8. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autorin: Beate Rösler

 

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Am gestrigen Freitag-Abend, 07.11.2014, fand der 8. Literatur-Salon bei der lieben Kerstin Hohlfeld in Berlin statt.
Nachdem wir ja vergangenen Dienstag schon im grandiosen und unvergleichlichen Konzert von „Foreigner“ im Admiralspalast waren, gleich noch eine weitere schöne Veranstaltung diese Woche 🙂

Der Abend stand diesmal unter dem Thema „Indien“, weil die vorlesende Gast-Autorin, Beate Rösler, die Gäste an jenem Abend mit ihrem Debüt-Roman „Die Reise des Elefantengottes“ literarisch dorthin entführte 😉
Und auch die liebe Kerstin hatte sich für diesen Abend kulinarisch auf das Thema eingestellt, wie man schon an den tollen Gewürz-Düften beim Hereinkommen bemerken konnte – hmm …

Nach einem leckeren Begrüßungsglas Rosé-Wein, wobei man in großer Runde rund um den Küchentisch die anderen anwesenden Gäste begrüßen konnte, ging es dann ins Wohnzimmer – dem räumlichen Literatur-Salon sozusagen 😉

imageimageDieses Mal spielte Kerstin’s Tochter Mia zur Einleitung der Lesung wieder ein paar Stücke auf ihrer Block-Flöte und erntete großen Applaus.
Kerstin begrüßte Beate Rösler herzlich und verlor mit ihr zunächst noch ein paar Worte über ihren Roman und ihre Motivation für dieses Buch.
Im Leben von Beate Rösler gibt es auch einige kleine Parallelen zum Roman, auch, wenn es sich hier nicht um einen autobiographischen Roman handelt: Wie die Protagonistin Asha Ende der 60er Jahre in Berlin lebte, so studierte Beate Rösler selbst in den 80er Jahren in Berlin und lernte hier ebenfalls das WG-Leben kennen – wenn jedoch natürlich nicht, wie ihre Roman-Figur Asha – eben das typische 68er Kommunen-Leben 😉
Auch Beate Rösler hat einige Jahre in Neu Delhi gelebt, wo sie am dortigen Goethe-Institut indischen Sprachschülern die deutsche Sprache gelehrt hat – aktuell lebt sie nun jedoch in Hanoi/Vietnam und ist dort ebenfalls für das Goethe-Institut als Lehrerin im Auftrag der deutschen Sprache im Einsatz.

imageDer Roman von Beate Rösler ist sehr emotional und schafft es, mit viel Gefühl nicht nur eine geheimnisvolle Familiengeschichte, sondern auch politische, sozialkritische und religiöse Themen zwischen den Buchseiten zu vereinen. Asha’s Tochter Priyanka, die ihrer depressiven Mutter niemals Information über deren Herkunft und deren Familie entlocken konnte, versucht 2009 auf eigene Faust in Neu Delhi, mit einem Ticket, das ihr Mann ihr zum Geburtstag geschenkt hat, den Geheimnissen um Asha’s Familie auf die Spur zu kommen.
Beim Vortragen einiger Passagen aus dem Roman, merkte man der sympathischen Autorin Beate Rösler die Liebe zum Land Indien und ihre besonderen Kenntnisse über dieses Land, wie sie nur jemand haben kann, der sich längere Zeit dort aufgehalten hat, an – selbst, wenn sie von einigen Unwägbarkeiten, wie verunreinigtes Leitungswasser, die unglaubliche Bevölkerungsdichte usw. berichtete.
Mehr über dieses Buch und die Autorin ist auf der Internet-Seite des Aufbau-Verlages zu finden: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/die-reise-des-elefantengottes.html.

Kerstin und Thomi hatten sich für ihre Gäste wieder besonders große Mühe gemacht und ein wunderbares vegetarisches Buffet gezaubert, zu dem auch zwei köstliche warme Curry-Gerichte aus Indien (Kichererbsen-Curry sowie ein Curry mit roten Bohnen und dazu ein Nuss-Reis) sowie viele Fingerfood-Spezialitäten anderer Nationalitäten gehörten. Danke wie immer für Eure Mühe – Ihr seid einfach tolle Gastgeber ❤

Wir haben den Abend wieder bei tollen Gesprächen mit lieben Menschen, von denen wir manche erst bei der letzten Lesung kennengelernt haben und so richtig doll ins Herz geschlossen haben, ausklingen lassen.

Sehr gefreut habe ich mich, dass ich bei meiner lieben Kollegin und deren Freundin das Interesse für Lesungen geweckt habe und die Beiden sicherlich nicht zum letzten Mal mit von der Partie waren.

Ich freue mich, dass ich jetzt mit der besseren Kamera meines neuen IPhone 6 in der Lage bin, auch mal etwas bessere Fotos auf den Lesungen zu machen.

Einen weiteren Bericht zur Lesung könnt Ihr auch hier lesen: http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2014/11/lesung-beate-rosler-liest-in-kerstins.html.

Es war ganz einfach wieder ein toller Abend, auf dem wir viel Spaß und tolle Gespräche hatten und viele nette Menschen getroffen haben.

Mit ganz viel Vorfreude sehe ich dem nächsten Literatur-Salon am 05.12.2014 entgegen.

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Review zur Buchvorstellung „Passagier 23“ von und mit Sebastian Fitzek am 31.10.2014 in Berlin

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Am gestrigen Halloween-Abend, dem 31.10.2014, fand im Apple-Store auf dem Kurfürstendamm in Berlin die Buchvorstellung zum neuen Psycho-Thriller „Passagier 23“ von und mit Sebastian Fitzek statt.

Das ganze Anmeldeverfahren war schon ein wenig umständlich – man konnte sich nur anmelden, wenn man eine Apple-ID anlegt bzw. schon besitzt und jede Person musste sich einzeln anmelden – für mich chronischen Passwort-Vergesser hieß das: Endlich mal wieder ein neues Passwort anlegen 😉 – allein mein gefühltes zehntes oder so bei Apple.
Der Eintritt war frei – auf diese Weise zeigt sich Apple seinen Kunden erkenntlich und lässt sie gratis an exklusiven Veranstaltungen wie Buchvorstellungen, CD-Vorstellungen, Workshops etc. teilhaben.

Die Location ist einfach toll, monumental und geschichtsträchtig – sowas begeistert mich Immer wieder. In dem Gebäude befand sich früher die „Filmbühne Wien“ – oberhalb des Verkaufsraumes von Apple befindet sich im 1. Obergeschoss des prachtvoll sanierten Gebäudes ein 8 m hoher, ehem. Kinosaal, den Apple mit modernster Technik zu einem ca. 500 Personen Platz bietenden Veranstaltungssaal umgebaut hat.
Der Saal war übrigens bis auf den letzten Platz besetzt.

Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich keine Fotos der Lesung auf meinem Blog veröffentlichen, da Film- und Fotografier-Verbot herrschte.
Ein Podcast zu dieser Veranstaltung wird im iTunes-Store zu finden sein – ich kann allerdings aktuell leider noch keinen Link posten, da die Veranstaltung heute noch nicht online war.

Sehr positiv zu erwähnen ist auch, dass Apple seine Veranstaltungen auch für Hörbehinderte zugänglich macht: Im Veranstaltungssaal waren rechts in den ersten Reihe Extra-Plätze für Hörgeschädigte, damit diese den direkten Blick auf eine anwesende und übersetzende Gebärdendolmetscherin hatten – sehr vorbildlich, wie ich finde (y)

Sebastian Fitzek betrat um kurz nach 19 Uhr die Bühne und wurde mit großem Applaus begrüßt.
Er kündigte gleich an, dass das keine Lesung im eigentlich Sinne sei, weil er nur wenig und ganz kurz aus seinem neuen Thriller „Passagier 23“ vorlesen würde, stattdessen würde er etwas über die Entstehung des Buches berichten und möchte durch seine Ausführungen „Appetit“ auf sein neues Buch machen und die Neugierde wecken. Auch ein Buch-Verkauf sei für diesen Abend nicht geplant.
Ich muss dazu sagen, dass ich gestern Abend eher die Begleiterin meines Mannes war, weil ich selbst keine Thriller lese, weil dafür meine Phantasie zu blühend und meine Seele irgendwie ein wenig zu zart ist – auch wenn alles – wie Sebastian Fitzek betonte, im Detail nur rein fiktiv sei. Lediglich die Basis-Idee beruht auf wahren Geschehnissen.
Einleitend berichtete Sebastian Fitzek erstmal über eigene Kreuzfahrten und Kreuzfahrt-Erfahrungen.
Die Idee zu diesem Buch kam ihm allerdings seinerzeit bei der Lektüre eines ehemaligen deutschen Hochglanz-Magazins, worin er einen Artikel las, der sich damit beschäftigte, dass von Kreuzfahrt-Schiffen weltweit jedes Jahr mehr als 20 Personen spurlos verschwinden und ihre Schicksale für immer ungeklärt bleiben. Diese Story ließ ihn nicht mehr los und die Idee wuchs, das Thema zum Stoff für einen neuen Thriller heranreifen zu lassen.
Zunächst vergingen aber noch ein paar Jahre mit ausgiebiger Recherche-Arbeit, weiteren Kreuzfahrten und auch immer wieder neuen Einfällen, die ihn Teile des Buches (vor allem zu Beginn) nochmal komplett kippen ließen.
Sebastian Fitzek ist sehr sympathisch und vermochte es den Besuchern dieser Buchvorstellung perfekt zu veranschaulichen, wie die Entstehung seiner Romane abläuft.
Durch seine Erzählungen schaffte er es an diesem Halloween-Abend ein wenig Grusel zu erzeugen.
Ich finde es immer wieder ziemlich erstaunlich, wie so ein sympathischer Familienmensch – er hatte das iPad seiner Tochter leihweise dabei 😉 – solche fiesen Ideen für seine Thriller entwickeln kann …
Er berichtete, dass er bereits von Reedereien angefragt wurde, Lesungen auf deren Schiffen zu halten. Er wies die Verantwortlichen allerdings darauf hin, dass das seiner Meinung nach keine wirklich gute, sondern im Hinblick auf die Story eher eine kontraproduktive Idee sei und bat, sich das Buch wirklich erstmal vom Anfang bis zum Ende durchzulesen und dann erneut anzufragen. Die erste Reederei ruderte daraufhin im wahrsten Sinn des Wortes dann doch kurzfristig von dem Einfall zurück 😉
Im letzten Teil der Veranstaltung durften die Besucher Fragen an den Autor stellen und das Angebot wurde auch fleißig genutzt.

Informationen zum Buch sind zu finden auf der Internet-Seite von Droemer Knaur unter dem folgenden Link: http://www.droemer-knaur.de/buch/Passagier+23.7767706.html.

Wie schon erwähnt, wird der Podcast zu dieser Lesung dann noch online im iTunes-Store zu finden und zu sehen sein.