Rezension: Kerstin Hohlfeld – „Winterwünsche“

IMG_1503Fakten:
Taschenbuch, Gmeiner-Verlag, erschienen 01.07.2013, 310 Seiten, 11,99€

Autorin:
Kerstin Hohlfeld wurde 1965 in Magdeburg geboren und absolvierte nach dem Abitur sowie einer Berufsausbildung erfolgreich ein Theologie-Studium in Naumburg und Berlin. Nach unterschiedlichen Jobs und weiteren Berufsausbildungen widmet sie sich heute ausschließlich der Leidenschaft, der sie bereits als Kind nachging und mit der sie sich – nur 50 km von der ehem. Zonen-Grenze entfernt lebend – in fremde Welten träumen konnte: Dem Schreiben. Als Mutter von 3 Kindern lebt sie mit diesen, ihrem Mann und 2 Katern heute in Berlin und veranstaltet nebenher noch ihre legendären Literatur-Salons, auf denen sie anderen Autorinnen und Autoren unterschiedner Genres die Gelegenheit gibt, ihre Bücher in harmonischer, kultivierter Atmosphäre ebenfalls vorzustellen. „Winterwünsche“ ist nach „Herbsttagebuch“ und „Glückskekssommer“ bereits der 3. Band, in der 4 Teile umfassenden Reihe, um die liebenswerte, junge Schneiderin Rosa Redlich aus Berlin. Der 4. Band – mit dem Frühling als Thema – ist in Planung und soll im Februar 2015 erscheinen. Zunächst werden weitere Roman-Projekte von Kerstin Hohlfeld verwirklicht, u. a. der Roman „Ein Weg zurück“, der im April 2014 bei im bookshouse-Verlag veröffentlicht wird, ebenso wie ein weiterer Roman, der im Herbst 2014 im Ullstein-Verlag erscheint.

Handlung:
Auch in den kalten Wintermonaten wird es der jungen Berliner Schneiderin Rosa Redlich nicht langweilig. Nach ihrem Ausflug in die Glamour-Welt des Musical-Theaters arbeitet sie nun wieder in der Schneider-Werkstatt in Wedding, ist glücklich mit ihrem Freund Basti und dessen kleiner Tochter Juli, einem jungen HNO-Arzt und Sohn einer Schauspielerin, und kümmert sich um ihre schwangere Freundin und Mitbewohnerin Vicki, die eigentlich verheiratet ist, aber ein wenig geblendet ist von den Treffen mit einem alten Studienfreund und Musiker. Rosa’s Erzfeindin Marlene und Ex-Kollegin aus der Kostümwerkstatt des Musicals-Theaters setzt alles daran, Rosa’s Freundin zu werden und meldet sich zum gleichen Fashion-Wettbewerb eines Mode-Magazins an wie Rosa. Zudem ist Rosa damit beschäftigt, ein Brautkleid für eine  ältere, adlige Dame zu fertigen und ein Hund hält Einzug in Rosa’s Leben. Auf welchen Weg führt das Schicksal bei so vielen Neuigkeiten Rosa wohl dieses Mal …?!

Fazit:
Das Titel-Foto auf dem Cover ist wieder sehr gut und ansprechend gewählt – bei der Farbauswahl bekommt man direkt Lust, mit dem Buch anzufangen, weil das Cover so farbenfroh gestaltet ist, wie die wunderbaren Geschichten um Rosa Redlich bisher 🙂
Das Buch ist unterteilt in 11 Kapitel, die teilweise ein wenig lang sind, auf 310 Seiten – das Schriftbild ist gleichermaßen angenehm wie auch in den beiden Vorgänger-Bänden.
Handlungsort ist erneut Berlin, worüber ich mich speziell gefreut habe, weil ich dadurch immer noch neue Orte in meiner neuen Heimat entdecken kann.
Die Lektüre eines Buches aus der „Rosa Redlich“-Reihe ist für mich immer wie das Treffen mit einer guten Freundin, die ich nur ab und zu treffe und die bei den Treffen immer ganz viel spannende Neuigkeiten aus ihrem Leben zu berichten hat, so dass man sich zurücklehnen und nur zuhören kann. Gerne würde man an der ein oder anderen Stelle etwas einwerfen oder seine eigene Meinung dazu kundtun.
Die Geschichte, die Protagonisten sowie der Schreibstil sind sehr lebensnah, so dass man problemlos in die Geschichte einsteigen kann und das Leben der Charaktere eine Buch-Länge lang mitleben kann.
Wie auch im Vorgänger-Band „Herbsttagebuch“ hat Kerstin Hohlfeld es hier auch wieder glänzend verstanden, einen zweiten, parallelen Handlungsstrang einzuflechten, der in einer anderen Zeit spielt und nicht weniger spannend ist, als die eigentliche Geschichte um Rosa Redlich und ihre Freunde an sich. Rosa fällt ein weiteres Mal durch ihre Warmherzigkeit und Vertrauensseligkeit auf – Eigenschaften, die mir selbst auch oft zum Verhängnis geworden sind – und man möchte sie, wie man das unter guten Freundinnen eben macht, gerne in den Arm nehmen und vor den gleichen negativen Erfahrungen bewahren. Als Ausgleich darf Rosa jedoch auch einige wunderbare neue Bekanntschaften machen, die ihr Leben bereichern.
Leider lässt das nächste Treffen mit meiner Freundin Rosa noch eine ganze Weile auf sich warten (bis zum Frühjahr 2015) und ist dann gleichzeitig traurigerweise – so wie es aussieht – auch der letzte Band aus dieser wundervollen Reihe.
Ich würde mich jedoch sehr freuen – auch als kleine Anregung an die Autorin – wenn vielleicht der eine oder andere der doch sehr liebenswert geschaffenen Charaktere aus den Büchern dieser Reihe nochmals aufgenommen wird und eine neue Geschichte aus dem Leben dieser anderen Personen geschaffen wird, so dass man auch den „Kontakt“ zu Rosa Redlich nicht so ganz verliert. Diese Reihe ist so wunderschön zu lesen und sollte nicht aus dem Fokus der Leser/innen verschwinden …
Wie für die anderen beiden Bände habe ich auch hier wieder eine uneingeschränkte 5 Punkte-Leseempfehlung mit Sternchen  (+ jeweils 5 Punkte für die anderen beiden Bände) zu vergeben.

Einen ganz lieben Dank an dieser Stelle an den Gmeiner-Verlag für die freundliche Überlassung dieses Rezensionsexemplares 🙂

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