Doppel-Empfehlung: Nancy Salchow – „Das Leben, Zimmer 18 und Du“ (Band 1) und „Eins plus eins macht Leben“ (Band 2)

IMG_1399IMG_1400Fakten:
„DAS LEBEN, ZIMMER 18 UND DU“, erschienen 20.09.2013, Taschenbuch, Amazon Distribution, 9,99€
EINS PLUS EINS MACHT LEBEN“, erschienen 20.11.2013, Taschenbuch, Amazon Distribution, 9,99€

Autorin:
Nancy Salchow, Jahrgang 1981, geboren und beheimatet an der wunderschönen Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns, hat – wie die meisten anderen Autorinnen und Autoren – schon als Kind gerne geschrieben und davon geträumt, eines Tages von dieser Leidenschaft  leben zu können. Ihre Kreativität lebte sie im Schreiben von Songtexten für eigene und Musikprojekte anderer aus, bevor sie sich dann ab Ende 2010 hauptsächlich dem Schreiben von Romanen gewidmet hat und mit ihren Geschichten sehr erfolgreich an Schreibwettbewerben teilnahm. Seit September 2011 erscheinen ihre Romane als eBooks bei neobooks / Droemer Knaur (erhältlich auch via amazon.de), die die eBook-Charts im Sturm eroberten. Neben ihren beiden ersten autobiographischen Werken „Das Leben, Zimmer 18 und Du“ und die Fortsetzung dazu „Eins plus eins macht Leben“ ist 2013 noch der eBook-6-Teiler „Die Wildroseninsel“ von ihr erschienen. Nachdem sie bisher zum Großteil im Self Publishing veröffentlicht hat, darf sie sich nun über einen Print-Vertrag mit einem großen deutschen Verlag freuen und ihre Leser(inne)n sich ganz sicher wieder über romantischen und gefühlvollen Lesestoff.

Handlung:
Nancy Salchow erleidet Anfang 2013 ein Burnout. Da sie auch in der Vergangenheit bereits mit Depressionen gelebt hat und erkennt, dass es dieses Mal sehr ernst ist und alles, was ihr bisher noch Freude bereitet hat, dieses Mal keinen Halt und Hilfestellung mehr geben kann, begibt sie sich im Februar 2013 zur Behandlung in eine Spezial-Klinik. Auf einem sehr steinigen Weg begegnet sie dem Schicksal der Vergangenheit erneut, setzt sich mit vielen Dingen, die sie nie verarbeitet hat, auseinander, um letztlich eine Entscheidung zu fällen, die nicht nur ihr eigenes Leben verändert und in eine neue Richtung lenkt, sondern auch ein anderes Leben mit neuem Lebensmut und vor allem Liebe bereichert. Hiervon berichtet sie – immer gekoppelt mit ihren facebook-Postings aus dieser Zeit, wodurch sie Kontakt zur Außenwelt hielt – in Tagebuch-Form in „Das Leben, Zimmer 18 und Du“.
In „Eins plus eins macht Leben“ erzählt Nancy, wie es ihr in ihrem neuen Leben nach dem Verlassen der Klinik so ergangen ist, wie sie sich weiterhin mit der Vergangenheit und dem schlimmen Schicksal ihrer Familie befasst, das für ihre eigene Erkrankung und ihren Lebensweg sehr führend war, mit der Vergangenheit Frieden geschlossen und auch im neuen Leben erste Hindernisse überwunden und die Liebe hat siegen lassen.
Beide Bücher sind bewusst unlektoriert und unkorrigiert abgedruckt worden, weil es Nancy Salchow sehr wichtig war, den Inhalt genauso wiederzugeben, wie er aus ihren Gedanken zu Papier gekommen ist.

Fazit:
Es fällt mir sehr schwer, für diese beiden, sehr persönlichen Bücher eine „normale“ Rezension, wie bei den anderen Büchern, die ich gelesen habe, abzugeben, daher habe ich mich dazu entschieden – und hoffe sehr, dass Nancy mir das nicht verübelt – hier eine doppelte Lese-Empfehlung für beide Bücher auszusprechen.
Cover- und Titel-Auswahl sind perfekt gewählt – ebenso wie die Farbgestaltung und der Titel-Schriftzug, wo auf beiden Covern das Wort „LEBEN“ hervorgehoben ist.
Der Inhalt beider Bücher ist so gehalten, dass man sie einzeln und unabhängig voneinander lesen kann. Ich konnte Band 1 jedoch schon nicht mehr aus der Hand legen und habe ihn in einem Rutsch weg gelesen und hatte, wie viele andere Leser(innen) den Wunsch zu erfahren, wie es Nancy nach ihrem Start ins neue Leben so ergangen ist. Band 2 enthält zwar sehr viele Rückblicke auf Band 1, ist aber meiner Meinung nach wirklich wichtig und unbedingt empfehlenswert, um vieles in Band 1 einfach besser zu verstehen, weil trotzdem vieles darauf aufbaut.
Beide Bücher sind sehr, sehr persönlich – ohne dem Leser jedoch das Gefühl zu geben, voyeuristisch zu sein – und haben mich unbeschreiblich berührt. Sowohl der sehr menschliche und lesernahe, aber auch teilweise poetische Schreibstil von Nancy Salchow wie auch die offene Art, mit der Nancy mit ihrer Erkrankung und den Veränderungen und auch Hürden im neuen Leben umgeht, strahlen unglaublich viel Mut und Lebenswillen aus, und zwar so, dass auch andere hieraus neue Energie und Zuversicht für ihr eigenes Leben ziehen können. Ich habe selbst ein ganz schlimmes Jahr hinter mir und muss sagen, dass mir die Lektüre beider Bücher in gewisser Weise Mut gemacht hat.
Zudem verbindet mich mit Nancy und ihrem Partner nicht nur die gleiche Erkrankung (ich hatte selbst 2009 ein Burnout, wobei die Ursache zwar ganz woanders lag, als der Auslöser, aber man feststellen muss, dass es da doch einen sehr engen Zusammenhang gibt und ich seither durch Belastungssituationen auch immer wieder gefährdet bin), sondern auch die unglaublich große Tierliebe – „Tiere sind ganz einfach die besseren Menschen“. Und welche Kraft, Liebe und auch Verantwortungsbewusstsein einem depressiven Menschen das Zusammenleben mit seinen Tieren geben kann, kann wirklich nur jemand nachvollziehen, der selbst Tiere liebt und mit Tieren lebt.
Ich gebe für beide Bücher eine uneingeschränkte 5-Punkte-Leseempfehlung!!! Diese berührende Geschichte kann eigentlich niemanden kalt lassen. Bitte mehr solche Bücher, mehr solche Autoren und mehr Menschlichkeit unter Mensch und Tier 🙂

ANMERKUNG:
Gerade im Jahr 2013 ist amazon.de aufgrund der in der Presse publizierten Arbeitgeberpolitik sehr negativ ins Licht der Öffentlichkeit gerutscht, was jedoch ganz sicher in vielen Branchen so ist, so dass man sich als Verbraucher, Kunde, Leser oder Ähnliches immer und überall vor Augen halten muss, wo fange ich an zu boykottieren und wo höre ich auf?! Und schadet dieser Boykott dann nicht genau denjenigen, denen es möglicherweise sowieso schon schlecht geht?! Deren Arbeitsplätze dann nicht nur schlecht bezahlt sind, sondern mangels Kundschaft dann sogar gefährdet …
Man sollte bei aller Kritik jedoch auch nicht vergessen, dass amazon.de für viele junge Autorinnen und Autoren, die nicht direkt das Glück haben und einen großen Verlagsvertrag an Land ziehen, eine unglaublich große und zunächst auch oft erstmal die einzige Chance ist, ihre Bücher trotzdem zu veröffentlichen – wenn auch oft zunächst erstmal „nur“ als eBook. Durch Selbstmarketing und Leser-Nähe in sozialen Netzwerken nutzen sie die Möglichkeit, ihre Veröffentlichungen bekannt zu machen und zu testen, wie diese bei der Leserschaft ankommen. Für so manche(n) Schriftsteller(in) hat sich dadurch dann doch noch die Gelegenheit ergeben, mit einem Manuskript, was zunächst auf Ablehnung bei Literaturagenten oder Verlagen gestoßen ist, doch noch zum ersehnten Ziel – nämlich der ersehnten Publikationsvertrag eines Verlages – zu gelangen. Und ich bin der Meinung, dass man dies auf jeden Fall weiter fördern sollte, weil uns Lesern dadurch sicherlich schon viele gute Autorinnen und Autoren gar nicht in Augenschein getreten wären!!!!

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