Mein „außerbuchiges“ Leseverhalten ;-)

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Heute gibt es nach längerer Zeit mal wieder einen Artikel bzw. eine Kolumne von mir und zwar zu einem Thema, zu dem ich mich ganz zu Anfangszeiten meines Blogs schon mal ausgelassen hatte – im Januar 2013 „Das gedruckte und illustrierte Wort“ (das Foto zum damaligen Bericht ist leider in den Weiten des WWW verschollen 😉 …).

Seither hat sich allerdings nicht nur mein Leseverhalten hinsichtlich Presseerzeugnissen deutlich verändert, sondern eigentlich mein ganzes Leben inkl. Wohnort, Job usw. und ich finde, dass das Lese-Verhalten auch immer ein wenig abhängig ist von der aktuellen persönlichen Situation.

Ich bin ja immer noch der Meinung, wenn man gerne liest, sollte man eigentlich für alle publizierenden Medien offen sein und nicht ausschließlich für Bücher, weil man sich da viel zu sehr auf das fiktionale Geschehen beschränkt und das Leben spielt sich ja nun mal nicht nur in erfundenen Geschichten ab …

Und nur weil man auch mal gerne Zeitschriften liest, verblödet man nicht gleich – das würde eher passieren, wenn man nicht alle Kanäle des Informationsflusses nutzen würde, wenn man Interesse am Geschehen hat. Das wäre in etwa das Gleiche, als würde man jedem TV-Zuschauer unterstellen, nur Trash-TV zu schauen oder in seinem eigenen Unwissen gleich noch das ganze TV-Programm als Trash abzutun und sich dann, weil man diese Meinung hat, eben auch mal interessante, lehrreiche Doku-Sendungen entgehen zu lassen, von denen man sogar noch etwas lernen könnte 😉

Dazu muss ich allerdings sagen (wie auch schon im eingangs erwähnten Artikel bereits erwähnt), dass ich seit frühester Kindheit eine hohe Affinität zum gedruckten Wort habe und damit auch zu Presse-Erzeugnissen – ansonsten blieb dem damaligen Informationsbedürfnis ja nur noch Radio und TV.
Hinzu kam in meiner Jugend bereits ein ganz hohes Informationsbedürfnis in unterschiedlichsten Sparten. Wenn man irgendwo Broschüren zu irgendwelchen Themen anfordern oder mitnehmen konnte, dann tat ich das meistens. Und ich war mit 16 bereits Abonnentin des Pressespielgels aus Zeitungen und Zeitschriften der DDR der vom Gesamtdeutschen Institut in Berlin herausgegeben wurde, weil ich auch, wenn wir bei unseren Verwandten in der ehem. DDR zu Gast waren, mitreden und informiert sein wollte. Und auch ansonsten war ich immer sehr interessiert aufzusaugen, was in der Welt so passierte oder Neues kennenzulernen.

Noch heute beginnt für mich der Tag damit, dass ich meine abonnierte Tageszeitung aus dem Briefkasten fische – ich gehöre zu jenen altmodischen Menschen, für die der Tag nicht ohne ein solches, nach Druckerschwärze riechendem Exemplar beginnt – und fest in meinen Tagesablauf integriert ist in der Mittagspause auch das Ausfüllen des Kreuzworträtsels in jener Tageszeitung.
In Köln habe ich jahrelang zwischen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Kölnischen Rundschau“ hin- und her geswitcht, bevor ich dann beim Stadt-Anzeiger hängen geblieben bin, der sich in den Jahren vor meinem Umzug nach Berlin auch kontinuierlich positiv weiterentwickelt hat.
Hier in Berlin ist es nun die „Berliner Morgenpost“ – wobei ich sagen muss, dass das schon immer meine Lieblingstageszeitung in Berlin war, auch als ich noch nicht hier gelebt habe, denn sie ist kein Boulevard-Blättchen und journalistisch eher anspruchsvoll und bietet viele Regional-Infos.
In Berlin ist allerdings oft Wohnort oder Herkunft abhängig davon, welche Tageszeitung man liest: So ist es im Ostteil der Stadt wohl lieber die „Berliner Zeitung“ und das Boulevard-Blatt „Berliner Kurier“, während im Westteil der Stadt als Pendant die „Berliner Morgenpost“ und die „b.z.“ gegenüberstehen. In die Boulevard-Zeitungen schaue ich aber, wenn überhaupt, lediglich online mal rein.

Als eifrige Buch-Leserin, um immer über die Neuerscheinungen informiert zu sein, habe ich das „LoveLetter-Magazin“ abonniert, das es leider im regulären Zeitschriften-Handel kaum zu kaufen gibt und mit dem Abo erspare ich mir die aufwändige Suche danach.

An Frauen-Zeitschriften lese ich heute lediglich noch zwei monatlich erscheinende Magazine – und zwar: das REWE-Magazin „Laviva“, dessen günstiger Preis von 1 Euro sich durch im Magazin enthaltenen Produktgutscheine sich schon wieder mehr als refinanziert und das wirklich praktische Tipps enthält. Und dann – seit nunmehr 10 J. schon – die seinerzeit zufällig auf dem Flughafen auf dem Weg nach Spanien entdeckte „myself“. Die hat wirklich tolle Berichte und weicht von den üblichen Frauenzeitschriften auch ein wenig ab.
Beim Einkauf schaue ich in Zeitschriftenregalen auch immer mal in die Inhaltsverzeichnisse anderer Zeitschriften hinein, aber kaufe diese wirklich nur noch, wenn mich darin irgendein Bericht besonders interessiert. In den meisten Zeitschriften wiederholen sich die Themen eh mit der Zeit immer wieder, daher kennt man irgendwann alles. Außerdem muss man ja auch noch Kapazitäten haben, was man im Wartezimmer beim Arzt oder beim Friseur so lesen kann 😉 …
Was ich jedoch grundsätzlich nicht lese, sind solche Frauenzeitschriften wie „Bild der Frau“ oder deren ganzen optischen und thematischen Zwillinge – irgendwie wird da mehr so die Generation 50+ und „Nur-Hausfrau“ angesprochen, finde ich …
Für manche ist das Lesen von Frauenzeitschriften eh ein wenig verpönt, weil sie sich auf Bücher beschränken – aber dabei sollte man selbstverständlich auch nicht vergessen, dass genau die Autorinnen, deren Bücher man so gerne liest, im Nebenberuf auch noch journalistisch tätig sind (teilweise auch unter Pseudonymen) für eben genau solche Frauenmagazine – und damit meine ich nicht die Hausfrauenblättchen, sondern vom Themenspektrum her schon die anspruchsvolleren und inhaltsreicheren wie „Cosmopolitan“, „Freundin“, „Petra“, „Maxi“, „Brigitte“, „Für Sie“ usw. :-). Für manche Autorinnen war dies der Anfang ihrer schreibenden Laufbahn und wiederum andere verdienen auch heute noch ihren Haupt-Lebensunterhalt bei der Presse. Ich finde, wenn man Frauenzeitschriften derart pauschalisiert, dann wertet man die Arbeit der Autorinnen damit ebenfalls ab, die darin – neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit – durchaus sehr intelligente und anregende Berichte und Kolumnen veröffentlichen.
Außerdem schließt sich der Kreis auch an dieser Stelle damit, dass man „ausgerechnet“ in Frauenzeitschriften oft ganz tolle Buch-Tipps findet!

Wie man auf dem Foto sieht, haben vor Allem die monatlich (oder seltener erscheinenden) Kochzeitschriften eine große Bedeutung bei meinem Zeitschriften-Konsum: Die „Lecker“ habe ich abonniert und die „Chefkoch“ kaufe ich auch jeden Monat (und ab und zu noch solche Nebenerscheinungen wie die „deli“). Kochen ist ein großes Hobby von uns und das wird jedes Wochenende aufs Neue zelebriert: Rezepte sorgfältig ausgewählt, Zutaten eingekauft und liebevoll zubereitet! Kochen hat für uns nichts mit Lebensmittelbeschaffung und Sättigung zu tun, sondern mit Genuss (was man uns auch ansieht 😉 …). Und es macht immer wieder Spaß neue Rezepte auszuprobieren.

Auch, wenn das Lesen von Büchern mittlerweile den Löwenanteil an meinem „Wort-Konsum“ hat, so hat für mich jedes Medium (Presse, Buch, TV, Radio, Film, Internet) auf seine Weise und aus ganz individuellen Gründen seine Daseinsberechtigung und ich bin wirklich froh darüber, heutzutage Informationen und Wissen aus so vielen verschiedenen Quellen schöpfen zu können und meine Meinungsbildung durch unterschiedlichen Medien zu formen.

Egal, welche Medien Ihr selbst bevorzugt: Ich wünsche Euch viel Spaß bei der Nutzung dieser Medien und beim Lesen überhaupt 🙂

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Ein Kommentar zu “Mein „außerbuchiges“ Leseverhalten ;-)

  1. Ich lese überwiegend Bücher, gehöre aber auch noch zu dieser, scheinbar aussterbenden Spezies „MorgensbrauchichKaffeeundZeitung“ 😉 Zeitschriften lese ich sehr, sehr selten. Ich schaue schon mal in „Welt der Wunder“ rein, dass bekommen meine Kinder, und vielleicht noch in „Bücher“ und „Loveletter“ (haha, ich weiß…) Ansonsten brauch ich sowas nicht.
    Viele Grüße

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