Reise-Bericht von der Leipziger Buchmesse 2013

Mein Buchmesse-Ausweis

Mein Buchmesse-Ausweis

Willkommen in Leipzig

Willkommen in Leipzig

Am vergangenen Freitag haben mein Mann und ich uns aufgemacht zu einem Kurz-Trip nach Leipzig, wo wir am Samstag dann die Buchmesse besucht haben.
Nach einer gemütlichen Autofahrt bei traumhaften Wetter haben wir dann am Nachmittag Leipzig erreicht, in unserem Zimmer im Marriott-Hotel Leipzig eingecheckt und uns dann auf den Weg gemacht, die Innenstadt zu erkunden. Wir waren noch nicht lange in der City unterwegs, als Jorge Gonzalez mit seinem Tross unseren Weg kreuzte – und er trug keine High-Heels 😉 …
Seit unserem letzten Besuch in Leipzig hat sich wirklich einiges getan bzw. ist noch in der Weiterentwicklung, was im Klartext heißt: Auch hier gibt es Baustellen ohne Ende, die zur Stadtverschönerung beitragen sollen – wenn denn alles mal fertig ist 😉 … Aber Leipzig ist wirklich eine ganz tolle Stadt, die mir damals auch schon sehr gefallen hat. Da ich auch großer Architektur-Fan bin, finde ich die Mischung aus sanierten Renaissance-Bauten, futuristischer Architektur und unsanierter Bauten sowie sozialistischer Architektur sehr spannend. Leipzig gehört durchaus zu den deutschen Städten, in denen ich mir vorstellen kann, zu leben.
Den Abend haben wir dann gemütlich nach einem leckeren Essen in der Hotel-Lounge ausklingen lassen.

Durch den Hinweis anderer Blogger hatte ich von der Möglichkeit erfahren, ein Presse-Ticket als Blogger zu ergattern, was auch perfekt funktioniert hat. Mein Mann hat zudem als Begleitung ebenfalls eine kostenlose Tageskarte erhalten. Da wir eigentlich den 1. großen Besucher-Ansturm am Samstag abwarten wollten, haben wir uns erst nach 10.30 Uhr auf den Weg Richtung Leipziger Messe gemacht, mussten aber feststellen, dass es an einem Samstag offenbar keinen 1. Ansturm gibt, sondern der ganze Samstag ein einziger Ansturm ist ;-). Der Shuttle-Bus zur Messe war voller kostümierter Cosplayer, deren Interesse hauptsächlich den Ausstellern im Bereich Manga/Anime galt – aber vor Allem natürlich dem Sehen und Gesehen werden. Manche haben sich wirklich irre viel Mühe mit ihren Kostümen gegeben – wirklich sehr beeindruckend – während bei manchen aber die sogenannte „Verkleidung“ eher etwas lieblos war. Nachdem wir im Presse-Bereich eingecheckt haben, Garderobe abgegeben und mit Messe-Katalog und Lesungsverzeichnis ausgestattet waren, sind wir losgestiefelt ;-).

Claudia Toman alias Anna Koschka

Claudia Toman alias Anna Koschka

Gabriella Engelmann (Lulu Rakete) & Jakob M. Leonhardt (Ben Schumann)

Gabriella Engelmann (Lulu Rakete) & Jakob M. Leonhardt (Ben Schumann)

Die Menschenmassen waren absolut unbeschreiblich, ebenso wie die Größe der Messehallen. Wir sind deutlich langsamer voran gekommen als geplant, an den Ständen hatte man wegen der Menschenmassen eher wenig Gelegenheit mal richtig zu schauen und Lesungen haben wir dann doch eher zufällig mitbekommen im Vorbeigehen, haben aber unser Interesse an politischen Lesungen festgestellt, u. a. nachdem die ehem. Piraten-Politikerin, Astrid Geisler, Auszüge aus ihrem Erlebnisbericht aus ihrer Partei-Zeit vorgetragen hat.
Es war unglaublich voll und die Lauferei war ziemlich erschöpfend. Im Fazit dazu muss ich dazu sagen, dass ich meine nächste Buchmesse – oder Messen überhaupt (nach den Erfahrungen der IAA in Frankfurt) – auf jeden Fall nicht mehr samstags, sondern nur noch an einem Wochentag besuchen werde, weil man da wahrscheinlich einfach mehr davon hat …
Schon seit längerer Zeit habe ich via facebook Kontakt zu den wunderbaren Autorinnen Gabriella Engelmann und Claudia Toman, mit denen ich mich auf der Buchmesse verabredet hatte zwecks persönlichem Kennenlernen. Gerne hätte ich auch Emma Bieling getroffen, die sich aber – klugerweise – zu Gunsten ihres kleinen Sohnes für einen Besuch am weniger frequentierten Freitag entschieden hatte. Zuerst trudelte ich nachmittags ein am Stand des arena-Verlages ein, wo ich eine glänzend gelaunte und echt liebe Gabriella Engelmann und ihren super-netten Co-Autor von dem wunderbaren Jugendbuch „Im Pyjama um halb vier“, Jakob M. Leonhardt, also quasi die Stimmen von „Lulu Rakete“ und „Ben Schumann“ treffen, ein bisschen quatschen und mein Buch signieren lassen konnte. Ich habe mich auch sehr gefreut, eine andere Bloggerin, Daniela Brose, von „Brösels Bücherregal“ dort persönlich kennenlernen zu dürfen.
Dann durfte ich auch endlich noch die bezaubernde Claudia Toman, vielen eher bekannt als „Anna Koschka“, Autorin des tollen Buches „Naschmarkt“ persönlich kennenlernen und möchte ihr und ihrem Freund Philipp Bobrowski auch nochmal ganz herzlich danken, dass das möglich war – und auch für die süße Widmung in meinem „Naschmarkt“.
Diese persönlichen Treffen haben den Tag sehr bereichert – DANKE 🙂

Da wir auch zum Lager-Verkauf von MOMOX bzw. MediMops wollten – ganz in der Nähe der Messe-Hallen, sind wir dann leider nicht mehr zur Lesung von „Im Pyjama um halb vier“ geblieben. Der Lager-Verkauf war der absolute Hammer: Gebraucht-Bücher unterschiedlichster Qualität und unterschiedlichsten Alters so ziemlich aller Genres sowie CDs, DVDs, PC-Spiele etc. wurden jeweils zum Preis von 1 € pro Stück verkauft, weil die Lagerkapazitäten von MOMOX nicht mehr ausreichen. Auf der Buchmesse gab es dann sogar nochmal Gutscheine, womit jeder Besucher ein Buch gratis bekam. Der Verkauf fand in den ehemaligen Hallen des Quelle -Versandhauses statt und war unbeschreiblich. Wir waren ca. 1 Std. dort und haben nicht annähernd die Hälfte der Halle geschafft (da wir von der Messe so erschöpft waren, sind wir wie in Trance da durch gewandelt) – haben aber auch „nur“ ca. 20 Bücher gefunden (für mich waren da einige Jugend-Erinnerungen darunter, da ich ja leider damals fast meine ganzen Schneider-Bücher leichtsinnig vertickt habe), mein Mann hat sich mit Krimis eingedeckt und Geschenke für Freundinnen habe ich auch noch gefunden. Manche Leute sind mit ca. 10 Kisten vom Gelände runter – unglaublich …
Im Hotel angekommen, haben wir dann erstmal lecker in der Lounge gegessen, unseren schmerzenden Füße eine Pause gegönnt und Cocktails getrunken.

MDR-Hochhaus

MDR-Hochhaus

Wohnen am Wasser in Leipzig-Plagwitz

Wohnen am Wasser in Leipzig-Plagwitz

Am Sonntag haben wir uns nach dem Frühstück nochmal auf den Weg gemacht und sind noch ein wenig durch Leipzig gebummelt und im Einkaufszentrum im wunderbaren alten Hauptbahnhof gewesen. Die Architektur des Leipziger Hauptbahnhofs hat ein wenig Ähnlichkeit mit der Grand Central Station in New York und ist wirklich sehenswert.
Danach haben wir uns dann auf die Rückfahrt gemacht und dann zuerst noch in Leipzig-Plagwitz gestoppt, wo „Wohnen am Wasser“ vorbildlich umgesetzt wurde – was uns natürlich besonders interessiert hat. Zudem hat der Stadtteil – wie Leipzig überhaupt – auch wieder wunderschöne, im Ganzen erhaltene historische Straßenzüge. Man kann sich gar nicht sattsehen daran, auch wenn es zwischendurch immer wieder noch unsanierte Häuser gibt, aber auch dieser Sanierungskontrast ist sehr sehenswert.

Von Leipzig aus haben wir dann noch einen Abstecher in die Goethe-Stadt Weimar gemacht, wo wir auch noch nie waren und die nicht minder sehenswert ist – klein aber fein – und nicht umsonst zum Weltkulturerbe zählt. Dort haben wir dann noch gemütlich Kaffee getrunken in einem antiken Hotel, wo uns der Schauspieler Günter Lamprecht am Tisch gegenüber saß.

Danach ging es dann nonstop Richtung Heimat, wo wir von unseren beiden süßen Katzen erwartet wurden, die von der lieben Angie von http://www.cats-cologne.de/ liebevoll, perfekt und professionell versorgt wurden – DANKE nochmals dafür.

Marktplatz in Weimar

Marktplatz in Weimar

Goethe-Denkmal inmitten einer Baustelle

Goethe-Denkmal inmitten einer Baustelle

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