Buch-Verlosung(en) :-) – Dagmara Dominczyk: „Wir träumten jeden Sommer“

Liebe Follower und Buch-Interessierte,

in den nächsten Wochen wird es auf meinem Blog immer mal wieder Bücher zu gewinnen geben – es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen 🙂

Die 1. Verlosung läuft vom ab sofort bis einschl. Samstag, 05.07.2014 um 23:59 Uhr – ausgelost wird am Sonntag, 06.07.2014.

Wenn Ihr die unten angegangenen Bedingungen beachtet, könnt Ihr folgendes Buch gewinnen:

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DAGMARA DOMINCZYK: „Wir träumten jeden Sommer“

Alle Informationen zu diesem Buch (neu und ungelesen) findet Ihr auf dem sehr informativen Link der Verlagsseite: http://www.suhrkamp.de/dagmara-dominczyk/wir-traeumten-jeden-sommer_1179.html

 

Folgendes müsst Ihr beachten, um bei der Verlosung mitzumachen:

Postet zwischen dem 28.06.2014 und dem 05.07.2014, 23:59 Uhr (die Auslosung erfolgt voraussichtlich am 06.07.2014) einen netten Kommentar unter diesem Posting hier mit folgenden Angaben:

  1. Stellt Euch bitte kurz vor (Name, Alter, woher ihr kommt und was Ihr sonst von Euch berichten wollt) und gebt an, warum Ihr ausgerechnet dieses Buch gewinnen wollt!
  2. Bitte gebt bei Eurem Kommentar einen wieder erkennbaren Namen sowie eine gültige, reale E-Mail-Adresse an, da ich Euch im Falle eines Gewinnes – neben der Veröffentlichung auf dem Blog und auf der facebook-Seite des Blogs – auch selbst nochmal per E-Mail benachrichtigen werde! Anonyme Kommentare sind von der Teilnahme ausgenommen! Nach meiner Benachrichtigung habt Ihr 1 Woche Zeit, um mir Eure innerdeutsche Post-Adresse mitzuteilen, sollte dies nicht erfolgen so verfällt der Gewinn und wird anderweitig verlost!
  3. Bitte beachtet, dass ich aufgrund der hohen Porto-Kosten ausschließlich an eine deutsche Versand-Adresse versende und leider NICHT ins Ausland!
  4. Der Gewinner erklärt sich damit einverstanden, dass der Gewinn als unversicherte Büchersendung verschickt wird! Ich übernehme keine Haftung für Verlust oder Beschädigung auf dem Postweg!
  5. Ihr solltet mindestens 18 Jahre alt sein oder mir eine Einverständniserklärung der Eltern bei Gewinn vorlegen!
  6. Beachtet bitte, dass beleidigende, verletzende, diffamierende, rassistische, kriminelle oder irgendwelche Produkte oder Dienstleistungen bewerbende Kommentare umgehend von mir gelöscht werden bzw. vor der Veröffentlichung bereits gefiltert werden – im Falle eines Verstoßes behalte ich mir eine strafrechtliche Verfolgung vor!
  7. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Sollte Euch mein Blog gefallen, so würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr Abonnent/Leser meines Blogs werdet oder die facebook-Seite des Blogs (siehe Button auf dieser Seite) liked!!!

Gerne dürft Ihr das Gewinnspiel auch auf facebook, twitter, google+ oder anderen Medien weiter teilen.

Vielen Dank und ganz viel Glück bei der Gewinnspiel-Teilnahme und den Gewinnern schon jetzt viel Spaß!

 

6. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autorin: Britta Orlowski

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Nachdem seit dem letzten Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld schon fast vier Monate vergangen waren, war es am vergangenen Samstag, 21.06.2014, nachmittags, endlich wieder so weit und die Vorfreude war groß.
Kerstin hatte die Autorin Britta Orlowski aus dem Havelland zu Gast, bei der Daheim ich ja im Frühjahr auch schon auf ihrer Lesung mit Jane Luc (Jana Lukaschek) zu Gast sein durfte – alles zu dieser Lesung damals könnt Ihr nochmal hier nachlesen: https://buecherunddiewelt.wordpress.com/2014/02/24/lesungs-review-wohnzimmer-lesung-bei-britta-orlowski-zusammen-mit-jane-luc-am-samstag-22-02-2014/. Sie stellte an diesem Nachmittag bei Kerstin jedoch nicht nur ihre romantische Liebesroman-Reihe um das amerikanische Küsten-Örtchen St. Elwine und ihren quiltenden Bewohnerinnen vor, sondern auch ihr ganz persönliches Hobby „Quilten“ und hatte einige wunderschöne, von ihr handgefertigte Exponate zur Ansicht mitgebracht.

IMG_1785IMG_1788Wir starteten vor der Lesung wieder mit einem kleinen Umtrunk – hier hatte Kerstin dieses Mal eine Pfirsich-Bowle vorbereitet und führte uns dazu ihre neu erworbene Bowle-Schale mit den niedlichen „Molly“-Schafen drauf vor – die den facebookern unter uns schon vorher bekannt war 🙂 – einleitend zur Lesung trug Kerstin’s jüngste Tochter Mia dieses Mal das neu einstudierte Lied „Memories“ aus dem Musical „Cats“ auf der Blockflöte vor – was für Begeisterung bei den vielen Katzenliebhabern unter den Gästen sorgte und perfekt zu den vielen Katzen auf Britta’s Quillt-Arbeiten passte.

Britta erzählte zur Einleitung ein wenig über sich selbst und ihr nächstes Projekt und dann über ihre „St. Elwine“-Romane und die darin vorkommenden Protagonisten und deren Leben. Sie berichtete über ihr Hobby Quilten, wie es dieses faszinierende Hobby bis in ihre Romane schaffte und wie eng das Quilten mit dem Schreiben für sie verknüpft ist und sie die Ideen für das eine Hobby sozusagen aus dem anderen gewinnen kann – sie kann damit kleine Schreibblockaden unmittelbar ausgleichen.
Sie trug dann aus allen drei Romanen einige Kapitel vor, in denen es speziell um das Quilten ging und konnte fast jedes Mal ein passendes Quillt-Objekt zum vorgetragenen Kapitel vorzeigen. An den wunderschönen Kissenbezügen, Decken und Wandbehängen konnte man als Laie einen Blick dafür bekommen, in welch aufwändiger Kleinarbeit und mit wie viel Geduld und Feinsinn eine solche filigrane Handarbeit entsteht – wie Britta uns sagte, kann die Fertigung der Quilts je nach Größe zwischen 3 Wochen und 1 Jahr dauern. Es erfordert unglaublich viel Liebe zum Detail und häufig Bügeln muss man bei diesem Hobby leider auch (… womit ich schon mal raus bin 😉 ).
IMG_1795IMG_1794Aber die Stoffvielfalt, die Farbauswahl, die Verarbeitung – wovon auch in den „St. Elwine“-Romanen immer wieder die Rede ist – sind eine Wissenschaft für sich und die Fertigkeit und die wunderschönen Handarbeiten als Ergebnis haben meine höchste Achtung. Wer das ein oder andere über Britta Orlowski weiß, stellt beim Lesen ihrer Romane immer wieder Parallelen zu Britta’s Leben fest, die – außer dem Hobby „Quilten“ ebenfalls Platz in ihren Büchern finden (wie z. B. Floriane aus dem Havelland, die in St. Elwine lebt oder auch die zahnmedizinischen Kenntnisse aus Britta’s erlernten Beruf). Mehr über Britta Orlowski selbst, ihre Bücher und ihr Leben findet ihr auf ihrer eigenen Homepage: http://www.britta-orlowski.de.

Kerstin und ihr Mann – in meinen Augen die perfekten Gastgeber – hatten für ihre Gäste wieder ein ganz tolles vegetarisches Buffet gezaubert – dieses Mal mit ein paar Neuheiten für uns Gäste wie leckere Quiche mit grünem Spargel oder einen Tomaten-Tarte, aber auch einigen süßen Leckereien wie z. B. Erdbeerkuchen (sogar auch in veganer Form) – wirklich köstlich. Es wurde wieder sehr viel gelacht und gequatscht und ich habe mich wieder sehr gefreut, einige liebe Menschen wiederzutreffen und auch einige neue Gesichter kennenzulernen. Die Literatur-Salons bei Kerstin sind nicht nur intellektuell und kulinarisch immer eine Bereicherung, sondern vor Allem auch menschlich. Es war wieder ein richtiger schöner Nachmittag mit einem anregenden Austausch unter Leuten, die vor allem das Thema „Buch“ auf besondere Weise miteinander verbindet.

Kerstin’s Mühe als Gastgeberin wurde von Britta mit einem wunderschönen von Britta gequilteten Kissen-Bezug – auf den wir Katzen-Besitzerinnen alle ein wenig neidisch waren, aber Kerstin von ganzem Herzen gönnen – belohnt.

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Ich muss mich hier leider nochmal für die schlechte Fotoqualität in diesem Beitrag entschuldigen, aber der Lichteinfall war für die iPhone-Kamera nicht so optimal, aber offenbar noch gut genug, dass der Blitz nicht anging.
Einen weiteren umfangreichen Bericht mit wunderschönen Fotos findet Ihr natürlich wieder auf der Seite vom „Lesenden Katzenpersonal“ unter diesem Link: http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2014/06/lesung-britta-orlowski-liest-in-kerstin.html

Vielen Dank nochmals allen Mitwirkenden für den wunderbaren Nachmittag und die zauberhaften Stunden – das lässt mich dann glatt den Kummer mit dem kleinen Auffahrunfall (uns ist auf der Heimfahrt jemand hinten aufgefahren vor dem Fußball-WM-Spiel Deutschland vs. Ghana) vergessen, wenn ich das jetzt hier nochmal Revue passieren lasse …

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Lese-Empfehlung: Nancy Salchow – „Der Tag, an dem mir das Leben schrieb“ (eBook)

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„Der Tag, an dem mir das Leben schrieb“, erschienen: 06.06.2014, eBook, ca. 83 Seiten, neobooks selfpublishing, 0,99€

Autorin:
Nancy Salchow, Jahrgang 1981, geboren und beheimatet an der wunderschönen Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns, hat – wie die meisten anderen Autorinnen und Autoren – schon als Kind gerne geschrieben und davon geträumt, eines Tages von dieser Leidenschaft  leben zu können. Ihre Kreativität lebte sie im Schreiben von Songtexten für eigene und Musikprojekte anderer aus, bevor sie sich dann ab Ende 2010 hauptsächlich dem Schreiben von Romanen gewidmet hat und mit ihren Geschichten sehr erfolgreich an Schreibwettbewerben teilnahm. Seit September 2011 erscheinen ihre Romane als eBooks bei neobooks / Droemer Knaur (erhältlich auch via amazon.de), die die eBook-Charts im Sturm eroberten. Neben ihren beiden ersten autobiographischen Werken „Das Leben, Zimmer 18 und Du“ (2013) und die Fortsetzung dazu „Eins plus eins macht Leben“ (2014) ist 2013 noch der eBook-6-Teiler „Die Wildroseninsel“ von ihr erschienen. Im November 2014 erscheint ihr 1. Taschenbuch in Verlagszusammenarbeit bei Knaur mit dem Titel „Kirschblütentage“ – ein langgehegter Traum, bereits Ende August 2014 dürfen sich die eBook-Leser dann schon auf die elektronische Version freuen.

Handlung:
Nancy Salchow beschreibt nach BurnOut, Depressionen und Neuanfang hier, wie ihr die Leidenschaft und somit auch die Worte für ihre wichtigste und liebste Tätigkeit – dem Schreiben – abhanden gekommen sind. Da das Schreiben bisher für sie immer (über)lebenswichtig war, begibt sie sich in diesen sehr persönlichen Aufzeichnungen schreibenderweise auf die Suche nach Worten, die Geschichten erzählen und diese mit Leben erfüllen, um ihren Lesern und ggf. auch Verlagen gerecht werden, was sich für sie derzeit als äußerst schwierig erweist.

Fazit:
Wie bei den ersten beiden „Lebensbüchern“ von Nancy Salchow fällt es mir auch hier wieder sehr schwer eine „normale“ Rezension zu schreiben, daher bezeichne ich mein Ansicht darüber eher als Lese-Empfehlung.
Aus diesem Grunde möchte ich mich hier auch gar nicht über Cover, Gestaltung, Schriftbild etc. auslassen, weil hier ganz klar nur der Inhalt des Buches Priorität hat.
Nancy Salchow ist zweifelsohne eine der offensten, authentischsten und ehrlichsten Autorinnen, die ich überhaupt kenne. Sie beweist unbeschreiblichen großen Mut, mit ihren sehr persönlichen Aufzeichnungen schonungslos über ihren aktuellen Seelenzustand zu berichten und weder sich selbst noch ihren Leser(inne)n irgendetwas vorzumachen. Sie zeigt mit ihren äußerst persönlichen Aufzeichnungen auch, wie wichtig es ist, zu seinen Schwächen oder Unzulänglichkeiten zu stehen, da manche davon ja auch meist temporäre Erscheinungen sind, die man überwinden möchte und wenn man dies dadurch kann, indem man diese Schwächen mit anderen teilt, beweist das wiederum unglaublich viel Stärke und macht Menschen in ähnlicher Situation ebenfalls neuen Mut ❤ .
Eigentlich lese ich nicht gerne eBooks, aber gerade diese Lebensbücher von Nancy Salchow sind mir so wichtig, dass ich in diesem Falle gerne eine Ausnahme mache und zum elektronischen Buch greife.
Bei diesem Buch hat mir schon das Vorwort Tränen in die Augen getrieben, weil es mich so unglaublich berührt hat. Bei der Schilderung der Art von Albträumen war ich doch sehr verblüfft, dass ich mit dieser Art der Albträume, die mich seit Jahren gleichartig oder leicht abgewandelt begleiten, nicht alleine da stehe. Liebe Nancy, in meiner BurnOut-Reha hat man mir damals gesagt, dass diese Träume, Angst vor Kontrollverlust bedeuten …
Sehr berührend fand ich auch, dass Nancy bei der Suche nach der Leidenschaft zum Schreiben bereit ist, ganz neue oder aber auch bereits verlassene Wege (wieder) zu beschreiten, was zeigt, wie verzweifelt sie die Suche nach Worten macht. Und sehr gut kann ich auch verstehen, was ihr für Ängste und Zweifel beim Betreten des Neulandes in Form der Verlagsveröffentlichung durch den Kopf gehen, nämlich der Sache nicht gewachsen zu sein und evtl. Anforderungen – auch kommerzielle Erwartungen – nicht erfüllen zu können, ebenso ging es mir, als ich nach 25 Jahren meine Arbeitsstelle gewechselt habe. Umso erfreuter war ich, in einem von Nancy’s aktuellen Facebook-Postings zu lesen, dass es positive Ansätze gibt bei ihr, dass es bald in der gewohnten Richtung weiter geht. Du kannst es Nancy – gib Dir einfach mal die Zeit, die Du gerade brauchst!!!
Ich denke, das Thema „Depressionen“ mit allem, was damit so zusammenhängt, kann man wirklich nur begreifen, wenn man selbst schon mal in dieser Situation war. Für Betroffene gibt es meist kein Leben „nach der Depression“ sondern nur „mit der Depression“, da man, wie jetzt eben bei Nancy die schmerzliche Erkenntnis, dass ihr die Leidenschaft für’s Schreiben irgendwann abhanden gekommen ist, irgendwie immer wieder in irgendeiner Weise damit konfrontiert wird und umgehen muss. Auch wenn jede neue Konfrontation oft schmerzhafter denn je scheint.
Danke, liebe Nancy für diese wunderbaren, Mut machenden Zeilen, und dass Du ebenfalls betroffenen Leserinnen das Gefühl gibst, nicht alleine zu sein.
Du gibst so viel weiter mit Deinen persönlichen Büchern – solltest Du irgendwann mal die Absicht haben, Kurse in therapeutischem Schreiben zu geben, wäre ich sicherlich eine Deine ersten Teilnehmerinnen, weil Du etwas ganz Entscheidendes hast und kannst, was mir diesbezüglich noch fehlt …

Rezension: Freddy Leck – „Nicht jeder Fleck muss weg – Aus dem Leben eines Waschsalon-Besitzers“

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Einband, Patmos, erschienen 13.02.2014, 200 Seiten, 17,99€

Autor:
„Freddy Leck“ ist das Alter Ego bzw. der Künstlername, unter dem der bekannte deutsche Theater-, Film- und TV-Schauspieler Dirk Martens in Berlin-Moabit einen Waschsalon betreibt, der mittlerweile Kult-Status erlangt hat, weil er eben nicht einfach nur ein Waschsalon ist. Dirk Martens wurde am 02.07.1964 in Mülheim an der Ruhr geboren, wuchs aber u. a. auch im hessischen Rodgau auf. Nach dem Schauspielstudium begann er seine Karriere zunächst als Theaterschauspieler, bevor er dann ein gefragter Film- aber vor Allem TV-Schauspieler wurde und in nahezu unzähligen TV-Serien und -Filmen mitwirkte. Seine zweifelsohne bekannteste Rolle spielte er in der Krimi-Serie „SK Kölsch“. Er drehte auch einige Produktionen für das russische Fernsehen. Über die Stadtgrenzen von Berlin hinaus machte er „Freddy Leck“ und seinen Waschsalon u. a. durch seine Auftritte in zahlreichen Talk-Shows im deutschen Fernsehen und mittlerweile auch durch seine Lesereisen bekannt. Seine Kult-Figur „Freddy Leck“ schaffte es in Sachen Bekanntheit sogar bis nach Japan, wo der Name mit ihm als Werbemaskottchen mittlerweile für eine ganze Reihe Produkte Pate steht, die sich alle ums Thema „Waschen“ drehen. Mehr über den Waschsalon findet man auf der wunderbaren Website: http://www.freddy-leck-sein-waschsalon.de; umfangreiche Infos über Dirk Martens als Schauspieler erhält man auf seiner Wikipedia-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Martens.

Handlung:
Um nicht einzig und alleine von der Schauspielerei abhängig zu sein, schuf sich Dirk Martens nach seinem Umzug von Köln nach Berlin und einer gescheiterten Liebe, mit der er bereits in Köln einen außergewöhnlichen Waschsalon betrieben hat, als 2. Standbein „Freddy Leck sein Waschsalon“ in Berlin-Moabit, wo er der penible Dienstleister mit Herz und Seele ist. Sowohl aus dem Leben des Waschsalon-Besitzers Freddy und den Kunden und Mitarbeiterin seines Salons als auch aus dem bewegten Leben des Schauspielers Dirk Martens gibt es eine ganze Menge Lesenswertes zu berichten.

Fazit:
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich selten ein Buch in den Händen gehalten habe, das auch außerhalb des Covers mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wurde, so hochwertig erscheint und ansprechend wirkt, dass man es gleich in die Hand nehmen will. Angefangen beim Cover, das neben dem matten Portrait-Foto von Freddy Leck auch ein paar Hochglanz-Elemente (Freddy Leck-Logo und Seifenblasen) enthält. Der Innen-Umschlag gibt das Muster der Tapete wieder, welche im Waschsalon selbst die Wände ziert. Weiter geht es über die perfekte Farbauswahl von Schriften und sonstigen Elementen (bordeaux, mintgrün, pink). Die Seitenzahlen stehen in dem Logo, was bei Waschanleitungen in Kleidungsstücken als Temperatur-Angabe gilt, zu Beginn der Kapitel, in denen es sich um Geschichten aus dem Waschsalon dreht ist jedes Mal eine pinkfarbene Waschmaschine sowie ein mintgrünes Schild mit einem kleinen Bügeleisen zu finden. Hier hat sich wirklich jemand ganz viele tolle Gedanken um das Layout gemacht – Daumen hoch dafür! Weiterhin ist das Buch mit wirklich tollen Fotos ausgestattet, die von Dirk Martens himself als auch von den Fotografen Peter Bijl und Anja Lehmann stammen und das ganz besondere Flair und die Einzigartigkeit des Salons ganz toll widerspiegeln.
Während sich im Inhaltsverzeichnis „nur“ die 19 Kapitel über Freddy Leck und seinen Waschsalon befinden, muss sich der Leser bewusst sein, dass er hier eigentlich noch eine zweite Biographie mit erworben hat, nämlich die nicht minder interessante des Schauspielers Dirk Martens. Aus dessen Leben wird in jedem 2. Kapitel berichtet (diese tauchen im Inhaltsverzeichnis jedoch nicht auf), was der Leser daran erkennt, dass die Kapitel-Aufmachung und der Schrifttyp anders aussieht.
Sämtliche Kapitel sind von angenehmer Länge, so dass man immer mal zwischendurch eines lesen kann und auch die Schriftbilder der unterschiedlichen Kapitel-Arten sind gut gewählt. Lediglich ein klein wenig hat mich gestört, dass die Seiten wirklich bis zur letzten bedruckbaren Zeile ausgenutzt wurden und mir einfach der untere „Griff-Rand“ zum Umblättern somit ein wenig gefehlt hat.
Während man in den „Freddy Leck“-Kapiteln ganz viel über den Waschsalon an sich, seine Mitarbeiter und Kunden, Moabiter Kiez-Kolorit, Freddy’s dienstleisterische Ambitionen, den Kultstatus bis hin nach Japan und vieles mehr erfährt, befassen sich die Kapitel  mit den biographischen Inhalten von Dirk Martens u. a. um seine Anfänge aus Schauspieler, aus Geldnot heraus angenommene Nebenjobs, seine Jugend und sein persönliches Coming-Out, Dreharbeiten in der Ukraine und eine gescheiterte ganz große Liebe in Köln.
Über seine Vergangenheit berichtet Dirk Martens schonungslos und zeigt damit, dass auch ein Waschsalon-Besitzer so manche Fleckchen auf seiner Weste haben darf, wenn sie dafür so eine spannende Lebensgeschichte, wie die seine erzählen dürfen.
Er lässt offen, ob der Waschsalon-Besitzer Freddy Leck nur ein Mythos ist oder er selbst mit diesem Dienstleister aus Überzeugung in der Textilreinigungsbranche, der so viel Herz und Verstand für seine Kunden mitbringt, bereits eine Person geworden ist.
Die Schreibweise ist sehr angenehm, aus dem Leben und mit viel Herz, Persönlichkeit und ein wenig Tiefgang.
Ich hatte im Februar 2014 ja das Glück, bei der Buchvorstellung hier in Berlin dabei sein zu dürfen und habe dadurch einen kleinen Vorgeschmack, was mich beim Lesen dieser tollen Biographie, die in jederlei Hinsicht – eben wie auch Dirk Martens und Freddy Leck – fernab jeglichen Mainstream ist – erwartet. Den Blog-Bericht dazu könnt Ihr unter diesem Link hier nochmal nachlesen: https://buecherunddiewelt.wordpress.com/2014/02/27/review-zur-lesung-mit-dirk-martens-alias-waschsalon-besitzer-freddy-leck-nicht-jeder-fleck-muss-weg-26-02-2014-in-berlin. Außerdem möchte ich Euch noch einen ganz tollen und informativen Bericht aus der Waiblinger Kreiszeitung über Freddy Leck ans Herz legen: http://www.zvw.de/inhalt.berlin-moabit-dem-freddy-leck-sein-waschsalon.71602eb3-7025-49cf-a64d-9035a7aee58f.html.
Ich habe diese tolle Biographie wirklich gerne gelesen und bin absolut begeistert. 5*-Leseempfehlung und ich bin sicher, dass alle, die auch eher Ungewöhnliches mögen, eben so viel Lesefreude damit haben, wie ich es hatte 🙂
Ganz herzlichen Dank an den PATMOS Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben 🙂