Rezension: Anna Koschka – „Mohnschnecke“

IMG_1481IMG_1482Fakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen 27.11.2013, 379 Seiten, 8,99€ (auch als eBook erhältlich!)

Autorin
:
„Anna Koschka“ ist das Pseudonym der Autorin Claudia Toman, die 1978 in Wien geboren wurde. Nach ihrem Schulabschluss führte sie ihre Theatersucht zu einer Tätigkeit als Regisseurin, Regie-Assistentin und Inspizientin an Theater in Wien, Tokio und Tel Aviv. Ihre schriftstellerische Inspiration zog sie u. a. aus der Lektüre von Werken von Enid Blyton, Stephen King, Joanne K. Rowling und J. R. R. Tolkien. Sie ist Katzen-Liebhaberin und lebt mit einem Exemplar dieser bezaubernden Spezies in der Nähe des Wiener Naschmarktes. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Museums-Guide in Wien. Für ihre Leidenschaft zu Theater und Musicals reist sie regelmäßig nach London. Unter ihrem richtigen Namen Claudia Toman hat sie im Diana-Verlag eine Trilogie um die Protagonistin Olivia aus dem Genre Romantic-Mystery veröffentlicht mit den Titeln „Hexendreimaldrei“ (2009), „Jagdzeit“ (2010) und „Goldprinz“ (2011).

Handlung:
Dotti Wilcek, Buch-Rezensentin, überzeugte Pluskatze und Autorin des „Mauerblümchenkomplotts“ ist nach ihrem ganz persönlichen Happy End in „Naschmarkt“ vor einem Jahr plötzlich wieder Single. Dadurch ist sie blockiert in vielen zuvor so geliebten Beschäftigungen in ihrem Leben, so dass ihre Freundinnen ihr eine „Mauerblümchentherapie“ verordnen. Erst als ein altes, handgeschriebenes Notizbuch mit Backrezepten zum Thema „Liebe“ auftaucht und sie per Twitter von dem geheimnisvollen Nick-Name „@mohnschnecke55“ auf eine Art Schnitzeljagd durch Wien und Prag geschickt wird, erwachen Dotti’s Lebensgeister wieder. Gibt es vielleicht doch noch ein Happy End oder sogar mehrere …?!

Fazit:
Das Buch hat ein sehr handliches Taschenbuch-Format, 379 Seiten, die großflächig in einem angenehmen Schriftbild bedruckt sind, so dass kein Platz verschenkt wird.
Die Kapitel sind in angenehmer Länge und in Tagebuchform aufgeteilt. Im weiteren Verlauf enden die Kapitel größtenteils immer wieder mit einem Back-Rezept – die Rezepte laden zum Ausprobieren ein.
Wunderschön, ansprechend und sehr gelungen ist das Cover. Die Farbauswahl ist – wie man hier im direkten Vergleich sieht, das exakte Gegenstück und spiegelverkehrt zu „Naschmarkt“ – man kann sich gar nicht satt sehen …
Die Hauptprotagonistin Dotti und ihre Freundinnen sowie den Mauerblümchenclub, der so gar eine eigene Facebook-Seite hat (https://www.facebook.com/Mauerbluemchenclub?fref=ts) konnte man ja bereits im 1. Band – „Naschmarkt“ – kennen- und lieben lernen. Und allen, die „Naschmarkt“ noch nicht gelesen haben, empfehle ich auf jeden Fall, das zuerst zu lesen, auch wenn beide Geschichten in sich abgeschlossen sind und auch verständlich sind, wenn man den Erstling noch nicht kennt, so versteht man doch einiges besser, wenn man den ersten Teil vorher schon gelesen hat, zumal „Naschmarkt“ ebenso schön ist und man sich das keinesfalls entgehen lassen sollte …
Schon während man die ersten Kapitel liest, muss man erstmal seufzen, weil das Buch einfach wunderschön geschrieben ist – man kann das kaum in Worte fassen.
Nicht nur die Geschichte hat etwas Mystisches, sondern auch der wunderbare und außergewöhnliche, fast poetische Schreibstil von Claudia Toman machen das Buch rundum zu einem richtigen Wohlfühl-Buch.
Man möchte sich am liebsten in die Geschichte, die etwas von einer warmen, weichen, süß duftenden rosafarbenen Zuckerwatte-Wolke (oder wahlweise einer frischen, noch warmen, fluffig gebackenen Hefe-Mohnschnecke) hat, hineinfallen lassen und nicht mehr auftauchen.  Man leidet mit Dotti und ihren Freundinnen und reist mit ihr durch Wien und nach Prag. Die Handlungsorte sind so plastisch beschrieben, dass man selbst, wenn man noch nicht dort war, im Kopfkino eine Vorstellung bekommt, wie es dort aussieht – und wenn man schon mal dort war, bekommt gleich Lust die nächste Reise nach Wien (oder Prag) zu planen – außerdem gibt es ja google-Maps 😉 …
Die Backrezepte – auf dem Weg zur perfekten Mohnschnecke – verführen zum Nachbacken.
Für ihre Bücher hat Claudia Toman auf jeden Fall die perfekte Rezeptur bereits gefunden: eine gute Prise Romantik und Liebe, charmante Protagonisten, unter Beigabe von Humor, auf der Grundlage schöner Handlungsorte, gewürzt mit Mystik und verfeinert mit einem exzellenten, intelligenten, poetischen Schreibstil und einem spannenden, würzigen Handlungsstrang und überzogen mit einem  zauberhaften Ende ❤
Für Alle, die von Dotti und ihren Freundinnen nicht genug bekommen können – genau wie ich 😉 – haben sich Autorin und Verlag ein ganz besonderes Goodie ausgedacht, auf das man sich im Frühjahr 2014 freuen darf – ein Hinweis dazu gibt es am Ende des Buches – also: ein weiterer Grund, das Buch unbedingt zu kaufen!!!
Mir persönlich hat „Mohnschnecke“ sogar noch einen Tick besser gefallen als „Naschmarkt“ – insgesamt gibt es von mir eine uneingeschränkte 5 Punkte-Leseempfehlung (+ 5 Punkte extra für „Naschmarkt“) – einfach unglaublich schön …

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Ein Kommentar zu “Rezension: Anna Koschka – „Mohnschnecke“

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