Rezension: Sabine Zett – „Komm in meine Arme“

imageFakten:
Taschenbuch, Blanvalet, erschienen: 16.05.2016, 320 Seiten, 8,99€

Autorin:
Sabine Zett wurde im Jahr 1967 in Westfalen geboren, wo sie auch aufwuchs und erste Schritte in die schreibende Zunft unternahm. Schon während ihrer Schulzeit schrieb sie wahnsinnig gerne und veröffentlichte erste Artikel bei einer örtlichen Tageszeitung, bei der sie nach dem Abitur dann auch ein Volontariat absolvierte. Sie war dann einige Zeit journalistisch tätig in unterschiedlichen Redaktionen – sowohl bei Print-Medien als auch beim Fernsehen. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder arbeitete sie als freie Autorin und schrieb hier wirklich alles – Songtexte, Kolumnen, Fußballgeschichten, Drehbücher – vor Allem gewann sie aber Bekanntheit als Kinder- und Jugendbuchautorin und veröffentlichte in diesem Genre zahlreiche Bücher, die auch im Ausland verlegt wurden. Seit 2013 veröffentlichte sie drei Unterhaltungsromane bei Blanvalet: „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“, „In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt“ und jetzt „Komm in meine Arme“. Sie lebt mit ihrer Familie am Niederrhein

Handlung:
Helen ist Mitte 30 und alleinerziehende Mutter einer pubertierenden Tochter, außerdem gibt sie in der lokalen Tageszeitung für die Leserschaft den Kummerkasten-Onkel Dr. Gabriel. Als eine Leserin um Rat bittet, wie man sich einen Millionär angelt, wittert der Chefredakteur eine gute Story und beauftragt Helen in dieser Sache tatkräftig zu recherchieren und sich selbst auf die Suche nach einem heiratswilligen Millionär zu machen. Als „Belohnung“ winkt er mit der ersehnten festen Redakteursstelle. Unterstützt durch ihre hochschwangere Cousine versucht Helen über ein Tischkultur-Seminar, einen Golf-Kurs, ein Dinner bei einem reichen Kunden und Bekannten und einem Charity-Ball – vielleicht etwas halbherzig – Einblick in die Welt der betuchten Lokalprominenz zu bekommen. Aber auf der anderen Seite bedeutet ihre Tochter Ronja, die sich mit ihren 15 J. gerade schwer in der Pubertät befindet, einfach alles, deshalb hat sie sich auch fest vorgenommen, bei einem Problem, das vor Ort – nicht nur – Ronjas Schule betrifft, alle Hebel für eine Verbesserung zu bewegen. Aber seit wann hat ihre Tochter eigentlich lauter junge, nette und gut aussehende Lehrer?

Fazit:
Die Gestaltung des Covers ist mit viel Pastell, Pink und einem witzigen Plüschmonster auf einem Sofa macht sehr neugierig auf den Inhalt des Buches, auch wenn das Cover selbst mit der Story eigentlich wenig zu tun hat. Dennoch ist es ein Hingucker, zu dem man in der Buchhandlung direkt greift, weil man wissen will, was sich dahinter verbirgt. Es spricht durch die Gestaltung aber eher die weibliche Leserschaft an.
Die Geschichte umfasst insgesamt 16 Kapitel (+ Nachwort und Dank) auf rund 320 Seiten. Die Kapitel sind für meinen Geschmack ein wenig zu lang geraten, ich mag lieber kürzere Kapitel (der letzte Roman von Sabine Zett hatte 23 Kapitel bei fast gleicher Seitenzahl). Das Schriftbild ist angenehm und der Schreibstil wieder locker, äußerst humorvoll und mitreißend.
Bisher habe ich von der Autorin nur „In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt“, wozu ich ebenfalls eine Rezension verfasst habe, gelesen und das Buch hat mich damals restlos begeistert. Ihren 1. Frauen-Roman „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“ muss ich nun auch endlich mal lesen und von meinem SuB befreien.
Ich mag die witzige und realistische Art zu schreiben von Sabine Zett wirklich sehr. Hier hat sie wieder eine starke Frau mitten aus dem Leben als Protagonistin erschaffen, die genauso ihre Probleme hat, wie auch wir selbst. Ebenso hat sie die Nebencharaktere, wie z. B. Helens pubertierende Tochter Ronja, die nach aufregenden Erlebnissen hechelnde schwangere Cousine und noch weitere, wie aber auch Situationen – z. B. das Dinner bei der Bäckersfamilie Fontane (für deren Kundenzeitschrift Helen schreibt) – herrlich überzeichnet und zum Teil etwas skurril dargestellt, so dass man in Kombination mit den ulkigen Dialogen immer wieder lachen musste.
Aber sie greift auch aktuelle Themen auf, wie die prekäre Schultoiletten-Situation, von der kaum eine Schule in Deutschland nicht betroffen ist.
Sehr gefallen hat mir zum Einen das wunderbar überspitzte Geplänkel in der Jugendsprache mit Tochter Ronja. Da ja Sabine Zett selbst Kinder hat und aus ihren Jugendbüchern viel in Schulen liest (daher hat wahrscheinlich auch das Thema „Schultoiletten“ einen Platz im Buch), wird sie da vorab sicher „Studien am lebenden Objekt“ betrieben haben ;-). Zum Anderen fand ich gut, dass bei diesem Roman keine Liebesgeschichte im Vordergrund stand, sondern sich nur nebenher ergab. Der Autorin ist hier ein wunderbar lesenswerter Mix aus Familienroman, Unterhaltung, Liebe und aktuellen Themen gelungen – sehr entspannend zu lesen, für den ich auch wieder eine 5*****-Leseempfehlung ausspreche – auch, wenn mir der Vorgänger-Roman noch ein ganz klein wenig besser gefallen hat.

Ganz herzlichen Dank an Sabine Zett für die Überlassung dieses Rezensionsexemplares!

Veras Weekly – eine entspannte 33. KW :-)

📝 «Geplant»
… evtl. die Lesung des ARD-Korrespondenten Ingo Zamperoni im September bei Dussmann zu besuchen, der in einem Buch über seine Zeit in Washington berichtet und natürlich auch, endlich eine Lesung von Lea Streisand zu besuchen. Mal schauen, was Spätsommer und Herbst sonst noch so an Veranstaltungen bieten werden.

📚 «Gelesen»
… hab mehr als die Hälfte durch von „Komm in meine Arme“ von Sabine Zett – wieder sehr viel Humor im Spiel, gefällt mir. Ich habe gerade echt sooo viele tolle Bücher liegen.

😊 «Gefreut»
… über lieben Besuch in der Mittagspause von einer Kollegin einer anderen Fakultät – war richtig schön, mal so lange und ausgiebig zu quatschen – zumal es gerade eh sehr ruhig ist.
… dass mir der Friseur-Besuch am Dienstag so gut getan hat und meine Haare jetzt endlich wieder viel gesünder wirken, mehr Volumen haben und unkomplizierter zu pflegen sind (auch wenn sie dieses Mal so lang waren, wie noch nie).
… dass es eine gute Woche war – denn eine Woche ohne ARD-Brennpunkt ist eine gute Woche …

😳 «Überrascht»
… von so viel Lob nach meinem Friseur-Besuch – das tat ja mal sehr gut❤

😢 «Traurig»
… dass eine andere liebe Kollegin einer anderen Fakultät im gleichen Hause im Oktober nach München ziehen wird, weil sie dort einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommt. Sehr schade, wenn aber auch verständlich😦 – ich bin kann wirklich froh sein, direkt von Anfang an einen unbefristeten Vertrag bekommen zu haben, weil meine Vorgängerin in den Ruhestand gegangen ist.

😡 «Geärgert»
… über die zahlreichen Mückenstiche diese Woche. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich schon mal so viele Mückenstiche hatte, wie in diesem Jahr (etliche aufgekratzte Stiche an den Armen und Beinen). Und das Summen über einem, wenn man nachts verzweifelt versucht zu schlafen, ist auch grausig.
… Joellechens nächtliche Störungen. Wir hatten gehofft, dass liegt am Vollmond, aber in den letzten beiden Nächten war es nicht besser *grrr*

🍴«Gegessen»
… ich sag’s mal so: Wir waren entgegen unseren Gewohnheiten nicht sehr kochfreudig in der abgelaufenen Woche. Einen Tag haben wir gefüllte Pasta (mit Trüffel-Mascarpone- und Steinpilz-Creme) mit Tomaten-Basilikum-Sauce und viel Parmesan gemacht; an einem anderen Tag hat der Mann etwas von einem erstklassigen vietnamesischen Restaurant mitgebracht (die hier in Berlin sehr stark vertreten sind); Freitag waren wir im Thomas-Eck in Charlottenburg essen (der Mann Sauerbraten, ich Schnitzel mit Pfifferlingrahm); gestern haben wir Saltimbocca beim Italiener bestellt und heute gibt es griechische Backofenkartoffeln mit marinierten Schweinerückensteaks.

👂«Gehört»
… dass es ab Mitte kommender Woche nochmal richtig heiß werden soll – bis zu 35°C – absolut nicht meine Temperaturen.

💻 «Gemailt»
… mit Marion, Anke und Sue. Und in der neuen Woche habe ich mir fest vorgenommen, mich endlich mal wieder bei Jette und Ute mit längeren Mails zu melden.

👀 «Gesehen»
… gestern wieder 3 Folgen „Gilmore Girls“ auf DVD (Start der 2. Staffel) und gestern Abend „Rezept zum Verlieben“ mit Aaron Eckhart und Catherine-Zeta Jones – ein total schöner Film, den ich zwar auch auf DVD habe und jederzeit schauen könnte, aber Ihr wisst ja: ich und Aaron Eckhart😉 …

💖 «Geknuddelt»
… gerade eben noch die beiden süßesten Katzen der Welt❤

💭 «Gedacht»
… ob ich mir ein neues Fahrrad kaufen soll?! In einem Prospekt eines Berliner Zweiradhandels waren so tolle City-Bikes in exakt meinen Lieblingsfarben (mintgrün, lila und pink) und noch dazu recht günstig.
… dass ich heute mal einen besonders lieben Gruß an meine treue Wochenrückblick-Leserin Hanne loswerden möchte <3 – ich freue mich immer sehr über ihre Kommentare und ihr Feedback – DANKE!

🏆 «Stolz»
… dass ich trotz meiner mehr als 44 J. noch so gut wie keine grauen Haare habe (wirklich nur einzelne) und mir und meinen Haaren somit auch noch weiterhin regelmäßiges Färben erspart bleibt. Fand die Friseurin auch sehr ungewöhnlich😉
… dass ich gerade mit mir selbst so ziemlich im Reinen bin und einfach zufrieden und glücklich – tut richtig gut. Und dennoch immer die Sorge, wenn alles gut läuft, aus welcher Richtung die Keule geflogen kommt, die alles zerstört …

💳 «Gekauft»
… habe eine Online-Bestellung bei KIK mit 2 Jeans und 2 Oberteilen aufgegeben, dann hab ich drei meiner vier MustHave-Bücher für September bei Hugendubel vorbestellt: „Liebe, Zimt und Zucker“ von Julia Hanel, „Dein perfektes Jahr“ von Charlotte Lucas (aka Wiebke Lorenz), „Nora und die Novemberrosen“ von Tania Krätschmar. Bei „Ich hab Zeit, was hast Du? Mit dem Goggomobil auf der Suche nach dem entschleunigten Leben“ von Bianca Schäb bin ich mir noch nicht sicher. Der Mann und ich waren diese Woche 2x bei Thalia, wegen der Taschenbuchtage und weil wir zwei Gutscheine hatten, mit denen jeweils 10 Mängelexemplare nur 10€ kosteten. Ich hab mir die beiden ersten „Daringham Hall“-Bände von Kathryn Taylor und den Weihnachtsroman von Karen Swann mit dem Titel „Winterküsse im Schnee“ mitgenommen – die übrigen 17 Bücher zu 1€/Stück hat der Mann gekauft. Ansonsten kostet ein Mängelexemplar bei Thalia 3,99€, ab 3 Stück jeweils 2,99€ – und Hugendubel hat ebenfalls Taschenbuchtage mit 2,99€ pro Mängelexemplar (dort ist die Auswahl noch besser) – es liegen übrigens wieder ziemlich viele neuere Bücher auf dem Wühltisch.

Rezension: Gabriella Engelmann (Hrsg.) – „Wellenküsse und Sommerfunkeln – Geschichten in Sonnengelb und Meeresblau“

CoverFakten:
eBook, feelings by Droemer Knaur, erschienen: 01.04.2016, 366 Seiten, 8,99€
(das Buch soll im Frühjahr 2017 auch als Taschenbuch erscheinen)

Herausgeberin:
Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin und blieb sie weiterhin in der Branche und war als Lektorin, Verlagsleiterin, Literatur-Scout und Autorin tätig. Sie schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene. Hier sind besonders ihre „Insel“-Romane zu erwähnen, in denen man merkt, wie sehr sie den Norden Deutschlands liebt – auch ihr Jugendbuch „Sturmgeflüster“ spielt auf der Insel Sylt. Sie schrieb außerdem auch unter dem Pseudonym Rebecca Fischer und entwickelt Stoff für Fernsehverfilmungen. Mit ihren Kurzgeschichten ist sie selbst immer wieder in Anthologien vertreten.

In dieser Anthologie vertretene Autorinnen:
Gabriella Engelmann, Jana Voosen, Kirsten Rick, Adriana Popescu, Nina George, Nancy Salchow, Judith Kern, Silke Schütze, Iny Lorentz, Marie Matisek, Andrea Hackenberg, Sina Beerwald, Tania Krätschmar, Gisa Pauly, Sofie Cramer, Anneke Mohn, Ally Taylor, Antonia Michaelis, Jean Bagnol, Kerstin Hohlfeld, Britta Sabbag, Birgit Hasselbusch

Handlung:
22 sommerliche Kurzgeschichten ganz unterschiedlicher Genres von ganz verschiedenen deutschen Autorinnen

Fazit:
Das Cover suggeriert Strand, Urlaub, Sonne, Meer – genau dort, wo die meisten im Buch enthaltenen spielen und wo man diese Anthologie am besten liest: Im Strandkorb oder Liegestuhl, mit Blick aufs Wasser, im Urlaub🙂
So unterschiedlich wie die 22 Autorinnen des Buches sind auch ihre hier vertretenen Geschichten: Man findet hier wirklich fast alle Genres (Unterhaltung, Liebesroman, History, Erotik, Krimi, Tiere) und viele Orte der Welt – besonders stark ist natürlich Norddeutschland vertreten.
Meiner Meinung nach eignen sich solche Anthologien sehr gut, um neue Autorinnen kennenzulernen – ich selbst bin durch solche Bände schon mehrfach auf  wirklich tolle Autorinnen (so damals auch auf Gabriella Engelmann) aufmerksam geworden und hab mir dann gleich mal ein ganzes Buch aus deren Feder gekauft.
Da die Geschichten ebenso unterschiedlich sind wie die Geschmäcker der Leserinnen, wird auch jeder seine eigenen Favoriten bei der Lektüre auswählen. Von den 22 Stories hatte ich 10 Favoriten, und zwar die Geschichten von: Gabriella Engelmann, Adriana Popescu, Nancy Salchow, Andrea Hackenberg, Tania Krätschmar, Sofie Cramer, Anneke Mohn, Kerstin Hohlfeld, Britta Sabbag und Birgit Hasselbusch – alle aus meinem Lieblingsgenres und am nächsten an meinem persönlichen Geschmack.
Ich gebe hier eine Leseempfehlung mit 4**** Sternen – ideale Urlaubslektüre für zwischendurch🙂

 

Rezension: Anne Sanders – „Sommer in St. Ives“

imageFakten:
Taschenbuch (broschiert im Doppel-Umschlag), blanvalet Verlag (Random House), erschienen: 24.05.2016, 414 Seiten, 14,99€

Autorin:
Anne Sanders ist das Pseudonym einer deutschen Journalistin, die unter einem weiteren Pseudonym bereits erfolgreich eine Jugendbuch-Trilogie im Heyne-Verlag veröffentlicht hat. Sie wurde in Wuppertal – am gleichen Tag wie Jane Austen – geboren und lebt heute mit Mann und Katze in München. Bei einer eigenen Reise an die Küste Cornwalls verliebte sie sich so sehr in die Gegend, dass diese zum Handlungsort ihres Debütromans im Belletristik-Genre wurde.

Handlung:
Die 26jährige Lola Lessing aus München wird gemeinsam mit ihren Eltern, ihrer älteren Schwester Lynda und dem jüngeren Bruder Luca von Oma Elvira zu einem 6wöchigen Aufenthalt nach St. Ives in Cornwall eingeladen – dem Ort, an dem Elvira als junges Mädchen so glücklich war. Da sich der Todestag des geliebten Großvaters erstmalig jährt, ist die Familie auf Trost und Zuwendung eingestellt. Doch kaum angekommen, eröffnet die 74jährige Elvira ihrer Familie, dass sie am Ende der gemeinsamen Ferien dort ihre einzig große (Jugend-)Liebe, den Ex-Rockstar Sam Watson, heiraten wird. Dies stürzt die Familie in ungeahnte emotionale Turbulenzen, zumal offenbar jeder so seine eigenen Probleme als hochexplosives Sondergepäck mitgebracht hat. Und dann kreuzt auch noch der junge Architekt Chase Bellamy immer wieder Lolas Weg. Der stürmische Wind Cornwalls pustet nicht nur den Kopf frei bei Lolas chaotischer Familie, sondern offenbar auch ganz neue Wege …

Fazit:
Zuerst mal das Cover: Selten so ein wunderschönes Cover gesehen, das einem derart ins Auge springt. Maritime Deko in meinen heißgeliebten Pastell-Tönen auf einem weißen Holzregal an weißer Holzwand – hier ist auch gleich der maritime Bezug zur Küste Cornwalls hergestellt; und auch der lila glänzende Schriftzug des Titels fügt sich optimal in dem Ganzen ein – perfekt.
Die 414 Seiten verteilen sich auf 28 Kapitel + Epilog. Klingt erstmal viel, aber da das Schriftbild angenehm großzügig gehalten ist und die Leselänge der Kapitel auch gut eingeteilt ist, passt alles hervorragend. Lediglich das broschierte doppelte Paperback-Format ist ein wenig unhandlich, wenn man ein Buch immer in der Handtasche dabei hat.
Dieses Buch ist ein wirklich schöner Sommer-Roman, dessen Lektüre direkt Lust auf eine Reise nach Cornwall macht (wo ich seit Rosamunde Pilcher sowieso schon immer mal hin wollte). Zunächst erzählt hier die 26jährige Lola aus ihrem Leben, das natürlich unmittelbar mit dem Leben ihrer Großmutter Elvira verknüpft ist, deren Lebensgeschichte wir zum Einen natürlich ebenfalls in der Gegenwart erleben, aber auch durch Rückblicke in ihre Jugend in den 50er und 60er Jahren. Die ganze Story ist aufgrund neu entstehenden Familienkonstellation etwas rau und ungewöhnlich, aber sehr angenehm zu lesen. Dennoch vermisse ich ein wenig Tiefgang – ein paar Emotionen mehr hätten den Charakteren ganz gut getan, da manches nur oberflächlich erscheint und für eine Love-Story ein wenig zu kurz kommt.
Die Geschichte wirkt sehr gut recherchiert und gut lektoriert – keine störenden Fehler erkennbar, was nicht immer selbstverständlich ist.
Die Autorin hat St. Ives so wunderschön und plastisch beschrieben, dass man ihre Liebe zu dieser Gegend Großbritanniens beim Lesen spürt. Wenn man sich Fotos von diesem hübschen Fleckchen Erde im Internet anschaut, ist das nur zu gut verständlich.
Auch, wenn mich der Roman nicht 100%ig packen konnte, so war er doch sehr angenehm zu lesen und ein wirklich schönes Debüt der Autorin in diesem Genre. Nur schade, dass der Epilog teilweise etwas vage ist und noch Fragen offen lässt.
Ich habe das Buch gern gelesen und mich gut unterhalten damit gefühlt – daher eine 4****- Sterne-Leseempfehlung für diese schöne Geschichte.
Sicher nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe🙂

Vielen Dank an blanvalet, für die freundliche Überlassung dieses Rezensionsexemplars!

Veras Weekly – der Alltag hat uns wieder in der 32. KW – wenn auch mit reduziertem Tempo ;-)

📝 «Geplant»
… Friseur-Termin in der neuen Woche, um die kaputten, knotigen Haarspitzen kürzen zu lassen.
… mich in den nächsten Wochen (Semesterferien) endlich um meinen orthopädisch-ergonomischen Bürostuhl zu kümmern und die Anbieter hier in Berlin abzuklappern, damit mein Arbeitgeber diesen Bürostuhl dann bestellen kann – dann ist meine neue Büro-Einrichtung komplett. Vorher muss ich noch ein Vorlesungsverzeichnis erstellen.

📚 «Gelesen»
… heute fange ich an mit „Komm in meine Arme“ von Sabine Zett, deren Humor mich in ihrem letzten Buch auch schon total begeistern konnte – und mit dem Kurzgeschichten-eBook „Wellenküsse und Sommerfunkeln“ bin ich nun auch fast fertig (d. h. diese Woche folgt sowohl dazu eine Rezension als auch zu „Sommer in St. Ives“ von Anne Sanders).

😊 «Gefreut»
… über einen netten Freitag-Vormittag mit Chefin und Kolleginnen, die ja in einem anderen Dienstgebäude sitzen. Bin immer wieder froh, dort gelandet zu sein in diesem netten Kollegenkreis. Nachdem ich meinen Urlaub bereits hinter mir habe, hat der Großteil des Kollegenkreises ihn gerade erst vor sich. Aber wir haben beschlossen im September nochmal 1 Woche Urlaub zu nehmen und stattdessen den Urlaub im Dezember etwas zu verkürzen – und natürlich im nächsten Jahr mit den Urlaubstagen besser zu haushalten, aber dann steht ja auch kein Umzug mehr an😉
… dass es der alten Mary-Katze mittlerweile wieder so gut geht, dass sie eigenständig einen nächtlichen Weckdienst vor unserer Schlafzimmertüre übernimmt mit Scharren und Miauen – allerdings genau zu dem Zeitpunkt, wo Joelle dann endlich mal auf dem Kratzbaum liegt und schläft😉

😳 «Überrascht»
… bin ich gerade mal wieder, weil hier in meinem Arbeitszimmer meine alte Mary-Katze gerade mal wieder schnarcht wie ein betrunkener Bauarbeiter😉 – unglaublich, dass aus einer 4 kg-Katze etwa die gleichen Töne kommen wie aus einem 100 kg-Kerl😉 ….

😢 «Traurig»
… dass mich nach den schlimmen persönlichen Ereignissen vom Mai 2013 (und davor) auch heute noch ab und zu Albträume quälen – so auch jetzt wieder zwei Nächte in Folge, das ist sehr kräftezehrend, vor Allem wenn man danach morgens fit und frisch im Büro erwartet wird. Wenigstens bin ich jetzt schon über 2 J. frei von schweren Depressionsschüben – das wäre ich in Köln ganz sicher nicht gewesen.
… weil ich gerade gehört habe, dass es zwei lieben Freundinnen gerade nicht gut geht – und die eine hat wirklich innerhalb des letzten Jahres mehr Kummer abbekommen, als manche Menschen im ganzen Leben. Das Leben ist so ungerecht – immer trifft es die falschen Personen. Man wünscht sich einfach, man könnte etwas von der Last, die diese Freundinnen gerade tragen, abnehmen …

😡 «Geärgert»
… über die nächtlichen illegalen Autorennen und Profilierungsfahrten von dummen, jungen Typen auf Berlins Straßen, bei denen immer wieder Unbeteiligte in Gefahr gebracht werden. Wir bekommen das gerade fast jede Nacht mit, weil keine 100 m Luftlinie entfernt eine 6-spurige Straße entlang läuft, auf der solche Rennen stattfinden. Im Übrigen frage ich mich eh, wie so junge Kerle von 22 J. an nagelneue Luxus-Autos in der Preiskategorie um die 80.000 € kommen?! Wahrscheinlich nicht mit ehrlicher Arbeit. Hatte ein sehr nettes Telefonat mit einem Ur-Berliner Polizisten deswegen, die hier in der Ecke jetzt noch mehr kontrollieren wollen.
… dass meine beiden Rezensionsexemplare von „Familie der geflügelten Tiger“ von Paula Fürstenberg und „Meine Mutter, ihre Katze und der Staubsauger – ein Unruhezustand in 33 Geschichten“ von Wladimir Kaminer noch nicht angekommen sind.

🍴«Gegessen»
… diese Woche mal nach langer Zeit wieder Käsespätzle im „Alpenstückle“ – die besten und leckersten, die ich kenne; dann mal was aus Asia-Imbiss hier in der Mall und was von McDonalds; einen Tag gab es Fischstäbchen und Schlemmerfilet Bordelaise mit selbstgemachtem Kartoffelpüree und Gurkensalat; Freitag gab es gebratene schwäbische Maultaschen mit Rührei und am gestrigen Samstag wieder die weltbesten Schmorgurken mit Salzkartoffeln. Was es heute gibt, ist noch offen …

👂«Gehört»
… tagsüber wieder im Büro Radio Berlin 88,8 vom RBB – mich mag die Radio- und TV-Sender des RBB sehr.

💻 «Gemailt»
… erstmal die aufgelaufenen dienstlichen Mails im Büro aufgearbeitet – hielt sich zum Glück in Grenzen – und dann auch endlich mal ein wenig privat (mit Marion, Silke, Anke so ein bisschen).

👀 «Gesehen»
… gestern 3 Folgen „Gilmore Girls“ auf DVD (bin nun mit der 1. Staffel durch) und gestern Abend tolle Dokus auf Phoenix über die Geschichte Berlins.

💖 «Geknuddelt»
… unsere beiden Schnuffilinchen natürlich😉

💭 «Gedacht»
… wie gut mir diese radikale Veränderung mit dem Umzug nach Berlin getan hat🙂 – in jederlei Hinsicht. Ich war ja auch nie wirklich Kölnerin – im Herzen bin ich schon immer Berlinerin gewesen. Die Kölner finden sich, ihre Stadt, den Karneval, ihre Vereine etc. so toll und befinden sich in einem Zustand stetigen Lokalpatriotismus und ständiger Selbstbeweihräucherung – und dennoch sind mir noch nie so viele unzufriedene, unglückliche Menschen aufgefallen wie in Köln, die aber dieses Unglücklichsein und diese Unzufriedenheit ebenso zelebrieren (jammern auf höchstem Niveau), wie ihren Lokalpatriotismus. Sie sind lieber unglücklich, als Nicht-Kölner zu sein. Für den Rest meines Lebens möchte ich jetzt glücklich sein und dieser Wunsch war mit einem Leben in Köln für mich schon lange nicht mehr kompatibel. Ich kann nur einfach die Menschen nicht verstehen, die lieber unglücklich sind oder mit tausend Kompromissen leben oder darauf warten, dass sich alle Menschen um sie herum ändern (was sowieso nie passieren wird), anstatt etwas an sich selbst, am eigenen Leben und am Umfeld zu ändern.
… wie froh ich bin, dass ich einen Job habe, in dem ich mich bekleidungstechnisch nicht „verkleiden“ muss – ich kann mit Jeans und Sneakers ins Büro kommen und mich wohl fühlen. Für mich wäre es der Horror, mit Kostümchen und Pumps zur Arbeit zu gehen.

🏆 «Stolz»
… dass ich mich nicht verbiegen lasse und mir selbst treu bleibe🙂

💳 «Gekauft»
… noch eine Boyfriend-Jeans (hätte mir in den 80er Jahren mal jemand gesagt, dass ich die 30 J. später nochmal trage, hätte ich gelacht) und 2 T-Shirts bei H&M (ich liebe Flamingos – und wenn irgendwo ein Flamingo drauf ist, muss ich es haben – so auch diese T-Shirts) sowie einen Mantel für den Herbst bei BonPrix. Nun werde ich den Klamottenkauf mal ein wenig zurückschrauben – ich war da während meines Urlaubs doch ein wenig im Klamotten-Kaufrausch. Eine neue Brille brauche ich ja auch noch in Kürze. Außerdem kämpfe ich noch mit mir, welche Bücher ich im September wirklich kaufen soll – ich habe nämlich vier Must-Haves auf der Liste: „Liebe, Zimt und Zucker“ von Julia Hanel, „Dein perfektes Jahr“ von Charlotte Lucas (aka Wiebke Lorenz), „Nora und die Novemberrosen“ von Tania Krätschmar und „Ich hab Zeit, was hast Du? Mit dem Goggomobil auf der Suche nach dem entschleunigten Leben“ von Bianca Schäb. Ich vermute, es werden wohl doch alle vier. Ist ja nicht so, dass ich nicht genügend Lesestoff habe😉 …

Veras Weekly – 31. KW – und schwupps, ist auch die 2. Urlaubswoche vorbei :-(

📝 «Geplant»
… erstmal gar nichts.

📚 «Gelesen»
… da wir viel unterwegs waren, habe ich wenig gelesen. Ich bin jeweils zur Hälfte durch mit „Sommer in St. Ives“ von Anne Sanders (vielleicht habe ich eine Leseflaute, denn so richtig gepackt hat mich der Roman noch nicht) und dem Kurzgeschichten-eBook „Wellenküsse und Sommerfunkeln“, mit sommerlichen Short-Stories deutscher Liebesroman-Autorinnen (wovon mir bis jetzt allerdings gerade mal zwei Geschichten wirklich gefallen haben – ich hoffe, da geht noch mehr).

😊 «Gefreut»
… dass wir so eine schöne Urlaubszeit hatten und die Mischung aus Unternehmungen und Relaxen genau gestimmt hat.
… am Mittwoch über einen Ausflug durch Charlottenburg: Zuerst waren wir im Stadtteilmuseum Charlottenburg und sind dann von dort aus durch eine Ecke unseres Kiezes spaziert, die wir noch gar nicht kannten und haben schöne Architektur und interessante Läden gefunden (dort war wohl in den 80er Jahren die Charlottenburger Hausbesetzer-Szene sehr aktiv) und eine tolle Eis-Manufaktur. Dann waren wir wiederum in einer ganz anderen Ecke von Charlottenburg (der Kiez ist sehr groß) und haben ein Café ausprobiert, was aber nicht annähernd so gut war, wie unser „Der Kuchenladen“ auf der Kantstraße😉
… am Donnerstag haben wir den schon lange geplanten Ausflug an die Mecklenburger Seenplatte gemacht. Zuerst waren wir in Waren an der Müritz – wunderschönes und lebhaftes Städtchen, viel (Yacht-)Tourismus und sogar gleich 2 Buchhandlungen – hat uns sehr gut gefallen dort. Haben eine 2-Seen-Bootsfahrt gemacht. Später sind wir dann noch weiter gefahren nach Schloss Klink (ein Hotel) und nach Röbel, wo wir Fisch essen waren. War echt ein toller Tag! Ich bin immer wieder beeindruckt, was für landschaftlich wirklich wunderschöne Erholungsgebiete hier quasi in de Nähe sind – und bis an die Ostsee sind es auch nur 2 Stunden.

😳 «Überrascht»
… eher negativ, dass das Wetter in der 2. Urlaubswoche nur sehr durchwachsen war.

😢 «Traurig»
… und heute Abend sicher ganz schwermütig, weil unser Urlaub leider schon vorbei ist und uns morgen der Alltag wieder hat – dabei bin ich noch total erholungsbedürftig, aber vielleicht können wir im September nochmal ein paar Tage frei nehmen und dafür den Urlaub im Winter etwas verkürzen.
… wir haben am Mittwoch in einem Berliner Café eine magersüchtige junge Frau gesehen, die mit ihren besorgten Großeltern unterwegs war. Erst habe ich mich noch gefragt, ob sie vielleicht eine andere Erkrankung hat, aber während die Großeltern sie ermuntern wollten, Torten zu probieren, hat sie sich nur einen Espresso mit einem Eiswürfel drin bestellt. Den Eiswürfel hat sie gelutscht, den Espresso in den Blumenkasten neben sich gekippt und das Wasser zum Espresso noch getrunken. Sie hat sehr figurbetonte Kleidung getragen, so dass man sämtliche Knochen, die neben dem Stoff nur noch mit Haut bespannt waren, sehen konnte. Der Organismus wird da ganz sicher nicht mehr lange durchhalten, mal davon abgesehen, dass sie so eingefallen war und damit viel älter aussah, als sie wahrscheinlich wirklich war. Aber aus Erfahrung, die ich vor vielen Jahren mit einer Kollegin und auch einer Freundin gemacht habe, weiß ich, dass man da  leider vollkommen hilflos ist.
… über den Vandalismus der linksautonomen Szene hier in Berlin: Diese Woche wurde zum Einen bei einem Pflegedienst in Steglitz nachts fast die gesamte Fahrzeug-Flotte angezündet und in Schutt und Asche gelegt, so dass pflegebedürftige Personen nicht versorgt werden konnten; außerdem wurden bei einem anderen Pflegedienst in Karlshorst nachts die Reifen von 10 Fahrzeugen zerstochen und der Lack massiv beschädigt, außerdem wurde das Wahlkampf-Wohnmobil eines CDU-Politikers abgefackelt (das er normalerweise als Familien-Wohnmobil nutzt) in Spandau – einfach nur traurig und so sinnlos😦 …

😡 «Geärgert»
… eigentlich wollte ich am Freitag eine neue Brille bei Fielmann bestellen. Leider war es so unglaublich voll, dass ich stundenlang hätte warten müssen. Zudem ist es gar nicht so einfach, eine Brille auszuwählen, die man den ganzen Tag trägt. Ich hatte ja bisher meine Brillen immer nach dem Aspekt ausgewählt, dass ich sie nur abends trage, wenn ich die Kontaktlinsen entfernt habe. Da ich aber seit einem Jahr keine Kontaktlinsen mehr trage (nachdem ich so häufig Bindehautentzündungen hatte), muss die Brille fürs Dauertragen schon mehr hermachen.

🍴«Gegessen»
… auf jeden Fall immer wieder Eis😉. Montag haben wir auf der Waldbühne gesnackt (Currywurst, Pommes und Crêpe), Dienstag waren wir sehr gut Vietnamesisch auf der Kantstr. essen im „Viet-Frisch“, wo der Name wirklich Programm ist – alle Speisen mit frischen Zutaten frisch zubereitet werden (leider finde ich keine Website zum Verlinken); Mittwoch waren wir ja Torte essen und abends Nudeln beim Italiener hier in der Nähe; Donnerstag haben wir in Röbel Fisch gegessen; Freitag haben wir gekocht – ganz klassisch: Putenschnitzel, Erbsen & Möhren in Sauce Bearnaise und Salzkartoffeln mit Rahmsauce; Samstag gab es frische, selbst gemachte Lasagne; heute gibt es Tiefkühl-Pizza (für mich die Ristorante Tonno und für den Mann Hawaii – sowas muss auch mal sein).

👂«Gehört»
… und dabei live gesehen am Montag: Sting auf der Berliner Waldbühne! Sting stand schon länger auf der List der Musik-Legenden, die wir mal gern live sehen würden und nun war es soweit. Musikalisch gesehen ein wirklich unglaublich tolles Konzert, weil Sting ein Musiker ist, der ohne große Bühnenshow auskommt und alleine durch seine Musik beeindrucken kann – das sind mir eh die Allerliebsten. Im Vorprogramm ist Stings ältester Sohn Joe Sumner aufgetreten – sollte Sting mal die Stimme wegbleiben, so hat er durch seinen Sohn auf jeden Fall eine Sicherungskopie seiner Stimme – fast exakt gleich klingend. War wirklich ein tolles Konzert, nur schien es, als wurden deutlich mehr Tickets unter die Leute gebracht, als Platz vorhanden war – normalerweise fasst die Waldbühne 22.000 Besucher. Aber die Tickets wurden zu einem Einheitspreis mit freier Platzwahl angeboten (normalerweise werden sie aufgeteilt nach Blöcken verkauft in unterschiedlichen Preis-Kategorien) und die Leute saßen hier sogar in jedem Block noch auf den Treppen und standen in Umgängen – wahrscheinlich entgegen sämtlicher Sicherheitsbestimmungen.

💻 «Gemailt»
… in der vergangenen Woche so gut wie gar nicht, weil ich fast nur über Smartphone oder IPad online war und nicht gerne über die kleine Touchpad-Tastatur schreibe.

👀 «Gesehen»
… mal wieder die „Gilmore Girls“ auf DVD und einige tolle Dokus u. a. im RBB.

💖 «Geknuddelt»
… unsere beiden Knuddel-Katzen natürlich, die sich besonders gefreut haben, dass wir Urlaub hatten.

💭 «Gedacht»
… wie toll unsere Mary sich seit der Behandlung mit den Schilddrüsen-Tabletten wieder verändert hat: Sie hat zugenommen, wieder schönes Fell, ist jetzt auch wieder sehr gesprächig (ihre Stimme klingt wieder ganz normal) und hat sich sogar mit Joelle wieder den Weckdienst an unserer Schlafzimmertüre geteilt – einfach nur schön, dass die Therapie uns noch etwas Zeit miteinander schenkt.

🏆 «Stolz»
… dass ich offenbar endlich – nach vielen Kämpfen mit mir selbst – gelernt habe, mich trotz Übergewicht zu akzeptieren und anzunehmen wie ich bin und nicht mehr mit mir zu hadern. Habe irgendwie gerade ein bisschen neues Selbstbewusstsein getankt, wobei mir auch einige wunderbare Freundschaften geholfen haben.

💳 «Gekauft»
… meine Klamotten-Bestellungen von Sheego, H&M, BonPrix und Tchibo sind angekommen und ich habe dieses Mal einiges davon behalten – sehr schöne Sachen, wie ich finde (vor Allem viele Oberteile); zwei Kochzeitschriften (die neue „Chefkoch“ und „Mutti kocht am besten“) – sonst fällt mir jetzt nichts ein. Für September stehen allerdings wieder 4 Bücher als Must-Haves auf der Liste😉

Veras Weekly – eine wundervolle erste Urlaubswoche in der 30. KW :-)

📝 «Geplant»
… nichts – wir haben Urlaub leben in den Tag hinein und entscheiden spontan, was wir machen. Mal sehen, was wir in der 2. Urlaubswoche noch so alles unternehmen werden.

📚 «Gelesen»
… ich habe nun endlich mit „Sommer in St. Ives“ von Anne Sanders angefangen, bin aber erst so ungefähr auf S. 80. Parallel dazu lese ich das Kurzgeschichten-eBook „Wellenküsse und Sommerfunkeln“, mit sommerlichen Short-Stories der Créme de la Créme der deutschen Liebesroman-Autorinnen.

😊 «Gefreut»
… dass wir so einen wunderschönen Kurz-Urlaub auf Rügen hatten – ausführlich habe ich dazu ja in einem separaten Blog-Beitrag berichtet.
… dass die Betreuung unserer Katzen während unserer Abwesenheit so optimal gelaufen ist und wir jetzt ganz sicher wieder öfter mal verreisen.
… dass wir so glücklich sind gerade und es uns so gut geht: Wir sind glücklich zusammen, unseren Katzen geht es beiden gut, wir haben beide Arbeit und eine tolle, sehr zentral gelegene Wohnung in unserem Lieblingskiez, sind beide bisher von ernsten Krankheiten verschont geblieben, gönnen uns immer mal wieder schöne Freizeit-Aktivitäten wie tolle Konzerte, die Reise nach Binz, Ausflüge, gutes Essen (was wir auch selbst ganz hervorragend zaubern können) und so einiges mehr – eigentlich gibt es gerade keinen Grund, über irgendwas zu meckern, weil es uns wirklich gut geht – das ruft jetzt sicher wieder irgendwelche Neider auf den Plan, die damit nicht klar kommen und und uns bzw. mir mein Glück nicht gönnen und mal wieder Intrigen spinnen werden …
… dass wir einen wundervollen Tagesausflug mit unseren lieben Freundin Kerstin und Thomi hatten – erst waren wir im Ziegeleipark Mildenberg und dann noch – leider viel zu kurz – in Templin (Papas Heimatort). Gerne wäre ich dort auch noch auf den Friedhof gegangen (meine Verwandten besuchen), an den Lübbesee gefahren und wäre noch länger dort durch den Ort auf den Pfaden meiner Jugend gebummelt – aber dort war ich sicher nicht zum letzten Mal, denn dort liegen ja auch meine Wurzeln – wir waren aber dort noch lecker Kuchen essen im „Templino“.

😳 «Überrascht»
… von gar nichts.

😢 «Traurig»
… über den ganzen Terror und Amok in der Welt – ich will da jetzt gar nicht mehr auf einzelne Ereignisse eingehen. Bedrückend finde ich vor Allem, dass man nirgendwo mehr sicher zu sein scheint. Wir haben auf Rügen gemerkt, wie gut es tut, sich einfach mal auszuklinken und manche negativen Ereignisse nicht noch am gleichen Abend, sondern erst am nächsten Vormittag zu erfahren.

😡 «Geärgert»
… auch über nichts – ich habe Urlaub und will mir den nicht vermiesen lassen.

🍴«Gegessen»
… auf Rügen auf jeden Fall sehr viel Fisch und Eis😉, dann haben wir zu Hause Kartoffel-Möhren-Stampftopf und Bouletten gemacht, einen Tag haben wir Steaks bestellt und am gestrigen Samstag gab es mal wieder ein Rezept aus der Zeitschrift „Lecker“ (neueste Ausgabe): Pasta mit frischer Pfifferling-Schnittlauch-Rahmsauce mit Marsala verfeinert und gebratene Hähnchenbrustfilet – sehr köstlich. Heute machen wir Flammkuchen – mit Lachs und Frühlingszwiebeln bzw. mit Speck und Frühlingszwiebeln und mit Käse überbacken – yummie🙂

👂«Gehört»
… diverse Radio-Sender in Mecklenburg-Vorpommern – aber keiner dabei, der uns so richtig gefallen hat.

💻 «Gemailt»
… mit meiner lieben Marion in Köln, die sich Sorgen gemacht hatte, ob wir was von den schweren Unwettern hier in Berlin abbekommen haben – aber zum Glück sind wir verschont geblieben.

👀 «Gesehen»
… mal wieder ein paar Folgen „Gilmore Girls“ – und danach ist die Welt immer ein Stück weit heller und schöner🙂. Ich frage mich, was diese Serie so besonderes hat, was einen derart gefangen nimmt und bezaubert – aber irgendwas ganz spezielles ist es❤

💖 «Geknuddelt»
… natürlich nach unserer Rückkehr ganz, ganz doll unsere Katzen. Joelle ist gerade besonders lieb und hat uns nachts jetzt schon 4x durchschlafen lassen. Mary ist sehr gesprächig gerade und holt sich abends ihre Knuddeleinheiten bei mir auf dem Sofa (das ist schon ein allabendliches Ritual geworden). Wenn ich aufhöre sie zu kraulen, legt sie ihre Pfote auf meinen Arm und robbt noch ein Stückchen näher an mich heran – das ist wirklich herzerwärmend.

💭 «Gedacht»
… dass es in der 2. Urlaubswoche hoffentlich nicht regnet – zumindest nicht dann, wann wir unterwegs sein werden.

🏆 «Stolz»
… dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und verreist bin (ich tue mich ja immer ein wenig schwer, Katzen und Wohnung alleine zu lassen) – und es hat mir so richtig, richtig gut getan.

💳 «Gekauft»
… die neue Ausgabe der Zeitschrift „Lecker“ (Kunststück, die habe ich nämlich abonniert); eine neue Tasche in Sellin auf Rügen (nein, keine „Liebeskind“-Tasche, aber dennoch eine sehr schöne aus anthrazitfarbenem, groben Leinen-Stoff mit einem großen schwarzen Stern drauf); „Wie man ein Löwenmäulchen zähmt“ von Eva Lindbergh; Klamotten bestellt bei Sheego, BonPrix und Tchibo; in Templin ein Gläschen Sanddorn-Gelee (wollte ich immer mal probieren), einen Kühlschrank-Magneten und Waldmeister-Bonbons – der Mann hat auch eingekauft, ein paar tolle Schnäppchen-Bücher (die noch sehr aktuell sind) bei „Langer Blomqvist“ – eine Buchhandlung, in der fast alle Bücher 50% rabattiert sind.

Erholsamer Kurz-Urlaub in Binz/Rügen :-)

imageNachdem unsere letzte Reise tatsächlich schon 3 J. zurückliegt und mit Urlaub seinerzeit wenig zu tun hatte, weil wir damals unseren Umzug von Köln nach Berlin vorbereitet haben, haben wir nun erstmals wieder einen 3-tägigen Kurz-Urlaub gemacht. Es hat uns nach Binz auf Rügen geführt, wo wir zuletzt Ende der 90er bzw. ganz am Anfang der 2000er Jahre waren.

Allerwichtigste Voraussetzung für eine Reise war es für uns natürlich, eine professionelle und zuverlässige Katzenbetreuung zu haben, die unsere beiden Ladies 2x täglich zu Hause versorgt – als zusätzliches Handicap kommt ja noch die Schilddrüsenerkrankung unserer 15jährigen Maine Coon-Dame Mary hinzu, die 2x tägl. unterschiedliche Medikamente nehmen muss (deren Verabreichung alles andere als einfach ist); Joelle ist ja unkompliziert. Empfehlen können wir alle Katzenbesitzern für Berlin als Betreuung: „Mein Miezen Mobil“. Unsere Katzen wurden wirklich ganz liebevoll umsorgt, wir sind mit Fotos und Messages versorgt worden und waren immer bestens informiert, wie es den beiden geht und konnten dennoch ein paar erholsame Tage verbringen, weil wir genau wussten, dass es den beiden gut geht!

imageimageDie Anreise nach Binz (knapp über 3 Std. Fahrt von Berlin aus) war trotz des Sommerferienbeginns hier 3 Tage zuvor staufrei und zügig – die meisten Reisenden in Richtung Ostsee sind wohl direkt Freitag oder Samstag losgefahren. Am frühen Mittag erreichten wir dann Binz und unser gebuchtes Hotel – das „Hotel am Meer“ bei traumhaft schönem Wetter und Sommerhitze. Unser Zimmer hatte Meerblick (siehe links) und einen Hotel-Strandkorb hatten wir auch mitgebucht. Von Binz aus hat man Sicht bis zur Kreideküste, wie man auf dem einen Foto sieht. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, haben wir uns gleich mal auf den Weg gemacht zu einem Ortsrundgang und haben festgestellt, dass sich sich wirklich sehr viel verändert hat seit wir zuletzt dort waren, viele neue Hotels sind hinzu gekommen sind und der Ort ist dichter zusammengewachsen durch viele Neubebauungen – ein richtig schicker, quirliger Badeort. Nachdem wir den ganzen Tag noch nichts gegessen haben, haben wir erstmal bei „Gosch“ Station gemacht, wo ich meine heißgeliebten gebratenen Garnelen mit Knoblauchsauce nach vielen Jahren mal wieder essen konnte, dazu einen Aperol Spritz, Meerblick und wir haben den Beginn des Kurz-Urlaubs „gefeiert“. Unser 1. Spaziergang hat uns auch zum „Baywatch-UFO“ (Foto rechts) – wie ich es immer nenne – geführt, eine ehem. Rettungsschwimmer-Station aus DDR-Zeiten, sehr abenteuerliche Architektur und heute wohl das kleinste Standesamt der Welt – eine Außenstelle des Standesamtes Binz – echt toll! Allerdings wohl auch grausig heiß – nicht umsonst stand dort eine mobile Klima-Anlage😉
Das Wasser der Ostsee in Binz war unglaublich sauber und klar – so rein hatte ich die Ostsee in den letzten Jahren bei keinem unserer Ausflüge gesehen – wir waren ja bisher in Warnemünde und auf Usedom.

Früher waren wir einige Male im Hotel „Vier Jahreszeiten“ in Binz, dass wir auf unserem Ortsspaziergang auch wiedergefunden haben. Das Hotel verfügt über die hübsche traditionelle Bäderarchitektur, jedoch leider nicht über Meerblick.
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imageUnd an einer sehr niedlichen Sandskulptur, einem Panda, sind wir auch noch vorbeigekommen. Dann haben wir ein wenig relaxt zwischendurch, sind abends wieder über die Promenade flaniert, haben lecker gegessen, Cocktails getrunken und Leute beobachtet und sind dann abends mit Wellenrauschen eingeschlafen – echt wundervoll❤

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug nach Sellin gemacht – der Ort hat uns nicht so gut gefallen, sehr steil, sehr hügelig und der Strand war voller Algen – was für einen nicht so guten Geruch in der Luft gesorgt hat. Ich bin allerdings in Sellin nicht an einer ziemlich hübschen Tasche vorbei gekommen – ist aber mein einziges „Souvenir“. Von dort aus sind wir dann noch weiter ins Bücher-Outlet nach Prora – ein Bücher-Zelt mit Büchern aus Restauflagen, Überproduktionen bis zu 70% reduziert – von Ende Juli bis Ende September dort zu finden. Wir sind da aber leider nicht fündig geworden – die Bücher waren von der Luftfeuchtigkeit größtenteils schon ziemlich wellig, außerdem waren nur bestimmte Verlage dort vertreten und die Bücher, die mich angesprochen hätten, hatte ich eh schon. Empfehlenswert ist aber dagegen auf jeden Fall die sehr gut sortierte Buchhandlung in Binz „Bücherinsel“, die wirklich über sehr viele Neuerscheinungen und Beststeller verfügt und für eine kleine Buchhandlung bestens sortiert ist!

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imageNachmittags hatte ich dann ein wenig Wellness im Hotel gebucht und abends sind wir dann wieder schön essen gegangen. Anschließend haben wir den Sonnenuntergang genossen – wie auch schon am Abend zuvor und das war dann auch schon die letzte Nacht auf der Insel.

Man kann das gar nicht beschreiben, wie schön das Geräusch von Meeresrauschen ist – wenn sich die Nacht Strand und Meer zurückerobert und es vollkommen ruhig wird – kein Kindergeschrei mehr, keine flanierenden lauten Menschen, einfach nur noch Ruhe und Meer – ich habe richtig gut geschlafen dort.

imageimageAuf der Rückfahrt haben wir dann noch einen Abstecher nach Prora gemacht. In Prora wollte Adolf Hitler seinerzeit ein „Kraft durch Freude (KdF)“-Erholungszentrum für 20.000 erholungsbedürftige Menschen bauen lassen. Zu einer Fertigstellung der Anlage ist es, bis auf wenige Gebäudeteile, nie gekommen – lediglich die Rohbauten stehen seit den 1930er Jahren an der Küste auf einer Länge von ca. 4,5 km aneinandergereiht. Die wenigen fertiggestellten Gebäude waren im 2. Weltkrieg und während des DDR-Regimes unterschiedlichen Nutzungen zugeführt – mehr über Geschichte von Prora ist auf der entsprechenden Wikipedia-Seite zu finden.

Nachdem die Rohbauten jahrzehntelang vor sich hin dümpelten und selbst eine Sprengung sich als unmöglich erwies, weil die hier offenbar im Größenwahn des Nationalsozialismus für die Ewigkeit gebaut wurde, stellte man die Gebäude unter Denkmalschutz. Vor einigen Jahren haben sich dann Investoren gefunden und bauen den ehemaligen optischen Schandfleck nun zu luxuriösen Ferienwohnungen Ferienwohnungen und Apartments aus. Ein Apartment-Hotel ist bereits in Betrieb – dessen Restaurant- und Spa-Betrieb wird jedoch erst zum Herbst aufgenommen.
Bis dort aber so etwas wie Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitmöglichkeiten etc.) entsteht, wird es noch ein paar Jahre dauern – der Ort soll dann Neu-Prora heißen.

imageimageWeiter sind wir dann auf der Rückfahrt noch in Sassnitz gewesen – sind dort durch den Ort spaziert und haben ein Eis gegessen. Dort bin ich fototechnisch nochmal auf meine Kosten gekommen, weil ich doch so gerne alte, handgemalte Werbeschriftzüge fotografiere – meiner Meinung nach Relikte, die mit der Zeit leider vollkommen verschwinden werden und die man irgendwie schützen müsste.

Auch, wenn es ein paar schöne, abwechslungsreiche Tage waren – als Fazit unserer kurzen Reise kann ich sagen, dass wir höchstwahrscheinlich nicht mehr in den Sommerferien an die Ostsee fahren werden, weil diese Menschenmassen doch unbeschreiblich sind. Von 10 entgegenkommenden Fahrzeugen hat ungefähr eines das Kennzeichen der Insel Rügen. Die Orte waren überlaufen und man musste bei Sehenswürdigkeiten teilweise warten bis ein Parkplatz frei wurde.

imageimageDa wir aber seit Dezember keinen Erholungsurlaub mehr hatten – der letzte längere Urlaub ging für unseren Umzug im Februar drauf – und ich an die Semesterferien gebunden bin, waren wir besonders erholungsbedürftig und wollten natürlich nicht noch länger warten.

Aber Dank unserer wunderbaren, zuverlässigen und liebevollen Catsitterin wissen wir, dass wir in Zukunft wieder öfter unbesorgt auf Kurzurlaub gehen können.

Mal sehen, was uns dieses Jahr noch so bringen wird und wohin es uns führen wird …

 

 

Veras Weekly – eine sehr warme 29. KW …

📝 «Geplant»
… nichts – die Woche war ziemlich voll und ich lechze nach etwas mehr Ruhe.

📚 «Gelesen»
… habe am Freitag das Manuskript des Debüt-Romans meiner Freundin ausgelesen und nun ist endlich „Sommer in St. Ives“, der sehr erfolgreiche Debüt-Roman von Anne Sanders, der es sogar auf die Spiegel-Beststellerliste geschafft hat, an der Reihe. Bin sehr gespannt, weil ich Romanen, die so gehyped werden, eher skeptisch entgegensehe, aber es scheint mir die ideale Sommer-Lektüre – und zwischendurch habe ich mir vorgenommen, endlich die Kapitel in dem eBook mit sommerlichen Kurzgeschichten ganz vieler Beststeller-Autorinnen „Wellenküsse und Sommerfunkeln“ zu lesen.

😊 «Gefreut»
… dass in einem Studiengang an meiner Uni, den ich organisatorisch betreue, eine Bewerberin für einen Studienplatz angenommen wurde, die eine körperliche Behinderung hat. Das ist ein absolutes Novum, denn bisher ist sowas wohl immer an den veralteten Räumlichkeiten und Zugängen gescheitert – das hat mich wirklich außerordentlich gefreut, weil die Bewerberin so tolle Referenzen hatte und sehr engagiert ist – auch hinsichtlich Inklusion🙂
… dass unsere Mary-Katze jetzt langsam – Dank der Schilddrüsen-Tabletten – wieder die Form einer richtigen Katze bekommt, nicht mehr so knochig ist und es ihr sichtlich besser geht❤
… über die Zusage für ein Rezensionsexemplar von „Familie der geflügelten Tiger“ von Paula Fürstenberg, August-Neuerscheinung mit DDR-Bezug – das Buch vom Kölner KiWi-Verlag stand schon länger auf meiner Wunschliste.

😳 «Überrascht»
… wie schusselig ich manchmal bin: Am Montag war der Abschied meines Lieblingsprofessors und einer weiteren lieben Dozentin in den Ruhestand – ich hatte Kuchen gebacken und eine Kuchenglocke mitgenommen zwecks Transport – der ist auch restlos vertilgt worden. Auf dem Heimweg bin ich noch am Kiosk vorbei und hab mir die neue Ausgabe der „Deli“, die ich ja letzte Woche vergessen hatte, geholt – und … habe meine Kuchenglocke dort stehen lassen😉. Ist mir natürlich erst zu Hause aufgefallen, als ich aus dem Auto stieg. Als ich das dem Mann berichtete, konnte ich kaum sprechen vor lauter Lachen. Zum Glück gehöre ich zu den Menschen, die auch mal herzlich über sich selbst lachen und sich selbst auf die Schippe nehmen können – wäre doch extrem traurig, wenn nicht😉 …! Und ich hatte Glück: Die Kuchenglocke war übrigens am nächsten Tag noch da – na ja, ich hatte ja auch nichts im Radio gehört oder im B.Z.-Live-Ticker gelesen, dass ein Sprengstoff-Kommando in ein Kiosk wegen eines verdächtigen Gegenstandes gerufen wurde, so wie es in Berlin ganz schnell mal passiert – meine Kuchenglocke ist also nicht erschossen worden …

😢 «Traurig»
… über den Axt-Terroranschlag mit islamistischem Hintergrund Anfang der Woche in der Regionalbahn bei Würzburg – sehr schockierend! Man ist nirgendwo mehr sicher und die brutalen Wege des Terrorismus finden erschreckenderweise immer neue, bisher nicht gekannte Wege.
… dass das ehemalige „Blub“-Badeparadies in Berlin-Britz, das seit 11 J. außer Betrieb ist (obwohl es erst in den 80er Jahren eröffnet wurde) in der Nacht zum Freitag komplett abgebrannt ist. Wir haben vor Jahren mal im „Parkhotel Blub“ nebenan übernachtet und das „Blub“ war sehr gut frequentiert, sehr modern und wurde erst Mitte der 80er Jahre eröffnet. Ich weiß noch, dass meine Cousine damals total begeistert berichtet hatte, dass sie dort mal ihren Geburtstag gefeiert hat.
… über die Entwicklungen in der Türkei, die einem echt Angst machen können: Ich hätte nie gedacht, dass man sich in der heutigen Zeit nochmal Sorgen machen muss, dass eine Diktatur entsteht (ganz dicht an Europa) und vor allem vor den nicht absehbaren Folgen – auch im eigenen Land – Angst haben muss …
… tja, und dann am Freitag dieser Amoklauf eines 18jährigen im Münchner Olympia-Einkaufszentrum, bei dem 10 überwiegend junge Menschen zu Tode gekommen sind und wo anfangs nicht klar war, ob es sich nicht um einen islamistischen Terroranschlag handelt. Ich kenne sehr viele Menschen in München und München liegt so nah. Wir kamen selbst gerade vom Einkaufen aus einem solchen Einkaufszentrum und hatten dort noch einen München-Reiseführer in der Hand und darüber gesprochen, dort auch mal wieder hinzureisen. Wir haben den ganzen Abend bewegt die Berichterstattung im TV verfolgt. Und wer jetzt wieder mit „Merkel weg“-Rufen kommt, weil der Täter Halb-Iraner war: Unter den Opfern sind auch einige junge Menschen, deren (bereits veröffentlichte) Namen ebenfalls arabisch klingen – bevor hier wieder alles auf Frau Merkel und Menschen mit Wurzeln aus arabischen Ländern geschoben wird …

😡 «Geärgert»
… dass wir unseren Haushalt so schlecht organisiert haben – Vollzeitjobs und Hausarbeit sind zwei Dinge, die nicht so toll harmonieren.
… dass es offenbar keine Möglichkeit gibt, ohne Abitur in meinen Wunsch-Studienfächern (Medienwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Journalistik, Publizistik, neue Medien oder ähnliches) ein Fernstudium zu absolvieren😦 – ohne Abitur könnte ich lediglich solche Sachen wie Verwaltungsrecht, Verwaltungswissenschaften usw. studieren (Fächer, die auf die bisherige Berufslaufbahn bezogen sind) – also genau die Sachen, von denen ich gerne weg würde …
… dass ich mir zuerst Anfang der Woche die Ferse blutig gelaufen habe in meinen neuen Ballerinas und dann Freitag in neuen Crocs-Schlappen beim Einkaufen an der Innenseite des re. Fußes eine dicke Blase gelaufen habe, die nässt und schmerzt. Und welche Schuhe kann ich jetzt noch anziehen? Der Sommer ist auch schuhtechnisch nicht so ganz meine Jahreszeit.
… über einen Bericht diese Woche in der Bild-Zeitung, die mal wieder betonen mussten, wie dick die Frau von Pierce Brosnan doch ist! Einfach nur traurig😦 – im Klartext drückte der Bericht nämlich ganz oberflächlich aus: „Wie kann Pierce Brosnan nach so vielen Jahren immer noch mit dieser dicken Frau zusammensein, die doch früher mal viel schlanker und hübscher war?!“ – und „Wie geht es, dass eine übergewichtige Frau mit einem gut aussehenden, berühmten Mann zusammen ist, der so viele hübsche, schlanke Frauen haben könnte?!“ Sowas regt mich maßlos auf: Übergewichtig wird immer gleich gesetzt mit dumm und hässlich und wer schlank ist, ist automatisch schon mal schön und wird gern als intelligenter gesehen, weil er ja in der Lage ist, auf sein Gewicht zu achten – zumindest wird diese Meinung von der Öffentlichkeit breit vertreten …

🍴«Gegessen»
… puh, ich weiß es mal wieder alles gar nicht mehr; Montag hab ich auf der Abschiedsfeier Quiche, Bouletten, und Kuchen gegessen; an einem anderen Tag Thai-Food und wiederum einem anderen Tag Saltimbocca beim Italiener bestellt; ach ja – und Curry-Geschnetzteltes (mit Hühnchen, Champignons, Ananas, Kokosmilch und Cashews) haben wir gekocht. Freitag waren wir bei „Jim Block“ zum Burger Essen – weil wir auch noch ein paar Besorgungen in der Nähe erledigen mussten. Und Samstag gab es unseren großen gemischten Salat mit viel Avocado drin😉. Was wir am heutigen Sonntag essen, ist noch offen.

👂«Gehört»
… dies und das …

💻 «Gemailt»
… ganz viel mit meiner lieben Ivy, mit der lieben Anke in Plauen, meinen Kolleginnen und Kollegen, Birgit K. und Hülya – und bei meiner Ute in Hessen muss ich mich endlich auch mal melden.

👀 «Gesehen»
… „daheim und unterwegs“ im WDR – zumindest die letzten 45 Min., wenn ich von der Arbeit komme – immer noch eine meiner liebsten und informativsten Nachmittagssendungen, der ich schon seit meiner Kölner Zeit treu bin.
… dass Zalando nun auch Damen-Bekleidung in großen Größen führt und zwar welche, die genau nach meinem Geschmack ist – also nichts oma-mäßiges😉 – da werde ich demnächst mal was bestellen …

💖 «Geknuddelt»
… unverändert😉 …

💭 «Gedacht»
… habe ich, dass ich mal wieder nicht verstehen kann, wie Menschen, die an einer lebensbedrohlichen Lungenerkrankung wie COPD leiden und schon mehrfach mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht wurden, trotzdem immer weiter Unmengen rauchen können? Ist mir eh schon ziemlich unverständlich, wie man für eine Sucht so viel Geld verbrennen kann …

🏆 «Stolz»
… immer noch auf meine langen Freundschaften, die mir beweisen, dass ich offenbar nicht so ganz falsch liege mit meiner Persönlichkeit und meinem Charakter.

💳 «Gekauft»
… die neue „Deli“-Ausgabe und meine vorbestellten Bücher bei Thalia abgeholt: „Manchmal will man eben Meer“ von Sandra Girod, „Für immer und Emil“ von Nikola Hotel und „Unter einem Dach“ von Anneke Mohn und zwei Frucht-Duschcreme von ISANA bei Rossmann (… jetzt kann ich also noch nichtmals mehr bei Rossmann vorbeigehen, ohne dort Frucht-Duschgels zu kaufen – dabei kann ich mit meinen Duschgel-Vorräten ein Damen-Fußballteam samt Ersatzspielerinnen ausstatten).

Veras Weekly – mit großen Schritten auf die Ferien zu in der 28. KW + Nachtrag

📝 «Geplant»
… was ich Kulinarisches zur Abschiedsfeier meines Lieblingsprofessors und einer weiteren sehr lieben Kollegin in den Ruhestand beitragen kann – nur soviel: ich habe wieder gebacken und hier duftet es allerköstlichst.

📚 «Gelesen»
… aktuell das Manuskript des Debüt-Romans einer meiner liebsten und besten Freundinnen – bin jetzt zur Hälfte durch und mache nebenher noch ein wenig Lektorat😉 – sie schreibt wirklich toll, die Geschichte hat mich direkt gefangen genommen und ich wünsche ihr von Herzen, dass sie ganz großen Erfolg damit haben wird. Wenn alles in trockenen Tüchern ist, werde ich auf jeden Fall auch Werbung für ihr Buch machen. Besonders war für mich, dass ich mich im absoluten Blindflug in die Geschichte habe fallen lassen: Ich hatte weder eine Kurzbeschreibung noch sonst irgendwelche Infos über den Inhalt bzw. worauf die Geschichte hinauslaufen wird und bin sehr gespannt, womit mich der Schluss dann noch überraschen wird.

😊 «Gefreut»
… dass mein Mann meinen 8 J. alten MAC vorerst gerettet hat – seit er neuen RAM-Speicher eingebaut hat, ist der MAC bedeutend schneller.
… dass ein neues Anti-Stalking-Gesetz in Kraft tritt – wenn ich noch denke, was das bei mir vor ein paar Jahren für Folgen hatte und Schwierigkeiten gebracht hat bis auf den Arbeitsplatz, aber irgendwann war die Person dumm genug, elektronische Spuren zu hinterlassen, an die sie selbst nicht gedacht hat.

😳 «Überrascht»
… ich hätte niemals vermutet, dass man in der heutigen Zeit nochmal Angst haben muss, was für eine Welt da draußen gerade stattfindet, wenn man morgens aufwacht und wie die weiteren Entwicklungen sein werden. In meiner Kindheit und Jugend in den 80er Jahren bin ich zwar mit dem Wissen aufgewachsen, dass sowohl der russische als auch der amerikanische Präsident offenbar jederzeit dazu in der Lage sein können, eine Atombombe zu zünden, aber dennoch war das eher eine latente Bedrohung und lange nicht so greifbar wie solche Dinge wie Terrorismus (von dem offenbar jederzeit und überall Opfer werden kann), Fremdenfeindlichkeit gepaart mit Nationalismus und anderen radikalen Eigenschaften der heutigen Zeit.

😢 «Traurig»
… ganz sicher zu allererst über die Todesnachricht der Moderatorin Miriam Pielhau, die mit nur 41 J., nachdem der Krebs zum 3. Mal bei ihr ausgebrochen ist und dieses Mal wohl Metastasen in der Leber gestreut hatte, am 12.07. gestorben ist und eine kleine Tochter von 4 J. zurücklässt. Das hat mich so traurig und wütend gemacht – das Leben ist wirklich unfair! Sie hat ihrer Tochter ihre Krankheit verheimlicht. Meine narzisstische Mutter – mittlerweile 83jährig – hat mir seit meiner Grundschulzeit vorgegaukelt, sie sei todkrank und hat damit versucht mich zu manipulieren, Aufmerksamkeit und Mitleid zu erregen und ihren kranken Willen immer durchzusetzen; sie war übrigens nie ernsthaft krank und wird ganz sicher noch 100 J. alt, denn wer soll sonst für ihren Sohn kochen und ihm die Wäsche waschen. Hut ab vor solchen Müttern wie Miriam Pielhau und mein aufrichtiges Beileid für ihre Familie.
… am späten Donnerstag-Abend erstmal über die Amok-Fahrt mit einem LKW in Nizza bei den Feierlichkeiten des Nationalfeiertages – es haben sich die ersten Nachrichten darüber schon schlimm angehört, aber die wirklichen, grausamen Ausmaße wurden erst so nach und nach bekannt am nächsten Morgen.
… und erschrocken über die Ereignisse in der Türkei – zumal mein ehem. Kollege aus Köln seit Mittwoch in Istanbul weilt, wo er für 1/2 J. als Diplomat in der Deutschen Botschaft arbeiten wird. Er hat seine Freunde in Deutschland Freitag-Nacht via What’sApp und Facebook über die Ereignisse auf dem Laufenden gehalten. Momentan mag ich mir gar nicht vorstellen, dass es tatsächlich einen Staatspräsidenten geben kann, der zur Stärkung seiner eigenen Macht, den Tod von Hunderten von Menschen in Kauf nimmt – und vor allem will ich nicht, dass Deutschland diesen Staatspräsidenten als Verhandlungspartner betrachtet, der sogar davon spricht, die Todesstrafe wieder einführen zu wollen. Dieser Staatspräsident repräsentiert keine Demokratie, sondern eine Diktatur und gehört nicht in die heutige Zeit😦 …
… NACHTRAG: Am späten Sonntag-Abend haben wir vom plötzlichen unerwarteten Tod eines lieben Eishockey-Freundes, der nur 62 J. alt wurde, erfahren. Wir sind immer noch total geschockt, kannten uns viele Jahre und uns verbinden viele gemeinsame Eishockey-Erlebnisse in Kanada – bei den Toronto Maple Leafs, dem World Cup of Hockey 2004 und in der Hockey Hall of Fame in Toronto, bei den Kölner Haien und bei Eishockey-WM-Spielen. Lieber Sigi, wir hatten so sehr gehofft, Dich nochmal bei einem Spiel der Haie hier in Berlin bei den Eisbären zu treffen und können es gar nicht glauben, Dich nie wieder zu treffen oder Deine Stimme zu hören! Wir rechnen Dir hoch an, dass Du den Eishockey-Nachwuchs, ganz besonders Fabian, so gefördert hast! Nur noch ein paar Jahre und Du hättest Deinen Ruhestand genießen und ganz viel Zeit in Deiner 2. Heimat Kanada verbringen können! Das Leben ist so unfair! Es gibt so viele widerliche Menschen, die das Leben anderer zerstört haben – warum holt man nicht die erstmal?! Wir sprechen allen, die Dir nahestanden unser aufrichtiges Beileid aus und wünschen den Trauernden ganz viel Kraft.

😡 «Geärgert»
… über einen allergischen Mückenstich am Oberarm am Freitag – hatte ich schon lange nicht mehr in diesem Ausmaß.

🍴«Gegessen»
… habe ich jetzt mal wieder alles nicht mehr so präsent. An einem Tag haben wir diese Woche Pizza geholt und einmal ganz schaurig, scharfes Thai-Food bestellt, dann haben wir Spaghetti Bolognese gemacht; das Leckerste überhaupt gab es gestern endlich mal wieder: das Brathuhn spanische Art mit Chorizo und Kartoffeln und Zitronen-Knoblauch-Petersilien-Gremolata nach Rezept von Jamie Oliver; heute gibt es Bresaola-Carpaccio mit Rucola, gutem Olivenöl und Balsaomico und frisch gehobeltem Parmesan.

👂«Gehört»
… dass es auf Rügen, wo wir in einigen Wochen sein werden, ein Bücher-Outlet gibt – yeah🙂

💻 «Gemailt»
… diese Woche auch mal wieder privat: mit meiner Freundin und Herzensschwester Marion in Köln, meiner lieben Berliner Adoptivschwester Ivy, mit Bine in Duisburg, mit Jochen in Istanbul, mit Sue in Innsbruck, mit Ute in Hessen und einigen anderen via Kommentar-Funktion – nun fehlt mir nur noch meine Freundin Silke in Lohmar und ich hoffe, dass ich bald etwas von ihr höre und bei meiner Miri in Köln muss ich auch mal melden, bevor sie in den Mutterschutz geht.

👀 «Gesehen»
… endlich wieder ein paar Folgen „Gilmore Girls“ auf DVD – ich kann gar nicht oft genug betonen, wie sehr ich die Serie mag❤

💖 «Geknuddelt»
… immer die Gleichen😉 …

💭 «Gedacht»
… ganz viel über die verschiedensten Dinge, aber eigentlich besonders viel an meine Freundschaften, die mir alle so viel bedeuten – die Herzensmenschen, die mein Leben in Berlin noch lebenswerter machen (allen voran: Kerstin H., Ivy & ihre Familien); die alten Freundschaften in Köln, die Bestand haben, obwohl ich seit fast 3 J. in Berlin lebe und alle anderen Freundschaften, die in Deutschland und sonst wo noch verstreut sind. Viele davon haben schon so lange Bestand und die Freundschaften, die sich irgendwann erledigt haben, haben sich als nicht echt erwiesen – es wird mir auch nicht mehr passieren, dass ich für andere – von denen irgendwie nie was zurückkommt- jemals wieder den seelischen Mülleimer abgebe.
… wie angenehm das doch ist, wenn man wirklich alle Einkaufsmöglichkeiten direkt hier um die Ecke hat und nicht erst mit dem Auto irgendwohin zum Einkaufen muss. Für das Leben auf dem Land wäre ich irgendwie nicht geschaffen, hatte ich ja auch irgendwie lange genug.

🏆 «Stolz»
… auf meine Freundschaften❤

💳 «Gekauft»
… 2 Sonderhefte des Tagesspiegel „Uckermark“ und „Mecklenburger Seenplatte“ – damit wir schon mal was für die arbeitsfreie Zeit planen können an Ausflügen; die neue Kochzeitschrift „In meiner Küche“ – und dabei vergessen mir auch noch die neue „Deli“-Ausgabe zu kaufen; die neue „myself“ und die neue „LAVIVA“ – außerdem das Buch „Wenn Du aus der Reihe tanzt, tanze ich mit“ von Pippa Wright und ein paar wenige Kleidungsstücke bei ASOS bestellt (einiges geht zurück, da ich eine zu große Größe gewählt habe – passt bei H&M, fällt aber bei ASOS um ein Vielfaches größer aus).