Rezension: Anna Koschka – „Mohnschnecke“

IMG_1481IMG_1482Fakten:
Taschenbuch, Knaur, erschienen 27.11.2013, 379 Seiten, 8,99€ (auch als eBook erhältlich!)

Autorin
:
„Anna Koschka“ ist das Pseudonym der Autorin Claudia Toman, die 1978 in Wien geboren wurde. Nach ihrem Schulabschluss führte sie ihre Theatersucht zu einer Tätigkeit als Regisseurin, Regie-Assistentin und Inspizientin an Theater in Wien, Tokio und Tel Aviv. Ihre schriftstellerische Inspiration zog sie u. a. aus der Lektüre von Werken von Enid Blyton, Stephen King, Joanne K. Rowling und J. R. R. Tolkien. Sie ist Katzen-Liebhaberin und lebt mit einem Exemplar dieser bezaubernden Spezies in der Nähe des Wiener Naschmarktes. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Museums-Guide in Wien. Für ihre Leidenschaft zu Theater und Musicals reist sie regelmäßig nach London. Unter ihrem richtigen Namen Claudia Toman hat sie im Diana-Verlag eine Trilogie um die Protagonistin Olivia aus dem Genre Romantic-Mystery veröffentlicht mit den Titeln „Hexendreimaldrei“ (2009), „Jagdzeit“ (2010) und „Goldprinz“ (2011).

Handlung:
Dotti Wilcek, Buch-Rezensentin, überzeugte Pluskatze und Autorin des „Mauerblümchenkomplotts“ ist nach ihrem ganz persönlichen Happy End in „Naschmarkt“ vor einem Jahr plötzlich wieder Single. Dadurch ist sie blockiert in vielen zuvor so geliebten Beschäftigungen in ihrem Leben, so dass ihre Freundinnen ihr eine „Mauerblümchentherapie“ verordnen. Erst als ein altes, handgeschriebenes Notizbuch mit Backrezepten zum Thema „Liebe“ auftaucht und sie per Twitter von dem geheimnisvollen Nick-Name „@mohnschnecke55“ auf eine Art Schnitzeljagd durch Wien und Prag geschickt wird, erwachen Dotti’s Lebensgeister wieder. Gibt es vielleicht doch noch ein Happy End oder sogar mehrere …?!

Fazit:
Das Buch hat ein sehr handliches Taschenbuch-Format, 379 Seiten, die großflächig in einem angenehmen Schriftbild bedruckt sind, so dass kein Platz verschenkt wird.
Die Kapitel sind in angenehmer Länge und in Tagebuchform aufgeteilt. Im weiteren Verlauf enden die Kapitel größtenteils immer wieder mit einem Back-Rezept – die Rezepte laden zum Ausprobieren ein.
Wunderschön, ansprechend und sehr gelungen ist das Cover. Die Farbauswahl ist – wie man hier im direkten Vergleich sieht, das exakte Gegenstück und spiegelverkehrt zu „Naschmarkt“ – man kann sich gar nicht satt sehen …
Die Hauptprotagonistin Dotti und ihre Freundinnen sowie den Mauerblümchenclub, der so gar eine eigene Facebook-Seite hat (https://www.facebook.com/Mauerbluemchenclub?fref=ts) konnte man ja bereits im 1. Band – „Naschmarkt“ – kennen- und lieben lernen. Und allen, die „Naschmarkt“ noch nicht gelesen haben, empfehle ich auf jeden Fall, das zuerst zu lesen, auch wenn beide Geschichten in sich abgeschlossen sind und auch verständlich sind, wenn man den Erstling noch nicht kennt, so versteht man doch einiges besser, wenn man den ersten Teil vorher schon gelesen hat, zumal „Naschmarkt“ ebenso schön ist und man sich das keinesfalls entgehen lassen sollte …
Schon während man die ersten Kapitel liest, muss man erstmal seufzen, weil das Buch einfach wunderschön geschrieben ist – man kann das kaum in Worte fassen.
Nicht nur die Geschichte hat etwas Mystisches, sondern auch der wunderbare und außergewöhnliche, fast poetische Schreibstil von Claudia Toman machen das Buch rundum zu einem richtigen Wohlfühl-Buch.
Man möchte sich am liebsten in die Geschichte, die etwas von einer warmen, weichen, süß duftenden rosafarbenen Zuckerwatte-Wolke (oder wahlweise einer frischen, noch warmen, fluffig gebackenen Hefe-Mohnschnecke) hat, hineinfallen lassen und nicht mehr auftauchen.  Man leidet mit Dotti und ihren Freundinnen und reist mit ihr durch Wien und nach Prag. Die Handlungsorte sind so plastisch beschrieben, dass man selbst, wenn man noch nicht dort war, im Kopfkino eine Vorstellung bekommt, wie es dort aussieht – und wenn man schon mal dort war, bekommt gleich Lust die nächste Reise nach Wien (oder Prag) zu planen – außerdem gibt es ja google-Maps 😉 …
Die Backrezepte – auf dem Weg zur perfekten Mohnschnecke – verführen zum Nachbacken.
Für ihre Bücher hat Claudia Toman auf jeden Fall die perfekte Rezeptur bereits gefunden: eine gute Prise Romantik und Liebe, charmante Protagonisten, unter Beigabe von Humor, auf der Grundlage schöner Handlungsorte, gewürzt mit Mystik und verfeinert mit einem exzellenten, intelligenten, poetischen Schreibstil und einem spannenden, würzigen Handlungsstrang und überzogen mit einem  zauberhaften Ende ❤
Für Alle, die von Dotti und ihren Freundinnen nicht genug bekommen können – genau wie ich 😉 – haben sich Autorin und Verlag ein ganz besonderes Goodie ausgedacht, auf das man sich im Frühjahr 2014 freuen darf – ein Hinweis dazu gibt es am Ende des Buches – also: ein weiterer Grund, das Buch unbedingt zu kaufen!!!
Mir persönlich hat „Mohnschnecke“ sogar noch einen Tick besser gefallen als „Naschmarkt“ – insgesamt gibt es von mir eine uneingeschränkte 5 Punkte-Leseempfehlung (+ 5 Punkte extra für „Naschmarkt“) – einfach unglaublich schön …

4. Literatur-Salon bei Kerstin Hohlfeld, Gast-Autor: Martin Krist

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Am gestrigen Freitag, den 24.01.2014, fand bei der Autorin Kerstin Hohlfeld der 4. Literatur-Salon statt – eine private Veranstaltungsreihe, die ich bereits nach meinem ersten Besuch im Dezember lieb gewonnen habe und sehr schätze, weil man in angenehmer privater Atmosphäre die Gelegenheit hat, immer wieder andere Autorinnen und Autoren und ihre Werke persönlich kennenzulernen und einen netten Abend mit vielen netten und kultivierten Menschen verbringen darf.

Dieses Mal stellte der Thriller-Autor Martin Krist sein aktuelles Buch „Drecksspiel“ vor, das im August 2013 erschienen ist. Krimis und Thriller sind ja eigentlich nicht mein favorisiertes Genre (bin halt einfach ein Sensibelchen 😉 …), aber eben das meines Mannes. Somit waren wir gestern in umgekehrter Rollen-Kombination auf Lesungen unterwegs und ich war dieses Mal seine Begleitung 😉

IMG_1472IMG_1473Nach einem kleinen fröhlichen Umtrunk und Begrüßung der Gäste untereinander – wobei ich mich auch sehr gefreut habe, ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen, aber auch neue Leute kennenzulernen – folgte der Umzug in den Salon der hübschen Altbauwohnung im Südwesten Berlins.

Nachdem Kerstin ihre Gäste persönlich begrüßt hat, folgte das schon traditionell zum Literatur-Salon als Einführung gehörende kleine Blockflöten-Konzert von Kerstin’s jüngster Tochter Mia und ihrer Freundin. Dieses Mal hatte Mia zwei Stücke aus dem „Harry Potter“-Soundtrack einstudiert. Eine perfekte Auswahl wie ich finde, denn Vertonungen aus Fantasy oder Mystery passen meiner Meinung auch sehr gut als Einleitung zu einer Thriller-Lesung.

Nun begann die eigentliche Lesung.
Zu Beginn stellte sich der sympathische Autor Martin Krist, der mit richtigem Namen Marcel Feige heißt, erstmal den Lesungsbesuchern vor und berichtete ein wenig über die Arbeit am Buch, seine Ideen und die Entwicklung dieser zu einem Roman, seine verschiedenen Pseudonyme und wie diese sich zusammensetzen, den damit verbundenen Genres und Werke, seine journalistische Tätigkeit und seinen beeindruckenden Werdegang vom Hobby-Schreiber zum Journalisten zum Sachbuchautor – hier speziell Biografien – bis hin zum Roman- bzw. Thriller-Autor. Er wurde auf der Lesung begleitet von dem Illustrator Timo Kümmel, der die Illustration des Innen-Covers von „Drecksspiel“ gestaltet hat.

Martin Krist verstand es sehr gut, durch das Lesen bewusst gewählter Kapitel-Ausschnitte aus diesem Thriller einen Spannungsbogen herzustellen und die potenziellen Neu-Leser neugierig zu machen auf den weiteren Verlauf der teilweise doch ziemlich blutigen Story, so dass der Verkauf dieses Buches ebenso wie seiner anderen Werke in der Lesungspause auf jeden Fall angeheizt wurde.

IMG_1471IMG_1476Die Lesungspause startete zunächst mit dem Lieblingscocktail des Autors – einem Hemingway Sour – mit dem Autor natürlich als erstes versorgt wurde. Das könnte auch einer meiner Lieblingscocktails werden 😉 …
Danach ging es zum – wieder mal sehr liebevoll und mit viel Mühe angerichteten – vegetarischem bzw. teilweise sogar veganem Buffet mit vielen tollen Köstlichkeiten – hmm …

Nach vielen netten Gesprächen, leckerem Essen und köstlichen Drinks ging es dann zum 2. Teil der Lesung.
Martin Krist hatte schon berichtet, dass „Drecksspiel“ der 1. Teil einer Trilogie ist, wovon der nächste Teil im Herbst 2014 erscheinen soll. Zum Titel konnte und durfte er aus verlagsrechtlichen Gründen noch nichts sagen.
Wie es aber auch andere Autoren in ihren Lesungen praktizieren, wie z. B. Wladimir Kaminer, erprobte auch Martin Krist seinen aktuellen, noch nicht veröffentlichten Roman-Stoff an den Lesungsbesuchern und man begegnete Namen wieder, die man zuvor bei „Drecksspiel“ bereits vernommen hatte und somit gleich auch Interesse für die Fortsetzungen bei seinen Lesern geweckt wurde.

Nach Lesungsende gab es dann nochmals Gelegenheit, dem Autor Fragen zu stellen, Bücher signieren zu lassen und sich in einen Gedankenaustausch und tollen, angeregten Gesprächen mit Autor und Illustrator, den wirklich reizenden und perfekten Gastgebern und den anderen Gästen zu begeben, so dass es ein langer aber wunderbarer Abend wurde, bevor man sich dann auf den Heimweg durch das in jener Nacht -14°C kalte Berlin machte.

Ich möchte auf diesem Weg darauf aufmerksam machen, dass Ihr einen weiteren, tollen und ausführlichen Lesungsbericht (mit übrigens deutlich professionelleren Fotos als meinen 😉 …) auch wieder nachlesen könnt auf dem Blog von „Lesendes Katzenpersonal“ (http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2014/01/lesung-martin-krist-las-aus-drecksspiel.html), wo Ihr zudem von den beiden Viel- und Schnellleserinnen tolle Buchrezensionen zu ganz vielen unterschiedlichen Genres findet.

Vielen Dank an den Autor für die spannende Lesung, die bezaubernden Gastgeber für die tolle Organisation und liebevolle Bewirtung und alle anderen Gäste, die ich entweder wiedersehen oder neu kennenlernen durfte und somit auch wieder neue Kontakte knüpfen konnte, die den ohnehin schon perfekten Abend noch zusätzlich bereichert haben.

Ich freue mich schon sehr, auch beim 5. Literatur-Salon wieder zu Gast sein zu dürfen 🙂

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Review zur Lesung von Christiane Hagn – „Glück to go“ – am 06.01.2014 in Berlin

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IMG_1441IMG_1446Christiane Hagn hatte auf ihrer Facebook-Autoren-Seite für Montag, 06.01.2014, ihre erste Lesung des Jahres aus ihrem Buch „Glück to go“ angekündigt mit den Worten, dass gerade im trüben Monat Januar jeder ein bisschen Glück gebrauchen könne und man zahlreich erscheinen und glücklich werden sollte bzw. sie mit der Anwesenheit glücklich machen sollte. Dem bin ich sehr gerne nachgekommen – aber nicht, weil die Lesung unverständlicherweise gratis war.

Zuerst mal: Glück war, dass ich den Lesungstermin notiert habe und wir auch dorthin gegangen sind, denn es war ein ganz bezaubernder Abend und hat wirklich richtig gut getan und wir konnten sehr viel lachen.

Die Lesung fand im Vereinszimmer des Lokals „Kreuzberger Himmel“ in der Yorckstraße in Berlin-Kreuzberg statt, das der benachbarten katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius angeschlossen ist. Das Lokal ist sehr schön gestaltet und bietet eine interessante Speisekarte, deren Speisen so lustige Namen tragen wie „Heiliger Wendelin“ und „Franziskanerpfanne“ und zudem u. a. Produkte aus klösterlicher Erzeugung, die auch bei Zubereitung von Speisen und Getränken Verwendung finden.

Das Buch „Glück to go“ befand sich seit letztem Jahr noch ungelesen auf meinem SuB und wird nun nach dieser Vorstellung auch ganz zügig von mir gelesen werden. Christiane Hagn beschreibt in ihrem Erfahrungsbericht, der im Februar 2012 veröffentlicht wurde, ihre „20 kompromisslosen Selbstversuche, die tägliche Dosis Glück zu finden“. Ihre Suche nach dem ultimativen Glückskick beschreibt sie äußerst witzig mit einem sachlich-schnodderigen Schreibstil und es war einfach toll, ihr dabei zuzuhören, wie sie humorvoll einige dieser Selbstversuche vortrug. Besonders schmunzeln musste ich, als aus dem Kapitel „Glück ist göttlich“ vorgelesen wurde, wo Christiane ihre Erfahrungen mit der katholischen Theologie ihrer Jugend im erzkatholischen Bayern und einem Gespräch mit einem jüngeren Berliner Katholiken-Pfarrer für die Recherche zu diesem Buch gegenüberstellt. Ich bin zwar nicht in Bayern aufgewachsen, habe aber im Rheinland eine ähnliche katholische Kirchen-Karriere hinter mir (katholischer Kindergarten, katholische Grundschule, Kommunion, katholischer Religionsunterricht, Schulgottesdienste – die Firmung habe ich damals schon abgelehnt) und eine meiner ersten Amtshandlungen nach Beendigung meiner Ausbildung war mein Kirchenaustritt aus Überzeugung. Die Lesungslocation hat mir aber trotz des sakralen Backgrounds sehr gut gefallen 🙂

Weitere vorgetragene Kapitel drehten sich darum, ob es glücklicher macht, andere glücklich zu machen, um noch glücklichere Dänen, ob Glück ansteckend ist, ob Lach-Yoga glücklich macht, oder vielleicht Zumba, oder eine vegane Ernährung – aber natürlich enthält das Buch noch viel mehr tolle Kapitel zum Thema „Glück“ …

Das Buch ist meiner Meinung nach schon allein aufgrund des witzig-spritzigen Schreibstils und der großen Dosis Humor buchstäblich ein Glücksfall und sollte unbedingt gelesen werden!
Nachdem ich es selbst vollständig gelesen habe, wird hier auf jeden Fall noch eine Rezension folgen – ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf 🙂

Nach der Lesung bestand Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit Christiane Hagn, die absolut sympathisch und offen ist.

Christiane Hagn hat ihr persönliches Glück mittlerweile gefunden und auch darüber wieder ein Buch geschrieben „Macht’s gut Ihr Trottel – ich zieh dann mal ins Paradies“, in dem sie darüber berichtet, wie aus dem romantischen Urlaubsflirt mit einem südafrikanischen Fischer auf Sumatra die große Liebe wird und sie Job und Wohnung in Berlin aufgibt, um mit ihm im Paradies zu leben. Dieses Buch konnte ich nach der Lesung bei ihr persönlich erwerben und sie verriet, dass das Buch und ihr Glück in Fortsetzung gehen werden. Da sie selbst dieses Glück durch ihre positive Ausstrahlung nach außen transportiert, freut man sich, als Leser/in daran teilhaben zu dürfen.

Ich wünsche Christiane und ihrem Freund von Herzen alles Liebe und Gute und vor Allem ganz viel Glück für die gemeinsame Zukunft und freue mich auf – hoffentlich – weitere Lesungen und tolle Bücher 🙂
Danke für diesen schönen Lesungsabend 🙂

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Welcome 2014 – ein persönlicher Jahresrückblick auf 2013

Nun habe ich es also endlich geschafft – das Jahr 2013 – für mich das Allerschlimmste in meiner persönlichen Zeitrechnung – liegt nun hinter mir.
Auch, wenn ich mit vielen Begebenheiten in dem Jahr noch nicht abschließen konnte, wahrscheinlich nie wieder abschließen kann, weil sie mein Leben, meine Gesundheit und mein Umfeld leider nachhaltig beeinflusst haben, kann ich nur versuchen, 2014 positiv entgegen zu blicken. Ich war nie abergläubisch, habe keinerlei esoterische Neigungen und habe mir nie etwas aus der Zahl 13 gemacht, aber ich denke, dass das Jahr 2013 meine Sichtweise darauf auch irgendwie verändert hat.

Das persönliche Unheil hat schon im September 2012 erstmals einen Lauf genommen, als ich auf meiner Arbeitsstelle mehrfach mit anonymen Beleidigungen und Verleumdungen auf dem Postweg konfrontiert wurde, die sich später in sozialen Netzwerken und auf meinem Blog fortsetzten und wogegen ich zunächst Anzeige gegen Unbekannt erstattet habe. Offensichtlich war, dass sich diese Person intensiv mit meinem Leben beschäftigt (so als hätte sie kein eigenes), mich gestalkt hat (online und auch im realen Leben) und versucht hat, mich bei Allem übelst zu treffen, was mir in meinem Leben etwas bedeutet und woran ich Freude habe – aus jeder der Nachrichten ging auch unendlich viel Neid hervor.
Im Mai 2013 wurde ich dann mit einer Sache konfrontiert, die von einer Minute auf die andere, 3 Tage vor dem heiß ersehnten Ostsee-Urlaub nach Usedom, mein ganzes Leben in Trümmer gelegt hat und mit den privaten, beruflichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen daraus ich wohl sehr langfristig zu kämpfen habe und was mich immer noch sehr belastet. Ab diesem Zeitpunkt hörten jedoch auch schlagartig die Beleidigungen auf und der Zusammenhang – trotz scheinbarer Anonymität – war offensichtlich, so dass eine strafrechtliche Verfolgung unumgänglich ist.

Mein Grundsatz war immer, andere Menschen so zu behandeln, wie ich auch selbst gern behandelt werden möchte. Diesen Grundsatz hat diese andere Person auf keinen Fall, denn ich bin ganz sicher, dass sie das, was sie mir angetan hat, keineswegs selbst durchmachen möchte. Mir war bisher vollkommen fremd, wie Jemand aus Eifersucht, Neid und Habgier derart ausrasten und verletzen kann und das bis auf den Arbeitsplatz einer ihr persönlich eigentlich vollkommen unbekannten Person austragen kann, ohne sich einen Moment bewusst zu machen, was sie damit anrichtet – oder aber eben genau so etwas anrichten will. Ich bin bisher eigentlich immer sehr offen mit meinem Leben umgegangen, weil ich von Grund auf ehrlich bin, mir Neid eher fremd ist, ich tolerant bin, mich in meinem Urteilsvermögen nicht von anderen beeinflussen lasse und nichts zu verbergen habe, aber die Erfahrung mit Vertrauensmissbrauch, Lügen, Verleumdung, Fake-Profilen, Stalking, Beleidigungen usw. haben geprägt. Dass ich nichts zu verbergen habe, zeigt sich aber weiterhin daran, dass ich nicht zu den Personen gehöre, die dauernd ihre Profil-Namen in Online-Netzwerken ändern, sondern mir selbst treu bleibe ….
An alle Anderen: Passt gut auf, mit wem Ihr Euch online einlasst, ob die Personen eine Online-Historie haben, mit ihrem richtigen Namen agieren, ein echtes Profil-Foto und noch andere Freunde haben, nicht in Eurer Freundesliste „wildern“ und vieles mehr!!!

In dieser schlimmen Zeit habe ich erfahren, wer und was wirklich gute Freunde sind und danke hier in erster Linie meiner Herzensschwester und meiner Ersatz-Mama, dass sie mich aufgefangen, getröstet und aufgebaut haben, die Liebe, die ich für diese Personen empfinde, lässt sich kaum in Worte fassen, weil sie mich schon mein ganzes Leben begleiten – Ihr seid die Besten und meine wahre Familie! Aber auch andere Menschen, die selbst schon in der gleichen Situation waren oder auch welche, mit deren Hilfe und Verständnis ich nicht so gerechnet habe, waren und sind noch weiterhin für mich da – es hat einfach gut getan, so liebe Menschen um einen herum zu wissen, die einen unterstützen und Entscheidungen respektieren – egal, ob sie sich ebenso entscheiden würden oder auch nicht – dazu muss man sich auch nicht dauernd sehen, die Herzensnähe spürt man auch so. Einzelne Namen werde ich nicht nennen, diejenigen werden wissen, dass  ich sie meine :-).
Und natürlich auch meine beiden Katzen – die wichtigsten Persönlichkeiten in meinem Leben 🙂

Auch einige neue Freundschaften, die mein Leben bereichern, habe ich geschlossen.

Ich möchte an dieser Stelle auch mal Respekt und Mitgefühl an die drei Freundinnen aussprechen, die 2013 eine niederschmetternde, teilweise lebensbedrohliche, gesundheitliche Diagnose erhalten haben! Ich bin beeindruckt, wie tapfer diese Mädels mit ihrem Schicksal umgehen, nicht mit dem Leben hadern und sich nicht unterkriegen lassen und wirklich ein Vorbild sind. Die allerbesten Wünsche für Eure vollständige Genesung bzw. für den weiteren, hoffentlich milden Verlauf, der Erkrankungen! Auch Ihr wisst, wen ich meine 🙂 …

Die ganzen Geschehnisse haben bewirkt, dass mein ganzes bisheriges Leben gekippt ist und ich anderenorts einen kompletten Neuanfang machen musste, an dem ich noch weiterhin arbeite.

Dadurch ist das Lesen, wie auch einige andere Dinge im Leben, bei mir im letzten Jahr leider auch etwas zu kurz gekommen.
Meine persönlichen literarischen Highlights waren sicherlich der Besuch der Leipziger Buchmesse (auf die ich ganz sicher 2014 wieder gehen werde), der persönliche Kontakt und das persönliche Kennenlernen einiger Lieblingsautorinnen, der Besuch von Lesungen und, dass ich von drei Autorinnen gebeten wurde, deren Manuskripte vorab als Testleserin lesen zu dürfen. Leider fiel das Testlesen des einen Manuskriptes genau in den Zeitraum, wo es mir so schlecht ging und ich möchte mich auf diesem Wege nochmals bei der Autorin entschuldigen. Derzeit bin ich wieder Testleserin und das Manuskript hat mich ins neue Jahr begleitet und die Leserinnen dürfen sich im August 2014 auf wunderbaren Lesestoff freuen 🙂

Da ich ja ein kulturell sehr interessierter Mensch bin, freue ich mich besonders, dass das Angebot an Lesungen, Theater-Stücken, Konzerten, Museen in meiner neuen Heimat viel größer und attraktiver ist, als in meiner alten 🙂
Bis jetzt habe ich zwei Lesungen (Micaela Jary, Andrea Sawatzki) und zwei Konzerte (Max Raabe, Ray Wilson) besucht seit dem Umzug und weitere sind geplant.

Ebenso habe ich mich sehr gefreut, Kontakte zu anderen Buchliebhabern, Bloggern, Autoren durch soziale Netzwerke zu knüpfen und zu intensivieren. Es macht immer wieder Spaß, neue tolle Blogs zu entdecken, die mit soviel Liebe zum Detail gestaltet sind.

Zu meinem vergessenen Blogger-Geburtstag, der am 01.11.2013 war, werde ich mir noch eine Aktion einfallen lassen und das jetzt irgendwann im Januar nachholen.
Ebenso wird mein Blog in Kürze durch ein Postfach auf postalischem Wege erreichbar sein bzw. jetzt bereits durch eine Packstation-Anschrift.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein gutes Jahr 2014, auf das sich Eure Wünsche erfüllen, Ihr Euren Zielen ein Stück näher kommt und gesund bleibt. Denjenigen, die krank sind, wünsche ich eine schnelle Genesung! Und denjenigen, denen das Jahr 2013 ebenso übel mitgespielt hat wie mir, dass sie ihre Zuversicht und ihren Mut nicht vollends verlieren und sie 2014 für allen erlittenen (Seelen-)Schmerz mit vielen glücklichen Stunden belohnt werden!!!

Rezension: Rachel Cohn & David Levithan – „Dash & Lilys Winterwunder“

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Paperback, cbt (Jugendbuchverlag der Verlagsgruppe Random House), erschienen 03.10.2011, 319 Seiten, 12,99€
(seit dem 14.10.2013 ist das Buch mit neuem Cover auch als Taschenbuch im gleichen Verlag erhältlich für 7,99€)

Autoren
:
RACHEL COHN, geboren am 14.12.1968 in Silver Spring im US-Bundesstaat Maryland, wollte nach ihrem College-Abschluss in Politikwissenschaften eigentlich Journalistin werden, stattdessen zog es sie zunächst nach San Francisco, wo sie neben ihrer Arbeit in einer Anwaltskanzlei nebenher mit dem Schreiben anfing und wo auch ihr Erstlingswerk „Gingerbread“ entstand, welches 2002 veröffentlicht wurde. Heute lebt sie als renommierte Jugendbuch-Full-Time-Autorin mit ihren beiden Katzen in New York. Mit ihrem Co-Autor David Levithan hat sie insgesamt bereits drei Jugendbücher gemeinsam geschrieben und publiziert.
DAVID LEVITHAN, geboren am 07.09.1972 in Short Hills im US-Bundesstaat New Jersey, machte 1994 seinen Abschluss an der Brown University in Englisch und Politikwissenschaften. Bereits seit 2003, seit seinem ersten Roman „Boy meets Boy“ hat er sich einen Namen als Jugendbuchautor machen können. Die Homosexualität ist oft ein zentrales Thema seiner Bücher, da er selbst ebenfalls homosexuell ist. Neben seiner Tätigkeit als Autor ist er Herausgeber des Online-Magazins „PUSH“, einer Anthologie für junge Autoren. Zusammen mit seiner Co-Autorin Rachel Cohn hat er neben „Dash & Lilys Winterwunder“ auch „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ (das bereits verfilmt wurde) und „Naomi & Ely – Die Liebe, die Freundschaft und alles dazwischen“ veröffentlicht.

Handlung:
Der 16jährige Dash findet im Trubel kurz vor Weihnachten in der New Yorker Buchhandlung „Strand“ ein rotes Notizbuch zwischen den Büchern seines Lieblingsautors. In dem Buch fordert ihn die ebenfalls 16jährige Lily zu einer „Schnitzeljagd“ durch das weihnachtliche New York auf, auf die Dash sich aus Neugier und in Ermangelung anderer Pläne für die Weihnachtszeit gerne einlässt. Abwechselnd hinterlegen sie sich das Buch mit neuen Hinweisen und Aufträgen – wie bei einem Detektiv-Spiel – an den unterschiedlichsten Orten im winterlichen und touristischen New York und vermeiden tunlichst ein persönliches Treffen. Doch irgendwann ist ein Treffen unausweichlich und der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein …

Fazit:
Das Buch hat 329 Seiten, die in einem großzügigen Schriftbild bedruckt und in 20 Kapitel unterteilt sind. Sehr gut finde ich, dass es einen Wechsel zwischen den Schriftarten gibt und z. B. die persönlichen Nachrichten in dem roten Notizbuch durch eine andere, sehr ansprechende Schriftart hervorgehoben sind.
Die Cover-Gestaltung finde ich nett und ansprechend, ich muss allerdings dazu sagen, dass Rot nicht gerade meine Lieblingsfarbe ist und mir das neue Cover des Taschenbuchs, das in winterlichen Weiß- und Blau-Tönen gehalten ist mit der New Yorker Skyline im Hintergrund und einem Pärchen, das wohl Dash & Lily sein soll, im Vordergrund, optisch wirklich um ein Vielfaches besser gefällt 🙂
Das Buch ist eigentlich als Jugendbuch gedacht, kann aber auch von jung gebliebenen Erwachsenen gelesen werden und wird andere Generationen ebenso begeistern.
Die Protagonisten sind sympathisch und realistisch erdacht und die Story schlüssig. Der Schreibstil ist locker.
Beim Lesen der Geschichte läuft das Kopfkino ab und man kann sich dieses Buch sehr gut als Verfilmung vorstellen.
Ich war selbst zur Weihnachtszeit 2012 erst wieder in New York und auch an fast allen Orten, die in Buch genannt wurden – andere kannte ich hingegen noch von anderen New York-Aufenthalten. Wenn mal selbst schon in New York war und die Stadt zur Weihnachtszeit kennt, weiß man, dass das jedes Jahr auf’s Neue dort eine wunderschöne Zeit ist – nicht umsonst sind Touristen aus aller Welt dort und bewundern neben den günstigen Shopping-Möglichkeiten vor Allem auch die wunderschön geschmückte Stadt, die prunkvollen Kaufhäuser und die Holiday Markets – und nicht zuletzt die legendäre Eisbahn und den Weihnachtsbaum am Rockefeller Center. Und die Buchhandlung „Strand“ muss man einfach mal gesehen haben – sie ist im Vergleich zu deutschen Buchhandlungen oder Buchhandelsketten äußerst ungewöhnlich.
Die Story ist für mich wieder ein typischer American Dream – aber auch die Nebenhandlungen sind typisch amerikanisch.
Mich hat diese ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte vom ersten Moment an begeistern können und gefesselt und ich habe mich gefragt, warum ich sie nicht schon eher gelesen habe.
Daher gibt es von mir eine 5 Punkte (von 5 Punkten) Lese-Empfehlung für dieses Buch! Eine durch und durch süße Weihnachtsgeschichte.