Rezension: Rebecca Niazi-Shahabi – „Ich bleib so scheiße wie ich bin – Lockerlassen und mehr vom Leben haben“

20130407-170557.jpgFakten:
Taschenbuch, Piper, erschienen im Februar 2013, 256 Seiten, 9,99€

Autorin:
Rebecca Niazi-Shahabi, wurde 1970 in Bremen geboren, lebt heute in Berlin und hat deutsch-iranisch-israelische Wurzeln. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin ist sie Werbetexterin und freie Journalistin und gibt Coaching-Seminare zum Thema „Charisma“.

Handlung:
„Schluss mit der Selbstoptimierung“ ist der Leitspruch dieses Buches.

Fazit:
Zuerst einmal muss ich zugeben, dass ich eigentlich absolut keine Leserin von Ratgeber-Büchern bin und die Ratgeber, die ich in meinem ganzen bisherigen Leben gelesen habe noch maximal an zwei Händen abzählbar sind. Das liegt auf jeden Fall daran, dass ich mich ebenso wenig von irgendwelchen Büchern noch von irgendeiner Form der Esoterik fremdsteuern lasse und schon gar nicht von irgendwelchen Personen, die meinen, ich hätte mich für sie zu ändern. Ich habe schon immer gern polarisiert und nicht immer die Dinge für gut befunden, die der Masse liegen. Dass ich so bleibe, wie ich bin, war also für mich schon vor der Lektüre dieses Buches klar. Somit hatte ich wahrscheinlich die Erwartung, in diesem Buch irgendwo die Bestätigung für meine Ansicht zu finden.
Ich habe mich irgendwie von dem witzigen Titel und dem tollen pinkfarbenen Cover (… ja, ich bin eben ein großes Mädchen 😉 …) magisch angezogen gefühlt.
Leider hat der Inhalt des Buches nicht im Geringsten so viel Charme wie sein Äußeres. Die Idee zu diesem Buch ist eigentlich toll, wurde aber meiner Meinung leider nicht so wirklich ansprechend umgesetzt. Vor Allem hat mir auch der Humor gefehlt. An manchen Stellen habe ich mich jedoch gefragt, ob äußerst fragwürdige Tipps wie z. B., dass man einfach mal koksen sollte, wenn man mal kurzzeitig mit gesteigertem Selbstbewusstsein durchs Leben gehen will und sehen wie die Umgebung darauf reagiert oder, dass man sich, wenn man eine fremde Sprache lernen möchte, am besten einen (außerehelichen) Liebhaber zulegt, dessen Muttersprache genau die anvisierte Sprache ist, dem speziellen Humor der Autorin entspringen oder tatsächlich ernst gemeint sein sollen …?!
Stückchenweise hatte ich beim Lesen zwar auch mal das Gefühl, dass jetzt mal ein halbwegs lesenswerter Part kommt, aber insgesamt hat mich das Buch nicht so begeistert, wie ich es mir gewünscht hätte. Lediglich das letzte Kapitel, in dem es um beruflichen (Miss-)Erfolg geht, fand ich wirklich gut. Aber bis dahin musste ich erstmal kommen, weil ich zwischendurch kurz vor dem Abbruch war.
Der „Vorgänger“ aus der Feder dieser Autorin, „Nett ist die kleine Schwester von Scheiße – Daneben benehmen und trotzdem gut ankommen“ werde ich wohl nicht mehr lesen.
Für die Grund-Idee, das Cover, den witzigen Titel und die wenigen lesenswerten Abschnitte des Buches gibt es von mir so gerade mal 3 von 5 möglichen Punkten.

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