Das gedruckte – und illustrierte ;-) – Wort

20130117-182010.jpgIch bin mir ganz sicher, dass fast alle Leser von Büchern nicht nur Bücher lieben, sondern – wie ich jedenfalls – das gedruckte Wort im Allgemeinen 🙂
Und ganz toll ist es natürlich, wenn die Worte nicht nur gedruckt sind, sondern begleitet von Fotos oder Illustrationen – wie es eben bei Zeitschriften der Fall ist.
Meine Leidenschaft für’s Lesen lag eigentlich von jeher nicht nur beim Lesen von Büchern, sondern ebenso – seit frühester Kindheit – beim Lesen von Zeitschriften.
Zielgruppe, Anspruch und Inhalt der Zeitschriften haben sich jedoch im Laufe des Lebens natürlich (traurig, wenn es nicht so wäre 😉 …)  immer wieder verändert.

In der frühen Kindheit waren es noch Comic-Zeitschriften wie „Bussi Bär“, „Yps“, „Micky Maus“ bzw. „Disney’s Lustige Taschenbücher“,“Sport Billy“, „Pif-Pocket“ (ein Ableger von „Yps“), Rätsel-Hefte wie „Rate Mal“ oder Wissens-Magazine für Kinder wie „Stafette“ oder die Kinder-Fernsehzeitung „Siehste“ (ein Ableger der Hörzu).

In der frühen Jugend kamen dann Mädchen-Comics wie z. B. „Biggi“ aus dem Bastei-Verlag hinzu. Wenn ich mir heute die Cover dieser Hefte anschaue, dann würde man es wahrscheinlich heute fast in die Kategorie „Manga“ schieben. Beispiele gefällig: http://www.google.de/search?q=Biggi+Comic&hl=de&tbo=u&tbm=isch&source=univ&sa=X&ei=Drv6UKjTPNGR0QWaw4DgDA&ved=0CEAQsAQ&biw=1678&bih=827.
Genau diesem Magazin, in dem neben der Comic-Story auch immer Tipps hinsichtlich Styling, Kosmetik, Kreativität usw. für Mädels waren, habe ich seit Ende 1985 – als sich mein Dasein als Nena-Fan damals langsam dem Ende zuneigte und ich meine ganze Sammlung loswerden wollte, was ich dort inserierte – eine ganz bezaubernde Freundschaft in Österreich zu verdanken, die bis heute anhält; zunächst ganz lange als Brieffreundschaft, dann als Mail-Freundschaft (was uns die Möglichkeit gegeben hat, immer gegenseitig auf dem aktuellsten Stand unserer beider Leben zu sein) und natürlich haben wir uns auch persönlich kennengelernt. Auf diese langjährige Freundschaft sind wir Beide wirklich sehr stolz – Danke Sue :-).
Zum gleichen Zeitpunkt haben da natürlich auch Zeitschriften wie „Bravo“, „Pop Rocky“, „Popcorn“, „Musik-Express Sounds“ usw. eine große Rolle in meinem Lese-Leben gespielt, da uns Jugendlichen vor Allem solche Magazine auch ermöglicht haben, eine Popstar-Fankultur zu entwickeln. Ab und zu, wenn es um besondere Filme ging, wurde auch schon mal die „Cinema“ gekauft.
Zeitschriften wie „Bravo Girl“ und „Mädchen“ waren damals auch enorm wichtig für mich.
Wenn ich Gelegenheit hatte, an Zeitschriften aus Großbritannien zu kommen, habe ich mich immer sehr über „Just Seventeen“ und „Smash Hits“ gefreut.
Dann gab es natürlich auch noch sowas wie die „Teen Vogue“ oder „Young Miss“.

Später, als Eishockey mein Hobby wurde, wurden jede Menge Eishockey-Zeitschriften gekauft – angefangen hat damals alles mit dem „Sport-Kurier“.
Als wir unseren Kater bekamen, kamen dann unterschiedliche Katzen-Magazine wie „Geliebte Katze“, „Our Cats“ usw. dazu.
Auch Koch-Magazine fand ich schon immer interessant und die werden auch heute noch ab und zu von mir gekauft.
Früher habe ich auch immer mal wieder die „Freundin“, „Für Sie“, „Journal für die Frau“ (gibt es leider nicht mehr) oder die „Brigitte“ gekauft.

Irgendwann – ich weiß gar nicht mehr wann – brauchte ich dann meine regelmäßige Dosis Glamour.
Zeitschriften wie „Bunte“ oder „Gala“, die ich mir früher irgendwann in Ermangelung günstigerer Publikationen mit ähnlichem Inhalt, auch schon mal gegönnt habe, werden jetzt vornehmlich beim Arzt oder Friseur gelesen – für die Mode, Kosmetik, Reisen usw. darin, bin ich leider nicht so ganz die passende Zielgruppe :-(. Die legendäre „Birkin Bag“ von Hermès, die neu soviel kostet wie ein Kleinwagen, und in solchen Zeitschriften gerne mal beworben wird, wird ganz sicher immer ein Traum für mich bleiben müssen 😦 …
Seit einigen Jahren gibt es glücklicherweise Verlage, die solche ähnlichen Magazine – zwar nicht ganz glamourös wie die vorgenannten – für Menschen aus dem normalen Leben herausgeben: „In“, „OK“, „Closer“, „InTouch“ – aus diesen Zeitschriften habe ich schon gute Tipps hinsichtlich Klamotten, Bücher, Kochen, Kosmetik mitgenommen. Die „Life & Style“ wurde leider wieder eingestellt – die fand ich eigentlich noch besser.
Gerne habe ich auch solche Stadtmagazine wie „Prinz Köln“ gelesen, weil dort immer ganz tolle Restaurant-Tipps drin standen, aber auch die wurde leider zum Jahresende 2012 als Print-Ausgabe eingestellt. Gerade von den Stadtmagazinen erscheinen 1x jährlich Sonderausgaben mit Ausgehtipps (Restaurants, Bars, etc.), die auch zu den Veröffentlichungen gehören, die jährlich den Weg in unseren Haushalt finden.

Folgende Frauenzeitschriften lese ich derzeit regelmäßig: „Myself“, „Maxi“, „Petra“ – und zwar daher besonders gerne, weil es diese Hefte immer in einer Pocket-Ausgabe gibt und mir natürlich der Inhalt weitestgehend zusagt 🙂
Bei der „Für Sie“ finde ich es schade, dass die leider nur in den Sommermonaten (also während der Hauptreisezeit) als Pocket-Exemplar erscheint, sonst würde ich die sicher auch öfter mal kaufen.
Die „Myself“ ist irgendwie meine Lieblingszeitschrift geworden, weil ich die Berichte und die Aufmachung sehr mag – die habe ich vor einigen Jahren zufällig am Flughafen entdeckt und war von Anfang an begeistert.  Außerdem mag ich sehr das REWE-Magazin „Laviva“.
Kochzeitschriften kaufe ich keine regelmäßig – in den letzten 2 Monaten lediglich die „Jamie“ (Jamie Oliver’s Kochmagazin).
Da ich nach wie vor Kreuzworträtsel liebe (das habe ich von meinem Vater geerbt), kaufe ich mir auch alle paar Monate zum Zeitvertreib für die Mittagspause oder wenn ich krank bin oder für den Urlaub eine Rätsel-Zeitschrift. Da ich sozusagen „Zahlen-Legastheniker“ bin (also heutzutage würde man sagen, ich hätte „Dyskalkulie) gehören „Sudoku“ nicht dazu 😉 …

Insgesamt muss ich sagen, dass ich zu den Zeitschriften-Lesern gehöre, die bei den Händlern wahrscheinlich eher nicht so gern gesehen sind: Bevor ich Zeitschriften kaufe, nehme ich vorher oft einen Blick ins Inhaltsverzeichnis (z. B. bei der „Glamour“, „Joy“, „Jolie“, „Freundin“, „Brigitte“, „Für Sie“ – hier bevorzugt auf Bücher-Tipps, Kolumnen (die für mich zu einer guten Zeitschrift absolut dazu gehören – ich bin großer Fan von Kolumnen unterschiedlichster Art), Kochrezepte, Reisetipps) und wenn mir etwas aus dem Inhalt zusagt, kaufe ich die Zeitschrift auch sehr gerne ;-).
Erfreulich finde ich aber auch Gratis-Zeitschriften wie das dm-Magazin „Alverde“ oder Apotheken-Zeitschriften 😉

Wichtig sind mir aber auch Tageszeitungen. Den „Kölner Stadt-Anzeiger“ haben wir im täglichen Abo und auch die „Welt am Sonntag“ gehört fest zur Wochenend-Lektüre – alles andere wird online gelesen. Aber ich finde die Lektüre von Tageszeitungen gerade für die Allgemeinbildung sehr wichtig.

So, das war mein Lese-Outing der anderen Art und hoffe mal, niemanden geschockt zu haben, was ich so alles gerne lese 😉

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3 Kommentare zu “Das gedruckte – und illustrierte ;-) – Wort

  1. Ich bin bin beeindruckt, ich muß gestehen, täglich lediglich die Bilder im Express zu überfliegen und auch sonst bei Zeitschriften mehr auf bunte Bildchen zu stehen…. allerdings stapeln sich hier die Kochzeitschriften… 🙂

  2. Also ich lese eigentlich nie Zeitschriften. Früher, als sie ganz neu war, hatte ich mal die Neon abonniert. Seit sie aber Mainstream ist, hat sie ihren Stil geändert und das gefiel mir nicht mehr.
    Jetzt gehöre ich zu der Spezies, die durch einen Zeitschriftenladen läuft, guckt, welche Titelthemen sie interessieren und die dann im Laden liest. Denn meist interessiert mich nicht mehr als ein Thema. Das wird zwar nicht gerne gesehen, aber so ist es leider.
    Lediglich bei Ärzten und Co. schaue ich mir Zeitschriften länger an. Ansonsten konsumiere ich über das Internet.

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