Ein kurzer Bericht der letzten beiden Wochen (7. & 8. KW)

Liebe Blog-Leser(innen),

da mich letztes Wochenende der Norovirus voll im Griff hatte, gab es am vergangenen Sonntag keinen Wochenrückblick. Ich war noch die ganze vergangene Woche krank, weil ich so schwächlich war und mich nur schwer wieder ans Essen gewöhnen konnte – was bei mir tatsächlich etwas heißt.

Überhaupt ist dieses 2017 bislang ein Jahr, das noch nicht viel Gutes mit sich gebracht hat für uns.

Wir haben Anfang des Jahres nach einigen umfangreichen und sehr kostspieligen neurologischen Untersuchungen, verbunden mit einem operativen Eingriff und weiteren Tests, leider erfahren, dass unser kleiner Kater Toni unter einem Gendefekt leidet, der sich degenerativ auf Nerven und Muskeln (ähnlich wie MS) auswirkt. Bei ihm sind bereits Stimme, Lunge, Darm und Bewegungsapparat irreparabel davon betroffen. Auch seine in Bremen lebende Schwester leidet darunter (lt. Neurologe betrifft so etwas immer ca. 25% eines Wurfs).  Da dieser Gendefekt bei diesen beiden Katzen überhaupt erstmalig in dieser Form aufgetreten ist, gibt es auch keinerlei Erfahrungswerte in Bezug auf eine Behandlung oder auch auf die Lebenserwartung. Man kann wohl den Prozess durch die Gabe bestimmter Medikamente verzögern, was wir derzeit versuchen. Toni leidet ja seit seinem 3. Lebensmonat immer wieder unter Verstopfung (hatte schon mehrere Darmspülungen deswegen – und wahrscheinlich morgen nochmals eine), hat keine Stimme, kann nicht schnurren, hustet schon mal und hat eine Ataxie, von der er sich aber nicht großartig behindern lässt, weil er es nicht anders kennt. Schmerzen verursacht die Erkrankung nicht. Wir waren natürlich sehr geschockt, weil Toni für Joelle ein Spielgefährte sein sollte, mit dem sie alt werden kann. Unsere Mary ist ja auch schon 16 J. alt und sehr mager und schilddrüsenkrank und muss Tabletten nehmen. Nun haben wir quasi zwei Pflegefälle, die auf regelmäßige Tabletteneinnahme angewiesen sind – und leider auch die große Sorge, möglicherweise gleich zwei Katzen in einem Jahr zu verlieren …! Aber wir haben uns damals für Toni entschieden und bleiben dabei: Wenn man sich für ein Tier entscheidet, dann für ein ganzes Tierleben lang mit allem, was dazu gehört. Unsere Katzen sind wie unsere Kinder.

Dann habe ich ja seit einigen Wochen so einen Schmerz auf der re. Halsseite, der seit 2 Wo. bis in die Schläfe, in den Nacken, in den Kiefer und ins Gesicht zieht und wovon ich ausging, dass es sich dabei um einen Abszess irgendwo im Hals handelt. Ich nehme jetzt seit zwei vollen Wochen Antibiotika und Schmerzmittel. Das erste Antibiotikum, das sehr hoch dosiert war, hatte gar keine Wirkung. Dann war ich in einer HNO-Ambulanz in der Klinik, wo ich insgesamt 6 Std. (inkl. Behandlung und Diagnose) warten musste, weil nur ein Facharzt sowohl die Station als auch die betr. Ambulanz betreut. Dort habe ich dann nach Blutabnahme und Ultraschall die Diagnose erhalten, dass es wohl kein Abszess sei und bin mit neuen Medikamenten ausgestattet worden (deren Einnahme letzte Woche natürlich auch dem Norovirus zum Opfer fiel). Am Donnerstag hatte ich erstmalig den Eindruck, dass die Schmerzen geringer werden. Die Einnahme des Antibiotikums endet heute. Morgen will ich endlich wieder ins Büro, weil mir langsam die Decke auf den Kopf fällt. Meine HNO-Ärztin ist zum Glück nicht allzu weit von meiner Arbeit entfernt, so dass ich mir dort ggf. doch noch eine Überweisung zum CT bzw. MRT holen kann. Ich habe immer noch große Angst, dass da irgendwas in meinem Hals die Schmerzen verursacht, das möglicherweise doch übersehen wurde und gefährlich ist.

Derzeit lese ich ein Leserunden-Buch, das ich bei Lovelybooks gewonnen habe, das aber auch auf meiner Wunschliste stand: „Madame Cléo und das große kleine Glück“ von Tanja Wekwerth (erscheint offiziell erst am 01.03.2017). Mal etwas ganz Anderes und ich bin nach nunmehr 70 Seiten sehr gespannt, was da noch alles kommt. Der März wird ein sehr intensiver Buch-Kauf-Monat, weil da einige Must-Reads (mindestens sechs Bücher) erscheinen. Zwischendurch greife ich aber derzeit auch immer wieder nach weiter hinten in meinen SuB und befreie ein paar tolle Bücher davon, noch ungelesen zu sein, die es eigentlich besser verdient haben ;-). Auch ein paar Buch-Schnäppchen bei eBay habe ich in den letzten Wochen gemacht. Im April sind es nur zwei Must-Reads, im Mai dafür wieder mindestens fünf. Ich bin jetzt beim 5. Buch für 2017 – das ist für meine Leseverhältnisse schon recht viel.

Der Mann und ich sind immer wieder sehr froh, dass wir nicht mehr im Rheinland leben, wo aktuell der Karneval tobt. Wir hassen ja schon diese grausige Mundart-Schunkel-Musik, die man nur betrunken ertragen kann. Das war früher beim Eishockey schon immer die Hölle ;-). Und Karneval ist an sich eh schon ein unerträglicher Zustand – zumal man dem in Köln auch so gut wie gar nicht entgehen kann. Es ist nahezu unmöglich an diesen Tagen dort irgendwas zu unternehmen, ohne mit Karneval konfrontiert zu werden.

So, nun gehe ich noch ein wenig aufs Sofa zum Lesen, bevor ich es dann morgen mit dem Arbeitsalltag wieder versuche und hoffe, dass endlich besser wird mit den Schmerzen.

Nächste Woche wird es dann wieder einen Wochenrückblick geben, wie Ihr in sonst gewöhnt seid.
Aber wenn man krank zu Hause rumlungert, gibt es auch nicht wirklich viel zu berichten.

Liebe Grüße aus der Hauptstadt und Euch eine angenehme Woche,
VERA

Rezension: Martha Sophie Marcus – „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“

img_3747Fakten:
Taschenbuch, Goldmann, Erscheinungsdatum: 16.02.2015, 318 Seiten, 8,99€ – auch als eBook erhältlich

Autorin:
Die Autorin Martha Sophie Marcus wurde 1972 im Schaumburger Landkreis geboren. Schon in ihrer Kindheit waren Bücher – ebenso wie Haustiere – reichlich vertreten. Nach dem Abitur studierte sie in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie – Schwerpunkt: Geschichtliche Aspekte. Danach lebte sie 2 J. in der historischen Stadt Cambridge/GB. Seit 2010 hat sie als Autorin erfolgreich einige historische Romane veröffentlicht und ein Kinder-/Jugendbuch. „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ ist ihr erster Roman im Genre „Frauenliteratur“. Mit ihrer Familie, die Mann, zwei Kinder, Hund und Katze umfasst, lebt sie im malerischen Lüneburg.

Handlung:
Die Apothekerin Antonia, 42 J., zernagen kurz vor dem 20. Hochzeitstag Selbstzweifel: Liebt ihr Mann Monty sie noch, war ihr Weg in die Selbstständigkeit mit der eigenen Apotheke richtig oder kommen ihre beiden pubertierenden Töchter seither zu kurz? Und auch ihre beste Freundin Helen hat Eheprobleme, während das Problem „kein Mann“ eher die 6fache Mutter und ehem. Mitschülerin Petra sehr belastet, die mit ihrer Großfamilie in sozial schwachen Verhältnissen lebt. Und Antonias junge PTA Carolin hat sehr mit ihrer Schüchternheit gegenüber Männern zu kämpfen. Doch so unterschiedlich diese Frauen sind: Als in ihrer Heimat Jeetzeburg die Elbe über die Ufer tritt, tun sie sich zusammen, um der alten Grundschullehrerin, Frau Lilienthal, dabei tatkräftig zu helfen, ihr geliebtes Fachwerkhaus und deren Erinnerungen vor den Fluten zu schützen. Auf einmal setzt das Leben ganz neue Prioritäten und fordert Zusammenhalt und alle verstehen, was wirklich wichtig ist im Leben.

Fazit:
Dieser Roman lag jetzt ziemlich lange auf meinem SuB und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass ich ihn nicht schon früher gelesen habe, denn er hat mir wirklich super gefallen.
Das Cover ist hübsch gestaltet, reisst mich aber jetzt auch nicht total in Begeisterung, was wohl eher am persönlichen Geschmack liegt, weil ich so gar kein Fan der Farbe Gelb bin 😉
Wenn ich richtig gezählt habe, sind die 318 Seiten auf 29 Kapitel + Nachwort verteilt. Das Schriftbild ist normal und die Kapitellänge für mein Leseverhalten wirklich meist (bis auf auf wenige Ausnahmen) optimal.
Sehr gefallen hat mir bei der Kapitel-Aufteilung, dass sich jedes Kapitel einer der Protagonistinnen widmet und somit immer als Überschrift deren Namen trägt.
Da Martha Sophie Marcus bisher im Genre der historischen Romane bekannt ist, ein Genre, das ich selbst nicht so gerne lese, war mir die Autorin auch noch nicht bekannt.
Der Klappentext lässt zunächst einen typischen Frauen-Roman vermuten – ich finde allerdings, dass dieser Roman sehr viel mehr ist und bietet: Ein Generationen-Roman, Lebensratgeber und irgendwie ein Herzensbuch, obwohl es sich hier nicht um einen Liebesroman handelt. Martha Sophie Marcus ist es gelungen, die 2013 aktuellen Hochwasserereignisse mit einer hübschen fiktiven Stadt (Jeetzeburg), sehr realistischen Charakteren mit Problemen, wie sie auch jede der Leserinnen im eigenen Leben haben könnte, viel Lebensweisheit und einem Schreibstil sprachlich dicht am echten Leben zu einer wundervollen Wohlfühlgeschichte zusammenzufügen.
Die Autorin hat hier gezeigt, dass ein Roman auch noch toll ist und nachhaltig wirkt, wenn man nicht auf allen Ebenen ein Happy End erzielt – so, wie das Leben eben ist 🙂
Ich habe diese Geschichte, die zeigt dass Zusammenhalt, Freundschaft, Anerkennung und Respekt sich jenseits von Alter, Generationsunterschieden, sozialem Status oder familiärer Situation abspielen können und sollten, wirklich sehr gemocht und vergebe hierfür – auch, wenn sie mal kleine Längen hatte – eine 5*****-Leseempfehlung.
Sollte die Autorin noch weitere Romane in diesem Genre schreiben, werde ich ganz sicher wieder etwas von ihr lesen.

Rezension: Sophie Kinsella – „Shopaholic & Family“

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Taschenbuch (Paperback = Doppelumschlag), Goldmann, erschienen 13.06.2016, 379 Seiten, 9,99€ – auch als eBook und Hörbuch erhältlich.

Autorin:
Die britische Autorin Sophie Kinsella, geb. am 12.12.1969 in London, schrieb ihre ersten Werke mit 24 J. unter ihrem realen Namen Madeleine Wickham. Sie arbeitete zunächst als Wirtschaftsjournalistin und schrieb in dieser Zeit unter dem Pseudonym “Sophie Kinsella” ihren ersten großen Beststeller “Die Schnäppchenjägerin” (Original: “Shopaholic”) aus der mit diesem vorerst letzten Band nunmehr 8 Titel umfassenden Reihe um die romantische, leicht anstrengende und chronisch shopping-süchtige Chaotin Becky Bloomwood (verheiratete Brandon). Der 1. und 2. Teil wurde sogar in einem Film sehr erfolgreich auf die internationalen Kino-Leinwände gebracht, mit der Schauspielerin Isla Fisher in der Hauptrolle – siehe auch dieses Cover. Viele weitere romantische Frauen-Komödien summieren sich dazu und jede Neuerscheinung der Autorin wird ein Bestseller. Mit „Schau mir in die Augen, Audrey“ veröffentlichte sie im Juli 2015 bei cbj ihren ersten Jugendroman in Deutschland. Ihre Schwester, Gemma Townley, hat vor einer Weile ebenfalls einige beliebte Frauen-Romane veröffentlicht. Sophie Kinsella lebt mit Mann und vier Kindern in London.

Handlung:
Während Becky Brandon und ihr Mann Luke versucht haben, in Hollywood geschäftlich Fuß zu fassen, hat ihr Vater andere Probleme: In Erinnerung an alte Zeiten hat er sich auf den Weg Richtung Las Vegas gemacht, um einem alten Freund einen Gefallen zu tun. Mehr weiß die Familie nicht – außer, dass er in Begleitung von Tarkie, dem leicht labilen Mann von Beckys bester Freundin Suze, und Bryce, einem Wellness-Guru aus dem „Golden Peace“, dem Yoga-Imperium von Beckys Erzfeindin Alicia unterwegs ist. Luke, Becky, Töchterchen Minnie, Beckys Mum mit Nachbarin Janice, Suze sowie Erzfeindin Alicia begeben sich in einem Caravan auf den Roadtrip ihres Lebens nach Las Vegas, um Beckys Dad und Tarkie zu finden. Aber, ist die Suche nach den Beiden wirklich von Erfolg gekrönt? Wird Beckys Dad es schaffen, Fehler aus der Vergangenheit beizulegen? Oder verändert dieser Roadtrip sogar das Leben aller Betroffenen nochmal nachhaltig?

Fazit:
Auch dieses Taschenbuch ist wieder als Paperback (doppelter Umschlag) für günstige 9,99€ in wirklich hochwertiger Qualität erschienen.
Das Cover ist zwar farblich sehr hübsch gestaltet, hat aber mit dem Titel und der Story leider irgendwie gar nichts zu tun – also anders, als bei den bisherigen Bänden.
Die 379 Seiten beinhalten 19 Kapitel in angenehmem Schriftbild mit einigen originellen Briefwechseln von Becky – u. a. mit ihrem pensionierten Bank-Berater Derek Smeath – plus Dankeswort. Die Kapitel hätten für meinen Geschmack gern manchmal etwas kürzer sein dürfen – vor Allem das ziemlich lange 10. Kapitel.
Dieser Roman hat mich zwar wieder bestens unterhalten, dennoch muss ich zugeben, dass mich die „Schnäppchenjägerin“-Romane lange nicht mehr so mitreißt, wie die ersten Bände damals.
Während der letzte Band „Shopaholic in Hollywood“ ja irgendwie so ein Übergangsbuch zu dieser Geschichte hier war, ist dieses Buch hier jetzt nun offenbar das Finale. Sophie Kinsella hat bei ihrer Buchvorstellung in Berlin angekündigt, dass dies vorerst der letzte „Shopaholic“-Band sein wird und sie sich erstmal den vielen anderen Buch-Ideen widmen möchte, die sie noch verwirklichen möchte.
Da die Geschichten um Becky immer aberwitziger und unrealistischer wurden, hatte man auch manchmal das Gefühl, dass die Geschichten aus Beckys Leben langsam wirklich ausgeschöpft sind.
Für dieses Finale hat sich Sophie Kinsella ein schönes Ende einfallen lassen, mit dem man als Leserin gut lebt und Becky und ihre Familie und Freunde erstmal in guter Erinnerung behält. Und vielleicht gibt es in einigen Jahren ja doch nochmal ein Wiederlesen …
Von mir gibt es für alle eingefleischten Fans von Sophie Kinsella und Becky Brandon eine 4****-Sterne-Leseempfehlung – das Finale ist ein Must Have, eben auch, weil es der vorerst letzte Band dieser Reihe ist.

 

Veras Weekly – die Zeit rast und die 6. KW ist auch schon vorüber …

📝 «Geplant»
… das derzeitige IKEA-Family-Angebot wahrzunehmen und neue Matratzen zu kaufen – die brauchen wir wirklich sehr dringend. Wir fahren in den nächsten Tagen erstmal hin zu IKEA zum Probeliegen, um zu schauen, ob die überhaupt für uns geeignet sind. Und dann müssen wir auch mal schauen, wie wir unsere alten Matratzen entsorgen lassen können.
… demnächst mal einen Urlaubstag zu nehmen und einen Ausflug hier in die Umgebung zu machen.
… weiterhin alles für den kleinen, kranken Toni zu tun (… und für unsere Mädels natürlich auch).

📚 «Gelesen»
… heute beende ich „Shopaholic & Family“ von Sophie Kinsella. Danach geht es weiter mit „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ von Martha Sophie Marcus. Ich habe mir vorgenommen jetzt auch immer mal Bücher zu lesen, die schon länger in meinem SuB schlummern. Also gibt es künftig auch immer mal wieder Rezensionen zu Büchern, die nicht mehr die allerneuesten sind.

😊 «Gefreut»
… über meinen Buch-Gewinn bei buchboutique.de von Rowohlt: Den kleinen Band mit fünf romantischen Kurzgeschichten „Herzblätter – kleine Geschichten vom großen Glück“ und ein Rezensionsexemplar von KiWi des Kurzgeschichten-Taschenbuchs „Das Meer und ich waren im besten Alter“ von Adriana Altaras (Sperrfrist bis zum Erscheinungstermin am 09.03.). Anthologien oder auch Kurzgeschichten nur eines einzelnen Autors lese ich zwischendurch immer mal sehr gerne.
… dass Mary immer wieder zu mir kommt, um sich ihre Knuddeleinheiten abzuholen – das ist wirklich niedlich und ich liebe meine kleine, alte Katze so sehr ❤

😳 «Überrascht»
… angenehm, dass Toni trotz seiner schweren Erkrankung und der mit verbundenen Bewegungseinschränkung so bezaubernd und wild spielt – schön, dass er so viel Lebensfreude zeigt. Er weiß ja nicht, wie schwer krank er ist. Sein derzeitiges Lieblingsspielzeug ist der Deckel einer Cola-Flasche. Von den Dingern sind leider schon einige in den Weiten unserer Wohnung verschwunden, aber es gibt ja immer wieder Nachschub 😉

😢 «Traurig»
… ich habe einen Abszess im Hals – eigentlich schon seit seit fast 2 Wo., aber ich hatte ich gehofft, das Ding verschwindet von selbst. Aber mittlerweile denke ich, dass ich doch langsam mal besser zum HNO-Arzt gehen sollte: Mittlerweile schmerzt es bis in den Nacken, Ohr und Kiefer und die Lymphknoten sind auf der re. Seite geschwollen. Ich hatte sowas schon mal vor vielen Jahren – das wird dann geöffnet bzw. punktiert und ist ziemlich unangenehm und davor habe ich ziemlich Angst. Aber ich glaube, es ist gefährlicher, wenn ich nichts mache. Blöd ist nur, dass das Ärger gibt auf der Arbeit, wenn ich jetzt wieder krank bin.

😡 «Geärgert»
… klar – aber über nichts, worüber ich mich nicht auch letzte Woche schon genauso geärgert habe 😉 …

🍴«Gegessen»
… Bekomme ich schon wieder nicht mehr alles so zusammen: Auf jeden Fall an einem Tag gefüllte Nudeln (ich liebe diese unterschiedlichen gefüllten Nudeln, die es bei REWE gibt) mit viel Soße und Parmesan; an einem anderen Tag gab es Döner; an einem Tag haben wir Rahmspinat (ja, der mit dem Blubb), Salzkartoffel und Spiegelei gemacht; an einem anderen Tag gab es Schlemmerfilet Bordelaise und Fischstäbchen mit selbst gemachtem Kartoffelpüree und Kräutersoße; gestern haben wir ein Thai-Curry mit Paneng-Currypaste, Kokosmilch, Hähnchenbrust, Süßkartoffeln, Kürbis und Pak Choi gemacht, das uns mal wieder sehr gut gelungen ist. Heute gibt es (ausnahmsweise mal als TK-Fertiggericht) Hühnerfrikassee.

👂«Gehört»
… „Jessies Girl“ von Rick Springfield auf Spreeradio, das ist das einzige Lied von ihm, das neben „Celebrate Youth“ immer wieder gespielt wird. Vielleicht sollte ich die Sender mal darauf hinweisen, dass Rick Springfield noch weitere tolle, radiotaugliche Hits hat wie „Human Touch“ und „Love somebody“. Ich freue mich schon so sehr, ihn dieses Jahr live zu sehen.

💻 «Gemailt»
… wieder mit einigen lieben Menschen in der vergangenen Woche und ich bin wirklich immer wieder glücklich und stolz, dass ich so viele Freundschaften habe, die schon so lange Jahre Bestand haben.

👀 «Gesehen»
… immer mal wieder Köln im TV, aber irgendwie habe ich dazu, außer, dass ich die Stadt vielleicht etwas besser kenne, vollkommen den Bezug verloren. Das könnte auch irgendwie jede andere Stadt sein, in der ich irgendwann mal war, aber sowas wie Heimat empfinde ich dafür nicht, habe ich auch nie wirklich empfunden. „Home is, where my heart is“ heißt es doch und das ist (und war auch schon vorher immer) hier in Berlin.

💖 «Geknuddelt»
… Mann, Katzen und das war es auch diese Woche.

💭 «Gedacht»
… mir ist diese Woche so viel durch den Kopf gegangen. Gerade, wegen Tonis Erkrankung und wie unfair das Leben sein kann.

🏆 «Stolz»
… letzte Woche just in Time die gesamten Pläne (Stunden-/Blockplan, Veranstaltungsübersicht und Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis) für zwei meiner Studiengänge fertiggestellt und zum Korrekturlesen gegeben zu haben. Nun stehen die nächsten Arbeitsschritte an.

💳 «Gekauft»
… mit einem 20%-Gutschein von Douglas den 100ml-Flacon vom ESCADA-Sommerduft „Fiesta Carioca“ – zum gleichen Preis des 50ml-Flacons. Und ein paar Gebraucht-Buch-Schnäppchen bei eBay habe ich auch noch gemacht: „Oskar an Bord“ von Ulrike Herwig, „Bin nur schnell Schuhe kaufen – … komme wieder, wenn das Wichtige vorbei ist“ von Marian Keyes, „Ein kleines Stück Paris“ von Yvonne Jarré und „Drei Männer, Küche, Bad“ von Kristina Günak.

Veras Weekly – die 5. KW – ohne Kommentar …

📝 «Geplant»
… der Mann hat Geburtstag morgen.
… Toni muss diese Woche zum Fädenziehen nach seinem Eingriff zum Tierarzt.
… mal wieder zu IKEA zu fahren – waren jetzt fast seit 1 J. nicht mehr dort (zuletzt kurz nach unserem Umzug).
… welche Bücher ich 2017 unbedingt kaufen möchte – meine Liste ist noch ein wenig angewachsen.

📚 «Gelesen»
… etwa zur Hälfte durch mit „Shopaholic & Family“ von Sophie Kinsella.

😊 «Gefreut»
… darüber so viele tolle Freunde zu haben – Danke all Denjenigen, die mir letzte Woche gezeigt haben, dass ich nicht alleine bin, als ich wirklich krank vor Sorge und vollkommen fertig war. Und auch besondren Dank an Marion T. – Du weißt schon wofür ❤
… über das Treffen mit meiner lieben Freundin Kerstin H. zum Kaffee in Steglitz – das war echt eine schöne Ablenkung und hat so gut getan! Das machen wir jetzt mal öfter – Steglitz ist toll und für die Mittagspause gut zu erreichen.

😳 «Überrascht»
… unser nachgeholtes Weihnachtessen wurde – weil eine Kollegin krank war – dann doch mal wieder verlegt auf voraussichtlich Ende Februar. Dafür aber ein nettes Wiedersehen mit meinem lieben Kollegen-Team gehabt am Freitag im Rahmen unserer Teambesprechung.

😢 «Traurig»
… über die 1. Diagnose, die wir erhalten haben und die mich sehr runtergezogen hat. Nun müssen wir auf weitere Ergebnisse warten. Wenigstens geht es dem jungen Patienten inzwischen durch die Medikation besser und man sieht Fortschritte ❤

😡 «Geärgert»
… über Donald Trump – aber das kann ich jetzt wohl jede Woche schreiben. Es muss doch möglich sein, jemanden, der eine Gefahr für die Welt und für die Menschheit ist, schnellstmöglich aus dem Verkehr zu ziehen. Hatte er nicht diese Woche gesagt, er findet Auftragsmorde nicht schlimm …?!

🍴«Gegessen»
… Anfang der Woche haben wir Griechisch gegessen, am Donnerstag haben wir beim Lieblingsthai bestellt, am Freitag waren wir mal wieder bei Rogacki das Wochenende einläuten – ich liebe die Garnelen-Spieße mit Grillgemüse und Kräuterbutter – dazu ein leckeres Glas Weißwein. Gestern gab es bei uns Gulasch (nach einem Rezept in der aktuellen Ausgabe der „Lecker“) dazu Semmelknödel. Und was es letzte Woche sonst so gab, hab ich tatsächlich vergessen.

👂«Gehört»
… ja, was eigentlich?! Ganz viele Nachrichten aus den USA, von denen man einfach nicht glauben kann, dass sowas tatsächlich 2017 in einer Zivilisation noch passieren kann und darf. Aber mit Nachrichten aus Deutschland im Hinblick auf die AfD geht es mir genauso: Sowas kann und darf nie wieder passieren – egal, wo auf der Welt. Ich hätte doch niemals gedacht, dass man sich nochmal vor der Macht einer solchen Politik fürchten muss …

💻 «Gemailt»
… gerade in den letzten beiden Wochen mit so vielen besonders lieben Menschen. Danke auch, liebste Bine, für Deinen Kommentar hier unter dem Rückblick letzte Woche! Nächstes Jahr haben wir unser 20. Freundschaftsjubiläum – spätestens dann sollten wir uns wirklich mal wieder sehen <3. Und meiner Freundin Sue in Innsbruck für ihre sehr liebe Mail und die 32 J. andauernde Freundschaft ❤ – und natürlich allen nicht persönlich erwähnten ebenfalls, die wissen sollten, dass sie gemeint sind.

👀 «Gesehen»
… live on Stage in der „Urania“ haben wir am Freitag „Die Fettlöserin“ – Nicole Jäger gesehen! War echt klasse und hat auch sehr zum Nachdenken angeregt – ein wenig Comedy, ein wenig Lesung, etwas Poetry Slam und eine tolle starke Frau! Kann ich sehr empfehlen!

💖 «Geknuddelt»
… meine 2- und 4-beinigen Familienmitglieder, meine liebe Freundin Kerstin und mein liebes Kollegen-Team.

💭 «Gedacht»
… nachdem die Krankenkasse mir ihren Festgeldzuschuss zu den beiden Zahn-Kronen präsentiert hat (gerade mal 400€ bei Gesamtkosten von rund 2.000€), hoffe ich mal, dass meine Zahnzusatzversicherung für die übrigen Kosten aufkommt. Das muss ich dann jetzt mal langsam dort einreichen. Kostet mich auch wieder Überwindung, weil ich weiß, dass ich nicht mehr drumherum komme, wenn es erstmal genehmigt ist 😦

🏆 «Stolz»
… gerade auf nichts Besonderes.

💳 «Gekauft»
… meine jährliche Bestellung mit Suppen und Soßen beim Gefro-Reformversand aufgegeben und die beim holländischen Lebensmittelversand mit Kaffeepads von Albert Heijn und solchen Dingen, an die ich sonst nicht mehr komme.

Veras Weekly – Rückblick auf die kräfteraubende 3. & 4. KW

📝 «Geplant»
… viel Dienstliches in der kommenden Woche: Eine Sitzung, bei der ich Protokoll führen muss; das nachgeholte Neujahrsessen mit meinem Kollegen-Team (das Anfang Januar wegen Krankheit zweier Kolleginnen ausgefallen war), weitere Arbeit mit der Stundenplanung (mein semesterliches Haare-Raufen-Programm) und Teambesprechung.
… Besuch einer Comedy-Lesung – mehr dazu nächste Woche im Rückblick.
… Treffen mit Kerstin H. auf einen Kaffee in Steglitz in der Mittagspause.

📚 «Gelesen»
… gestern angefangen mit „Shopaholic & Family“ von Sophie Kinsella – was natürlich krass unrealistisch ist, wenn man vorher „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand gelesen hat – wo es um die Krebserkrankung der Autorin und die Lebensgeschichte ihrer 1912 geborenen Oma, einer Schauspielerin – also von zwei starken Frauen – ging.

😊 «Gefreut»
… über Verständnis, Trost und Zuspruch, zu wissen, dass man mit seiner Sorge um ein kleines Wesen nicht alleine ist – das ist gerade sehr wichtig. Es beruhigt, wenn so viele Menschen an einen denken und die Daumen drücken.

😳 «Überrascht»
… unangenehm, dass ich immer noch auf eine Nachlieferung warte von Arvelle, obwohl das Buch („Daringham Hall – Die Entscheidung“ von Kathryn Taylor) bei Bestellung noch lieferbar war – jetzt steht es auf „lieferbar innerhalb von 3-4 Tagen, aber selbst die sind mittlerweile mindestens einmal rum.

😢 «Traurig»
… wir haben zwei sehr nervenaufreibende Wochen hinter uns und die Sorge ist wahrscheinlich noch nicht zu Ende, weil wir über die Untersuchungsergebnisse aus dem medizinischen Eingriff der vergangenen Woche und den weiteren Verlauf erst kommende Woche Aufschluss bekommen. Eigentlich hält die Sorge schon seit der Weihnachtszeit an und ich merke, dass das alles mein Immunsystem ziemlich angegriffen hat. Wenn die Semesterferien anfangen Mitte Februar, muss ich wohl auch mal wieder einen Termin bei meiner Ärztin vereinbaren und mich durchchecken lassen. Schmerzen im re. Knie hab ich auch seit letzter Woche ziemliche schlimme …

😡 «Geärgert»
… über politische Dinge – insbesondere Donald Trump betreffend. Wenn ich im Radio oder TV „US-Präsident Trump“ höre, denke ich immer, ich habe gerade eine sehr schlechte Comedy eingeschaltet und wenn ich ihn sehe und seine rechtspopulistischen Ansichten und Entscheidungen höre, schwanke ich zwischen würgen und heulen. Sehr, sehr traurig, was er innerhalb einer Woche für einen Schaden, nicht nur für die USA, angerichtet hat. Ich hoffe nur, dass seine Amtszeit sehr kurz wird und irgendetwas dafür sorgt, dass sie schon sehr bald wieder beendet ist. Traurig, wenn man solche Gedanken hat, für die ich mich auch ein klein wenig schäme, aber es ist unglaublich, dass ein unzurechnungsfähiger Despot, der den IQ eines Kleinkindes hat, der Kopf einer Weltmacht werden kann. Da kann man schon dankbar sein, dass gestern eine Bundesrichterin geistesgegenwärtig entschieden hat, dass Trumps Dekret mit dem Einreiseverbot für Personen aus Ländern mit muslimischer Glaubensrichtung gekippt wird. Und dann lobt so ein Schwachkopf wie Horst Seehofer auch noch die Schnelligkeit und Konsequenz mit der Donald Trump seine Wahlversprechen einlöst – da fällt einem wirklich nichts zu ein. Ich hoffe nur, dass die ganzen AfD-Sympathisanten hier in Deutschland jetzt mal langsam aufwachen und mal darüber nachdenken, wen oder was sie da wählen wollen.

🍴«Gegessen»
… die letzten zwei Wochen bekomme ich nicht mehr komplett zusammen. Ich weiß, dass darunter asiatische Hackbällchen in Honig-Soja-Glasur mit Süßkartoffelpürree, Avocadocreme und Tomaten-Salsa waren; dann gab es mal ganz klassisch: grobe Bratwurst, Salzkartoffeln und Rahmporree; Putenschnitzel mit Salzkartoffeln, Sauce und Erbsen und Möhren in Sauce Bearnaise war auch mal dabei; Tagliatelle in Tomaten-Sahne-Sauce mit Lachs und braunen Champignons, Ruccola und viel Parmesan; Lasagne; Pizza; Vietnamesisch – hm, das war es, was ich noch so zusammenbekomme. Und heute gibt es Kartoffel-Zitronen-Suppe mit Frühlingszwiebeln, griechischem Joghurt und frisch gerösteten Weißbrot-Croutons – ein Rezept aus einer unserer neuen Kochzeitschriften (ich glaube aus der Deli).

👂«Gehört»
… dass man in meiner Ex-Heimat Köln offenbar keine größeren Probleme hat, als das irgendein Karnevalist von der Bühne abtritt – das ist sogar eine Breaking News wert – und das während das politische Weltgeschehen Kopf steht. Das ist wieder so typisch Köln: Da hat der Karneval einen höheren Interessenrang als weltpolitische Entscheidungen! Wie ich schon mal sagte: Der kölsche Weitblick reicht maximal bis zum Kölner Dom 😦
… unsere Nachbarn, eine israelische Familie, die 2 Monate vor uns eingezogen sind, ziehen Mitte Februar aus in eine kleinere Altbauwohnung. Sie hatten die 5 Zi.-Whg. hier auf der Etage, die ihnen mit 4 Kindern und einem Gehalt jetzt doch zu teuer wurde. Schade, die waren sehr nett. Aber ich kann es auch irgendwie verstehen, denn wir hatten auch immer zwei volle Gehälter, aber eben keine Kinder. Sonst hätten wir viele Dinge im Leben auch gar nicht machen können.
… das „Dschungel-Camp“ ist wohl endlich vorbei – was heißt: ich erfahre jetzt auch keine Dinge mehr darüber, die ich gar nicht wissen möchte. Ich bin wirklich stolz darauf, noch keine Staffel davon angesehen zu haben.

💻 «Gemailt»
… in den letzten beiden Wochen mit wirklich sehr vielen lieben Menschen – aber ich bekomme es nicht mehr so ganz zusammen. Aber ich bedanke mich bei allen, die sich noch die Zeit nehmen, mal persönlich eine längere Mail zu schreiben

👀 «Gesehen»
… dass die Tage endlich wieder länger werden: Morgens wird es früher hell und abends bleibt es länger hell.

💖 «Geknuddelt»
… den Mann – wir haben uns gegenseitig sehr viel Halt gegeben in den letzten beiden schlimmen Wochen – und besonders auch unser kleines Sorgenkind.

💭 «Gedacht»
… dass ich wirklich keine typische Frau bin – war  im Schuhladen und habe gemerkt, dass ich Schuhe lieber bestelle, als im Laden anzuprobieren. Nach ein paar Minuten war ich genervt wieder draußen – in der Buchhandlung war ich dann aber ziemlich lange 😉

🏆 «Stolz»
… dass ich letzte Woche endlich bei der Krankenkasse den Heil- und Kostenplan für meine Kronen abgegeben habe – das hat mich schon ziemlich große Überwindung gekostet …

💳 «Gekauft»
… ein paar Kochzeitschriften, endlich den neuen Escada-Sommerduft „Fiesta Carioca“ – der riecht wahnsinnig lecker und erinnert an einen der Sommerdüfte aus den vergangenen Jahren (ich musste zuschlagen, denn ich hatte einen 15%-Gutschein von Douglas und hab dann auch noch gleich meine Haarpflege und die Gesichtspflege für den Mann mitbestellt); ein paar Bücher bei Thalia auf dem Taschenbuch-Wühltisch: „Heute ist für immer“ von Mirjam Müntefering, „Servus heißt vergiss mich nicht“ von Angelika Schwarzhuber, „Die Töchter der Tuchvilla“ von Anne Jacobs; „Die Sturmrose“ von Corina Bomann und „Sowas hat ein Mann im Gefühl“ von Mia Morgowski.

Rezension: Lea Streisand – „Im Sommer wieder Fahrrad“

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Hardcover (Einband mit Schutzumschlag), Ullstein, erschienen: 18.11.2016, 20€ (auch als eBook erhältlich)

Autorin:
Lea Streisand, Jahrgang 1979, ist Ur-Berlinerin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Skandinavistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Bereits seit 2003 ist sie nicht nur auf den Berliner Lesebühnen zu Hause, sondern auch gern gesehener Gast auf Lesebühnen und Poetry Slams in Österreich und der Schweiz. Ihre heiteren Stories über Menschen und Berlin im Speziellen hat sie bereits auf mehreren Hörbüchern vertont. In Textform sind diese Erzählungen in den Büchern „Berlin ist eine Dorfkneipe“ (2012) und „War schön jewesen“ (2016) erschienen. Sie hat eine monatliche Kolumne in der Tageszeitung „taz“ sowie eine wöchentliche Hörfunk-Kolumne auf Radio Eins des RBB. „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ihr erster, zudem autobiographischer Roman.

Handlung:
Lea, gerade mal 30, steht mitten im Leben, ist Queen der Berliner Erzählbühnen und befindet sich kurz vor Abschluss ihres Magisters, als die lebensbedrohliche Diagnose Lymphdrüsenkrebs sie plötzlich ausbremst. Während für ihre Freunde das Leben mit neuen Jobs, Familiengründung und Wohneigentum weiter geht, dreht sich Leas Leben ein Jahr lang um Chemotherapie und Todesangst. Um sich davon abzulenken, beschließt sie, endlich das Versprechen einzulösen, dass sie einst der hochbetagten Großmutter – der Schauspielerin Ellis Heiden – gab und deren Lebensgeschichte niederzuschreiben. Sie widmet sich dem alten Koffer, den sie einst aus dem Abstellraum ihrer Oma geerbt hat und der prall gefüllt ist mit Erinnerungen und überraschenden Geschichten aus deren Leben.

Fazit:
Als ich davon hörte, dass Lea Streisand Ende 2016 bei Ullstein neben dem Kurzgeschichten-Band „War schön jewesen“ auch diesen autobiographischen Roman veröffentlicht, war für mich von vornherein klar, dass ich den natürlich auch lesen muss, auch wenn mir Lea bisher natürlich in erster Linie durch ihre lustigen Kolumnen und Erzählungen ein Begriff war.
Das Cover hat einen ansprechenden türkisen Farbton, Textil-Optik mit Stickerei (wie Notizbücher früher mal) und ein Porträt-Foto von Leas Oma festgehalten mit einem der im Buch oft erwähnten „Schnipsgummis“. Die Umschlaggestaltung ist sehr ansprechend und ein wenig an die Zeit, in der Leas Oma lebte, angepasst.
Das Schriftbild ist angenehm großzügig. Die 270 Seiten umfassen Prolog, 24 Kapitel von sehr angenehmer Leselänge, Epilog und Quellennachweis.
Dies war ein Buch, das mich vom 1. Kapitel an gefesselt hat, obwohl ich zunächst ein wenig skeptisch war, ob es nicht vielleicht für meinen Bedarf zu viele tragische Elemente, wie Leas Krebserkrankung und das Leben ihrer Oma mit Weltkriegen und deutscher Teilung enthalten könnte. Trotz dieser tragischen Fakten, ist es Lea Streisand bestens gelungen, die Leser für die Dauer des Buches herzlich mit in ihre Familie, in ihr Leben aufzunehmen und daran teilhaben zu lassen. Sie beweist, dass man trotz Todesangst auch Ironie und Galgenhumor nicht verlieren sollte und macht damit sicher auch anderen, selbst von Krebs Betroffenen Mut.
Parallel zu ihrem eigenen Schicksal nimmt sie ihre Leser mit auf Zeitreise in das Leben ihrer mutigen und unkonventionellen Oma, der Schauspielerin Ellis Heiden, Jahrgang 1912, in den 30er und 40er Jahren als Schauspielerin tätig. Man erfährt viel über das Leben in Berlin damals und die Theaterszene in dieser Zeit, über den 2. Weltkrieg, die deutsche Teilung und die Rolle der Frau und Alleinerziehenden in diesen Zeiten.
Ich hatte vor der Lektüre dieses Buches einige Rezensionen gelesen, in denen bemäkelt wurde, dass dem Buch der klassische Plot mit Protagonist und Antagonist, Spannungsbogen und das Heldenprinzip fehlt. Ehrlich gesagt, kann ich diese Kritikpunkte und die Erwartungshaltung dieser Rezensenten nicht so ganz nachvollziehen, da es sieht bei diesem Buch weder um einen Unterhaltungs- noch einem Kriminalroman handelt, sondern ganz klar, wie auch der Klappentext vermuten lassen muss, um einen autobiographischen Roman zweier Lebensgeschichten innerhalb einer Familie. Und Heldinnen hat dieser Roman ja nun wirklich gleich zwei: Die sympathische Lea, die ihre Krebserkrankung überwunden hat und ihre mutige, unkonventionelle Oma, die in ihrem langen Leben so viele „Eisberge umschifft“ hat.
Für mein Empfinden war dies ein ganz großartiges Buch, das ich trotz der traurigen Momente darin für meine Verhältnisse wirklich aufgesogen habe. Von mir gibt hierfür glatte 5***** Sterne!

Wochenrückblick fällt heute aus …

Ihr Lieben,

seid mir bitte nicht böse, wenn aus persönlichen Gründen der Wochenrückblick heute mal ausfällt.

Ich fasse nächste Woche dann die 3. & 4. Kalenderwoche zusammen.

Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich Euch!

Bleibt gesund und solltet Ihr krank sein, dann gute Besserung!

Ganz liebe Grüße von VERA

Rezension: Tanja Janz – „Friesenherzen und Winterzauber“

img_3716Fakten:
Taschenbuch, Mira Taschenbuch (mtb), erschienen: 07.11.2016, 299 Seiten, 9,99€

Autorin:
Tanja Janz, Jg. 1974, lebt mit 2 Katzen und Familie in Gelsenkirchen und ist Schalke-Fan. Über ein Lehramtsstudium der Anglistik, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Essen, Tätigkeiten als Nachhilfelehrerin, Ltg. eines Nachhilfeinstitutes und VHS-Dozentin kam sie endgültig zum Schreiben. Über ihre lustigen und auch realen Erfahrungen aus dieser Zeit und den Mängeln des deutschen Bildungssystems hat sie 2013 „Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt – Unkorrigierte Geschichten aus der Nachhilfestunde“ veröffentlicht. Außerdem schreibt sie Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. die „Pferdeinternat“-Reihe. Mit Heike Abidi veröffentlichte sie  unter dem Pseudonym „Maya Seidensticker“ die 3-bändige Jugendbuch-Reihe „We love Fashion“ und als ABBA-Fans unter dem gemeinsamen Pseudonym „Jana Fuchs“ mit „Dancing Queens“ einen Roman. „Strandperlen“ war 2015 der 1. St. Peter-Ording-Roman von Tanja Janz, 2016 folgten „Krabbe mit Rettungsring“, das Mini-eBook „Friesenknöllchen mit Meerblick“ und danach „Friesenherzen und Winterzauber“. Der nächste Sommer-Roman dieser Reihe „Mit Dir auf Düne Sieben“ ist für Juni 2017 angekündigt.

Handlung:
Die 35jährige Hamburger Krimi-Autorin Ellen flüchtet aus Liebeskummer, nachdem ihr Freund Laurits den Traum vom gemeinsamen Haus nicht teilte, ins winterliche St. Peter-Ording, wo ihre Mutter und deren Freundin gerade einen Kur-Urlaub machen. Im Gepäck hat sie den Auftrag ihres Verlages, ein Exposé für einen Liebesroman zu entwickeln – gar nicht so einfach in ihrer persönlichen Lage. Eigentlich will sie nur ein paar Tage bleiben, aber trifft auf so viele nette Menschen, wie die Teeladen-Besitzerin Martina, die ihr freundlicherweise ein Gästezimmer vermietet und mit der sie sich auf Anhieb anfreundet, oder den gut aussehenden Buchhändler Ayk, der ihr sofort sehr sympathisch ist. Und dann ertappt sich Ellen dabei, wie sie immer wieder auf neue Antworten hofft, als sie an einem stillgelegten Briefkasten am alten Leuchtturm Briefe hinterlegt, in denen sie sich ihren Kummer von der Seele schreibt. Tatsächlich antwortet ihr immer wieder jemand der mit „Der Leuchtturmwärter“ unterschreibt. Ellen versucht dem Geheimnis des Briefeschreibers auf die Spur zu kommen.

Fazit:
Dass die St. Peter-Ording-Romane von Tanja Janz mittlerweile eine meiner liebsten Roman-Reihen sind, hatte ich schon mehrfach erwähnt.
In diesem Buch gibt es – neben dem Kennenlernen der Krimi-Autorin Ellen – auch ein Wiedersehen (bzw. Wiederlesen) 2 Jahre später mit Martina und ihrem Mann Björn aus „Friesenknöllchen mit Meerblick“, deren Leben sich seither auch ziemlich verändert hat. Allein die Weiterentwicklung bereits bekannter Charaktere aus den vorherigen Romanen macht neugierig.
Das winterliche Cover mit Kerzenschein, Tee und den Ausblick auf die verschneiten Dünen vor dem Leuchtturm passt wieder perfekt zu den anderen Covern aus dieser Reihe und vermittelt, auch von der farblichen Gestaltung her, etwas Wärme im Winter – genau, wie auch diese wundervolle Geschichte.
Die insgesamt 299 Seiten sind aufgeteilt auf 16 Kapitel, Dankwort und das Rezept zu Martinas Neujahrskuchen mit Vanille-Sahne als besonderes Leckerli ;-).
Das Schriftbild ist sehr großzügig, die Kapitellänge war für meinen Bedarf manchmal ein wenig lang.
Tanja Janz gelingt es mit ihren St. Peter-Ording-Romanen immer wieder aufs Neue, den Leser quasi abzuholen und auf eine schöne Reise ins norddeutsche Seebad zu schicken, wo man sich einfach nur in eine tolle Geschichte hineinfallen lassen kann. Im Gegensatz zu den bisherigen drei Romanen aus dieser Reihe ist hier ein wenig mehr Romantik eingeflossen, jedoch ohne dass die Story dadurch irgendwie kitschig wird.
Trotz der Vielzahl der mitwirkenden Charaktere, die allesamt nett und liebenswert gezeichnet wurden, verliert man nie den Überblick.
Durch die plastische Beschreibung von Landschaft, Örtlichkeiten bzw. Räumen und Düften, aber auch der Personen kann man sich perfekt in die Geschichte hineindenken.
Ein Roman zum Genießen und Wohlfühlen, der wieder Lust auf eine Reise nach St. Peter-Ording macht und vor Allem auch Vorfreude auf das nächste Buch dieser Reihe, das im Juli 2017 erscheinen wird.
Ich habe mich in dieser Story, mit Protagonisten, die ich viel zu schnell gehen lassen musste, wieder total gut aufgehoben gefühlt und hatte wirklich schöne Lesestunden mit diesem wunderbaren Winter-Roman – daher gibt es von mir hierfür 5***** Sterne 🙂

Veras Weekly – 2. KW und der Infekt hält sich weiterhin …

📝 «Geplant»
… langweilig – aber immer noch das Gleiche: Den Infekt langsam mal loszuwerden. Ich war diese Woche beim HNO-Arzt, war 3 Tage krankgeschrieben und habe andere Hustenmedikamente bekommen und huste tatsächlich etwas weniger – aber weg ist der Infekt immer noch nicht.
… Neujahrsessen – als Ersatz für das ausgefallene Weihnachtsessen – mit meinem Kollegen-Team in der neuen Woche. Wir sicher wieder nett.
… nochmal zum Taschenbuch-Schnäppchenverkauf zu Hugendubel zu gehen morgen – ich habe dort ein Buch gesehen („Die Entscheidung“ aus der „Daringham Hall“-Trilogie von Kathryn Taylor) und war mir nicht sicher, ob ich es schon habe (natürlich hatte ich nur die beiden anderen Bände). Stattdessen habe ich – tadaaa – ein anderes Buch gekauft, das ich schon habe („Aussicht auf Sternschnuppen“ von Katrin Koppold).

📚 «Gelesen»
… heute beende ich „Friesenherzen und Winterzauber“ von Tanja Janz – das Buch hat mir wieder sehr gefallen; Rezension folgt dann nächste Woche. Weiter geht es dann bei mir mit „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand (mein Buchgewinn bei vorablesen Ende 2016).

😊 «Gefreut»
… dass Joelle und Toni so intensiv miteinander spielen und jagen – trotz Tonis kleiner Handicaps – und dass Mary auch gerade recht munter und neugierig ist. Sie fand den Schneefall total spannend – die Ragdolls haben das verpennt.
… dass ich auf der Arbeit dieses Jahr so gut in der Zeit bin, was die Stundenplanung angeht, auch Dank der produktiven Zusammenarbeit mit einem Kollegen.

😳 «Überrascht»
… vom heftigen Schneefall mit Sturmböen am vergangenen Mittwoch hier in Berlin. Das angekündigte Wetterdrama durch Sturmtief Egon ist aber dann glücklicherweise ausgeblieben – ich hatte am Donnerstag Angst, die Rollläden hochzufahren, dabei war selbst der Schnee vom Vortag geschmolzen und es war ziemlich mild draußen.
… gestern mal wieder ein Einbruch in der Schmuckabteilung im KaDeWe noch vor Ladenöffnung. Die Diebe, die offensichtlich Insider-Wissen hatten und wussten, dass um 7 Uhr die Alarm-Anlagen für das Reinigungspersonal abgeschaltet werden, haben fette Beute in 6-stelliger Höhe gemacht. Ein Radio-Moderator meinte gestern, dass sich das KaDeWe zum Hotspot für ungewöhnlich Einbrüche entwickelt – der letzte war Ende 2014.

😢 «Traurig»
… die Selfpublisher-Queen und Bestseller-Autorin Poppy J. Anderson hatte am Mittwoch einen grandiosen und beeindruckenden Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz. Trotzdem gab es wohl offensichtlich irgendwelche hirnlosen Typen, die sie gleich danach anonym und online anfeindeten wegen ihres Gewichts. Wirklich unglaublich! Jede Wette, dass das selbst irgendwelche schäbigen Typen waren – und zwar nicht nur mental schäbig, sicherlich auch äußerlich – die selbst im Leben nichts auf die Reihe bekommen, wahrscheinlich noch bei Mutti wohnen und vor Neid platzen, wenn eine Frau, die nicht ihren eigenen Idealvorstellungen entspricht (wahrscheinlich kennen diese Typen Frauen am ehesten aus schmutzigen Download-Filmchen), aber dennoch hübsch, unglaublich intelligent, sehr gefragt, erfolgreich und beliebt ist und damit Geld verdienen kann und Dinge erreicht, die diese Typen nie im Leben erreichen werden. Leider gibt es solche dämlichen Typen auch in meiner biologischen Familie …

😡 «Geärgert»
… als ich am Freitag hier mindestens 5x um den Block gefahren bin – ca. 20 Min. lang – auf der Suche nach einem Parkplatz. Das ist eben der Preis, wenn man so zentral wohnt und ein Einkaufs-Center gleich nebenan hat. Als ich dann einen Parkplatz gefunden hatte war mir nach Fanfaren, Feuerwerk, Jubel, Konfetti – bin ja nicht gerade der geduldigste Mensch 😉 …
… als ich gestern in der Zeitung gelesen habe, dass sich wohl auch die Schauspielerin Caroline Peters (die ebenfalls 45 ist, wie ich selbst auch) immer wieder rechtfertigen muss, ob für eine Frau ein Leben ohne Kinder überhaupt lebenswert ist! Manche Menschen können einfach nicht verstehen, dass es nicht im Naturell jeder Frau liegt, Babys zu wollen und dass diese Frauen aber trotzdem keine herzlosen Egoistinnen sind oder es sich dabei grundsätzlich nur um Karriere-Frauen handelt. Ich persönlich hatte auch nie den Wunsch nach eigenen Kindern. Schon als Kind habe ich deutlich lieber mit Plüschtieren gespielt als mit Puppen und am liebsten meinen Plüsch-Bernhardiner im Puppenwagen spazierengefahren. Das hat sich bei mir auch später in einer sehr großen Tierliebe ausgeprägt. Ob man sich ein Leben mit Kindern vorstellen kann und wünscht, ist sehr individuell. Mein Mann und ich haben auch bis heute nicht das Gefühl, dass uns ohne Kinder irgendwas im Leben fehlt. Hätte ich selbst Kinder haben wollen, hätte ich diese sicherlich bekommen, als ich noch jünger war (bis max. 33 J.), aber so haben wir viele andere Dinge – wie auch die Reisen nach Kanada und USA machen können – die  wir ganz sicher nicht hätten machen können, wenn wir Kinder hätten. Uns geht es gut mit unserer Entscheidung! Vor einigen Jahren waren wir damit noch die Exoten im Bekanntenkreis und mittlerweile kenne ich sehr viele andere, die ebenso denken, wie wir. Sicherlich hat es bei meinem Mann und mir auch damit zu tun, dass wir beide nicht so die besonders glückliche Kindheit hatten.

🍴«Gegessen»
… mal schauen, ob ich es noch so zusammen bekomme: Pizza, Thai-Food, Matjesfilets in Quark-Soße mit Kartoffeln und Salat, Spaghetti Bolognese und gestern Zwiebel-Sahne-Hähnchen und Kroketten. Heute gibt es Flammkuchen mit Speck, Lauchzwiebeln und Käse.

👂«Gehört»
… Unwetterwarnungen, die aber zum Glück für Berlin nicht eingetreten sind 🙂

💻 «Gemailt»
… mit meiner lieben Ivy, Marion T., meiner Kollegin Bettina und unserer bezaubernden Catsitterin Andrea.

👀 «Gesehen»
… als ich krank zu Hause war mittags ein paar tolle, ältere deutsche Filme in HR3 – richtig gut!

💖 «Geknuddelt»
… den Mann und alle drei Katzen ❤

💭 «Gedacht»
… dass ich wirklich keine typische Frau bin – war gestern im Schuhladen und habe gemerkt, dass ich Schuhe lieber bestelle, als im Laden anzuprobieren. Nach ein paar Minuten war ich genervt wieder draußen – in der Buchhandlung war ich dann aber ziemlich lange 😉
… ist zwar böse, aber irgendwie hoffe ich immer noch, dass irgendwas passiert, das verhindert, dass Donald Trump am 20.01. als nächster US-Präsident vereidigt wird …

🏆 «Stolz»
… aktuell auf nichts.

💳 «Gekauft»
… von der „Treaclemoon“-Duftserie „Wild Cherry Magic“ das Duschgel und die Handcreme. Bücher – vom Wühltisch: „Ein wunderbares Jahr“ von Laura Dave, „Aussicht auf Sternschnuppen“ von Katrin Koppold (das ich jetzt doppelt habe), „Ziemlich mitgenommen“ von Mia Sassen – und ganz neu „Geheimzutat Liebe“ von Poppy J. Anderson, Hustenmedikamente und Flohsamenschalen als Nahrungsergänzung für Toni.