Rezension: Kerstin Klein – „Vollmeisen“

IMG_0784Fakten:
Taschenbuch, blanvalet, erschienen im März 2012, 286 Seiten, 8,99€

Autorin:
Der Berufsweg führte die deutsche Autorin Kerstin Klein zunächst in eine ganz andere Richtung, nämlich auf den der Rechtsanwaltsgehilfin. Sie lebte dann ein Jahr in Griechenland und kehrte danach nach Hamburg zurück. Bis zur Geburt ihres Sohnes war sie in einem Fachverlag tätig, danach dann als Journalistin für eine lokale Zeitungsgruppe in der Nordheide. Mit ihrem Mann lebt sie seit 2000 in einem winzigen Dorf zwischen Hamburg und Bremen. Dort ging sie bis vor wenigen der Jahren der Zucht von Pferden und Hängebauchschweinen nach, ebenso wie jetzt ihrer ganz großen Leidenschaft – dem Schreiben. Zu „Vollmeisen“ ist im April 2013 die Fortsetzung „Dumpfbacken“ ebenfalls im blanvalet-Verlag erschienen.

Handlung:
Die 29jährige Alice steht, nachdem sich ihr Freund Simon überraschend von ihr getrennt hat, nicht nur ohne Mann, sondern auch ohne Wohnung und ohne Job da und zieht wieder zu ihren Eltern und ihrer Schwester. Als sie von einem belgischen Gangster verfolgt wird, wird ihr erstmals bewusst, dass sie sich aus irgendeinem Grund in Gefahr befindet und dieser Grund höchstwahrscheinlich bei ihrem Ex-Freund Simon liegt. Der smarte Nick, der ihren Weg kreuzt, erweist sich nicht nur als Retter in der Not, auf der Flucht vor diesem Gangster, sondern auch als ihr neuer Chef, der ihr einen Job als Bürohilfe in einer Porno-Produktion anbietet. Aber das Chaos in Alice’s Leben nimmt immer mehr Fahrt auf und sie schlittert von einer irrsinnigen Situation in die Nächste …

Fazit:
Das Cover ist zwar witzig gestaltet, aber gelb ist nicht so ganz meine Farbe. Ebenso finde ich den Klappentext nicht so gut gelungen.
Das Druck- und Schriftbild ist sehr angenehm gewählt, das Buch ist nicht in Kapitel aufgeteilt.
Der Schreibstil der Autorin ist jedoch witzig, spritzig und sehr flüssig, so dass man es recht schnell durchlesen kann und dabei wirklich viel Spaß hat und ganz viele Lacher. Es ist aber nicht geeignet für Leserinnen, die eine reine romantische Love-Story mit Tiefgang erwarten. Vom Genre her ist es natürlich auf jeden Fall ChickLit, aber eben auch zu einem ganz großen Anteil Krimi-Komödie. Ein Gag jagt den nächsten und eine Situation ist komischer als die andere :-). Ich konnte mir das Ganze problemlos als Film vorstellen – vielleicht mit Carolin Kebekus in der Hauptrolle der Alice.
Für alle, die auch mal gerne was Lustiges, nicht ganz realistisches lesen mögen, bietet das Buch wirklich ein großes Lesevergnügen 🙂
Ich hab das Buch für meine Verhältnisse ziemlich schnell weg gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung „Dumpfbacken“, die mir der blanvalet-Verlag freundlicherweise sogar als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Da ich die Protagonistin Alice doch stellenweise recht oberflächlich fand und ein paar Gags weniger dem Buch auch nicht schlecht getan hätten, um es nicht zu überladen, gibt es von mir ein Pünktchen Abzug und somit 4 von 5 möglichen Punkten.

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