Rezension: Tanja Janz – „Strandperlen“

imageFakten:
Taschenbuch, Mira-Taschenbuch (mtb), erschienen: 11.05.2015, 281 Seiten, 9,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jahrgang 1974, lebt mit ihrer Family und zwei Katzen in Gelsenkirchen und ist bekennender Schalke-Fan. Mittlerweile ist sie freie Autorin – den Wunsch zu schreiben hatte sie schon als Kind. Der Weg dahin führte sie über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Leiterin eines Nachhilfeinstitutes und freie Dozentin an der VHS. Über ihre lustigen, aber leider auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und die Irrungen und Wirrungen im deutschen Bildungssystem hat sie 2013 das Buch „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie als Autoren-Duo zum Einen unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“, die mittlerweile drei Bände umfasst. Außerdem verwirklichten die beiden ABBA-Fans unter dem Pseudonym „Jana Fuchs“ mit dem Roman „Dancing Queens“ ihren Traum von einem Buch mit Bezug zu ihrer schwedischen Lieblingsband. „Strandperlen“ ist der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz.

Handlung:
Für die beiden, bisher nicht miteinander bekannten Cousinen Insa Bergmann, Frittier-Fachkraft mit Archäologie-Diplom in der Pommes-Bude ihrer Eltern in Gelsenkirchen, und Stephanie Zurhausen, verwöhnte, betrogene Anwaltsgattin aus Düsseldorf und Mutter des hochbegabten, 8jährigen Paul-Justus kommt der mysteriöse Brief eines Anwalts aus dem Nordsee-Ort St. Peter-Ording gerade Recht, um den Schicksal zu entweichen. Als die Beiden sich beim Anwalt kennenlernen, erfahren sie, dass ihre ihnen eigentlich unbekannte Tante Lilo Ampütte ihnen den Pachtvertrag der „Strandperle“ vermacht hat, damit sie selbst in Europas Süden ihre Arthritis kurieren kann. Davon ausgehend, dass es sich bei der „Strandperle“ um ein schmuckes Strandhotel und nicht um einen in die Jahre gekommenen Campingplatz handelt, treten die beiden Mädels ihr „Erbe“ an. Nach der ersten Ernüchterung und helfenden männlichen Händen packen die beiden die Gelegenheit beim Schopf und starten sowohl ihr eigenes Leben als auch die „Strandperle“ betreffend einen Neuanfang an der Nordsee. Aber Unwägbarkeiten männlicher und sonstiger Natur lassen nicht lange auf sich warten …

Fazit:
Zuerstmal  muss ich sagen, dass das wieder ein Buch ist, auf das ich mich seit der ersten Ankündigung total gefreut habe.
Das tolle Cover mit blauem Sommerhimmel, Leuchtturm, Nordsee, Dünen und einem coolen alten Wohnwagen macht gleich Lust darauf, sich selbst auf den Weg an die See zu machen.
Die Geschichte selbst hat 281 Seiten, verteilt auf 25 Kapitel + Epilog in großzügigem, angenehm lesbarem Schriftbild und perfekter Kapitel-Länge. Von Seite 283 bis 299 ist dann nochmal eine Leseprobe für den Roman „Wolfgang muss weg“ von Cathrin Moeller zu finden.
Sowohl bei der Ankündigung von Tanja Janz auf ihrer Facebook-Seite als auch bei der Lektüre der Verlagsvorschau war mir klar, dass ich den Roman unbedingt lesen muss und habe ihn gleich vorgezogen.
Da ich ja besonders gerne deutsche Romane mag, die nicht an den üblichen verdächtigen Orten wie Hamburg, Berlin, München, Köln, Stuttgart spielen, konnte mich dieser Handlungsort gleich begeistern.
Die Basis des Romans sind ein paar starke Frauen, die auch nach Enttäuschungen einen Neuanfang nicht scheuen: Tante Lilo mit ihrer Arthritis auf Ibiza, die betrogene und an Luxus gewöhnte Anwaltsgattin Stephanie mit ihrem Sohn und die Diplom-Archäologin Insa, die als Köchin im Imbiss ihrer Eltern in Gelsenkirchen auf einen Lichtblick in ihrem studierten Beruf gewartet hat mit dem maroden Campingplatz in St. Peter-Ording. Der humorvolle und angenehme Schreibstil von Tanja Janz, eine Prise Romantik, ein wenig Spannung und die plastische Schilderung des schönen Nordsee-Panoramas in St. Peter-Ording lassen einen beim Lesen durch die Story reisen und runden die Geschichte zu einem angenehmen Lesevergnügen ab.
Stephanie und Insa sind zwei sehr sympathische Protagonistinnen – echte Power-Frauen – und auch die Nebencharaktere hinterlassen (bis auf Stephanies zukünftigen Ex-Mann) keinen unangenehmen Eindruck.
Auch, wenn die Geschichte vielleicht an manchen Stellen ein klein wenig vorhersehbar ist und das Ende für meinen Fall leider viel zu schnell kommt, so hatte ich viel Freude beim Lesen und hab mich ungern wieder aus der Geschichte hinauskatapultieren lassen. Leser von Frauen-Romanen mit Humor kommen hier voll auf ihre Kosten – ein idealer Urlaubsschmöker für den Tag an Strand oder Pool.
Tanja Janz hat bereits angekündigt, dass ein weiterer St. Peter-Ording-Roman in Arbeit ist und ich würde mich freuen auf ein Wiederlesen mit den bekannten und lieb gewonnenen menschlichen und tierischen Charakteren aus diesem Roman – zumindest in Nebenrollen 😉
Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen und gebe hier eine 4****-Sterne-Leseempfehlung und hoffe, dass es noch viele andere begeisterte Leser(innen) findet 🙂

 

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