Rezension: Daniela Nagel – „Irgendwas ist doch immer!“

imageFakten:
Taschenbuch, blanvalet, erschienen: 19.01.2015, 352 Seiten, 8,99€

Autorin:
Daniela Nagel, Mutter von fünf Kindern, geboren 1977 in Köln, hat an der Fernuniversität Hagen Neuere Deutsche Literatur und Philosophie studiert. Während des Studiums schrieb sie bereits Drehbücher für die ZDF-Serie „Streit um Drei“ sowie ein erstes Spielfilmdrehbuch. Sie gründete eine Familie und schloss während dieser Phase ihr Studium mit ihrer Magisterarbeit, die ebenfalls das Thema „Drehbücher“ behandelte, erfolgreich ab. Sie schrieb u. a. Filmkritiken für das Online-Portal „Cinezone“ und Werbetexte für „Kino & Co.“. „Irgendwas ist doch immer!“ ist ihr 2. Roman und gleichzeitig die Fortsetzung zu „Das Leben ist kein Kindergeburtstag“. Außerdem hat sie das Sachbuch „Fünf Kinder? Sie Ärmste!“ veröffentlicht, mit dem Untertitel „Ein Survival-Guide für gelassene Mehrfachmütter“. Mit Mann, Kindern und Haustieren lebt sie im rechtsrheinischen Köln und gibt gemeinsam mit der Autorin Britta Sabbag Schreibseminare.

Handlung:
Alice und Eve verbindet so Einiges miteinander: Sie sind nicht nur Nachbarinnen, sondern auch beste Freundinnen, beide verheiratet und (fast immer glückliche) Mütter – Eve sogar von munteren, schulpflichtigen Drillingen. Eve hat Alice (Lektorin und Autorin) seinerzeit, bevor Alice selbst Mutter wurde, mit Tipps für ihren Mütter-Ratgeber versorgt. Die beiden verbindet aber ebenso ihre Selbstzweifel und der Wunsch, Allen und Allem immer gerecht werden zu wollen. wozu neben Kindern und Ehe auch die berufliche Entwicklung gehört und da wird es Müttern nun mal nicht leicht gemacht. Aber es wäre doch gelacht, wenn die beiden Power-Frauen, jede auf ihre Weise, nicht auch diese Hürde meistern …

Fazit:
Sowohl die Farb- als auch die Motivgestaltung ist harmonisch und ansprechend ausgewählt. Mintgrün – im Hintergrund – ist eh einer meiner Lieblingsfarben und die beiden Nuckelflaschen, die miteinander anstoßen und die Sternchen drumherum versprechen eine spritzige und muntere Story, ohne allzu viel über den exakten Inhalt preiszugeben.
Die 352 Seiten sind in viele kleine Kapitel – die immer abwechselnd aus der Sicht von Alice und Eve berichten – unterteilt. Bei den Kapiteln hätte ich es besser gefunden, wenn darüber gestanden hätte, aus welcher Sicht gerade berichtet wird, auch wenn sich das mit der Zeit selbstverständlich ergibt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und kurzweilig und das Lesen macht richtig viel Freude! Gerade durch die Kürze der Kapitel, hat man immer gerne nochmal ein Kapitel angehangen, einfach, weil man beim Lesen so viel Spaß hatte und sich bestens unterhalten gefühlt hat.
Das Buch stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste und umso größer war meine Freude, dass LovelyBooks in Zusammenarbeit mit blanvalet und Daniela Nagel hierzu eine Leserunde veranstaltet hat, auf die ich mich gleich mal beworben habe und auch das Glück hatte, ausgelost worden zu sein.
Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung von „Das Leben ist kein Kindergeburtstag“ und obwohl ich diesen 1. Teil leider bisher nicht gelesen hatte, bin ich ohne Vorkenntnisse sehr gut in die Story reingekommen und hatte keine Probleme, dem Inhalt zu folgen, so dass dieses Buch auch problemlos als „in sich abgeschlossen“ bezeichnet werden kann und beide Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich habe mir den 1. Teil jetzt aber auch noch geordert, weil mich dieses Buch hier so begeistert hat, dass ich unbedingt auch noch wissen will, wie alles angefangen hat mit Alice und Eve.
Obwohl ich selbst keine Kinder habe, hatte ich großen Spaß dabei, mit dem Buch mal ein wenig in die Welt der Mütter hinein zu schnuppern und fand die Geschichte und Lebensumstände der beiden vollkommen realistisch und aus dem Leben gegriffen, da ich vieles davon selbst auch aus dem Bekanntenkreis kenne. Alice und Eve sind beide auf ihre Weise zwei sehr sympathische Power-Frauen, bei denen es trotz dem ein oder anderen Problemchen Spaß macht, sie ein wenig zu begleiten. Die beiden Charaktere sind so konzipiert, dass man sie sich auch im eigenen Freundeskreis wünschen würde, weil es sich um so angenehme Persönlichkeiten handelt.
Besonders schmunzeln musste ich immer über die witzigen Kommentare oder Fragen von Eve’s Drillingen – einfach göttlich 🙂
Man merkt, dass Daniela Nagel selbst Mutter ist und bestimmt so Einiges aus ihren eigenen Erfahrungen beisteuern konnte.
Da ich selbst früher in Köln gewohnt habe und dieses Buch in dem Kölner Stadtteil spielt, wo ich gearbeitet und meine Mittagspausen verbracht habe, habe ich mich da bestens aufgehoben gefühlt und kannte viele Orte aus der Live-Ansicht.
Für mich war es ein ganz tolles Buch und ich hoffe sehr, dass dieser 2. Teil nicht schon der letzte war, denn die Story um Alice, Eve und ihre Familien bietet wirklich noch so viel mehr und ich wäre auf jeden Fall auch ganz sicher Leserin für einen evtl. 3. Teil! Bitte mehr davon!
Sowohl Müttern als auch Nicht-Müttern wird hier ein toller Frauen-Roman mit allerbester Unterhaltung geboten – daher uneingeschränkte Lese-Empfehlung mit 5*Sternen von 5* möglichen 🙂

Ein ganz großes Dankeschön an LovelyBooks, blanvalet und Daniela Nagel, dass ich das Buch im Rahmen einer wunderbaren Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen habe und lesen und rezensieren durfte 🙂

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Ein Kommentar zu “Rezension: Daniela Nagel – „Irgendwas ist doch immer!“

  1. Vor solchen Frauen, ziehe ich meinen Hut. Klingt absolut lesenswert und wird für meinen nächsten Buchladenbesuch vorgemerkt. LG Stegi

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