Rezension: Mina Teichert – „Neben der Spur, aber auf dem Weg: Warum ADS und ADHS nicht das Ende der Welt sind“

Fakten:
Taschenbuch (Paperback), Eden Books, erschienen 06.04.2017, 288 Seiten, 14,95€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Mina Teichert wurde im Januar 1978 in Bremen geboren. Über einige berufliche Umwege wurde sie zunächst Fotografin bevor sie dann als „Mina Kamp“ zwei Fantasy-Jugendromane veröffentlichte. Außerdem erschienen Kurzgeschichten von ihr in verschiedenen Anthologien zu ganz unterschiedlichen Themen. Im September 2016 publizierte sie im Self-Publishing ihren 1. Frauen-Roman „Finnischer Schnee von gestern“. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann, ihrer nunmehr 14jährigen Tochter und zahlreichen Tieren auf einem landwirtschaftlichen Hof in der Nähe von Bremen. Mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte „Neben der Spur, aber auf dem Weg“ über ihr Leben mit ADS landete sie einen Spiegel-Bestseller. Weitere literarische Werke von ihr sind in Arbeit.

Handlung:
Mina Teichert merkt schon im Kindesalter, dass ihr Leben anders ist: Sie ist verträumt, tollpatschig – neigt zu Missgeschicken und Unfällen, hat Konzentrationsschwächen und ist immer etwas chaotisch. All dies sind Dinge, die ihr in der Jugend und als junge Erwachsene zunehmend zu schaffen machen – so bricht sie gleich mehrere Ausbildungen ab, erkrankt an Magersucht und Bulimie und landet in einer psychiatrischen Klinik mit den Diagnosen „Borderline-Störung“ und „Depression“. Ihr bis dahin rasanter Lebensstil wird zudem geprägt vom Feiern, Drogen- und Alkohol-Konsum und wechselnden Beziehungen. Erst mit Mitte 20, nach zahlreichen Fehldiagnosen und dem Aufeinandertreffen mit etlichen empathielosen Personen, erhält sie nach einer Panik-Attacke die Diagnose „ADS“. Mit Humor nimmt Mina Teichert diese Diagnose an und kann endlich damit beginnen, ihr Leben entsprechend dieser Schwäche zu strukturieren und ganz neue Stärken an sich zu entdecken.

Fazit:
Kaufanreiz für dieses Buch war für mich der sehr sympathische Auftritt von Mina Teichert in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“, wo sie ihr Buch vorstellte. So viele Dinge, die sie dort äußerte über ihr Leben mit ADS, kamen mir irgendwie sehr bekannt vor und haben mich neugierig gemacht, was da noch alles auf mich selbst zutreffen wird und ob mein eigenes, ebenfalls nicht immer so einfaches Leben auch irgendwas mit ADS zu tun haben könnte.
Dieses Buch ist in kein Genre so richtig einzuordnen und man bekommt von allem Etwas: Biographie, Erfahrungsbericht, (medizinischer) Ratgeber, Sachbuch, Lifestyle-Ratgeber und – Dank des wunderbar humorvollen Schreibstils von Mina Teichert zu diesem ernsten Thema – auch einen autobiographischen Roman.
Das Buch ist mit seinen 288 Seiten in 5 große Teilbereiche mit jeweils mehreren Unterkapiteln aufgeteilt + Anhang mit Tipps für das alltägliche Leben mit AD(H)S und dem Nachwort einer Psychologin. Das Schriftbild war für meine Augen ein wenig zu klein gewählt und ein paar Schreibfehler habe ich auch gefunden – darüber kann man bei dem unglaublich lesenswerten Inhalt des Buches auch mal hinwegsehen.
Auf dem Cover ist Mina Teichert selbst zu sehen, wie sie mit einem Koffer in der Hand auf Bahnschienen balanciert – versinnbildlichend für ihr Leben mit ADS: Mit schwerem Gepäck auf schmalem Grat immer vorwärts die Balance im Leben zu halten.
Für mich war das ein Buch mit Wow-Effekt! Ich habe mich selbst an so vielen Stellen darin wiedergefunden – Stichwort u. a. „Reizfilterschwäche“: Auch ich war immer verträumt, konnte mich nie besonders lange auf eine einzige Sache konzentrieren, war etwas grobmotorisch (Sport, Basteln und Ausmalen gehörten auch nie zu meinen Stärken), manchmal ein wenig verpeilt, fühle mich unwohl in großen Menschengruppen (angefangen bei Feiern usw.); nehme Gerüche, Geschmack und Töne außergewöhnlich intensiv wahr, kann mich sehr schlecht entspannen und abschalten – habe immer Einschlafstörungen, bin sehr sensibel, empathisch und eher ängstlich, mag Ruhe viel lieber als Trubel und hatte auch immer wieder ähnliche Probleme wie Mina Teichert im Berufsleben – hatte also das Gefühl, immer hinter den Erwartungen anderer zurückzubleiben, weil ich lange Zeit immer wieder Tätigkeiten ausgeübt habe, die mir so gar nicht lagen.
Der Schreibstil von Mina Teichert ist wirklich großartig: fesselnd, humorvoll, intelligent – irgendwie, wie auch ihre Persönlichkeit, vielleicht auch ein wenig ungewöhnlich, wenn man zunächst ein Buch erwartet, das zwischen Erfahrungsbericht, Sachbuch und Ratgeber liegen soll, einen aber dann mit einer sehr persönlichen Lebensgeschichte überrascht. Sie gibt sehr offen Einblick in ihre Kindheit und Jugend und in ihr Leben in der Zeit vor der Diagnose, als sie noch mit Fehldiagnosen und Falschbehandlungen kämpfte und sich in Depression und Magersucht verlor. Man erhält im Rahmen von Minas Lebensgeschichte sehr viele wertvolle Informationen zu ADS: Mir selbst war z. B. nicht bekannt, dass ADS die ruhige Version (ohne Hyperaktivität) von ADHS ist und so eher bei Mädchen oder Frauen zu finden ist und aufgrund ihres ruhigeren Verlaufs oft sehr spät erkannt wird. Auch die Tipps für Betroffene im Anhang sind hilfreich – und wem die nicht reichen, der findet darin wiederum weitere Internet-Links, wo er Hilfe findet.
Mina Teichert ist ein liebenswerter, beeindruckender Mensch, der zu seinen Schwächen steht und trotz zunächst vieler Rückschläge im Leben gerade daraus neue Stärke gewonnen hat. Glücklicherweise hat sie sich nie von ihrer eigentlichen Berufung, dem Schreiben, abbringen lassen – ich wünschte, ich wäre auch so konsequent gewesen. Sie hat meinen größten Respekt und Anerkennung, wie sie ihr Leben meistert und damit an die Öffentlichkeit geht und anderen Mut macht!
Ein sehr wertvolles Buch, nicht nur für unmittelbar von AD(H)S Betroffene, sondern auch für Menschen, die diese Erkrankung besser verstehen möchten.
Hierfür gibt es eine ganz besondere 5*****-Leseempfehlung meinerseits 🙂

Veras Weekly – gute Neuigkeiten in der 24. KW :-)

📝 «Geplant»
… nichts Besonderes.

📚 «Gelesen»
… bin auf den letzten Seiten von „Neben der Spur, aber auf dem Weg – Warum ADS und ADHS nicht das Ende der Welt sind“ von Mina Teichert (Rezension folgt irgendwann in der neuen Woche). Danach geht es dann bei mir weiter mit meinem Gewinn von vorablesen.de: „Kleine Lügen erhalten die Familie“ von Katia Weber.

😊 «Gefreut»
… und zwar so richtig, richtig dolle: Ich habe am Freitag die guten Nachrichten von meinem Anwalt erhalten, dass die Versicherung der Unfallverursacherin von meinem Unfall am 28.02.2017 nun endlich die Haftung anerkannt hat und für den Unfallschaden aufkommt 🙂 – ich kann gar nicht sagen, wie glücklich mich das gemacht hat und welche Gebirge geröllartig von meinem Herzen gefallen sind, dass das jetzt doch ein gutes Ende nimmt (ich hab mich schon vor Gericht sitzen sehen)! Das hat mich so viele Nerven, Panikattacken, Tränen, Zeit, Schriftverkehr usw. gekostet. Die Unfallverursacherin hat übrigens, nachdem die Sache bei der Amtsanwaltschaft war, nachträglich noch ein Bußgeld von 100€ aufgebrummt bekommen. Da Smart die Ersatzteile für mein Auto schon seit März (seit dem Gutachten) auf Lager hatte, habe ich für Donnerstag schon einen Werkstatt-Termin dort und meine defekte Lenkung wird dann auch direkt mit repariert – er muss dann wohl für ein paar Tage dort bleiben. Da jetzt wieder die klebrigen Lindenblüten aktiv sind, kann ich den Smart nun auch endlich mal wieder waschen. Hach, ich bin auf jeden Fall total happy mit den guten Neuigkeiten und das hat den Start ins Wochenende versüßt ❤
… durch die neuen Medikamente hatte Toni jetzt 2 Wo. keine Verstopfung mehr – zwar manchmal dafür auch Durchfall, was bei einem gehbehinderten Kater auch eher suboptimal ist, aber immer noch besser.
… hab ich mich auch für die ganzen Besucher der Phil Collins-Konzerte in Köln. Wir hatten ihn ja 1998 in Dortmund live gesehen (so wollte ich ihn auch gern in Erinnerung behalten) und 2007 mit Genesis in Düsseldorf. Wir wären nicht bereit gewesen, so viel Geld in Tickets zu investieren wie es für Köln erforderlich gewesen wäre – London war deutlich günstiger, aber bei unserem Glück hätten wir da garantiert eines der Konzerte erwischt, die abgesagt wurden.
… die alte Mary-Katze ist trotz, dass sie so extrem dünn ist, so unglaublich fit. Gestern und heute hat sie wieder vor der Schlafzimmertüre Krach gemacht (mit Stimme und Pfoten), um ihr für ihr Rudel Futter klarzumachen 😉 – und sie lotst mich wieder regelmäßig zum Bett, wo sie sich dann drapiert und eine Knuddelaudienz gibt – und hinter welchem Ohr zuerst gekrault wird oder vielleicht doch lieber unter dem Kinn zuerst, entscheidet alleine die alte Lady, die einen sehr starken Willen hat 😉

😳 «Überrascht»
… Mein Sir Paul McCartney – der Musik-Gott überhaupt – wird heute tatsächlich schon 75 Jahre alt! Wow – ich hoffe, dass er bei so guter Gesundheit wie bisher bleibt und noch sehr, sehr alt werden wird und wir weiterhin so viele tolle Konzerte von ihm zu sehen bekommen – koste es, was es wolle (für Konzert-Tickets von ihm gibt es bei uns kein Limit) :-). Als ich Tony Bennett vor 2 J. live gesehen habe, war er 88 – ich hoffe, dass Paul McCartney in dem Alter auch noch die Bühnen rocken wird. Werde wirklich immer ein Fan-Girl sein 😉
… am 24.06. ist es soweit: Das neue Berliner Panda-Pärchen aus China landet in Berlin – und der RBB macht eine Live-Sondersendung im TV über deren Ankunft auf dem Flughafen Schönefeld. Für mich jetzt endlich mal wieder ein Grund in den Zoo zu gehen –  aber wir warten noch ein wenig, bis der erste große Besucheransturm vorüber ist. Wenn ich denke, wie lange wir damals angestanden haben, um Eisbär Knut erstmals zu sehen oder in Wien den Panda-Teenie FuLong. Ich freue mich auf jeden Fall – wir waren damals auch immer extra lange am Gehege von Bao Bao und Yan Yan hier im Berliner Zoo. Und dass der Berliner Zoo gut ist in Panda-Pflege, zeigt sich darin, dass Bao Bao zuletzt der älteste, noch lebende Zoo-Panda der Welt war 🙂

😢 «Traurig»
… besonders bewegt hat mich diese Woche der furchtbare Hochhaus-Brand in London, wo nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen sind – unvorstellbarer Horror in so einem Flammenmeer gefangen zu sein und dem nicht entkommen zu können. Über die näheren Umstände ist derzeit nichts bekannt und irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass da noch einiges an Informationen zurückgehalten wird.
… ich habe mich bei Facebook auf so vielen Ostsee-Seiten als Follower angemeldet, dass es jetzt schon fast ein wenig weh tut, wenn ich die ganzen Fotos von dort sehe. Besondere Sehnsucht habe ich nach Rügen ❤

😡 «Geärgert»
… ach, eigentlich über nichts so wirklich …

🍴«Gegessen»
… wir waren diese Woche 2x Essen – einmal haben wir hier im Kiez einen tollen Italiener ausprobiert, den wir noch nicht kannten und wirklich sehr köstlich gegessen (Trattoria Lorenzo & Nardino in der Spielhagenstr. in Charlottenburg – die haben leider keine eigene Internet-Seite) – ich habe dort erstmals Thunfisch-Carpaccio probiert und es so unglaublich lecker und dann noch eine sehr, sehr gute Lasagne. Donnerstag haben der Mann und ich, weil es so warm war, einen Caesars Salad selbst gemacht abends und dazu gab es Knoblauchbrot – sehr lecker. Am Freitag waren wir zur Feier des Tages (nachdem ich die guten Nachrichten wegen der Haftungsanerkennung bekommen hatte) schwäbisch essen in Schöneberg, am wunderschönen Viktoria-Luise-Platz, im Wiesenstein. Und einmal haben wir griechisch bestellt bei „Ach! Niko Ach“. Gestern gab es bei uns mal wieder Spargel – so lange die Spargel-Zeit noch läuft, müssen wir das auskosten; als Nachtisch frische Erdbeeren und Eis. Heute gibt es ganz einfach Rahmspinat, Salzkartoffeln und Spiegelei. Tja, und was es sonst so gab, bekomme ich irgendwie nicht mehr so zusammen.

👂«Gehört»
… Mücken summen – es geht los – und ich hatte diese Woche schon einige nächtliche Angriffe und bin mit Insektenstichen oder durch das Summen der Mücke an meinem Ohr (wo sie mich prompt hinein gestochen hat) aufgewacht *grrr*

💻 «Gemailt»
… mit Kerstin H., Marion T., Natalie M., Andrea R. – ist jetzt alles, was mir gerade präsent ist.

👀 «Gesehen»
… Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl ist gestorben nach langer Krankheit und im hohen Alter von 87 Jahren. Er hat mich durch seine lange Amtszeit durch Jugend und frühes Erwachsenenalter begleitet. Ich war wirklich nie ein Fan von ihm, aber er hat maßgeblich mit dazu beigetragen durch die deutsche Einheit, dass das Leben um so vieles reicher und schöner geworden ist und man so unendlich viele Möglichkeiten mehr im Leben hat – sowohl auf der ehemaligen west- als auch der ostdeutschen Seite. Die von ihm prophezeiten „blühenden Landschaften“ sind wahr geworden. Da ich auch noch die DDR live erlebt habe und weiß, wie es vorher war, bin ich glücklich, dass ich heute in einem so großen, schönen Land leben darf – mein Leben wären ohne die Mecklenburgische Ostseeküste, Potsdam, Brandenburg usw. um so vieles ärmer …

💖 «Geknuddelt»
… ganz besonders intensiv die Mary-Katze – aber auch alle anderen Familien-Mitglieder hier in meiner kleinen Familie.

💭 «Gedacht»
… ich hätte so gern wieder ein Fahrrad, aber irgendwie macht mir Fahrrad fahren hier in Berlin ein wenig Angst, weil hier wirklich extrem viele (tödliche) Fahrradunfälle passieren.

🏆 «Stolz»
… da fällt mir gerade nichts ein.

💳 «Gekauft»
… ich habe eine Bestellung bei MS-Mode aufgegeben, die aber – Dank DPD – bis jetzt nicht hier angekommen ist. Ich schieb das jetzt mal auf die ganzen Straßensperrungen aufgrund der Wochenend-Veranstaltungen (Velothon, Classic Days-Oldtimer-Schau usw.) und hoffe darauf, dass das Paket dann in der nächsten Woche zugestellt wird – da ich mit DPD schon sehr negative Paket-Abenteuer erlebt habe.

BUCHTAUSCH-ANGEBOT: „Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger (neu + ungelesen!)

Liebe Follower,

ich biete hier zum TAUSCH:

 „Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger
(verlagsneu – also ungelesen & noch in Folie eingeschweißt!)
https://www.randomhouse.de/Buch/Piniensommer/Stefanie-Gerstenberger/Diana/e456294.rhd

Das Buch ist die Fortsetzung von „Das Sternenboot“
(https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Sternenboot/Stefanie-Gerstenberger/Diana/e456292.rhd).

Als Tausch hätte ich gern dafür eines der folgenden Bücher (gern Rezensionsexemplare):

„Frühstück mit Meerblick“ von Debbie Johnson;
„Der Brief“ von Carolin Hagebölling;
„Darf ich Dir das Sie anbieten?“ von Luisa Binder;
„Sand in Sicht“ von Katrin Einhorn oder
„Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ von Jenny Colgan

oder einen Amazon-Gutschein für ein Taschenbuch.

Ich würde mich riesig freuen, wenn sich jemand findet, der tauschen möchte!

Liebe Grüße,
VERA

Veras Weekly – eine sehr warme 23. KW :-)

📝 «Geplant»
… es gibt keine Pläne für die neue Woche – auch mal gut.

📚 «Gelesen»
… seit gestern lese ich „Neben der Spur, aber auf dem Weg – Warum ADS und ADHS nicht das Ende der Welt sind“ von Mina Teichert. Ich hatte Mina, von der auch noch ein Roman auf jenem SuB liegt, in einer Talkshow gesehen und manche Begebenheiten aus ihrem Leben mit ADS kamen mir irgendwie verdammt bekannt vor, daher hat mich das Buch sehr neugierig gemacht. Obwohl es sich ja in gewisser Weise um eine Krankheitsgeschichte handelt, ist das Buch sehr kurzweilig geschrieben.

😊 «Gefreut»
… die Smart-Inspektion erfolgreich hinter mich gebracht. Wegen des Unfallschadens konnte man den Smartie allerdings noch nichtmals waschen. Da muss ich mir mal was einfallen lassen, denn jetzt kommt wieder die Zeit der klebrigen Lindenblüten und da muss er regelmäßig gewaschen werden.
… bei der Inspektion wurde dann endlich festgestellt, was das Klackern im Unterboden ist, das ich bereits vor 1 J. in der Inspektion bemängelt hatte (wo damals aber die Ursache nicht gefunden wurde) und das immer nur bei Wärme auftaucht: Die Lenkung muss getauscht werden! Bis Mittwoch-Nachmittag musste ich noch zittern, ob das auf Kulanz gemacht wird (die 1. Anfrage der Werkstatt wurde abgelehnt), weil die Garantiezeit gerade vorbei ist. Aber da das wohl ein bekanntes Problem ist, das bei sehr vielen Smart der 1. Generation des neuen Modells auftaucht – man erkennt es auch daran, dass Smart mit der Produktion von Lenkungen derzeit nicht mehr hinterherkommt – war die 2. Anfrage dann positiv. Bin nun mal gespannt, wann die neue Lenkung geliefert wird und eingebaut wird.
… Mittwoch-Mittag hat eine sehr liebe Kollegin, die leider im September in den Ruhestand verabschiedet und mir sehr fehlen wird, ihren Geburtstag nachgefeiert. Es war wieder ein richtig nettes Zusammentreffen unseres Teams und ich bin immer wieder glücklich, dass ich in so einer netten Runde gelandet bin.

😳 «Überrascht»
… dass die Schauspielerin und Sängerin Josephine Busch (Musical „Hinter dem Horizont“ und TV-Serie „Letze Spur Berlin“) letzte Woche in ziBB im RBB erzählt hat, dass sie mal bei uns auf der Uni Musical studiert hat und das Probejahr wohl nicht überstanden hat. Wusste ich bisher noch nicht, das war aber wohl schon 2007 – als schon lange vor meiner Zeit. Wir haben sie ja am Samstag vor einer Woche noch live beim Udo Lindenberg-Konzert auf der Waldbühne als Gaststar gesehen.

😢 «Traurig»
… Toni war am Dienstag nach Pfingsten mal wieder wegen Verstopfung beim Tierarzt und hatte mal wieder eine Darmreinigung. Danach fluppte es nur so und wir sind mit dem Saubermachen von Kater, Boden und Waschen von Teppichen in der Maschine kaum noch hinterhergekommen. Außerdem stinkpupst der kleine Kater ziemlich viel – noch mehr als ein Mops, den der Mann ja nicht haben wollte. Wir nennen Toni auch schon mal „unsere kleine Biogas-Anlage“ ;-). Zudem war Tonis Neurologe in der Praxis und hat ihm nochmal ein anderes Medikament aus der Humanmedizin verschrieben, das für ein besseres Zusammenspiel von Nerven und Muskeln sorgen soll – das ist ja das Hauptproblem bei dieser Erkrankung und aus diesem Grund werden die Bewegungsabläufe, vor Allem das Laufen, immer schlechter und es kommt irgendwann zu Lähmungen. Dieses Medikament macht ihn ganz munter gerade und fördert wohl auch die Verdauung. Seine Schwester in Bremen, die ja auch unter diesem Gendefekt leidet, nimmt das jetzt auch. Sie läuft noch etwas besser als Toni, aber auch bei ihr schreitet diese furchtbare Krankheit sichtlich fort.
… ich habe gerade solche Sehnsucht nach der Ostsee – ob jetzt Warnemünde oder lieber noch Rügen. Aber immer, wenn ich Fotos von dort sehe, wäre ich auch so gerne dort. Aber unsere Catsitterin ist auch bis Ende September ausgebucht.

😡 «Geärgert»
… ach, eigentlich über nichts so wirklich …

🍴«Gegessen»
… Montag-Abend gab es Tiefkühl-Pizza; Dienstag waren wir im „Schleusenkrug“ im Tiergarten nachdem wir mein Auto in der Werkstatt abgegeben hatten – das war echt schön und gemütlich dort, auch wenn es heftig zu regnen begann, als wir dort waren; Mittwoch hatten wir indisches Essen bestellt; Donnerstag gab es Spaghetti Bolognese; Freitag Curry-Ragout mit Huhn, Ananas und Champignons in Kokos-Rahm-Sauce und am Samstag ganz klassisch Buletten, Erbsen & Möhren in Sauce Bearnaise und Salzkartoffeln. Was wir heute machen, wissen wir noch nicht.

👂«Gehört»
… dass Phil Collins, nach einem schweren Sturz im Hotelzimmer, aus gesundheitlichen Gründen einen Teil seiner Londoner Konzerte absagen musste. Heute startet die Konzert-Reihe in Köln.  Wir hatten kurz überlegt, ob wir uns ein Konzert in London von ihm anschauen (die in Köln waren leider unerschwinglich), was wir aber verworfen haben, weil wir ja wegen zwei unserer 4-beinigen Pflegefälle nicht so planen können. Was dann auch gut war, garantiert hätten wir eines der Konzerte erwischt, die abgesagt werden musste. Und Phil Collins behalten wir lieber so in Erinnerung, wie wir ihn 1998 bei seine Konzert in Dortmund live gesehen haben – das war großartig mit der runden Bühne damals und einem Phil Collins, der super-fit in Dauer-Aktion war. Ähnlich ist es auch denjenigen gegangen, die extra letzte Woche wegen des Billy Joel-Konzerts im Madison Square Garden nach New York gereist sind – das ist wegen einer Grippe von Billy Joel auf den 20.12.2017 verlegt worden 😦

💻 «Gemailt»
… kein Plan mehr – aber leider immer noch nicht denen, denen ich längst mal wieder gemailt haben wollte (Miri, Silke R., Ute, Sue).

👀 «Gesehen»
… gestern war die LitBlogCon bei Bastei Lübbe in Köln. Auf Twitter wurde sehr viel darüber gepostet von Bloggern, die dort waren. Interessant fand ich die Aussage von Verlagen, die es sich wünschen, dass auch wieder öfter Rezension über ältere Bücher veröffentlicht würden! Da stehe ich voll dahinter, denn ich finde es immer tragisch – vor allem wenn die Buchhandelsketten ihre Taschenbuch-Ramschtage haben – wie schnell ein Buch heutzutage dort landet und „alt“ ist. Es gibt Blogger, die posten immer nur Rezensionen über irgendwelche Neuerscheinungen, damit sie bloß immer die ersten sind, brüsten sich aber damit mehr hunderte Rezensionsexemplare auf Halde zu haben und von den ganzen Büchern, die sie im Jahr bekommen haben, kein einziges gekauft zu haben. Das ist eigentlich nichts, worauf man stolz sein kann – es sollte einem eher peinlich sein, wenn man den Hals nicht voll bekommt, nicht nein sagen kann und keinen Cent ausgibt, um Autoren und Buchhandel zu fördern – sowohl für die Autoren als auch für den Buchhandel sind Verkaufszahlen (das wurde wohl auch auf der LitBlogCon so gesagt) so ziemlich das Allerwichtigste!

💖 «Geknuddelt»
… immer die gleichen hier und dann noch mein liebes Kollegen-Team, das ich länger nicht gesehen hatte, weil die ja woanders sitzen.

💭 «Gedacht»
… dies und das.

🏆 «Stolz»
… die Hitze letzte Woche gut überstanden zu haben – ist ja nicht mein Wetter.

💳 «Gekauft»
… noch ein paar Oberteile und eine Hose im KIK-Onlineshop, die neue Ausgabe der „Chefkoch“, den neuen St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz („Mit Dir auf Düne Sieben“), den ich bei Hugendubel vorbestellt hatte, gebraucht über ebay „Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt und eine Großbestellung bei der Versandapotheke Delmed aufgegeben.

Rezension: Tania Krätschmar – „Clara und die Granny-Nannys“

Fakten:
Taschenbuch, Blanvalet, erschienen 20.10.2014, 384 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Germanistik. Schon das Studium führte sie auch nach Florida und New York, wo sie dann später auch als Bookscout in Manhattan arbeitete, zudem lebte sie in den Niederlanden und kehrte kurz vor dem Mauerfall in ihre Heimat zurück, wo sie auch heute noch lebt und als Autorin, Texterin, Übersetzerin und Rezensentin tätig ist. Sie hat einen erwachsenen Sohn. Ihr 8. Frauen-Roman steht kurz vor der Veröffentlichung, zudem erschienen von ihr Erzählungen in Anthologien und sie betrat berufliches Neuland (Bio-Bauernhof, Second-Hand-Boutique).

Handlung:
Drei Frauen jenseits der 50 und auch 60 mit unterschiedlicher Vergangenheit, die nochmal was Spannendes erleben wollen, landen als erste Kundinnen bei Clara Behrens aus Hamburg, die ganz frisch eine Granny-Nanny-Agentur – quasi für Senior-AuPairs – gegründet hat. Clara vermittelt die drei Frauen in ganz spezielle Familien nach Berlin: Single Suse, 55, Köchin im Restaurant ihres Bruders, aus Norddeutschland landet bei einem Restaurant- und Pferdebesitzer in ihrem Alter mit junger Frau und kleiner Tochter; Karen, 63, geschieden und frisch pensionierte Lehrerin aus Hessen, soll in den drei Monaten die drei Kinder (15, 9 und 7 J. alt) einer amerikanischen Diplomatenfamilie betreuen, die bald zurück nach Washington zieht, sowie Hanni, 60, verwitwet, aus Bayern, die bei Anja, einer alleinerziehenden Mutter von 12jährigen Zwillingsjungs – einer Karrierefrau – auf deren schickem Hausboot einzieht. Der zeitlich befristete Umzug nach Berlin soll nicht die einzige Veränderung im Leben der drei Frauen bleiben: An ihrem freien Montag treffen sich die Drei immer im Café Maiwald in Schöneberg und tauschen sich über ihr altes und neues Leben aus und müssen mit ganz neuen Problemen und Abenteuern klarkommen – eine unverzichtbare Freundschaft entsteht …

Fazit:
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass das jetzt tatsächlich, das erste Buch von Tania Krätschmar war (neben Kurzgeschichten in Anthologien), das ich gelesen habe – es war ganz sicher nicht das letzte, denn es hat mich wirklich sehr begeistert. Und zwei Bücher der Autorin sowie das vorbestellte neue, das im August erscheint, warten noch in meinem SuB auf mich. Ein Anreiz zum Kauf der Bücher von Tania Krätschmar war für mich auch immer, dass sie hier in Berlin und der Brandenburger Umgebung spielen, wo es auch wunderschöne Eckchen gibt, die in der Literatur leider viel zu selten zum Handlungsort erklärt werden.
Auch diese Geschichte spielt im – weihnachtlichen – Berlin und die Autorin nimmt die Leser mit auf eine Entdeckungsreise mit den Granny-Nannys durch die zu jeder Jahreszeit faszinierende, wunderschöne Hauptstadt, wo die Fäden der drei Frauen aus Nord (Ostfriesland), Süd (Bayern) und West (Hessen) im Osten, also in Berlin, zusammenlaufen. Würde mich jetzt nicht wundern, wenn das Café Bilderbuch in Schöneberg Pate für das Café Maiwald im Buch gestanden hat, wo ich auch immer gern Mango-Joghurt-Torte esse 😉
Das Cover ist optisch ähnlich aufgebaut wie das seines Vorgängers bei Blanvalet „Eva und die Apfelfrauen“ – hübsch, ansprechend und die drei Teetassen haben ja irgendwie auch was mit dem Roman zu tun.
Das Buch ist auf 384 Seiten mit 34 Kapiteln von perfekter Leselänge + Nachwort bei sehr angenehmen Schriftbild aufgeteilt.
Zu Beginn der Story wird man als Leser mit Vergangenheit und Gegenwart im Leben der drei Protagonistinnen vertraut gemacht und erfährt, wer oder was jeweils ausschlaggebend war, eine neue Herausforderung im Leben als Granny-Nanny zu suchen. Unterschiedlicher wie diese drei Frauen könnten auch ihre Gastfamilien nicht sein. Tania Krätschmar hat sich hier wirklich einen wunderbaren Plot ausgedacht und man bekommt als Leserin gleich drei Geschichten in einer geboten. Und wie im echten Leben stoßen eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere aufeinander – fast alle sehr sympathisch, bis auf wenige Ausnahmen.
Fernab ihrer Heimat und ihrer bis dahin eigenen Probleme, lernen sie nochmal ganz andere Familienkonstellationen, neuzeitliche Probleme innerhalb junger Familien und dem Drang, etwas zu verändern, nicht nur bei und für sich selbst, kennen. Sie stellen sich den Herausforderungen ihres neuen Lebens, lernen, dass es nie zu spät für Freundschaften ist – und auch nicht für amouröse Abenteuer 😉 – und starten nochmal so richtig durch auf allen Linien – vielleicht bis auf eine der drei.
Auch die netten Zeilen von Clara Behrens an ihre allerersten Granny-Nannys lockern die Geschichte noch auf.
Dieses Buch liest sich wunderbar leicht und es ist einfach eine wunderschöne Geschichte, warmherzig erzählt und trotz weihnachtlichem Background auch im Sommer toll zu lesen! Ich habe dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen und hätte nach dem Finale, das nochmal so richtig was fürs Herz war, noch ewig an dieser Geschichte weiterlesen wollen. Dies ist ein Roman, der generationenübergreifend so ziemlich alle Liebhaber(innen) dieses Genres begeistern kann. Für diese wirklich schöne Story eine 5*****-Leseempfehlung meinerseits 🙂

Veras Weekly – Rückblick auf die 21. & 22. KW

📝 «Geplant»
… mein Auto muss in der neuen Woche in die Inspektion, obwohl die Wartung wegen des Unfallschadens eher eingeschränkt möglich ist – d. h. 2 Tage lang mit der BVG unterwegs sein …
… am Mittwoch ist die Nachfeier zum Geburtstag einer Kollegin im anderen Gebäude – d. h. noch mehr mit der BVG unterwegs sein 😉
… vielleicht am morgigen Pfingstmontag mal einen Ausflug ins Umland zu machen (also mir reicht ja schon immer meine zweite große Liebe – städtetechnisch gesehen – Potsdam). Heute war das Wetter leider nicht so einladend für solche Zwecke – bis eben hat es noch kräftig geregnet und warm ist es heute auch nicht.

📚 «Gelesen»
… hab jetzt über die Mitte hinausgelesen bei „Clara und die Granny-Nannys“ von Tania Krätschmar – gefällt mir gut und spielt zudem in Berlin 🙂 – ich freue mich, gleich weiterzulesen. Bei der Flut von Büchern auf meinem SuB, weiß ich aber noch nicht genau, was ich als nächstes lesen werde; ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen weiterhin endlich mal ein paar ältere Sachen zu lesen.

😊 «Gefreut»
… über Konzerterlebnis Nr. 1 am vergangenen Sonntag (28.05.2017): FOREIGNER! Es war wieder so ein grandioses Konzert. Im November 2014 haben wir Foreigner schon mal live und acoustic (unplugged) im Admiralspalast gesehen – etwas ruhiger damals, aber wunderschön und da stand für uns schon fest, dass wir Foreigner auf jeden Fall nicht zum letzten Mal live gesehen haben. Aber letzten Sonntag im Tempodrom haben die Jungs – vor Allem Sänger Kelly Hansen – die Bühne gerockt. Wow! Er hat so eine großartige Stimme und die Band nach dem Ausscheiden von Lou Gramm (den ich im Übrigen auch sehr mochte), der seit einem Gehirntumor nur noch eingeschränkt auftrittsfähig ist, perfekt ergänzt. Es war so ein tolles Konzert! Besonders hab ich mich auch gefreut, dass mein ehemaliger Schwarm aus der Nena-Band, Uwe Fahrenkrog-Petersen, bei dem Konzert nur wenige Meter von uns entfernt gestanden hat. Hab ich allerdings – glücklicherweise – erst zum Ende des Konzertes bemerkt (sonst hätte ich zu wenig Augen für das Konzert gehabt) – und mein Mann, der ihn gesehen hatte, hat mir nix gesagt, weil er sich verständlicherweise meine Fremdschwärmerei nicht anhören wollte 😉 …
… über Konzerterlebnis Nr. 2 gestern (03.06.2017): UDO LINDENBERG auf der Berliner Waldbühne! Obwohl die An- und Abreise dorthin mit den Öffis (egal, ob jetzt oder U- oder S-Bahn) ziemlich beschwerlich ist und dorthin auch keine Taxis nach Ende der Veranstaltungen geschickt werden und die verstärkten Sicherheitskontrollen bei der Wärme gestern in zu unglaublichen Staus an den Eingängen und Unwohlsein in der Menschenmasse geführt haben, so war es doch ein echt toller Abend. Udo Lindenberg muss man definitiv mal live gesehen haben! Dieser Mann ist ja an sich schon ein Ereignis. Und wir waren sehr erstaunt, wie fit er mit seinen 71 J. (und er hat ja wirklich ein „hartes“ Rockstar-Leben geführt) auf der Bühne herumrennt (er hat etliche Kilometer zurückgelegt – und das ja nicht nur gestern Abend). Einfach toll! Ich liebe ja auch seine Kunst total (ein Lindenberg-Bild hängt seit Jahren über unserem Bett – „Udos Griff nach den Sternen“ – nur als Repro) – die auf den Mehrwegbechern beim Konzert auch verewigt war und wenn man die Becher nicht zurückgegeben hat, ist das Geld einem guten Zweck zugeflossen.

😳 «Überrascht»
… also dieses Mal wirklich freudig überrascht über ein unaufgefordert zugesandtes Rezensionsexemplar von Eden-Books mit dem Titel „Meschugge sind wir beide“ von Claudia S. C. Schwartz über ihre deutsch-israelische Love-Story. Das ist dann mal ein Buch, das meinen Geschmack voll trifft 🙂 – ach ja, und dann kam mit „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ von Annie Darling auch noch ein Rezensionsexemplar von Penguin Books.

😢 «Traurig»
… über das ständige Auf und Ab mit Tonis Gesundheit. Wir sind heute allerdings echt positiv erstaunt, weil der kleine Mann heute mal einen so richtig guten Tag hat und schon richtig viel rumgelaufen ist. Das ist nicht immer so und seit Monaten ist unser Leben geprägt von großen Sorgen um ihn, vielen Tierarzt-Besuchen, das Wissen, dass er mit dem Gendefekt eine unheilbare Erkrankung hat, die sichtlich temporeich die Macht über ihn übernimmt (ein wenig wie MS oder ALS), leider viel rasanter als erwartet, und dass sein kleines Leben nicht ewig dauert. Das ist auf der einen Seite immer wieder eine sehr bedrückende Situation, die mich zugegebenermaßen auch immer mal wieder heftig runter zieht zwischendurch. Auf der anderen Seite gibt dieser kleine Mann einem so unendlich viel – er ist so lebensfroh, liebenswürdig und es geht einem das Herz auf, wenn man ihn im Rahmen seiner Möglichkeiten spielen oder mit Joelle raufen sieht ❤ oder, wie sehr er sich freut, wenn man von der Arbeit heimkommt . Für diesen kleinen Mann nehmen wir gern in Kauf, dass er manchmal nicht stubenrein ist und man vielleicht öfter mal die Bodenläufer waschen und putzen muss, dass man erstmal eben nicht in Urlaub fahren kann, weil man den Kater mit seiner Behinderung niemand anderem zumuten kann – wir lieben ihn ganz einfach unendlich und möchten die Zeit auskosten mit ihm, auch, wenn wir manchmal eher sein Pflegedienst sind. Wir versuchen, ihm das Leben mit seinen Behinderungen so einfach wie nur möglich zu gestalten: Wir haben z. B. einen Großteil des Parkettbodens mit Bodenläufern ausgelegt, damit er rutschfrei laufen kann, weil er keinen festen Halt auf den Hinterbeinen hat; er hat ein offenes Katzenklo im Wohnzimmer stehen, wo er einen leichteren Einstieg hat und so vieles mehr. Der Neurologe hat damals gesagt, dass solche Gendefekte Schicksal seien und man dagegen leider machtlos ist. Wir haben dieses Schicksal angenommen – ähnlich wie Eltern eines behinderten Kindes (was anderes sind wir in diesem Falle ja auch nicht). Für Außenstehende mag unser Leben und das, was wir für den kleinen gehandicapten Kater tun und auch weiter bereit sind zu tun, vielleicht manchmal merkwürdig oder überzogen erscheinen. Wir sind trotz Allem froh, dass wir ihn haben (und hoffentlich noch länger haben werden) und lieben ihn so sehr ❤
… natürlich bin ich über die Terror-Anschläge in Manchester und gestern in London wieder sehr betrübt, aber mich hat da tatsächlich gestern ein wenig mein eigenes Verhalten erschreckt, dass ich, je näher der Terror rückt und je häufiger etwas passiert, versuche, das nicht mehr so sehr an mich heranzulassen. Es betrübt mich, dass ich, als eigentlich sehr emphatischer Mensch, da gestern so „abgestumpft“ reagiert habe. Vielleicht hing das auch damit zusammen, dass wir da gerade vom Udo Lindenberg-Konzert kamen und der eigene Adrenalin-Spiegel noch zu weit oben war. Ich weiß es nicht …

😡 «Geärgert»
… ich bearbeite derzeit bei uns in der Uni wieder Bewerbungen für einen Studiengang, den ich betreue. Darunter waren 10 Bewerbungen von Studieninteressenten, die bereits im letzten Jahr durch die Zulassungsprüfung gefallen sind. Bei manchen muss man sich nicht fragen, warum das der Fall ist: Wenn man lieblos die schon leicht zerknüllte Bewerbung des Vorjahres einfach wieder ein einen Umschlag packt, die gleichen Unterlagen wie damals nicht beigefügt hat und der Lebenslauf über 1 J. zuvor endet (so dass natürlich auch keine Weiterentwicklung erkennbar ist), sollte man sich wirklich nicht wundern, dass da irgendwas nicht funktioniert im Leben. Zudem ist mir aufgefallen, dass die Prüfung der Bewerbungsunterlagen jetzt neuerdings über eine Drittstelle erfolgt, um die Arbeit des Immatrikulations- und Prüfungsamtes zu entzerren – das hat zur Folge, dass bei einigen Bewerbern Qualifikationen nicht nachgewiesen sind (Diplome, Bachelor-Urkunden etc. fehlen und ein Bewerber verfügt nur über eine Ausbildung, aber über kein Erststudium), die aber Voraussetzung für die Zulassung zur Aufnahmeprüfung sind. Mich ärgert sowohl die Schludrigkeit der Bewerber, als auch die der Vorbearbeitung 😦

🍴«Gegessen»
… ich bekomme echt nicht mehr zusammen, was wir in den letzten beiden Wochen so gekocht haben. Auf jeden Fall war mehrfach – so auch heute – Spargel und frische Erdbeeren – dabei 🙂

👂«Gehört»
… in meiner ehem. Heimat war jetzt Inselfest (ein großes Volksfest am Rhein in einem der Porzer Käffer) und das Schützenfest steht an. Für die Dorfbevölkerung immer eines der Jahreshighlights (der Wettbewerb liegt aber beim Schützenfest weniger beim Schießen, als darin, sich gegenseitig unter den Tisch zu trinken – manche trinken sich jedoch gleich die ganze Veranstaltung schön, weil man die grausige Schunkel-Musik echt nur betrunken oder komatös aushalten kann). Ich bin jedoch einfach nur froh, damit so rein gar nichts mehr zu tun zu haben (übrigens schon lange vor meinem Umzug nach Berlin). Ich könnte mir nicht vorstellen, heute noch solche Veranstaltungen gut zu finden, die ich vielleicht zuletzt mit 17 oder 18 J. besucht habe und bin echt froh, dass ich mich in dieser Hinsicht weiter- und nicht zurückentwickelt habe.

💻 «Gemailt»
… ehrlich gesagt, ich weiß es nicht mehr so genau – waren ja 2 Wochen.

👀 «Gesehen»
… es hängen keine Konzertkarten für kommende Events mehr an unserer Pinnwand 😦 – also rein theoretisch ist die Konzert-Saison für uns eigentlich dieses Jahr bereits gelaufen. Ich hoffe natürlich noch auf Konzerte, die kurzfristig angekündigt werden. Ich sehe auch immer wieder, was für eine Freude der Besuch von Konzerten macht und wie wichtig uns die Teilhabe am kulturellen Leben ist.
… im Piper-Verlag ist eine Biographie über Paul McCartney gerade frisch erschienen – allerdings ist der Preis mit 32 Euro auch für ein Fangirl wie mich ziemlich happig. Aber das ist etwas, das ich mir zum Geburtstag wünschen kann.

💖 «Geknuddelt»
… heute ist der „Umarme Deine Katze“-Tag – damit ich das auch nicht vergesse, hat sich Joelle gerade hier vor meinen Monitor auf dem Schreibtisch gesetzt (sie mag übrigens nicht, wenn ich am Rechner sitze) 😉

💭 «Gedacht»
… wir nutzen das schlechte Wetter heute mal zum Wäsche waschen und Betten beziehen.

🏆 «Stolz»
… die Anzahl der Mückenstiche hält sich bisher in diesem Jahr noch in erträglichen Grenzen bei mir, obwohl ich gut gerüstet bin. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die Mücken nicht so aggressiv sind, wie im letzten Jahr. Andere Leute benutzen abends nach dem Duschen Body-Spray und ich sprühe mich großflächig mit Insektenschutz ein 😉

💳 «Gekauft»
… ein paar Sachen im H&M-Onlineshop im Sale, Großeinkauf bei dm, 2 Kochzeitschriften und KEINE Bücher. Ich habe allerdings den neuen St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz („Mit Dir auf Düne Sieben“) vorbestellt – ansonsten gibt es im August wieder insgesamt 5 Must Have-Bücher. Ich habe allerdings versucht bei den Neuerscheinungen die Must Haves ein wenig herunterzuschrauben und versuche auch immer wieder, Bücher günstig gebraucht zu erstehen.

Rezension: Petra Hülsmann – „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“

Fakten:
Taschenbuch, Bastei Lübbe, erschienen: 18.06.2015 (Erstausgabe), 414 Seiten, 9,99€ (auch als E-Book und Hörbuch erhältlich);
die Neuauflage mit dem neuen Cover ist am 23.09.2016 erschienen

Autorin:
Petra Hülsmann, wurde 1976 in Lohne/Niedersachsen geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach dem Abitur studierte sie – bis zum Abbruch – Germanistik und Kulturwissenschaften in Bremen. Sie absolvierte dann erfolgreich eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitete einige Jahre als Sekretärin in Anwaltskanzleien. 2013 reiste sie 1/2 Jahr lang mit dem Rucksack durch Südostasien. Mit ihrem Mann lebt sie in Hamburg. Ihr sehr erfolgreicher Debüt-Roman und zudem Spiegel-Beststeller war 2014 „Hummeln im Herzen“. Neben „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ erschienen bei Bastei Lübbe von ihr noch „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“ (10.06.2016) und „Das Leben fällt wohin es will“ (26.05.2017).

Handlung:
Karoline Maus aus Bochum hat mit ihren 28 J. schon einiges erreicht: abgeschlossene Berufsausbildung, Abi auf dem Abendgymnasium und nun im Fernstudium den Bachelor in Wirtschaftswissenschaften mit Traum-Note. Ein tolles Job-Angebot lässt sie nach Hamburg ziehen, wo sie wegen eines kriminellen Chefs direkt erstmal arbeitslos ist. Nach Wochen erhält sie dann ein Angebot beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Hamburg im Management mitzuwirken – doch eigentlich ist Karo dort nur als Fahrerin und „Wachhund“ des Fußball-Profis Patrick Weidinger engagiert, der sich als arrogante, allürengeplagte Diva erweist. Aber Karo wäre nicht Karo, wenn das nicht erneut den Ehrgeiz bei ihr weckt: Zum Einen will Karo beweisen, dass sie durchaus mehr kann und einen besseren Job im Verein verdient hätte und zum Anderen scheint sie – Dank der Schmetterlingsmädels im Bauch – ganz neue persönliche Ziele zu haben, je mehr Zeit sie mit Patrick verbringt …

Fazit:
Wie schon „Hummeln im Herzen“ war das wieder so ein richtiges „Hach …“-Buch von Petra Hülsmann. Ich mag ihren Schreib-/Sprachstil und den Aufbau ihrer Geschichten sehr und ich war mir ziemlich sicher, dass mich auch dieses Buch nicht enttäuschen kann – was dann ja auch der Fall war 😉
Ich habe das Buch noch mit dem alten Cover mit dem flauschigen Häkelschmetterling gelesen – dessen Häkelanleitung man dort im Innenumschlag des Buches findet. 2016 hat Bastei Lübbe die bisherigen Bücher der Autorin dann nochmal mit einem neuen Cover veröffentlicht – angepasst an das Cover von „Glück ist, wenn mann trotzdem liebt“, das ein paar Monate zuvor erschienen ist. Da die Cover mit der ausgestanzten Hummel und dem ausgestanzten Schmetterling sehr empfindlich waren und zu Beschädigungen neigten, war der Wechsel auf die neuen Cover sicher eine gute Entscheidung.
Die Story ist auf 414 Seiten mit 20 – manchmal ein wenig langen – Kapiteln verteilt. Den Beginn eines jeden Kapitels ziert der Häkelschmetterling und daneben gibt es einen „weisen“ Spruch aus der Fußballwelt. Am Ende befindet sich ein nicht ganz ernst gemeintes Plätzchenrezept und – zumindest zum Nachlesen – der Soundtrack der Story um Karo und Patrick.
Der Plot ist für eine Love-Story mal was Neues, denn so viele Romane, die im Profisport spielen, gibt es nun mal nicht. Die Charaktere sind mal wieder klasse entwickelt und man schließt sie gleich ins Herz. Ob es nun Karos WG in Hamburg ist oder ihre reizende Familie mit Eltern und Oma in Bochum – ich hab beim Lesen der Dialoge von Karos Eltern und der Omi direkt den Ruhrpott-Dialekt im Ohr gehabt – klasse 🙂 – das hat dann noch was Bodenständiges in die Geschichte eingebracht.  Und der Humor kam auch in diesem Buch wieder nicht zu kurz – genau so, wie ich es an Romanen dieser Art so sehr mag ❤
Dann gab es auch noch ein Wiederlesen mit Knut dem Taxi-Fahrer aus „Hummeln im Herzen“.
Wie auch schon beim Vorgänger hab ich das Ende des Buches wieder ziemlich hinausgezögert, weil ich einfach nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende ist und ich mich von den tollen Protagonisten verabschieden muss. Das Finale war dann noch so richtig was fürs Herz.
Tröstlich ist für mich jetzt nur, dass ich noch zwei ungelesene Bücher von Petra Hülsmann im Regal habe, auf die ich mich weiter freuen kann 🙂
Eine sehr begeisterte Leseempfehlung mit 5***** Sternen gibt es für diesen Roman von mir, der Wellness für Herz und Seele ist und einen auch oft zum Lachen bringt.


Veras Weekly – die 20. KW hatte einen schönen Abschluss :-)

📝 «Geplant»
… unverändert: Endlich einen Friseur-Termin und einen Fußpflege-Termin zu vereinbaren.
… ein Urlaubstag am kommenden Freitag (Brückentag nach dem Feiertag) – mal schauen, was das Wetter so bringt und was wir unternehmen werden).
… ein Konzert in der kommenden Woche, na ja eher noch übernächste Woche …

📚 «Gelesen»
… bin mehr als die Hälfte durch mit „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann – gefällt mir wieder sehr gut, weil Petra Hülsmann wirklich ganz toll schreibt. Ich denke, für mein nächstes Buch greife ich aber auch wieder weiter im SuB zurück oder lese endlich mal einen Ostsee-Roman.

😊 «Gefreut»
… die Woche hatte gestern einen ganz tollen Abschluss: Ich habe mich gestern Nachmittag hier in Berlin mit der lieben Hannelore Kühlcke vom Blog „Lesegenuss“ getroffen und wir hatten einen wirklich schönen Nachmittag und haben viel gequatscht. Getroffen haben wir uns in der Friedrichstr. vor „Dussmann“ – wie sollte es anders sein, bei zwei Büchersüchtigen 😉 – dann waren wir „Unter den Linden“ zuerst leckeres italienisches Eis essen, danach im Nivea-Haus und dann noch auf einen Kaffee bei Starbucks – wir hatten wirklich Spaß zusammen und es war sicher nicht unser letztes Treffen.
… den Abend haben mein Mann und ich dann auch noch schön ausklingen lassen – waren beim Lieblingsitaliener im Kiez „Cantinetta“ und haben fürstlich gespeist, Aperol Spritz genossen und konnten schön draußen sitzen. Als wir heimkamen lief im Radio die 80er Jahre Party mit ganz viel Italo Disco Pop 😉

😳 «Überrascht»
… nun habe alle großen Verlage ihre Herbstvorschauen veröffentlicht und ich habe doch gestaunt, wie prall meine Wunschliste jetzt wieder angewachsen ist …
… ich frag mich ja immer wieder, warum sich so viele deutsche Autorinnen amerikanisch klingende Pseudonyme geben müssen und ihre Geschichten dann in den USA spielen lassen? Das ist irgendwie so eine merkwürdige Modeerscheinung auf dem Literaturmarkt. Ich lese ja irgendwie immer noch am liebsten Geschichten, die in Deutschland spielen …

😢 «Traurig»
…  Toni war dann Anfang der Woche doch mal wieder wegen Verstopfung beim Tierarzt – aber seither und seit wir auf Anraten der Ärztin die Laktulose-Dosis erhöht haben, läuft es wieder ganz gut …

😡 «Geärgert»
… dass mich 2 Tage lang heftigste Kopfschmerzen niedergestreckt haben durch diesen blöden Wetterumschwung – und der Sommer fängt erst an (ist ja eigentlich auch nicht so meine Jahreszeit, zumindest nicht, wenn es so richtig heiß wird).

🍴«Gegessen»
… ganz ehrlich – ich hab keinen Plan mehr, was es letzte Woche so gab bei uns. Auf jeden Fall waren meine gefüllten Nudeln dabei (leider hat REWE meine Lieblingssorte, Kürbis-Salbei, nicht mehr); vorgestern gab es wieder weißen Spargel mit Weißwein-Hollandaise, Frühkartöffelchen und Schinken-Variationen und als Nachttisch wieder köstliche regionale Erdbeeren mit Vanilleeis – Spargel und Erdbeeren kaufen wir hier an einem Stand – direkt von einem regionalen Erzeuger aus dem Umland; gestern waren wir beim Italiener und haben Carpaccio, Saltimbocca und Tirami Su geschlemmt, aber was es heute gibt, ist noch offen.

👂«Gehört»
… gestern Abend ganz viel 80er Jahre Musik im Radio – ach ja, und diese Woche auch im Radio „Looking for Freedom“ von David Hasselhoff – ist zwar nervig, aber irgendwie auch total kultig 😉
… am Wochenende war wieder die „LoveLetter Convention“ in Berlin (LLC), wo viele Autorinnen und Autoren von Liebesromanen Lesungen und Workshops gehalten haben, Blogger zu Gast waren, Verlage usw. – das Event findet jedes Jahr statt und ist immer mehr gewachsen. Ich bin allerdings überhaupt kein Fan von solchen Massenveranstaltungen und ich habe schon von anderen Besucherinnen der Veranstaltung gehört, dass es, wenn es in die Signierstunden und zu den Freiexemplaren geht, die Raffgier bei manchen echt voll zuschlägt. Für die fast 60 Euro, die das Wochenend-Ticket gekostet hat, kann ich mir schon wieder 6 Taschenbücher kaufen 😉

💻 «Gemailt»
… mit Kerstin H., Hannelore K., Conny, Miriam D. und noch ein paar anderen.

👀 «Gesehen»
… Toni liegt sehr gerne auf dem „toten Schaf“ im Wohnzimmer und findet das offenbar – als einzige unserer Katzen – ganz toll. Wir haben dann auch nochmal versucht, Joelle davon zu überzeugen, die dann die wieder alle vier Pfoten quergestellt hat und sich mit aller Macht gewehrt hat, das Schaffell zu berühren 😉

💖 «Geknuddelt»
… alles wie gehabt 😉

💭 «Gedacht»
… Vorfreude ❤ – denn morgen Mittag treffe ich eine liebe Freundin, die ich länger nicht gesehen habe.
… ich habe mit Schrecken gesehen, dass in dem Kölner Ortsteil, in dem ich aufgewachsen bin, Porz-Eil, die AfD teilweise auf bis zu 16% gekommen ist bei der Landtagswahl letzte Woche. Das hat mich ziemlich geschockt, dass der Anteil der Hirnlosen dort so extrem hoch ist 😦 – zum Vergleich: In der Kölner Südstadt, wo wir zuletzt gelebt haben (für uns der beste Stadtteil Kölns ever), hatte die AfD nur 3%.
… meine Einstellung zu eBooks hat sich leider doch nicht verändert – ich lese definitiv immer noch gedruckte Bücher aus Papier deutlich lieber.

🏆 «Stolz»
… mal wieder auf gar nichts.

💳 «Gekauft»
… mal wieder Kochzeitschriften (Food Box und Deli); 2 Bücher: „Das Leben fällt wohin es will“ von Petra Hülsmann und „Liebe wird aus Mut gemacht“ von Catarina Junk; ganz viel Kosmetik-Kram im Nivea-Haus Unter den Linden hier in Berlin – hatte den Vorteil, dass ich dazu gratis auch noch das Kochbuch von Tim Mäler und Jogi Löw bekommen habe; 2 Uhren-Batterien hier im Karstadt. Der Mann und ich sind immer wieder total begeistert, so zentral zu wohnen! Wir gehen hier wirklich nur um die Ecke und haben absolut alles vor der Türe.

Veras Weekly – auch die 19. KW endet mit einem Musical-Besuch …

📝 «Geplant»
… immer noch, endlich einen Friseur-Termin und einen Fußpflege-Termin zu vereinbaren.
… mal wieder so einigen Schreibkram in Bezug auf meinen Unfall zu erledigen – ich mache ja auch seit Wochen nichts Anderes 😦 …

📚 «Gelesen»
… ich fange heute an mit „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ von Petra Hülsmann – habe da jetzt auch mal wieder weit im SuB zurückgegriffen, denn dieser 2. Roman der Autorin wartet schon seit 2 J. darauf, von mir gelesen zu werden (diesen Monat erscheint ihr 4. Roman). Aber ihr 1. Buch, „Hummeln im Herzen“, hat mir schon besonders gut gefallen und mir schöne Lesestunden beschert :-). Obwohl ich so viele neue Bücher kaufe, werde ich nun auch immer mal wieder ein Buch lesen, das schon länger in meinen Regalen schlummert 😉

😊 «Gefreut»
… über die gelungene Premiere gestern Abend meines 2. Jg. Musical/Show an der Uni mit ihrer Interpretation „Lieber tot“ über die Geschichte von „Romeo und Julia“ im UNI.T! Wow, wie großartig – ich bin schon gespannt, was die Kids nächstes Jahr an der Neuköllner Oper aufführen werden. Es gibt noch 4 Vorstellungen und ich kann jedem, der in Berlin ist und eine etwas außergewöhnliche Inszenierung sehen möchte, sich das Stück heute (14.05.2017) bzw. zwischen dem 19. und 21.05.2017 noch anzuschauen.
… nach der Premiere waren der Mann und ich dann noch unterwegs auf dem KuDamm und waren Steak Essen und Aperol Spritz trinken. Ein schöner Abend ❤
… ich habe mal wieder ein Buch bei vorablesen.de gewonnen – nun muss es nur noch bei mir ankommen: „Kleine Lügen erhalten die Familie“ von Katia Weber – stand auch auf meiner Wunschliste.

😳 «Überrascht»
… ich bekomme eigentlich nie unaufgefordert Rezensionsexemplare zugesandt – nun ist es doch passiert und leider ein Buch (zudem noch ein 2. Teil), das so gar nicht zu meinem Lesegeschmack passt, da ich ja lieber humorvolle Geschichten mag und das hier ist wohl ziemlich dramatisch: „Piniensommer“ von Stefanie Gerstenberger – die Fortsetzung von „Das Sternenboot“. Ich werde mal schauen, ob ich es über meine Facebook-Seite an andere Blogger zur Rezension abgebe oder hier verlose. Sicherlich ein großartiges Buch für Liebhaber des dramatischen Genres. Wer das jetzt liest und Interesse daran hat, der melde sich bitte bei mir!
… da der Mann und ich erst zum 3. Schnelldurchlauf des ESC kurz vor der Punktwertung zu Hause waren, war der Gewinner des diesjährigen ESC sicherlich eine Riesen-Überraschung – aber, wie ich finde, eine sehr positive: Salvador Sobral aus Portugal mit seinem auf Portugiesisch gesungenem Titel „Amor pelos dois“ – ein Lied der leisen Töne mit einer Message (die ich leider immer noch nicht kenne, weil sich keiner die Mühe einer Übersetzung macht). Sicherlich kann man geteilter Meinung darüber sein, aber mich hat sehr beeindruckt, dass dieses Mal keine von der plastischen Chirurgie im Einheitslook verunstaltete Balkan-Lady gewonnen hat oder eben dieses Mainstream-Gejammer, mit dem Deutschland jedes Jahr aufs Neue an den Start geht und sich wundert, immer wieder eine Klatsche auf den letzten 5 Plätzen damit zu kassieren. Da hilft es dann auch nicht, wenn man die Produzenten von David Guetta bemüht, die sich dann selbst kopieren. Toll finde ich auch, dass mal wieder ein Titel gewonnen hat, der in der Landessprache gesungen wurde.
… Ullstein ist der einzige große Publikumsverlag, der immer noch keine Herbst-Vorschau veröffentlicht hat.

😢 «Traurig»
… natürlich immer noch besonders wegen Tonis Erkrankung und dass das Leben einfach so ungerecht ist beim Verteilen des Schicksals …

😡 «Geärgert»
… darüber, dass ich jetzt auch noch einen Anruf + Fragebogen von meiner Kfz.-Versicherung bekam, wegen des Schadens, den ich an einem Leasingfahrzeug der Mercedes Benz Leasing am 28.02,2017 verursacht habe und mich nie darum gekümmert hätte. Nun darf ich den nächsten Bericht zum gesamten Hergang schreiben. Die wollen nun auch noch Akteneinsicht in die Ermittlungsakte nehmen. Ich habe nun erfahren, dass es bei der Amtsanwaltschaft Berlin mindestens 2 Monate dauert, bis überhaupt der Eingang einer Polizei-Akte vermerkt und dort ein Aktenzeichen vergeben wird. Wie lange dann die weitere Bearbeitung dauert, kann man sich dann ausmalen …! Wahnsinn, was mich diese Sache mittlerweile an Kraft gekostet hat und wahrscheinlich auch noch kosten wird. Jede Nacht, wenn ich einschlafen möchte, geht mir diese ganze Sache stundenlang durch den Kopf 😦

🍴«Gegessen»
… Freitag gab es Spargel mit Sauce Hollandaise, Kurzgebratenem und als Dessert Erdbeeren mit Vanille-Eis; gestern waren der Mann und ich nach der Musical-Premiere bei Blockhouse am späten Abend noch Steak mit Kartoffelgratin, Salat und Knoblauchbrot essen – lecker. Dabei haben wir mit Blick auf KuDamm und Gedächtniskirche wieder festgestellt, dass wir in der tollsten Stadt der Welt leben dürfen. Tja, was es sonst noch so gab diese Woche, weiß ich leider nicht mehr.

👂«Gehört»
… was die Tickets für die Deutschland-Konzerte von „Rolling Stones“ so kosten – ziemlich verrückt! Aber es heißt ja immer, entweder ist man „Beatles“- oder „Stones“-Fan – ich bin eindeutig „Beatles“-Fan forever ❤

💻 «Gemailt»
… mit Monika Sch., Hanne K., Sandra G., Verena R., Nicole R., Natalie M., Hermien St., Miriam D., Susi K., Sue B. – richtig viel, aber ich will jetzt mal endlich wieder diejenigen mit Mails bedenken, die ich so lange vernachlässigt habe: Silke R., Miri R., Marion H., Ute K. ❤

👀 «Gesehen»
… Landtagswahl in der Ex-Heimat NRW heute – ich hoffe sehr, dass in Deutschlands größtem Bundesland die AfD zurückliegen wird und keine Maßstäbe für die Bundestagswahl setzen kann.

💖 «Geknuddelt»
… unverändert die Gleichen ❤ – noch dazu mein Kollegen-Team im anderen Dienstgebäude, die ich so lange nicht gesehen habe.

💭 «Gedacht»
… manchmal würde ich gern spontan einen Tag Urlaub nehmen und mich morgens in den Zug nach Warnemünde oder sonst wohin an die Ostsee setzen und einen Tag im Strandkorb verbringen, ohne dass jemand weiß, wo ich bin – einfach mal abschalten – oder an einen brandenburgischen See ginge auch …
… heute ist Muttertag – für mich kein besonderer Tag. Und bis vor 7 J., als ich noch Kontakt zu meiner Mutter hatte, war das immer nur ein Tag, an dem ich wieder etwas falsch machen konnte. Einer von vielen Tagen im Leben, an denen ich um Liebe und Anerkennung gekämpft habe und wieder einen Keulenschlag bekam. Wer viel macht, kann auch viel falsch machen – habe ich immer gesagt. Meine Brüder haben nichts für meine Mutter getan, aber waren dafür immer die Götter. Ich bin so froh, dass ich vor 7 J. endlich den Mut hatte, „Nein“ zu dieser Familie zu sagen und mein Wohlergehen nicht mehr von deren Kontakt und Handeln abhängt. Und meiner Mutter konnte ich damit das schöne Leben, das sie bis vor meiner Geburt mit ihren Söhnen hatte (wie sie mir an den Kopf geworfen hat), somit auch zurückgeben.

🏆 «Stolz»
… auf nichts besonderes in der abgelaufenen Woche.

💳 «Gekauft»
… 3 Kochzeitschriften: „Jamie“, „Lecker“ (hab ich ja im Abo) und „In meiner Küche“; Bücher: „Frag nicht nach Sonnenschein“ von Sophie Kinsella und „Sommer mit Lilo“ von Rieke Schermer. Ich hatte ein Paket bei Sheego bestellt mit Oberteilen – muss aber sagen, dass die Qualität mancher Sachen von KIK besser ist und dabei günstiger – davon geht also das Meiste zurück.

Rezension: Sandra Girod – „Manchmal will man eben Meer“

Fakten:
Paperback, Blanvalet, erschienen: 25.07.2016, 351 Seiten, 14,99€ (auch als eBook erhältlich) – das Buch erscheint am 19.03.2018 als Taschenbuch zum Preis von 9,99€

Autorin:
Sandra Girod, Jahrgang 1963, echte Schleswig-Holsteinerin, arbeitet – neben ihrer Autorinnen-Tätigkeit – als Journalistin und Redakteurin. Sie war sowohl für Tageszeitungen (B.Z., Kieler Nachrichten) als auch für verschiedene Frauen-Zeitschriften (u.a . „Petra“, „Für Sie“, „Laura“) tätig. Mit Mann und zwei Kindern lebt sie in Hamburg. Ihr erster Roman „Nenn mich nicht Hasi“ ist 2014 erstmals im Paperback und 2016 als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen.

Handlung:
Janelle, liebevoll Wölkchen genannt, die 4jährige Tochter der Journalistin Yola Wolkenstein, leidet unter  chronischer Bronchitis. Den Beiden wird eine Mutter-Kind-Kur an der Nordsee in Cuxhaven verordnet. Yola kann sich nur schwer von ihrem Redaktionsjob loseisen, da in ihrer Branche Kinder eher als unnötiger Luxus gelten. Nachdem Yola als erstes lernt, ihre Vorurteile gegenüber den anderen Frauen abzubauen, deren Schicksale kennenlernt und auch endlich lernt, sich ihren eigenen Problemen zu stellen, verlebt sie eine tolle Zeit, lernt neue Situationen und Personen kennen. Und sie merkt, dass das Schicksal auch mit ihr nochmal ein neues Leben mit ihr plant …

Fazit:
Dieser Roman lag zu Unrecht viel zu lange auf meinem SuB und ich bin froh, dass ich mir jetzt die Zeit für dieses tolle Buch genommen habe.
Das Cover – ganz maritim und in Pastelltönen gehalten – ist ein Eye Catcher – traumhaft schön: Blauer Himmel, Meer, Möwen, Strand, Strandkörbe und der berüchtigte Piratenbus, den man im Buch noch näher kennenlernt. Schön, dass das Cover Bezug auf die Story nimmt. Der Titel ist blau-rot nach außen geprägter Schrift auf dem Cover – etwas plastisch – und gibt dem Cover nochmal etwas Besonderes.
Das Buch ist mit seinen 351 Seiten inkl. Dankeswort in sehr großzügigem Schriftbild gedruckt und die Kapitel haben allerbeste Leselänge, so dass man immer mal kurz zwischendurch ein Kapitel lesen kann.
Das ist mein erstes Buch, das ich von Sandra Girod gelesen habe, aber ganz sicher nicht mein letztes. „Nenn mich nicht Hasi“, ihren Debüt-Roman, nehme ich mir auch noch vor, da ich ihren Schreibstil sehr angenehm finde. Sie nimmt die Leser(innen) mit in die Story hinein und lässt einen die Geschichte mit(er)leben.
Zu Beginn der Story war ich mir ein wenig unsicher mit der Protagonistin Yola, die ich da noch ein wenig arrogant und herablassend gegenüber den anderen Frauen in der Kur fand. Doch in der Entwicklung der Story entwickelt sich auch Yolas Persönlichkeit – sie öffnet sich, erkennt, dass es auch in ihrem eigenen Leben Schwachpunkte gibt und betrachtet die muntere Frauengruppe der Kurklinik nicht mehr so von außen und von oben herab, sondern wird ganz schnell ein Teil von ihr und ist die treibende Kraft für Mut und Veränderung – auch bei den anderen. Gerne habe ich Anteil am Schicksal der Mütter in der Kurklinik genommen und die Wendungen in deren Entwicklung verfolgt, die ich während des Lesens auch alle sehr ins Herz geschlossen habe. Zum Ende hin habe ich sehr langsam gelesen, weil ich mich so ungern von dieser sympathischen Truppe trennen wollte.
Ein wenig schade fand ich nur, dass der Roman ein wenig abrupt endete und so vieles offen geblieben ist, aber wenn das bedeutet, dass es da möglicherweise nochmal einen weiteren Band gibt, der die Geschichte weitererzählt, bin ich damit einverstanden – denn Yolas Geschichte und die der anderen Frauen hat gerade jetzt noch an Potenzial für eine Fortsetzung gewonnen.
Auch, wenn ich als Nicht-Mutter, die noch nie selbst eine Kur gemacht hat, nicht so ganz zur Zielgruppe gehöre, so fand ich diesen Roman wirklich großartig – ob Mutter oder nicht: hier wird sich jede Frau selbst irgendwie wiederfinden und zum Nachdenken angeregt! Prädikat: lesenswert – ich gebe hierfür sehr gerne eine 5***** Sterne-Leseempfehlung!