Rezension: Manuela Inusa – „Der kleine Teeladen zum Glück“ (Valerie Lane, Bd. 1)

Fakten:
Taschenbuch, Blanvalet, Erscheinungsdatum: 16.10.2017, 287 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Manuela Inusa wurde 1981 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt. Obwohl sie schon immer davon träumte, Autorin zu werden, führte ihr erster beruflicher Weg sie in Ausbildung und Beruf der Fremdsprachenkorrespondentin. Den Grundstein als Autorin legte sie zunächst durch zahlreiche Bücher im Selfpublishing bevor dann der Blanvalet-Verlag auf sie aufmerksam wurde und auch dort inzwischen bereits vier Bücher von ihr veröffentlicht wurden. Sie steht vor Allem für das Romantik-Genre. In ihrer Freizeit liest sie selbst gerne und reist – am liebsten in die USA – und ist Fan von TV-Serien. Aus der „Valerie Lane“-Reihe sind mittlerweile neben diesem bereits ein weiterer Roman erschienen („Die Chocolaterie der Träume“); weitere sind in Vorbereitung.

Handlung:
Laurie ist Besitzerin eines kleinen Teeladens mit Ausschank in der Valerie Lane, eine kleine, ruhige Seitenstraße in Oxfords Innenstadt mit romantischen kleinen Läden, zu denen u. a. auch Kiera’s Chocolaterie, Ruby’s Antiques, Orchid’s Gift Shop und Susan’s Wool Paradise gehören. Mit den anderen Ladenbesitzerinnen verbindet Laurie eine innige Freundschaft und die fünf Frauen treffen sich traditionell jeden Mittwoch-Abend in Laurie’s Tea Corner zum Quatschen, wo Laurie ihnen dann auch gesteht, dass sie bereits seit einem halben Jahr heimlich in ihren neuen Teelieferanten Barry verliebt ist. Die Freundinnen finden, dass dem jungen Glück ein wenig auf die Sprünge geholfen werden muss und stehen Laurie mit Rat und Tat – und machmal etwas zuviel davon – zur Seite …

Fazit:
Die Cover dieser Buch-Reihe sind im Corporate-Design gestaltet – d. h. jedes Mal ist der Laden der Protagonistin zu sehen, um deren Geschichte sich alles in dem betreffenden Band dreht. Dieses Cover ist wirklich wunderschön: Man sieht den „Laurie’s Tea Corner“, einen sehr einladenden Eckladen. Die Schrift des Titels ist in hübschen, glänzend blauen Buchstaben aufgedruckt.
Die eigentliche Geschichte dieses Romans umfasst 257 Seiten in 26 Kapitel verpackt. Im Anschluss folgen – neben dem Dankeswort – noch ein paar Tee- sowie ein Pralinen-Rezept aus dem Roman sowie eine ca. 20-seitige Leseprobe aus „Die Chocolaterie der Träume“, dem nächsten Band dieser Buch-Reihe, in dem es dann um Kiera gehen wird.
Dies war mein allererstes Buch, das ich von Manuela Inusa gelesen habe, obwohl ich noch weitere auf dem SuB habe.
Die Mitwirkenden dieses Romans, also auch somit auch dieser ganzen Reihe, sind wirklich allesamt sehr sympathisch und wahnsinnig nett, Personen ohne jeglichen Ecken und Kanten, die man einfach mögen muss.
Und so ist auch die ganze Geschichte: Wunderbar einfach, alle verstehen sich großartig und sind immer nett zueinander, es gibt keine großen Probleme und wenn werden sie unter den Freundinnen gemeinsam gelöst und Freud und Leid geteilt. Das verwegenste in der Story ist das Dasein von Gary, einem geheimnisvollen Obdachlosen aus Manchester, bei dem ich mir sicher bin, dass ihm noch in einem der weiteren Bände eine größere Rolle zugeteilt wird.
Ansonsten ist dies ein Roman, der ohne jeglichen Spannungsbogen auskommt und sich ganz entspannt weglesen lässt zur Aufhellung an einem tristen grauen Tag.
Für mich war es manchmal allerdings schon etwas zu viel Harmonie in der Geschichte, auch wenn mir die Story an sich ganz gut gefallen hat.
Dennoch werde ich auf jeden Fall noch die folgenden Bände der Reihe lesen, weil ich natürlich auch mehr über die anderen Ladenbesitzerinnen der Valerie Lane und deren Leben erfahren möchte.
Von mir wird dieser 1. Band der „Valerie Lane“-Reihe mit 4**** Sternen bewertet.

Ein großes Dankeschön an das Bloggerportal der Random House-Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar!

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Rezension: Franziska Seyboldt – „Rattatatam, mein Herz – Vom Leben mit der Angst“

Fakten:
Hardcover, Kiepenheuer & Witsch, erschienen: 11.01.2018, 253 Seiten, 18,00€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Franziska Seyboldt, geboren 1984 im badischen Teil von Baden-Württemberg, zog zunächst zum Studium in Modejournalismus und Medienkommunikation nach Hamburg. Seit 2008 lebt sie in Berlin und ist dort Redakteurin und Kolumnistin bei der taz.de im Ressort „Gesellschaft und Kultur“, wo sie sich u. a. in ihrer Kolumne „Psycho“ bereits mit psychischen Erkrankungen beschäftigt hat. Neben dem Kinderbuch „Theo weiß, was er will“ hat sie mit „Müslimädchen“ zuvor schon mal einen Einblick in ihr Leben gewährt.

Handlung:
Die taz-Redakteurin Franziska Seyboldt leidet bereits seit ihrer Kindheit unter einer Angststörung und entschließt sich erst im Erwachsenen-Alter, sich dieser endlich zu stellen und sie öffentlich zu machen, wozu ihre Kolumne „Psycho“ in der taz ihr endlich einen passenden Boden bietet. Mutig schildert sie in ihrem Buch ihr eigenes Leben mit der Angst und welche Mittel sie ergreift, damit es ein Leben ohne Angst wird.

Fazit:
Das Cover ist recht minimalistisch gehalten: Raues Umweltpapier und darauf diese zackigen gelben, leicht verschwommenen und alle etwas unterschiedlichen Spitzen. Diese kann man im übertragenen Sinne als Angst interpretieren: Grell, spitz und immer ein wenig anders in Erscheinung tretend.
Der Minimalismus des Covers setzt sich auch im Buch fort: Der Text verteilt sich auf 253 Seiten und 45 Kapitel – und das sehr großzügig verteilt: Die Ränder sind in alle Richtungen breit gehalten, das Schriftbild ist recht groß mit 1,5zeiligem Druck gewählt; da jedes Kapitel rechtsseitig beginnt, sind zahlreiche Seiten links vollkommen unbedruckt. In seinem Erscheinungsbild kommt das Buch sehr hochwertig daher, der Verkaufspreis ist hier allerdings mit 18€ dennoch recht hoch angesetzt.
Was jedoch gar nicht minimalistisch ist, ist das Thema und somit der Inhalt dieses Buches, bei dem es nicht um einen Ratgeber, sondern einen persönlichen Erfahrungsbericht handelt.
Franziska Seyboldt leidet bereits seit ihrer Kindheit unter einer Angststörung – erstmals in Erscheinung getreten bei einem Arztbesuch, wo sie ihn Ohnmacht fiel. Sie erkennt diese aber erst viel später als solche, wie es bei den meisten Patienten mit einer Angststörung der Fall ist. Ich weiß leider selbst zu gut, wovon die Rede ist, denn auch ich habe damals vor meinem BurnOut die Panik-Attacken als Kreislaufstörung oder Folge des Bluthochdrucks versucht zu erklären. Auch die Angst vor Kontrollverlust und die eigene Meinung, als Person nicht richtig zu sein, wie man ist, scheint unter vielen Angstpatienten sehr verbreitet, so auch bei Franziska Seyboldt. Sie beschreibt Situationen aus der Kindheit, Schule, Beruf und Privatleben in denen die Angst übermächtig ist, z. B. Redaktionskonferenzen im Job oder Flugreisen. Aber auch Tage oder gar Wochen, in denen sie es schafft, sich einen dicken Panzer zuzulegen und der Angst somit Paroli zu bieten. Sie sucht Rat bei Psychologen und findet für sich neue Wege, der Angst zu begegnen. Mal setzt sie sich poetisch mit ihr auseinander, mal betrachtet sie sie freundschaftlich und mal mit Ignoranz – sie setzt sich immer wieder in Dialogen mit ihr auseinander, so lange bis die Angst ihre Überlegenheit verliert. Der Umgang mit der Angststörung wird einfacher für sie, als sie sie öffentlich macht, sich selbst mutig dazu bekennt und in ihrer Kolumne „Psycho“ in der taz darüber schreibt und nicht mehr versucht es zu verheimlichen, was ich persönlich auch sehr wichtig finde – der Umgang mit psychischen Erkrankungen sollte nicht immer tabuisiert werden. Ein tolles Buch über ein ernstes Thema, in dem trotz Allem der Humor nicht zu kurz kommt. Wirklich sehr lesenswert – nicht nur für Betroffene. Einziger Kritikpunkt ist, dass oft Personen genannt werden, die man nicht zuordnen kann, weil sie weder vorher noch nachher mal erwähnt wurden und auch nicht bekannt ist, in welcher Beziehung sie zur Autorin stehen oder standen – das fand ich teilweise etwas verwirrend. Tolles Buch und eine 4****-Leseempfehlung von mir.

Entschuldigt meine längere Abwesenheit bedingt durch eine traurige Entwicklung

Liebe Leser*innen meines Blogs,

eigentlich hatte ich angekündigt, Euch künftig – d. h. nach dem Januar – einen monatlichen Rückblick zu liefern, aber manchmal hat das Leben genau dann, andere, fast schon unmenschliche Aufgaben für uns …

Am vergangenen Samstag, 03.02.2018, mussten wir – nach einer sehr emotionalen Woche voller Hoffen und Bangen – um 12 Uhr für immer Abschied nehmen von unserem geliebten Kater Toni, worunter wir auch sicher noch eine ganze Weile zu leiden haben. Wir vermissen unseren kleinen Mann so unendlich.

Wie ja die meisten von Euch bereits mitbekommen hatten, litt Toni von Geburt an unter einem angeborenen, schweren Gendefekt, dessen Folgen ziemlich schnell fortgeschritten sind: Er hatte nie eine Stimme, konnte also nicht miauen (bis auf ein leises „Ch Ch“), konnte nicht schnurren, hustete, litt seit seiner 10. Lebenswoche immer wieder unter Verstopfung – was wir aber Dank eines Medikaments seines Neurologen seit Juni 2017 im Griff hatten, litt unter Bewegungsstörungen, die immer schlimmer wurden – zuletzt ist er überwiegend vorwärts gerobbt auf dem Parkettboden.

Der Gendefekt wurde im Januar 2017 im Rahmen einer Muskel- und Nervenbiopsie durch seinen Neurologen diagnostiziert. Die Gewebeproben sind in der Tierpathologie der LMU München untersucht worden, wo man dann feststellte, dass er – sowie zwei seiner Geschwister – einen Gendefekt hat, der bisher in dieser Form noch nie bei Katzen aufgetaucht ist. Dieser Gendefekt ist ähnlich wie MS oder ALS und lähmt das Zusammenspiel zwischen Muskeln und Nerven im Ganzen Körper. Sein Bruder ist bereits kurze Zeit später an den Folgen der Darmlähmung bei einer OP verstorben und seine Schwester dann im Oktober. Toni, der von Anfang offenbar am meisten von dem Gendefekt betroffen war, hat erstaunlicherweise am längsten damit überlebt.
Nach der Diagnose waren wir sehr niedergeschlagen und haben unser ganzes Leben darauf ausgerichtet, ihm das Leben so schön und leicht wie möglich zu machen. Wir haben die Wohnung umgestaltet mit behindertengerechtem Katzenklo, Teppiche für ihn ausgelegt, damit er besser laufen kann (er konnte mit den Hinterbeinen nicht mehr auf den Fußballen laufen, sondern nur auf den Zehen), ihn mit Medikamenten versorgt, waren immer wieder beim Tierarzt, haben uns ständig Sorgen um seinen Stoffwechsel gemacht (das hat unseren Tag bestimmt) und seine Hinterlassenschaften weggewischt und Teppiche und Katzenkissen gewaschen, wenn er es nicht bis zum Katzenklo geschafft hat und Wickelunterlagen in der Wohnung für ihn verteilt. Auf Reisen haben wir im letzten Jahr komplett verzichtet. Und wir haben das alles gern gemacht und hätten das auch noch mit Liebe weitere 20 Jahre für ihn getan. Zwischendurch war sogar mal eine Besserung zu verzeichnen und ihm hat die Tatsache, dass auf einmal die kleine verspielte Milly da war, nochmal so richtig Aufwind gegeben und ihn glücklich gemacht. Er war trotz seiner schweren Erkrankung immer ein richtiges Gute Laune-Paket und hat uns in den letzten Monaten sehr viel Freude gemacht und oft zum Lachen gebracht.

Anfang letzter Woche war Toni plötzlich verändert – während er sonst immer trotz seiner Behinderung total wild mit unseren anderen Katzen Joelle und Milly gerauft hat und das auch immer gern mit der alten Queen Mary wollte, hatte er auf einmal kein Interesse daran und hat mehr herumgelegen. Das hat Joelle und die kleine Milly, die ihn immer wieder zum Toben animieren wollten, sogar etwas verwirrt. Mittwoch-Abend waren wir dann mit ihm im Notdienst in unserer Tierarzt-Praxis, die eigentlich geschlossen hatte. Da Tonis Krankengeschichte dort ausgiebig bekannt ist, konnten wir den Praxis-Chef überzeugen extra für Toni nochmal in die Praxis zu kommen. Er hat dann hohes Fieber und eine Lungenentzündung diagnostiziert und ihm Antibiotika, Fiebersenker und einen Muntermacher gespritzt, woraufhin es Toni dann auch erstmal besser ging. Da der Mann am folgenden Tag auf Dienstreise war, habe ich mir kurzfristig frei genommen, was sehr gut war, denn so konnte ich nochmal einen sehr intensiven gemeinsamen Tag mit Toni verbringen, dem es dann langsam wieder schlechter ging. Am Freitag war er wieder beim Arzt, hat nochmals Antibiotika bekommen und die Lunge wurde geröntgt, die wohl sehr stark belegt war und die Tierärztin, die ihn da behandelte, hat uns schon keine große Hoffnung mehr gemacht. Wir haben immer so sehr auf seinen Stoffwechsel geachtet, aber dass er ein Problem mit der Lunge haben würde, hatten wir nicht auf dem Schirm, obwohl wir uns im Nachhinein erinnern konnten, dass der Neurologe damals sagte, dass Herz oder Lunge wahrscheinlich irgendwann überlastet sind. Abends ging es ihm dann noch schlechter und ich habe nochmal mit der Praxis telefoniert und vereinbart, dass wir Samstag-Vormittag mit ihm in die Praxis kommen, wenn keine Besserung erkennbar ist, weil wir ihn und uns nicht länger mit dem Leid quälen wollten. Er war extrem kurzatmig und hat sich kaum noch bewegt und nur noch ganz selten kleine Häppchen gefressen, aber wir haben uns trotzdem noch an jeden Strohhalm geklammert, der uns ein wenig Hoffnung gegeben hat. Wir wussten zwar, dass ihm aufgrund der Erkrankung kein langes Leben beschert sein würde, aber wenn man dann weiß, dass es nicht mehr weitergeht, steht für einen selbst die Welt still.

Wir haben uns die Entscheidung am Samstag wirklich nicht leicht gemacht und im Vorlauf schon viel geweint – weil die Frage im Raum steht, ob man sein geliebtes Tier evtl. zu früh aufgibt oder ob man es ggf. viel zu lange leiden lässt? Aber die Tierärztin am Samstag, die Toni auch bereits kannte, hat nochmal bestätigt, dass es keine Chance auf Besserung mehr gab – auch im Hinblick auf seine ganzen bisherigen Erkrankungen. Eine Lungenklappe hat durch den Gendefekt bei ihm nicht richtig funktioniert und dadurch sind wohl bei jeder Mahlzeit und beim Putzen Futter und Haare in die Lunge gelangt, was letztlich zur Ablagerung und zur Entzündung geführt hat. Seine Lunge war nur noch zu 1/3 funktionsfähig und die Wahrscheinlichkeit – eben auch an diesem Wochenende – zu ersticken, wäre groß gewesen. Die Beruhigungsspritze, die die Tiere vor der eigentlichen Euthanasie-Spritze erhalten, damit die Atmung ruhiger wird, hat bei Toni direkt zum Tode geführt, woran man sehen konnte, wie schwach die Lunge noch war. Das war der schlimmste Moment von allen und den bekommen wir so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Die Tierärztin war sehr mitfühlend und meinte auch, dass wir sehr, sehr viel für Toni getan haben.

Für mich stand von Anfang an immer fest, dass unsere Katzen nach ihrem Tod immer eine Einzeleinäscherung bekommen und die Urne bei uns aufbewahrt wird. Wir haben nun eine schöne, schlichte Urne (ein schwarzes Herz mit weißen Sprenkeln) ausgewählt – ohne Foto oder Schrift, die wir wohl Anfang kommender Woche beim Tierbestattungsinstitut abholen können. Bei unserem Kater Theo haben wir 2012 leider entschieden, dass er im Garten von damaligen Kölner Freunden bestattet wird, neben deren Katze. Leider haben die uns aber nach unserem Umzug nach Berlin ohne Gründe die Freundschaft aufgekündigt, was ich sehr traurig finde. Aber manche Kölner kommen irgendwie nicht damit klar, dass es Menschen gibt, die weit jenseits von Köln nun mal viel glücklicher sind, während sie selbst unglücklich sind, aber keine Veränderungen zulassen.

Toni hatte durch seine Krankheit und die Pflegebedürftigkeit eine besondere Präsenz in unserem Leben. Er fehlt uns so sehr, wir vermissen den kleinen Kerl ständig und weinen beide immer noch um ihn, obwohl der Mann das eigentlich immer rational sehen wollte, überwiegen die Emotionen. Ohne unsere anderen Katzen, die sich alle Mühe geben um uns abzulenken, wären wir in ein ganz tiefes Loch gefallen: Mary setzt immer wieder ihr Allheilmittel bei uns ein und tretelt auf uns. Sie ist jetzt viel aufgeschlossener – sie mochte ja nach den Erfahrungen damals mit Theo irgendwie keine Kater und hatte immer ein wenig Angst vor Toni. Und Joelle und Milly sorgen immer wieder für ein temporeiches Unterhaltungsprogramm mit Clownerien, Akrobatik und Stunts und sind beide sehr anhänglich. Vermissen tun sie Toni offenbar nicht – ich glaube, sie haben gemerkt, dass er krank ist und es ihm sehr schlecht geht. Milly und Joelle hatten sich seit Mitte der Woche nur noch aufeinander konzentriert beim Spielen. Mary hat damals auch bei Theo gemerkt, dass er krank ist.

Viele Unverbesserliche werden jetzt sicherlich denken oder sagen, dass er ja „nur“ ein Tier war! Für uns gibt es nicht „nur ein Tier“ – er war eine sehr wertvolle, kleine  Persönlichkeit, die mit uns gelebt hat und die wir nicht weniger, wenn nicht sogar mehr, als manche Menschen geliebt haben und er hat unser Leben – wenn auch leider nur für kurze Zeit – so sehr bereichert! Unser kleiner Held und Traumkater, der jetzt ein kleiner Engel ist ❤

Durch diesen ganzen Kummer ist alles andere total bei uns in den Hintergrund geraten: Ich konnte sogar meine schlimmen Rückenschmerzen mit zeitweiligen motorischen Ausfällen im li. Bein total ausblenden (die jetzt leider gerade wieder schlimmer denn je sind – so lange ich kann, vermeide ich den Arzt-Besuch), weil Toni wichtiger als alles andere war. Ich habe mich allerdings auch in dieser schlimmen Zeit leider nicht ablenken können, habe nicht mehr gelesen seither und bin auch noch die Rezension schuldig zu „Rattatatam, mein Herz – vom Leben mit der Angst“ von Franziska Seyboldt, das ich längst ausgelesen hab, aber irgendwie fehlen mir gerade die Worte zum Rezensieren. Wir wollten eigentlich auch am Mo., 05.02. auf die Buch-Präsentation dieses Buches hier in Berlin gehen, aber da das Thema „Angst“ bei uns zuvor so präsent war, brauchten wir jetzt erstmal ein wenig Abstand.

Bitte seht mir nach, dass es momentan bei mir so ruhig ist. Ich wollte Euch nur nicht im Dunklen lassen, warum das gerade so ist und hoffe auf Euer Verständnis!

Bis bald, ganz liebe Grüße von VERA

Rezension: Marie Adams – „Glück schmeckt nach Popcorn“

Fakten:
Taschenbuch, blanvalet, erschienen: 20.11.2017, 318 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich!

Autorin:
Marie Adams ist ein Pseudonym der deutschen Autorin Daniela Nagel, die darunter im September 2016 auch bereits „Das Café der guten Wünsche“ veröffentlicht hat. Sie wurde 1977 in Köln geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern samt Haustieren lebt. Sie hat an der Fernuniversität Hagen Neuere Deutsche Literatur und Philosophie studiert und schrieb bereits während des Studiums Drehbücher für die ZDF-Serie „Streit um Drei“ sowie ein erstes Spielfilmdrehbuch. Während der Familiengründungsphase schloss sie ihr Studium mit ihrer Magisterarbeit, die ebenfalls das Thema „Drehbücher“ behandelte, erfolgreich ab. Sie schrieb u. a. Filmkritiken für das Online-Portal „Cinezone“ und Werbetexte für „Kino & Co.“. Neben dem Sachbuch „Fünf Kinder? Sie Ärmste! Ein Survival-Guide für gelassene Mehrfachmütter“ hat sie unter ihrem realen Namen die beiden humorvollen Familienalltagsromane „Das Leben ist kein Kindergeburtstag“ und dessen Fortsetzung „Irgendwas ist doch immer!“ veröffentlicht.

Handlung:
Die fast 30jährige Martha betreibt – gemeinsam mit ihrer besten Freundin Susanna – ein kleines, feines Programm-Kino in der Kölner Innenstadt, das von Filmliebhabern und -kritikern gleichermaßen geschätzt wird. Nach einer schlimmen privaten Enttäuschung konzentriert sich ihr ganzes Leben auf dieses Kino. Und auch dieses Glück wird getrübt, als ihre Freundin schwanger wird und zu ihrem Freund nach Hamburg zieht und Martha eine neue Hilfe für ihr Kino benötigt. Sie stellt den 3 Jahre jüngeren Filmstudenten Erik ein, ein absoluter Optimist, der gerade an seinem Abschlussfilm für die Hochschule arbeitet und vor guter Laune sprüht. Nur zu gern würde Erik, der ein Auge auf seine Chefin geworfen hat, die missmutige Martha überzeugen, dass es Happy Ends nicht nur auf Kino-Leinwand gibt. Aber das erweist sich als schwerste Aufgabe seines Lebens …

Fazit:
Sowohl Farbgebung als auch Motiv des Covers sind ansprechend gewählt. Die beiden Popcorn-Sorten nehmen in gewisser Form Bezug auf den Roman und seine Mitwirkenden, wobei das dunkle Popcorn sicherlich die pessimistische Protagonistin Martha und das helle Popcorn den optimistischen Erik darstellen soll. Die Schrift des Titels ist leicht nach außen geprägt, was ich sehr hübsch finde.
Grundsätzlich lese ich ja lieber Romane, die eine Aufteilung in kurze Kapitel haben, aber hier ist die eigentliche Story auf 315 Seiten aufgeteilt in nicht zu lange Leseabschnitte + Dankeswort – man kann sich bequem von Abschnitt zu Abschnitt lesen, was auch in Ordnung ist.
Der Schreib- und Sprachstil der Autorin hat mir im 1. Roman auch schon gut gefallen, in diesem Roman gab es allerdings ein paar, wenn auch wenige Situationen, wo ich nicht so ganz folgen konnte, weil plötzlich irgendeine Aussage dastand und man darin keinen Sinn erkennen konnte, auch vorher nicht.
Sehr schön fand ich die Idee der Autorin als Setting ein altes Kino zu nehmen – auch, wenn ich nicht wirklich ein Kino-Fan bin, so war dies  jedoch mal eine tolle Abwechslung zu den ganzen Cafés usw., die sonst als Handlungsorte in Romanen dienen. Der Aktionsradius der Geschichte befindet sich allerdings auch zu 80% nur im Kino. Von den im Buch erwähnten Filmen kannte ich leider nur sehr wenige.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und ich bin mir sicher, es hätte eine richtig schöne Geschichte werden können, wenn hier nicht mit Martha eine höchst unsympathische und verbitterte Protagonistin gewählt worden wäre. Zwar wird der Leser während der Lektüre öfter als einmal daran erinnert, warum Martha so traurig, biestig und vom Leben enttäuscht ist, aber irgendwie hat mir das nicht gereicht als Erklärung, zumal sich der Handlungsspielraum hier über einen Zeitraum von mehreren Monaten erstreckt (und ausnahmsweise mal nicht auf wenige Tage oder ein paar Wochen wie in den meisten Romanen). In dieser Geschichte ist die Protagonistin irgendwie zugleich Antagonistin. Ihre Art hat mir leider stückweise sogar die Lesefreude genommen. Für mich ist es immer wichtig, eine Protagonistin sympathisch zu finden und ihre Geschichte irgendwie mitleben zu können und das kam hier nicht auf. Im echten Leben hätte ich Menschen wie Martha, die mit ihrem Pessimismus die Schuld für ihr eigenes Unglücklichsein immer nur bei anderen suchen, längst keinen Platz mehr eingeräumt, weil mich so etwas herunterzieht. Die Wendung kam leider sehr, sehr spät und die richtig großen Emotionen für einen Liebesroman haben mir ein wenig gefehlt.
Für das tolle Setting mit dem schönen alten Kino in meiner Ex-Heimatstadt Köln und so wunderbar erfrischenden liebenswürdigen Nebencharakteren wie Marthas bester Freundin Susanna, dem sehr optimistischen Filmstudenten Erik und seiner reizenden Familie oder auch der neuen Aushilfe Eva, die der Geschichte dann doch noch etwas Wärme gegeben haben, gibt es von mir wirklich sehr knappe 4**** Sterne (Tendenz 3,5).

Herzlichen Dank an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe, die mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben!

Rezension: Isabelle Broom – „Wintersterne“

Fakten:
Taschenbuch, Diana Verlag, erschienen: 09.10.2017, 447 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Isabelle Broom wurde im Jahr 1979 im britischen Cambridge geboren. Nach ihrem Studium der Medienwissenschaft in London begab sie sich auf Europa-Reise und landete u. a. auf der griechischen Insel Zakynthos, dem Handlungsort ihres Debüt-Romans „Olivensommer“ (in deutscher Sprache erschienen am 13.03.2017 ebenfalls im Diana Verlag). Sie arbeitet als Freelancerin, als Redakteurin und Autorin. Mit ihrem Hund Max, einem Bologneser, lebt sie nun in Suffolk.

Handlung:
In der Vorweihnachtszeit kreuzen sich zufällig die Wege von drei Britinnen an einer Hotelbar im verschneiten Prag: Hope, Anfang 50, aus Manchester, die kurz zuvor aus ihrer unglücklichen Ehe ausgebrochen ist und nun frisch verliebt gemeinsam mit ihrem Ex-Fahrlehrer Charlie auf einem Liebestrip in der tschechischen Hauptstadt ist, sich aber deswegen mit ihrer geliebten Tochter überworfen hat; dann Megan, Anfang 30, eine ehrgeizige Fotografin aus London, die ihren besten Freund, den Lehrer Ollie, der ein Schulprojekt über Prag vorbereitet, begleitet und dort Foto-Motive für ihre erste eigene Ausstellung  sucht – Megan weiß, dass Ollie gern mehr in ihr sehen würde, als die beste Freundin – sie kann sich selbst aber nach einer Enttäuschung vor ein paar Jahren nicht mehr für die Liebe erwärmen; und dann die 28jährige, etwas geheimnisvolle Sophie aus Devon, die alleine in Prag weilt und den anderen berichtet hat, dass sie auf ihren Verlobten Robin wartet, der ein paar Tage später nachkommen würde. So verschieden die drei Frauen und ihre Lebensgeschichten sind, so haben sie eines gemeinsam: Sie haben sich von der Magie des winterlichen Prag bezaubern lassen und fangen an, ihr Leben und ihre Wünsche und auch die Liebe neu zu definieren.

Fazit:
Das Cover ist mit seinen warmen Farben (braun und orange) und den Motiven (Tee, Orangen, Nüsse, Blaubeeren, Schokolade) winterlich bzw. weihnachtlich und hat etwas heimeliges. Schade finde ich aber, dass nicht, wie auf dem britischen Original, das verschneite Prag auf dem Cover zu sehen ist. Der Umschlag (ziemlich hochwertig, da Paperback – also doppelter Taschenbuchumschlag) ist toll mit seiner Rillenstruktur und schön anzufassen und hat schon etwas Sinnliches.
Die Geschichte erstreckt sich über Prolog und 50 herrlich kurzen Kapiteln (wirklich die perfekte Leselänge) in einem sehr angenehm lesbaren Druckbild.
Ich muss sagen, dass ich diesem Roman gegenüber, nachdem ich ihn bereits in den Händen hielt, etwas skeptisch war. Zunächst wurde er von einigen Bloggerinnen empfohlen, dann folgten aber auch einige negative Kritiken und eine gute Freundin hat ihn sogar abgebrochen. Aber bevor ich ihn nicht selbst gelesen habe, konnte ich mir kein Urteil bilden. Also habe ich ihn während meines Winterurlaubs gelesen und es hat herrlich gepasst.
Ich habe schon lange keinen Roman mehr einer britischen Autorin (außer Sophie Kinsella) gelesen und Prag als wirklich seltener Handlungsort machte das Buch zusätzlich reizvoll.
Wer dieses Buch liest, erhält eine sehr detaillierte, liebevolle Beschreibung von Prag und man bekommt Lust, selbst einmal dorthin zu reisen und sich auf die Spuren des Romans zu begeben. Ich war leider bisher noch nicht dort. Als ich Isabelle Broom gegoogelt habe, bin ich auch auf einer Seite von ihr auf die wunderbaren Fotos (Megans Fotos) von Prag gestoßen, durch die man sich der Geschichte noch näher fühlt und noch eine viel bessere Vorstellung von allen genannten Sehenswürdigkeiten, Lokalen und von der Geschichte erhält – einfach, weil eben diese Fotos exakt in dem Roman beschrieben sind.
Die Protagonistinnen sind sympathisch dargestellt, aber bleiben alle dennoch recht neutral für mich als Leserin. Lediglich die Geschichte von Sophie ist mir besonders ans Herz gegangen. Mir kommen selten beim Lesen die Tränen, aber hier fand ich mal wieder eine Story so berührend, dass genau das passiert ist. Also: Zum Ende hin auf jeden Fall Taschentücher beim Lesen bereithalten!
Auch wenn das Buch durch seine detailverliebten Beschreibungen der Stadt, aber auch einzelner Handlungsstränge, stückweise ein wenig langatmig war, so hat mich das Buch doch überzeugt und sehr bewegt.
Ich gebe hierfür eine sehr gute 4****-Sterne Leseempfehlung.

Vielen Dank an das Blogger-Portal von Random House für die Überlassung dieses Rezensionsexemplars!

Ciao 2017 – Willkommen 2018

Eigentlich wollte ich hier einen kleinen Jahresrückblick verfassen, aber die meisten wissen ja auch bereits durch die Lektüre meines Wochenrückblicks, wie das Jahr 2017 bei mir war. Das muss ich jetzt hier eigentlich nicht nochmal alles durchkauen.

Bis auf Tonis schlimme Erkrankung – er hat ja einen unheilbaren Gendefekt, der rasant fortschreitet – und einigen Wehwehchen und kleineren Krankheiten unsererseits (Ischias, Grippe, Entzündung eines Gesichtsnervs, Norovirus, Rücken, Thrombose, Zähne – der Mann mit Schulter- und Knieschmerzen usw.), war es eigentlich ein ganz gutes Jahr. Wir werden halt älter. Und 2018 stehen auf jeden Fall ein paar (richtig gemeine und teure) Zahnbehandlungen an – u. a. ein Implantat, für das meine Zusatzversicherung leider nicht aufkommt, weil es hierfür einen Zusatz zur Zusatzversicherung bedurft und den monatlichen Versicherungsbeitrag gleich mal verdoppelt hätte. Aber das kommt davon, wenn man zu feige ist für eine simple Krone …

Durch unsere 4-beinigen Pflegefälle war es 2017 leider nicht möglich, zu verreisen. Aber so lange Toni und auch Mary (mittlerweile 17 J. alt) uns brauchen, haben sie unsere volle Fürsorge. Wir haben uns für unsere Tiere für ein ganzes Tierleben lang entschieden und das mit allen Konsequenzen. Beide müssen Tabletten einnehmen und Toni ist ja auch nicht mehr ganz stubenrein – und das möchten wir unserer Catsitterin nicht zumuten. Und für andere ist Tonis Art, sich mit den teilweise gelähmten Hinterbeinen fortzubewegen, vielleicht auch etwas befremdlich. Wichtig ist, dass er keine Schmerzen hat (die Erkrankung verursacht keine Schmerzen) und sein Stoffwechsel funktioniert. So groß meine Sorge war, 2017 gleich 2 Katzen zu verlieren, um so größer die Freude, dass wir das neue Jahr sogar noch mit einer Katze mehr begonnen haben – unserer Milly, ebenfalls eine Ragdoll, am 12.07.2017 geboren, eine Nichte von Toni und einfach ein zuckersüßer Sonnenschein. Sie und Toni lieben sich heiß und innig – auch, wenn das bei dem großen, grobmotorischen Kater manchmal ein wenig derb aussieht. Toni tobt trotz seiner Behinderung wie wild mit Milly und hat einen Riesenspaß und den lassen wir ihm auch. Er wird uns schon zeigen, wenn er meint, sein Leben hat keine Qualität mehr für ihn und den Eindruck macht er gerade so gar nicht. Er ist trotz seiner Erkrankung ein richtiges Gute Laune-Paket und macht manchmal den Eindruck, als hätte er nicht nur den Clown, sondern gleich den ganzen Zirkus gefrühstückt ;-).
Milly hat gerade eine Augenentzündung und Akne und wird derzeit mit Augentropfen und Salbe behandelt.
Mary und Joelle (die eine Weile etwas zickig war) haben sich mittlerweile sehr gut an Milly gewöhnt und gehen sehr freundlich mit ihr um – das ist wirklich süß.
Die Katzen haben ja kurz bevor Milly kam, einen neuen Kratzbaum bekommen – einen richtig teuren, stabilen mit 2 Liegemulden und einem Katzenhochbett. Von Joelle wurde der Kratzbaum geschlagene 5 Wochen boykottiert – sie ist erst in den letzten Wochen auf den Geschmack gekommen 😉

Wie auch in den letzten Jahren haben wir 2017 wieder einige Konzerte besucht – besonders gefreut habe ich mich, Paul Carrack nach vielen Jahren mal wieder live zu sehen und die Kulturkirche in Neuruppin ist echt eine tolle Location. Und das Konzert von Foreigner im Tempodrom war auch unbeschreiblich fantastisch!
Dann gab es noch Udo Lindenberg auf der Waldbühne, „Rock meets Classic“ mit dem Held meiner Jugend Rick Springfield im Tempodrom und natürlich Max Raabe sowie noch ein bisschen Comedy (Nicole Jäger) und erstmals auch Lesebühnen (u. a. Sarah Bosetti). Für 2018 habe ich zwar noch keine Konzerttickets gekauft, aber Max Raabe und Ray Wilson werden wohl ganz sicher dabei sein. Und wie immer hoffe ich auf ein Konzert von Paul McCartney …
Und natürlich besuche ich auch wieder Aufführungen meines Studiengangs Musical und freue mich schon sehr auf das neue Stück in der Neuköllner Oper.
Kulturelle Veranstaltungen zu besuchen ist wirklich eine Riesen-Bereicherung, aber das war es ja schon immer für mich.

Gelesen habe ich insgesamt 34 Bücher – das ist zwar nicht viel, aber es ist okay. Ich versuche auch weiterhin, kaum Rezensionsexemplare anzunehmen und fast alle meine Bücher selbst zu kaufen und das ist mir im letzten Jahr wirklich gut gelungen – es ist mir einfach wichtig, Autoren und den Buchhandel zu unterstützen. Ins neue Jahr mitgenommen habe ich den bereits begonnenen Roman „Wintersterne“ von Isabelle Broom, wo ich mich im letzten Drittel befinde. Das wird auch definitiv der letzte Weihnachts- oder Winterroman der Saison sein. Bin jetzt wirklich froh, wenn ich wieder etwas anderes lesen kann. Mein erstes Buch, das ich 2018 beginnen werde, ist „Das Glück schmeckt nach Popcorn“ von Marie Adams (Daniela Nagel).

Meine Buchwunschliste ist mit den Neuerscheinungen bis September 2018 wieder sehr gut gefüllt – da muss ich wirklich Prioritäten setzen und die irgendwann nochmal entzerren durch Kennzeichnung von Must Haves oder aber auch Streichungen, weil sich der Geschmack geändert habe. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn man mir auch künftig ausschließlich Bücher von meiner Amazon-Wunschliste schenkt (auf der sich nicht nur Bücher befinden) oder eben Gutscheine für Thalia oder Hugendubel, damit ich mir selbst die Bücher kaufen kann, die ich wirklich möchte und nicht – wie so oft an meinem Geburtstag da stehe und wieder Bücher geschenkt bekommen habe, die ich entweder niemals lesen werde oder sogar schon habe. Daher werde ich mal ein großes Paket für rebuy packen und mir von dem Geld, was ich dort bekomme – auch, wenn es nicht viel ist – ein paar Bücher von meiner Wunschliste finanzieren. Früher habe ich Bücher über
Die vielen Bücher, die ich nicht bei rebuy loswerde
Ein Buchwunsch aus 2017 wurde mir allerdings gleich zu Jahresbeginn 2018 durch einen Gewinn des Rowohlt Verlages erfüllt: Ich habe die Mitteilung bekommen, dass ich „Ich bin sehr hübsch, das sieht man nur nicht so – Von einer die auszog, das Scheitern zu lernen“ von Sarah Bosetti gewonnen habe und das Buch ist gestern bereits angekommen *freu*.

Von meinem Mann habe ich zum Geburtstag übrigens noch einen ganz tollen Bildband mit historischen Wandbeschriftungen in Berlin & Brandenburg bekommen – das ist ein Thema, das mir selbst sehr am Herzen liegt, weil diese alten Wandbeschriftungen aussterben und ich selbst unterwegs immer solche Wandbeschriftungen fotografiere.

Mein SuB aus 2017 ist übrigens auch noch sehr reichhaltig, aber ich versuche auch immer wieder – wie im letzten Jahr auch – zwischendurch ein paar Bücher zu lesen, die schon länger im Regal schlummern.

Ich musste aber wieder feststellen, dass ich definitiv keine Freude an eBooks habe – ganze zwei eBooks habe ich im abgelaufenen Jahr gelesen. Ein Buch besteht für mich einfach aus Papier und den Lesefortschritt sehe ich gern anhand meines Lesezeichens und nicht in Prozent angezeigt. Es ist so toll ein neues Buch in den Händen zu halten, die Prägung und die Struktur des Umschlages zu tasten und den Duft der neuen, bedruckten Seiten zu schnuppern.

Vorsätze für 2018 habe ich keine – ich finde diesen ganzen Selbstoptimierungswahn vollkommen überzogen und habe dabei noch nie mitgemacht.
Das Optimalste wäre für viele doch, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist und sich nicht ständig so zu verbiegen, wie es gerade angesagt ist und sich dabei selbst immer unähnlicher zu werden. Nur meine grauen Haare, die jetzt so langsam kommen, mag ich nicht akzeptieren und ich bin sicher, dass 2018 das erste Jahr wird, in dem ich wohl färben werde. Dabei war ich so stolz, mit 46 bisher kaum graue Haare zu haben 😉 …

Von meinem iPad der 1. Generation (exakt 5 Jahre alt) musste ich mich leider auch verabschieden – da ging wirklich gar nichts mehr und selbst die Datensicherung und die Übertragung auf des neue iPad mini 4 gestaltete sich sehr schwierig, weil das alte iPad immer wieder abstürzte dabei. Aber nun bin ich glücklich mit dem neuen iPad mini.

Für 2018 wünsche ich mir, dass endlich privates Silvester-Feuerwerk verboten wird und es nur noch zentral, durch geschulte Pyrotechniker organisierte Feuerwerke gibt und dass die Tierbesitzer ihre Haustiere Silvester besser schützen. Mir wird jedes Jahr schlecht, wenn ich lese, wie viele Tiere entlaufen sind und später tot aufgefunden werden. Das ist so traurig! Mal ganz davon abgesehen, wie häufig die Feuerwehren in ganz Deutschland ausrücken mussten wegen durch Feuerwerkskörper verursachten Bränden und wie viele Unfälle passiert sind, weil irgendwelche Irren rotzbesoffen Feuerwerkskörper zünden.
Und dann wünsche ich mir, dass sich die Menschen, die sich Tiere anschaffen, bewusst machen, dass ein Hund oder eine Katze ein Lebewesen mit Gefühlen ist und kein modisches Accessoire oder ein Einrichtungsgegenstand ist, das man einfach weiterreicht, wenn man es nicht mehr passend findet und dass man sich das vielleicht auch vorher überlegen sollte, wenn man Kinder will, damit die Tiere nicht immer aus dem Grund abgeschoben werden.

Das neue Jahr hat bei uns etwas kühl begonnen – wir hatten Heizungsausfall seit Neujahr und erst seit Mittwoch funktioniert die Fußbodenheizung wieder, was ganz besonders die Katzen gefreut hat, die auf den Heizschleifen der Fußbodenheizung den ein oder anderen Lieblingsliegeplatz haben.

2017 hat sich unser Umzug nach Berlin bereits zum 4. Mal gejährt und wir haben den Schritt niemals bereut. Ich liebe meine neue Heimat immer noch sehr. Nichts in der Welt würde mich jemals wieder nach Köln zurückbringen. Interessanterweise hatte ich vor ein paar Tagen beruflich mit einer Dame gesprochen, die ebenfalls als gebürtige Kölnerin nach Berlin gezogen ist und genau die gleichen Erfahrungen mit der kölschen Mentalität und im Berufsleben gemacht hatte, wie ich auch und sich hier viel wohler fühlt. Ich hätte nach 25 Jahren überwiegend negativer beruflicher Erfahrungen in Köln niemals erwartet, dass das Berufsleben auch nochmal was Positives für mich bereithält und bin hier wirklich sehr zufrieden, auch, wenn ich aufgrund der schlechter gestellten Tarifverträge hier um einiges weniger verdiene als in Köln. Aber Geld und Karriere waren mir noch nie wichtig. Für mich ist es immer eine Freude, mich mit meinem Kollegen-Team zu treffen und ich bin ziemlich traurig, wenn meine Chefin in noch nichtmals mehr 3 Monaten in den Ruhestand geht.

Nur ein wenig blog-müde bin ich gerade und überlege mir gerade, welche Veränderungen ich da für 2018 zulasse.
Eine wäre, dass ich anstatt des Wochenrückblicks künftig einen Monatsrückblick veröffentliche oder aber Rückblicke in unregelmäßigen Abständen. Und vielleicht, dass ich nicht mehr jedes Buch, das ich lese, auch rezensiere (Rezensionsexemplare, von denen ich ja eher wenig habe, mal ausgenommen). Ich hätte einfach gern wieder mehr Zeit zum Lesen. Aber ich bin mir noch nicht sicher, was ich machen werde. Ich arbeite ja in Vollzeit und wenn ich abends zu Hause bin, habe ich meist keine große Lust mehr Blog-Artikel zu schreiben, weil ich ja beruflich schon tagsüber immer sehr viel schreibe – dann bleiben zum Bloggen meist nur die Wochenenden. Und außerdem habe ich auch noch Mann und Katzen, die auch Aufmerksamkeit brauchen 😉

Tja, das war so in Kürze mein Jahr 2017 in der Rückschau und 2018 in kleiner Vorausschau.
Also eigentlich alles ziemlich langweilig – der nächste Rückblick wird dann voraussichtlich Ende Januar erfolgen.

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Jahr 2018 – voller glücklicher Stunden, Freude, Gesundheit und Erfolg.

Seid lieb gegrüßt aus Berlin 🙂

Rezension: Heike Wanner – „Das Leben ist kein Punschkonzert“

Fakten:
Taschenbuch, Ullstein Verlag, erschienen: 13.10.2017, 303 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Heike Wanner wurde in Dortmund geboren, zum BWL-Studium verschlug es sie aber erstmal gen Süden nach Kempten (Allgäu). Heute arbeitet sie bei einer großen deutschen Fluggesellschaft und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Wiesbaden. Seit 2008 hat sie bereits zahlreiche, größtenteils heitere, Frauen- bzw. Familienromane sowie einen Jugendroman veröffentlicht. „Das Leben ist kein Punschkonzert“ ist nach „Oh du fröhliche Weitermacht“ (erschienen 14.10.2016 bei Ullstein) bereits ihr 2. Weihnachtsroman.

Handlung:
Julia ist Anfang 20 und betreibt auf Volksfesten und dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt den alten Kartoffelpufferstand ihrer Eltern. Ihre beiden um 10 und 13 Jahre älteren Schwestern Caro und Melanie waren dagegen immer sehr zielstrebig: Caro ist die klassische Karriere-Frau, Single, Luxus-Wohnung, Reisen und beruflicher Erfolg. Melanie hat bereits mit 2o ihre Mann Ole kennengelernt, mit dem sie sehr schnell eine Familie gegründet hat und das mit dem beruflichen Erfolg nun ihm als Firmendirektor überlässt. Als sich Julia kurz vor Beginn der Weihnachtsmarkt-Saison den Arm bricht und ihre Eltern sich in der Überwinterung in Portugal befinden, springen ihre beiden Schwestern als Aushilfen ein: Für Melanie eine Flucht aus ihrem Mutter-Dasein und für Caro eher eine unliebsame Hilfeleistung. Drei unterschiedliche Ansichten über die Führung der Kartoffelpufferhütte prallen aufeinander und führen so kurz vor Weihnachten zu viel Ärger. Aber auch unerwartete männliche Verstärkung lässt hier nicht auf sich warten …

Fazit:
Ein weihnachtliches Bild mit Schal und Punschtopf ziert dieses Cover, verrät aber ansonsten nichts über die eigentliche Geschichte.
Die 303 Seiten enthalten Prolog, 24 Kapitel (kann also auch als „Adventskalender“ gelesen werden) von sehr angenehmer Leselänge in optimalem Schriftbild, Epilog, Dankeswort und als weihnachtliche Zugabe noch einige Rezepte von Süßem und Herzhaften, wie man es auch auf Weihnachtsmärkten genießen kann.
Dieses Buch ist seinerzeit bei der Durchsicht der Verlagsvorschauen nicht wegen seines Covers – sondern eher wegen des interessanten Klappentextes auf meine Wunschliste gewandert: Ein Kartoffelpufferstand auf dem Weihnachtsmarkt (für mich dort jedes Jahr der wichtigste Stand, weil ich sonst das ganze Jahr über nirgendwo Kartoffelpuffer essen kann) sozusagen als Protagonist und mit ihrer Heimatstadt Wiesbaden hat die Autorin mal einen Handlungsort gewählt, wo nicht so oft Romane spielen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und es war auch nicht das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Heike Wanner schreibt sehr schöne Familiengeschichten. Die Charaktere sind absolut real gezeichnet und haben normale menschliche Eigenarten und Wünsche: Julia mit ihrem Stottern und dass sie noch nicht so recht ihren Weg im Leben gefunden hat und auch nicht so richtig mit ihrem Geschäft planen kann; Melanie, die neben dem Familienleben so gern wieder ein Stück eigenes Leben hätte und Caro, die eher etwas kühle und selbstsichere Karrierefrau, die eigene Probleme nicht gerne anspricht. Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und in dem nicht allzu langen Roman für eine Menge Stoff sorgen, aber auch zeigen, was möglich ist, wenn trotz allem Familienzwist noch eine gute Basis besteht. Auch die Nebencharaktere bereichern die Story sehr und machen das Buch mit zu einer absoluten Wohlfühl-Geschichte, die ich wahnsinnig gern gelesen habe. Für mich einer der besten Weihnachtsromane 2017, der sehr unterhaltsam war und für den ich gerne eine großartige 5*****- Sterne-Leseempfehlung gebe – absolut empfehlenswert.

Veras Weekly – und der Rückblick auf die 51. KW ist etwas verspätet …

📝 «Geplant»
… nächste Woche eigentlich nichts Bestimmtes. Wir wollten auf jeden Fall mal nach Prenzlauer Berg, auf der Kastanienallee bummeln und überhaupt dort im Kiez ein wenig schauen und irgendwo essen gehen.

📚 «Gelesen»
… bin auf den letzten Seiten von „Das Leben ist kein Punschkonzert“ von Heike Wanner – so ein tolles Weihnachtsbuch. Danach geht es weiter mit „Wintersterne“ von Isabelle Broom (Rezensionsexemplar). Ich kann jetzt aber auch langsam keine Weihnachtsromane mehr ertragen und freue mich schon sehr darauf, mal wieder etwas anderes zu lesen.

😊 «Gefreut»
… wir hatten eine ganz tolle Urlaubswoche – ich liebe es ja sowieso in den Tag hineinzuleben, ewig lange zu schlafen und überhaupt: Montag haben wir ja – mit eher mäßigem Erfolg – Vanillekipferl (die waren wirklich nicht so toll und nächstes Mal nehmen wir endlich ein anderes Rezept dafür) und die wirklich leckeren und auch für Back-Legastheniker geeigneten Haferflockenplätzchen. Dienstag waren wir abends in der Weihnachtsrevue von Gayle Tufts „Very Christmas“ im „Theater am Kurfürstendamm“ – sehr schön und genau richtig um in Weihnachtsstimmung zu kommen; zudem ist mein Lieblingsprofessor dort aufgetreten und es war für mich erstmalig die Möglichkeit, ihn in einem Stück singen zu hören – so toll. Mittwoch-Abend waren wir erst schön essen und dann in der RBB-Dachlounge, wo die Radio Eins-Lesebühne mit Sarah Bosetti, Daniel Hoth und Sebastian Lehmann live gesendet wurde – es war wieder klasse und ich überlege ja irgendwie, übermorgen noch in den Frannz-Club zu gehen, wo eine weitere Lesebühne mit den Couch-Poetos stattfindet. Donnerstag haben wir dann unseren Lebensmitteleinkauf gemacht in Moabit und Freitag waren wir hier auf der Wilmersdorfer Str. unterwegs und haben die Reste gekauft.
… das Rezensionsexemplar zu „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter ist auf dem Weg zu mir.

😳 «Überrascht»
… wie schön Weihnachten immer ist, ohne Verwandtenbesuche, Geschenkestress und solche Dinge. Wir sind wirklich sehr froh, dass wir damit so überhaupt nichts zu tun haben und es uns hier einfach gemütlich machen können. Die Weihnachtsfeste früher mit der Familie waren für mich immer echter Horror, weil da so viel Unglück zusammenkam. Da ist es doch schön, wenn man es sich heute so schön machen kann, wie es für einen selbst gut ist.
… der Mann baut mal wieder seine Modelleisenbahn um und verkauft gerade alles in der Spur N, um wieder auf H0 von Märklin zurückzugehen (die Sachen hatte er vor ein paar Jahren erst verkauft). Ich hoffe, er kommt mit seiner Modellbahn irgendwann mal auf einen grünen Zweig und auf der Anlage fahren mal Züge. Ich kann gar nicht sagen, wie oft er seine Planungen umgestellt hat und quasi alles, was er zuvor schon angefangen hatte, für den Müll war 😦

😢 «Traurig»
… als wir Dienstag-Abend, dem Jahrestag des Weihnachtsmarkt-Anschlags, in der City-West unterwegs waren, war es wirklich bedrückend und gespenstisch. Der Gedenkgottesdienst aus der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche wurde da aus Lautsprechern auf dem Platz übertragen und alles rund um Kurfürstendamm und Tauentzienstr. war großräumig abgesperrt. Sehr traurig fand ich auch, wie die verletzten Opfer bzw. die Angehörigen der Getöteten des Anschlags vom Berliner Senat abgespeist wurden, hinsichtlich Fahrtkosten-Erstattung für die Anreise zu den Gedenkveranstaltungen und erstmal eine Auflistung erhielten, was nicht erstattet wird und welche Kosten sie selbst zu tragen haben. Das ist einfach nur traurig und würdelos! Die Menschen sind zum Teil heute noch traumatisiert und man sollte alles tun für sie und sie behandeln wie hohe Staatsgäste – aber das war wieder nur peinlich.

😡 «Geärgert»
… obwohl ich eine ellenlange Buchwunschliste bei amazon.de habe, die öffentlich für jeden sichtbar ist und wirklich ständig aktualisiert wird, habe ich zum Geburtstag wieder Bücher geschenkt bekommen, die ich nie haben wollte und auch nicht lese :-(. Liebe Schenkende, Schenken ist doch in erster Linie dazu da, jemandem eine Freude zu machen und am besten mit Dingen, die sich der Beschenkte innig wünscht und wo man sicher sein kann, ihm damit eine große Freude zu machen! Ich freue mich z. B. über Dinge meiner Wunschliste ebenso sehr, wie über Buch-Gutscheine von Amazon, Hugendubel oder Thalia – selbst, wenn der Betrag noch so klein ist, freue ich mich darüber viel, viel mehr, als über ein Buch, das ich nie haben wollte und das dann in der Kiste mit den Bücherspenden landet – ich glaube, tauschen will da mit mir auch niemand. Ich finde es immer ein wenig übergriffig, jemandem etwas zu schenken, das er gar nicht haben will! Das ist genauso bei Kosmetik (das wird nämlich genau da heikel, wenn man empfindliche Haut hat und nicht alles verträgt und eine empfindliche Nase, die nicht jeden Geruch erträgt), Duftkerzen, Tee (ich bin eigentlich kein Tee-Trinker und trinke nur bestimmte Früchtetees z. B. von Teehandelskontor Bremen) oder auch Süßigkeiten – wir werfen jedes Jahr aufs Neue nach Weihnachten die geschenkten Lebkuchen, Marzipan-Sachen, Pralinen mit Alkohol und sowas alles weg, weil wir das Zeug ganz einfach nicht mögen. Dann doch lieber ein Buch-Gutschein für 5 Euro als sowas (alternativ Gutscheine von IKEA oder Douglas oder so). Bitte denkt da einmal beim nächsten Geschenk dran – ich denke, das geht ja nicht nur mir so, sondern vielen anderen ebenfalls! Der Buch-Gutschein meiner Kollegen von Hugendubel war dagegen eine echte Wohltat ❤ ! Ich verschenke selbst auch am liebsten Gutscheine, weil mir das einfach das gute Gefühl gibt, dass der Beschenkte sich davon selbst etwas kauft, woran ihm persönlich etwas liegt.

😃 «Gelacht»
… wieder ganz viel – vor Allem über Milly – weil sie so süß und total wild spielt.

🍴«Gegessen»
… Montag gab es Nudel von Luardi – sehr köstlich, Dienstag waren wir abends noch Currywurst/Pommes bei Curry36 am Bahnhof Zoo essen (das war unser Mittag- und Abendessen zugleich), Mittwoch waren wir im „Joe’s“ in der Nähe des RBB Schnitzel Essen vor der Lesebühnen-Veranstaltung, Donnerstag waren wir in der Arminius-Markthalle in Moabit und haben dort leckerste Fish & Chips gefuttert bei „Der Fischladen“ und Freitag gab es gefüllte Nudeln. Samstag haben wir aus der neuesten „Lecker“ Schweinefilet mit Champignons in Carbonara-Sauce gemacht. Tja und für Heiligabend und den heutigen 1. Feiertag haben wir im Maritim-Hotel Gans to go bestellt, die fertig mit allen Beilagen geliefert wurde. Da werden heute die Reste aufgewärmt.

👂«Gehört»
… ganz viele Weihnachtslieder – nun ist es aber auch genug.

💻 «Gemailt»
… noch ganz, ganz viele Weihnachtsgrüße per E-Mail und What’sApp verschickt.

👀 «Gesehen»
… „Weihnachten mit den Coopers“ – im TV aufgenommen mit ganz viel Werbung, um dann beim Sortieren der DVDs festzustellen, dass wir den Film auf DVD haben und ohne Werbung hätten schauen können. Wir haben noch so viele DVDs, die wir noch schauen müssen.

💖 «Geknuddelt»
… den Mann und die 4 Miezen.

💭 «Gedacht»
… dass es mir Angst macht, dass offenbar nun auch Antisemitismus hier in Berlin wieder auf dem Vormarsch ist. Ich weiß nicht, ob jemand gesehen hat, wie ein ganz ekelhafter Deutscher mit sächsischem Akzent den Wirt eines israelischen Restaurants vor dessen Lokal beschimpft hat, bis dann die Polizei kam. Ich finde sowas einfach nur schlimm und frage mich, woher diese Geisteskranken den ganzen Hass nehmen. Ich finde immer, Hass kann ich nur auf etwas haben, was mir persönlich negative Erfahrungen gebracht hat. Dann ist das vielleicht angebracht. Das war genau so einer, wie man sich den potentiellen AfD-Wähler vorstellt …

🏆 «Stolz»
… auf unsere 4 tollen Katzen.

💳 «Gekauft»
… das neue Duschgel „Warm Cookie Dough“ von Treaclemoon bei Rossmann und sonst ausnahmsweise nichts.

Veras Weekly – geburtstagsbedingt verspäteter Rückblick auf die 50. KW

📝 «Geplant»
… 2,5 Wochen Urlaub liegen vor uns mit Plätzchen backen (haben wir gerade schon – Vanillekipferl, die nicht ganz so gut gelungen sind und total einfache und köstliche Haferflockenplätzchen), lecker Kochen und schön essen gehen, Besuch der Weihnachtsrevue von Gayle Tufts, Besuch einer Lesebühnen-Veranstaltung (wo wir dann Sarah Bosetti und Daniel Hoth wieder sehen), viel Zeit zum Lesen, Katzen knuddeln (Mary hat heute Morgen schon ihre Knuddeleinheiten eingefordert – die merkt auch gleich, dass wir gerade viel entspannter sind).

📚 «Gelesen»
… seit Freitag lese ich „Das Leben ist kein Punschkonzert“ von Heike Wanner – danach wollte ich auf jeden Fall noch mein Rezensionsexemplar von „Wintersterne“ von Isabelle Broom anfangen.

😊 «Gefreut»
… Samstag-Abend waren wir mit lieben Freunden vietnamesische Tapas essen und Cocktails trinken – es war sehr köstlich. Danach waren wir dann noch alle bei uns und haben eine Aperol-Sause in meinem Geburtstag hinein gemacht.
… mein Geburtstag gestern war sehr schön: Wir waren am frühen Nachmittag in Kreuzberg im „Belle Alliance“ Eggs Benedict frühstücken – sehr gut waren die dort. Ich hatte Eggs Royale mit Avocado und Lachs. Sollte man viel öfter mal machen auswärts frühstücken. Danach sind wir nach Steglitz gefahren und haben in der Konditorei Rabien deren berühmten Baumkuchen gekauft, den vor Allem der Mann gerne mag und der seit letztem Weihnachten einfach dazu gehört. Von dort wollten wir eigentlich zum Weihnachtsmarkt in der Domäne Dahlem, aber dort waren Riesen-Schlangen und es begann zu regnen. Dann sind wir zum Weihnachtsmarkt am Charlottenburger Schloss gefahren und haben Kartoffelpuffer gegessen und später noch Schwarzwälder Kirschtorte (der Mann natürlich Schokotorte), die wir auch mitgebracht hatten aus Steglitz. Ich habe sehr viele Glückwünsche auf allen Wegen von allen mir wichtigen Menschen bekommen und mich sehr gefreut. Zudem ein neues IPad mini 4; mein genau 5 J. altes IPad mini der allerersten Generation, für das es keine Updates des Betriebssystems mehr gab, hatte mir nämlich endgültig den Dienst versagt.

😳 «Überrascht»
… mir ist aufgefallen, dass ich noch gar keine Konzertkarten für 2018 gekauft habe – das muss ich jetzt auch endlich mal in den nächsten Tagen erledigen.

😢 «Traurig»
… ich habe es auch dieses Jahr mal wieder nicht geschafft, Weihnachtskarten zu schreiben. Aber ich habe mir vorgenommen, zu Beginn des neuen Jahres der Berliner Stadtmission einen Betrag oder Sachspenden (Lebensmittel, Pflegemittel) für Obdachlose dort zu spenden. Im letzten Jahr wollten wir das eigentlich auch schon, aber da ist das damals mit Tonis Krankheit untergegangen. Ich habe vor ein paar Tagen schon Kontakt aufgenommen und man sagte mir, dass man dort zu Weihnachten mittlerweile sehr gut versorgt sei, aber es schön wäre, wenn ich an mein Vorhaben auch noch ab Ende Januar denken würde, wenn die Weihnachtsspenden aufgebraucht seien und dann mal vorbeischaue.

😡 «Geärgert»
… über die Anti-Israel-Demo am Freitag-Nachmittag im Hauptberufsverkehr mitten auf dem Kurfürstendamm verbunden mit total vielen Straßensperrungen. Das hat dazu geführt, dass ich viel später mit einigen Umwegen zu Hause war, als ich eigentlich am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub gehofft hatte. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Demo mit diesem Zweck eigentlich sowieso unnötig ist und verboten werden sollte. Der Antisemitismus in Deutschland macht mir auch ziemliche Angst.

😃 «Gelacht»
… natürlich wieder ganz viel über unsere Katzen, die so niedlich miteinander spielen.

🍴«Gegessen»
… ach je, das bekomme ich dieses Mal irgendwie gar nicht mehr zusammen. Irgendwie drückt da immer jemand am Ende der Woche die „Delete“-Taste im Kopf 😉

👂«Gehört»
… die Stimme meiner liebsten und längsten Kölner Freundin Marion, die mich an meinem Geburtstag angerufen hat.

💻 «Gemailt»
… geburtstagsbedingt natürlich mit ganz vielen Leuten – sehr schön ❤

👀 «Gesehen»
… am vergangenen Freitag nochmal mein liebes Kollegen-Team, weil unser Dekan uns zum Jahresabschluss zu Sekt und leckeren Kleinigkeiten eingeladen hat.

💖 «Geknuddelt»
… alle meine Lieben hier und mein Kollegen-Team.

💭 «Gedacht»
… dass ich derzeit einfach nur glücklich und zufrieden bin und es mir – bis auf ein paar gesundheitliche Makel – wirklich gut geht ❤

🏆 «Stolz»
… auf unseren Toni, der ganz brav die Wickelunterlage vor dem Katzenklo zum Pieseln nimmt, wenn er es schnell genug bis dorthin schafft.

💳 «Gekauft»
… ausnahmsweise mal wieder gar nichts.

Rezension: Luisa Binder – „Friede, Freude, Pfefferkuchen“

Fakten:
Taschenbuch, Knaur, Erscheinungsdatum: 02.10.2017, 302 Seiten, 9,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Luisa Binder studierte nach dem Abitur verschiedene geisteswissenschaftliche Fächer und arbeitet in einer Werbeagentur. Nebenher schreibt sie Bücher und lernt schwedisch – daher auch ihre Schwäche für Zimtschnecken. Mit ihrem Mann lebt sie in der Rhein-Neckar-Region in einer Kleinstadt. Im Knaur-Verlag sind vor diesem Weihnachtsroman bereits die Romane „Eigentlich sind wir nicht so“ (07/2015) und „Darf ich Dir das Sie anbieten?“ (05/2017) von ihr erschienen.

Handlung:
Noëlle Christmann – allein der Name klingt wie Weihnachten. Kein Zufall, ihre Eltern sind Weihnachtsfreaks, ihr Sohn heißt Nikolaus und ab Spätsommer dreht sich alles nur noch um Weihnachtsbeleuchtung, Weihnachtsgebäck und Krippenspiele. Ein Grund für Noëlle, Weihnachten zu hassen und schon zum Studium von Hildesheim nach Frankfurt/Main zu flüchten – ihre Familie besucht sie nur noch selten. Über ihren Job in der Werbebranche hat sie ihren neuen Freund Erik, Eishockey-Spieler in Frankfurt, kennengelernt. Ein besonderer Kavalier, wie man ihn kaum noch findet. Noëlle ist überglücklich und stimmt unbedarft Eriks Vorschlag zu, am 1. Adventswochenende seine Familie im Dörfchen Krummenau im Hunsrück zu besuchen. Nie hätte sich die Weihnachtshasserin vorstellen können, was sie dort erwartet: Krummenau will DIE internationale Lebkuchen-Metropole werden und ehe sie sich versieht, hat Eriks Mutter, Geschäftsführerin der örtlichen Lebkuchen-Fabrik, Noëlle in einer Gemeindesitzung als ehrenamtliche Marketing-Referentin für den Ort verpflichtet. Sie hasst aber nicht nur Weihnachten, sondern auch Lebkuchen wie die Pest! Für Noëlle und Erik bricht in Krummenau ein ganz neues, nicht gerade einfaches Kapitel der jungen Beziehung an …

Fazit:
Das türkisfarbene Cover mit dem unzufriedenen Lebkuchen-Mädchen (das könnte glatt Noëlle sein) und den anderen Lebkuchen-Baumanhängern war sicherlich das, was meinen Blick bei der Durchsicht der damaligen Verlagsvorschau auf dieses Buch gelenkt und mich neugierig gemacht hat. Ich finde das Cover echt toll gelungen – allein die Farbe ist schon ein echter Blickfang, ebenso wie plastische Schrift des Titels und der plastisch dargestellte Zuckerguss.
Auf die 302 Seiten des Romans verteilen sich 20 Kapitel, Epilog und Danksagung und jedes neue Kapitel hat eine Lebkuchen-Figur am Start.
Ich hatte bisher noch kein Buch von Luisa Binder gelesen, obwohl sich die Vorgänger des Weihnachtsromans auf meinem SuB befinden. Das wird sich auf jeden Fall ändern, denn der Schreibstil ist humorvoll und man hat wirklich Spaß beim Lesen.
Eines ist sicher: Ich werde den Begriff „Krummenauer Lebkuchen“ wohl meinen Lebtag lang nicht vergessen – wenn das tatsächlich existierende Dorf im Hunsrück wirklich Lebkuchen produzieren würde, dann hätte Luisa Binder hiermit die allerbeste Werbekampagne überhaupt ins Leben gerufen 😉
Noëlle ist eine liebenswürdige, realistische Protagonistin, die neben ihrem Hass auf Weihnachten und Lebkuchen noch ein weiteres Problem hat: Wie so viele von uns kann sie einfach nicht „Nein“ sagen und lässt sich dauernd zu Sachen überreden, um sich im nächsten Moment darüber und vor Allem auch über sich selbst unendlich zu ärgern. Harmoniebedürftig wie sie ist, zieht sie die Sachen dann durch, nur um keinen Ärger zu machen und niemand Anderen vor den Kopf zu stoßen. Mit ihr kann man sich einfach gut identifizieren und ich muss zugeben, dass es mir lange Zeit selbst so ging und ich das Nein-Sagen erst spät gelernt habe.
Auch Erik und seine Familie sind gar nicht so übel – nur eben ein wenig schrullig und eben ziemlich speziell, aber auch ziemlich anstrengend.
Witzig skizziert mit ihren Macken und Intrigen hat Luisa Binder auch die übrigen Dorfbewohner, wo es ein wenig zugeht wie bei „Dallas“ oder „Denver Clan“ – nur, dass es sich eben nicht um Öl sondern um Lebkuchen dreht.
Ganz interessant fand ich auch die Erwähnung von Noëlles Erkrankung, dem Raynaud-Syndrom, einer Durchblutungsstörung vor allem der Hände, die ich selbst auch habe und die wirklich lästig ist – zumal ich selbst eben so schnell friere wie Noëlle.
Ich hatte eine unterhaltsame Lesezeit und musste oft lachen bei der Lektüre dieses recht ungewöhnlichen Weihnachtsromans.
Wer zur Abwechslung zu den vielen romantischen und manchmal auch etwas kitschigen Weihnachtsromanen noch etwas Lustiges lesen möchte, sollte sich diesen von mir mit 4**** Sternen bewerteten Weihnachtsroman unbedingt noch zulegen 🙂