Rezension: Fanny Wagner – „George Clooney, Tante Renate und ich“

Autorin:
Fanny Wagner ist ein Pseudonym der Autorin Hermien Stellmacher, die 1959 in Leiden/Niederlade geboren wurde und seit 1974 in Deutschland lebt. Sie studierte in Würzburg Grafik-Design mit Diplom und ist bisher hauptsächlich als Illustratorin und Autorin von Kinder- und Jugendbüchern in Erscheinung getreten. Mit Mann und Katzen lebt sie in der Nähe von Bayreuth.


Handlung:

Die 34jährige Eva hat immer wieder Pech mit Männern und lebt zusammen mit ihren Freundinnen Antonia und Bettina in einer WG, in die auch Eva’s 59jährige Tante Renate nach einem Wasserrohrbruch als Gast aufgenommen wird. Die rüstige Tante Renate hat den Glauben an die große Liebe noch nicht verloren und geht im Internet auf der Suche nach Männerbekanntschaften. Eva hingegen begegnet im Treppenhaus einem geheimnisvollen Fremden, der aussieht wie eine jüngere Ausgabe von George Clooney und belegt seinetwegen sogar einen teuren Atmungskurs in der zwielichtigen Esoterik-Schule in ihrem Haus, um ihn wiederzusehen.

Die Handlung nimmt eine turbulente Wendung, weil zwei überraschende Erzählstränge aus einem weiteren Genre, die man zunächst für nebensächlich hält, geschickt mit der Hauptstory verflochten werden und zum erwarteten Happy-End beitragen. Ich möchte jedoch nicht allzu viel von der Handlung vorweg nehmen, weil die Leser/innen sich selbst an der Geschichte erfreuen sollen.


Fazit:

Das Taschenbuch hat 288 Seiten – für mich eine ideale Lese-Länge –

und ist in 17 Kapitel, ebenfalls nicht zu kurz oder zu lang – aufgeteilt. Das Schriftbild ist sehr angenehm. Der Schreibstil leicht und flüssig, so dass man das Buch locker weglesen kann. Die Story ist zwar zumindest teilweise vorhersehbar, jedoch werden Leser/innen überrascht, von einer Wendung in der Geschichte aus einem weiteren Genre, die humorvoll in die Hauptstory einfließt, was mir besonders gut gefallen hat. Während der ganzen Geschichte kommt nie Langeweile auf, weil die Autorin durch ihren die Geschichte führenden und witzigen Erzählstil die Leser/innen zu fesseln weiß.
Einen ganz kleinen Punktabzug gibt es von mir, weil ich mindestens 2x zurückschlagen musste, weil auf einmal Nebencharaktere auftauchten, an die ich mich nicht erinnern konnte, weil sie meiner Meinung nach nur zu kurz und wenig einprägsam erwähnt wurden. Schade fand ich auch, dass nirgendwo erwähnt war – es sei denn, ich habe es möglicherweise selbst irgendwie übersehen – wo die Geschichte spielt und man selbst durch Hinweise auf bestimmte Straßen und Örtlichkeiten darauf kam, dass der Handlungsort München sein muss.
Insgesamt ein tolles Debüt von Fanny Wagner im Genre „Frauenromane“, das viel Spaß beim Lesen bietet und uneingeschränkt von mir weiterempfohlen wird und Vorfreude auf weitere Bücher von ihr macht.
4 von 5 möglichen Punkten gibt es von mir 🙂

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