischen Mitwirkenden.
Leserinnen, die gern so richtig schmachtige Liebesromane lesen, haben ganz sicher ihre Freude an dem Buch, das von mir trotz der Vorfreude darauf leider nur 3*** Sterne bekommen kann.
Mich persönlich konnte es leider nicht verzaubern, aber ich wünsche der Autorin natürlich, dass es vielen anderen Leser(inne)n damit anders geht, denen es besser gefällt als mir!